Wirtschaft
Wie kriegen wir die Wirtschaft wieder in Schwung?

Immer wieder gibt es in der Wirtschaft eines Landes Wellenbewegungen. Dies gilt nicht nur für Länder, die sich in der Regel ohnehin schwer tun, zu einer wirtschaftlichen Macht zu werden, sondern auch für jene, die dies eigentlich schon sind. So hat auch Deutschland bereits bessere Zeiten aus wirtschaftlicher Perspektive gesehen und es ist derzeit die Aufgabe der gesamten Bevölkerung, die aktuelle Krise zu bewältigen und aus ihr wieder einmal gestärkt hervorzugehen.

Dies ist schließlich immer die Aufgabe, welche mit einer Krise verbunden ist. Ohne sie wird keine Region und kein Land der Erde auskommen. Wichtig ist es, wie man mit einer solchen Situation umgeht und wie es am Ende gelingt, zu neuer Schaffenskraft zu kommen.

Mit einer Mentalität des Anpackens kann es erneut gelingen, eine Krise gemeinsam zu bewältigen

Die gesamte Wirtschaft eines Landes hängt bekanntlich zusammen. Es ist kaum möglich, dass einzelne Branchen sich komplett abkoppeln und ohne die anderen Teilbereiche des wirtschaftlichen Lebens funktionieren. Ein wichtiges Element, mit dem es deutlich einfacher gelingt, wieder erfolgreich zu sein, ist im Bereich des Mindsets der Menschen angesiedelt.

Eine positive Herangehensweise an die nächste Zeit und die Überzeugung, dass man gemeinsam wieder bessere Zeiten hervorrufen kann, ist enorm wichtig und kann sprichwörtlich Berge versetzen. Ob bei der Mitarbeitergewinnung oder aber dann, wenn es darum geht, neue Handelspartner zu finden: Es ist stets wichtig, nicht nur auf die negativen Aspekte zu blicken, die sich derzeit zeigen, sondern auch auf die Chancen, welche es immer wieder gibt. Vor allem unsere digitalen Zeiten bieten zahllose wirtschaftliche Chancen, die wir als Gesellschaft und in den einzelnen Unternehmen längst noch nicht alle nutzen. Gelingt uns ein Fokus auf die Chancen und erlangen wir eine Mentalität des Anpackens, werden schneller bessere Zeiten kommen.

Jungen Menschen eine Chance geben und sie auf dem Weg in den Beruf effektiv begleiten

Gerade junge Menschen sind enorm wichtig, wenn wir eine zukünftige Entwicklung in der Wirtschaft des Landes herbeiführen möchten. Die jungen Menschen werden unser Land über viele Jahre gestalten und dabei auch eine große Verantwortung für eben jenes Heimatland tragen. Nun ist es an der Generation derer, die derzeit noch am Ruder sitzen, ihnen auch eine Chance zu geben und sie ganz bewusst in Entscheidungsprozesse mit einzubeziehen.

In solchen Situationen werden wir dann schnell und klar erkennen, dass die Generationen voneinander profitieren können und nicht konträr zueinander stehen. Es handelt sich in einer wirtschaftlichen Schwächephase um eine absolute Notwendigkeit, die Potenziale jeder Generation zu nutzen und trotz aktueller Probleme auch die Weichen in Richtung Zukunft zu stellen. In dieser Zukunft werden die Dinge, die sich als positiv erwiesen haben, weiterhin wichtig bleiben und von neuen Elementen ergänzt. Dieser Zusammenschluss zwischen verschiedenen Methoden im Rahmen der wirtschaftlichen Arbeit kann dann auch einen erneuten Aufbruch bedeuten.

Gemeinsam arbeiten und die Generationen nicht gegeneinander ausspielen

In den Medien hören wir immer häufiger, dass verschiedene Generationen Vorwürfe erheben und die Lebensweise der jeweils anderen Menschen teilweise harsch kritisieren. Doch wenn wir als Gesellschaft wieder erfolgreich sein wollen, dann ist Offenheit für neue Ideen, die in der jungen Generation vielleicht noch stärker vertreten sind, ebenso wichtig wie es der Wunsch nach Zusammenarbeit zwischen Menschen ist, die gemeinsam etwas Schaffen wollen.

Business
Warum Unternehmen auf Online-Marketing setzen sollten

Warum Unternehmen auf Online-Marketing setzen sollten

Im Internetzeitalter informieren sich immer mehr Menschen online, bevor sie sich für den Kauf eines Produkts entscheiden. Für Unternehmen, die ihre potenziellen Kunden nicht an ihrer Konkurrenz verlieren wollen, ist es daher unerlässlich, eine starke Onlinepräsenz aufzubauen.

Vorteile von Online-Marketing

Online-Marketing ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil, wenn es um die Planung einer erfolgreichen Unternehmensstrategie geht. Schließlich erlaubt es Unternehmen auf diese Weise unabhängig vom Standard eine größere Anzahl an potenziellen Kunden zu erreichen. Wer heute auf der Suche nach weiteren Informationen ist, informiert sich in erster Linie online. Unternehmen können mit den richtigen Strategien ganz einfach auf sich aufmerksam machen. Zahlreiche Analysetools wie Google Analytics helfen ihnen dabei, Ihre Erfolge in Online-Marketing-Kampagnen zu messen. Dadurch lassen sich die Ausgaben für das Marketing gezielter einsetzen und gleichzeitig mit weniger Ausgaben höhere Umsätze erzielen.

