Irritationen in der Türkei
Syrien: Bilder von US-Sondergesandtem McGurk mit PKK-Terroristen aufgetaucht

Kritische Frage musste sich der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, gefallen lassen, nachdem auf Twitter kompromittierende Bilder aufgetaucht waren. Darauf war der Sondergesandte des US-Präsidenten Obama für die Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, in trauter Runde mit offenkundigen PKK-Terroristen zu sehen.

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Ankara (nex) – Jüngst in sozialen Medien veröffentlichte Bilder, die den Sondergesandten des US-Präsidenten Barack Obama für die globale Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, beim Treffen mit ehemaligen PKK-Kämpfern zeigen, haben für Irritationen in der Türkei gesorgt.

Polat Can, Sprecher und Mitbegründer des syrischen PKK-Ablegers „Volksverteidigungseinheiten“ (YPG), teilte über seinen Twitter-Account ein Bild, auf dem er McGurk gerade eine Auszeichnung überreicht. Umgehend verbreitete sich das nicht datierte, alte Bild über zahlreiche Accounts, das aus einer Zeit stammt, als Can noch PKK-Kommandant war.

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Die PKK wird von der Türkei ebenso wie von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Ein weiteres Bild zeigt zudem den Anführer der Einheit für die interne Sicherheit innerhalb der YPG, Ciwan İbrahim, und eine Frau, alle in erkennbarer PKK-Uniform. Der Führer der „Demokratischen Vereinigungspartei“ (PYD), des politischen Arms der PKK in Syrien, Salih Muslim, hatte vor drei Wochen gegenüber Al-Quds Al-Arabi erklärt, dass hunderte PKK-Kämpfer in den Reihen der YPG, der bewaffneten Einheiten der PYD, kämpften. Er rechtfertigte dies mit den Worten: „Es ist recht natürlich für einen Kurden, der früher zu den [PKK-]Kämpfern in den Bergen gehörte, seine Heimat zu verteidigen.“

Eine Anfrage an den Sprecher des U.S. State Departments, John Kirby, beantwortete dieser mit er Aussage, er habe nicht die Personalausweise aller YPG-Kämpfer. „Das ist nichts Neues. Wir haben unsere Bedenken bezüglich dieser Gruppe deutlich gemacht“, erklärte Kirby, nachdem er die Frage erst als nicht aktuell abgetan hatte. „Ich kannte auch Muslims Kommentare nicht.“

Die Türkei hatte wiederholt ihre Sorge hinsichtlich des Naheverhältnisses zwischen PKK und PYD zum Ausdruck gebracht und einem möglichen Informations- und Waffenaustausch zwischen diesen. Premierminister Ahmet Davutoğlu machte ebenso wiederholt deutlich, dass die Türkei kein Problem mit den Kurden in Syrien hätte, die PYD jedoch auf Grund ihrer PKK-Nähe nicht als legitime politische Kraft oder Vertreterin der syrischen Kurden betrachtet werden könne.

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