Syrien nach dem IS
Türkische Postfilialen eröffnen in IS-befreiten Gebieten

Aleppo (nex) – Die türkische Postbehörde eröffnet in den Städten Al-Bab und Al-Rai (Cobanbey auf Türkisch) der Aleppo-Provinz im Nordosten Syriens in Kürze ihre ersten Filialen nach der Vertreibung der IS-Terrormiliz. Nach der Eröffnung plane die türkische Generaldirektion der Post- und Telegraphenorganisation (PTT) in beiden Städten Post-, Bank- und Logistikdienstleistungen anzubieten. Seitdem die Terrormiliz IS nach der Militäroperation „Schutzschild Euphrat“ der türkischen Armee aus den Gebieten im Nordosten Syriens vertrieben wurde, versorgt die Türkei die Menschen vor Ort mit Bildungs-, Gesundheits- und Sicherheitsdienstleistungen. Für die geplante Filiale in Al-Bab sei ein altes Gebäude renoviert worden, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu (AA). Die Filiale in Al-Rai, jenseits der Grenze zur türkischen Provinz Kilis gelegen, stünde kurz vor der Eröffnung. Im vergangenen Monat eröffnete die PTT bereits eine Niederlassung in der syrischen Stadt Jarabulus nahe der türkischen Provinz Gaziantep. Die offizielle Einweihungsfeier werde in Kürze stattfinden, berichtet AA weiter. „Das ist so ein Segen für alle Menschen dieser Gegend, ein Stück Normalität nach vielen Jahren des Krieges, Terrors und Leids“, betonte Oscar Bergamin gegenüber NEX24 und ergänzte: „Wir sind der Türkei für das, was sie für die Menschen hier in Syrien getan hat und tut, unendlich dankbar.“ Allerdings seien noch viele Städte von syrischen Regierungstruppen umlagert und von der Außenwelt abgeriegelt. In vielen Gebieten herrsche noch immer Hungersnot, und Hilfe sei dringend benötigt. Im März 2013 gründete Bergamin die Hilfsorganisation Ash-Sham Care mit dem Ziel, humanitäre Nothilfe in Syrien zu leisten.

Syrien befand sich seit Anfang 2011 in einem Bürgerkrieg. Das Assad-Regime hatte damals die Demonstrationen für Demokratie, die als Teil der Aufstände im „Arabischen Frühling“ entstanden waren, mit unerwarteter Brutalität und unverhältnismäßiger Gewalt niedergeschlagen. Seitdem wurden laut UN Hunderttausende Menschen getötet und Millionen vertrieben.

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– Flüchtlingspolitik – Syrien: Türkisches Erziehungsministerium baut über 450 Schulen wieder auf

In den vergangenen acht Monaten hat die Türkei in der syrischen Region Aleppo über 400 zerstörte Schulen wiederaufgebaut, sodass 152.000 Kinder ihre Ausbildung fortsetzen konnten.

Syrien: Türkisches Erziehungsministerium baut über 450 Schulen wieder auf

Terrorismus
Moscheeanschlag in Ägypten: Opferzahl steigt auf über 184

Kairo (nex) –  Nach jüngsten Angaben ägyptischer Medien ist die Zahl der Todesopfer nach einem Angriff auf eine Moschee am Freitag auf Mindestens 184 gestiegen. Zudem seien über 120 Menschen verletzt worden. Schwer bewaffnete Terroristen stürmten die Moschee in der Nähe der Provinzhauptstadt Al-Arish im Norden des Sinai, als sich die Gläubigen dort zum Freitagsgebet versammelt hatten. Nach Angaben der Polizei zündeten sie dabei zunächst eine Bombe und eröffneten dann aus vier Geländewagen das Feuer. Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Terroranschlägen eines IS-Ablegers. Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Terroristen. https://twitter.com/Dilsedesh/status/934058604146995201 Bisher habe sich noch keine Organisation zu dem Anschlag bekannt. Die ägyptische Regierung hat eine dreitägige Trauer angeordnet.      

