Mit Blick auf den von US-Präsident Trump angekündigten Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen erklärte Gore: „Der Zug ist bereits abgefahren.“ Wie alle anderen Nationen seien auch die USA auf diesen Zug aufgesprungen, und das habe Konsequenzen. Rechtlich gesehen sei der erste Tag, an dem die USA aus dem Abkommen aussteigen könne, der Tag nach den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020. „Die USA sind immer noch dabei“, so Gore. Dies habe Einfluss etwa auf die Planungen von Unternehmen und den Einsatz erneuerbarer Energien.America’s leading scientists have confirmed what Mother Nature has been making plenty clear: the climate crisis is real and urgent. If the Administration won't listen & if the federal gov't won’t act, states, cities, businesses, investors, & citizens will. https://t.co/DgfUOSWLz9
— Al Gore (@algore) November 3, 2017
Weltklimagipfel in Bonn
Al Gore sieht trotz Trump Fortschritte beim Klimaschutz in den USA
Irak
Erdbeben: Kurdische Regionalregierung dankt Türkei
Der stellvertretende türkische Premierminister Bekir Bozdag sagte, dass bereits insgesamt 3000 Zelte, 3000 Decken und mobile Küchen vom Türkischen Roten Halbmond umgehend in den Norden des Irak geschickt wurden. Er fügte hinzu, dass 4.000 weitere Decken aus den südöstlichen türkischen Provinzen Mus und Diyarbakir zum Habur-Grenzübergang entsandt wurden. Zudem seien bereits 3.000 mobile Heizungen und 3.000 Zelte für den Abstransport verladen worden.#Kurdistan: Turkish cargo plane lands in #Sulaimani airport as aid efforts underway in wake of earthquake. pic.twitter.com/xjSChKlNRC
— Rudaw English (@RudawEnglish) November 13, 2017

Der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw zufolge bedankte sich auch ein Sprecher der autonomen Regionalregierung „für die schnelle Hilfeleistung“ bei der Türkei.Kurdish Prime Minister thanks Turkish President @RT_Erdogan for providing aid as region faces natural disaster, says we can rely on help from Turkey during difficult periods. #KurdistanEarthquake pic.twitter.com/DEGxKe7xuL
— Rudaw English (@RudawEnglish) November 13, 2017
Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass beim gestrigen Beben mindestens 328 Menschen im Westen des Iran ums Leben gekommen und rund 4.000 verletzt worden seien. Dem irakischem Innenministerium zufolge seien im Nordirak mindestens sieben Menschen gestorben und Hunderte verletzt worden. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7.3 auf der Richterskala..@Kurdistan Regional Government thanks #Turkey for its prompt assistance and offer of help following earthquake the region — Spokesperson (📷 AA). pic.twitter.com/crzqlGglxJ
— Rudaw English (@RudawEnglish) November 13, 2017
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– Syrienkonflikt – Kurdischer Premierminister: PKK ist Quelle der Destabilisierung in der Region
Die Terrororganisation PKK destabilisiert Nordsyrien mit ihren Bestrebungen, sich dort zu etablieren, erklärte am gestrigen Donnerstag der Ministerpräsident der Kurdischen Autonomiegebiete (KRG) Nechirvan Barzani.
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Sport
Kenianer dominieren 39. Vodafone Istanbul Marathon
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– London – Leichtathletik-WM: Türke Guliyev Weltmeister über 200 Meter
Der Türke Ramil Guliyev überraschte bei der Leichtathletik-WM in London mit einem Sieg über 200 Meter und vereitelte somit das Gold-Double des südafrikanıschen Topfavoriten Wayde van Nıekerk.
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Katastrophenalarm
Irak: Schweres Erdbeben in Kurdenregion
Kampf gegen den Terror
Türkei: Bei Anti-Terror-Operationen über 250 mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen
Bei allen festgenommenen Tatverdächtigen handele es sich um ausländische Staatsbürger. Es habe konkrete Hinweise für Anschlagspläne gegeben, so die Quellen weiter.
Bei weiteren Anti-Terror-Operationen in den Provinzen Kirsehir und Eskisehir wurden vier Verdächtige in Gewahrsam genommen. Diesen werden Verbindungen zu dem bereits in der vergangenen Woche in der anatolischen Stadt Kayseri festgenommenen mutmaßlichen IS-Mitglied Abdulkhaleq Abdulqader Ali vorgeworfen.
