Islamkritik
Politikwissenschaftler Mimoun Azizi schleust sich in Islamkritiker-Szene ein

Knapp einen Tag nach der Eröffnung der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin kündigt Mimoun Azizi aus persönlichen Gründen an, aus dem politischen Diskurs auszusteigen, die Mitgliedschaft zu beenden. Nun gibt Azizi eine Erklärung ab, die es in sich hat. Ist die Mission "Mimoun Azizi" vollendet? Hat Azizi die islamkritische Szene absichtlich unterwandert, um an politik-wissenschaftliche Informationen zu gelangen und auszuwerten?

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Berlin (tp/nex) – Knapp einen Tag nach der Eröffnung der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin kündigt Mimoun Azizi aus persönlichen Gründen an, aus dem politischen Diskurs auszusteigen, die Mitgliedschaft zu beenden. Nun gibt Azizi eine Erklärung ab, die es in sich hat. Ist die Mission „Mimoun Azizi“ vollendet? Hat Azizi die islamkritische Szene absichtlich unterwandert, um an politik-wissenschaftliche Informationen zu gelangen und auszuwerten?

Eine Erklärung des marokkanischen Schriftstellers, Referenten, Politikwissenschaftlers, Neurologen sowie Psychiaters Mimoun Azizi erschüttert das soziale Netzwerk Facebook und ruft erstaunen wie raunen hervor. Knapp einen Tag nach der Eröffnung der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, die Azizi zusammen mit der Mitinitiatorin, Islamkritikerin und Frauenrechtlerin Seyran Ateş eröffnet hatte, Azizi bereits seine Mitgliedschaft auf, aus persönlichen Gründen, teilte Azizi darin mit.

https://www.facebook.com/OfficialDrAzizi/posts/1587693364595720

Am Dienstagnachmittag dann die nächste Hiobsbotschaft: Unter dem Titel „“ kündigt Mimoun Azizi an, nach genügend erhobenen Daten über Motivation, Absicht und Strukturen der „Islamophoben“ das Ergebnis den zugeneigten Lesern zu präsentieren.

Die Erklärung schlägt wie eine Bombe ein, zumal der Rücktritt aus allen Positionen in Zusammenhang mit den selbsterklärten „Reformmuslimen“ und die heutige Erklärung nahtlos ineinander gehen. Hat Azizi sich zu wissenschaftlichen Zwecken in die Szene der Reformmuslime eingeschleust und Informationen gesammelt, um daraus ein Standardwerk für den „neuen Faschismus: Islamkritik, Islamhass und Islamophobie“ zu erarbeiten?

https://www.facebook.com/OfficialDrAzizi/posts/1592581554106901

Die Erklärung geht zumindest darauf hinaus. Azizi habe sich laut der jüngsten Erklärung entschlossen, die „Mangelerscheinung“ zur Rezeption von politik-wissenschaftlichen Untersuchungen über politischen Extremismus in Form der Islamophobie in Deutschland zu bereichern und „es für die erfolgversprechendste Methode gehalten, sich unter die selbsterklärten Reformmuslime“ zu mischen, um Motivation, Absicht und Strukturen der Islamophoben zu analysieren. Hierzu habe Azizi sich insbesondere durch „Beziehungs- und Vertrauensaufbau zu den Führern dieser neuen faschistischen Ideologie“ in die Szene eingeschleust und nach zwei Jahren der Bestandaufnahme genügend Material zusammen, um durch  Analyse und Evaluation der Daten die Ergebnisse präsentieren zu können.

Laut Azizi sei dazu die Solidarisierung mit der Ideologie, sprich sich in diese Szene einzuschleusen und bis zu deren „Bannerträgern“ vorzudringen, zwingend erforderlich gewesen, um wissenschaftlich fundierte Analysen zu treffen. Dabei sollen Gesprächsmitschnitte, Memos, Niederschriften, Nachrichten und Schriftverkehr die Erwartungen weitaus übertroffen haben, um den „neuen antimuslimischen Faschismus zu enttarnen und in seiner Dimension detailliert darzulegen“, so Azizi weiter. Bislang hat sich niemand aus der Szene der Islamkritiker zu der Erklärung ausgelassen, die sich angesprochen fühlen. Auch ist nicht bekannt, wie die Reaktionen auf die Veröffentlichung von erhobenen Daten ausfallen werden. In Facebook geht das Gerücht umher, dass die betroffenen „Islamkritiker“ alle rechtlichen Schritte in Erwägung ziehen werden, um einer wissenschaftlichen Publikation zuvor zu kommen.

Azizi hat sich inzwischen erneut gemeldet und spricht von einer Studie, vor der eine Vielzahl von Menschen Angst bekomme und ihn mit entsprechenden Kommentaren überhäufe.

(Foto: Screenshot/Facebook)

Mimoun Azizi, der vor allem in den letzten Jahren durch islamkritische Äußerungen aufgefallen war, ist u.a. auch Initiator und Mitunterzeichner der , die auch von Seyran Ateş, Necla Kelek, Dr. Lale Akgün, Serap Çileli, Tobias Huch, Ali Ertan Toprak sowie u.a. von Dr. Abdel-Hakim Ourghi mitunterstützt wurden. Mit Ourghi hatte sich Azizi zuletzt zerstritten. Azizi warf Ourghi pauschalen Hass auf Muslime vor.

 

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Abdel Ourghi: Sexistisches Foul eines „modernen Islam-Reformers“

 


Erschienen bei Turkishpress.

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