Weltklimagipfel in Bonn
Al Gore sieht trotz Trump Fortschritte beim Klimaschutz in den USA

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Bonn (nex) – Der ehemalige US-Vizepräsident, Al Gore glaubt trotz der Haltung von US-Präsident Donald Trump an Fortschritte beim Klimaschutz in den USA. Eine Zusammenarbeit von Demokraten und Republikanern bei diesem Thema hält der Friedensnobelpreisträger und Umweltaktivist durchaus für möglich: „Wir sind nicht weit entfernt von einer Arbeitskoalition im Repräsentantenhaus und im Senat“, sagte Gore am Rande des Weltklimagipfels in Bonn dem Fernsehsender phoenix. Gute Fortschritte sieht Gore bereits auf Ebene der US-Bundesstaaten oder bei Stadtverwaltungen. „Es gibt bereits unglaublich viele Städte, die sich verpflichtet haben, 100 Prozent erneuerbare Energien einzusetzen“, so Gore. Auch viele Bundesstaaten hätten geplant, Treibhausemissionen zu reduzieren, bzw. dies schon in die Tat umgesetzt. „Besonders beeindruckend“ sei, so Al Gore, „dass tausende von Unternehmen die Geschwindigkeit der Regierung monieren und jetzt selbst 100 Prozent erneuerbare Energien einsetzen“. Mit Blick auf den von US-Präsident Trump angekündigten Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen erklärte Gore: „Der Zug ist bereits abgefahren.“ Wie alle anderen Nationen seien auch die USA auf diesen Zug aufgesprungen, und das habe Konsequenzen. Rechtlich gesehen sei der erste Tag, an dem die USA aus dem Abkommen aussteigen könne, der Tag nach den nächsten Präsidentschaftswahlen im Jahr 2020. „Die USA sind immer noch dabei“, so Gore. Dies habe Einfluss etwa auf die Planungen von Unternehmen und den Einsatz erneuerbarer Energien.

Irak
Erdbeben: Kurdische Regionalregierung dankt Türkei

Sulaimaniyya (nex) – Der Türkische Rote Halbmond war die erste Hilfsorganisation, die nach dem gestrigen Erdbeben 30 Kilometer südwestlich der irakischen Stadt Halabja nahe der iranischen Grenze die Region erreichte. Das Hilfspersonal traf innerhalb weniger Stunden nach dem Beben im am stärksten betroffenen Gebiet des Stadtteils Derbendihan ein, wo mehrere Gebäude zerstört und Dutzende Häuser beschädigt worden waren. Der stellvertretende türkische Premierminister Bekir Bozdag sagte, dass bereits insgesamt 3000 Zelte, 3000 Decken und mobile Küchen vom Türkischen Roten Halbmond umgehend in den Norden des Irak geschickt wurden. Er fügte hinzu, dass 4.000 weitere Decken aus den südöstlichen türkischen Provinzen Mus und Diyarbakir zum Habur-Grenzübergang entsandt wurden. Zudem seien bereits 3.000 mobile Heizungen und 3.000 Zelte für den Abstransport verladen worden.
(Foto: AA)
Der türkische Katastrophenschutz AFAD hat laut eigenen Angaben unmittelbar nach dem Erdbeben 5.000 Zelte, 7.000 Decken, 92 Mitarbeiter und 11 Fahrzeuge in den Nordirak entsandt. Zwei LKW der Hilfsorganisation IHH seien zudem in der südtürkischen Provinz Kilis abgefertigt worden, teilte ein Sprecher des Koordinierungszentrums Kilis türkischen Medien mit. Die Lastkraftwagen wurden mit 150 Zelten und mehr als 1.000 Decken beladen, darunter fünf Tonnen Reis, 1.500 Liter Öl, fast 10.000 Dosen Fisch und fünf Tonnen Linsen, sagte Yakup Alaca. Der Premierminister der kurdischen Autonomieregion des Nordirak bedankte sich unterdessen beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für die Hilfe der Türkei. „Wir können uns in schwierigen Zeiten auf die Hilfe der Türkei verlassen“, so Nechirvan Idris Barzani in einer Rede. Der kurdischen Nachrichtenagentur Rudaw zufolge bedankte sich auch ein Sprecher der autonomen Regionalregierung „für die schnelle Hilfeleistung“ bei der Türkei. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass beim gestrigen Beben mindestens 328 Menschen im Westen des Iran ums Leben gekommen und rund 4.000 verletzt worden seien. Dem irakischem Innenministerium zufolge seien im Nordirak mindestens sieben Menschen gestorben und Hunderte verletzt worden. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7.3 auf der Richterskala.

