Gesundheit
Vergesslichkeit ist nicht gleich Alzheimer

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Düsseldorf (nex) – Im Alter nimmt die Gedächtnisleistung ab. Ältere Menschen brauchen mehr Zeit, um Neues zu lernen oder sich an Altes zu erinnern. Das ist ganz normal und Folge des natürlichen Alterungsprozesses. Trotzdem bereiten diese Entwicklungen Senioren oftmals große Sorgen. Viele haben Angst, an einer Alzheimer-Erkrankung zu leiden. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) klärt über die Unterschiede zwischen der Alzheimer-Krankheit und altersbedingter Vergesslichkeit auf. Jeder hat Momente, in denen er sich an bestimmte Dinge nicht erinnern kann – beispielsweise wo ein Schlüssel abgelegt wurde. Menschen mit Alzheimer wissen dagegen irgendwann nicht mehr, wofür Schlüssel überhaupt benutzt werden. Vergesslichkeit bedeutet also, sich ein bestimmtes Detail nicht merken zu können, während bei Alzheimer komplette Zusammenhänge oder Abläufe nicht mehr erinnert werden können. Veränderungen, die auf eine Alzheimer-Krankheit hinweisen können, sind: Gedächtnislücken, Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen, Probleme mit gewohnten Tätigkeiten, räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme, Wahrnehmungsstörungen, sich neu entwickelnde Sprach- und Schreibschwäche, Verlegen von Gegenständen, eingeschränktes Urteilsvermögen, Verlust von Eigeninitiative, Rückzug aus dem sozialen Leben, Persönlichkeitsveränderungen. Grundsätzlich gilt: Wer sich Sorgen um sein Gedächtnis macht, sollte immer einen Hausarzt aufsuchen. Denn es kann nur im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung festgestellt werden, was die Ursache von Gedächtnisproblemen ist. Eine Selbstdiagnose ist nicht möglich. Mehr zu den Symptomen der Alzheimer-Krankheit und zu vielen weiteren Themen rund um die Alzheimer-Krankheit gibt es auf der AFI-Webseite unter www.alzheimer-forschung.de. Dank zahlreicher privater Spender konnte die AFI bisher 750.000 kostenlose Ratgeber und Broschüren an Interessierte und Betroffene versenden. Zusätzlich konnten 201 Forschungsaktivitäten mit über 8,4 Millionen Euro unterstützt werden.

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"Angenehmes Reisen"
Türkei: Westtürkische Stadt Bursa führt Frauenabteile in Zügen ein

Bursa (nex) – Die Verwaltung der nordwesttürkischen Provinz Bursa hat ein Projekt gestartet, wonach in den innerstädtischen Zügen Frauenabteile eingeführt worden sind, damit Frauen „angenehm reisen können“. Dies hat nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Anadolu der Bürgermeister bei einer Verwaltungssitzung in der vergangenen Woche bekannt. „Die von uns realisierten Umsetzungen geschehen nicht umsonst“, erklärte Bürgermeister Recep Altepe und ergänzte: „Bursa belegt türkeiweit in Sachen Lebensqualität den ersten Platz, weltweit rangiert es unter den Top 20. Und Frauenabteile stellen für unsere Mitbürger eine Option dar. Dies bedeutet nicht, dass Männer und Frauen nicht mehr im selben Waggon reisen können. Wir haben hier lediglich den Komfort in den Mittelpunkt gerückt.“ Wenn auch die neuen Projekte von manchen Politikern polemisiert worden seien,  hätten sie dennoch von verschiedenen Gruppen der Gesellschaft positive Rückmeldungen erhalten, so Altepe weiter. „Noch bevor das System starten konnte, wurde eine negative Stimmung dagegen geschaffen, es wurde gnadenlose und irrationale Kritik daran geübt“, sagte er und fügte hinzu: „In Japan werden Frauen seit 15 Jahren auf Wunsch in verschiedenfarbigen Waggons befördert. Im öffentlichen Verkehr hat keiner das Recht, einen anderen zu stören. Deshalb erlegen wir auch niemandem Einschränkungen auf.“ Mit der neuen Regelung könne jeder ein- und aussteigen, wie er wünscht. So solle die Lebensqualität und Zufriedenheit steigern werden. „Diejenigen, die das kritisieren, haben keine Ahnung von New York und Tokio“, so Altepe weiter.

