Dortmund (nex) – Die AfD wirbt auf einem Plakat für einen Termin mit dem ehemaligen Nachrichtensprecher Hans Hermann Gockel – und nutzt dabei auch die Logos von Sat.1 und N24. Weil die Partei das aber unerlaubt tut, wollen die Sender nun abmahnen. Das berichtet das Medienmagazin DWDL.
DWDL zufolge bewirbt die Partei den Termin zu einer Veranstaltung auf einem Plakat auch mit einem Foto Gockels sowie Logos von N24 und Sat.1.
Doch die AfD habe die Sender vorher offenbar nicht um Erlaubnis gefragt, die Logos auch verwenden zu dürfen. Zumindest der Nachrichtensender wolle dagegen nun vorgehen.
Wie DWDL weiter berichtet, sei Unternehmenssprecherin Kristina Faßler via Twitter auf das Plakat und die Logos aufmerksam gemacht worden.
Kelkheim (ots) – Während sich der indische Premierminister Narendra Modi bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als weltoffener Staatsmann präsentiert, wird auf Betreiben von Modis BJP (Bharatiya Janata Party) ein aggressiver Hindunationalismus vorangetrieben.
Von etwa 64 Millionen Christen in Indien sind 39 Millionen einem hohen Maß an Verfolgung ausgesetzt. Modi hat die Anschläge am Palmsonntag auf zwei Kirchen in Ägypten verurteilt, am gleichen Tag gab es in Indien jedoch Übergriffe auf fünf Kirchen.
Monatlich etwa 80 Übergriffe gegen Christen
Die Übergriffe gegen Christen haben unter Modi ständig zugenommen. Waren es 2014 noch 147, so lag die Zahl 2016 bereits bei 443. In 2017 wurden dem Hilfswerk, das sich weltweit für verfolgte Christen einsetzt, bis Ende März knapp 250 Übergriffe gemeldet. Dazu zählen u.a. massive Misshandlungen von Pastoren, Überfälle auf Gottesdienste, Vergewaltigungen christlicher Mädchen oder Nonnen und Zerstörungen von Kirchen.
Religionsfreiheit existiert trotz Verankerung in der Verfassung nur auf dem Papier. Das von Modi beförderte Hindutva Programm „Indien den Indern“ sorgt dafür, dass Übergriffe gegen Christen nur selten geahndet werden. Christliche Aktivitäten und christliche Leiter werden überwacht. Christen hinduistischer Herkunft werden oft massiv bedrängt, zusammengeschlagen oder sogar getötet.
In Massenveranstaltungen von extremistischen Hindus werden besonders die kastenlosen Dalits gezwungen ihren christlichen Glauben zu widerrufen. Anti-Bekehrungsgesetze gibt es in fünf Bundesstaaten. Die Zwangsrückbekehrung zum Hinduismus – Ghar Wapsi genannt – ist jedoch erlaubt. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors, der Rangliste der 50 Länder in denen Christen am härtesten verfolgt werden, steht Indien aktuell mit Rang 15 so weit oben wie nie zuvor.
Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland bittet Kanzlerin Merkel, sich in ihren Gesprächen mit Modi für Religionsfreiheit und den Schutz der Christen in Indien einzusetzen:
„Wir bitten die Bundeskanzlerin die Religionsfreiheit anzumahnen. Die zunehmende Verfolgung von Christen unter Modis Regime darf kein Tabuthema sein, das den wirtschaftlichen Interessen geopfert wird.“
Portland (nex) – Verschiedene muslimische Gruppen haben für die Opfer des Messerangriffs vom vergangenen Freitag Spenden in Höhe von fast einer Million US-Dollar gesammelt. Die Muslime in Portland haben der Gemeinde für ihre Unterstützung beim Sammeln des Geldes für die Opfer des tödlichen Angriffs eines weißen Rassisten in einer Stadtbahn bedankt.
Muhammed A. Najieb, der Imam des örtlichen Muslim Community Center, teilte mit, dass die zwei jungen Frauen die Opfer hätten sein können: „Aber drei Helden griffen ein und unterstützten sie.“ Najieb gab des Weiteren bekannt, dass seine Gemeinde ein Spendenkonto für die Angehörigen aller Opfer eingerichtet habe, auf das in nur zwei Stunden 50.000 US-Dollar eingegangen seien.
„Ich bin sehr dankbar als Muslim und Portlander, dass wir hier zusammenhalten“, betonte er.