Suchmaschinenmarketing

Unternehmen, die ihr Produkt oder ihre Dienstleistung online anbieten möchten, lassen sich den Onlineshop in der Regel von einer Agentur erstellen. Die Kosten liegen meistens im fünfstelligen Bereich. Wichtig zu wissen ist dabei, dass die schönste Website jedoch nichts bringt, wenn sie nicht von der Zielgruppe gefunden wird. Hier kommt Suchmaschinenmarketing zum Einsatz. Es lässt sich unterteilen in Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung. Beides trägt dazu bei, potenzielle Kunden zu erreichen, die nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen, die das Unternehmen anbietet. Zusätzlich sollten Unternehmen in die richtigen Marketingkanäle investieren. Während sich die junge Zielgruppe meistens auf TikTok oder Instagram aufhält, surft die ältere Generation häufiger auf Facebook. Da dies mit einem hohen zeitlichen Aufwand verbunden ist, nehmen viele Betriebe eine Social-Media-Agentur in Anspruch. Diese platziert die Werbung bestmöglich in den sozialen Netzwerken. Denkbar ist es auch, in den Suchmaschinen wie Google, Bing oder Yahoo Werbung zu schalten. Wer nachhaltig Kunden generieren möchte, sollte auf die Suchmaschinenoptimierung setzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein B2C oder B2B Unternehmen handelt. Bis es zu messbaren Erfolgen bei der Suchmaschinenoptimierung kommt, können ein paar Monate vergehen. Daher empfiehlt es sich, eine erfahrene SEO-Agentur zu beauftragen. Gut zu wissen ist, dass noch immer zu wenige Unternehmen in die Suchmaschinenoptimierung investieren. Betriebe, die jetzt Vollgas geben, werden der Konkurrenz schon bald einen großen Schritt voraus sein. Vorausgesetzt, es handelt sich um eine Agentur, die Experte in der Suchmaschinenoptimierung ist.

SEO Experte für Händler, Hersteller und Dienstleister

Simon Feller ist ein deutscher Unternehmer, der als Geschäftsführer und Gesellschafter bei der Poosch Consulting GmbH in Siegen tätig ist. Mit über 18 Jahren Erfahrung in der digitalen Branche ist er ein Experte, wenn es um die SEO-Strategieentwicklung und die Erstellung verkaufsstarker Websites geht. Nach seiner Ausbildung zum Medienberater absolvierte Simon Feller ein Studium im International Management with Engineering. Danach arbeitete er neun Jahre in einer Digitalagentur. 2021 stieg er in die Poosch Consulting GmbH seines langjährigen Freundes Phil Poosch als Geschäftsführer und Mitgesellschafter eiDas Unternehmen bietet SEO-Dienstleistungen für etablierte B2B Unternehmen an. Es unterstützt Hersteller, Dienstleister und Händler dabei, trotz steigender Konkurrenz wettbewerbsfähig zu bleiben und die Online-Umsätze zu steigern. Simon Feller ist auch Mitgründer von medien.com. Dabei handelt es sich um ein aufstrebendes Medienunternehmen, das suchmaschinenoptimierte Berichte für Unternehmen veröffentlicht, um für mehr Kunden und neue Mitarbeiter zu sorgen. Als leidenschaftlicher Speaker teilt er in praxisnahen Vorträgen sein Fachwissen über SEO und digitalen Vertrieb. Sein sportlicher Einsatz im Kraftsport und Tennis spiegelt seine Disziplin und Ehrgeiz in der beruflichen Laufbahn wider. Simon Feller beeindruckt mit seiner Vielseitigkeit, Expertise und innovativen Denkansätzen in der digitalen Marketingwelt.

ANKA-3
Türkische Tarnkappendrohne absolviert erfolgreich Testflug

Ankara – Die türkische Rüstungsindustrie boomt, türkische Unternehmen bauen ihre Stellung auf dem Weltmarkt rasant aus. Nach der erfolgreichen Bayraktar TB2 hat am vergangenen Donnerstag auch die in der Türkei entwickelte Tarnkappendrohne ANKA-3 ihren Jungfernflug erfolgreich absolviert. Am 28. Dezember 2023 erreichte die von TAI (Turkish Aerospace Industries) entwickelte Kampfdrohne in einem 70-minütigen Testflug 8.000 Fuß und eine Geschwindigkeit von etwa 278 km/h. Die ANKA-3 wurde dabei von einem Turboprop-Trainingsflugzeug begleitet. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan feierte den Flug auf X: „Unser unbemanntes Kampfflugzeug ANKA-3, das von TAI entwickelt wurde, hat heute seinen ersten Flug absolviert. Hoffentlich wird unser Flugzeug mit seinen fortschrittlichen Technologien, seinem Design und seinen Eigenschaften einen wichtigen Beitrag zur Verteidigung unseres Landes leisten.“ Die Drohne ist auch Teil des ehrgeizigen türkischen Plans zur Entwicklung eines bemannten Tarnkappen-Kampfflugzeugs, des TF-X, das bald zum Einsatz kommen soll. Die ANKA-3 und die TF-X könnten als Team zusammenarbeiten, wobei die Drohne als loyaler Flügelmann oder als Lockvogel für das bemannte Flugzeug fungiert. Die ANKA-3 könnte Aufgaben wie Angriffe, Überwachung, elektronische Kriegsführung sowie die Unterdrückung und Zerstörung der gegnerischen Luftabwehr übernehmen. Die ANKA-3 hat außen insgesamt sechs Befestigungsmöglichkeiten für Waffen: An den Befestigungsstationen kann die Drohne insgsamt 1200 Kilogramm tragen. „Unter den Waffen, die mit der ANKA-3 kompatibel sein sollen, finden sich die Mark 82 – eine 227 Kilogramm schwere Freifallbombe, die mit verschiedenen Suchköpfen (GPS, Infrarot, Laser) auch als Lenkbombe verwendet werden kann. Die Small Diameter Bomb (SDB), eine präzisionsgelenkte Gleitbombe mit einer Reichweite von bis zu 150 Kilometern, und der türkische Marschflugkörper SOM-J (275 km Reichweite) sollen ebenso auf der ANKA-3 zum Einsatz kommen“, berichtet Futurezone. Wie das Fachportal weiter berichtet, verfügt die Drohne auch über interne Waffenschächte. Diese würden bei Tarnkappenmissionen genutzt, da außen montierte Waffen eine größere Radarsignatur aufweisen und so die Stealth-Fähigkeiten der Drohne reduzieren.