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– Syrienkonflikt – Kurdischer Premierminister: PKK ist Quelle der Destabilisierung in der Region

Die Terrororganisation PKK destabilisiert Nordsyrien mit ihren Bestrebungen, sich dort zu etablieren, erklärte am gestrigen Donnerstag der Ministerpräsident der Kurdischen Autonomiegebiete (KRG) Nechirvan Barzani.

Kurdischer Premierminister: PKK ist Quelle der Destabilisierung in der Region
   

Sport
Kenianer dominieren 39. Vodafone Istanbul Marathon

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Istanbul (nex) – Kenianische Athleten dominierten am gestrigen Sonntag den 39. Vodafone Istanbul Marathon, an dem zehntausende Menschen aus der ganzen Welt von Asien nach Europa liefen. In der Frauenwertung belegte die Kenianerin Ruth Chepngetich den ersten Platz, während Abraham Kiprotich, ein französischer Sportler mit kenianischen Wurzeln, der beste männliche Läufer war. Chepngetich legte den 46 Kilometer langen Lauf in 2 Stunden, 22 Minuten und 36 Sekunden zurück, während Kiprotich 2 Stunden, 11 Minuten und 22 Sekunden für dieselbe Strecke brauchte. Die Kenianerin Visiline Jepkesho wurde vier Sekunden später Zweite in der Damenwertung. Ihr folgte der Äthiopier Letebrhan Haylay, der die Strecke in 2 Stunden, 25 Minuten und 14 Sekunden geschafft hatte. In der Männerkategorie war der Kenianer Jacob Kendagor erster Verfolger und absolvierte den Lauf in 2 Stunden, 11 Minuten und 27 Sekunden, während der Äthiopier Bazu Worku mit 2 Stunden, 11 Minuten und 39 Sekunden Dritter wurde. Das diesjährige Motto lautete: „Wir rennen für die Zukunft unserer Kinder.“ Der einzige transkontinentale Marathon der Welt beherbergte 86 Spitzensportler aus Kenia, Äthiopien, Namibia, der Ukraine, Weißrussland, Aserbaidschan, Frankreich, Serbien, Litauen und der Türkei. Das Rennen hatte neben dem Marathon vier weitere Kategorien, darunter 15 Kilometer (9,3 Meilen), 10 Kilometer (6,2 Meilen) und 8 Kilometer (4,97 Meilen) sowie ein Rennen für Rollstuhlfahrer. Startpunkt des Marathons war die asiatische Seite der 15. Juli-Märtyrer-Brücke in Istanbul, früher bekannt als die Bosporus-Brücke. Er endete am historischen Sultanahmet-Platz auf der europäischen Seite der Stadt. Vodafone war Hauptsponsor des von der Stadtverwaltung Istanbul und Spor Istanbul organisierten Rennens. Das Preisgeld für das Rennen betrug insgesamt 1 Millionen US-Dollar.

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– London – Leichtathletik-WM: Türke Guliyev Weltmeister über 200 Meter

Der Türke Ramil Guliyev überraschte bei der Leichtathletik-WM in London mit einem Sieg über 200 Meter und vereitelte somit das Gold-Double des südafrikanıschen Topfavoriten Wayde van Nıekerk.

