Flüchtlingspolitik
Ska Keller: Ein ganzes syrisches Dorf nach Lettland schicken

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Europäische Grünen-Fraktionschefin fordert Ansiedlung von Flüchtlingsgruppen in Osteuropa Osnabrück (nex) –  In der Debatte um die europäische Flüchtlingspolitik fordert die Grünen-Fraktionschefin im Europaparlament, Ska Keller, die Ansiedlung größerer Flüchtlingsgruppen auch in Osteuropa. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ schlug die Grünen-Politikerin vor, beispielsweise ein ganzes syrisches Dorf nach Lettland zu schicken. „Die Idee mit dem syrischen Dorf ist eine Möglichkeit, die man nutzen könnte“, sagte Keller und fügte hinzu: „Zum Beispiel, wenn Flüchtlinge nicht alleine in ein Land gehen wollen, wo es sonst keine Flüchtlinge gibt.“ Es habe sich gezeigt, dass Menschen gerne dahin gingen, wo schon Landsleute lebten. Die linke Grünen-Politikerin sagte: „Das macht die Integration und die Aufnahme einfacher.“ Diese Option müsse trotz des Widerstands osteuropäischer Staaten besprochen werden, notfalls müsse man Staaten zwingen. „Die Weigerung, Flüchtlinge aufzunehmen, verstößt gegen EU-Recht“, betonte Keller. Die EU-Kommission hatte jüngst gegen Tschechien, Ungarn und Polen ein Verfahren wegen Verletzung des EU-Vertrags eingeleitet, weil diese sich weigern, Migranten wie 2015 beschlossen aufzunehmen. Die Flüchtlingsverteilung ist auch Thema beim EU-Gipfel von 22. bis 23. Juni).

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Flughafen Köln-Bonn
„Kriminelle Energie“: Firma Kötter zeigt Ex-Betriebsleiter an

Düsseldorf (ots) – Die Sicherheitsfirma Kötter hat Strafanzeige gegen einen früheren Betriebsleiter am Flughafen Köln/Bonn gestellt. Das sagte ein Unternehmenssprecher der „Rheinischen Post“: „Unsere betriebsinterne Revision hat feststellen müssen, dass Herr D. mit hoher krimineller Energie gehandelt hat. Wir werden der Staatsanwaltschaft unsere Ermittlungsergebnisse unverzüglich zur Verfügung stellen.“ Hier gehe es nicht mehr nur um arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen, es gehe um kriminelles Verhalten. Details nannte er nicht. Wie die „Rheinische Post“ unter Berufung auf Flughafenkreise berichtet, soll es sich bei den Vorwürfen gegen den Ex-Betriebsleiter um Unterschlagung, Betrug und persönliche Bereicherung handeln. So soll eine Reihe von Mitarbeitern ausgesagt haben, D. habe sie dazu aufgefordert, Reisekosten gegenüber dem Unternehmen geltend zu machen. Einen Teil des von Kötter ausgezahlten Betrags soll D. eingefordert haben. Kötter hatte den Beschuldigten Ende April im Zuge eines Skandals um falsch ausgestellte Schulungszertifikate entlassen. Der Fall beschäftigt derzeit auch das Arbeitsgericht Köln. Herbert Kaupert, Anwalt des Beschuldigten, sagte der „Rheinischen Post“, sein Mandant habe versichert, dass er stets korrekt gehandelt habe und sich nichts zu Schulden habe kommen lassen. „Vorwürfe der Unterschlagung, des Betrugs oder der persönlichen Bereicherung sind völlig haltlos“, so Kaupert.

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Berlin
Distanzelektroimpulsgeräte: Vorfälle bei umstrittenen Testlauf mit Tasern bei der Berliner Polizei

