Meinung
Kommentar: Was haben die italienische Mafia und die PKK gemeinsam?

Zwei weitverzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie eine Krake über Europa ausgebreitet. Die Organisierte Kriminalität und der Terror stellen auch heute noch eine große Gefahr für die Welt dar, insbesondere für Deutschland, weil das Land selbst ein Eldorado für die Mafia und die PKK ist.

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Ein Gastbeitrag von Nabi Yücel

Zwei weitverzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie eine Krake über Europa ausgebreitet. Die Organisierte Kriminalität und der Terror stellen auch heute noch eine riesengroße Gefahr für die Welt, vor allem für Deutschland dar, weil das Land selbst ein Eldorado für die Mafia und die PKK ist.

Zwei weitverzweigte europaweite Netzwerke haben sich wie eine Krake über Europa ausgebreitet. Die Organisierte Kriminalität und der Terror stellen auch heute noch eine große Gefahr für die Welt dar, insbesondere für Deutschland, weil das Land selbst ein Eldorado für die Mafia und PKK ist. Über Nacht kann dieser Krake das Handwerk längst nicht mehr gelegt werden. Sie haben sich in Deutschland in der Maske der Unschuld oder der modernen Gesellschaftsform in der Politik und Gesellschaft längst etabliert und festgesetzt.

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen z.B., ist ein Paradies für die Mafia und die PKK. Es sind bestens organisierte Verbrechensstrukturen, die mit fingierten Geschäften, Schutzgelderpressung oder Drogenhandel in diesem bevölkerungsreichsten Wirtschaftsraum jedes Jahr Millionen, ja Milliarden umsetzen und über Mittelsmänner ins Ausland schaffen, um es dort reinzuwaschen und damit illegalen Geschäften nachzugehen oder den Terror zu finanzieren.

Die Mafia, die im nach wie vor strukturschwachen Sizilien und Calabrien beheimatet ist, hat das Verbrechertum seit Jahrhunderten ritualisiert. Die PKK, die erst seit den 80ern einen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat führt, warb im strukturschwachen Südosten der Türkei Mitglieder an, um einen kurdischen Staat zu erkämpfen.

Mit der Einwanderung der Gastarbeiter kamen Zug um Zug auch die Mafia und die PKK nach Deutschland und werden bis heute aus dem Ausland heraus zentral gesteuert. Das erweist sich bei der Aufklärung von Schwerverbrechen in Deutschland als überaus schwierig. Verrat an der Sache wird von der Mafia wie auch der PKK fern staatlicher Gerichtsbarkeit auch in Deutschland hart bestraft. Zeugen melden sich meist nicht, aus Angst, als Verräter in Beton zu enden oder aufgeschlitzt in einem Keller zu verbluten.

Einblicke in die Welt der Mafia und der PKK, die erhält man daher nur bedingt. Wenn jemand innerhalb der Mafia oder der PKK etwas getan hat, wird darüber Buch geführt. Danach wird das in einem Gremium behandelt, werden Maßnahmen beschlossen. Zentralisiert abgesegnet, wird die Strafe von eigens eingeflogenen Mafiosis oder Kaderführern vollstreckt. Eine hochprofessionelle Organisation, die Deutschlands Behörden bis heute alt aussehen lässt. Dass hier Mafiosis und Terroristen den Staat herausfordern, das wollen Regierung und Behörden sich selbstverständlich nicht eingestehen und kommunizieren es deshalb auch nicht so sehr in der Öffentlichkeit.

Auch nach mehr als 40 Jahren hat sich daran nicht wirklich viel geändert. Unter dem Radar der Öffentlichkeit wandeln diese organisierten Strukturen bis heute frei und ungestört in Deutschland. Mafiosis und PKK-Mitglieder betreiben florierende Geschäfte. Wenn sie bestimmte Bezirke in Städten kontrollieren und wenn hier Zahlungen ausbleiben, fallen die Strafaktionen besonders brutal aus, um Nachahmer von vornherein abzuschrecken. Eine raffinierte Art Menschen gefügig zu machen. Betrug oder Verrat erlaubt nämlich keine Ausnahme, so die Statuten dieser Organisationen.

Erst der Mafiamord von Duisburg rüttelte die Öffentlichkeit kurzzeitig aus dem Wachkoma heraus, bei dem am 15. August 2007 sechs Menschen vor einem italienischen Restaurant mitten in Duisburg erschossen wurden. Aufgrund seiner Brutalität sorgte der Fall auch im Ausland für großes Aufsehen. Bald aber legte sich ein Schleier darüber, weshalb bis heute nur wenig durchsickert.

Die PKK begann dagegen schon sehr früh, von sich Reden zu machen. Am 25. Februar 1986 wurde Kürşat Timuroğlu, ein türkischer Linker und Oppositioneller und Mitbegründer des Devrimci Demokrasi Kürt Derneği (DDKD) und Führungsmitglied der Dev-Yol von der PKK ermordet. Zwei Monate zuvor liquidierte die PKK in Paris dessen Parteigenossen Mustafa Şahbaz. Erst in diesem Zusammenhang und viel zu spät wurde den deutschen Sicherheitsbehörden klar, dass die PKK ihre politische Konkurrenz in Europa reihenweise ermordete.