Gastkommentar
„Die Doppelmoral des Westens im Kampf gegen den internationalen Terrorismus“

ein Gastbeitrag von Kemal Bölge

Den türkischen Sicherheitsbehörden und Nachrichtendiensten ist letzten Monat im Kampf gegen die Terrororganisation DAESH/IS ein wichtiger Schlag gelungen. Wie das Innenministerium in einer Presseerklärung 29. Dezember in Ankara mitgeteilt hat, gelang es Anti-Terror-Einheiten in Istanbul, Ankara, Balıkesir, Bolu, Düzce, Kırşehir, Konya, Sakarya und Samsun 29 DAESH/IS-Terrorverdächtige festzunehmen. Die Verdächtigen sollen nach Erkenntnis der Sicherheitsbehörden „Aufklärungsaktivitäten gegen jüdische und christliche Gotteshäuser in Istanbul“ durchgeführt haben.

Zu den Festnahmen hat sich auch der Journalist, Politanalyst und Influencer Ardan Zentürk geäußert. Mit der rechtzeitigen Identifizierung der Verdächtigen, der Planung und Verhinderung von möglichen Anschlägen gegen christliche und jüdische Einrichtungen hätten die türkischen Nachrichtendienste und Polizei, so Zentürk, gute Arbeit geleistet. Die Türkei führt nicht nur einen Kampf gegen die Terrororganisation DAESH/IS, sondern auch gegen die PKK.

Doppelspiel des Westens im Kampf gegen den internationalen Terrorismus

Obwohl beispielsweise die PKK in vielen westlichen Ländern als Terrororganisation eingestuft ist, gibt es eine Vielzahl an Organisationen, die als „Vereine“ getarnt weiter agieren und Verbindungen zur PKK unterhalten. Es existiert sogar eine „PKK-Lobby“, die über die Medien versucht den jahrzehntelangen Terror dieser extremistischen Organisation gegen Zivilisten und Sicherheitskräfte zu legitimieren sowie zu verharmlosen.

Zeitweise überbieten sich die Medien gegenseitig mit Begriffen wie „Arbeiterpartei“, „Kurdische Arbeiterpartei“, „Kurdische Rebellen“ usw., obwohl es sich zweifelsfrei um eine Terrororganisation handelt, die über 40.000 Menschen auf dem Gewissen hat. Hin und wieder werden Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche PKK-Mitglieder oder Sympathisanten eingeleitet, vor Gericht gestellt und manche verurteilt. An der eigentlichen Politik einiger westlicher Staaten hat sich jedoch nichts geändert, denn die PKK bleibt nur auf dem Papier verboten.

Irak: Die amerikanische Lüge von Massenvernichtungswaffen

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus betreibt der Westen ein Doppelspiel, denn allen voran die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) nutzen Terrororganisationen als Instrument, um den Nahen Osten zu destabilisieren und neu zu ordnen. So wurde der Irak 2003 von den USA mit der verbreiteten Lüge von Massenvernichtungswaffen überfallen und besetzt. Infolge der US-Invasion des Irak starben mehr als 1,5 Millionen Zivilisten, obwohl Washington mit dem Versprechen in den Irak einmarschierte, Demokratie bringen zu wollen. Der Irak hat sich bis heute nicht davon erholt und ist de facto dreigeteilt.

Die frühere US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte 2003 in einem Artikel in der Washington Post die Veränderung des Nahen Ostens („Transforming the Middle East“) angekündigt. In dem genannten Zeitungsartikel wiederholte sie nicht nur die angebliche Existenz von Massenvernichtungswaffen des Irak, die für die USA und den Westen eine Bedrohung darstelle, sondern indirekt auch die Veränderung der Grenzen von 22 muslimischen Ländern ankündigte. Es blieb nicht nur bei der Ankündigung, denn 2011 wurde Syrien zur Zielscheibe US-amerikanischer Aggression. Westliche Staaten unterstützten zu Beginn des syrischen Bürgerkrieges die Terrororganisation DAESH/IS und andere radikale Gruppen, mit dem Ziel den syrischen Machthaber Assad zu stürzen.

Operation „Timber Sycamore“ – CIA-Unterlagen legten Waffenlieferungen an DAESH/IS offen

Aus freigegebenen CIA-Unterlagen ging hervor, dass die Vereinigten Staaten mit der Operation „Timber Sycamore“ Waffen an DAESH/IS und andere Terrorgruppen lieferten. Der Sturz Assads wurde mit der militärischen Intervention Russlands in Syrien verhindert, aber das Land ist geteilt und das Baas-Regime auf Moskau angewiesen. Ein weiterer Verbündeter des Assad-Regimes ist der Iran. Teheran unterhält in Syrien nicht nur Milizen, sondern auch Militärstützpunkte. Ein weiterer Akteur in Syrien ist Washington, die in Nordostsyrien mehrere Stützpunkte unterhalten und die Terrormiliz PKK/YPG militärisch und finanziell massiv unterstützen.

Als die Terrormiliz DAESH/IS Teile des Irak und Syrien eroberte sowie Angst und Schrecken verbreitete, schlug die Stunde der PKK/YPG, denn das Drehbuch dazu wurde im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ geschrieben. Das Szenario wurde vorher genau einstudiert und geprobt, nichts durfte schiefgehen. Laut dem Skript stellte DAESH/IS die Macht der Finsternis dar und musste in einem „heldenhaften Kampf“ zur Strecke gebracht werden. Wer konnte als „Matador“ dazu besser geeignet sein als die PKK/YPG? Die Terrormiliz PKK/YPG leistete ganze Arbeit, denn DAESH/IS wurde mit Unterstützung der US-Luftwaffe „besiegt“ und in die Schranken gewiesen.

PKK/YPG führte ethnische Säuberungen in Syrien durch

Was aber der Öffentlichkeit nicht gesagt wurde, ist, dass die PKK/YPG ethnische Säuberungen in Nordostsyrien durchführte, um einen PKK/YPG-Staat zu gründen. Selbst Kinder und Jugendliche waren vor dieser Terrororganisation nicht sicher, denn wer einmal in die Fänge dieser Terroristen geriet, wurde in die Extremistenorganisation rekrutiert. Obwohl regelmäßig Berichte der Vereinten Nationen zu der PKK/YPG-Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht werden, schwiegen sich die Menschenrechtsorganisationen in Europa und Nordamerika zu diesem Thema aus.

