Terrorismus
Türkei: PKK plante Bombenanschlag auf OIC-Treffen

Istanbul (nex) – Die türkische Polizei hat vergangene Woche einen geplanten Bombenanschlag der Terrororganisation (PKK) auf den Gipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul vereitelt. Laut Informationen der Tageszeitung Hürriyet hatte der türkische Geheimdienst MIT in der südosttürkischen Provinz Diyarbakır eine erhöhte Aktivität zwischen PKK-Milizen beobachtet, die verfolgt würden. Die Behörden stellten fest, dass eine Person, die mit einem der Terroristen in Diyarbakır in Verbindung stand, einen Kleinbus in Istanbul kaufte, der daraufhin von Geheimdienstmitarbeitern observiert wurde. Die MIT-Zweigstelle in Diyarbakır kam zu dem Ergebnis, dass die PKK auf dem OIC-Gipfel in Istanbul am 13. Dezember einen Selbstmordanschlag plane. Die Istanbuler Antiterror- und Geheimdienstpolizei lokalisierte laut Hürriyet nach Auswertung der Aufnahmen der Überwachungskameras und weiteren technischen Hilfsmitteln daraufhin den Standort des Fahrzeugs und stellte die Identität der Verdächtigen fest. Als die Verdächtigen 60 Kilogramm Sprengstoff auf einem Parkplatz in Bahcelievler auf das Fahrzeug luden, bevor sie sich auf den Weg zum Gipfel machen wollten, griffen die Einsatzkräfte der Antiterroreinheit zu. Zwei Personen wurden auf dem Gelände festgenommen, die Untersuchung wurde nach ihrer Vernehmung erweitert. Wie die Befragungen ergaben, sollte sich ein Mann mit dem Namen Hamza D. auf dem OIC-Gipfel in die Luft sprengen. Der Verdächtige sei noch am selben Tag festgenommen worden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Minibus, der bei dem Terroranschlag am 10. Dezember 2016 in der Nähe des Stadions des türkischen Fußballclubs Besiktas eingesetzt worden war, den gleichen Bombenmechanismus hatte wie der jetzige. Bei dem Angriff waren 46 Menschen getötet worden. Die Behörden stellten fest, dass der Sprengstoff aus dem Nordirak stamme.

Türkei
Istanbul: Erdogan weiht erste fahrerlose U-Bahn ein

Istanbul (nex) – Das U-Bahn-Netz der türkischen Metropole Istanbul ist seit dem heutigen Freitag auf 167 Kilometer angewachsen. Bis 2023 will die Stadt ein U-Bahn-System von über 1.000 Kilometer Länge haben. Die nunmehr eröffnete U-Bahn-Verbindung wird im übrigen mit fahrerlosen Zügen bedient. Die Strecke des ersten vollautomatischen U-Bahn-Systems der Türkei wurde am Freitag auf der asiatischen Seite von Istanbul im Rahmen einer Eröffnungsfeier unter Beteiligung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und Premierminister Binali Yıldırım sowie des Istanbuler Bürgermeisters Mevlüt Uysal in Betrieb genommen. Mit der Inbetriebnahme der fahrerlosen U-Bahnstrecke (die Züge werden von einem zentralem Kommandozentrum aus bedient) zwischen den Bezirken Üsküdar und Ümraniye hat die Länge des gesamten U-Netzes in Istanbul 167 Kilometer erreicht. Bis voraussichtlich 2018 soll die Bosporus-Metropole dann, wie Präsident Erdoğan heute ankündigte, über ein 355 Kilometer langes U-Bahn-Netz verfügen. Bis zum 100-jährigen Jubiläum der Gründung der Türkischen Republik im Jahr 2023 verfolgt die Regierung das Ziel, ein insgesamt 1.023 Kilometer langes U-Bahn-Netz in Istanbul zu verwirklichen. Dadurch soll dort ein vom Stadtverkehr unabhängiges großes Verkehrssystem entstehen. Bereits im nächsten Jahr soll die zweite Bauphase der Strecke zwischen Üskudar und Sancaktepe in Betrieb genommen werden, an der gegenwärtig noch gebaut wird. Diese wird nach Fertigstellung aus insgesamt 16 U-Bahnstationen bestehen, wobei im Rahmen der entsprechenden Linie täglich in Spitzenzeiten mehr als 120 Zugkombinationen in unterschiedlicher Größenzusammensetzung verkehren werden. Thomas Bernhard