Kampf gegen den Terror
Ankara begrüßt neues PKK-Verbot des EU-Parlaments

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Ankara (nex) – Die Türkei begrüßt das vom Europäischen Parlament (EP) beschlossene Verbot für  Terrorgruppen – zu denen auch die PKK gehört -, dessen Räumlichkeiten zu betreten.

Das Europäische Parlament hat am vergangenen Mittwoch eine aktualisierte Liste von Personen und Gruppen herausgegeben, die den Räumlichkeiten der gesetzgebenden Gewalt der EU, einschließlich der Terrorgruppe, fernbleiben müssen. „Wir begrüßen die Entscheidung des Präsidiums des Europäischen Parlaments, die den von der EU als Terrororganisationen aufgeführten Gruppen den Zugang verweigert, einschließlich der PKK und anderer Gruppen, die an terroristischen Aktivitäten gegen die Türkei beteiligt sind“, gab das türkische Außenministerium in einer schriftlichen Erklärung bekannt.

„Nach dieser Entscheidung können Personen, die diese Gruppen vertreten, nicht in das Europäische Parlament eingeladen werden, noch dürfen diese Gruppen in den Räumlichkeiten des EP gefördert werden“, heißt es weiter.

Die Liste enthielt jedoch nicht die Namen der Gebietsleiter der Terrororganisation in Europa, die häufig an PKK-Kundgebungen teilnahmen. Die PKK hatte in der Vergangenheit Propaganda-Veranstaltungen im EP organisiert die Ankara verärgerten. Die Türkei verurteilte beispielsweise, dass auf einer Veranstaltung im Europäischen Parlament im vergangenen Jahr Fotos des PKK-Führers Abdullah Öcalan am Veranstaltungsort angebracht worden waren. In der Erklärung bezeichnet das türkische Außenministerium die Entscheidung des Europäischen Parlaments als „einen Schritt nach vorn“ in Bezug auf die internationalen Verpflichtungen der EU im Bereich der Terrorismusbekämpfung. „Wir werden die Umsetzung der Entscheidung des EP genau überwachen“, ist in der Erklärung weiterzulesen.

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– Terrorismus – Tschechischer Politiker fordert Verbot von PKK-Propaganda im EU-Parlament

Ein tschechisches Mitglied des Europäischen Parlaments (EP) hat am gestrigen Sonntag dazu aufgerufen, die Propaganda der Terrorgruppe PKK im Parlamentsgebäude zu verbieten.

Tschechischer Politiker fordert Verbot von PKK-Propaganda im EU-Parlament
   

"Neuauflage der großen Koalition"
Pistorius für Gespräche mit Union offen

Düsseldorf (ots) – Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat seine Partei zu Gesprächen mit der Union aufgerufen. Neuwahlen dürften nur die letzte Wahl sein. „Man muss buchstäblich alle Optionen abwägen und ernsthafte Gespräche führen. Erst, wenn an deren Ende nur die eine Option Neuwahlen übrig bleibt, kann man dies auch den Wählern vermitteln“, sagte Pistorius der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Pistorius setzt sich für eine Wiederwahl von Martin Schulz als Parteivorsitzender ein. „Was die SPD aktuell sicher nicht braucht, ist eine ausufernde Personaldiskussion. Auf dem Parteitag Anfang Dezember sollte Martin Schulz deswegen als Parteivorsitzender in seinem Amt bestätigt werden.“ In der Debatte um eine Neuauflage der großen Koalition betonte die geschäftsführende Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) das Verantwortungsbewusstsein der Sozialdemokraten. „In einer Demokratie muss man immer dazu bereits sein, den Dialog mit anderen demokratischen Parteien zu führen“, sagte Hendricks „Rheinischen Post“. Die Sozialdemokratie sei sich „ihrer Verantwortung gegenüber ihren Wählerinnen und Wählern, aber auch dem ganzen Land gegenüber, bewusst“.