Heilbronn (ots) – Während des Testlaufs der Berliner Polizei mit Distanzelektroimpulsgeräten (DEIG) gab es bislang vier Vorfälle mit den sogenannten Tasern. Das bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei der „Heilbronner Stimme“. In einem Fall ging es um eine Auseinandersetzung mit einem Bewaffneten in einer U-Bahn. In einem weiteren Fall ging es um einen Diebstahl und Widerstandshandlungen. In beiden Fällen hätte alleine die Androhung des Taser-Einsatzes die Situation entschärft. Bei den anderen beiden Vorfällen ging es um Suizidversuche, in denen Polizisten als Nothilfe über den Einsatz von Tasern nachgedacht hätten. In der Stellungnahme der Polizei heißt es: „Am 13. März 2017 erfolgte der Einsatz des DEIG im Bereich des Polizeiabschnittes 53 durch das Androhen in entschlossener Schießhaltung nach einer Bedrohung von Fahrgästen der U-Bahnlinie U 8 mit einer Schere sowie sexueller Nötigung. Das offensive Zeigen bewirkte die sofortige Festnahme des Täters ohne weitere Zwangsmittelanwendung. Ein weiterer Fall ereignete sich ebenfalls im Bereich des Polizeiabschnittes 53 am 6. Juni 2017. Bei der Festnahme einer männlichen Person nach einem Fahrraddiebstahl und einem Zeugenhinweis, dass der Täter ein Beil und einen Zimmermannshammer mitführte, kam es zu erheblichen Widerstandshandlungen. Dabei wurde von einem Mitarbeiter das DEIG in die Sicherungshaltung genommen, woraufhin der Täter den Widerstand aufgab. In zwei Fällen des angekündigten Suizides wurde der Einsatz durch die Beamten im Rahmen des rechtfertigenden Notstandes in Erwägung gezogen. Beide Einsatzanlässe konnten ohne den Einsatz des DEIG gelöst werden.“ Der Berliner Taser-Test im Polizeistreifendienst in den Bezirken Mitte und Kreuzberg – mit jeweils zehn Beamten – hat am 6. Februar 2017 begonnen und soll drei Jahre dauern. Taser-Pilotprojekte gibt es auch bei der Polizei in Hessen und Rheinland. Verwendung finden Taser schon bei den Sondereinsatzkommandos, Vorreiter war im Jahre 2001 das Land Berlin. Der Einsatz im Streifendienst ist umstritten. Die Gewerkschaft der Polizei GdP Berlin verlangt eine klare gesetzliche Regelung zum Einsatz der Taser. Bislang seien die Taser mit Schusswaffen gleichgesetzt. Benjamin Jendro, Sprecher des GdP-Landesbezirks Berlin, sagte der „Heilbronner Stimme“: „Wir brauchen eine Einordnung unter der Schusswaffe und über Mitteln wie Pfefferspray oder Schlagstock. Dienstkräfte müssen binnen Sekunden über die richtige Wahl des Einsatzmittels entscheiden, ohne klare gesetzliche Regelung ist der Taser keine Hilfe, sondern eine zusätzliche Belastung am Gürtel.“ In einem Positionspapier der GdP Berlin, das der Zeitung vorliegt, heißt es: „Das Distanz-Elektroimpulsgerät DEIG schließt in der Reihe der Einsatzmittel die Lücke vor der Schusswaffe, wenn es gesetzlich auf Höhe der Hilfsmittel der körperlichen Gewalt geregelt wird.“ Vorteile sind laut GdP-Papier: Im Gegensatz zu Schlagstock und Pfefferspray wirke das DEIG auch bei Personen mit hoher Schmerztoleranzgrenze (z. B. infolge von Alkohol- und Drogenkonsum), das Einsatzmittel verursache keine Folgewirkungen wie Schlagstock und Pfefferspray, es gebe ein verringertes Risiko einer posttraumatischen Belastungsstörung bei den Einsatzkräften und eine hohe Treffsicherheit durch die Laserzielvorrichtung. Als Nachteile führt die GdP auf: das Risiko der Nichtwirksamkeit bei dicker Kleidung (Winter). Außerdem: „Bei gesetzlicher Einstufung des DEIG als Schusswaffe entfällt der Einsatzwert, da in Schusswaffen-Einsatzszenarien (z. B. Notwehr und Nothilfe) weiterhin die Schusswaffe verwendet werden muss – das DEIG ersetzt nicht die Schusswaffe!“ Sollte eine Dienstkraft den DEIG dennoch statt der Schusswaffe in einer Notwehr- oder Nothilfesituation einsetzen, berge dies erhebliche Risiken. In dem Papier heißt es: „Bei der Schusswaffe kann bei Nichttreffer wiederholt geschossen werden; beim DEIG gibt es allenfalls einen zweiten Schuss (je nach Modell).“ Der Taser-Testlauf war im August 2016 von dem damaligen Innensenator Frank Henkel (CDU) auf den Weg gebracht worden. Grüne und Linke hatten das Vorhaben, damals noch als Oppositionsparteien, kritisiert. Nach der Wahl im September einigte sich die rot-rot-grüne Koalition, den einst ungeliebten Testlauf wie von Henkel geplant dennoch durchzuführen. Der Start erfolgte unter Innensenator Andreas Geisel (SPD) im Februar dieses Jahres.