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– Mega-Projekte – Türkei: Erdogan unternimmt erste Fahrt durch neuen Eurasia-Tunnel

Die Fahrt ging in Harem auf der europäischen Seite von Istanbul los und endete auch wieder hier. Das 1,25-Milliarden-Dollar-Projekt verbindet die europäische mit der asiatischen Seite von Istanbul. Voraussichtlicher Eröffnungstermin ist der 20. Dezember dieses Jahres.

Türkei: Erdogan unternimmt erste Fahrt durch neuen Eurasia-Tunnel

Jerusalem-Krise
Türkei: Erdogan will Trump-Entscheidung vor den UN-Sicherheitsrat bringen

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Ankara (nex) – Die Türkei werde Schritte einleiten, um die Entscheidung des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, bei den Vereinten Nationen für ungültig erklären zu lassen. Das teilte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am heutigen Freitag mit. In einer per Video übertragenen Rede vor tausenden Anhängern in der zentralanatolischen Stadt Konya sagte Erdogan, dass die Türkei zunächst die Annullierung des Beschlusses beim Sicherheitsrat anstreben werde. Sollte dies fehlschlagen, werde man es bei der UN-Generalversammlung versuchen. Erdogan würdigte auch neue Initiativen, welche die internationale Anerkennung des palästinensischen Staates fördern. „Muslimische Länder starten neue Fonds, um palästinensische Familien zu schützen und die Beschlagnahmung derer Nachbarschaften, Häuser und Arbeitsplätze durch die israelische Regierung zu verhindern“, sagte er und ergänzte: „Kein Land steht über dem Völkerrecht. Muslime werden sich dieser Doppelmoral und Ungerechtigkeit nicht beugen. Die Türkei ist entschlossen, ihrer Pflicht in dieser Frage nachzukommen. Wir werden alle möglichen Mechanismen nutzen, um diejenigen, die das Gesetz missachten, zur Rechenschaft zu ziehen.“ Man habe Schritte eingeleitet, um sicherzustellen, dass der Staat Palästina von mehr Ländern anerkannt wird. „Es gibt derzeit 137 Länder, die Palästina anerkennen. Wir hoffen, diese Zahl zu erhöhen“, so Erdogan. Trotz internationaler Kritik hatte US-Präsident Donald Trump  in der vergangenen Woche seine Entscheidung angekündigt, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin zu verlegen. Die Entscheidung löste weltweite Empörung und Proteste aus. Die EU wies auch den Aufruf des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, am Montag entschieden zurück. Nach einem Aufruf Erdogans kamen am Mittwoch Staatsführer von über 50 muslimischen Nationen zu einem Treffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul zusammen, um eine gemeinsame Stellungnahme zu verfassen, in der sie Ost-Jerusalem zur Hauptstadt Palästinas erklärten.

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– Israel – Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

Ein Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanien wird in den sozialen Netzwerken gefeiert, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat.

Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an
     

USA
Royal Jordanian-Pilot Dajah in New York verhaftet

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Ankara (tp/nex) – Der Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft „Royal Jordanien“, der derzeit viral in den sozialen Netzwerken gefeiert wird, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York, Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat, wurde in den USA verhaftet. Yousef Dajah, der Kapitän der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanien, ist nach der Landung im JFK-Flughafen in New York verhaftet worden. Zuvor hatte der Pilot während des Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York über Jerusalem in einer Durchsage die heilige Stadt als Hauptstadt Palästinas genannt. Die Passagiere des Flug RJ 216 hatten mit begeistertem Beifall reagiert und bereits während dem Flug nach New York über die sozialen Medien viral verbreitet. Bei dem Vorfall der sich bereits am Dienstag ereignete, hatte der Kapitän der Royal Jordanian Airlines, Yousef Dajeh, die Passagiere während des Fluges von Amman nach New York in einer Durchsage darüber informiert, dass sie über „Jerusalem, der Hauptstadt von Palästina“ auf dem Weg zu ihrem endgültigen Ziel fliegen werden. „Wir werden jetzt über Palästina reisen und dann von Jerusalem, der Hauptstadt Palästinas, nach Norden in Richtung des internationalen Flughafens John F. Kennedy fliegen“, teilte der Pilot während der Durchsage mit. Ein Video, dass die Durchsage des Kapitäns enthielt, wurde in sozialen Medien viral verbreitet und fand reges Interesse. Laut einem Bericht des israelischen TV-Sender Channel Ten und türkischen Medienberichten, wurde der Kapitän nach der Landung auf dem JFK Airport in New York festgenommen und verhört.