Der Bürgermeister von Portland im US-Bundesstaat Oregon hat die beiden Männer, die zwei muslimischen Teenagerinnen in einer Stadtbahn in Portland helfen wollten und dabei erstochen wurden, als Helden bezeichnet. Der Täter hatte zuvor die beiden jungen Frauen rassistisch beschimpft.
Der Angriff erfolgte am vergangenen Freitag, wenige Stunden vor dem ersten Tag des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Die Polizei hat den mutmaßlichen Täter Jeremy Christian, einen 35-jährigen Mann wegen Mordes, wegen versuchten Mordes und Einschüchterung festgenommen.
Bei den Todesopfern handelt es sich laut Polizeiangaben um Ricky John Best (53) und Taliesin Myrddin Namkai Meche (23). Micah David-Cole Fletcher (21), ebenfalls Opfer des Messerangriffs, liege schwerverletzt in einem Krankenhaus in Portland, schwebe aber nicht in Lebensgefahr, so die Polizei weiter.
(Foto: Screenshot/Facebook)
Dyjuana Hudson, die Mutter einer der beiden Teenagerinnen, erklärte gegenüber der lokalen Tageszeitung The Oregonian, dass der Mann beim Anblick der beiden jungen Frauen – die eine farbig, die andere mit Hijab – eine rassistische Hasstirade ansetzte.
„Er sagte, dass Muslime sterben müssten“, so Hudson.
„Ich möchte mich bedanken bei den Menschen, die ihr Leben für mich riskiert haben. Sie kannten mich nicht einmal. Sie haben ihr Leben wegen mir und meiner Freundin verloren, wegen der Art und Weise, wie wir aussehen. Ich möchte mich bei ihnen bedanken, bei ihren Familien und meine Wertschätzung ausdrücken, weil ohne sie wären wir vermutlich jetzt tot“, so Destinee Mangum im TV-Kanal Fox 12 KPTV.
Destinee Mangum, one of the targets of hate speech on a MAX train, thanks strangers for saving her life. pic.twitter.com/sefmOAyIVt
„Brutale Worte können zu brutalen Taten führen“, erklärte der Bürgermeister von Portland, Ted Wheeler, auf einer Pressekonferenz und forderte alle Politiker der USA auf, sich bewusst für die Änderung des politischen Dialogs einzusetzen.
Auf einer Facebook-Seite, die vermutlich dem Tatverdächtigen gehört, sind Beiträge mit Sympathiebekundungen für Nazis zu sehen. „Mögen alle Götter Timothy Mc Veigh, einen WAHREN PATRIOTEN, segnen!“, ist beispielsweise über den Attentäter von Oklahoma (1995) zu lesen. Damals wurden bei einem der schwersten Terroranschläge in der Geschichte der USA auf ein Regierungsgebäude 168 Menschen getötet.
Medienberichten zufolge sei der Verdächtige im Jahr 2002 wegen Raub und Entführung festgenommen und verurteilt worden.
Das Schweigen Trumps
Unterdessen stellten sich Nutzer in den sozialen Medien die Frage, warum sich US-Präsident Trump und andere Republikaner nicht zum Vorfall äußerten.
https://twitter.com/tonyposnanski/status/868813078384824320
Call me crazy but had a Muslim killed two white Christians in Portland I suspect our president would have said something
Brüssel (nex) – Der Pressesprecher des EU-Kommissionspräsidenten, Margaritis Schinas, hat am gestrigen Montag zur Fortsetzung der Zusammenarbeit zwischen der Türkei und der EU aufgerufen.
„Die EU und die Türkei müssen und werden weiterhin zusammenarbeiten“, erklärte er auf einer Pressekonferenz in Brüssel.
Schinas‘ Äußerungen war ein Nato-Gipfel in der vergangenen Woche in Brüssel vorausgegangen, auf dem der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, EU-Ratspräsident Donald Tusk sowie dem Präsidenten des EU-Parlaments Antonio Tajani zusammengekommen war.
Die Treffen zwischen Erdogan und den Vertretern der EU hätten in einer konstruktiven Atmosphäre stattgefunden, so der Sprecher weiter.
Die EU und die Türkei hatten sich im März vergangenen Jahres auf einen Plan zur Eindämmung der illegalen Migration über das Ägäische Meer geeinigt. Dabei soll Menschenhändlern das Handwerk gelegt und die Situation der etwa drei Millionen syrischen Flüchtlinge in der Türkei verbessert werden.
Die Visaliberalisierung im Schengen-Raum war eines der Hauptversprechen der EU bei der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen der EU und der Türkei in der Flüchtlingskrise sowie bei der Beschleunigung der EU-Beitrittsverhandlungen des Landes.
