NRW
Bosbach: Sicherheitskommission startet spätestens im November

Düsseldorf (ots) – Die so genannte „Bosbach-Baum-Kommission“, die die Landesregierung zu Themen der inneren Sicherheit beraten soll, dürfte in wenigen Wochen mit ihrer Arbeit beginnen. „Ich gehe davon aus, dass dies allerspätestens im Zeitraum Oktober/November 2017 geschehen wird“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (65) der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Bereits vor drei Wochen habe er ein längeres Gespräch mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) über die „Sicherheitskommission“ geführt. Innenminister Herbert Reul sei damals aber noch im Urlaub gewesen, „sodass wir noch keine endgültigen Verabredungen treffen konnten“, erklärte Bosbach, der in Kürze aus dem Bundestag ausscheidet. Armin Laschet hatte die Gründung einer „Bosbach-Kommission“ in der letzten Phase des Landtagswahlkampfes angekündigt. Die genaue Besetzung der Expertenrunde, die sich mit einer neuen „Sicherheitsarchitektur“ für NRW beschäftigen soll, steht laut Bosbach noch nicht fest. Es ist aber ausgemacht, dass Bosbach in der Kommission mit dem früheren Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) zusammenarbeitet.

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EU-Türkei-Beziehungen
Erdogan an Merkel: „Wie wollt ihr nach den Wahlen in mein Gesicht schauen“

Ankara (nex) – In einer Rede vor Vertretern der regierenden Partei AKP in Ankara verurteilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Haltung deutscher Politiker in Bezug auf die Türkei und ihre Regierung. „Wie wollt ihr nach den Wahlen in mein Gesicht schauen“, fragte Erdogan. „Was hat Erdogan euch getan?“ Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich beim TV-Duell am Sonntag erstmals überraschend deutlich für das Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ausgesprochen und diese Woche auch eine „Neuausrichtung“ der Türkei-Politik angekündigt. Bei der heutigen Rede in Ankara hat Erdogan den Willen seines Landes zur Fortsetzung der Gespräche mit der EU für eine volle Mitgliedschaft bekräftigt.

„Die Türkei hat ihre strategischen Ziele einer EU-Mitgliedschaft, die eine offizielle Regierungspolitik sind, nicht aufgegeben“, sagte Erdogan.

Einige EU-Länder hofften, die Türkei zu einer Beendigung des Beitrittsprozesss zwingen zu können anstatt ihre wirklichen Absichten zu nennen – eine Haltung, die der türkische Präsident als „unmoralisch“ bezeichnete.

„Wir wollen, dass die EU-Institutionen und die europäischen Länder in ihrer Politik in Bezug auf die Türkei realistisch und aufrichtig sind“, so Erdogan weiter.

Es liege nun an der EU, den Weg zur vollen Mitgliedschaft zu ebnen und ihre Verpflichtungen zur Verhinderung der illegalen Einwanderung zu erfüllen oder den ganzen Prozess zu beenden.

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Genozid in Myanmar
Gewalt gegen Rohingya: Türkische First-Lady Emine Erdogan fliegt nach Bangladesch

