Polizeigewalt
Gelbwesten-Demos in Frankreich: 11 Tote und 23 Erblindungen bisher

Die französischen Sicherheitskräfte gehen seit Monaten mit äußerster Brutalität gegen Teilnehmer der Gelbwesten-Proteste vor - bisher habe es unter anderem 11 Todesopfer und 23 Erblindungen gegeben. 

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Paris (nex) – Die französischen Sicherheitskräfte gehen seit Monaten mit äußerster Brutalität gegen Teilnehmer der Gelbwesten-Proteste vor – bisher habe es unter anderem 11 Todesopfer und 23 Erblindungen gegeben.

Die Demonstrationen der Gelbwesten in Frankreich dauern bereits seit fast sechs Monaten an und die gewalttätige Vorgehensweise der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten sorgt auch im Ausland für Kritik.

Dunja Mijatovic, die Menschenrechtskommissarin des Europarats, erklärte, sie sei „ernsthaft besorgt“ wegen der Verletzungen, die Polizisten mit Gummigeschossen und auf andere Weise bei Demonstranten anrichteten. Dazu gehört etwa die zwanzigjährige Studentin Fiorina Lignier, die während einer Gelbwesten-Demo im Dezember durch eine Schockgranate der Polizei am Kopf getroffen wurde und ein Auge verlor.

„Das ist nicht normal. Wir sind in Frankreich, einer der ältesten und besten Demokratien der Welt. Wir verurteilen normalerweise aus der Ferne andere Länder, in denen dies geschieht. Dass so etwas hier passiert, ist unglaublich“, zitiert RT die Philopsophie-Studentin.

Der Neurochirurg Laurent Thines, gegenüber der Zeitung L`Express:

„Ich habe wiederholt Verletzungen gesehen, die mit denen übereinstimmen, die bei schweren Verkehrsunfällen oder nach Stürzen aus großer Höhe erlitten wurden.“

Medienberichten zufolge habe es bisher 11 Todesopfer und über 3.000 Verletzte gegeben. Mindestens fünf Personen hätten eine Hand und 23 Demonstranten ein Auge verloren. Unter den Verletzten seien auch 95 Journalisten und mindestens 30 ehrenamtliche Rettungssanitäter.

Die Gelbwestenbewegung ist eine Protestbewegung in Frankreich, die seit November vergangenen Jahres gegen eine von Präsident Emmanuel Macron geplante Erhöhung der Dieselsteuer demonstriert. Später wurden weitere Forderungen aufgestellt, wie etwa die Senkung „aller Steuern“, sowie die Anhebung des Mindestlohns und der Renten.

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