Berg-Karabach
Baku: Armenien verstümmelt aserbaidschanische Soldaten

Armenische Soldaten haben einen aserbaidschanischen Soldaten geschändet. Damit brechen armenische Truppen nicht nur wiederholt den Waffenstillstand im besetzten Gebiet von Berg-Karabach, sondern begehen auch Kriegsverbrechen.

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Baku (nex/eurasia) – Armenische Soldaten haben einen aserbaidschanischen Soldaten geschändet. Damit brechen armenische Truppen nicht nur wiederholt den Waffenstillstand im besetzten Gebiet von Berg-Karabach, sondern begehen auch Kriegsverbrechen.

Nach einer gescheiterten Militäroperation der armenischen Streitkräfte am 29. Dezember 2016 in der Berg-Karabach-Region brachten Soldaten Jerewans einen getöteten aserbaidschanischen Armeeangehörigen auf das eigene Hoheitsgebiet. Der Leichnam von Tschingis Gurbanov soll im Anschluss geschändet worden sein. Bemerkenswert ist: Jerewan leugnete den Besitz des Leichnams zunächst, bis erste Bildbeweise in sozialen Netzwerken die Behauptungen bestätigten. Demnach verstoß Armenien gegen die „grundlegendsten ethischen und moralischen Grundsätze“, kritisierte das Außenministerium Aserbaidschans in einer amtlichen Mitteilung am 30. Dezember.

Laut dem aserbaidschanischen Außenministerium verfolgt Jerewan eine gezielte Strategie der Verstümmelung von getöteten aserbaidschanischen Soldaten, was der Abschreckung des Gegners dienen soll. Außerdem werde das Rückführungsrecht von gestorbenen Armeeangehörigen von der armenischen Seite politisiert und an Konzessionen politischer Art gebunden, was einem Bruch des humanitären Völkerrechts gleichkommt.

In diesem Zusammenhang berichten aserbaidschanische Medien über einen ähnlichen Fall während der Gefechte vom April 2016. Die Leiche des aserbaidschanischen Soldaten Mübaris Ibrahimov wurde auf das Staatsgebiet von Armenien verfrachtet und anschließend verstümmelt, bestätigte das aserbaidschanische Außenministerium.

Im Gespräch mit Eurasia News und NEX24 erklärte der türkische Militäranalyst Yusuf Akbaba, dass der Konflikt in Karabach weiter anschwellen wird, solange Armenien einen Rüstungswettlauf mit Aserbaidschan führen kann. Akbaba kommentierte:

„Der Konflikt ähnelt einem Teufelskreis. Die Schändung von Soldaten ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Konflikt eine neue Eskalationsstufe erreicht hat. Für die Beilegung des Territorialkonflikts bedarf es auch einen echten Dialog von Seiten Russlands.“

Zuletzt berichtete die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf das Verteidigungsministerium von Aserbaidschan, dass armenische Truppen den Waffenstillstand in Karabach 31 Mal in nur 24 Stunden gebrochen haben. Dabei verwendeten die armenischen Truppen großkalibrige Waffensysteme gegen die aserbaidschanische Armee.

Angesichts des Umstandes, dass Armenien am wirtschaftlichen und militärischen Tropf Russlands hänge sowie die ohnehin kleine Bevölkerung Armeniens von Jahr zu Jahr sinke, glaubt der Militäranalyst Akbaba:

„Jerewan kann seine Politik nicht ewig auf diese Weise weiter führen. Es wird gegen Aserbaidschan, das über seine Energieeinnahmen ökonomisch prosperiert, den Kürzeren ziehen.“

Angesichts der zahlreichen Unruheherde in Nahost bleibt der Territorialkonflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan im westlichen Mainstream weitgehend unbemerkt. Aserbaidschanische Analysten wie Zaur Schirijew warnen seit dem Ausbruch der Zusammenstöße im April 2016 vor einem neuen Ausbruch kriegerischer Handlungen und einem Rüstungswettlauf. Während des sogenannten „Vier-Tage-Krieges“, an dem sich für den Ausbruch beide Seiten gleichermaßen beschuldigen, konnte Aserbaidschan rund 2.000 Hektar Land zurückerobern.

Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan brach 1988 aus. Armenien machte territoriale Ansprüche gegen Aserbaidschan laut. Im Ergebnis eines Krieges besetzten armenische Truppen rund 20 Prozent des Territoriums von Aserbaidschan, darunter die Karabach-Region und sieben umliegende Distrikte. 1994 schlossen die Konfliktparteien einen Waffenstillstand ab. Armenien hat seitdem zahlreiche Resolutionen des UN-Sicherheitsrates ignoriert, seine Truppen aus Karabach abzuziehen. Stattdessen rüste Jerewan die Region systematisch auf.

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Auch erschienen bei unserem Kooperationspartner Eurasia News

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