Ali habe in den sozialen Medien ein Video geteilt, in dem er angeblich seinen Bruder in den Kopf geschossen habe.
Insgesamt 173 IS-Terrorverdächtige wurden zudem bereits am Donnerstag in der Hauptstadt Ankara festgenommen. Die Polizei in Ankara war mit 1.500 Beamten gegen mutmaßliche IS-Mitglieder vorgegangen nachdem die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen 245 Verdächtige ausgestellt hatte. Bei zeitgleichen Einsätzen an 250 Orten Ankaras habe es 173 Festnahmen gegeben. Weitere Festnahmen habe es auch in den Provinzen Bursa mit 27, Bingöl mit sieben sowie Kütahya und Eskisehir mit jeweils vier Verdächtigen gegeben. Um Anschläge zu verhindern, gehen türkische Sicherheitskräfte seit geraumer Zeit energisch gegen das IS-Terrornetzwerk vor. Seit August letzten Jahres hat die Polizei in Istanbul mehr als 100 Razzien durchgeführt und fast 1000 Verdächtige festgenommen.Auch interessant
– EU-Türkei-Beziehungen – Ungarischer Außenminister Szijjártó: EU-Kritik am Anti-Terror-Kampf der Türkei unfair
Ungarn könne die Auswirkungen des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli in der Türkei nachvollziehen und betrachte daher die Kritik vonseiten der EU am Anti-Terror-Kampf des Landes als unfair und unbegründet.
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During the search, police seized a Daesh flag, documents and $50,000.
Basketball
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PKK-Verbot
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– Düsseldorf – Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos
Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei PKK-Demos lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.
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"Tödlichste Krankheit der Welt"
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Medienfreiheit
Myanmar: Zwei Monate Haft für Reporter des türkischen Fernsehens
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– Südostasien – Myanmar: Hilfsorganisationen beschuldigen Militär der Vergewaltigung muslimischer Frauen
Nur fünf Monate nach der Machtübernahme ihrer Partei in Myanmar, der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), sieht sich deren Vorsitzende und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi internationalem Druck ausgesetzt.
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The Lost Requiem
Geschichte: Polnische Flüchtlinge im muslimischen Iran
Im September 1939 überfiel Nazi-Deutschland Polen und markierte damit den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Als Teil des deutschen Nichtangriffspakts mit der Sowjetunion wurde Ostpolen von der UdSSR besetzt und annektiert.
Rund 1,25 Millionen Polen wurden in verschiedene Teile der Sowjetunion deportiert, darunter eine halbe Million „sozial gefährliche“ Polen, die mit Zügen in Arbeitslager in Kasachstan und Sibirien gebracht wurden. Tausende starben an Erschöpfung, Krankheit und Unterernährung.
Als Deutschland nur weniger als zwei Jahre später den Pakt aufkündigte und in die Sowjetunion einmarschierte, sahen sich die Sowjets gezwungen, sich mit den Alliierten zu verbünden. Es wurde ein Abkommen zur Wiederherstellung des polnischen Staates und zur Bildung einer Armee aus Polen in der UdSSR unterzeichnet.
Den polnischen Gefangenen wurde gesagt, dass sie nun frei seien, der neuen Armee beizutreten, die sich im Iran formierte, damals unter Besatzung durch sowjetische und britische Truppen. Aus dem ganzen Land machten sich Tausende von hungernden Männern, Frauen und Kindern langsam auf den Weg in der Hoffnung auf Zuflucht im Iran. Über 116.000 Polen, die das Kaspische Meer in überfüllten Booten überquerten, erreichten den Iran. Die meisten landeten in der Hafenstadt Pahlevi, wo sie Nahrung bekamen und unter Quarantäne gestellt wurden – Malaria, Typhus und Hunger waren weit verbreitet. Viele starben und wurden dort begraben.
Die Überlebenden wurden nach Teheran gebracht, wo sie von der iranischen Regierung herzlich begrüßt wurden. Die Gebäude wurden umgebaut, um sie unterzubringen, und polnische Schulen, Unternehmen sowie Kulturorganisationen wurden gegründet. Menschen, die jahrelang in eisiger Kälte und in von Krankheiten geplagten Camps untergebracht waren, hatten jetzt saubere Betten und reichlich Nahrung.
