Terror in Istanbul
Istanbul: Neun Opfer des Sultanahmet-Anschlages sind Deutsche

Der Selbstmordattentäter, der sich am Vormittag in der Nähe der Sultanahmet-Moschee in die Luft sprengte, war syrischer Staatsangehöriger. Unter den zehn Todesopfern sollen neun Mitglied einer deutschen Reisegruppe sein.

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Istanbul (nex) – Der Terroranschlag in der türkischen Metropole Istanbul ist nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan von einem syrischen Selbstmordattentäter verübt worden. Das sagte Erdoğan am Dienstag in einer im türkischen Fernsehen übertragenen Ansprache.

Bei dem Anschlag wurden laut örtlichen Behörden mindestens zehn Menschen getötet und 15 weitere verletzt. Vize-Ministerpräsident Numan Kurtuluş erklärte, dass es sich bei dem vermuteten Selbstmord-Attentäter um einen 28-jährigen syrischen Staatsbürger handelte. Türkischen Medienberichten zufolge hat sich der Anschlag nahe der Sultan-Ahmed-Moschee ereignet, die in einem bei Touristen beliebten Stadtteil liegt. Die Polizei habe den Platz weiträumig abgesperrt, während Rettungskräfte die Verletzten versorgten, hieß es in den Berichten weiter. Regierungskreise sprachen von deutschen Todesopfern. Die Explosion fand in der Nähe einer deutschen Reisegruppe statt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: „Wir sind in großer Sorge, dass auch deutsche Staatsbürger unter den Opfern und Verletzten sein könnten und wahrscheinlich sein werden.“ Außenminister Frank-Walter Steinmeier: „Wir müssen davon ausgehen, dass auch Deutsche unter den Verletzten sind.”

Ticker zum Anschlag:

11.40: Am Anschlagsort sind außer Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen keine weiteren Personen. Ein Helikopter umkreist aus der Luft den Anschlagsort.

11.37: Eine Nachrichtensperre in Bezug auf die Explosion in Sultanahmet wurde verhängt.

11.30: Der Gouverneur von Istanbul veröffentlicht erste Erkenntnisse: „Es sind derzeit 10 Tote und 15 Verletzte zu vermelden. Die Ursache der Explosion, die Bauart der Bombe, der oder die Täter werden derzeit noch untersucht.“

11.24: Innenminister Efkan Ala unterrichtete nach Kenntnisnahme des Geschehens bei seinem Besuch des im Ankara ansässigen Ministerpräsidentenamtes den Ministerpräsidenten Davutoğlu.

11.20: Beamte der Kriminalpolizei kommen am Anschlagsort an. Die in Zivil gekleideten Beamten untersuchen den Tatort nach Hinweisen und Beweismaterialien.

11.15: Die Sirenen am Sultanahmet schweigen. Die Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Weitere Ambulanzfahrzeuge stehen am Anschlagsort bereit.

11.11: Gitterabsperrungen werden an den Tatort gebracht. Die Sicherheit um den Anschlagsort wird erhöht.

11.05: Nach einer kurzen Besprechung der Leitungskräfte verteilte sich eine große Anzahl an Zivilpolizisten in den Seitenstraßen der Sultanahmet.

10.50: Um weiteren Anschlägen vorzubeugen, wurde der Sicherheits-Korridor erweitert.

10.35: Die Polizei hat den Tatort abgeriegelt und die Ein- und Ausgänge versperrt. Von der Hagia Sophia bis zur Straßenbahn wurde das Gebiet weiträumig abgesperrt. Der Verkehr um den Tatort wird umgeleitet.

10.30: An den Ort der Explosion wurden zahlreiche Polizisten und Krankenwagen geschickt. Einer der Streifenwagen überschlug sich wegen hoher Geschwindigkeit, als der Fahrer zum Tatort eilte. Die Polizisten wurden von Augenzeugen aus dem Auto geborgen.

10:20: In der Nähe des „Alman Çeşmesi“ (Deutscher Brunnen) im Istanbuler Stadtteil „Sultanahmet“ war ein lauter Explosionsgeräusch zu hören.

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