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Berlin
YOU-Squad: Fünf Influencer berichten live auf Europas größtem Jugendevent

Berlin (ots) – Fünf Influencer berichten live auf Europas größtem Jugendevent – Chany Dakota, Joely White, Mike Leon, Sonny Loops und der Prince of Passion – kreative Challenges mit Besuchern – Burned Carpet und Meet & Greet mit Fans am 8. Juli YOU Squad, YOU what? Der YOU Summer Break (7. bis 9. Juli) wird erstmalig von einem Team aus fünf einflussreichen Online-Stars aus den Bereichen Musik, Lifestyle und Sport für eineinhalb Tage live begleitet: Chany Dakota, Joely White, Mike Leon, Sonny Loops und der Prince of Passion sind der YOU Squad 2017. Am Freitagnachmittag, 7. Juli übernimmt die Fünfer-Crew aus Tubern und Instagrammern für eine Stunde Moderation und Programm beim Radiosender JAM FM. Die YOU-Besucher bekommen ihre fünf Stars das erste Mal am YOU-Samstag um 10.45 Uhr auf dem „Burned Carpet“ in Halle 21 vor die Handy-Kamera. Auf Europas größtem Jugendevent berichtet der YOU Squad am Samstag, 8. Juli den ganzen Tag auf dem Berliner Messegelände live und probiert viele spannende Sportarten und Trends aus oder besteht kreative Challenges mit Fans und Ausstellern. Eine Challenge darf sich aus Geschicklichkeit, Sport, Denkspielen oder kreativen Wettbewerben zusammensetzen. Dabei treten die YOU Squad-Stars entweder gegeneinander an oder fordern Besucher und Fans zum ultimativen Schlagabtausch heraus. Ganz nach dem YOU-Motto mitmachen.anfassen.ausprobieren. erleben die Stars des YOU Squad Europas größtes Jugendevent hautnah mit, geben exklusive Einblicke hinter die Kulissen und treffen ihre Fans am Samstag face-to-face beim Meet & Greet um 16.30 Uhr auf der JAM FM-Bühne. Die Influencer auf dem YOU Summer Break 2017: Chany Dakota: Die quirlige Blondine mit den Regenbogenhaaren ist mit ihren 21 Jahren schon jetzt ein gefeierter Online-Star. Über 100.000 Follower auf Instagram und musical.ly und ein gemeinsamer Online-Fanshop mit ihrem Bruder Joely White sprechen für sich. Musical.ly ist eine Lip-Sync-App, mit der die jugendlichen Nutzer zu angesagten und aktuellen Popsongs und in Stopmotion, Zeitlupe oder Zeitraffer tanzen, grimassieren und schauspielern können. Joely White hat mit seinen 15 Jahren schon jetzt fast 90.000 Follower auf Instagram. Gemeinsam mit seiner Schwester Chany Dakota sind sie in Deutschland die berühmtesten musical.ly-Geschwister und regelmäßig in Lifestyle-Medien wie der Bravo, den RTL II-News, der Bild, dem ARD-Morgenmagazin und der Zeit präsent. Justin Schmidt aka Prince of Passion: Der deutsche Justin Bieber aka Prince of Passion begeistert nun mehr als ein Jahr die Internetwelt und ist einer der erfolgreichsten Newcomer bei musical.ly. 340.000 Muser und Instagrammer fliegen auf ihn und stärken seinen Rücken. Dem 18-Jährigen ist seine Community heilig und kein Weg zu weit für ein Meet & Greet. Auch Medien wie die BYou oder RTL Explosiv berichteten bereits über ihn. Mike Leon: Den Durchbruch in der Internetcommunity schaffte der 15-jährige 2016 mit seiner ersten Single „Liebesbuch“. Er streamt seit 2015 auf YouNow und hat sich dort eine Community von fast 120.000 Followern aufgebaut. Auch auf Instagram hat der smarte Mike schon 56.000 Fans. Seit dem Release seines ersten Songs, steigt auch die Resonanz und das Interesse der Radiosender. Erst im Juni 2017 wurde seine zweite Single „Plus & Minus“ veröffentlicht. Sonny Loops: Die sympathische Blondine wurde mit ihren lustigen YouTube-Videos bekannt: unvergessen ihre Schminktipps mit einem Kondom. Über 200.000 Follower zählt Sonny auf Instagram. Seit über einem Jahr unterhält sie mehrmals die Woche ihre nun circa 279.000 YouTube-Abonnenten mit chaotischen Vlogs, Challenges und lustigen Geschichten. Über den YOU Summer Break Der YOU Summer Break 2017 findet vom 7. bis 9. Juli zum 19. Mal in Berlin statt. Er versteht sich als Europas größtes Jugendevent und gliedert sich in zwei Hauptsegmente: Erlebnis-Events im Bereich „music.sports.lifestyle.“ und das Segment „Bildung.Karriere.Zukunft“. Neben einem 1.000 m² großen Event-Pool im Sommergarten mit Wassersportarten zum Mitmachen findet auf dem YOU Summer Break auch die 14. Streetdance-Meisterschaft Berlin (8. und 9. Juli) und der XXL TuberDay meets YOU (8. Juli) statt. Veranstalter ist die Messe Berlin.

