"Großzügiges humanitäres Geberland"
UN-Geberkonferenz: Türkei verspricht über 50 Millionen US-Dollar für Rohingya

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge hat am gestrigen Montag die Türkei nach deren Zusage, die Rohingya-Flüchtlinge mit 50 Millionen US-Dollar unterstützen zu wollen, als "großzügiges humanitäres Geberland" bezeichnet.

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Genf (nex) – Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge hat am gestrigen Montag die Türkei nach deren Zusage, die Rohingya-Flüchtlinge mit 50 Millionen US-Dollar unterstützen zu wollen, als „großzügiges humanitäres Geberland“ bezeichnet.

„Ich möchte darauf hinweisen, dass die Türkei nach wie vor ein großzügiges humanitäres Spenderland ist, in dem sich gleichzeitig auch das größte Flüchtlingslager der Welt befindet“, sagte UN-Flüchtlingskommisar Filippo Grandi am gestrigen Montag gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu in Genf.

Zuvor hatte Grandi an einer internationalen Geberkonferenz für die muslimischen Rohingya, die vor der Gewalt in Myanmar fliehen, teilgenommen, auf der die Türkei die Bereitstellung von 50 Millionen US-Dollar für die Flüchtlinge zusagte.

„Wir müssen unsere Reaktion auf die sehr massive Krise weiter verbessern, die die größte und die sich am schnellsten entwickelnde der vielen vergangenen Jahre darstellt“, betonte Grandi.

Die Geberkonferenz für die Rohingya hat gestern begonnen

Auf der Geberkonferenz habe die Türkei „eine der größten, wenn nicht die größte Summe“ versprochen, so der Vorsitzende der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen, William Lacy Swing, gegenüber Anadolu.

Der ständige UN-Vertreter der Türkei in Genf, Naci Koru, erklärte auf der Konferenz:

„Im Rahmen des humanitären Hilfsprogramms planen wir mittelfristige Unterkünfte für 100.000 Menschen auf einem Gebiet von drei Millionen Quadratmetern, zwei Feldkrankenhäuser, 10 Gesundheits- und Familiengesundheitszentren, Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung, sowie Nahrungsmittelhilfe in Form von frischen Erzeugnisse für die Gemeinden.“

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