Leichtathletik-WM: Türke Guliyev Weltmeister über 200 Meter

Katastrophenalarm
Irak: Schweres Erdbeben in Kurdenregion

Kirkuk (nex) – Die Grenzregion zwischen dem Irak und Iran wurde heute von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Berichten zufolge erreichte das Beben eine Stärke von 7.2. Laut türkischen Medien sollen mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen sein. Viele Gebäude seien eingestürzt. Der Türkische Rote Halbmond verlade bereits 3.000 mobile Heizungen, 3.000 Zelte, 10.000 Decken, 10.000 Betten sowie Küchen aus seinen Lagern in den osttürkischen Städten Adana, Muş und Elazığ. Die Aktionen würden mit dem Roten Halbmond des Irak und Iran koordiniert. Das Epizentrum des Erdbebens liegt in einer relativ dünn besiedelten Provinz Kermanschah südöstlich der irakischen Städte Erbil und Kirkuk. https://twitter.com/alshahedl/status/929806818540511232    

Kampf gegen den Terror
Türkei: Bei Anti-Terror-Operationen über 250 mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen

Istanbul (nex) – Die türkische Polizei hat am heutigen Sonntag im Zuge von landesweiten Anti-Terror-Einsätzen mindestens 36 mutmaßliche IS-Mitglieder verhaftet. Bei Polizeioperationen in Istanbul sind in den Stadtvierteln Bayrampasa, Zeytinburnu, Basaksehir, Esenyurt, Tuzla und Umraniye 32 Verdächtige festgenommen worden. Das berichten türkische Medien unter Berufung auf anonyme Quellen aus Sicherheitskreisen. Bei den Operationen seien auch Hubschrauber eingesetzt worden.

Bei allen festgenommenen Tatverdächtigen handele es sich um ausländische Staatsbürger. Es habe konkrete Hinweise für Anschlagspläne gegeben, so die Quellen weiter.

Bei weiteren Anti-Terror-Operationen in den Provinzen Kirsehir und Eskisehir wurden vier Verdächtige in Gewahrsam genommen. Diesen werden Verbindungen zu dem bereits in der vergangenen Woche in der anatolischen Stadt Kayseri festgenommenen mutmaßlichen IS-Mitglied Abdulkhaleq Abdulqader Ali vorgeworfen.

Ali habe in den sozialen Medien ein Video geteilt, in dem er angeblich seinen Bruder in den Kopf geschossen habe.

Insgesamt 173 IS-Terrorverdächtige wurden zudem bereits am Donnerstag in der Hauptstadt Ankara festgenommen. Die Polizei in Ankara war mit 1.500 Beamten gegen mutmaßliche IS-Mitglieder vorgegangen nachdem die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen 245 Verdächtige ausgestellt hatte. Bei zeitgleichen Einsätzen an 250 Orten Ankaras habe es 173 Festnahmen gegeben. Weitere Festnahmen habe es auch in den Provinzen Bursa mit 27, Bingöl mit sieben sowie Kütahya und Eskisehir mit jeweils vier Verdächtigen gegeben. Um Anschläge zu verhindern, gehen türkische Sicherheitskräfte seit geraumer Zeit energisch gegen das IS-Terrornetzwerk vor. Seit August letzten Jahres hat die Polizei in Istanbul mehr als 100 Razzien durchgeführt und fast 1000 Verdächtige festgenommen.

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– EU-Türkei-Beziehungen –  Ungarischer Außenminister Szijjártó: EU-Kritik am Anti-Terror-Kampf der Türkei unfair

Ungarn könne die Auswirkungen des vereitelten Putschversuchs vom 15. Juli in der Türkei nachvollziehen und betrachte daher die Kritik vonseiten der EU am Anti-Terror-Kampf des Landes als unfair und unbegründet.

Ungarischer Außenminister Szijjártó: EU-Kritik am Anti-Terror-Kampf der Türkei unfair

During the search, police seized a Daesh flag, documents and $50,000.

Basketball
Schröder will Nowitzki als Aushängeschild beerben

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Düsseldorf (nex) – Wenn Superstar Dirk Nowitzki (39) in absehbarer Zeit seine Karriere in der NBA beenden wird, will Dennis Schröder die Werbefigur des deutschen Basketballs werden. „Ich will natürlich diesen Schritt machen und der beste deutsche Basketballer sein. Aber Dirk Nowitzki ist eine ganz andere Person. Wenn er in ein, zwei Jahren aufhört, möchte ich natürlich das Aushängeschild des deutschen Basketballs sein, ein Vorbild für alle deutschen Basketballer“, sagte der 24-Jährige der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Der Spielmacher der Atlanta Hawks sieht den deutschen Basketball insgesamt auf einem guten Weg: „Wir haben jetzt fünf Deutsche in der NBA, es geht wirklich nach vorne. Viele Scouts hier fragen mich über die jungen Spieler in Deutschland aus. Meine Familie, ein paar Freunde und ich wollen den deutschen Basketball im Marketing unterstützen und nach vorne bringen. Mit so vielen deutschen NBA-Spielern wie nie zuvor, ist es die richtige Zeit dafür.“

