EU-Türkei-Beziehungen
Türkischer Außenminister: „Wenn Erdogan etwas verspricht, dann hält er sich daran“

Rom (nex) – Die Türkei habe fast sechs Jahrzehnte lang an der Tür der EU gewartet – nun sei die Zeit für eine Entscheidung gekommen, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am gestrigen Mittwoch.

Cavusoglu, der auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano in Rom sprach, betonte, dass die EU-Mitgliedschaft nach wie vor ein strategisches Ziel der Türkei sei, wenn auch der Prozess sich sehr lange verzögert habe.

„Als der EU-Beitrittsprozess begann, war ich noch gar nicht auf der Welt“, bemerkte er. „Ich bin noch nicht 60. Es ist Zeit für eine Entscheidung.“

Der türkische Minister erinnerte auch an den im März vergangenen Jahres unterzeichneten EU-Türkei-Flüchtlingsabkommen.

Ziel der Vereinbarung war es, die illegale Einwanderung über das ägäische Meer zu verhindern, indem strengere Maßnahmen gegen Menschenhändler ergriffen werden sollten und die Ergreifung strengerer Maßnahmen gegen Menschenhändler sowie die Verbesserung der Lebensbedingungen der fast drei.

„Wir einigten uns mit der EU im März vergangenen Jahres“, sagte Cavusoglu. „Die Migration ging um 99 Prozent zurück. Das bedeutet, dass die Türkei ihre Versprechen hält. Wenn Erdogan etwas verspricht, dann hält er sich daran. Wir haben nie unsere Versprechen rückgängig gemacht.“

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Gipfeltreffen
Montenegro wird NATO-Mitglied

Brüssel (nex) – Montenegros Beitritt zur Nato ist nach den Worten des Bündnis-Chefs perfekt. Der Balkanstaat soll am morgigen Treffen teilnehmen.

Wie der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg einen Tag vor dem Gipfeltreffen mitteilte, hätten alle Bündnismitglieder die Mitgliedschaft des kleinen Balkanstaates ratifiziert.

„Der montenegrinische Premierminister Markovic wird morgen sich uns anschließen“, gab Stoltenberg bekannt und fügte hinzu: „Die Parlamente aller 28 Alliierten und Montenegro selbst haben nun den Beitritt des Landes zur Nato ratifiziert. „

Dies sei ein Schritt nach vorne für Montenegro, für die Stabilität auf dem Westbalkan und für die Vision eines ganzen, freien, friedlichen Europas, betonte er. „Wir freuen uns, Montenegro Anfang Juni als unseren 29. Alliierten offiziell begrüßen zu dürfen.“

Russland allerdings steht dem Nato-Beitritt Montenegros kritisch gegenüber.

„Wir betrachten diesen Schritt als Zeichen der Trägheit in der Politik Washingtons und eine Reflexion der Logik der Konfrontation in Europa, wo neue Trennlinien gezogen werden“, hieß es im vergangenen Monat aus dem russischen Außenministerium.

Moskau wies darauf hin, dass die Bemühungen, den Balkanstaat in die Nato einzubinden, „die wirkliche Meinung des montenegrinischen Volkes missachtet“.

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Verschleiert beim Papst
Vatikan: Melania Trump nun doch mit Kopfbedeckung

Stilikone nun doch mit Kopfbedeckung: Präsidentengattin Melania Trump verschleiert beim Papst. Rom (nex) – Nach dem vielbeachteten, unverschleierten Auftritt während eines Staatsbesuches in Saudi Arabien gibt sich Melania Trump bei einer Audienz im Vatikan nun bedeckt. Am vergangenen Wochenende hatte sich US-Präsident Donald Trump zusammen mit seiner Ehefrau und Tochter zu bilateralen Treffen in Saudi-Arabien aufgehalten. Melania Trumps unverhülltes Haupt sorgte international für großes Aufsehen; nun aber trägt sie Schleier anlässlich einer Audienz beim Papst. Die internationale Presse hatte Melania Trump für ihr Auftreten in Saudi Arabien am vergangenen Sonntag gelobt und ihren schlichten und zurückhaltenden, aber eleganten Stil gefeiert. Ihr unverschleiertes Haupt sei ein Zeichen amerikanischen Selbstbewusstsein, so etwa der Sender Fox News. Nun trat sie während eines Besuches im Vatikan mit Kopfbedeckung auf. Als Melania Trump am Mittwoch den Vatikan besuchte, trug sie einen schwarzen Schleier, passend zu einem langärmligen, ebenfalls schwarzen Dolce und Gabbana-Kleid. Bilder zeigen sie, wie sie aus dem Auto steigt und wie sie mit ihrem Ehemann zusammen von Papst Franziskus durch den Vatikan geleitet wird. Das Treffen zwischen U.S.-Präsident Donald Trump und Papst Franziskus dauerte 30 Minuten und diente u.a. einem Austausch aufgrund divergierender Positionen zu Klimawandel und Flüchtlingsfrage. Trump sagte anläßlich des Treffens, die Begegnung sei ihm eine große Ehre. Der Vatikan ist ein Stadtstaat mit eigenem Recht. Für den Vatikan gelten besondere Besuchsregelungen: Frauen werden angehalten, langärmlige, formale Kleidung in schwarzer Farbe zu tragen. Der weibliche Kopf muss mit einem Schleier bedeckt sein. Die Kommunikationsberaterin von Melania Trump, Stephanie Grisham, erklärte auf Nachfrage gegenüber CNN, von saudiarabischer Seite habe es keine entsprechenden Anweisungen gegeben, deswegen habe sich Melania Trump entschieden, sich in dem arabischen Land unverhüllt zu zeigen. Saudi Arabien gilt als überaus restriktiver, theokratischer Staat und steht international für seine Kleidungsvorschriften in der Kritik.

