Gewaltexzesse der PKK-Anhänger
Zeugen der Friedensdemos: „Osmanen Germania schützten uns vor PKK-Angriffen“

Viele Teilnehmer der Friedensdemo in Stuttgart erklärten nach der Veranstaltung, dass das beherzte Eingreifen der Osmanen Germania das Beste war, was dem Friedensmarsch passieren konnte. So konnte nicht, wie beabsichtigt, der Friedensmarsch diskreditiert werden. Stattdessen zeigte die Gegendemonstration ihr wahres Gesicht.

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Stuttgart (tp/nex) – In mehreren deutschen Städten hatten am 10. April türkische Gruppen zu Friedensmärschen aufgerufen. Doch an mehreren Orten endeten die Demonstrationen in gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Kurden, linken deutschen Gruppen sowie der Polizei. Die demonstrierenden Türken konnten nur durch massiven Polizeieinsatz geschützt werden.

Dennoch ist die Bilanz verheerend: mehr als 50 verletzte Polizisten in Stuttgart, aber auch eine unbekannte Anzahl von türkischen Teilnehmern der Demonstration, die durch Flaschenwürfe, Knallkörper sowie Attacken nach der Veranstaltung verletzt wurden, sich aber vor Ort nicht ärztlich behandeln ließen.


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Die Friedensmärsche wurden in allen Städten gleichzeitig mit Gegendemonstrationen begleitet, die durch einen Aufruf von Migrantenverbänden, wie der Kurdischen sowie Alevitischen Gemeinde in Deutschland, unterstützt wurden. Dass die Aufrufe dann in solch ein Gewaltpotential münden würden, konnte auch der Vertreter der Kurdischen Gemeinde in Stuttgart nicht mehr verhehlen.

Zu stark waren die Friedensmärsche im Vorfeld stigmatisiert worden. Als „Faschistenmarsch“ und „nationalistisch“ bezeichnet, hatten die Versammlungsleiter stets abgestritten, sich von irgendeiner Partei oder Vereinigung steuern zu lassen. Sie hätten auf eigene Rechnung die Friedensmärsche organisiert und nun würden sie auch heute noch massivst bedroht werden.

Das Gewaltpotential war dabei von vornherein klar, weshalb jetzt von den Versammlungsleitern die Frage aufgeworfen wird, weshalb die Polizei die Gegendemonstrationen zugelassen hat. Bislang habe sich keine türkische Gegendemonstration organisiert, um eine Demonstration von PKK-Sympathisanten bewusst zu provozieren oder zu verhindern. Man respektiere das Demonstrationsrecht in Deutschland und habe daher stets Abstand davon genommen.

Das zeige auch im Umkehrschluss, wie demokratisch veranlagt diese Menschen seien, die eine ordnungsgemäß angemeldete Veranstaltung zu verhindern versuchen würden, stets unterstützt durch Migrantenverbände, deren Haltung zu einer Terrororganisation wie der PKK zu hinterfragen sei, erklärt einer der Versammlungsleiter in Stuttgart.


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Seit dem 10. April wächst aber auch die Sorge darüber, dass die Teilnehmer der Demonstrationen gezielt bedroht werden. Einer dieser Teilnehmer, ein türkischer Staatsbürger, der namentlich nicht erwähnt werden will, wird deutlicher. In Stuttgart werde er von PKK-Sympathisanten gezielt gesucht. Seine Freundin sei bei der Demonstration in Stuttgart verletzt worden, als eine Rauchbombe ihr Bein getroffen habe. Als dann die gewaltbereiten Gegendemonstranten die am Boden verletzte Frau mit Steinen traktiert hätten, habe er sich über sie gebeugt und so geschützt, sei dabei selbst verletzt worden. Dabei sollen auch Fotos von ihm und der Frau geschossen worden sein, die jetzt im Internet in einschlägig bekannten PKK-Seiten kursieren. Darin würden Mordaufrufe gestartet, wobei nicht nur er betroffen sei.

