Griechenland
Türkisch-Muslimischer Friedhof in Westthrakien geschändet

Unbekannte haben in der Nacht auf Sonntag in einem Friedhof in Nordostgriechenland türkisch-muslimische Gräber geschändet.

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Komotini/Gümülcine – Unbekannte haben in der Nacht auf Sonntag in einem Friedhof in Nordostgriechenland türkisch-muslimische Gräber geschändet.

Wie die westthrakischen Regionalzeitungen Millet und Ülkü und Gündem Gazetesi übereinstimmend berichten, hätten Unbekannte Samstagnacht sich Zugang zum türkisch-muslimischen Friedhof in Narlıköy (Ortschaft Yassıköy) verschafft und mehrere muslimische Gräber geschändet. Dabei sei eine unbekannte Anzahl an Grabsteinen umgeworfen und Dekorationselemente und Pflanzen beschädigt worden.

Wie der Imam von Narlıköy, Sadık Sadık, gegenüber der Zeitung Ülkü erklärte, seien die Bewohner des Dorfes tief bestürzt über die Schändung des muslimischen Friedhofs, bei dem nach Angaben des Geistlichen zirka 20 Grabsteine beschädigt wurden.

Der gewählte Mufti von Komotini/Gümülcine, Ibrahim Şerif, zeigte sich ebenfalls erschüttert über den Angriff auf den muslimischen Friedhof von Narlıköy und drückte seine Hoffnung aus, dass die Täter ermittelt und vor Gericht gestellt würden. Zahlreiche Vertreter aus Parteien und zivilgesellschaftlichen Institutionen der türkisch-muslimischen Minderheit in Westthrakien verurteilten den Angriff auf den Friedhof scharf.

Das türkische Außenministerium hat die Friedhofsschändung in Westthrakien ebenfalls verurteilt. Wie das Auswärtige Amt in Ankara mitteilte, stehe man in Kontakt mit dem griechischen Außenministerium in Athen.

Laut dem griechischen Außenministerium liefen Ermittlungen zum Angriff auf den Friedhof und man hoffe, dass der oder die Täter ermittelt und vor Gericht gestellt würden.

Kemal Bölge

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