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Arbeitspolitik
95 Prozent der Beschäftigten in Jobcentern nur auf Zeit angestellt

Grünen-Arbeitsmarktexpertin Pothmer: Die zuständige Ministerin Nahles schaut weg  Osnabrück (nex) – 95 Prozent der knapp 5000 befristeten Beschäftigten der Bundesagentur für Arbeit in den Jobcentern sind ohne Angabe eines Sachgrundes nur auf Zeit angestellt. Nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ ist der Anteil dieser Art befristeter Arbeitsverhältnisse damit doppelt so hoch wie im Durchschnitt. Im öffentlichen Dienst liegt der Anteil der sachgrundlosen Befristungen bei 36 Prozent. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer hervor. Pothmer forderte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) auf, die „riskante Personalstrategie in den Jobcentern“ zu beenden. „Verlust von Wissen und Erfahrung“ „Seit Jahren zieht die Arbeitsministerin gegen die sachgrundlose Befristung zu Felde. Aber da, wo sie selber Einfluss hat, schaut sie offenbar nicht so genau hin“, kritisierte die Abgeordnete. Der extrem hohe Anteil an sachgrundlosen Befristungen führe zu „Know-how-Verlust in den Jobcentern“. Mit jedem ausgelaufenen Vertrag gingen Wissen und Erfahrung verloren. Zugleich müsse erneut mit erheblichem Aufwand neues Personal eingearbeitet werden. „Das ist weder effizient noch nachhaltig“, beanstandete Pothmer. Die fehlende Jobsicherheit erschwere die Lebensplanung der befristet Beschäftigten. Auch die Arbeitsuchenden, die es regelmäßig mit neuen Ansprechpartnern zu tun hätten, seien „negativ betroffen“.

Medizinische Forschung
Schokolade kann Risiko für Herzrhythmusstörungen senken

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Dortmund (nex) – Laut einer neuen US-amerikanischen Studie können sich die in Schokolade enthaltenen Flavanole positiv auf Herz, Blutgefäße und Kreislauf auswirken US-Wissenschaftler haben eine neue Studie zum Verzehr von Schokolade und Kakao-haltigen Produkten durchgeführt. Ergebnisse deuteten darauf hin, daß ein erhöhter Schokoladenkonsum das Risiko für Herzrhythmusstörungen senken könne, so ihre Publikation in der internationalen Fachzeitschrift „Heart“. Elizabeth Mostofsky hatte zusammen mit ihrem Team die Auswirkungen des Verzehrs von Schokolade und anderen kakaohaltigen Lebensmitteln anhand von Probanden in Dänemark untersucht. Im Zuge der Langzeitstudie waren insgesamt 55,502 Personen untersucht worden. Personen, die ein- bis dreimal pro Monat eine kleinere Menge an Schokolade aßen, wiesen gegenüber denjenigen, die Schokolade seltener als einmal im Monat verzehrten, ein um 10 Prozent reduziertes Risiko für Vorhofflimmern auf. Der regelmäßige Verzehr von Schokolade scheint also das Risiko für diese häufig anzutreffende, gesundheitlich schwerwiegende Form von Herzrhythmusstörungen zu senken. Elisabeth Mostofsky, die die Studie leitete, sagte gemäß der internationalen Nachrichtenagentur Reuters, daß der Zusammenhang zwischen der Prävention von Vorhofflimmern und dem Verzehr von Schokolade nicht zweifelsfrei bewiesen sei. Man müsse hierbei weitere mögliche Faktoren berücksichtigen. Jedoch werden angenommen, daß die Flavonoide, die in Schokolade und Kakao enthalten seien, die Gesundheit des Herzen stärken, Entzündungen entgegenwirken und die Blutgefäße erweitern. Die aktuelle Studie ergab ebenfalls, daß Personen, die mehr Schokolade aßen, zwar ihre Kalorienzufuhr erhöhten, jedoch trotzdem einen geringeren Body-Mass-Index aufwiesen. Dies könne daran liegen, daß diese Personen einen aktiveren Lebensstil gewählt hätten, so Alice Lichtenstein, eine nicht an der Studie beteiligte Spezialistin aus Boston. Früheren medizinischen Erkenntnissen zufolge ist besonders dunkle Schokolade, die einen höheren Gehalt an Flavanolen aufweist, gesund. Weitere Studien werden empfohlen, um den in „Heart“ vermuteten Zusammenhang zu belegen.