Parteitag
Özdemir bekräftigt Rückzug von Grünen-Parteispitze

Düsseldorf (ots) – Grünen-Chef Cem Özdemir hat bekräftigt, dass er nicht für eine weitere Amtsperiode an der Parteispitze zur Verfügung steht. „Ich habe immer gesagt, dass ich nach der Bundestagswahl als Bundesvorsitzender gerne die Verantwortung für die Partei in andere Hände legen würde“, sagte Özdemir der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Klar ist, dass wir jetzt erst mal sehen müssen, wie geht es weiter mit der Regierungsbildung“, sagte Özdemir. „Wenn das geklärt ist, kommen alle weiteren Schritte.“ Als ein möglicher Nachfolger Özdemirs an der Parteispitze gilt Schleswig-Holsteins Vize-Regierungschef Robert Habeck, den Özdemir „einen unserer Besten“ nannte. „Er wird künftig hoffentlich eine wichtige Rolle spielen“, sagte Özdemir. Auf dem Parteitag am kommenden Sonnabend erwartet Özdemir Unterstützung für den Kurs der Führungsriege bei den Jamaika-Sondierungsgesprächen. „Es mag auch Kritik geben. Aber insgesamt war die Partei nach meinem Eindruck sehr zufrieden, wie wir das gemacht haben“, sagte er. „Ich bin stolz auf meine Partei, dass sie so standhaft und geschlossen geblieben ist, obwohl wir bis an die Schmerzgrenze und manchmal darüber hinaus gegangen sind im Ringen um Kompromisse in der Verantwortung für unser Land“, sagte der Grünen-Vorsitzende. Özdemir hat sich über die Option einer Neuwahl skeptisch geäußert. „Der Bundespräsident hat Recht, dass man nun versuchen muss, aus der Mitte des Parlaments heraus eine Regierung zu bilden“, sagte Özdemir der „Rheinischen Post“. „Neuwahlen ruft man nicht einfach aus. Die Bevölkerung darf nicht den Eindruck bekommen, dass wir so lange wählen lassen, bis das Ergebnis passt“, sagte der Grünen-Vorsitzende. Auf die Frage, ob die Grünen in eine schwarz-grüne Minderheitsregierung eintreten würden, sagte Özdemir: „Ich sehe derzeit nicht, wie dies möglich werden soll. Jetzt sind erst einmal der Bundespräsident und die Union als größte Fraktion im Bundestag am Zuge.“ Die SPD müsse entscheiden, ob sie wieder in eine große Koalition gehen wolle. Er rechne „derzeit eher mit der Bildung einer großen Koalition“ als mit einer Neuwahl.