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Verdeckte Operationen im Iran
US-Außenministerium veröffentlicht Dokumente über CIA-Rolle beim Iran-Coup

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Washington D.C (nex) – Das US-Außenministerium hat am vergangenen Donnerstag eine große Anzahl deklassifizierter Dokumente über die Rolle der Vereinigten Staaten bei dem Putsch von 1953 gegen die damalige iranische Regierung unter Mohammed Mossadegh veröffentlicht.
Das 1 000 Seiten fassende Dokument mit dem Titel „Foreign Relations of the United States, Iran, 1951-1954“ (Außenbeziehungen der Vereinigten Staaten, Iran, 1951-1954) liefert Informationen über die Durchführung verdeckter Operationen im Iran während der Amtszeit der US-Präsidenten Truman und Eisenhower.
Dabei geht es um den Zeitraum vor und nach dem Staatsstreich, der den Sturz des demokratisch gewählten Premierministers Mohammad Mossadegh und die Stärkung des Monarchen Mohammad Reza Pahlavi vorsah.
Der Band enthält Aufnahmen über die Planung und Umsetzung der Operation #TPAJAX – unter dieser Bezeichnung führte die CIA den Putschversuch. Die Dokumente bieten einen Umriss zahlreicher CIA-Operationen inklusive einer Neuorganisierung des iranischen Nachrichten- und Sicherheitsdienstes und beschreiben die Errichtung einer geheimen Sendestation in Iran.
Die jetzt veröffentlichten Dokumente ergänzen diejenigen, die bereits 1989 freigegeben worden waren. Letztere wurden in der Vergangenheit kontrovers diskutiert, ließen sie doch alle Bezüge zu den US-Nachrichtendiensten zum Putsch weg.
Jahrzehntelang hatten sich Regierungen der USA und Großbritanniens geweigert, die Rolle,  die sie beim Putsch von 1953 gespielt hatten, anzuerkennen, obwohl schon 1954 Berichte in den Medien auftauchten und ehemalige CIA- und MI6-Mitarbeiter Memoiren über ihre Aktivitäten in Iran herausbrachten. Das berühmteste Buch war Kermit Roosevelts „Countercoup„. Die CIA stritt bis 2013 Roosevelts Rolle bei dem Putsch offiziell ab.

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UNHCR
Bericht: Flucht und Vertreibung erreichen 2016 neuen Höchststand