Etwa ein Drittel Syriens kontrolliert die Terrororganisation PKK/YPG und die Vereinigten Staaten liefern nicht nur einfache Waffensysteme, sondern auch moderne Flugabwehrraketen, gepanzerte Fahrzeuge und Hubschrauber. Die US-Armee bildet die Terrormiliz PKK/YPG seit Jahren aus und die Milizstärke hat nach Beobachterangaben über 60.000 Personen erreicht. Washington behauptet seit Jahren, dass die Zusammenarbeit mit der PKK/YPG sich im Kampf gegen DAESH/IS richtet. Nur ist diese Behauptung einfach falsch, weil DAESH/IS militärisch besiegt ist und in Syrien keine Gefahr darstellt.

Westliche „Verbündete“ ließen die Türkei im Kampf gegen DAESH/IS allein

Als die Türkei kurz nach den Putschversuch 2016 eine Militäroperation gegen die Terrororganisation DAESH/IS in Syrien startete, weigerten sich allen voran die USA mit der Türkei gemeinsam gegen die DAESH/IS-Extremisten vorzugehen. Wäre Washington daran interessiert gewesen DAESH/IS gemeinsam zu besiegen, hätte die amerikanische Seite ihre Zustimmung dazu gegeben. Die Vereinigten Staaten, Israel und andere westliche Staaten verfolgen seit Jahren das Ziel in einem „Proxy war“ die derzeitigen Grenzen der Staaten im Nahen Osten zu verändern. Terrororganisationen wie DAESH/IS oder die PKK/YPG sind „Tools“ dieser staatlichen Akteure, um dieses Ziel zu verwirklichen.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


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Papst Franziskus sagte „es ist Terrorismus“, als er sich zu der Ermordung einer Mutter und ihrer Tochter in einer Kirche in Gaza durch die israelischen Streitkräfte (IDF) und den Beschuss eines angrenzenden Klosters, in dem Behinderte untergebracht sind, äußerte.

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Visafreiheit für Kosovo
EU: Visafreiheit für Kosovo tritt in Kraft

Brüssel – Am Montag trat die lang erwartete Visaliberalisierung der Europäischen Union in Kraft, die es Staatsangehörigen des Kosovo ermöglicht, ohne Visum in die grenzfreie Zone Europas zu reisen. Der Kosovo mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern war das letzte der sechs Länder des westlichen Balkans, das von der Visumspflicht befreit wurde. Die neue Regelung ermöglicht es Kosovaren, innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen für bis zu 90 Tage ohne Visum in den passfreien Schengen-Raum zu reisen. Laut der Europäischen Kommission, dem Exekutivorgan der EU, erfüllte der Kosovo 2018 alle erforderlichen Kriterien für die Visafreiheit, einschließlich Grenz- und Migrationsmanagement. Die Genehmigung wurde jedoch von Frankreich und den Niederlanden, die über die Möglichkeit neuer Migrationswellen besorgt waren, sowie von fünf anderen EU-Mitgliedern – Zypern, Griechenland, Rumänien, der Slowakei und Spanien – aufgehalten. Bevor die EU die Visumspflicht für den Kosovo aufhob, konnten dessen Passinhaber nur in 14 Länder in der ganzen Welt ohne Visum reisen. In den letzten Monaten hat die Regierung in Pristina eine öffentliche Sensibilisierungskampagne durchgeführt, in der die Menschen aufgefordert werden, die Reisefreiheit nicht für die Suche nach Arbeitsplätzen in der EU zu missbrauchen. „Die Visumfreiheit bringt den Bürgern beider Seiten entscheidende Vorteile und stärkt die Beziehungen zwischen der EU und dem Kosovo weiter. Das Kosovo hat konsequent alle Zielvorgaben erfüllt und sein Engagement kontinuierlich unter Beweis gestellt. Mit dieser Errungenschaft werden alle westlichen Balkanpartner bald visumfreien Zugang zur EU haben“, so die EU im April 2023. Der Kosovo ist ein potenzieller Kandidat für den EU-Beitritt und hat im Februar 2008 einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Seine Unabhängigkeit wird derzeit jedoch von fünf EU-Mitgliedstaaten (Zypern, Griechenland, Rumänien, Slowakei und Spanien) nicht anerkannt. „Das ist eine große Erleichterung … ein gutes Gefühl“, sagte der Geschäftsmann Rushit Sopi gegenüber der Nchrichtenagentur AFP, bevor er einen Flug von Pristina nach Wien antrat. Der 48-jährige Inhaber eines Unternehmens, das Türen und Fenster herstellt, fliegt regelmäßig zu Geschäftszwecken in die EU. „Jedes Visum kostet mich 300 Euro. Als ich das letzte Mal meinen Pass gewechselt habe, habe ich ausgerechnet, dass mich allein die EU-Visa darin 2.500 Euro kosten“, so der Unternehmer gegenüber AFP weiter.

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Mit seiner Entscheidung, eine erste Nationalarmee zu gründen, schrieb Mitte Dezember nicht nur das kosovarische Parlament Geschichte. Der in einer türkischen Militärflugschule ausgebildete Pilot Afrim Zabeli, schloss nur einen Tag vor der Abstimmung seine Schulung zum Militärhubschrauber-Piloten ab und wurde somit 1. Pilot der kosovarischen Armee. NEX24 Kosovo-Korrespondent Mustafë Mehmeti sprach mit dem 27-Jährigen in der Hauptstadt Pristina.