PKK-Verbot
Dortmund: Polizei stoppt PKK-Demo wegen Öcalan-Bildern

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Dortmund (nex) – Die Polizei hat am Freitag eine geplante Kurden-Demonstration in Dortmund kurz vor Beginn verboten. Wie die Polizei mitteilte, hätten sich Demo-Teilnehmer geweigert auf Konterfeis des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan zu verzichten. Zudem befanden sich auch an einem Demo-Bus deutlich sichtbare Plakate mit dem Abbild des Terror-Paten. Daraufhin sei die Demonstration verboten worden. Die Versammlung sollte um 13 Uhr auf dem Friedensplatz in Dortmund stattfinden. Auch die Düsseldorfer Polizei hatte bereits am 4. November eine kurdische Demonstration gestoppt, weil Bilder von Öcalan gezeigt wurden. Dabei kam es zu Ausschreitungen. Die 1978 gegründete PKK hatte seit den 1980-er Jahren gegen die Türkei für die Gründung eines unabhängigen kurdischen Staates gekämpft. Später änderte sie ihr Ziel und verlangt seitdem die Autonomie der überwiegend von Kurden bewohnten Regionen der Türkei. Die von den USA, der Türkei und Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK nahm im Juli 2015 ihren 30-jährigen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat wieder auf. Seitdem sind Tausende Menschen bei PKK-Anschlägen in der Türkei gestorben. Sigmar Gabriel hatte im Juli dieses Jahres Fehler Deutschlands bei der Bekämpfung der Propaganda der PKK eingeräumt. Gabriel glaube, die Türkei habe damit recht, Deutschland zu warnen und zu fordern, nicht zuzulassen, dass die PKK Propagandaaktivitäten in Deutschland durchführe, hatte er auf einer Pressekonferenz im Bundesaußenministerium erklärt. Er denke auch, dass es inakzeptabel sei, Auftritte türkischer Politiker zu verbieten, während gleichzeitig Plakate mit Öcalan-Porträts zugelassen würden, so Gabriel weiter. Er spielte damit auf  Versammlungen von PKK-Anhängern in Deutschland  an, bei denen Flaggen der Terrorgruppe und des Gründers Abdullah Öcalan zur Schau getragen worden waren. Deutschland hat die PKK 1993 als Terrororganisation eingestuft, aber die Behörden sträuben sich dagegen, strenge Maßnahmen gegen deren Propaganda, Finanzierung und Rekrutierungsaktivitäten einzuleiten. Auch in der EU und den USA wird sie als Terrororganisation gelistet. Die PKK sei nicht nur für die Türkei, sondern auch für Deutschland eine Bedrohung, warnte Gabriel.

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– Düsseldorf – Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos

Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei PKK-Demos lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.

Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos
     

"Tödlichste Krankheit der Welt"
Pro Minute sterben zwei Kinder an Lungenentzündung