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– Israel – Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

Ein Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanien wird in den sozialen Netzwerken gefeiert, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat.

Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

Regierungsbildung
Umfrage: Mehrheit der Deutschen glaubt an GroKo

Berlin (ots) – Noch hat sich die SPD nicht festgelegt, doch die Deutschen glauben, dass die Sozialdemokraten am Ende Ja zu einer Neuauflage der Großen Koalition sagen werden. In einer repräsentativen N24-Emnid-Umfrage gehen 62 Prozent der Deutschen davon aus, dass die GroKo zustande kommen wird. Nur 28 Prozent bezweifeln das. 65 Prozent der Befragten vermuten, dass eine Große Koalition eher bei den SPD-Wählern auf Widerstand stoßen würde. Nur 25 Prozent der Befragten sehen das größere Unmutpotenzial bei den CDU/CSU-Wählern. Am Ende eventueller Koalitionsverhandlungen müsste die SPD-Basis in einer Mitgliederbefragung grünes Licht für die GroKo geben. 67 Prozent der Deutschen glauben an eine solche Zustimmung durch die Parteibasis. Nur 21 Prozent der Befragten vermuten, die GroKo würde auf den letzten Metern am Veto der Parteimitglieder scheitern.

Schulz mit größerem Ansehensverlust als Lindner und Seehofer

Die ergebnislosen Sondierungen der vergangenen Wochen haben auch dem Ansehen der Parteichefs geschadet. Größter Verlierer ist dabei SPD-Chef Martin Schulz, dem 26 Prozent der Deutschen den stärksten Ansehensverlust attestieren – gefolgt von Kanzlerin Angela Merkel (22 Prozent), FDP-Parteivorsitzenden Christian Lindner (22 Prozent) und CSU-Chef Horst Seehofer (21 Prozent).