Berlin (ots) – Das weltweite Ausmaß von Flucht und Vertreibung, verursacht durch Krieg, Gewalt und Verfolgung, hat im Jahre 2016 den höchsten jemals registrierten Stand erreicht, heißt es in einem Bericht, der heute von dem UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) veröffentlicht worden ist. Nach der neuen Weltjahresstatistik Global Trends der UN-Organisation gab es Ende 2016 insgesamt 65,6 Millionen Menschen, die von Flucht und Vertreibung betroffen waren – 300.000 Menschen mehr als im Jahr zuvor. Damit wird deutlich, welch enorme Zahl von Menschen weltweit Schutz benötigen, doch es zeigt auch, dass sich im Jahre 2016 der Anstieg von Flucht und Vertreibung verlangsamt hat. In jedem der letzten fünf Jahre stieg die globale Gesamtzahl jeweils in Millionenhöhe. Der nunmehr erreichte Stand von 65,6 Millionen umfasst drei wichtige Komponenten: Zunächst die Zahl der Flüchtlinge – sie ist mit 22,5 Millionen höher als jemals zuvor. Von dieser Gesamtzahl fallen 17,2 Millionen in den Verantwortungsbereich von UNHCR, die Übrigen sind palästinensische Flüchtlinge, die bei unserer Schwesterorganisation UNRWA registriert sind. Syrien bleibt weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen (5,5 Millionen). Der größte neue Faktor im Jahre 2016 war jedoch der Südsudan, wo der katastrophale Zusammenbruch der Friedensbemühungen im Juli zu einer Massenflucht von 739.000 Menschen bis zum Jahresende führte (aktuell sind es mittlerweile 1,87 Millionen). Die zweite Gruppe betrifft die Zahl der Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes geflohen sind. Dies waren 40,3 Millionen im Vergleich zu 40,8 Millionen im Jahr zuvor. Syrien, Irak und weiterhin Kolumbien stehen an der Spitze jener Staaten, die von Binnenflucht und -vertreibung betroffen sind. Dieses Problem hat jedoch eine globale Dimension und ist verantwortlich für fast zwei Drittel der Gesamtzahl von 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Bei der dritten Gruppe handelt es sich um Asylbewerber, also Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben und anderswo internationalen Schutz als Flüchtlinge suchen. Ende 2016 betrug ihre Zahl weltweit 2,8 Millionen. Hinter diesen nackten Zahlen stehen die horrenden menschlichen Kosten, die durch Krieg und Verfolgung weltweit verursacht werden: 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht, das heißt, dass im Schnitt einer von 113 Menschen weltweit von Flucht und Vertreibung betroffen ist – die Gesamtzahl ist größer als die der Bevölkerung von Großbritannien und fast ebenso groß wie die von Thailand (auf Rang 21 bzw. 20 der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt). „Welchen Maßstab man auch nimmt, diese Zahl ist nicht zu akzeptieren. Und aus ihr spricht lauter als jemals zuvor die Notwendigkeit zur Solidarität und zu gemeinsamen Zielen bei der Prävention und Lösung von Krisen. Gemeinsam muss sichergestellt werden, dass die Flüchtlinge, Binnenvertriebenen und Asylsuchenden weltweit angemessen geschützt und versorgt werden, während zugleich Lösungen angestrebt werden“, sagte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. „Wir müssen zugunsten dieser Menschen besser werden. In einer Welt voller Konflikte bedarf es Entschlossenheit und Mut, nicht Furcht.“ Eine wesentliches Ergebnis von Global Trends: Die Zahl jener Menschen, die im Verlauf des Jahres 2016 neu zur Flucht gezwungen wurden, bleibt auf einem sehr hohen Stand: 10,3 Millionen insgesamt, von ihnen blieben zwei Drittel innerhalb der Grenzen ihres Heimatlandes. Statistisch gesehen bedeutet dies: 2016 musste alle drei Sekunden ein Mensch fliehen – eine geringere Zeitspanne, als es braucht, diesen Satz zu lesen. Gleichzeitig gab es im letzten Jahr jedoch auch für viele heimkehrende Flüchtlinge und Binnenvertriebene sowie durch Resettlement-Programme in Drittstaaten Aussichten für eine sich verbessernde Situation. 37 Staaten akzeptierten insgesamt 189.300 Flüchtlinge zur Aufnahme durch Resettlement. Rund eine halbe Million Flüchtlinge konnten in ihr Heimatland zurückkehren, zudem rund 6,5 Millionen Binnenvertriebene in ihre jeweiligen Heimatregionen – wenngleich viele von ihnen keineswegs unter idealen Bedingungen und mit unsicheren Zukunftsaussichten. Die meisten Flüchtlinge weltweit (84 Prozent), lebten Ende 2016 in Staaten mit niedrigen oder mittleren Einkommen, einer von drei Flüchtlingen (insgesamt 4,9 Millionen) wurde von den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt aufgenommen. Dieses gewaltige Ungleichgewicht spiegelt verschiedene Sachverhalte wider einschließlich der Tatsache, dass es international an einem Konsens fehlt, wenn es um das Thema Aufnahme von Flüchtlingen geht und die damit verbundene geographische Nähe vieler armer Staaten zu Konfliktregionen. Es zeigt auch auf, dass Staaten und Gemeinden, die Flüchtlinge und andere aus ihrer eigentlichen Heimatregion geflohene Menschen unterstützen, eine robuste finanzielle Ausstattung und Hilfe benötigen. Deren Fehlen kann Instabilität herbeiführen und hat Konsequenzen für lebenssichernde humanitäre Hilfe oder löst Weiterwanderung aus. In Relation zur Gesamtbevölkerung ist Syrien weiterhin weltweit am stärksten von Flucht und Vertreibung betroffen: Zwölf Millionen Menschen (fast zwei Drittel der Gesamtbevölkerung) sind entweder Binnenvertriebene oder im Ausland als Flüchtlinge und Asylsuchende. Abgesehen von der lange andauernden palästinensischen Flüchtlingssituation stellen Afghanen die größte Bevölkerung (4,7 Millionen), gefolgt von Irakern (4,2 Millionen) und Südsudanesen (weltweit mit 3,3 Millionen Betroffenen die am schnellsten wachsende Bevölkerung auf der Flucht). Kinder machen die Hälfte der weltweiten Flüchtlingsbevölkerung aus. Sie müssen vor allem aufgrund ihrer Vulnerabilität besonders leiden. Tragischerweise wurden im letzten Jahr 75.000 Asylanträge von Kindern gestellt, die allein oder von ihren Eltern getrennt fliehen mussten. Laut dem Bericht ist diese Zahl wahrscheinlich zu niedrig, um die tatsächliche Situation widerzuspiegeln. UNHCR schätzt zudem, dass Ende 2016 zumindest zehn Millionen Menschen keine Nationalität besaßen oder dem Risiko der Staatenlosigkeit ausgesetzt waren. Die Daten, die von Regierungen in diesem Zusammenhang erhoben und an UNHCR übermittelt wurden, betrafen jedoch lediglich 3,2 Millionen staatenlose Menschen in 74 Staaten. Global Trends ist eine statistische Erhebung zu Flucht und Vertreibung, eine Reihe von wesentlichen Entwicklungen im Jahre 2016 ist deshalb in dem Bericht nicht erfasst. Dies betrifft die gestiegene Politisierung des Asylthemas in vielen Staaten und die wachsenden Beschränkungen beim Zugang zum Schutz in vielen Regionen, aber auch positive Entwicklungen wie die historischen Gipfeltreffen zu Flüchtlingen und Migranten im September 2016 mit der daraus resultierenden, bahnbrechenden New Yorker Erklärung sowie dem neuen gesamtgesellschaftlichen Ansatz, um Situationen von Flucht und Vertreibung durch eine umfangreiche Antwort und entsprechende Rahmenbedingungen besser bewältigen zu können (Comprehensive Refugee Response Framework) und schließlich die enorme fortwährende Großzügigkeit von Aufnahmestaaten wie auch Geberregierungen gegenüber Flüchtlingen und anderen von Flucht und Vertreibung betroffenen Bevölkerungsgruppen. UNHCR erstellt seinen Bericht Global Trends jährlich auf Grundlage eigener Datenerhebungen sowie von Daten, die von seinem Partner, dem Internal Displacement Monitoring Centre und von Regierungen übermittelt werden.