Kosovos erster Militärhubschrauber-Pilot Afrim Zabeli: Unsere Streitkräfte sind multiethnisch

NRW
Carolin Butterwegge verlässt die Linke

Essen – Die frühere Spitzenkandidatin der NRW-Linken und Ex-Landtagsabgeordnete Carolin Butterwegge (49) hat zusammen mit vier weiteren Politikern aus NRW zum Jahresende 2023 die Linkspartei verlassen. „Das war ein unvermeidlicher Schritt“, sagte die Kölnerin am Montag der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Ob sie sich künftig im „Bündnis Sahra Wagenknecht“ engagiert, ließ sie offen. „Wenn eine Wagenknecht-Partei glaubwürdig für linke Inhalte eintreten sollte, dann schaue ich mir das mal an“, sagte die Frau des früheren Bundespräsidentschafts-Kandidaten der Linken, Prof. Christoph Butterwegge (parteilos), gegenüber der WAZ. Über Facebook begründet Butterwegge den Austritt aus der Linken, der sie 17 Jahre lang angehörte: Die Lebens- und Erfahrungswelt der arbeitenden Menschen werde von der Linken immer weniger angesprochen. Die Partei konzentriere sich auf „grün-akademische Großstadtschichten und identitätspolitische Themen“. Enttäuschend sei auch die „zögerliche“ Unterstützung der Friedensbewegung durch die Linke. Die Partei müsse entschiedener gegen die „Remilitarisierungspolitik“ der Bundesregierung auftreten.

Geschichte
Ähnlichkeiten der germanischen und alttürkischen Schriftzeichen

von Çağıl Çayır

Die Runenschrift aus Europa ist den Meisten als Schrift der „germanischen“ Völker bekannt. Die den europäischen Runen bezeichnend ähnliche alttürkische Schrift aus Sibirien und der Mongolei ist dagegen den Wenigsten bekannt. Selbst diejenigen, die sich wissenschaftlich mit der alttürkischen Schrift beschäftigen, wissen meistens nichts über den großen Vergleichsbedarf – oder leugnen ihn!

Um den aktuellen Forschungsbedarf zum Vergleich der alttürkischen und „germanischen“ (zum „Germanen“-Begriff der Historiker) Schrift und Kultur darzulegen und nahezulegen, ist es ratsam, von den frühesten Kenntnissen zu beginnen und die Rezeptionsgeschichte der Schriften und Kulturen verfolgend bis in die Gegenwart zu gelangen.

„Von Göttern stammende Runen schreibe ich…“ Die Inschrift von Noleby stammt vermutlich aus der Zeit um 600. Foto: Helena Bonnevier, Staatliches historisches Museum Schweden (CC BY 4.0)

Fangen wir bei den Runenschreibern aus Europa an. Diese haben uns meistens nur kurze Inschriften überliefert, die bis heute kaum bedeutungsvoll entzifferbar sind. Deswegen wissen wir kaum etwas über die Lebenswelt der Runenschreiber von den Runenschreibern selbst. Erst mit der Übernahme des Christentums und der lateinischen Schrift wurden die Sagentraditionen der germanischen Stämme, bei denen die Runenschrift verbreitet war, verschriftlicht.

Die Franken bieten uns den ersten Einblick in die Herkunftstradition der germanischen Stämme. So leiten sich die Franken selbst im 7. Jahrhundert gemeinsam mit den Türken aus Troja her. Diese Sage der Verwandtschaft zwischen Franken und Türken wurde im Zuge der Kreuzzüge und der Begegnung der fränkischen Kreuzritter und muslimischen Türken im „Heiligen Land“ populär. Aus dieser Zeit stammt auch die Herkunftslegende der Isländer.

In den sogenannten eddischen Überlieferungen leiten die Dichter und Chronisten einerseits die Runenschrift vom Runengott Odin her und andererseits oder gleichzeitig den Runengott Odin von den Türken aus Asien her. Also war der Türkenname spätestens ab dem 7. Jahrhundert in Europa, entweder als Verwandte der Franken oder als Vorfahren der Isländer und somit mittelbar als Erfinder und Lehrer der Runenschrift, bekannt.


Die älteste Odin-Inschrift stammt aus dem 5. Jahrhundert aus Vindelev in Dänemark. Besonders bemerkenswert ist u. a. der sogenannte Torque, der auch zur regulären göktürkischen Tracht gehörte. Foto: Vejler Museen (CC BY 4.0)

Mit der zunehmenden Macht der Osmanen wurde diese Verwandtschaft jedoch lästig und spätestens nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen gebrochen und verdrängt. Enea Silvio Piccolomini, damals noch Kardinal, war einer der größten Verfechter eines neuen Kreuzzugs gegen den Türken. Schon bald nach dem Fall Konstantinopels 1453 begann er zum neuen Kreuzzug gegen die Türken aufzurufen. Und in diesem Sinn verdrängte er die alten Herkunftslegenden.

Demnach könnten die Türken keine Verwandten der Europäer sein und schon gar nicht aus Troja stammen, so wie es noch bis ins 16. Jahrhundert allgemein angenommen wurde. In „Wahrheit“ seien die Türken ewige Fremde und Feinde der Europäer. Die Franken, die Deutschen seinerzeit, setzt er zudem mit den antiken Germanen gleich. Er war es, E. S. Piccolomini, der spätere Papst Pius II., der die Germania des Tacitus genau zu dieser Zeit entdeckte und vom Anfang an politisch benutzte – um nicht zu sagen missbrauchte.

Piccolomini sagte den Deutschen erstmals, dass sie sich mit niemandem vermischt hätten und nirgendwoher eingewandert, sondern die „reinen“ unvermischten Ureinwohner Europas seien – und jetzt angesichts der drohenden Gefahr durch die Osmanen und Türken aufgefordert seien, das „Erbe ihrer Ahnen“ gegen die angeblich ewigen Fremden und Feinde aus Asien zu verteidigen…

Eroberung Sibiriens durch Jermak den Kosaken-Ataman im 16. Jahrhundert. Gemalt von Wassili Surikow im Jahr 1895

Der Romanozentrismus der Italiener provozierte jedoch die Deutschen ihr eigenes Bild von den Germanen zu machen. So bemühten sich die deutschen Humanisten um ihre eigenen Ideale von ihren nun „germanischen“ statt trojanischen und türkischen Vorfahren und Verwandten. Der Germanozentrismus der Deutschen wiederum motivierte die Skandinavier, nun mit Rückgriff auf die Runendenkmäler in Schweden und Dänemark, einen neuen Skandinavismus anzutreiben. Zu dieser Zeit begann die moderne Runenforschung, die von Anfang an auch machtpolitisch bestimmt wurde.