Finanzen
Bitcoin-Rausch: Größter Hype in der Geschichte des Finanzwesens

Von Ernst Wolff
Die Chicago Board Options Exchange, eine der weltweit größten Optionsbörsen, hat am Montag den Handel mit Bitcoin Futures eröffnet. Damit ist in der Geschichte der Bitcoins eine neue Wegmarke erreicht. Futures zählen zu den Derivaten und sind nichts anderes als Wetten auf zukünftige Kursentwicklungen. Derivate erfüllen volkswirtschaftlich keine sinnvolle Funktion und dienen ausschließlich der Bereicherung von Spekulanten. Es waren diese Derivate, die das globale Finanzsystem bereits zweimal an den Abgrund geführt haben – 1998 und 2008. Trotz aller Versprechen der Politik ist bis heute nichts gegen den Derivatehandel unternommen worden. Im Gegenteil: Wie man an der Einführung von Bitcoin-Futures sieht, werden sie trotz der offensichtlichen Gefahr, die sie für das globale Finanzsystem bedeuten, weiter aufgelegt. Für den Bitcoin heißt das: Sein Wert wird von nun an im globalen Finanzcasino bestimmt. Der Bitcoin-Hype kommt dem System sehr gelegen Das globale Finanzsystem ist seit 2008 nur durch das Schaffen enormer Geldsummen durch die Zentralbanken am Leben erhalten worden. Daher sind in den vergangenen Jahren an den Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkten riesige Blasen entstanden, die jederzeit zu platzen drohen. Vor allem aber ist ein historisch nie dagewesener Schuldenberg entstanden. Um ihn bedienen zu können, sind die Zinssätze immer weiter gesenkt worden – zum Teil bis in negatives Territorium. Das aber zerstört zum einen das klassische Bankengeschäft (die Kreditvergabe), und führt zum anderen zwingend in eine nicht zu kontrollierende Inflation. Aus diesem Grund sind die Zentralbanken zurzeit bestrebt, die Zinssätze wieder anzuheben – angesichts des historischen Rekordstandes der globalen Schulden ein überaus heikles Vorhaben. In dieser schwierigen Situation kommt dem System der Bitcoin-Hype sehr gelegen: Er zieht Gelder aus anderen Märkten ab und entspannt dort die Situation leicht. Zum anderen ermöglicht er Großinvestoren, in kurzer Zeit hohe Spekulationsgewinne einzufahren und so ihre Verluste durch Zinserhöhungen auszugleichen. Noch viel wichtiger aber ist die Tatsache, dass er sie in die Lage versetzt, die Bitcoin-Blase jederzeit nach ihren Wünschen platzen zu lassen. Bereits jetzt befinden sich große Bitcoin-Mengen in der Hand sehr weniger Besitzer – ein Trend, der wegen des Eingreifens institutioneller Anleger in naher Zukunft weiter zunehmen dürfte. Da das Spekulationsgeschäft in der Hand erfahrener Börsenprofis liegt, ziehen diese natürlich alle Register und bemühen sich gegenwärtig nach Kräften, die Gans vor dem Schlachten noch richtig zu mästen. Dazu gehört vor allem eines: Große Mengen ahnungsloser Kleinanleger in das Geschäft mit hineinzuziehen. Das scheint – vor allem mit Hilfe der Mainstream-Medien – perfekt zu gelingen, denn beim Bitcoin-Rausch handelt es sich mittlerweile um den größten Hype in der gesamten Geschichte des Finanzwesens. Die falschen Vorstellungen der Krypto-Anhänger Bitcoin-Fürsprecher behaupten, ihr Produkt erfülle alle Voraussetzungen für eine Währung. Leider fehlt dabei die wichtigste: Bitcoins repräsentieren nämlich keinen realen Wert. Zwar leben wir in einer Welt, in der keine Währung mehr gedeckt ist, aber alle anderen sind früher einmal in Form der Edelmetalle durch einen realen Wert gedeckt gewesen. Dass sie es heute nicht mehr sind, ist das Ergebnis des Zerfalls des Bretton-Woods-Systems, das die USA 1971 zwang, den Dollar (und damit alle an ihn gebundenen Währungen) vom Gold zu lösen. Damit wurde eine Epoche eingeleitet, die zur Explosion des Finanzsektors und damit in das derzeitige globale Finanzcasino geführt hat. Der durch nichts gedeckte Bitcoin ist somit die erste Währung, die von vornherein als Fiat-Währung zur Welt gekommen ist. Das allein zeigt: Kryptowährungen sind keine Herausforderung des bestehenden Geldsystems, sondern repräsentieren und symbolisieren ihrem Wesen nach die höchste Stufe seines Zerfalls und seiner Fäulnis. Wie aber kann es sein, dass Krypto-Anhänger immer wieder darauf pochen, dass ihre vermeintlichen Währungen demokratisch seien und der Weltherrschaft der Banken ein Ende setzen würden? Auch das liegt in erster Linie daran, dass sie die Welt nicht in ihrer geschichtlichen Entwicklung betrachten und deshalb einem verhängnisvollen Irrglauben unterliegen: Sie meinen, dass die bestehenden Machtverhältnisse ohne politischen Kampf und nur mit Hilfe technischer Innovationen verändert werden könnten. Das aber wird schon deshalb nicht möglich sein, weil sich die herrschende Finanzelite ihren wichtigsten Trumpf, nämlich das Monopol der Geldschöpfung, das zurzeit ausschließlich bei den Geschäftsbanken und den Zentralbanken liegt, niemals kampflos aus der Hand nehmen lassen wird. Auch wenn die Blockchain-Technologie, die hinter den Kryptowährungen steht, revolutionär ist und mit Sicherheit eine Zukunft haben wird, muss man feststellen: Wem diese Technologie dient, wird nicht durch raffiniert erdachte Geldsysteme entschieden, sondern durch den Kampf um die politische Macht. Und diese liegt, auch wenn viele es nicht wahrhaben wollen, derzeit fest in den Händen der Finanzelite, deren Vertreter momentan mit dem Bitcoin dasselbe tun wie mit allem, was sie in die Hände bekommen: Sie unterwerfen ihn ihren eigenen Interessen.