Die Türkei hat die meisten Bedingungen für die Visaliberalisierung erfüllt, lehnt jedoch die Forderung der EU nach einer Lockerung des Anti-Terror-Gesetzes vehement ab, was zu einem Stillstand bei den Verhandlungen geführt hat.
Türkische Regierungsvertreter hatten zuvor darauf hingewiesen, dass das Flüchtlingsabkommen scheitern könne, sollte die EU die der Türkei versprochene Visaliberalisierung nicht bis zum Ende dieses Jahres umsetzen.
Dortmund (nex) – Kinder hören immer, wenn sie nur studieren, lernen und hart arbeiten, können sie erreichen, was auch immer sie wollen. Aber was wollen Mädchen und Jungen eigentlich werden? Einem OECD Bericht zufolge, kann sich jeder zehnte Junge eine Karriere in Ingenieurwissenschaften vorstellen. Bei Mädchen sind es nur 1 von 100. Nur 17% der berufstätigen Ingenieure in Deutschland sind Frauen – eine Männerdomäne. Ist das der Grund, warum nicht mehr junge Frauen Ingenieurwesen studieren möchten? Und was kann getan werden, diesen Bereich für Frauen attraktiver zu machen?
Die Unterrepräsentation von Frauen hat definitiv nichts damit zu tun, dass sie weniger kompetent sind. Jungen und Mädchen sind gleich gut in der Schule – inklusive der MINT-Fächer, sie machen Abitur und bei den Studienanfängern haben sie sogar die Spitze vorne. Neben veralteten Stereotypen sind auch fehlende Vorbilder Grund dafür, dass Mädchen sich nicht für ein Ingenieurstudium entscheiden. Vorbilder in Schule und Familie haben einen großen Einfluss auf die Studienwahl. Aber auch weibliche Vorbilder in der Branche selbst sind knapp: Unter Forbes’ Top 100 ist nur eine Ingenieurin.
Dabei spricht viel für ein Studium im MINT-Bereich: mit speziellen Initiativen, wie Femtec oder Komm mach MINT, werden Frauen unterstützt und es ergeben sich hier leicht gute Chancen. Das Studium ist auch inhaltlic besonders attraktiv, da der Job viele Gestaltungsmöglichkeiten mit hoher Innovationsquote mit sich bringt. Frauen mit abgeschlossenem Studium haben günstige Job-Bedingungen, weil weibliche Führungskräfte Mangelware sind. Neben schnellen Karrieremöglichkeiten locken auch überdurchschnittliche Gehälter. Neben den bereits erwähnten Programmen haben sich in Deutschland auch Frauenstudiengänge etabliert, die Fächer aus dem MINT-Bereich aufgreifen.
Sie basieren auf der Annahme, dass sich Frauen diese Studiengänge und Berufe aufgrund von überholter Rollenvorstellungen nicht zutrauen. Das sogenannte Phänomen der Bedrohung durch Stereotype beschreibt die Angst von Mitgliedern einer Gruppe (in diesem Fall Frauen), ihr Verhalten könne negative Stereotype gegenüber dieser Gruppe bestätigen. Tests zeigen, dass Mädchen bei Prüfungen schlechter abschneiden, wenn das Geschlecht hervorgehoben wird – zum Beispiel durch die Anwesenheit von Jungen. Bei einer reinen Frauengruppe kann diese Barriere überwunden werden. Somit stellen Frauenstudiengänge eine gute Möglichkeit dar, Frauen für MINT-Studiengänge zu gewinnen.
Projekte wie Komm Mach MINT zeigen erste Erfolgen. Dennoch fehlen positive Signale aus der Arbeitswelt gibt. Erst dann werden mehr Frauen in den Hörsälen sitzen und dann als erfolgreiche Ingenieurinnen arbeiten. TradeMachines hat das Thema grafisch aufbereitet. Schauen Sie sich die Infografik an und finden Sie heraus, an welchen Stellen Mädchen und Frauen auf dem Weg zur Ingenieurin verloren gehen und was getan werden kann, um diese Lücken zu schließen.
Ankara (nex) – Das Türkische Außenministerium hat am Montag der Opfer des rassistischen Brandanschlags von Solingen im Jahr 1993 gedacht. Das Außenministerium der Türkei hat am Montag der fünf Toten gedacht, die eine türkische Familie in Solingen im Jahr 1993 aufgrund eines rassistisch motivierten Brandanschlags zu beklagen hatte.