Ankara (nex) – Die First Lady der Türkei Emine Erdogan wird am Mittwoch nach Bangladesch fliegen und dort die vor der Gewalt in Myanmar geflüchteten Rohingya Muslime besuchen, sagte Vizepremier Hakan Çavuşoğlu in einem Live-Interview mit dem türkischen TV-Sender ATV. „Frau Erdogan wird sich dort mit unseren muslimischen Geschwistern treffen, die vor der Gewalt in Arakan und Rakhine nach Bangladesch geflohen sind“, so der Minister im Interview. Çavuşoğlu merkte weiter an, dass Staatspräsident Erdogan, der auch der temporäre Vorsitzende der Organization of Islamic Cooperation (OIC) ist, mit mehreren muslimischen Staatschefs den Fall der Rohingya erörtert habe, um eine Lösung zu finden. Die Regierung von Myanmar gestattete heute der Türkischen Vereinigung für Kooperation und Zusammenarbeit (TIKA), 1000 Tonnen Hilfsgüter an die Rohingya Muslime in Rakhine zu verteilen. Seit den Gewaltausbrüchen im vergangenen Monat in Myanmar (Bundesstaat Rakhine) sind etwa 123.000 Rohingya, Angehörige einer ethnischen Minderheit, über die Grenze nach Bangladesch geflüchtet. Mehr als 30.000 Flüchtlinge haben in den Camps von Kutupalong und Nayapara Aufnahme gefunden, andere in umliegenden Dörfern oder behelfsmäßigen Unterkünften. Die Neuankömmlinge sind erschöpft, hungrig und krank. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des UNHCR, sind besorgt über die kontinuierliche Gewalt in Myanmar. Berichten zufolge seien Zivilisten auf der Flucht getötet worden, eine noch unbekannte Zahl von Flüchtenden an der Grenze gestrandet. „Hier ist dringende Hilfe notwendig“, so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer. „Viele Menschen sind seit Tagen unterwegs und brauchen umgehend Unterstützung. Sie mussten ihre Dörfer mit dem Notwendigsten verlassen, haben sich tagelang im Dschungel versteckt, Berge und Flüsse überquert, um sich in Sicherheit zu bringen“, sagt Ruhenstroth-Bauer. Der UNHCR verhandelt aktuell mit der Regierung von Bangladesch, um eine sichere Einreise der Flüchtlinge zu gewährleisten. Die Neuankömmlinge müssen registriert werden, damit Hilfsorganisationen die notwendigen Maßnahmen einleiten können. Jeden Tag kommen Hunderte Rohingya in Kutupalong und Nayapara an. Es gibt immer weniger Platz, die Lager sind bereits jetzt überfüllt. Viele werden von Flüchtlingsfamilien aufgenommen oder kommen in den Gemeindezentren und Schulen unter. Der UNHCR verteilt mit Unterstützung lokaler Behörden Kleidung, Plastikplanen und Schlafmatten. Besonders schutzbedürftige Flüchtlingsgruppen, wie unbegleitete Kinder oder Kranke, werden identifiziert und speziell versorgt. Da der Flüchtlingsstrom nicht abreißt, werden dringend zusätzliche Notunterkünfte und weiteres Land benötigt.

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Arbeitsmarkt
Nachfrage nach Ingenieuren steigt immer weiter – Baubereich mit größtem Bedarf

Düsseldorf (ots) – Der steigende Bedarf an Ingenieuren scheint kein Ende zu nehmen. Bundesweit waren im zweiten Quartal 2017 durchschnittlich 78.380 offene Stellen zu besetzen. Verglichen zum Vorjahresquartal legte die Arbeitskräftenachfrage insgesamt um mehr als 13 Prozent zu. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die weiterhin hohe und zunehmende Nachfrage nach Bauingenieuren. Gleichzeitig bewegt sich das Arbeitskräfteangebot in Form von arbeitslos Gemeldeten auf einem konstant niedrigen Niveau. Zwischen April und Juni 2017 suchten durchschnittlich 25.621 Personen eine Beschäftigung in einem Ingenieurberuf – ein Rückgang von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Ingenieurmonitor, den das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag des VDI vierteljährlich erstellt. Insbesondere im Baubereich wird es zunehmend schwierig, die Arbeitskräftenachfrage zu decken. Der Baubereich verzeichnete wie bereits in den vergangenen Quartalen die größte Nachfrage nach Ingenieuren und vereinte mit knapp 30.000 offenen Stellen rund 38 Prozent des gesamten Stellenangebots in den Ingenieurberufen auf sich. In der Folge der wachsenden Nachfrage bei einem sinkenden Arbeitskräfteangebot verfestigen sich im Baubereich die Engpässe, was sich allen voran bei öffentlichen Bau- und Sanierungsvorhaben bereits bemerkbar macht. So mussten Kommunen teilweise aktuelle Bauvorhaben oder Sanierungspläne verschieben oder gar auf Eis legen. Mit 465 zu besetzenden Stellen je 100 Arbeitslosen war im Baubereich auch der größte Engpass im zweiten Quartal 2017 feststellbar. Die sich verschärfende Engpasssituation in den Ingenieurberufen unterstreicht den aktuellen Handlungsbedarf, der darin liegt, Engpässe abzubauen und offene Stellen in den Ingenieurberufen zügig zu besetzen. Dabei gilt es, alle vorhandenen Fachkräftepotenziale zu aktivieren sowie die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses weiter zu fördern. Nur so kann es gelingen, aktuelle wie künftige Herausforderungen zu meistern – angefangen bei der Gestaltung des digitalen Wandels über die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bis hin zur Stärkung der Innovationsfähigkeit. Der sich hieraus ergebende Bedarf an qualifizierten Fachkräften sowie die aktuell äußerst positive Geschäftsentwicklung und -erwartung lassen vermuten, dass die Nachfrage nach Ingenieuren so schnell nicht abreißen wird.    