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– Krypto-Währungen – Kommentar: Der Bitcoin ist ein künstlich erschaffenes Spekulationsobjekt

„Sobald das zurzeit noch mit Mühe von den Zentralbanken aufrecht erhaltene Kartenhaus des globalen Finanzsystems in sich zusammenfällt – und dazu wird es mit hundertprozentiger Sicherheit kommen – werden Bitcoin und Co. sowie der Rest der künstlichen Finanzprodukte auf ihren tatsächlichen Wert reduziert werden. Und dieser liegt – wegen der nicht vorhandenen Deckung durch einen realen Wert – bei Null.“ Ein Kommentar.

Kommentar: Der Bitcoin ist ein künstlich erschaffenes Spekulationsobjekt
 
Ernst Wolff Ernst Wolff ist freier Journalist und Autor der Bücher “Weltmacht IWF – Chronik eines Raubzugs“, erschienen im Tectum-Verlag, Marburg und Finanz-Tsunami. Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Israel
Jordanischer Pilot kündigt Jerusalem als Hauptstadt Palästinas an

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Amman (nex) – Ein Pilot der teilstaatlichen jordanischen Fluggesellschaft Royal Jordanien wird in den sozialen Netzwerken gefeiert, weil er während eines Fluges von der jordanischen Hauptstadt Amman nach New York Jerusalem als Hauptstadt Palästinas angekündigt hat. Auch die Passagiere des Flug RJ 216 hätten mit begeistertem Beifall reagiert. „Wir werden den Queen Alia International Airport in Richtung Palästina verlassen und dann bei Jerusalem, der palästinensischen Hauptstadt, nach Norden drehen. Danach überqueren wir die Westküste Palästinas und das Mittelmeer. Weitere Informationen finden Sie auf den Bildschirmen vor Ihnen, auf denen Sie unsere Route verfolgen können“, so der gefeierte Pilot Jusef Dajah. Wie die jordanische Nachrichtenagentur Roja berichtet, machte der Pilot die Durchsage in arabischer und englischer Sprache. Der Co-Pilot Jamil Khalsa sagte gegenüber Roja, dass er von dem Vorhaben des Piloten nichts wusste und es ihn stolz gemacht habe: „Es machte mich stolz zu sehen, dass es immer noch Leute gibt, die den Mut haben, so etwas zu sagen“, sagte Khalsa und fügte hinzu: „Er wusste, dass sich viele Amerikaner im Flugzeug befanden, und er wusste, dass wir über Israel und Palästina fliegen werden, aber er tat es trotzdem. Ich bin sehr stolz auf ihn.“ Bei einem Sprecher der Fluggesellschaft hielt sich die Euphorie allerdings in Grenzen: „Wir sind ein kommerzielles Unternehmen und mischen uns nicht in die Politik ein.“ Am vergangenen Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump formell Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt und erklärt, er werde den Umzug seiner Botschaft aus Tel Aviv beginnen. Die umstrittene Entscheidung löste Wut und Proteste in den besetzten palästinensischen Gebieten und in einigen muslimischen Ländern aus. Es wurde auch von führenden Politikern der Welt weithin verurteilt.

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– Bereits dritter Vorfall – Chinesische Airline “vergisst” Israel auf der Karte

Eine chinesische Fluggesellschaft hat in ihrem Bordunterhaltungssystem „Israel“ durch „Palästinensergebiete“ ersetzt. Israelische Fluggäste, die mit der Hainan Airlines von Peking nach Tel Aviv unterwegs waren, stellten fest, dass das Wort Israel nirgends auf der Karte zu sehen war.