Während dieser Zeit litt der Iran selbst unter wirtschaftlichen Sanktionen der Sowjets. Nach der Invasion verboten die Russen den Transport von Reis in den zentralen und südlichen Teil des Landes, was zu Nahrungsmittelknappheit, Hungersnot und steigender Inflation führte. Die Alliierten übernahmen für die Kriegsvorbereitungen auch die Kontrolle über die Trans-Iranische Eisenbahn und weitere Verkehrsträger sowie die verarbeitende Industrie und alle anderen Ressourcen.
Trotz dieser Schwierigkeiten nahmen die Iraner die polnischen Flüchtlinge offen auf, und die iranische Regierung erleichterte ihnen die Einreise ins Land und versorgte sie mit Proviant. Polnische Schulen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Läden, Bäckereien, Unternehmen und sogar Zeitungen wurden gegründet, damit sich die Polen zuhause fühlten. Es gab so viele Flüchtlinge, dass Regierungsgebäude und -zentren zur Unterbringung der Flüchtlinge bereitgestellt werden mussten.
„Die freundlichen Perser drängten sich um die Busse und riefen uns lautstark Begrüßungsworte zu. Durch die Fenster der Busse reichten sie uns Datteln, Nüsse, gebratene Erbsen mit Rosinen und saftige Granatäpfel.“
Krystyna Skwarko.
„Sie waren in einer sehr schlechten Verfassung, dünn, krank und in Lumpen… Ein Freund von mir, ein Zimmermann, machte für sie Särge. Jeden Tag sterben etwa 50 Menschen.“ Gholam Abdul-Rahimi, persischer Fotograf.
„Um etwas über die neueste westliche Mode und Make-Up zu lernen, stellten wohlhabende Iranerinnen polnische Dienstmädchen ein. Oft hatten diese eine bessere Schulbildung und Abstammung als ihre neuen Arbeitgeber selbst.„
Khosrow Sinai, iranischer Regisseur.
Tausende Kinder, die damals in den Iran kamen, kamen aus Waisenhäusern in der Sowjetunion, entweder weil ihre Eltern gestorben waren oder weil sie bei den Deportationen aus Polen getrennt wurden. Die meisten dieser Kinder wurden schließlich in Waisenhäusern in Isfahan untergebracht, welches ein angenehmes Klima und reichlich Ressourcen hatte, so dass sich die Kinder von den vielen Krankheiten erholen konnten, die sie in den schlecht verwalteten und ebenso schlecht versorgten Waisenhäusern in der Sowjetunion erlitten hatten.
Zwischen 1942-1945 durchquerten etwa 2.000 Kinder Isfahan, so viele, dass es kurzzeitig „Stadt der polnischen Kinder“ genannt wurde. Andere Kinder brachte man in Waisenhäuser in der im Osten liegenden Stadt Maschhad unter. Zahlreiche Schulen wurden eingerichtet, um den Kindern die polnische Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften und andere Standardfächer beizubringen. In einigen Schulen wurde auch Persisch gelehrt, ebenso wie polnische und iranische Geschichte und Geographie.
Die meisten Flüchtlinge meldeten sich zum Kampf in der neuen polnischen Armee , während auch viele bis zum Ende des Krieges im Iran verblieben. Darunter Tausende von Waisenkindern, deren Eltern gestorben waren oder von ihnen verzweifelt in die nach Iran fahrenden Züge gebracht wurden. Viele der Flüchtlinge wurden schließlich in andere Länder verlegt. Einige beschlossen, sich dauerhaft im Iran niederzulassen und gründeten dort Familien.
Während die meisten Zeichen des polnischen Lebens im Iran verblasst sind, bestehen einige weiterhin. Fast 3.000 Flüchtlinge starben innerhalb weniger Monate nach der Ankunft im Iran und wurden auf Friedhöfen begraben, und viele dieser Begräbnisstätten werden heute noch von Iranern gepflegt. Ein polnischer Friedhof in Teheran ist mit 1.937 Gräbern der größte und wichtigste Flüchtlingsfriedhof des Landes.
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– Geschichte –
Zweiter Weltkrieg: Als Griechen in Syrien Zuflucht fanden
Während griechische Grenzschützer in diesen Tagen Flüchtlinge erschießen und ihre Boote rammen, maskierte „Bürgerwehren“ sowie Nationalisten sie jagen und die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen sie einsetzt, fanden griechische Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg Zuflucht in Syrien.
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