Donbass-Krise
„Türkei kann nicht für Drohneneinsatz in der Ukraine verantwortlich gemacht werden“

In der vergangenen Woche setzte die ukrainische Armee gegen pro-russische Separatisten zum ersten Mal türkische Kampfdrohnen in der umkämpften Donbass-Region ein.

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Ankara – In der vergangenen Woche setzte die ukrainische Armee gegen pro-russische Separatisten zum ersten Mal türkische Kampfdrohnen in der umkämpften Donbass-Region ein.

Die türkischen Bayraktar TB2-Kampfdrohnen wurden von der ukrainischen Armee eingesetzt, um eine Haubitze zu zerstören, die von prorussischen Separatisten im Donbass eingesetzt wurde. Ein ukrainischer Soldat wurde getötet und zwei weitere wurden durch die Haubitzen verwundet, hieß es in einer Erklärung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Zelenskijs.

Russland verurteilte den Verkauf und erklärte, dass sich seine Befürchtungen bezüglich der Entscheidung der Türkei, Kampfdrohnen an die Ukraine zu verkaufen, bewahrheitet hätten und dass die türkischen Drohnen die Situation in der Ostukraine destabilisieren könnten.

Am Donnerstag erklärte Frankreich auch, es sei „besorgt“ über den Einsatz der Bayraktar-Drohne und über den „immer häufigeren Einsatz schwerer Waffen“, die den Waffenstillstand verletzten. Eine Sprecherin des deutschen Außenministeriums kritisierte laut der Nachrichtenagentur Ukrinform das Vorgehen ebenfalls.

„Die Türkei kann nicht verantwortlich gemacht werden“

Die Türkei sei jedoch nicht verantwortlich für den Einsatz einer in Ankara hergestellten Drohne durch die Ukraine in ihrem Konflikt mit pro-russischen Rebellen, sagte Außenminister Mevlut Cavusoglu in einem am Sonntag veröffentlichten Kommentar.

„Wenn ein Staat (Waffen) bei uns kauft, ist es kein türkisches Produkt mehr. Es mag in der Türkei hergestellt werden, aber es gehört der Ukraine“, sagte Cavusoglu vor Reportern nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Rande des G20-Gipfels in Rom. „Die Türkei kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden“, sagte er.

Auch Zelenskij hat die Vorwürfe beiseite geschoben und erklärt, dass sein Land „sein Territorium verteidige“.

„Die Ukraine verteidigt ihr Territorium und ihre Souveränität“, sagte Zelensky in einer von seinem Büro veröffentlichten Stellungnahme. .

„Wir greifen nicht an, wir reagieren nur“, so der ukrainische Staatschef.

Situation in der Ostukraine

In der östlichen Donbass-Region stehen sich seit Jahren pro-russische Separatisten und ukrainische Regierungssoldaten gegenüber. Dabei wurden nach Angaben der Regierung in Kiew seit Beginn des Konfliktes im Jahr 2014 rund 14.000 Menschen getötet. Die Kämpfe dort sind wieder aufgeflammt, wobei sich beide Seiten gegenseitig beschuldigen, einen im Juli in Kraft getretenen Waffenstillstand zu verletzen.

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