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"Unzeitgemäße Walfangpraktiken"
Walmassaker: 158 Grindwale und Delfine brutal auf den Färöer-Inseln abgeschlachtet

Hagen (nex) – Am vergangenen Freitag wurden auf den Färöer-Inseln 150 Grindwale am Strand der Inselhauptstadt Torshavn und acht Weißseitendelfine in dem Küstenort Skálafjørður an Strandabschnitten grausam abgeschlachtet. Hunderte von Einwohnern beteiligten sich an dem blutigen Fang und Töten der Meeressäuger. Bilder der Walmassaker veröffentlichte das Färinger Online-Portal Knassar. Seit Jahren stehen die Färöer-Inseln aufgrund ihrer fortlaufenden und unzeitgemäßen Walfangpraktiken weltweit in der Kritik. Die Färinger berufen sich auf ihre Jahrhunderte alte Walfangtraditionen. Wesentlich ist offenbar auch, dass das Walfleisch kostenlos an die Einwohner verteilt wird. Die jährliche Wertschöpfung liege bei etwa 3 Millionen Euro, so das deutsche Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF). Obwohl das zum Verzehr verwendete Fleisch und der Speck der Meeressäuger gesundheitsgefährdend mit Umweltgiften belastet ist, verzichten überwiegend nur Frauen, die schwanger werden wollen, auf den Konsum. Wissenschaftler raten jedoch gänzlich vom Verzehr des belasteten Walfleischs ab. Die Färöer-Inseln gehören zum dänischen Reichsverband, sind jedoch bis auf die Bereiche der Justiz und Verteidigung unabhängig von ihrem Mutterland Dänemark. Demnach gelten für die Färöer-Inseln nicht die internationalen Walfangbeschränkungen in der EU. Dänemark hat nach Angaben des WDSF mehrfach im Rahmen des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS-Übereinkommen/Bonner Konvention) interveniert, um die Färöer-Inseln vom Walfangverbot auszuklammern. Jürgen Ortmüller, WDSF-Geschäftsführer, sieht Dänemark und andere EU-Staaten jedoch zumindest in der moralischen Verantwortung, um Einfluss auf die Regierung der Inselgruppe zu nehmen: „Dass die Färöer-Inseln einer unzeitgemäßen Tradition des Walfangs frönen, ist offenbar nur durch wirtschaftliche Boykottmaßnahmen zu stoppen. Selbst die Gesundheitsgefährdung der Einwohner und von Touristen durch den Walfleischverzehr spielt dort keine Rolle. Die EU sollte Maßnahmen ergreifen, dass keine Fischprodukte mehr von dort importiert werden, zumal über 90 Prozent des Wirtschaftssystems der Färöer-Inseln vom Fischfang getragen wird. Hier steht auch die deutsche Regierung in der Verantwortung, um die Walmassaker zu beenden.“ Das WDSF hatte in den vergangen Jahren intensiv und erfolgreich gegenüber Kreuzfahrtunternehmen interveniert, die Färöer-Inseln nicht mehr anzulaufen. Aida, Costa Grociere, HapagLloyd und Trans Ocean haben ihre Anlandungen aufgrund des Walfangs inzwischen gestoppt und sind auf Alternativziele ausgewichen. TUI Cruises läuft trotz der WDSF-Proteste auch weiterhin den färöischen Walfangort Torshavn an.

