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Bolton: Kosovo und Serbien besprachen „Landtausch“ bereits 2018

Die Staatschefs des Kosovo und Serbiens besprachen bereits 2018 einen Landtausch als Option für ein Friedensabkommen, so John Bolton, früherer nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump.

(Archivfoto: mka)
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London – Die Staatschefs des Kosovo und Serbiens besprachen bereits 2018 einen Landtausch als Option für ein Friedensabkommen, so John Bolton, früherer nationaler Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump.

„Im Falle des Kosovo und Serbiens gab es bereits 2018 Anzeichen dafür, dass die Staatschefs diese Fragen geklärt haben wollten, weil sie sahen, dass sie kein wirklich verlässliches Wirtschaftswachstum und keine Stabilität erreichen können, solange sich ihre Beziehungen nicht normalisiert haben. Diese Option war innerhalb beider Länder sehr umstritten, aber es schien mir die Mühe wert zu sein“, sagte Bolton in einem Interview mit der Foreign Press Association.

„Eines der Dinge, die sie besprachen, war die Möglichkeit eines Landtausches. In Teilen des Balkans, in Deutschland, in Westeuropa, reagierte man mit großer Bestürzung auf so einen Plan, weil sie befürchteten, dass ein Landtausch dort zu einem Landtausch anderswo führen könnte. Das passiert in der Geschichte, das ist einfach etwas, mit dem man leben muss“, erklärte Bolton.

Hashim Thaci, Kosovos Präsident, hatte wiederholt Behauptungen dementiert, er habe jemals mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic über einen Landtausch gesprochen.

Matthew Palmer, Sondergesandter des US-Außenministeriums für den Westbalkan und den Kosovo-Serbien-Dialog, erklärte gegenüber Medien, dass der Landtauschplan nicht von Trump, sondern von Bolton unterstützt wurde. Er hatte zuvor behauptet, dass es keinen Plan für einen Landtausch gebe.

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