Brüssel
EU-Bericht: Türken an bulgarischer Grenze Schikanen ausgesetzt

Brüssel (nex) – Die bulgarischen Grenzsicherheitsbeamten zwingen die in Europa lebenden Türken bei ihrer Durchreise durch das Land Schmiergelder zu zahlen, sagte die Türkei-Berichterstatterin der EU, Kati Piri, in einem der Europäischen Kommission am vergangenen Montag vorgelegten Bericht. Demnach würden bulgarische Beamte an der Grenze Türken aus Europa zur Zahlung von Bestechungsgeldern zwingen, andernfalls müssten sie ohne Angaben von Gründen eine Strafe zahlen oder ihr Fahrzeug waschen, um es zu desinfizieren oder aber bis zu 14 Stunden in der sengenden Hitze an der Grenze warten. Laut BBC Türkce wird Piri den Bericht auch der Regierung von Sofia zukommen lassen, die im Januar nächsten Jahres den Vorsitz des Rates der Europäischen Union von Estland wird. Die Türkei-Berichterstatterin betonte, dass die Europäische Kommission dieses Problem ernst nehmen sollte, da Bulgarien es bereits seit vielen Jahren nicht schafft, die Korruption an der Grenze zu verhindern. Sie wies darauf hin, dass die Rechte der Türken, die Bürger verschiedener europäischer Staaten sind, von einem anderen europäischen Land verletzt worden seien. Piri rief auch von ihrem Social Media Account aus Türken, die ähnliches auf ihrem Weg in die Türkei erlebten, dazu auf, diese den Behörden mitzuteilen.  