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Türkei
Übelkeit und Erbrechen: Über 700 türkische Soldaten ins Krankenhaus eingeliefert

Izmir (nex) – 731 Soldaten wurden in der westtürkischen Provinz Manisa nach Nahrungsaufnahme ins Krankenhaus eingewiesen. Dies teilte der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik am gestrigen Sonntag mit. Laut Isik sind insgesamt 500 Soldaten betroffen. „Momentan befinden sich noch 72 Soldaten in Krankenhäusern“, gab Isik auf einer Pressekonferenz nach seinem Besuch im Merkezefendi Krankenhaus bekannt und fügte hinzu, dass kein Soldat in Lebensgefahr schwebe und sich auch keiner auf der Intensivstation befinde. Der Verteidigungsminister wurde vom Kommandierenden General der Landstreitkräfte Zeki Colak begleitet. Der Gouverneur von Manisa, Mustafa Hakan Güvencer, habe zuvor gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärt, dass es noch zu früh sei, Vergiftung als Erkrankungsursache festzumachen. Die Soldaten hätten über Übelkeit und Erbrechen geklagt. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt keine offizielle Erklärung zu den Gründen der Erkrankung und Diagnose geben, wir warten auf die Laborergebnisse“, betonte Güvencer. Die Polizei nahm laut Anadolu gestern 19 Mitarbeiter sowie Verantwortliche des Catering-Services, das den Militärposten, an dem sich der Vorfall ereignete, beliefert, fest.

Terrorismus
Attacke in London: Bus rast in Menschenmenge vor Moschee – mindestens 1 Toter

London (nex) – Nur zwei Wochen nach dem Terroranschlag in London wird die Millionenmetropole erneut Ziel einer Attacke. Mitten in der Nacht fährt ein Bus in eine Gruppe Gläubiger vor einer Moschee im Norden Londons. Wie die Londoner Polizei mitteilte, seien acht Personen verletzt ins Krankenhaus gebracht worden. Der Angreifer sei bereits verhaftet worden. „All meine Gedanken sind mit jenen, die verletzt wurden, mit deren Angehörigen und mit den Rettungskräften vor Ort“, teilte die britische Premierministerin Theresa May am frühen Montag mit. Sie sprach von einem „schrecklichen Zwischenfall“.  Jeremy Corbyn twitterte, er sei „total schockiert“. Unterdessen sorgte Großbritanniens Pegida-Chef Tommy Robinson mit einem Tweet für Empörung. In einem Video hat er die Moschee für den Anschlag verantwortlich gemacht.

Türkei
PKK-Terror: Ministerpräsident Yildirim weiht weiteres millionenschweres Wiederaufbauprojekt in Diyarbakir ein

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Diyarbakir (nex) – Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat am Freitag in der südosttürkischen Provinz Diyarbakir restaurierte Objekte im Wert von 57 Millionen Türkische Lira (16 Millionen US-Dollar) eröffnet. Die Wirtschaft und die Infrastruktur von Diyarbakir waren bei Kämpfen zwischen der türkischen Armee und der Terrororganisation PKK im vergangenen Jahr schwer beschädigt worden. Ein Ministerrat hatte im März vergangenen Jahres Teile der Stadt verstaatlicht, um beschädigte Strukturen abzureißen und neuzubauen. So sei Medienberichten zufolge im Rahmen des Verbesserungsprojekts Gazi- und Memleketstraßen die Fassaden von 500 Arbeitsplätzen für umgerechnet 6,8 Millionen US-Dollar restauriert worden. Der türkische Ministerpräsident wird auch der Wiedereröffnung verschiedener historischer Gebäude beiwohnen, die beschädigt worden waren und erst vor Kurzem restauriert wurden. Die erste Phase des Projekts „Erholung und Neuorganisation der Landschaft“ mit Moscheen, Sportplätzen, Radwegen und weiteren Einrichtungen auf einem Gebiet von 265 000 Quadratmeter und mit 65 000 Bäumen und Blumen im Landkreis Dicle wurde für 7.6 Millionen US-Dollar fertiggestellt. Im zentralen Stadtbezirk Sur werden 44 Häuser im Stile der traditionellen Gebäude in Diyarbakir restauriert. Die ehemalige Festung und Stadtmauern von Diyarbakir waren 2015 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden. Mit dem PKK-Konflikt schwanden jedoch die Hoffnungen der Stadt auf mehr Toutisten. Der Anti-Terror-Einsatz, der im vorvergangenen Jahr startete und die länger als 100 Tage andauerte, wurde am 10. März 2016 beendet.

