"Ultimativer Erdogan-Fan-Boy"
Kommentar zu Erdogans „Jeans-Verbot“

"Absurde Debatte: Erdogan erklärt Jeans den Krieg" heißt es in einem Artikel der Augsburger Allgemeine am Dienstag, die von Susanne Günsten geschrieben wurde. Dabei bezieht sich die Journalistin auf eine Meldung der türkischen Tageszeitung "Yeni Akit".

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Zu Erdogans „Jeans-Verbot“ schreibt Turkishpress:

„Absurde Debatte: Erdogan erklärt Jeans den Krieg“ heißt es in einem Artikel der Augsburger Allgemeinen am Dienstag, die von Susanne Günsten geschrieben wurde. Dabei bezieht sich die Journalistin auf eine Meldung der türkischen Tageszeitung „Yeni Akit“ mit rund 50.000 Auflagen, in der zeitweise sogar auf Nachrichtendienstquellen zurückgegriffen wird – zumindest behauptet man das immer wieder, wenn es um Schlagzeilen geht.

Diesmal legte die „Yeni Akit“ noch einen drauf. Ein Autor namens Selim Yazıcı behauptete in einem jüngsten Artikel in der „Yeni Akit“ unter Berufung auf Nachrichtendienste, dass zerrissene Jeans eigentlich dazu getragen würden, um Geheimbotschaften auszutauschen – staatsfeindliche Botschaften würden so ausgetauscht.

Wieder ein Artikel, der jeden Fundamentaloppositionellen, Ultra-AKP-Gegner mit politischer und persönlicher Abneigung gegenüber dem türkischen Präsidenten Erdogan, nur wegen emotionalem Protest gegen den vorgelegten Bericht der Susanne Günsten in der „“ zum ultimativen Erdogan-Fan-Boy mutieren lässt. Worum geht es nun schon wieder?

Einer der „300“ Kolumnisten der marginalen Zeitung „Yeni Akit“ hat auf der Seite „58“ der Zeitung eine Verschwörungstheorie konstruiert, derzufolge aus irgendwelchen Jeans angeblich Botschaften von ausländischen Unwesen verbreitet würden.

Dass diese Theorie an sich an Glaubwürdigkeit nicht unbedingt mit dem Newtonschen Gravitationsgesetz mithalten kann, dürfte jedem Lebewesen mit aufrechtem Gang eigentlich klar sein. Doch die Autorin setzt noch einen drauf:

„Erdogan erklärt der Jeans den Krieg“ lautet also die Headline in der Augsburger Allgemeinen.

Nun – natürlich kann man sich fragen, was die abstruse Theorie irgendeines unbekannten Spinners auf der x-ten Seite einer marginalen Zeitung mit Erdogan selbst zu tun hat.

Man könnte auch die Dame darauf hinweisen, dass zumindest zwei der Söhne des Präsidenten fast ausschließlich mit Jeans in ihrer Freizeit durch die Gegend traben.

Man könnte entgegnen, dass sogar Erdogan selbst sowie einige seiner Minister hin und wieder die Jeans riskieren und anziehen.

Doch das wären viel zu viele Informationen auf einmal für die Susanne.

Vermutlich hatte Susanne lange nichts publizieren dürfen und ihr Chefredakteur sagte:

“Hey, Susi… entweder du schreibst ein neues Pflaumenkuchenrezept oder irgendwas über Erdogan. Was anderes gibt deine journalistische Kapazität und der Intelligenzquotient unserer Leser nicht her.”

Doch da auch ein gutes Rezept für Pflaumenkuchen Talent erfordert, hat sich Susanne entschieden, wieder so einen geilen “Erdogan-Artikel” daherzurotzen.

Susanne hat diesen Artikel und diese Überschrift geschrieben.

Susanne ist dumm.

Sei nicht wie Susanne.

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Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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