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Dortmund (nex) – Ermittler in Hessen haben eine Kinderporno-Plattform mit mehr als 87.000 Mitgliedern abgeschaltet. Als mutmaßlicher Betreiber wurde ein 39-jähriger Mann festgenommen. Auf der Plattform im Darknet wurden weltweit Daten ausgetauscht. Das berichtet die „Tagesschau“.
Dem Bericht zufolge haben Ermittler eine Darknetplattform zum Austausch von Kinderpornografie mit fast 90.000 Mitgliedern auffliegen lassen.Laut einer Mitteilung der Nachrichtenagentur AFP seien der 39-jährige mutmaßliche Betreiber aus dem hessischen Landkreis Limburg-Weilburg und weitere Verantwortliche und Mitglieder – vor allem in Deutschland und Österreich – nach wochenlangen Ermittlungen bereits am 12. Juni festgenommen worden.
Die Plattform habe den Namen „Elysium“ getragen.
Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge tauschten Mitglieder weltweit kinderpornografische Bild- und Videodateien aus oder verabredeten sich zum sexuellen Missbrauch von Kindern.Die Ermittler seien auf Aufnahmen schwersten sexuellen Missbrauchs auch von Kleinkindern gestoßen. Außerdem habe es Darstellungen sexueller Gewalthandlungen an Kindern gegeben.
Die Plattform bestünde seit Ende 2016 und sei ausschließlich über das Darknet zugänglich gewesen.
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Berlin (nex) – Der türkische Geheimdienst ist nach den Worten des Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen ein „wichtiger Partner“ bei der Terrorbekämpfung.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière, der ebenfalls auf der Pressekonferenz vom vergangenen Dienstag in Berlin zur Präsentation des Verfassungsschutzberichts 2016 anwesend war, wies darauf hin, dass eine Fortsetzung der Zusammenarbeit bei Sicherheitsfragen – trotz der jüngsten politischen Uneinigkeiten im Interesse sowohl Deutschlands als auch der Türkei liege.
Aufgrund der geostrategischen Lage der Türkei habe auch Deutschland ein Interesse daran, beim Kampf gegen den Terror mit der Türkei zusammenzuarbeiten, betonte de Maizière. Informationsaustausch über ausländische mutmaßliche Kämpfer, die aus Konfliktregionen wie Syrien und Irak zurückkehrten, seien dabei besonders wichtig, so der Innenminister weiter.
Jüngste politische Auseinandersetzungen zwischen Berlin und Ankara hatten auch die Sicherheitszusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in Gefahr gebracht, nachdem in den vergangenen Monaten mehrere geplante Treffen abgesagt wurden.
Die deutsch-türkischen Beziehungen sind seit dem vereitelten Putschversuch vom Juli 2016 in der Türkei schwierig geworden. Türkische Regierungsvertreter werfen Deutschland vor, dass Putsch-Verdächtige nicht festgenommen werden.
Des Weiteren beschuldigt die türkische Regierung Deutschland, die Aktivitäten des Gülen-Netzwerks zu dulden, das den gescheiterten Staatsstreich durchgeführt haben soll.
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„Wir brauchen einander“
Erdogan betonte die Bedeutung der türkisch-deutschen Beziehungen angesichts der gemeinsamen Mitgliedschaft in der Nato, der Handelsbeziehungen und der drei Millionen Türken, die in Deutschland leben: „Wir brauchen einander“, sagte Erdogan gegenüber der ZEIT. „Wir müssen das bewahren.“
Bei der Frage nach seiner persönlichen Beziehung zu Angela Merkel sagte Erdogan: „Ich habe kein Problem mit der Kanzlerin.“ Der türkische Staatspräsident äußerte in dem ZEIT-Interview aber sein Unverständnis darüber, dass die Bundesregierung zurückhaltend auf sein Gesuch reagiert habe, Gülen-Anhänger in die Türkei auszuliefern. „Ich habe sie von Frau Merkel gefordert, warum werden sie uns nicht zurückgegeben?“ Solange die deutsche Regierung dies nicht tue, werde die Türkei Deutschland als ein Land ansehen, das Terroristen schütze, sagte Erdoğan. Auf die Frage, ob ein Journalist, der Terroristen oder auch nur einen vermeintlichen Terroristen interviewe, dadurch in seinen Augen zum Unterstützer werde, sagte der türkische Präsident, das sei ein Verbrechen. Sie leisteten damit Beihilfe zur Propaganda der Terroristen. Das werde auch von den Anklageorganen überall auf der Welt so bewertet. Erdogan könne auch nicht verstehen, warum Bundeskanzlerin Merkel sich so für den in der Türkei inhaftierten Journalisten Deniz Yücel einsetze und die Rettung „eines Terrorverdächtigen“ auf die Tagesordnung bringe. Das sei für Erdogan „sehr, sehr sonderbar“. „Deutschland begeht Selbstmord“, sagte Erdogan zu der Entscheidung Berlins, ihn in Deutschland nicht vor seinen Landsleuten auftreten zu lassen.Auswärtiges Amt: „Berlin wird ‚Überraschungsauftritt‘ Erdogans nicht akzeptieren“