"Global Cities Report"
Mächtigste Städte der Welt: München belegt Platz 6 bei Zukunftsaussichten

"Global Cities Report" von Kearney sieht stagnierende Trends für deutsche Top Städte. Lediglich München kann bei den Zukunftsaussichten punkten und liegt auf Platz 6. Als die mächtigste Stadt der Welt gilt, wie schon im Vorjahr, New York - gefolgt von London und Paris.

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„Global Cities Report“ von Kearney sieht stagnierende Trends für deutsche Top Städte. Lediglich München kann bei den Zukunftsaussichten punkten und liegt auf Platz 6. Als die mächtigste Stadt der Welt gilt, wie schon im Vorjahr, New York – gefolgt von London und Paris.

„Unter den deutschen Städten sticht nur München heraus – durch seine zunehmende Entwicklung in Sachen Unternehmertum und Innovation schafft München es auf Platz 6 der Städte mit den besten Zukunftsaussichten. In Asien verschieben sich währenddessen die Machtverhältnisse zwischen Peking und Hongkong“, fasst Martin Eisenhut, Partner und Managing Director von Kearney Deutschland, Österreich und Schweiz, die diesjährigen Ergebnisse zusammen.

Der Global Cities Report 2020 bewertet den Status-quo zu Beginn der Covid-19-Krise. Bestandteile des Reports sind sowohl der Global Cities Index als auch der Global Cities Outlook, der sich auf die Zukunftsaussichten der Städte fokussiert.

Unternehmerstädte auf dem Vormarsch / Umbrüche in Asien

Die auffälligste Veränderung im Index ist der Aufstieg Pekings in die Top 5 der Welt und die Verdrängung Hongkongs auf Platz 6, was vor allem am starken wirtschaftlichen Wachstum und Pekings hohen Investitionen in Humankapital liegt. „Das politische Chaos in Hongkong dämpft das Abschneiden über alle Dimensionen hinweg – mit signifikantem Rückgang der Geschäftstätigkeit, dem Informationsaustausch, und der kulturellen Erfahrung“, so Eisenhut.

Auch Shanghai und San Francisco machen bedeutende Sprünge, dank ihrer Ergebnisse in der Kategorie Unternehmertum und Innovation, die jetzt auch berücksichtigt, wie viele „Einhorn-Unternehmen“ in einer Stadt ansässig sind. Eisenhut ist sich sicher: „Das kommt auch München zugute.“ Die Stadt verbesserte ihre Platzierung im Index und steigt von Platz von 32 auf 24. Auch im Outlook schlägt sich die bayerische Landeshauptstadt gut. Dort belegt sie Platz 6 und macht damit 2 Plätze im Vergleich zum Vorjahr gut.

Trotz dieser Überraschungen hat sich in den oberen Rängen des Index nichts verändert – New York, London, Paris und Tokio verteidigten die ersten vier Plätze.

Erste Anzeichen einer globalen Neuordnung

Der diesjährige Global Cities Outlook zeichnet dagegen ein dynamischeres Bild. Während London seine Spitzenposition behält, ist bei den meisten anderen Städten eine deutliche Veränderung zu beobachten. Für viele der aufstrebenden Städte zahlen sich langfristige Investitionen in Governance und Wirtschaft langsam aus.

Das gilt auch für Städte aus dem arabischen Raum, in denen die Wirtschaft floriert und die Aussichten für Innovationen sehr gut sind. Langfristige Investitionen zeigen dort mittlerweile positive Effekte. Abu Dhabi und Dubai stehen im Bereich Wirtschaft an der Spitze der Kategorie Infrastruktur – nicht zuletzt dank ihrer Offenheit gegenüber dem privaten Sektor und öffentlich-privaten Partnerschaften. Der Anstieg des Pro-Kopf-BIPs und zunehmende ausländische Direktinvestitionen heben Abu Dhabi auf Platz 7, während Dubai von Platz 32 auf 18 klettert.

„Was sich bereits zu Beginn der Coronakrise abgezeichnet hat, wird in den nächsten Jahren noch verstärkt: Innovation, Bildung und Digitalisierung werden zu den wichtigsten Standortfaktoren für Städte. Während sich derzeit eine Machtverschiebung in den asiatischen und arabischen Raum abzeichnet, ist Europa auch in der aktuellen Krise noch stärker gefragt, in diese Bereiche zu investieren“, so Eisenhut.

Über den Global Cities Report

Der seit 2008 jährlich erstellte Global Cities Report besteht aus dem Global Cities Index und dem Global Cities Outlook, die zusammen ein aufschlussreiches Bild der weltweit einflussreichsten Metropolregionen von heute und morgen zeichnen. Der Index beleuchtet die gegenwärtige Leistung von 151 Städten in den Bereichen Wirtschaftsaktivitäten, Humankapital, Informationsaustausch, Kulturangebot und politisches Engagement. Der Outlook untersucht, wie schnell und gut Metropolen bei den Indikatoren Lebensqualität, Ökonomie, Innovation und Governance gegenüber den Top-Performern aufholen.

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