Türkei
Erdogan erhält 2. Corona-Impfung

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Donnerstag seine zweite Dosis der Corona-Impfung verabreicht bekommen.

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Donnerstag seine zweite Dosis der Corona-Impfung verabreicht bekommen.

„Ich habe die zweite Dosis des COVID-19-Impfstoffs erhalten. Hoffentlich wollen wir alle unsere Bürger so schnell wie möglich impfen“, sagte Erdogan über seine Nachricht auf BiP, einer beliebten türkischen Messaging-App, und Telegram, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.

Seine erste Impfung erhielt der türkische Staatschef vier Wochen zuvor, am 14. Januar, in einer TV-Liveübertragung.

Beginnend mit Mitarbeitern des Gesundheitswesens sowie Politikern, startete die Türkei am selben Tag eine Massenimpfkampagne gegen das Coronavirus, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Impfstoffe zu stärken.

Nach den neuesten Daten des Gesundheitsministeriums wurden in der Türkei seit Beginn der Impfkampagne über 2,88 Millionen Menschen geimpft.

„Von Impfchaos keine Spur“

In einem Beitrag der Tagesschau lobt die Istanbul-Korrespondentin Karin Senz die Impfkampagne der türkischen Regierung.

Senz:

„Die türkische Regierung hat in Sachen Corona-Management einige Kritik einstecken müssen: zu intransparent, gefälschte Infektionszahlen, Fehler beim Kauf des chinesischen Impfstoffs zum Beispiel. Beim Impfen selbst scheint sie aber einiges richtig zu machen. Zwar haben die ersten Türken den Impfstoff erst Mitte Januar gespritzt bekommen, also deutlich nach den Deutschen. Seitdem wurden aber rund 2,5 Millionen Menschen geimpft. In Deutschland waren es bis zum 3. Februar erst rund 2,1 Millionen. Die Terminvergabe und die Organisation scheinen in der Türkei verhältnismäßig rund zu laufen.“

Senz lobt in ihrem Beitrag auch die Einfachheit der Terminvergabe. Bei der türkischen Impf-Hotline bekomme man erst einmal eine elektronische Ansage seine Ausweisnummer bereitzuhalten. Zusätzlich werde darauf hingewiesen, dass man auch über eine App einen Termin ausmachen könne. Anschließend habe sich ein Mitarbeiter vorgestellt und sei Punkt für Punkt alles durchgegangen, bis er schließlich einen Termin vergibt. „Überraschend simpel“, betont die Korrespondentin.

Es sei sogar möglich, zwischen einem Termin beim Hausarzt oder in einem Krankenhaus zu wählen. „Schließlich habe ich noch einen Tag und eine Uhrzeit gewählt“, zitiert Senz den Istanbuler Arif, der über die App des türkischen Gesundheitsministeriums, MHRS, einen Impftermin für seinen 87-jährigen Schwiegervater Güneri ausgemacht hat.

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