Berlin (ots) – Weltweit sterben jährlich knapp eine Million Kinder an Lungenentzündung. Das belegt der aktuelle Bericht „Fighting for Breath“, den Save the Children anlässlich des Welttages zur Bekämpfung von Lungenentzündungen (12. November) veröffentlicht. Die Kinderrechtsorganisation entwirft in dem Bericht ein Szenario, dass es ermöglichen wird, bis 2030 über fünf Million Kinderleben zu retten – denn Lungenentzündungen sind sowohl vermeidbar als auch behandelbar: Eine Behandlung mit Antibiotika kostet lediglich 0,34 Euro und kann ein erkranktes Kind in drei bis fünf Tagen heilen. Keine andere Krankheit ist für mehr Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich als Lungenentzündungen. So sterben jede Minute zwei Kinder in diesem Alter daran – das sind mehr als an Malaria, Durchfallerkrankungen und Masern zusammen. Über 80 Prozent der Todesfälle treten bei Kindern unter zwei Jahren auf. Oftmals haben diese Kinder durch Mangelernährung oder unzureichende Versorgung mit Muttermilch ein geschwächtes Immunsystem und sind daher nicht in der Lage die Infektion zu bekämpfen. Neugeborene sind besonders gefährdet – auch weil über die Hälfte aller Mütter in Afrika keinerlei Gesundheitsversorgung vor, während oder nach der Entbindung erhalten. „Die Krankheit lässt die betroffenen Kleinkinder fürchterlich um Atem ringen und ihre Eltern oft vor Angst verzweifeln oder leider allzu oft mit unglaublichem Schmerz und Trauer zurück, wenn die Kinder den Kampf gegen die Lungenentzündung verlieren“, beschreibt Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „Es ist nicht hinnehmbar, dass wir so viele junge Leben von einer Krankheit zerstören lassen, obwohl wir wissen, wie sie sich vermeiden und behandeln lässt“, so Krüger weiter. Save the Children fordert die Immunisierung für weltweit 166 Millionen Kleinkinder unter zwei Jahren und Unterstützung für mehr als 400 Millionen Kinder, die keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung haben. Um diese erschreckende Anzahl an vermeidbaren Todesfällen zu bekämpfen und Millionen Kinderleben zu retten, fordert Save the Children deshalb: – Günstigere Preise für Impfstoffe, um alle Kinder weltweit durch Immunisierung vor Lungenentzündungen zu schützen. Besonders stark betroffene Länder müssen mit internationaler Unterstützung stärker in ihre Impfprogramme investieren. – Die Regierungen der betroffenen Länder müssen Aktionspläne zur Bekämpfung von Lungenentzündungen aufsetzen, die sicherstellen, dass alle Menschen gerechten Zugang zu guter Gesundheitsversorgung und angemessen geschulten Gesundheitspersonal haben, damit Lungenentzündungen richtig und frühzeitig diagnostiziert werden können. – Nationale Regierungen und Geber müssen gemeinschaftlich dafür sorgen, dass lebensrettende Antibiotika jederzeit und überall verfügbar sind – Eine stärkere Zusammenarbeit öffentlicher und privater Partner, um die lebenswichtige Versorgung mit Sauerstoff für schwer erkrankte Kinder mit akuter Atemnot überall sicherzustellen.  

Medienfreiheit
Myanmar: Zwei Monate Haft für Reporter des türkischen Fernsehens

Naypyidaw (nex) – Ein Gericht in Myanmar hat am vergangenen Freitag wegen Drohnenbesitzes zwei Journalisten, deren Dolmetscher und Fahrer zu einer Haftstrafe von zwei Monaten verurteilt. Die beiden Journalisten sind für den türkischen Staatssender TRT World tätig. Der Kameramann Lau Hon Meng aus Singapur und der Reporter Mok Choy Lin aus Malaysia waren am 27. Oktober zusammen mit ihrer myanmarischen Dolmetscherin Aung Naing Soe sowie dem Fahrer Hla Tin festgenommen worden. Die vier arbeiteten an einem Dokumentarfilm für TRT World, der englischsprachigen Tochter der türkischen Radio- und Fernsehgesellschaft (TRT), als sie wegen des Versuchs, eine Drohne zu fliegen, festgenommen wurden. Die Polizei habe zunächst untersucht, ob sie gegen Ein- und Ausfuhrvorschriften verstoßen hätten, was mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft werden kann. Der Richter entschied jedoch, eine neue Anklage wegen Verstoßes gegen das burmesische Flugverkehrsgesetz von 1934 zuzulassen. Sowohl der Kameramann als auch der Reporter bekannten sich nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters daraufhin schuldig, und alle vier wurden zu jeweils zwei Monaten Haftstrafe verurteilt. Eine neue Anhörung soll am 16. November stattfinden, um zu entscheiden, ob Anklagen wegen Verstoßes gegen die Ein- und Ausfuhrvorschriften erhoben werden. „Wir haben keine Ahnung, was los ist, und wir dürfen nicht mit unserer Familie sprechen“, beschwerte sich Mok. „Und die Regeln und Prozeduren werden uns nicht erklärt. Wir wurden gebeten, Erklärungen zu unterschreiben, die vollständig auf Burmesisch sind und die wir gar nicht verstehen“, so die Journalistin weiter. Sie seien während der Haft nicht misshandelt worden, sagte Dolmetscher Aung Naing Soe bevor er vor Gericht gestellt wurde. Die Polizei habe gefragt mit wem sie gesprochen haben und welche Regionen sie in Myanmar bereisten. David Baulk von der Rechtsgruppe Fortify Rights nannte die Entscheidung des Richters die Kaution zu verweigern und die vier Angeklagten zu verurteilen „lächerlich wie gefährlich“. „Wieder einmal hat Myanmars Justizsystem es versäumt, den staatlichen Sicherheitskräften und ihren offensichtlichen Machtmissbräuchen die Stirn zu bieten“, sagte Baulk, ein Experte der Organisation für Menschenrechte in Myanmar, gegenüber Reuters per E-Mail.

