Bildung international
Lehrer bleibt der Traumberuf der jungen Türken – Deutschland weit abgeschlagen

Einer OECD-Studie zufolge wollen 25 Prozent der 15-jährigen Türken Lehrer werden. In Deutschland sind es nur 0,8 Prozent in der gleichen Altersgruppe.

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Paris (nex) – Etwa fünf Prozent der heutigen 15-Jährigen beabsichtigen einer OECD-Studie zufolge, künftig als Lehrer zu arbeiten. Während drei Prozent der männlichen Befragten in 60 Ländern diesen Berufswunsch äußerten, waren es sechs Prozent der weiblichen.

Dabei gab es zwischen den Ländern oft gravierende Unterschiede, wobei auch zu berücksichtigen ist, dass die Schulsysteme als solche, die Bezahlung von Lehrern und auch die Anforderungen, die im Vorfeld erfüllt werden müssen, zum Teil stark variieren. An der Spitze mit den meisten jungen Menschen, die Lehrer werden wollen, steht die Türkei, wo 25 Prozent der befragten 15-Jährigen diesen Berufswunsch äußern, unter den Mädchen sind es sogar 30 Prozent. An zweiter Stelle liegt Südkorea mit 15,5 Prozent, gefolgt von Indonesien (12,1), der Republik Irland (12,0) und Luxemburg (11,6).

Weit abgeschlagen auf den letzten Plätzen finden sich Deutschland, wo nur 0,8 Prozent der 15-Jährigen Lehrer werden wollen, und das Schlusslicht Estland mit 0,6 Prozent. Auch in Österreich wollen nur 1,6 Prozent der jungen Menschen in dieser Altersgruppe einen Beruf als Pädagoge ergreifen. Die Bezahlung ist dabei nicht der einzige Faktor, auch das Sozialprestige spielt eine Rolle bezüglich des Wunsches, Lehrer zu werden.

In Deutschland sind die Lehrergehälter mit bis zu 64 000 Euro in der Oberstufe eher am oberen Ende zu finden. Spitzenreiter in Europa sind Länder wie Spanien und Luxemburg, wo ein Lehrer auch auf sechsstellige Jahresgehälter kommen kann. International werden Lehrer in Singapur und Südkorea am besten bezahlt, wo bereits die Durchschnittsgehälter höher als 50 000 US-Dollar liegen. In der Türkei liegen sie etwa bei der Hälfte.

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