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Kampf gegen den Terror
Frankreich: Ausnahmezustand soll schon wieder verlängert werden

Paris (nex) – Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat am heutigen Mittwoch – nach dem Terroranschlag in Manchester in der vergangenen Montagnacht – angekündigt, dass er den Ausnahmezustand verlängern wolle. Wie der Elysée-Palast mitteilte, werde er das Parlament um eine Verlängerung bis zum ersten November bitten.

Der Ausnahmezustand ist bislang bis zum 15. Juli befristet. Er war nach den vom IS (Daesh) im Jahr 2015 verübten Terroranschlag in Paris, bei dem 130 Menschen getötet worden waren, ausgerufen worden und erlaubt den Behörden unter anderem Hausdurchsuchungen und Hausarreste ohne Richterbeschluss.

Die französische Regierung kündigte am gestrigen Dienstag des Weiteren die Stärkung der Sicherheit im Zusammenhang mit kulturellen und Sportveranstaltungen an.

In einer Erklärung des Elysée-Palasts heißt es, dass Macron die Regierung zur Vorlage von Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit gebeten habe, die auch jenseits des Ausnahmezustandes die Sicherheit angesichts terroristischer Gefahren erhöhen sollen, sodass ein entsprechender Gesetzesentwurf in den kommenden Wochen vorbereitet werden könne.

Die Entscheidung hierüber fiel Medienberichten zufolge in einer Zusammenkunft des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates, bei der „Wege der Unterstützung der britischen Behörden bei ihren Ermittlungen erörtert wurden“.

In der vergangenen Montagnacht war es nach einem Konzert der US-amerikanischen Pop-Sängerin Ariana Grande in der nordwestenglischen Stadt Manchester zu einem Terroranschlag mit bislang 23 Toten und 59 Verletzten gekommen.

Der Ausnahmezustand wurde bereits fünfmal verlängert, was Menschenrechtsgruppen jedesmal mit Sorge verfolgten; sie fordern dessen Aufhebung.

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Luftwaffenstützpunkt Incirlik
Erdogan: „Werden Deutschland nicht aufhalten“

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Ankara (nex) – Die Türkei strebe eine verbesserte Kooperation mit den NATO-Staaten an. Falls Deutschland gegen einen Verbleib deutscher Truppen in Incirlik entscheide, werde man Deutschland jedoch Lebewohl wünschen, so der türkische Präsident. Recep Tayyip Erdogan hat sich am Mittwoch zur weiteren Partnerschaft mit der NATO geäußert und die Notwendigkeit guter Kooperation bezüglich des Kampfes gegen terroristische Aktivitäten und einen schnelleren Informationsaustausch betont. Angesichts politischer Differenzen bezüglich des NATO-Luftwaffenstützpunkt in Incirlik erklärte der türkische Präsident jedoch ebenfalls, daß er Deutschland nicht aufhalten werde, sollte sich das Partnerland entscheiden, seine Truppen aus Incirlik abzuziehen. Die türkische Seite habe bislang keine Informationen aus Berlin darüber erhalten, daß ein solcher Abzug geplant sei, so Erdogan. Deutsche Verantwortliche hätten vielmehr bestätigt, daß es aktuell keine derartigen Absichten gebe. „Falls sie so etwas aber machen sollten, ist das für uns kein besonders wichtiges Problem. Wenn sie gehen, dann sagen wir eben ‚Lebewohl‘. Nichts weiter.“, sagte Erdogan gegenüber Reportern. Die Zukunft der deutschen Truppen in Incirlik war in Frage gestellt worden, nachdem die Türkei deutschen Abgeordneten den Besuch dieses Luftwaffenstützpunktes diesen Monat nicht gestattet hatte. Die türkische Seite hatte moniert, daß den Asylanträgen mutmaßlicher türkischer Putschoffiziere in Deutschland stattgegeben worden sei. Der türkische Präsident, der im Zuge einer Pressekonferenz am Flughafen von Esenboğa in Ankara sprach, erklärte zusätzlich, dass die Türkei keinen Bruch mit der EU anstrebe, die EU aber auch ihren eigenen Verpflichtungen nachkommen müsse. In Brüssel wird Erdogan an einem Gipfel für NATO-Repräsentanten sowie an einem Treffen mit führenden EU-Politikern teilnehmen.