Also nachdem das Christentum in Europa die Runenschrift verdrängte, motivierte die neue Kreuzzugsdiskussion die Skandinavier, nun unter dem Paradigma des Germanenmythos, die Denkmäler der vorchristlichen Zeit zu erforschen und sich an ihnen sprichwörtlich zu ergötzen. Zwar war man Anfangs immer noch nicht abgeneigt auch eine orientalische Herkunft der Runen in Betracht zu ziehen. Diesmal nach biblischem Vorbild statt der früheren Einwanderungssagen. Allerdings wurde dies bald durch die Wunschvorstellung verdrängt, dass die Schweden die Erfinder der Runenschrift seien und alle Menschheitskultur aus Schweden ausgewandert sei.

Dieser sogenannte „Rudbeckianismus“ wurde erst im 18. Jahrhundert durch den Großen Nordischen Krieg zurückgeschlagen. In diesem Krieg gerieten einige Zehntausende schwedische Soldaten in russische Kriegsgefangenschaft und wurden nach Sibirien deportiert. Dort entdeckte der deutschstämmige Offizier der schwedischen Armee Philipp Johann Tabbert, später von Strahlenberg, gemeinsam mit dem von Peter dem Großen beauftragten Danziger Arzt Daniel Gottlieb Messerschmidt, die ersten Runendenkmäler in Sibirien.

Zeichnung der ersten Runenfunde aus Abakan in Sibirien. Vor Ort abgezeichnet von Karl Schulmann im Jahr 1721. Veröffentlicht von Gottlieb Siegfried Bayer im Jahr 1729.

Diese Nachricht erinnerte die Gelehrten in Europa wieder an die alten Einwanderungslegenden und man zog wieder eine asiatische und türkische Herkunft der europäischen Runen in Betracht. Diese Sichtweise findet sich bei den größten Gelehrten des 18. und 19. Jahrhunderts. Allerdings konnten sich derartige Erörterungen nicht gegen das spaltende Selbst- und Fremdbild ihrer Zeit durchsetzen.

Wiederholt sagte man sogar, dass in Sibirien gar keine Runeninschriften gefunden worden seien. Deswegen etablierte sich die Meinung, dass Runendenkmäler nur in Europa gefunden wurden. Dem entgegen sagte zum Beispiel 1821 der Begründer der wissenschaftlichen Runenforschung, Wilhelm Carl Grimm, dass die Runenschrift wohl möglich aus Sibirien, aus der früheren Heimat der Deutschen mit nach Europa gebracht worden sein könnte. Besonders interessant fand er in dieser Hinsicht die sibirischen Denkmäler.

Zu dieser Zeit waren die sibirischen Denkmäler noch nicht entziffert und wie gesagt leugnete man teilweise die Funde. Das ging so weit, dass sogar Ludwig Wimmer, der Erneuerer der wissenschaftlichen Runenforschung, am Ende des 19. Jahrhunderts um 1870 herum, immer noch auf den enorm wichtigen Vergleichsbedarf hinwies, doch meinte, dass man in Russland, also auch in Sibirien, noch keinerlei Spuren von Runenschrift gefunden habe. Das war völlig falsch!

Ironischerweise war es sein Kollege Vilhelm Thomsen, der 1893 die Runenschrift aus Sibirien und der Mongolei als Alttürkisch entzifferte. Jedoch entgegen der vorherigen Annahmen und Anstöße, die asiatischen und europäischen Denkmäler zu vergleichen, vertrat Thomsen plötzlich die Vermutung, dass sich die alttürkischen und europäischen Runendenkmäler nur zufällig ähneln könnten.

Diese Vermutung verwandelte sich daraufhin ohne weitere Untersuchungen zu einer Tatsache und manifestierte die Scheidung der Schriften und Kulturen in der Wissenschaft und Gesellschaft, was schließlich den Weg zur rassenideologischen Pervertierung der europäischen Runen durch die Nationalsozialisten ebnete. Die Nazis erhoben die Runenschrift zu Zeugen ihrer Germanenideologie, welche die NS-Verbrechen und den Holocaust geistig vorbereitete und begleitete.

Der rassenideologische Missbrauch der Runenschrift in Deutschland wurde erst durch den Zweiten Weltkrieg beendet. Danach geriet die Runenschrift in den Schatten ihres früheren Missbrauchs und war sozusagen ein Tabuthema. Kaum ein deutscher Wissenschaftler wagte es sich danach nochmal die Runenschrift in die Hand zu nehmen. Erst um die Jahrtausendwende erreichte die Runenforschung in Deutschland, in Europa und auf der Welt ein neues Stadium.

Nun geht man nicht mehr von einem rein „germanischen“ Ursprung der Runen aus, sondern sucht Vorbilder für die Runenschrift bei der lateinischen, der griechischen, der etruskischen oder auch der phönizischen Schrift. Die in den literarischen Quellen begründete und in der Forschungsgeschichte von Anfang an vielfach benannte türkische und sibirische Herkunftstheorie wird jedoch weiterhin vernachlässigt und wie eingangs erwähnt sogar verleugnet…

Neben der Wissenschaft ist der Vergleich der Schriften und Kulturen auch gesellschaftlich gefordert. Hierin liegt eine frohe Botschaft und Warnung. Denn einerseits ist der Vergleich der Schriften sehr vielversprechend und wichtig für die Wissenschaft und Gesellschaft. In der Wissenschaft lassen sich alternative Einflussfaktoren für die Ähnlichkeit und weitere Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen finden.

Dadurch kann in der Gesellschaft viel in Bewegung kommen, was die Selbstfindung, Integration und Völkerverständigung betrifft. Gleichzeitig gilt es zu warnen. Denn die bisherige Vernachlässigung des Vergleichs der Kulturen und ihrer Ähnlichkeiten führte zur Zuspitzung exklusiver Kulturbilder, die zuletzt im Rassismus mündeten und in der Katastrophe der NS-Germanenideologie eskalierten. In diesem Sinne ist es dringend gefordert den Vergleich anzugehen.