Chinesische Airline „vergisst“ Israel auf der Karte
             

Regierungsbildung
Dreyer warnt Union vor Arroganz

Düsseldorf (ots) – SPD-Vizechefin Malu Dreyer hat die Union angesichts des ersten Spitzentreffens für eine mögliche gemeinsame Koalition indirekt vor Arroganz gewarnt. Die CDU habe es seit nun bald drei Monaten nicht geschafft, eine neue Regierung für Deutschland zu bilden, sagte Dreyer der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Wie wenig hilfreich es dabei ist, in dieser Form über eine Partei zu sprechen, deren Unterstützung man braucht, hat die Union ja schon bei den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen erleben können“, fügte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin hinzu. „Aus diesen Fehlern haben CDU und CSU offenbar wenig gelernt“, sagte Dreyer. Sie reagierte damit auf spöttische Äußerungen aus der Union über eine „Kooperationskoalition“ mit teilweise wechselnden Mehrheiten. CSU-Chef Horst Seehofer hatte das von der SPD vorgebrachte Modell als Vorschlag aus der „Krabbelgruppe“ bezeichnet.

IfW-Studie
Deutsche Wirtschaft Verlierer der Russland-Sanktionen

Düsseldorf (ots) – Die EU hat seit der Krim-Annexion 2014 diverse Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Folgen spüre im Westen vor allem Deutschland. Die deutsche Wirtschaft erleidet im Westen mit Abstand die größten Exportverluste durch die Russland-Sanktionen. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vorliegt. „Deutschland trägt fast 40 Prozent des verlorenen Handels im Westen, während andere große geopolitische Akteure wie das Vereinigte Königreich (7,9 Prozent), Frankreich (4,1 Prozent) und die Vereinigten Staaten (0,6 Prozent) weitaus weniger betroffen sind“, heißt es in der Studie. Nach den Berechnungen des Kieler Instituts fallen die deutschen Exporte im Durchschnitt um rund 727 Millionen US-Dollar oder 618 Millionen Euro pro Monat niedriger aus als im Szenario ohne Sanktionen. Die Gesamtkosten der 2014 verhängten Russland-Sanktionen betrugen nach den IfW-Berechnungen 114 Milliarden US-Dollar oder 97 Milliarden Euro allein im Jahr 2015. Davon entfielen 61 Prozent auf russische Unternehmen. Der Exportverlust für sanktionierende westliche Länder belaufe sich auf 44 Milliarden US-Dollar oder 37,5 Milliarden Euro, wovon wiederum 90 Prozent auf EU-Länder entfielen.

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Jerusalem-Krise
Mazyek: Trump-Entscheidung macht Hardlinern das Geschäft leicht

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Heilbronn (ots) – Der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime, Aiman Mazyek, hat vor einer gefährlichen Entwicklung im israelisch-palästinensischen Konflikt gewarnt und die Rückkehr zum Völkerrecht angemahnt. „Die Anerkennung Ost-Jerusalems als Hauptstadt Palästinas durch die islamischen Staaten ist eine Reaktion auf die Entscheidung Donald Trumps. Wir sollten Ursache und Wirkung nicht verwechseln“, sagte Mazyek der „Heilbronner Stimme“. „Es geht jetzt nicht um Schuldzuweisungen, sondern es ist dringend nötig, dass ein Weg zurück zum Völkerrecht gefunden wird. Dafür brauchen wir jetzt einen konkreten Fahrplan für den Frieden im Nahen Osten.“ Alle Beteiligten müssten ihren internationalen Verpflichtungen nachkommen, forderte der ZdM-Vorsitzende: „Die Eskalation und Dramatik durch die Entscheidung Trumps schlägt sich vor allem vernichtend nieder in der Erosion des Rechts, des Völkerrechts, der Verbindlichkeit von Sicherheitsratsresolutionen und die Hoffnung auf das Existenzrecht zweier Staaten, von Juden und Arabern in Frieden und Nachbarschaft zu leben“, sagte Mazyek und warnte: „Die Entscheidung Trumps hat die Anerkennung des Völkerrechts ins Schwimmen gebracht. Sie macht den Hardlinern auf beiden Seiten das Geschäft leicht.“

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– Treffen in Istanbul – Erdogan fordert Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Palästinas

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte in seiner Eröffnungsrede zum Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Istanbul die Entscheidung der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

Erdogan fordert Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Palästinas