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Facebook, Twitter und Co.
Soziale Medien: Bundesweite Razzia gegen Hassposter

Dortmund (nex) – Wer geglaubt hat, der Staat wäre ohne ein Gesetz zur Bekämpfung von Hasskommentaren und Verleumdung im Netz handlungsunfähig, sieht sich heute einmal mehr eines Besseren belehrt. Das berichtet das „Handelsblatt„. Demnach seien seit heute Morgen bundesweit 23 Polizeidienststellen im Einsatz. In Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und im Saarland hätten BKA-Beamte Wohnungsdurchsuchungen, Vernehmungen und weitere Maßnahmen gegen 36 Beschuldigte durchgeführt. Das Bundeskriminalamt (BKA) koordiniert den Aktionstag wie im vergangenen Jahr. Auf Grund des nach wie vor hohen Aufkommen von strafbaren Hasspostings zeige sich weiterhin polizeilicher Handlungsbedarf. „Unsere freie Gesellschaft darf sich ein Klima von Angst, Bedrohung, strafbarer Hetze und Gewalt weder auf der Straße noch im Internet gefallen lassen“, zitiert das Handelsblatt BKA-Präsident Holger Münch. Polizei und Justiz gingen daher heute erneut „entschlossen und gemeinsam gegen Internethetzer vor, ganz gleich, ob die dahinter stehenden Taten links, rechts oder sonstig motiviert waren“. Wie das Handelsblatt weiter berichtet, ging es bei den Taten überwiegend um politisch rechts motivierte Volksverhetzungen. Die Polizei gehe aber auch gegen einen Hassposter aus der Reichsbürgerszene sowie zwei politisch links motivierte Täter vor. In einem anderen Fall sei die sexuelle Orientierung des Opfers Angriffsziel eines Hasspostings. Die bisherige Löschungspraxis von Hass und Falschmeldungen der sozialen Netzwerken nannte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) in einem Interview mit der Rheinischen Post “absolut unbefriedigend”. Betroffene würden bei Facebook und Co keinen Ansprechpartner finden oder es werde mit den Beschwerden der Nutzer nicht richtig umgegangen. Das umstrittene Gesetz gegen Hass und Hetze im Internet soll nach dem Willen von Kauder noch vor der Sommerpause unter Dach und Fach kommen. “Ich bin dafür, dass wir uns anstrengen sollten, das Gesetz noch bis Ende Juni zu verabschieden”, sagte Kauder der Rheinischen Post. Kauder kündigte noch Änderungen an dem Gesetzentwurf an. So sollten einige Nutzer Auskunft über die Identität von Personen verlangen können, von denen sie angegriffen wurden. Der Unionsfraktionschef fordert zudem, dass es auch für die Beantwortung von Auskunftsersuchen der Polizei oder der Staatsanwaltschaft Fristen geben solle. K

