Erdoğan auf Afrikatour
Türkei will Handelsvolumen mit Elfenbeinküste bis 2020 auf eine Milliarde US-Dollar ausbauen

Als erster türkischer Präsident hat Recep Tayyip Erdogan die Elfenbeinküste besucht. Dabei wurden neun bilaterale Abkommen in mehreren Bereichen geschlossen.

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Abidjan (nex) – Die Türkei möchte ihr Handelsvolumen mit der Elfenbeinküste bis 2020 auf eine Milliarde US-Dollar erhöhen, erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während seines zweitägigen Besuchs in dem westafrikanischen Land, der am Montag endete. Es war sein erster Besuch in der bis 2007 von einem blutigen Bürgerkrieg heimgesuchten früheren französischen Kolonie. In seiner Abschlusspressekonferenz mit seinem ivorischen Amtskollegen Alassane Quattara nach mehreren bilateralen Treffen in der Hauptstadt Abidjan gab Erdogan seiner Hoffnung Ausdruck, das Handelsvolumen, das im Vorjahr 330 Millionen US-Dollar betragen hatte und in diesem Jahr auf 390 Millionen steigen soll, bis 2020 auf eine Milliarde erhöhen zu können. Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Staaten reichen zurück bis ins Jahr 1964, als die Türkei erstmals in Abidjan eine Botschaft eröffnete. Es gibt zudem eine Zusammenarbeit im humanitären Bereich durch das Türkische Präsidium für Kooperation und Koordination (TİKA) und den türkischen Roten Halbmond.

Erdogan stellte auch in Aussicht, dass zusätzlich zu den 66 ivorischen Stipendiaten, die derzeit in der Türkei ausgebildet werden, noch weitere in den Genuss dieses Programms kommen könnten. Es seien zudem Vereinbarungen in den Bereichen Investment, Rüstungsindustrie, Medizin, Informationstechnologie und Telekommunikation abgeschlossen worden. Erdoğan drückte seine Freude darüber aus, dass er der erste türkische Präsident sei, der die Elfenbeinküste offiziell besuchen würde. Auch Ouattara zeigte sich erfreut über den Besuch und neun unterfertigte Abkommen und gab seiner Hoffnung auf eine weitere Vertiefung der wechselseitigen Beziehungen Ausdruck. Weitere Themen in den Gesprächen und bei der Pressekonferenz waren der Kampf gegen den Terrorismus und der Syrienkonflikt. Erdogan wies darauf hin, dass der am Samstag in Kraft getretene Waffenstillstand nicht alle Teile des Landes umfasse und dass es in einzelnen Regionen weiterhin Kampfhandlungen gebe. Im Rahmen seiner derzeitigen Tour durch Afrika wird der türkische Präsident auch Ghana, Nigeria und Guinea besuchen.

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