Aufhebung der Gaza-Blockade
Auf Wunsch der Türkei: Hebt Israel bald die Gaza-Blockade auf?

Regierungsvertreter beider Länder stünden kurz vor der Zustimmung zum Abschluss des Deals.

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Ankara (nex) – Wie türkische Regierungsvertreter am heutigen Mittwoch bekannt gaben, ist der Versöhnungsdeal zwischen der Türkei und Israel zwar noch nicht abgeschlossen, aber es sind auf beiden Seiten bedeutende Fortschritte bei der Klärung von Details zu verzeichnen.

Türkische Regierungsvertreter, die mit Daily Sabah sprachen, erklärten, dass Israel zwei der insgesamt drei Bedingungen erfüllt habe, die die Türkei als Voraussetzung für die Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern gestellt hatte. Diese waren vor fünf Jahren auf Eis gelegt worden, doch nun seien beide Parteien bereit, sich der dritten und somit letzten Bedingung, der Aufhebung der Gaza-Blockade, anzunehmen.

Diese dritte Bedingung, die für Israel die problematischste ist, wird immer noch verhandelt. Dennoch, so die Quellen weiter, sei damit zu rechnen, dass die Vereinbarung schon bald abgeschlossen werde, da sowohl die türkischen als auch die israelischen Regierungsvertreter kurz vor der Zustimmung zum Abschluss des Deals stünden.

Am Dienstag erklärte der türkische stellvertretende Ministerpräsident Numan Kurtulmus, dass die dritte Bedingung für die Türkei von großer Bedeutung sei. Kurtulmus gab zu verstehen, dass in dieser Frage von der Türkei keinerlei Zugeständnisse zu erwarten seien:

„Im Gazastreifen herrschen ungerechte, unmenschliche Einschränkungen für die Menschen.. Der Deal wird nicht stehen, solange Israel die Gaza-Blockade nicht aufhebt oder zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Einwohner von Gaza lockert.“

Im März 2013 erfüllte Israel die erste Bedingung, als Benjamin Netanjahu in einem Telefongespräch mit dem damaligen türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan sich für den Tod der türkischen Staatsangehörigen bei dem Vorfall entschuldigte.

Auch das zweite Problem konnten die beiden Länder lösen, als Israel die Zahlung von 20 Millionen US-Dollar als Entschädigung für die Familien der Opfer zusagte.

Während der Erstürmung kam es zu Zusammenstößen zwischen Aktivisten und israelischen Soldaten, bei denen zehn türkische Staatsangehörige ums Leben kamen.

Vorstöße in Richtung Wiederherstellung der einst engen Beziehung zwischen Ankara und Tel Aviv werden durch den Einfluss des Irans und Russlands in Syrien sowie andere Gesichtspunkte wie zum Beispiel Energiequellen aufrecht gehalten.

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