Türkei
Explosion in Istanbul

Istanbul (nex) – In der türkischen Millionenmetropole ist es am Dienstag in einem Bürogebäude zu einer Explosion gekommen. Das berichten türkische Nachrichtenagenturen. Bei der Detonation seien nahestehende Fahrzeuge beschädigt worden. Rettungskräfte befänden sich bereits vor Ort. Der Vorfall ereignete sich um 13 Uhr Ortszeit im Istanbuler Landkreis Maltepe in einer Seifenfabrik. Ein Kessel im Erdgeschoss des fünfstöckigen Gebäudes explodierte mit einem lauten Knall aus bisher unbekannten Gründen. Bei der Explosion wurden die Fahrzeuge vor der Fabrik umhergeschleudert, ein Kleinbus kippte um. Zwei Personen – einer einer davon syrischstämmig -, die gerade an der Fabrik vorbeigingen, wurden verletzt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht. Der Syrer schwebe in Lebensgefahr.

Verbraucherpreisniveau
Preisniveaus: Unterschiede fast bis zum Dreifachen zwischen den EU-Mitgliedstaaten

Luxemburg (ots) – Bei den Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen gab es 2016 in der Europäischen Union (EU) große Unterschiede. In Dänemark (139% des EU-Durchschnitts) war das Preisniveau am höchsten. Darauf folgten Irland (125%), Luxemburg und Schweden (je 124%), Finnland und das Vereinigte Königreich (je 121%). In Deutschland lag das Preisniveau bei 104% des EU-Durchschnitts. Das niedrigste Preisniveau fand sich dagegen in Bulgarien (48%), während Polen (53%) und Rumänien (52%) bei nur knapp über 50% des Durchschnitts lagen. Mithin unterschieden sich die Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in der EU zwischen dem günstigsten und dem teuersten Mitgliedstaat fast um das Dreifache. Diese Daten über Verbraucherpreisniveaus im Jahr 2016 stammen aus einem Artikel, der von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wurde. Im Jahr 2016 war das Preisniveau eines vergleichbaren Warenkorbs von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken im teuersten Mitgliedstaat mehr als doppelt so hoch wie im günstigsten. Die Preisniveaus reichten von 62% des EU-Durchschnitts in Polen und Rumänien bis fast 150% des Durchschnitts in Dänemark (148%). In Deutschland lag es bei 106%. Die Preisniveaus von alkoholischen Getränken und Tabakwaren wiesen deutliche Unterschiede auf, sie variierten um mehr als das Dreifache zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten. Das niedrigste Preisniveau wurde 2016 in Bulgarien (56% des Durchschnitts) verzeichnet, das höchste hingegen in Irland (175%). In Deutschland lag es bei 95% des EU-Durchschnitts. Dienstleistungen von Hotels und Restaurants sind eine weitere Kategorie, in der sich die Preisniveaus markant unterschieden. Die Preisniveaus reichten von 44% in Bulgarien bis 150% in Dänemark. In Deutschland lagen die Preise in dieser Kategorie bei 109%. Unterhaltungselektronik stellt eine Produktgruppe mit geringeren Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten dar: Die Spanne reichte von 86% des Durchschnitts in Polen bis 115% in Dänemark (Deutschland: 99%). Auch Bekleidung ist eine Produktgruppe, in der die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten weniger stark ausgeprägt waren, wobei Bulgarien (81% des Durchschnitts) am preiswertesten und Schweden (136%) am teuersten war (Deutschland: 103%). Mit der bemerkenswerten Ausnahme von Dänemark (146% des Durchschnitts) waren die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten auch bei privaten Verkehrsmitteln eher begrenzt und reichten von 78% in der Tschechischen Republik bis 119% in den Niederlanden (Deutschland: 98%).

Frankreich
Paris: Auto rammt Polizeiwagen – Explosion

Paris (nex) – Ein Mann ist mit seinem Auto auf der Champs-Elysées in ein Polizeifahrzeug geprallt. Wie Medien berichten, habe die Polizei den Bereich mit einem Großaufgebot abgesperrt. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen eingeleitet. Auf den Pariser Champs-Élysées hat ein Mann einen Polizeiwagen gerammt. Medienberichten zufolge gingen Sicherheitsbehörden nicht von einem gewöhnlicher Unfall, sondern einem Angriff aus. Das Auto sei bei dem Aufprall detoniert. Der Verdächtige sei bereits festgenommen worden, erklärte die Polizei. Innenminister Gérard Collomb gab allerdings den Tod des Angreifers bekannt und sprach von einem „Anschlagsversuch“. Laut den Behörden ist die Situation unter Kontrolle. Niemand außer dem Fahrer sei verletzt worden.