Weltfinanzen
Kommentar: Die Zentralbanken sitzen in der Falle

Von Ernst Wolff Vor einigen Tagen trafen sich die internationale Finanzelite in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming zur alljährlichen geldpolitischen Konferenz der Federal Reserve Bank of Kansas. Unter dem Motto „Die Förderung einer dynamischen Weltwirtschaft“ diskutierten führende Vertreter der internationalen Zentralbanken mit Ökonomen und Topmanagern aus aller Welt die aktuellen Probleme im Finanzsektor. Anders als das Motto vermuten lässt, fand das Treffen vor dem Hintergrund einer sich immer mühsamer dahinschleppenden Weltwirtschaft statt, die trotz zehnjähriger intensiver Bemühungen nicht mehr in Gang kommt. Der Grund: Die globale Realwirtschaft wird von einem Finanzsektor ausgesaugt, dessen Manipulation inzwischen ein historisch nie dagewesenes Ausmaß angenommen hat und der mittlerweile vor allem von den Zentralbanken beherrscht wird. Motor der Entwicklung: Die Zentralbanken Seit der Krise von 2007 haben die großen Zentralbanken der Welt mehr als 18 Billionen Dollar ins System gepumpt („Liquidität geschaffen“) und weltweit mehr als 670 Mal die Zinsen gesenkt („für billiges Geld gesorgt“) . Zwar hieß es, das billige Geld werde zur Ankurbelung der Wirtschaft vergeben, doch tatsächlich ist der Löwenanteil auf direktem Weg ins globale Finanzcasino geflossen, wo er Aktien, Anleihen- und Immobilienkurse in schwindelerregende Höhen getrieben, einen riesigen Schuldenberg erzeugt und das größte je gesehene Ungleichgewicht zwischen Realwirtschaft und Finanzsektor geschaffen hat. Obwohl Politiker aller Schattierungen nach der Finanzkrise von 2007 / 2008 versprochen hatten, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und der internationalen Spekulation Einhalt zu gebieten, ist das Gegenteil geschehen: Der Finanzsektor ist heute noch weniger reguliert, die eingesetzten Summen sind noch größer und die Risiken damit noch höher als vor dem Beinahe-Crash von 2007 / 2008. Inzwischen treiben die Zentralbanken diesen Prozess immer kräftiger voran. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres haben sie neues Geld in Höhe von 1,5 Billionen Dollar geschöpft und in Umlauf gebracht. Dazu haben sie in riesigem Ausmaß Staats- und Unternehmensanleihen gekauft und sich als Großaktionäre betätigt. Während die Europäische Zentralbank (EZB) zahlungsunfähige Staaten (und damit auch deren Regierungen) über Wasser hält, gehört die Bank of Japan (BoJ) inzwischen bei mehr als 800 an der Tokioter Börse notierten Unternehmen zu den zehn größten Aktionären. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hält weltweit Beteiligungen an mehr als 6.500 Unternehmen, davon 20% in Aktien. Die Konzerne wiederum nutzen das von den Zentralbanken erhaltene billige Geld, um die eigenen Aktien zurückzukaufen und deren Kurse (und die daran gekoppelten Boni der Manager) noch weiter in die Höhe zu treiben – ein Mechanismus, der vor allem bewirkt hat, dass der Aktienkurs eines Unternehmens und sein wirtschaftlicher Erfolg nichts mehr miteinander zu tun haben müssen. Zwei Optionen, die beide ins Verderben führen Dass das globale Gelddrucken bisher nicht zu einer im Alltag spürbaren Inflation geführt hat, liegt zum einen daran, dass kaum Geld in die Realwirtschaft geflossen ist. Zum anderen schwindet weltweit die Kaufkraft der Mehrzahl der Konsumenten, weil die Löhne international stagnieren oder – wegen der Ausweitung des Niedriglohnsektors – sogar sinken. Die Industrie kann deshalb die Preise für Konsumgüter nicht anziehen, ohne die Nachfrage und damit den eigenen Gewinn zu verringern. Während also im Alltagsleben kaum etwas von einer Inflation zu spüren ist, sind an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten (also dort, wo das Geld hingeflossen ist) riesige i Blasen entstanden. Zudem hat das zur Kreditaufnahme verführende billige Geld gewaltige Schuldenberge erzeugt, die in vielen Fällen – wegen der stagnierenden Realwirtschaft – nicht mehr bedient werden können (sogenannte „faule Kredite“). Beide Probleme – die Blasen an den Märkten und der historische Höchststand bei Schulden und faulen Krediten – stellen die Zentralbanker der Welt vor ein unlösbares Problem, da ihnen nur zwei Optionen offenstehen: Um eine weitere Zunahme der Blasen zu verhindern oder gar den Versuch zu unternehmen, sie zu verkleinern, müssten das Gelddrucken eingeschränkt und die Zinsen wieder angehoben werden. Um die Rückzahlung von Krediten zu ermöglichen und das Entstehen weiterer fauler Kredite zu verhindern, müssten dagegen die Zinsen weiter gesenkt und der Geldmarkt mit zusätzlichem billigem Geld versorgt werden. Der einzige Ausweg aus einer ausweglosen Lage  Egal, wie man es dreht und wendet: Das gegenwärtige Finanzsystem befindet sich in einer ausweglosen Lage. Entweder es kommt zum Platzen der Blasen oder zum Zusammenbruch des Schuldenbergs. Beide Varianten werden mit Sicherheit zu Massenarbeitslosigkeit, zum Bankrott einer riesigen Zahl mittelständischer Unternehmen und zu drastischen Einschnitten bei Sozialleistungen und Renten führen. Das wiederum dürfte erhebliche politische Unruhen nach sich ziehen, die vor allem in Europa die lange genossene relative Ruhe beenden, aber so lange fruchtlos bleiben werden, bis eine Mehrheit der Menschen erkennt, dass es nur einen wirklichen Ausweg aus der gegenwärtigen Situation gibt: Den der Finanzelite ergebenen Politikern das Vertrauen zu entziehen, das internationale Finanzcasino trockenzulegen und den Spekulanten ein für allemal die Kontrolle über den Lauf der Welt zu entreißen.