Das Ministerium teilte in einer schriftlichen Stellungnahme mit, dass die Erinnerung an dieses Verbrechen im türkischen Volkes weiterhin lebendig sei.
„Obwohl seit dem Angriff 24 Jahre vergangen sind, ist der Schmerz, den dieser Mord im türkischen Volk hervorgerufen hat, noch frisch. Wir wünschen unseren Landsleuten Allahs Gnade.“, hieß es in dem Schreiben.
Es wurden auch Verbindungen gezogen zum erneuten Aufstieg von Xenophobie und Islamophobie, wie er aktuell vor allem in Westeuropa zu beobachten sei:
„Wir hoffen, daß sich Tragödien wie die des Massakers von Solingen nicht wiederholen werden“. Das Außenministerium der Türkei ruft in diesem Zusammenhang explizit Politiker und Medienvertreter dazu auf, sich keiner diskriminierender Diskurse zu bedienen und, statt auf weitere Spaltung hinzuarbeiten, verstärkt auf verbindende Elemente zu setzen.
Am 29. Mai 1993 hatten vier Täter das Haus der türkischstämmigen Familie Genc in Solingen, Nordrhein-Westfalen in Brand gesetzt und damit fünf Menschen getötet sowie weitere 14 verletzt. Ein Teil der Täter stammte aus der unmittelbaren Nachbarschaft.
Sanaa (ots) – Für eine weitere Welle von Cholera-Erkrankungen in Jemen könnte ein neuer Erreger verantwortlich sein. Das vermuten Ärtze der WHO. Im Jemen, dessen Bevölkerung durch Kriegsfolgen und Mangelernährung aufgrund von Dürre bereits geschwächt ist, brach im vergangenen Herbst eine Cholera-Epidemie aus.
Nun sieht sich das Land mit einer weiteren Welle an Erkrankungen konfrontiert, die WHO vermutet einen neuen, besonders aggressiven Erregerstrang. Im Zeitraum von 27. April bis 24. Mai 2017 wurden laut eines aktuellen Berichtes der Weltgesundheitsbehörder WHO aus ingesamt 19 Provinzen 42 207 Cholera-Verdachtsfälle gemeldet.
Den Statistiken zufolge kam es für diesen Zeitraum zu 420 Todesfällen, womit sich die Sterberate im Vergleich zu den Vormonaten fast verdreifacht hat. Viele der Opfer sind Kinder und Jugendliche. Laut der britischen Tageszeitung The Guardian befürchtet die WHO eine weitere schnelle Ausbreitung des Erregers.
Dr. Nevio Zagaria, Leiter des WHO-Regionalbüros in Jemen, teilte mit, daß die WHO Untersuchungen eingeleitet hätte um zu bestimmen, ob den aktuellen Infektionen ein neuer, besonders virulenter Cholerastrang zugrunde läge.
Proben seien bereits gesammelt worden, man warte nun auf die Testergebnisse aus Untersuchungslabors in Paris. Die Aussichten für das kriegsgeschüttelte Land sind ohnehin düster: Die Infrastruktur des Landes ist geschädigt und Krankenhäuser werden nur unzureichend versorgt.
Größere Teile der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten sind das ideale Bedingungen. Es werde mit 150 000 Neuerkrankungen bzw. insgesamt ca. 300 000 Cholerafällen für die kommenden 6 Monate gerechnet, sagen WHO-Statistiker.
Düsseldorf (nex) – Der Deutsche Fußball Bund (DFB) stellt nach der massiven Kritik am Auftritt von Sängerin Helene Fischer die Halbzeitshow beim DFB-Pokalfinale in Berlin auf den Prüfstand.
„Wir werden für die Zukunft aus dem vergangenen Samstag lernen“, sagte DFB-Vizepräsident Peter Frymuth der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.
„Es gilt ganz genau zu prüfen, was in Deutschland zu einem Pokalfinale passt – und was eben nicht. Es gibt sicherlich unterschiedliche Gedanken, wie man das Format gestalten kann. Wir müssen versuchen, alle Interessen in unsere Überlegungen einzubeziehen.“
Hinsichtlich der harschen Kritik von großen Teilen der organisierten Fans gegen den DFB („Krieg dem DFB“) ist Frymuth um eine differenzierte Aufarbeitung bemüht. „Wer ganz genau erklärt hier eigentlich wem den Krieg und warum? Ist damit die ganze Arbeit des DFB gemeint? Also auch die Arbeit an der Basis? Oder wird hier auf generelle Entwicklungen im bezahlten Fußball abgehoben? Werden damit Strafen wegen Verfehlungen der Fans kritisiert?“, fragt sich Frymuth.