Tschechei
Basketball-EM der Frauen: Türkei zieht ins Viertelfinale ein

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Prag (nex) – Die türkischen Basketball-Damen konnten sich beim EM-Turnier-Spiel am Samstag gegen Italien durchsetzen und den Gruppensieg erringen. Sie ziehen damit ins Viertelfinale ein. Der 54-53 Erfolg in der Hradec Kralove Arena war Türkeis zweiter Sieg in der Gruppe B. Hollingsvorth war mit 29 Punkten und 21 Rebounds Topscorer des Spiels. Bei ihrem ersten Spiel im diesjährigen Turnier schlug die rot-weiße Mannschaft das Team aus Slovakia am Freitag mit 69-58.
(Foto: AA)
Der Sieg über Italien garantiert der Türkei den ersten Platz in der Gruppe B. Beim letzten Spiel muss die Mannschaft am Freitag gegen Belarus antreten. Die Basketball Europa-Meisterschaft der Damen findet vom 16.-25- Juni in der Tschechei statt. Dies ist die siebte Teilnahme der türkischen Basketball-Damenmannschaft bei einer EM und bereits ihr fünfter Aufstieg ins Viertelfinale des Turniers.

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74 Strafermittlungsverfahren
Berlin: 19 verletzte Polizisten und über 100 Festnahmen bei Kurden-Demos

Berlin (nex) – Insgesamt 19 Polizisten wurden am Sonnabend bei zwei Demonstrationen in Moabit und Gesundbrunnen verletzt. Gleichzeitig nahmen Beamte 112 Personen fest. Das berichtet der Tagesspiegel. Demnach sei eine  pro-kurdische Demonstration für 12 Uhr mit dem Thema „Solidarität mit Rojava und Shengal“ in Moabit angemeldet worden. Bereits vor Beginn hätten Polizisten 18 Fahnen sichergestellt. Wie der Tagesspiegel weiter berichtet liefen nach Polizeiangaben gegen 13.45 Uhr knapp 300 Demonstranten über die angemeldete Demonstrationsstrecke zur Straße Alt-Moabit Ecke Turmstraße. Dort habe der Aufzug gegen 14.15 Uhr angehalten, da immer wieder verbotene kurdische Vereinssymbole gezeigt und über den Lautsprecherwagen Lieder mit verbotenen Texten abgespielt worden seien, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf eine Polizeimitteilung. In der Rathenower und Perleberger Straße hätten Demo-Teilnehmer Steine und Flaschen in Richtung von Personen, von denen sie sich verbal provoziert fühlten, geworfen. Einige Passanten hätten den sogenannten „Wolfsgruß“ in Richtung der Aufzugsteilnehmer gezeigt. Polizisten seien eingeschritten, um ein Aufeinandertreffen der Konfliktparteien zu verhindern. Nach dem Ende der Demo gegen 16.30 Uhr wurden die Polizisten am U-Bahnhof Schwarzkopfstraße von ehemaligen Teilnehmern der Kurden-Demo mit Fahnenstangen, Faustschlägen und Tritten, teilweise direkt gegen den Kopf, attackiert. Wie die Polizei weiter berichtet, setzten die Beamten sich unter Einsatz von körperlicher Gewalt, Rettungsmehrzweckstöcken und Pfeffersprays zur Wehr und drängten die Angreifer zurück oder nahmen sie fest. Dem Tagesspiegel zufolge beklagten sich Teilnehmer der pro-kurdischen Demonstration über Polizeigewalt. Mit einem Twitter-Video wollen sie belegen, dass die eingesetzte Gewalt durch die Polizei ungerechtfertigt und übertrieben gewesen sei. Auf dem Video sei zu sehen, wie ein Polizist einem Teilnehmer der Demo gegen den Kopf schlägt. Der Mann sei daraufhin blutend umgefallen. 112 Personen habe die Polizei festgenommen. Die Beamten leiteten 74 Strafermittlungsverfahren u. a. wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, schweren Landfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Nötigung, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, versuchter Gefangenenbefreiung und Verstößen gegen das Versammlungs- , Vereins- und Waffengesetz ein, berichtet der Tagesspiegel weiter. https://www.facebook.com/RAPERIN21/videos/1888077551431175/  

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