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Kommentar: Was steckt hinter der Russlandhetze der USA?
 
Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor des Buches “Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Mecklenburg-Vorpommern
Schon Ende Juni Hinweise auf rechtes Terrornetzwerk

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Berlin (nex) – Die Ermittlungsbehörden haben nach Informationen des „Tagesspiegels“ (online) bereits seit Monaten erste Informationen zu einem rechten Terrornetzwerk in Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundeskriminalamt habe am 29. Juni Hinweise bekommen, „dass durch einen der beiden späteren Beschuldigten in einem Ordner Unterlagen zu Personen mit Namen, Anschriften und Lichtbildern zu kriminellen Zwecken geführt werden sollen“, teilte der parlamentarische Justiz-Staatssekretär Christian Lange (SPD) in der Antwort auf eine schriftliche Frage der Linken-Bundestagsabgeordneten Martina Renner an die Bundesregierung mit, aus der das Blatt zitiert. Wie der Tagesspiegel weiter berichtet seien die Informationen damals noch am selben Tag dem Generalbundesanwalt übermittelt worden. Nach „umfangreichen Abklärungen“ habe dieser dann am 15. August ein Ermittlungsverfahren „wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat eingeleitet“. Am 24. und 25. August dann ordnete ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes umfangreiche Durchsuchungen an. Die Regierungsantwort liege dem Tagesspiegel vor. Spezialkräfte der Bundespolizei und Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA) hatten dann Ende August mehrere Wohnungen, Häuser und Büros in Mecklenburg-Vorpommern durchsucht. Im Visier der Bundesanwaltschaft standen dabei zwei Männer, die Attentate auf Personen des linken Spektrums vorbereitet haben sollen.

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Social-Media-Monitoring
dpa übernimmt Buzzrank

Berlin (ots) – Die Deutsche Presse-Agentur übernimmt den Social-Media-Monitoring-Service Buzzrank. Redaktionen, Unternehmen und politische Institutionen können ab sofort auf Monitoring-Expertise in dpa-Qualität zurückgreifen. Buzzrank-Gründer und Digitalexperte Björn Ognibeni wird als Berater die Markteinführung begleiten. Buzzrank erfasst Diskussionen, Trends und Meinungen im Social Web und liefert exakte Daten und Analysen. „Buzzrank ist das ideale Tool, um in der gesamten dpa-Gruppe neue und wirkungsvolle Dienste rund um das Thema Social-Media-Monitoring aufzubauen“, sagt Peter Kropsch, Vorsitzender der dpa-Geschäftsführung. „Durch die Übernahme von Buzzrank kombinieren wir das redaktionelle Know how von Deutschlands größter Nachrichtenagentur mit einem schlanken, variablen und zukunftsfähigen Monitoring. Wir wollen Services entwickeln, die die Arbeit von Medienhäusern, Kommunikationsabteilungen und Marketingexperten vereinfachen und verbessern. Buzzrank ist die perfekte Ergänzung zu unseren erfolgreichen Profildiensten rund um die Marke dpa-Select.“ „Buzzrank wird einen wertvollen Beitrag für unsere redaktionelle Arbeit leisten“, sagt Roland Freund, Stellvertreter des Chefredakteurs bei dpa. „Mit Hilfe von Buzzrank können wir die Performance von aktuellen Themen im Web beobachten und in die Berichterstattung einfließen lassen. Das gleiche gilt für Personen, Marken und Hashtags. Buzzrank erreicht eine große Datentiefe und stellt die richtigen Querverbindungen her. All das zahlt auf die Qualität und die Relevanz unserer Dienste ein.“ Mit der Übernahme von Buzzrank kombiniert die Deutsche Presse-Agentur ihre redaktionelle Expertise mit einer flexiblen und zukunftsweisenden Monitoring-Technologie. Buzzrank wertet Twitter, Facebook, Google+, Instagram und YouTube aus. Zusätzlich werden Blogs und Diskussionsforen nach Stichworten, Hashtags oder Wortkombinationen durchsucht. Neben umfangreichen Trefferlisten liefert Buzzrank wertvolle Informationen zu Kontaktpotenzial, Wortvergleichen und Sentimentverteilung. Der bisherige geschäftsführende Gesellschafter Björn Ognibeni wird unter dem Dach der dpa als Berater an der Weiterentwicklung von Buzzrank mitarbeiten und seine Erfahrung und seine Expertise in das Neugeschäft einbringen. Produktmanager Sebastian Raabe, der bereits für den Bereich dpa-Select verantwortlich ist, steuert künftig auch Buzzrank. Aktuell besteht für Beta-Kunden die Möglichkeit, zu besonderen preislichen Konditionen die nächsten Entwicklungsschritte von Buzzrank mitzugestalten. Die Übernahme von Buzzrank ist seit dem 1. August wirksam.

