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Islam in Deutschland
Monheimer Bürgermeister fordert Gleichstellung der Ditib mit Kirchen und jüdischen Gemeinden

Der Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann fordert die Gleichstellung des Islamverbands Ditib mit Kirchen und jüdischen Gemeinden.

DITIB Moschee Lünen, NRW (Symbolfoto: nex24)
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Monheim – Der Monheimer Bürgermeister Daniel Zimmermann fordert die Gleichstellung des Islamverbands Ditib mit Kirchen und jüdischen Gemeinden.

„Man sollte den Islamverband Ditib als religiöse Körperschaft des öffentlichen Rechts wie eine christliche Kirche oder die jüdischen Gemeinden anerkennen. Dann müssen sie sich selbst finanzieren und die rechtlichen Anforderungen erfüllen, die gesetzt sind“, sagte der Kommunalpolitiker der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Er habe mit der Ditib bisher „keine schlechten Erfahrungen gemacht“, sagte der 36-jährige Zimmermann, der der Monheimer Jugendpartei PETO angehört.

PETO besitzt mit 26 von 40 Sitzen die absolute Mehrheit im Stadtrat von Monheim. Eine Aufkündigung der Zusammenarbeit mit Ditib wegen des Auftretens radikaler Prediger lehnt der Bürgermeister ab:

„Mir ist lieber, die Moschee steht mitten im städtischen Leben und wird an den universellen Werten wie Religionsfreiheit und Respekt vor dem menschlichen Leben gemessen, als dass sie in den Hinterhof verbannt wird. Ich freue mich, wenn in Monheim am Rhein lebendige Gemeinden mit Christen, Juden, Muslimen oder Menschen anderer Religionen bestehen.“

Die Stadt Monheim hat zwei muslimischen Gemeinden, darunter einer vom Ditib-Verband, unentgeltlich städtischen Grund für zwei Moscheebauten überlassen.

Unterdessen fordert auch der neue Vorsitzende der Ditib die Anerkennung als Religionsgemeinschaft. Das sei das wichtigste Ziel, so Kazim Türkmen in einem Interview mit dem ZDF. Hierzu sollten die regionalen Ditib-Vertreter mit den Länderregierungen erneut in einen Dialog treten und den Austausch vertiefen, sagte der islamische Theologe am Freitag.

Die Ditib habe in der Vergangenheit einen unzureichenden Dialog mit den Medien geführt, so Türkmen. „Da gab es ein Imageproblem, und die Ditib konnte keine eigenen Akzente setzen.“

Dem ZDF zufolge sei dies das erste Interview eines Ditib-Vorsitzenden im deutschen Fernsehen. Der 46-jährige war zu Jahresbeginn gewählt worden.

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„Islamische Gemeinden werden bei der Integration der Flüchtlinge künftig eine große Rolle spielen, gerade wenn es darum geht, diesen einen demokratischen Islam vorzuleben“, sagte Zimmermann.

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