Türkei
Trotz IS-Niederlage: USA beliefern PKK-Ableger YPG weiterhin mit Waffen

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Ankara (nex/tp) – Die USA beliefern die PKK-nahe Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien weiterhin mit Unmengen an Waffen. Die türkische Regierung zeigt sich über die unkontrollierten Waffenlieferungen sehr besorgt. Verteidigungsminister Canikli hatte erst vergangene Woche während eines NATO-Treffens in Brüssel erneut darauf hingewiesen, dass die Anhäufung von Waffen an der türkischen Grenze nicht mehr zu rechtfertigen sei, vor allem dann nicht, wenn die Terrormiliz IS sich aus weiten Teilen des Landes zurückgezogen oder komplett aufgelöst habe. Trotz des raschen Rückzugs der Terrormiliz IS (DAESH) aus weiten landesteilen Nordsyriens, erhält die PKK-nahe Kurdenmiliz YPG von den USA weiterhin Waffen und gepanzerte Fahrzeuge. Laut türkischen Medien wurden allein in dieser Woche über 120 gepanzerte Hummer, schwere Maschinengewehre, Panzerfäuste und Granatwerfer über die nordirakische Grenze gebracht. Dem türkischen Verteidigungsministerium zufolge sind es bislang über 3.000 LKW-Ladungen, die an die YPG und der ihr zugehörenden Kräften des militärischen Dachbündnis der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) geliefert wurden, um die Terrormiliz IS zu bekämpfen. Der internationalen russischen Online-Nachrichtenplattform „Sputnik“ zufolge sollen es rund 1.900 LKW-Ladungen sein, die an die YPG bislang von den USA geliefert wurden. Die Terrormiliz IS hält sich noch an einem schmalen Streifen entlang der nordirakischen Grenze im Osten von Deir ez-Zor. Laut den USA dienen die Waffenlieferungen lediglich der weiteren Unterstützung der YPG, um die IS aus diesem Gebiet zu vertreiben. Dem türkischen Verteidigungsministerium zufolge handelt es sich bei den weiteren Waffenlieferungen eher um die Stärkung der YPG in Nordsyrien gegenüber größeren Kampfverbänden, darunter der türkischen Armee. Derart massive Waffenlieferungen in Zeiten, in der die Terrormiliz IS sich im Rückzug befinde und bald zerschlagen sei, würde die nationale Sicherheit der Türkei unmittelbar betreffen und werde nicht mehr toleriert, so Verteidigungsminister Nurettin Canikli während einer NATO-Tagung in Brüssel in der vergangenen Woche. Canikli erklärte ferner, dass die US-Koalition keine Garantie dafür geben könne, dass diese Waffen nicht gegen den NATO-Bündnispartner Türkei gerichtet werden. Immer wieder meldet der türkische Generalstab Angriffe auf Stellungen der türkischen Streitkräfte durch die Terrormiliz YPG. Die türkische Armee die seit dem 12. Oktober unter anderem in der nordsyrischen Provinz Idlib eine De-Eskalationszone eingerichtet hat und den Waffenstillstand überwacht, meldete am 20. November einen Angriff der YPG mit Mörsergranaten auf ein Beobachtungsstützpunkt. Dabei sollen 5 Granaten gezielt auf den Stützpunkt abgefeuert worden sein, wobei niemand verletzt wurde. Der Angriff erfolgte demnach aus der Provinz Afrin heraus, die von der YPG gehalten wird. Am 22.November meldeten syrische Oppositionsbeobachter, dass die türkische Armee weitere Kräfte in den nördlichen Teil der Provinz Idlib zusammengezogen hat, um südwestlich von Afrin drei weitere Beobachtungsposten einzurichten. Der jüngste US-Waffenkonvoi erreichte am 19. November über die nordirakische autonome Kurdenregion die nordsyrische Stadt Hasaka, wo sie von der YPG in einer Demonstration der Stärke durch die Stadt geleitet wurden. Danach wurde der Lastwagen-Konvoi in den Norden der Provinz Deir ez-Zor gelenkt. Die Stadt Deir ez-Zor sowie der Südosten der Provinz ist jedoch von syrischen Regimekräften von der Terrormiliz IS befreit. Diese stoßen nun mit russischen Luftangriffen entlang der irakischen Grenze nach Norden vor. Während sich der Kampf gegen die Terrormiliz in Syrien sich dem Ende nähert, versucht die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sowie ihre größte Kraft, die YPG, Konflikte mit dem syrischen Regime zu vermeiden, stattdessen oppositionelle Milizen im Land zu bekämpfen, so SDF-Sprecher Mustafa Bali. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Syria Direct“ am vergangenem Dienstag, sagte Bali, dass nach der Niederlage der Terrormiliz IS die kurdisch-dominierte SDF das Ziel verfolge, die Selbstverwaltungsgebiete in Nordsyrien zu schützen, die die SDF seit Beginn des Bürgerkrieges von der Terrormiliz IS befreit hat. SDF-Milizen werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, darunter die Beschlagnahme von Eigentum, die Tötung von Zivilisten sowie Folter und Mord von Oppositionellen. In einem Anfang November veröffentlichten Bericht des syrischen Menschenrechtsnetzwerkes heißt es unter anderem, dass die kurdischen Kräfte der SDF, die YPG, allein im Oktober 15 Zivilisten darunter sieben Frauen, getötet haben. In den letzten Monaten habe die SDF mit Unterstützung des Westens die Kontrolle über viele Provinzen gewonnen, einschließlich ar-Raqqa, und das Selbstverwaltungsmodell in den von ihnen beherrschten Wahlkreisen eingeführt. Dabei sollen Oppositionelle genötigt, verfolgt, vertrieben oder ermordet worden sein. In von der Terrormiliz IS befreite Gebiete könnten die geflüchteten Zivilisten nicht heimkehren, so in dem Bericht weiter.