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– Südostasien – Myanmar: Hilfsorganisationen beschuldigen Militär der Vergewaltigung muslimischer Frauen

Nur fünf Monate nach der Machtübernahme ihrer Partei in Myanmar, der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), sieht sich deren Vorsitzende und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi internationalem Druck ausgesetzt.

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The Lost Requiem
Geschichte: Polnische Flüchtlinge im muslimischen Iran

Im September 1939 überfiel Nazi-Deutschland Polen und markierte damit den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Als Teil des deutschen Nichtangriffspakts mit der Sowjetunion wurde Ostpolen von der UdSSR besetzt und annektiert.

Rund 1,25 Millionen Polen wurden in verschiedene Teile der Sowjetunion deportiert, darunter eine halbe Million „sozial gefährliche“ Polen, die mit Zügen in Arbeitslager in Kasachstan und Sibirien gebracht wurden. Tausende starben an Erschöpfung, Krankheit und Unterernährung.

Als Deutschland nur weniger als zwei Jahre später den Pakt aufkündigte und in die Sowjetunion einmarschierte, sahen sich die Sowjets gezwungen, sich mit den Alliierten zu verbünden. Es wurde ein Abkommen zur Wiederherstellung des polnischen Staates und zur Bildung einer Armee aus Polen in der UdSSR unterzeichnet.

Den polnischen Gefangenen wurde gesagt, dass sie nun frei seien, der neuen Armee beizutreten, die sich im Iran formierte, damals unter Besatzung durch sowjetische und britische Truppen. Aus dem ganzen Land machten sich Tausende von hungernden Männern, Frauen und Kindern langsam auf den Weg in der Hoffnung auf Zuflucht im Iran. Über 116.000 Polen, die das Kaspische Meer in überfüllten Booten überquerten, erreichten den Iran. Die meisten landeten in der Hafenstadt Pahlevi, wo sie Nahrung bekamen und unter Quarantäne gestellt wurden – Malaria, Typhus und Hunger waren weit verbreitet. Viele starben und wurden dort begraben.

Die Überlebenden wurden nach Teheran gebracht, wo sie von der iranischen Regierung herzlich begrüßt wurden. Die Gebäude wurden umgebaut, um sie unterzubringen, und polnische Schulen, Unternehmen sowie Kulturorganisationen wurden gegründet. Menschen, die jahrelang in eisiger Kälte und in von Krankheiten geplagten Camps untergebracht waren, hatten jetzt saubere Betten und reichlich Nahrung.

Während dieser Zeit litt der Iran selbst unter wirtschaftlichen Sanktionen der Sowjets. Nach der Invasion verboten die Russen den Transport von Reis in den zentralen und südlichen Teil des Landes, was zu Nahrungsmittelknappheit, Hungersnot und steigender Inflation führte. Die Alliierten übernahmen für die Kriegsvorbereitungen auch die Kontrolle über die Trans-Iranische Eisenbahn und weitere Verkehrsträger sowie die verarbeitende Industrie und alle anderen Ressourcen.