Doch ebenso wie die Schriften und Kulturen sind auch die einzelnen Fachforschungsbereiche getrennt. Kaum ein Wissenschaftler unserer Zeit ist auf dem asiatischen und europäischen Gebiet ausgebildet. Deswegen erfordert es den besonderen Einsatz von Wissenschaftspionieren, die trotz aller Umstände und Hindernisse dazu beitragen die Wahrheit der Dinge ans Licht zu tragen. Zum Wohle der Gemeinschaft und Gesellschaft – weltweit und in Zukunft.

Literatur:


Çağıl Çayır, Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der türkischen und „germanischen“ Schrift, Pulheim 2022.

Çağıl Çayır, Zum Vergleich der alttürkischen und „germanischen“ Schrift und Kultur, in: Journal of Old Turkic Studies, 7/2, 420-443, 2023.

Dieser Artikel basiert auf folgenden Videovortrag:

Çağıl Çayır, Alte Verwandtschaft?! – Über die Ähnlichkeit der germanischen und alttürkischen Schriftzeichen, Yunus Emre Enstitüsü Köln, 30.09.2021.

 
Çağıl Çayır studierte Geschicht und Philosophie an der Universität zu Köln und ist als freier Forscher tätig. Çayır ist Autor von „Runen in Eurasien. Über die apokalyptische Spirale zum Vergleich der alttürkischen und ‚germanischen‘ Schrift‘“ und ist Gründer der Kultur-Akademie Çayır auf YouTube. Seine Arbeiten wurden international in verschiedenen Fach- und Massenmedien veröffentlicht.

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Gaza-Krieg
Sigmar Gabriel spricht sich für Palästinenserstaat aus

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Osnabrück – Der frühere Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat Zweifel am Vorgehen Israels gegen die Hamas in Gaza geäußert. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) sagte Gabriel: „Meine große Sorge ist, dass dieser Krieg die nächste Generation von Dschihadisten und Terroristen geradezu hervorbringt und nicht etwa die Zerstörung der Hamas zur Folge hat.“ Gabriel fügte hinzu: „Aus so viel Blut und Leid auf beiden Seiten erwächst nichts Gutes. Deshalb muss es so schnell wie möglich gestoppt werden.“ Die Sicherheit Israels könne durch einen neuen Anlauf für einen demokratischen Staat der Palästinenser wesentlich wirksamer erreicht werden. „So schwierig das aus heutiger Sicht auch erreichbar erscheint und gewiss nicht über Nacht entstehen wird, ich kenne keinen besseren Vorschlag für die Sicherheit beider Seiten“, erklärte Gabriel. Er sieht die Verhältnismäßigkeit der israelischen Angriffe in Gaza außerdem nicht mehr gewahrt. „Es ist klar, dass es in einer solchen Auseinandersetzung auch unschuldige Opfer gibt. Aber die Größenordnung der Opfer hat ein Ausmaß erreicht, dass die Verhältnismäßigkeit nicht mehr gewahrt ist.“ „Je mehr unschuldige Menschen sterben, desto stärker schwindet die Legitimation des Arguments der Selbstverteidigung. Das wissen die Israelis übrigens sehr genau“, so Gabriel weiter. Er halte die amerikanische Position für richtig, das Selbstverteidigungsrecht Israels zu unterstützen, gleichzeitig aber Israel „sehr massiv“ daran zu erinnern, „dass das humanitäre Völkerrecht auch beim Kampf gegen die Terrororganisation Hamas keine Nebensächlichkeit ist und zu viele Zivilisten in diesem Krieg sterben“. Gabriel kritisierte zudem die deutsche Position im Nahost-Konflikt. Das Leid der Palästinenser werde zu wenig gesehen. Wenn man in Deutschland das Leid der palästinensischen Zivilbevölkerung problematisiere, werde man gleich verdächtigt, man würde den Terror der Hamas legitimieren. „Das ist doch völliger Unsinn“, sagte Gabriel.

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Türkei: Erdogan vergleicht Netanjahu mit Hitler

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Ankara – In einer Rede hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu mit Adolf Hitler verglichen. Es gebe „keinen Unterschied zwischen dem, was Netanjahu bei den monatelangen Angriffen auf den Gazastreifen“ tue, und dem, was Naziführer Adolf Hitler vor Jahrzehnten getan habe, sagte der türkische Staatschef am Mittwoch. Bei einer Verleihung von Wissenschaftspreisen in der Hauptstadt Ankara sagte Erdogan: „Wie unterscheiden Sie (Netanjahu) sich von Hitler? Gibt es irgendetwas, was Netanjahu tut, das Hitler nicht getan hat?“, fragte Erdogan. In den Medien sind schockierende Bilder und Videos aufgetaucht, die zeigen, wie palästinensische Gefangene, darunter auch Kinder, bis auf die Unterwäsche entkleidet und auf einem zentralen Platz in Gaza vorgeführt wurden. In einem anderen Filmausschnitt ist zu sehen, wie entkleidete Männer in einem Militärfahrzeug transportiert werden. Diese Aufnahmen dokumentieren die erniedrigende Behandlung von Palästinensern in israelischer Haft. Es ist nicht klar, wie und warum die Bilder an die Öffentlichkeit gelangten. Die Quelle der Bilder wurde nicht genannt, aber ein Video, das Reihen von Männern zeigt, die auf einer Straße knien und ebenfalls entkleidet sind, scheint von einem israelischen Soldaten aufgenommen worden zu sein, der neben den Gefangenen herging. Berichten zufolge werden Zivilisten und Flüchtlinge auf diese Weise gefangen genommen, gefoltert und an unbekannte Orte gebracht. Verschiedene Menschenrechts Organisationen haben die israelische Behandlung von Gefangenen als schockierend und an den Zweiten Weltkrieg erinnernd kritisiert. Laut der katarischen Nachrichtenagentur Al Araby sagte Hamas-Führer Osama Hamdan, dass es sich bei den Gefangenen um unbewaffnete Zivilisten handele, die nichts mit militärischen Operationen zu tun hätten. The New Arab, eine in London ansässige Nachrichtenagentur, berichtete, dass es sich bei mindestens einem der Festgenommenen um einen Journalisten handelt. Nach Angaben von The New Arab war ihr Korrespondent Diaa al-Kahlout unter ihnen. In einer Erklärung der Nachrichtenagentur hieß es, Kahlout sei zusammen mit seinen Brüdern, Verwandten und anderen Zivilisten auf der Marktstraße in Beit Lahiya im nördlichen Gazastreifen aufgegriffen und dann „gezwungen worden, sich auszuziehen, um dann durchsucht und gedemütigt zu werden, bevor sie an einen unbekannten Ort gebracht wurden“. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat die Aufnahmen verurteilt und darauf hingewiesen, dass alle Festgenommenen im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht behandelt werden müssen. „Wir betonen nachdrücklich, wie wichtig es ist, dass alle Festgenommenen mit Menschlichkeit und Würde im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht behandelt werden“, sagte Jessica Moussan, eine Sprecherin des IKRK, in einer Erklärung.