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Tourismus
Türkei: Zahl kurdischer Touristen hat sich fast verdoppelt

Touristenzahen verdoppeln sich – Türkei erneut Reiseziel für kurdische Touristen Erbil (nex) – Mit der wirtschaftlichen Erholung des Nordirak steigt der Umsatz für Reisen in die Türkei. Nachdem in den letzten zwei Jahren die Zahl kurdischer Touristen aufgrund von Visabestimmungen und ökonomischer Restriktionen zurückgegangen war, hätten sich im ersten Quartal von 2017 die Besucherströme nahezu verdoppelt. Dies gaben der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw zufolge Tourismusagenturen in Zaxo bekannt, einer kurdischen Stadt nahe der türkischen Grenze. Maalouf Khalil, Betreiber einer Tourismusfirma in Zaxo sagte, er habe im letzten Jahre ca. 15-20 Reisetickets pro Tag verkauft, in den ersten drei Monaten dieses Jahres seien es dagegen 60-70 pro Tag gewesen. Allerdings sollen die erhöhten Zahlen nicht allein auf eine wirtschaftliche Wiederbelebung der Region zurückgehen, sondern auch auf gezielte Bemühungen des Ministeriums für Tourismus und Gemeinden. Die kurdische Regierung habe insbesondere Tourismusunternehmen gefördert und ihnen damit ermöglicht, größere Profite zu erzielen und damit die Tourismusbranche wiederzubeleben, meldete Rudaw.

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Türkei: Immer mehr israelische Touristen

Kampf gegen den Terror
Anschlag auf Konzert in Manchester: Sicherheitswirtschaft fordert bessere Ausbildung für Ordner

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Verbandsgeschäftsführer Olschok: Sicherheitsleute müssen konkrete Gefahrensituationen üben Osnabrück (nex) – Als Lehre aus dem Anschlag von Manchester fordert der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) schärfere Regeln für die Ausbildung von Sicherheitspersonal bei Großveranstaltungen in Deutschland. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Harald Olschok, dass die Ausbildung von 40 Stunden Unterricht bei einer Industrie- und Handelskammer zu unspezifisch und realitätsfern sei. Olschok sagte: „Dieser ,Sitzschein‘ muss durch eine Grundausbildung für Veranstaltungen ersetzt werden, die sich ganz konkret auf die Aufgaben bezieht.“ Dazu gehöre etwa Unterricht zur Dynamik und Psychologie von Menschenmassen. Ordner müssten lernen, wie sie bei Großveranstaltungen und Konzerten aggressive oder verdächtige Besucher erkennen, im Notfall deeskalierend eingreifen und das übertragene Hausrecht ausüben können. Sie müssten auch in der Lage sein, gemeinsam mit der Polizei per Videoüberwachung und Gesichtserkennung Verdächtige zu identifizieren. Der Verbands-Chef sagte: „Sicherheitsmitarbeiter müssen für solch konkrete Situationen geschult werden. Sie müssen ihr Verhalten üben.“ Das fehle heute völlig. Bei Veranstaltungen sei mehr Videoüberwachung nötig, die das Sicherheitspersonal auswerten können müsse. Der Verband BDSW vertritt 270.000 Beschäftigte in der Sicherheitsbranche.

E-Commerce
Kaufhof wickelt Online-Handel künftig über Zülpich ab – Neues Lager für 70 Millionen Euro

Köln (ots) – Die Galeria Kaufhof GmbH wird in Zülpich bei Köln für 70 Millionen Euro ihr erstes „e-commerce“-Lager bauen. Ab dem Frühjahr 2019 soll das komplette Online-Geschäft des Kölner Unternehmens zentral aus dem Zülpicher Gewerbegebiet abgewickelt werden, berichten „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“. „Im vergangenen Jahr konnten wir unser Digitalgeschäft um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern. Dieses dynamische Wachstum erfordert den Ausbau der Logistikkapazitäten“, sagt Klaus Hellmich, Geschäftsführer Galeria Kaufhof GmbH, den Zeitungen. Auf einer Fläche von 40 000 Quadratmetern entsteht in den kommenden anderthalb Jahren eine Lagerhalle mit hochautomatisierter Lagertechnik. Der Spatenstich für das 70-Millionen-Euro-Projekt soll schon in wenigen Wochen erfolgen. An dem Ort sollen bis zu 600 Arbeitsplätze entstehen. In einem zweiten Bauabschnitt soll nach Angaben des Zülpicher Bürgermeisters Ulf Hürtgen eine weitere Logistikhalle mit der Größe von etwa 80 000 Quadratmetern gebaut werden. Nach Fertigstellung sollen dort weitere 700 bis 1000 Menschen Arbeit finden.