Deutsch-türkische Beziehungen
Sigmar Gabriel: Weiterhin „keine formelle Reisewarnung“ für die Türkei

Berlin (nex) – Wie Außenminister Sigmar Gabriel am Dienstag mitteilte, gibt es auch weiterhin keine formelle Reisewarnung für die Türkei. Die Entscheidung über eine Türkei-Reise könne keinem Touristen abgenommen werden. Nach den jüngsten Festnahmen von Deutschen in der Türkei hat das Auswärtige Amt seine Reisehinweise für das Land allerdings weiter verschärft.  Die geltenden Hinweise seien noch einmal präzisiert worden, so Gabriel am Rande einer Bundestagssitzung. Die jüngsten Festnahmen von deutschen Staatsbürgern in der Türkei zeigten, wie schnell man dort „in die Mühlen der Polizei und Justiz geraten kann“, sagte Gabriel. Im Bundestag kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag an, beim nächsten EU-Gipfel im Oktober mit den anderen Mitgliedstaaten die zukünftigen Beziehungen zur Türkei zu besprechen, unter anderem auch die Frage, ob man die Verhandlungen suspendieren oder beenden sollte. Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hat die neue Haltung der Bundesregierung für einen Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei kritisiert: „Die Pläne der Bundesregierung, die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei abzubrechen, sind ein Riesenrückschritt“, sagte Sofuoglu der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Das stärkt in Deutschland den Rechten und in der Türkei Erdogan den Rücken.“ Das Signal, dass die Türkei nicht zu Europa gehöre, sei falsch und schwäche die demokratischen Kräfte in der Türkei, die dort versuchten, die Demokratie zurückzugewinnen, betonte Sofuoglu. Er mahnte: „Union und SPD tun im Bundestagswahlkampf so, als ob die Türkei nur aus Erdogan und seinen Anhängern besteht.“ Dabei sei die Mehrheit in der Türkei demokratisch gesonnen. „Die deutsche Regierung muss auch bedenken, dass es eine Zeit nach Erdogan geben wird.“

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Berlin
Bericht: Deutschland hat die stabilste Wirtschaft der Welt

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Berlin (nex) – Die in New York ansässige US-Ratingagentur Fitch bewertet die Bonität der Bundesrepublik Deutschland weiter mit der Bestnote „AAA“. Der Ausblick für die Bewertung sei stabil, erklärte Fitch. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Wie t-online unter Berufung auf Reuters berichtet, lobten die Experten unter anderem eine breit gefächerte Wirtschaft mit hoher Wertschöpfung und eine große Schuldendisziplin in Deutschland. Zwar sei die Schuldenquote von 68 Prozent im Vergleich zur Wirtschaftsleistung höher als der Mittelwert der AAA-Länder von 41 Prozent, sie sinke aber kontinuierlich. Auch die Ratingagenturen Moody’s sowie Standard & Poor bewerten Deutschland mit der Bestnote. Dies trage auch dazu bei, dass die Bundesrepublik bei der Ausgabe von Anleihen im Moment kaum Zinsen zahlen muss und der Haushalt entlastet wird. Fitch bestätige die Spitzenbewertung Deutschlands bereits am vergangenen Freitag.

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