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– Krieg gegen den Terror – Waffen an PKK-Ableger YPG: USA verspricht Einsammlung nach Kriegsende

Die USA informieren die Türkei monatlich über die an die Terrororganisation gesendeten Waffen in Form einer Liste mit den Seriennummern sowie Fotobeweismaterial.

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Bielefeld
Uni Bielefeld: PKK-Sympathisanten attackieren erneut Andersdenkende

Bielefeld (nex/tp) – Laut einer Augenzeugin ist es am Dienstagabend an der Universität Bielefeld zu einem Übergriff von PKK-Anhängern gekommen. Sie stürmten eine Veranstaltung von türkischstämmigen StudentInnen in einem Hörsaal, wobei es kurzfristig zu einer Schlägerei kam. Bei der Veranstaltung handelte es sich um einen Vortrag des Politikwissenschaffters Sezer Özcan, der ehemals in der Universität im Bereich Politik als Lehrbeauftragter angestellt war. Rund 100 Studenten und Studentinnen verfolgten den Vortrag, als andere Studenten und Studentinnen mit Bezug zur Terrororganisation PKK den Vortrag über syrische Flüchtlinge und die Türkei stürmten. Dabei wurden Parolen wie „Kurdistan wird euer Tod werden“ gerufen. Trotz eingreifen von Studenten und Beschwichtigungsversuchen, griff die hereinstürmende Gruppe zur Gewalt, es kam zu einer kurzen Schlägerei. Als die hinzugerufene Polizei ankam, hatte die Gruppe den Hörsaal bereits fluchtartig verlassen. Nach einem Bericht der  kam nach dem Übergriff harsche Kritik seitens der türkischstämnmigen und auch kurdischstämmigen Studenten gegenüber der Uni-Leitung auf: „PKK-Leute hängen Bilder von Öcalan in der Unihalle auf. Dabei ist der ein Terrorist, der 90.000 Menschen töten ließ“, heißt es da. Andere erklärten, dass sie es nicht verstehen könnten, wie Studenten Propaganda einer verbotenen Terrororganisation in einer Universität verbreiten können und dabei auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Des Weiteren erklärten Gäste des Vortrags, dass die Einschüchterungsversuche der PKK-Sympathisanten seit Jahren anhalten würde, ohne dass die Uni-Leitung Gehör dafür übrig habe. Bereits seit Jahren kritisieren türkischstämmige Studenten und Studentinnen die aggressive Art der PKK-Anhänger in der Universität. Die Assoziation türkischer Akademiker () am Campus Bielefeld sah sich auf dem Gelände der Universität bereits Anfang 2016 zunehmenden Anfeindungen und Übergriffen ausgesetzt. Eine 19-jährige Jurastudentin, die namentlich nicht genannt werden wollte, erklärte bereits damals, es sei eine aggressive, politisierte Atmosphäre auf dem Campus zu verzeichnen und es seien vor allem andersdenkende Studenten, die durch Sympathisanten der terroristischen PKK und mit dieser verbündeten linksextremistischen Gruppen einem regelrechten Gesinnungsterror ausgesetzt seien. Die große Universitätshalle hänge voller Plakaten, auf denen offen verfassungsfeindliche Gruppen verherrlicht und der Terrorismus verharmlost werde. Die allgegenwärtige politische Agitation, so äußern Betroffene, unterminiere nicht nur das kollegiale Verhältnis unter den Studierenden, sondern belaste auch die Lernatmosphäre vor Ort. Unter dem Sendungsbewusstsein radikaler Gruppen leide auch die Qualität des Unterrichts und der Lehrveranstaltungen. Als die ATA ihr Recht auf freie Meinungsäußerungen selbst nutzen wollte und ein Plakat aufhängen wollten, das sich kritisch mit dem Terror der PKK befasste, wurden beteiligte Studenten damals fotografiert und in sozialen Medien als „Nationalisten“ betitelt. Die Anhänger der terroristischen PKK hätten in großen Gruppen auftretende ‘Aufpasser’ engagiert, die Plakate von Andersdenkenden abreißen und sich diesen in den Weg stellen, damit sie keine weiteren aufhängen können. Vor allem die weiblichen Mitglieder der Hochschulgruppe ATA würden aus Sorge um ihre Sicherheit in der aggressiven Atmosphäre mittlerweile nur noch in Gruppen auftreten, sowohl in der Universität als auch auf dem Weg nach Hause. Vonseiten der Universitätsleitung wurden, obwohl diese über die Situation in Kenntnis gesetzt worden war, noch keine Veranlassungen getroffen. Dies ungeachtet der Tatsache, dass die Verherrlichung terroristischer Organisationen, das Betreiben ihrer Propaganda und die Verwendung von Kennzeichen verbotener Vereinigungen nach deutschem Recht strafbare Handlungen darstellen.