Eine andere Frau, die ebenfalls namentlich nicht erwähnt werden will, erklärt, sie habe mit ihrem deutschstämmigen Ehemann an dem Friedensmarsch teilgenommen. Von einem Augenblick zum anderen habe sich das Paar dann inmitten der Gegendemonstranten befunden. Pflastersteine seien aus der Straßendecke herausgerissen worden, Knallkörper seien über die Polizeiabsperrung in den Friedensmarsch geflogen. Man habe sich inmitten einer Schlacht befunden, erzählt die türkische Frau. Familien hätten sich in Sicherheit gebracht, die sich noch am Rande der Gruppe befunden hätten. Andere Familien seien regelrecht eingeschlossen worden. Man habe sich dann bis zur der Polizeiabsperrung begeben, habe sich aber auch da nicht wirklich gut aufgehoben gefühlt.


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Aber auch am Rande der Demonstration oder nach Abschluss der Kundgebung habe es fragwürdige und zum Teil völlig enthemmte Szenen gegeben. Während vermummte Gegendemonstranten durch die Stuttgarter Innenstadt ungehindert marschiert seien, sollen Türken, die ihre Flaggen über die Schulter gespannt hätten, von der Polizei angehalten worden sein, die Flaggen einzupacken. Auch nach dem Ende der Kundgebung habe es brenzlige Situationen gegeben. Am Hauptbahnhof seen die Türken nur knapp einer Massenschlägerei entkommen, die laut Berichten wahrscheinlich mit Schwerverletzten oder gar Todesopfern geendet hätte.

Augenzeugen erklärten, dass die zahlreichen Türken in die S-Bahn eingestiegen seien, als etwa 100 vermummte PKK-Sympathisanten, am Bahnsteig angekommen, sich Zutritt in die S-Bahn verschaffen wollten. Da aber die Türen bereits verriegelt gewesen seien, sei der Versuch gescheitert. Dennoch habe der Aufmarsch auch unter den deutschen in der S-Bahn zu Panikreaktionen geführt, Frauen und Kinder hätten im Abteil geweint, erklärt ein Beobachter.

Einer der Versammlungsteilnehmer, Tuncay genannt, gibt unumwunden zu, dass die PKK bereits vor dem Friedensmarsch Drohungen gegen ihn ausgesprochen habe. Aber auch gegen die Stadt erhebt Tuncay schwere Vorwürfe. Sie hätten ihn und die anderen Versammlungsleiter geradezu mit der amtierenden Regierung in der Türkei in Zusammenhang gebracht und, als ob das nicht ausreiche, die Gegendemonstration regelrecht gefördert. Dabei habe man von Anfang an beteuert, weder mit einer Partei, noch mit einem Verein zu tun zu haben.

Ein Teilnehmer aus Pforzheim hat darauf schon eine eigene Antwort: „Man – also die Verantwortlichen der Stadt wie auch die Aufrufer zur Gegendemonstration – wollte uns geradezu in die rechte Ecke drücken. Zum Glück ließen sich die Teilnehmer nicht dazu hinreißen, auch wenn die Gewalt von der anderen Seite uns dermaßen zugesetzt hat, dass die Lage für einen kurzen Augenblick so erschien, als würde es außer Kontrolle geraten.“ Grund hierfür, so erklären einige der Kundgebungsteilnehmer, seien wohl auch die „Osmanen Germania“ gewesen, eine türkische Gang, die an den Friedensmärschen teilnahm.

Schon vor Beginn des Friedensmarsches war die Rolle der Gruppe vielen Friedensmarsch-Teilnehmern klar, nachdem die Gruppenanführer an ihre Mitglieder lautstark die Order gaben, für Ruhe innerhalb des Friedensmarsches zu sorgen. Sie sollten den Friedensmarsch mit jeweils einer Reihe von Gruppenmitgliedern flankiert mit begleiten und so für Ordnung sorgen.

Viele Teilnehmer erklärten nach der Veranstaltung, dass das beherzte Eingreifen der Osmanen Germania das Beste war, was dem Friedensmarsch passieren konnte. So konnte nicht, wie beabsichtigt, der Friedensmarsch diskreditiert werden. Stattdessen zeigte die Gegendemonstration ihr wahres Gesicht.

 


Erschienen bei turkishpress

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