Trotz dieser Schwierigkeiten nahmen die Iraner die polnischen Flüchtlinge offen auf, und die iranische Regierung erleichterte ihnen die Einreise ins Land und versorgte sie mit Proviant. Polnische Schulen, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Läden, Bäckereien, Unternehmen und sogar Zeitungen wurden gegründet, damit sich die Polen zuhause fühlten. Es gab so viele Flüchtlinge, dass Regierungsgebäude und -zentren zur Unterbringung der Flüchtlinge bereitgestellt werden mussten.

„Die freundlichen Perser drängten sich um die Busse und riefen uns lautstark Begrüßungsworte zu. Durch die Fenster der Busse reichten sie uns Datteln, Nüsse, gebratene Erbsen mit Rosinen und saftige Granatäpfel.“
Krystyna Skwarko.

„Sie waren in einer sehr schlechten Verfassung, dünn, krank und in Lumpen… Ein Freund von mir, ein Zimmermann, machte für sie Särge. Jeden Tag sterben etwa 50 Menschen.“ Gholam Abdul-Rahimi, persischer Fotograf.

„Um etwas über die neueste westliche Mode und Make-Up zu lernen, stellten wohlhabende Iranerinnen polnische Dienstmädchen ein. Oft hatten diese eine bessere Schulbildung und Abstammung als ihre neuen Arbeitgeber selbst.
Khosrow Sinai, iranischer Regisseur.

Tausende Kinder, die damals in den Iran kamen, kamen aus Waisenhäusern in der Sowjetunion, entweder weil ihre Eltern gestorben waren oder weil sie bei den Deportationen aus Polen getrennt wurden. Die meisten dieser Kinder wurden schließlich in Waisenhäusern in Isfahan untergebracht, welches ein angenehmes Klima und reichlich Ressourcen hatte, so dass sich die Kinder von den vielen Krankheiten erholen konnten, die sie in den schlecht verwalteten und ebenso schlecht versorgten Waisenhäusern in der Sowjetunion erlitten hatten.

Zwischen 1942-1945 durchquerten etwa 2.000 Kinder Isfahan, so viele, dass es kurzzeitig „Stadt der polnischen Kinder“ genannt wurde. Andere Kinder brachte man in Waisenhäuser in der im Osten liegenden Stadt Maschhad unter. Zahlreiche Schulen wurden eingerichtet, um den Kindern die polnische Sprache, Mathematik, Naturwissenschaften und andere Standardfächer beizubringen. In einigen Schulen wurde auch Persisch gelehrt, ebenso wie polnische und iranische Geschichte und Geographie.

Die meisten Flüchtlinge meldeten sich zum Kampf in der neuen polnischen Armee , während auch viele bis zum Ende des Krieges im Iran verblieben. Darunter Tausende von Waisenkindern, deren Eltern gestorben waren oder von ihnen verzweifelt in die nach Iran fahrenden Züge gebracht wurden. Viele der Flüchtlinge wurden schließlich in andere Länder verlegt. Einige beschlossen, sich dauerhaft im Iran niederzulassen und gründeten dort Familien.

Während die meisten Zeichen des polnischen Lebens im Iran verblasst sind, bestehen einige weiterhin. Fast 3.000 Flüchtlinge starben innerhalb weniger Monate nach der Ankunft im Iran und wurden auf Friedhöfen begraben, und viele dieser Begräbnisstätten werden heute noch von Iranern gepflegt. Ein polnischer Friedhof in Teheran ist mit 1.937 Gräbern der größte und wichtigste Flüchtlingsfriedhof des Landes.

 

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– Geschichte –
Zweiter Weltkrieg: Als Griechen in Syrien Zuflucht fanden

Während griechische Grenzschützer in diesen Tagen Flüchtlinge erschießen und ihre Boote rammen, maskierte „Bürgerwehren“ sowie Nationalisten sie jagen und die Polizei Tränengas und Wasserwerfer gegen sie einsetzt, fanden griechische Flüchtlinge im Zweiten Weltkrieg Zuflucht in Syrien.

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