Denn, kurz vor dem Mord hatte die PKK in ihrem Zentralorgan noch angekündigt, alle, die mit Kollaborateuren objektiv und subjektiv zusammenarbeiteten, liquidieren zu wollen. Allein zwischen 1985 und 1987 wurden so Dutzende weiterer türkische Staatsbürger in Europa ermordet, die Anhänger linker türkischer Organisationen waren, darunter: Mustafa Tangüner in Kopenhagen am 4. November 1985, Eyüp Kemal Atsız in Kopenhagen am 23. Dezember 1985, Bülent Yaman in Lausanne am 30. Dezember 1985, Ramazan Adıgüzel in Hannover am 3. Mai 1987 und Ali Akagündüz in Paris am 16. Juni 1987.

Es gab danach noch andere weitaus blutigere Geschichten, in der die PKK in Europa, aber auch in Deutschland verwickelt war. Die Morde an Zülfü Gök in Rüsselsheim im Juli 1984, Cetin Güngör in Stockholm am 2. November 1985, Mahmut Bilgili im Februar 1987 in Deventer, Cemal Işık am 19. Dezember 1994 in Wuppertal, Deniz Kılıç in Den Haag im November 1999, Hasan Özen in Wien am 18. April 2005 oder Bilal Dilek am 5. Januar 2006 in Belgien.

Besonders grauenhaft war der sogenannte „Bunkermord“ in Bremen im August 1999. Ein kurdisches Liebespaar wurde dabei auf so bestialische Weise hingerichtet, dass es selbst gestandene Polizisten grauste. Das Liebespaar hatte dem Beziehungsverbot der PKK getrotzt, weshalb sie laut der PKK-Doktrin getötet werden mussten.

Besonders pikant daran ist, dass das bis heute gilt. In einem 2007 in Deutschland erschienenen Buch von Anja Flach mit dem Titel „Frauen in der kurdischen Guerilla“ ist folgende Passage zu finden, die das Grauen der PKK manifestiert: „Um die Rekonstruktion der klassischen Frauenrolle in Kurdistan zu verhindern und den Frauen einen Entwicklungsraum zu verschaffen“, habe die PKK „keine andere Möglichkeit“ gesehen, „als die Liebesbeziehungen zunächst ganz zu verbieten“.

Die Deutsche Andrea Wolf, die 1998 in der Türkei getötet wurde und die erst mit der RAF sympathisierte, um dann 1993 in den Bergen des Südostens der Türkei mit der Waffe gegen den türkischen Staat zu kämpfen, schrieb in ihrem Tagebuch:

„Ich persönlich empfinde die Trennung und auch das klare Beziehungsverbot als sehr angenehm. Ich konnte mich noch nie so frei bewegen im Verhältnis zu Männern, weil es einfach klar ist: Es gibt eine Grenze.“

Heute gibt es den militanten PKK-Ableger in Nordsyrien, die feministisch angehaucht die Europäer verführt, aber federführend dabei eine Rolle spielt, in den umkämpften und kontrollierten Gebieten ethnische Vertreibungen und Säuberungen durchzuführen.

Noch heute geriert sich die PKK als Organisation für den Freiheitskampf, für die Freiheit der Frauen und Verteidiger der Rechte der Völker. PKK-Ableger in Deutschland, Anhänger und auch Lokalpolitiker, ja sogar Bundestagsabgeordnete, sympathisieren mit dieser Idee, weil es dem modernen Zeitgeist entspricht. Dagegen zeigen aber Zwangsabtreibung, Schutzgelderpressung, Mord oder das Beziehungsverbot doch deutlich auf, dass es sich dabei nur um eine Terrororganisation handelt, die mit strengstem Patriarchat und mit ausgeprägten Hierarchien die Strukturen kontrolliert, die zudem abseits der staatlichen Gerichtsbarkeit Morde befehligt und ethnische Säuberungen legitimiert. Ihre deutschen Ableger fallen durch brutales Vorgehen gegen Abweichler, Kritiker und Andersdenkende auf. Ihre Rekrutierungsphrasen ähneln die einer religiösen Sekte, die Verheißung und Glück versprechen, aber Tausende junge Menschen zu Mittätern machen und ins Unglück stürzen.

Obwohl bis heute serienweise Kaderführer der PKK in Deutschland festgenommen und der Justiz überführt wurden, hat sich im Unterbewusstsein ihrer Anhänger, Sympathisanten, Gefolgsleuten und Schläger- sowie Mördertrupps ein irrationaler und völlig abwegiger Grundgedanke breitgemacht: Man begehe kein Unrecht. Wenn solche Anhänger, Sympathisanten, Gefolgsleuten und Schläger- sowie Mördertrupps mit solchen Geschäften oder Verbrechen in Verbindung gebracht werden, weisen sie es mit Abscheu und Empörung weit von sich und erklären, dass sie ja keine schlechten Menschen seien und im Grunde in Frieden ein selbstbestimmtes Leben führen möchten. Die anderen hätten etwas Schlechtes getan, seien per se Rassisten oder Faschisten, denen man den internationalen Kampf angesagt habe, weshalb man mit der PKK lediglich sympathisiere oder deren Griff zur Waffe verstehen könne. Das kommt auch heute noch in Europa oder in Deutschland gut an.


Gastbeiträge geben die Meinung der Autoren wieder und stellen nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.


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