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– Gaza-Krieg – Gaza-Christen: Wir suchen Schutz vor der israelischen Armee

Palästinensische Christen haben die Angriffe der israelischen Armee auf Gaza erneut verurteilt. Sie fürchteten nicht die Hamas, sondern die IDF.

Gaza-Christen: Wir suchen Schutz vor der israelischen Armee
     

Gaza-Krieg
Gaza-Christen: Wir suchen Schutz vor der israelischen Armee

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Gaza – Palästinensische Christen haben die Angriffe der israelischen Armee auf Gaza erneut verurteilt. Sie fürchteten nicht die Hamas, sondern die IDF. „Wir sind eine der ältesten christlichen Gemeinschaften der Welt und wir sind vom Aussterben bedroht“, sagte der palästinensische Christ Hammam Farah gegenüber der englischsprachigen Middle East Eye Farah wies darauf hin, dass vor der israelischen Blockade des Gazastreifens 3.000 Christen in der Region lebten und dass diese Zahl in den letzten Jahren aufgrund der „unmenschlichen Bedingungen“ auf etwa 1.000 und nach dem 7. Oktober auf 800 gesunken ist. Farah sagte, er habe seinen 35-jährigen Cousin in der griechisch-orthodoxen Kirche St. Porphyrius in Gaza verloren, die am 20. Oktober durch den israelischen Angriff zerstört wurde, und seine 84-jährige Großtante am 12. November durch das Feuer der israelischen Soldaten. Auf X schrieb Hammam: „Meine Familie ist in der Kirche der Heiligen Familie untergebracht, nicht zum Schutz vor der Hamas, sondern vor den israelischen Luftangriffen, die meinen Cousin in St. Porphyrius ermordet haben. Es war nicht die Hamas, die meine Großtante Elham ermordet hat, die nur nach Hause zurückkehren wollte. Sie wurde von Heckenschützen beschossen und verblutete. Das Rote Kreuz erhielt keine Erlaubnis, sie zu retten. Und letzte Woche entdeckten wir, dass ein Panzer sie überfahren und ihren Körper plattgedrückt hatte. Wir wissen nicht, ob sie noch am Leben war, als es passierte. Es war nicht die Hamas, die Nahida und Samar Anton, meine Freunde in der Familie, ermordet hat, als Scharfschützen sie und sieben andere im Hof der Kirche erschossen. Es war nicht die Hamas, die 1948 unser Land beschlagnahmte, als das Haus meines Großvaters von der Haganah zerstört wurde. Die Hamas existierte erst 39 JAHRE nachdem wir aus unseren Häusern vertrieben wurden und 20 JAHRE nach der militärischen Besetzung des Gazastreifens.“

Ur-Christen

Die palästinensischen Christen werden oft als die „lebendigen Steine“ des Christentums bezeichnet, da sie ihre Geschichte bis zur Entstehung der Kirche in diesem Land vor 2.000 Jahren zurückverfolgen können. Die Vorfahren einiger Familien haben sich seither im Heiligen Land aufgehalten, während andere in späteren Jahrhunderten dorthin eingewandert sind. Daher sind sie als Ureinwohner des Heiligen Landes zu verstehen, nicht als Einwanderer und nicht als Bekehrte der letzten Zeit. In der Tat sind sie die älteste christliche Bevölkerung der Welt. Viele Christen in anderen Ländern wissen nicht einmal, dass es Christen in Palästina gibt, und betrachten den palästinensisch-israelischen Konflikt als einen religiösen Konflikt zwischen Muslimen und Juden und nicht als den Kampf um Land, der er tatsächlich ist. Die palästinensischen Christen, die einst einen großen Teil der Bevölkerung in dieser Region ausmachten, machen heute nur noch etwa zwei Prozent oder weniger der palästinensischen Bevölkerung in den besetzten Gebieten aus, während sie weltweit bis zu 10 Prozent des palästinensischen Volkes ausmachen. Die Mehrheit gehört orthodoxen Kirchen an, die zweitgrößte Gruppe ist römisch-katholisch, gefolgt von Anglikanern, Lutheranern und anderen Konfessionen. Sie genießen einen angesehenen Platz in der palästinensischen Gesellschaft und einen Status in Regierung, Kultur und Wirtschaft, der ihren geringen Anteil an der Bevölkerung nicht vermuten lässt. Diese Christen identifizieren sich stark als Palästinenser mit der gleichen Kultur und Geschichte wie ihre muslimischen Mitbürger. Eine der schmerzlichsten Einschränkungen der israelischen Besatzung ist die Beschränkung ihrer Religionsfreiheit. Touristen aus aller Welt können die Grabeskirche in Jerusalem besuchen, in der Jesus begraben sein soll, doch palästinensische Christen, die nur wenige Kilometer entfernt leben, dürfen sie nur mit einer Sondergenehmigung betreten, die sie selbst in der Osterzeit nur selten erhalten können.

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