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– Düsseldorf – Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos

Die hohe Gewaltbereitschaft der Teilnehmer bei PKK-Demos lässt die anfänglichen Sympathien für die in Deutschland seit 1994 verbotenen Terrororganisation in der Bevölkerung stark sinken. In den sozialen Netzwerken verurteilen immer mehr Menschen die Aktionen, und in den Kommentaren machen sich Zorn und Unmut bemerkbar.

Verletzte Polizisten: Deutsche verurteilen PKK-Demos

Fußball International
Bericht: Mesut Özil vor Wechsel zu FC Barcelona

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London (nex) – Weltmeister Mesut Özil soll unmittelbar vor einer Rückkehr nach Spanien stehen – allerdings nicht zu seinem Ex-Klub Real Madrid, sondern zum FC Barcelona. Wie Sport1 unter Berufung auf eine Meldung von Catalunya Radio berichtet, sei sich der Mittelfeld-Star des FC Arsenal mit den Katalanen über einen Wechsel im Winter einig. Demnach soll Özil einen Dreijahresvertrag erhalten. Laut Sport1 stünden als Ablösesumme 20 Millionen Euro im Raum.

Wie die spanische Sportzeitung AS berichtet müsse allerdings noch Özils Jahresgehalt ausgehandelt werden. Laut AS soll er etwa zehn Millionen Euro netto pro Jahr verlangen.

Diese Summe könnte Barcelona aber nur bezahlen, wenn sie Arda Turan entließen, berichtet AS weiter.

 

Wegen Vergewaltigung einer Albanerin
Fußballstar Robinho muss für neun Jahre ins Gefängnis

Mailan (nex) – Der brasilianische Fußballstar Robinho wurde am Donnerstag wegen Vergewaltigung zu neun Jahren Haft verurteilt. Robinho soll, noch während er für AC Mailand spielte, im Jahr 2013 mit fünf weiteren Brasilianern ein albanisches Mädchen mehrfach vergewaltigt haben. Das berichtet die italienische Zeitung „La Stampa„. Die neunte Kammer des Gerichtshofs von Mailand habe heute unter dem Vorsitz von Richter Mariolina Panasiti den ehemaligen Mailänder und Spieler der brasilianischen Nationalmannschaft Robinho wegen Vergewaltigung einer zum Tatzeitpunkt 22-jährigen Albanerin verurteilt. Staatsanwalt Stefano Ammendola hatte „La Stampa “ zufolge zehn Jahre Haft gefordert. Robson de Souza, besser bekannt als Robinho, war bereits 2009 in England wegen  Vergewaltigung einer 18-Jährigen verhaftet, aufgrund mangelnder Beweise jedoch freigelassen worden, so „La Stampa“ weiter. Bevor Robinho 2010 zum AC Mailand wechselte, stand er auch bei Top-Clubs wie Manchester United oder Real Madrid unter Vertrag. Momentan spielt der 33-Jährige in der brasilianischen Mannschaft Atletico Mineiro.
(Foto: Wikimedia)  

