09. Mai
Topak: Deutschlands Befreiung vom Naziregime dank Sowjetunion

Heute ist der 09. Mai 2025 und somit der 80. Jahrestag des Sieges über das Naziregime. In den Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird dieser Tag als Siegesfest gefeiert.

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Ein Gastbeitrag von Zafer Topak

Heute ist der 09. Mai 2025 und somit der 80. Jahrestag des Sieges über das Naziregime. In den Nachfolgestaaten der Sowjetunion wird dieser Tag als Siegesfest gefeiert. Ich gratuliere uns allen zum Siegesfest.

Die Befreiung Deutschlands vom Naziregime haben wir in erster Linie der Sowjetunion zu verdanken. Alle Völker der ehemaligen Sowjetunion haben ihr Leben für diesen großen vaterländischen Krieg geopfert. Hitler wurde größenwahnsinnig und wollte die ganze Welt erobern. Die glorreiche Rote Armee machte einen Strich durch seine Rechnung.

Ich will hier keinen historischen Vortrag halten und den Fokus eher auf die heutige Situation setzen. Russland wird von den Veranstaltungen bezüglich des Tages der Befreiung ausgeladen. Russen, Russländer und Menschen(auch die Mehrheit der Deutschen aus der ehemaligen Sowjetunion) werden angefeindet und gehasst.

Präsident Putin wird mit Hitler verglichen und als Faschist bezeichnet. Es werden wieder Mauern gebaut und Brücken zerstört. Mit Kriegsrhetorik wird aufgerüstet und das Volk soll „kriegstüchtig“ gemacht werden. Hinter dem Russenhass steckt eigentlich die Trennung der West- und Ostkirchen. Die Orthodoxie wurde als Schisma wahrgenommen und zum Feindbild erklärt.

Auch steckt hinter dem Russenhass auch Türkenhass, da die Russen und Türken schicksalhaft und verwandschaftlich miteinander verbunden sind. Russen und Türken sind zwei Brudervölker. Auch wenn die Beziehungen zwischen Russen und Türken nicht immer gut war, ändert dies nicht die Tatsache. Es gab auch Zeiten in denen man friedlich miteinander oder nebeneinander gelebt hat und sogar Allianzen gegen andere Staaten gebildet hat.

Lenin, der übrigens väterlicherseits auch türkischer Abstammung war, hat den Befreiungskrieg der türkischen Nationalisten unter der Führung von Mustafa Kemal Atatürk gegen die Imperialisten und deren Kollaborateure unterstützt. Als Deutschlandtürke möchte ich an eine wichtige Sache erinnern. Einer der beiden Helden, die am 30. April 1945 die rote Fahne auf dem Kuppel des Reichstages gehisst hatten, war ebenfalls Turkstämmig.

Sein Name ist Rachimschan Koschkarbajew. Der andere ist der Russe Grigory Bulatow. In den zahlreichen sowjetischen Ehrenfeldern sind auch mehrere muslimisch-türkische Schehids begraben. Sie haben sich für ihr gemeinsames sowjetisches Vaterland und für die Befreiung der Menschheit von der Nazityrannei geopfert. Ich gedenke an diesem besonderen Tag allen gefallenen Sowjetsoldaten, die sich für den Frieden geopfert haben.

Deutschland sollte sich eher für den Frieden einsetzen und nicht das Volk auf einen Krieg gegen Russland vorbereiten. Der neue Bundeskanzler sollte seinem Vornamen treu bleiben und aufhören mit seinen Taurusphantasien. Hinter diesem ganzen Konflikt steckt perverser Russenhass. Für Hitler und die Nazis waren die Russen sogenannte Untermenschen.

Heute ist es doch nicht anders. Die Russen werden gehasst und „entmenschlicht“. Aber Russen sind ein stolzes, tapferes und aufrechtes Volk mit Ehre und einem großen Herz. Es gibt keinen Grund die Russen zu hassen, genau so wie es keinen Grund gibt überhaupt irgendein Volk zu hassen.

Allah sagt uns im heiligen Kur’an folgendes: „Oh ihr Menschen, wir haben euch von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt.“ (Al Hudschurat, Vers 13) Wir brauchen definitiv einen Perspektivwechsel.

Als friedliebende Menschen haben wir eine besondere Mission und Vision: Eine ganz neue Weltordnung, die Ordnung der Liebe. Wir werden für eine andere Welt arbeiten. Eine gerechtere, friedlichere, lebenswertere Welt. Liebe statt Hass, Frieden statt Krieg, Licht statt Dunkelheit.

Unsere Kinder, unsere Enkelkinder und alle anderen Generationen nach uns verdienen diese andere Welt voller Liebe und Frieden. Deshalb lasst uns alle gemeinsam für den Weltfrieden und für das Licht arbeiten. Als Friedensstifter und Diener des Lichts können wir dies gemeinsam schaffen. Dies schaffen wir indem wir uns gegenseitig mit Respekt und Akzeptanz begegnen.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von NEX24 dar.


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