Huch-Kampagne gegen Dr. Andreas Nick
CDU-Politiker Andreas Nick lässt sich von Pornoseiten-Betreiber Tobias Huch nicht einschüchtern

Der Türkei-Berichterstatter der CDU/CSU im Bundestag, Dr. Andreas Nick, verwahrt sich gegen Angriffe des Mainzer Politikerdarstellers Tobias Huch. Dieser hatte zuvor seine Anhänger zu einem Shitstorm gegen den Abgeordneten wegen dessen angeblich zu verständnisvoller Haltung gegenüber der Türkei mobilisiert.

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Mainz (nex) – Der umstrittene Mainzer FDP-Aktivist Tobias Huch hat anlässlich des für Montag geplanten Zusammentreffens zwischen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Istanbul mit Pöbeleien gegen beide Spitzenpolitiker auf sich aufmerksam gemacht.

Darüber hinaus machten er und einige seiner Anhänger online gegen den Türkei-Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Abgeordneten für Montabaur, Dr. Andreas Nick, mobil, der jüngst im Bundestag die Erfolge des maßgeblich von der deutschen Kanzlerin ausgehandelten Flüchtlingspaktes zwischen der EU und der Türkei gewürdigt hatte. Die Kanzlerin wird am Montag am Rande eines UN-Gipfels zur humanitären Hilfe in Krisensituationen mit Präsident Erdogan über den Flüchtlingspakt sprechen, dessen Bestand in Frage steht, weil die Türkei der EU vorwirft, sich im Zusammenhang mit der geplanten visafreien Einreise für türkische Staatsangehörige nicht an die Vereinbarungen zu halten.

Dass MdB Nick sich im bei der Debatte um den Flüchtlingspakt gegen undifferenzierte Angriffe auf die Türkei und deren Präsidenten gewandt hatte, nahm Huch zum Anlass für einen pathetischen Post auf Facebook, in dem auch Kontaktdaten des Abgeordneten angegeben wurden. Daraufhin haben offenbar Anhänger des als Stadtratskandidat der FDP gescheiterten Erotikunternehmers den Politiker mit Zuschriften eingedeckt, in denen dieser als vermeintlicher Mittäter angeblicher „Verbrechen Erdogans“ bezeichnet wurde. Den Politiker scheint die Anfeindungskampagne jedoch kalt zu lassen.

Auf Facebook machte Nick deutlich, dass er nicht gedenke, sich von Huch und seinen vorwiegend aus dem Umfeld der terroristischen PKK und islamfeindlichen Kreisen stammenden Anhängern einschüchtern zu lassen.

„Als Türkei-Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werbe ich beständig dafür, sehr sorgfältig zu differenzieren zwischen legitimer und berechtigter Kritik am türkischen Staatspräsidenten und der innenpolitischen Entwicklung der Türkei insbesondere im Bereich von Meinungs- und Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit und dem Umgang mit Minderheiten einerseits und dem Bedienen oder gar Schüren von pauschalen anti-türkischen Ressentiments andererseits“, erklärte Nick und fuhr fort:

„Dafür werde ich jetzt von einem angeblichen Liberalen – der laut Wikipedia vorbestraft ist – und seinen offenbar extremistischen Freunden mit einem Shitstorm überzogen, indem man mir eine genau gegenteilige Aussage in den Mund legt.“

Auf dieses Niveau der Diskussion werde er sich jedoch nicht einlassen, so der Politiker weiter, „sondern weiterhin klar und eindeutig in der Sache, aber nüchtern und sachlich im Ton meine Arbeit als Türkei-Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion fortsetzen: für eine prosperierende Türkei mit einer lebendigen Zivilgesellschaft und stabilen demokratischen Verhältnissen und für konstruktive deutsch-türkische Beziehungen.“

Gerade angesichts von mehr als drei Millionen Menschen mit türkischem Hintergrund, die in Deutschland zu Hause seien, sei es „unsere gemeinsame Verantwortung, die innenpolitische Polarisierung in der Türkei nicht noch weiter zu verschärfen oder gar derartige Methoden in unsere Gesellschaft hineinzutragen“.

(Foto: Facebook/Screenshot)
(Foto: Facebook/Screenshot)

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