Hindu-Nationalismus
Indien: Schwangere Frau der „unteren Kaste“ getötet

Berlin (ots) – Die Gewalt gegen Dalits* in Indien nimmt weiter zu. In jüngster Zeit häuften sich Fälle, in denen Angehörige der sogenannten „Unberührbaren“ bei Gewaltattacken zu Tode kamen. Das berichtet das christliche Werk Geschenke der Hoffnung, das sich als Teil des „Dalit Freedom Networks“ für die Rechte dieser Menschen einsetzt. Ein besonders grausamer Vorfall ereignete sich vor kurzem im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh. Beim Müllaufsammeln stieß eine Schwangere unbeabsichtigt gegen einen abgestellten Eimer, der einer Frau aus einer höheren Kaste gehörte. Die Frau war über diese „Verunreinigung“ so erbost, dass sie gemeinsam mit ihrem Sohn die Müllsammlerin heftig attackierte. Sowohl die werdende Mutter als auch ihr acht Monate altes ungeborenes Kind erlagen später den Verletzungen. „Was für uns unvorstellbar klingen mag, ist in Indien leider grausamer Alltag: Dalits sind vielerorts immer noch Menschen zweiter Klasse“, sagt Bernd Gülker, geschäftsführender Vorstand von Geschenke der Hoffnung. Besonders hart treffe es die Christen unter ihnen: Sie seien mit einem doppelten Stigma belegt. Nach Angaben des katholischen Nachrichtenportals „Global Sister Network“ habe es allein in diesem Jahr bereits 600 Attacken gegen Christen gegeben. Morddrohungen gegen Vorkämpfer der Dalit-Bewegung In Indien arbeitet Geschenke der Hoffnung mit der Gemeindebewegung „Good Shepherd Church of India and Associated Ministries“ zusammen. Sie betreibt inzwischen 107 englischsprachige Schulen auf christlicher Basis. Einer der Mitinitiatoren der „Good Shepherd“-Schulen, Kancha Ilaiah Shepherd, sieht sich seit einiger Zeit Mordaufrufen ausgesetzt. In einer Ansprache hatte ein Parlamentsmitglied dazu aufgerufen, den Vorkämpfer der Dalit-Bewegung öffentlich zu hängen. Ilaiah gilt als Vorkämpfer für die Rechte der Dalits. Die Mordaufrufe stehen in Zusammenhang mit seinem jüngsten Buch, in dem er die wohlhabende Handelskaste Indiens als „soziale Schmuggler“ bezeichnet, weil sie niedere Kasten und die Dalits vom Wirtschaftssystem ausschließen würden. Menschenrechte gelten auch für Dalits „Die derzeitige Situation erfüllt uns mit großer Sorge.“ Westliche Regierungen, aber auch in Indien tätige Unternehmen, sollten ihrer Verantwortung gerecht werden und sich für die Einhaltung der Menschenrechte in dem Land starkmachen. „Sie gelten genauso auch für die Dalits. Laut der indischen Verfassung ist die Diskriminierung aufgrund der Kastenzugehörigkeit verboten, alle Inder sind gleich!“ Hindu-Nationalisten setzten sich jedoch dafür ein, das Land bis zum Jahr 2021 frei von Muslimen und Christen zu machen, so Gülker. * Dalit ist die heute gängige Bezeichnung der Nachfahren der indischen Ureinwohner, die nach der religiös-dogmatischen Unterscheidung im Hinduismus zwischen rituell „reinen“ und „unreinen“ Gesellschaftsgruppen als „Unberührbare“ aus dem Kastensystem der kriegerischen indoarischen Einwanderer bzw. Eroberer bis heute oft ausgeschlossen sind. Die Problematik um die Gruppe der Dalits ordnet sich in einem größeren Zusammenhang in die politischen Diskurse in Südasien um „Arier“ und „Draviden“ ein. Der im Westen oftmals gebrauchte Begriff „Kastenlose“ ist unpräzise, da die Unberührbaren durchaus einer Kaste (Jati) angehören, wenn auch keiner Varna. In der westlichen Welt, insbesondere im deutschen Sprachraum, werden sie teilweise auch als Paria bezeichnet. (Wikipedia)