„Niemand kann ernsthaft an einer Entfremdung zwischen Verband und Fans Interesse haben. Wir werden uns damit offensiv auseinandersetzen und auch Gespräche mit vielen Beteiligten suchen.“
Berlin (nex) – Das Bundesverfassungsgericht will zwei Verfassungsbeschwerden von PIRATEN und 6.000 Bürgern gegen die umstrittene Bestandsdatenauskunft zur Identifizierung von Internetnutzern und zur Anfrage von Passwörtern prüfen. Es hat die Bundesregierung und die Datenschutzbeauftragten aufgefordert, bis zum 30. Juli 2017 Stellung zu beziehen.[1][2]
Der Kieler Abgeordnete und Sprecher der Piratenpartei Deutschland für Datenschutz, Patrick Breyer und Katharina Nocun, ehemalige Politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland, haben 2013 als Erstbeschwerdeführer eine Verfassungsbeschwerde gegen das Bestandsdatengesetz eingereicht. Vertreten werden sie durch den Rechtsanwalt Meinhard Starostik, der bereits die erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung vertreten hat. Starostik ist Richter am Landesverfassungsgericht Berlin. Die Kläger sehen dieses Gesetz zur Datenabfrage als verfassungswidrigen Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung.
Patrick Breyer erklärt dazu: „Ich hoffe, dass das Bundesverfassungsgericht diesen staatlichen Angriff auf die Vertraulichkeit unserer Passwörter und unsere Anonymität im Internet stoppt. Menschen in Notlagen, Wirtschaftsunternehmen, Regierungsbehörden, Journalisten, politische Aktivisten – sie alle sind in bestimmten Situationen auf anonyme Kommunikation und Internetnutzung angewiesen. Wer die Freiheit aufgibt, um etwas Sicherheit zu gewinnen, der ist nur einen Regierungswechsel vom autoritären Überwachungsstaat entfernt.“
Geprüft wird erstens eine Sammel-Verfassungsbeschwerde von knapp 6.000 Personen gegen das Bundesgesetz zur Bestandsdatenauskunft (1 BvR 1873/13 und 1 BvR 2618/13). Die Beschwerde beanstandet u.a. das Fehlen einer eindeutigen und normenklaren gesetzlichen Regelung, unter welchen Voraussetzungen Anbieter Zugangssicherungscodes wie Mailbox-PINs oder E-Mail-Passwörter an Staatsbehörden herausgeben dürfen.
Weitere Informationen und die Beschwerdeschrift im Volltext: https://stopp-bda.de/
Karlsruhe prüft zweitens eine Verfassungsbeschwerde von sechs Landtagsabgeordneten der Piratenpartei gegen das schleswig-holsteinische Landesgesetz zur Bestandsdatenauskunft und gegen das Telemediengesetz (1 BvR 1732/14). Diese Beschwerde richtet sich nicht nur gegen Datenauskünfte von Telekommunikationsanbietern wie der Telekom, sondern auch von „Telemedien-Diensteanbietern“ wie Facebook, Google oder Twitter. Sie will die Herausgabe von Daten über Internetnutzer und ihr Kommunikations- und Surfverhalten einschließlich ihrer Passwörter ohne richterliche Anordnung bereits bei Verdacht von Bagatelldelikten stoppen.
Ankara (nex) – Der Türkische Rote Halbmond (TRH) plant im muslimischen Fastenmonat Ramadan Millionen Menschen auf der ganzen Welt mit Nahrungsmittelhilfen zu erreichen. Dies hat die Organisation am Sonntag mitgeteilt.
Wie TRH-Präsident Kerem Kinik gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärte, werde seine Organisation dabei den Schwerpunkt auf Ostafrika und den von schwerer Hungersnot betroffenen Jemen setzen.
„Vor allem in Ostafrika und dem Jemen gibt es fast neun Millionen Menschen die wegen Dürre und Hunger dringendst auf Unterstützung angewiesen sind“, warnte er und ergänzte:
„Wir planen, in 19 Ländern Ramadan-Veranstaltungen durchzuführen, unter anderem in Kenia, Äthiopien, dem Südsudan, Pakistan und Bangladesch sowie weiteren Ländern in Asien, Europa und Afrika.“
Der Türkische Rote Halbmond ist die größte humanitäre Organisation in der Türkei.