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Bundeswehr-Kontingent
Umzug aus Incirlik: von der Leyen legt Zeitplan für Verlegung nach Jordanien vor

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Berlin (nex) – Die Verlegung des Bundeswehr-Kontingents aus dem türkischen Incirlik nach Jordanien nimmt Formen an. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat einen Zeitplan für die Verlegung des Bundeswehr-Kontingents vom türkischen Stützpunkt Incirlik nach Jordanien vorgelegt. Er soll bis Oktober abgeschlossen sein. In einem Gespräch mit der „Bild am Sonntag“ sagte von der Leyen, dass die in Incirlik stationierten Soldaten und Flugzeuge fest eingeplant seien. Anschließend würden die Tankflugzeuge „schnellstmöglich nach Jordanien verlegt“. Der Umzug der Tornados sei wegen der Ausrüstung technisch komplexer und werde etwa zwei Monate dauern, so von der Leyen. Aufklärungsflüge seien dann wieder ab Oktober möglich. Erst im April letzten Jahres berichtete „Der Spiegel“, dass die deutsche Luftwaffe dabei sei, ihre Basis auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei auszubauen. Incirlik wird bereits von den US-amerikanischen Kampfflugzeugen für Angriffe in Syrien genutzt. Das geplante Projekt sollte „Spiegel“ zufolge 65 Millionen Euro kosten und im Sommer 2017 fertiggestellt sein. Dem Bericht zufolge hatte Ankara dem Antrag Deutschlands, einen vorübergehenden Standort auf Incirlik zu errichten, zu der Zeit auch stattgegeben. Unterkünfte für die dauerhafte Entsendung von circa 400 deutschen Soldaten sollten gebaut und ein vollausgestatteter Kommando- und Kontrollposten sowie Anlagen für Tornado Kampfjets und Airbustanker errichtet werden. Die Zukunft der deutschen Truppen in Incirlik war dieses Jahr allerdings in Frage gestellt worden, nachdem die Türkei deutschen Abgeordneten den Besuch dieses Luftwaffenstützpunktes im Mai nicht gestattet hatte. Die türkische Seite hatte moniert, dass den Asylanträgen mutmaßlicher türkischer Putschoffiziere in Deutschland stattgegeben worden sei. Die Türkei strebe eine verbesserte Kooperation mit den NATO-Staaten an. Falls Deutschland gegen einen Verbleib deutscher Truppen in Incirlik entscheide, werde man Deutschland jedoch Lebewohl wünschen, so der türkische Präsident in einem Statement im Mai.

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"Rechtsextremistische Tätigkeiten"
Niedersächsischer Verfassungsschutz beobachtet AfD-Kreisvorsitzenden

Geheimdienst hat zudem Hinweise zu Kontakten zwischen Junger Alternative und Identitärer Bewegung Osnabrück (ots) – Der niedersächsische Verfassungsschutz beobachtet den Diepholzer AfD-Kreischef Andreas-Dieter Iloff. Das sagte eine Sprecherin der Behörde im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Iloff ist uns durch rechtsextremistische Tätigkeiten bekannt“, erklärte die Sprecherin, ohne dieses genauer zu beschreiben. Erstmals aufgefallen ist der Regionalpolitiker demnach bereits vor Jahren als Mitgründer des in den 1990er Jahren gegründeten extremistischen Vereins „Freundeskreis Deutschland e.V.“ Zwar ist der Verein längst nicht mehr aktiv, die rechtsextremistischen Tätigkeiten Iloffs beschränken sich aber dem Verfassungsschutz zufolge nicht nur auf den Verein. Der Landesverfassungsschutz hat zudem Hinweise auf eine Betätigung von Mitgliedern der AfD-Nachwuchsorganisation „Junge Alternative“ bei Veranstaltungen der rechtsextremen Identitären Bewegung. Die AfD selbst wird in Niedersachsen nicht vom Verfassungsschutz beobachtet.

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