Türkei
Geophysiker warnt vor größerem Erdbeben in Izmir

Izmir (nex) – Ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,8 erschütterte am Montagmorgen die Ägäisprovinz İzmir. Das Zentrum des Bebens war das etwa 70 km von der Milllionenmetropole entfernte Foça. Aber auch in Izmirs Stadtzentrum und im Landkreis Karaburun seien Erschütterungen zu spüren gewesen, so der türkische Katastrophenschutz AFAD. Das Beben habe sich um 8:13 Uhr Ortszeit in einer Tiefe von rund 11 Kilometern ereignet, teilte AFAD weiter mit. Nach ersten Berichten gab es keine Schäden oder Verletzte. Der türkische Geophysiker Prof. Dr. Övgün Ahmet Ercan warnte in einem Gespräch mit dem Nachrichtensender CNN Türk vor einem viel größeren Beben, welches die westtürkische Stadt in naher Zukunft treffen könnte. Ercan sagte, dass das heutige Erdbeben ein Vorbeben zu einem wesentlich größeren Erdbeben in der Region sein könnte. Der Geophysiker warnte vor nicht erdbebensicheren Bauten. Erdbebenforscher warnen zudem immer wieder vor einem Mega-Erdbeben, das in Zukunft Istanbul heimsuchen werde. Der französische Geophysiker Xavier Le Pichon, ein Forscher, der sich in den letzten 16 Jahren auf die Störungszone des Marmara-Meers konzentriert hat, warnte in Gesprächen mit türkischen Medien vor einem potenziellen Erdbeben mit einer Stärke von 7.6, das langsam auf Istanbul zukommen könnte. Auf Grund politischer Unruhen und regionaler Konflikte wird es nicht weiter wahrgenommen, aber das Erdbeben wird eine Wirkung auf Istanbul haben und es kommt näher”, erklärte der Forscher. Le Pichon bezieht sich in seiner Analyse auf Datenmaterial, das ihm das französische Forschungsschiff Le Suroit 2016 überlassen hatte. Das Schiff war 1999 nach dem Erdbeben von Gölcük in die Türkei gekommen. “Le Suroit hatte 2016 einen Artikel veröffentlicht, in dem es um die Entdeckung eines potenziellen Erdbebens ging”, so Le Pichon. “Die Marmara-Störungslinie, die ein Erdbeben herbeiführen wird, wird von türkischen Seismologen als ein einheitliches, durchlaufendes Blattverschiebungssystem beschrieben.” Le Pichon erklärt, man habe 1999 bemerkt, wir die nordanatolische Störungslinie sich der Provinz Marmara genähert und auf ein einheitliche Linie zugelaufen sei. “Wir beobachteten, dass die Geschwindigkeit der Fortbewegung bei 20 Millimetern jährlich liegt und fanden heraus, dass der letzte Riss in dieser Linie nach zwei größeren Erdbeben des Jahres 1766 in Istanbul aufgetreten war. Wir haben auch herausgefunden, dass es in den nächsten 30 Jahren ein Erdbeben der Stärke 7.6 geben wird”, warnte der Forscher.    

Kirkuk-Region
Irak plant Erdöl-Pipeline in die Türkei

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Bagdad (nex) – Nachdem die irakische Armee die ölreiche Provinz Kirkuk von der kurdischen Autonomieregierung zurückerobert hat, plant Bagdad in der Region nun eine neue Erdöl-Pipeline. Die irakische Regierung hat am Sonntag für den Bau einen internationalen Auftrag ausgeschrieben. Angebote müssten binnen eines Monats abgegeben werden. Wie das irakische Erdölministerium am Sonntag mitteilte, soll mit der geplanten 350 Kilometer langen Pipeline Erdöl aus der nördlichen Provinz Kirkuk exportiert werden. Die geschätzte Kapazität der neuen Pipeline wird mit einer Million Barrel pro Tag angegeben. Die neue Pipeline soll bis zum türkisch-irakischen Grenzort Semalka führen. Von dort aus kann eine existierende Pipeline zum türkischen Hafen Ceyhan genutzt werden. Des Weiteren unterzeichnete Bagdad mit dem chinesischen staatlichen Unternehmen ZhenHua Oil heute ein Abkommen um ein Ölfeld in der Nähe von Bagdad zu entwickeln. Ziel sei es, innerhalb von fünf Jahren nach der Umsetzung des Abkommens zwischen ZhenHua und der irakischen Midland Oil Company 40.000 Barrel pro Tag im südlichen Sektor des East Bagdad-Feldes zu produzieren, so ein Sprecher des Ministeriums sagte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Hochrangige irakische Ölexperten schätzen das Feld „East Bagdad“ als einen „Supergiganten“ mit rund 8 Milliarden Barrel Rohölreserven ein, das das Potenzial habe, 120.000 Barrel Öl pro Tag zu produzieren. Die Iraker würden anfangs 50 Prozent der Belegschaft ausmachen, die dann mit der Zeit auf 80 Prozent steigen werde. Nach dem ersten Abkommen, das am heutigen Montag in Bagdad offiziell verkündet wurde, wird sich das chinesische Unternehmen verpflichten, einen „Öl-Wohnkomplex“ zu bauen, heißt es weiter in der Erklärung. Vertreter des Ölministeriums sagten, die zunehmende Rohölproduktion in Ost-Bagdad würde dazu beitragen, Raffinerien und Kraftwerke in der Nähe zu versorgen und mehr Öl für Exporte aus der südlichen Region freizusetzen. Der Irak produziert und exportiert den Großteil seines Rohöls aus der südlichen Region. ZhenHua, eine Einheit des staatlichen Militärkonzerns China North Industries Group Corp. (NORINCO), wurde 2003 gegründet und betreibt 11 Öl- und Gasexplorations- und -produktionsprojekte in Ägypten, Myanmar, Kasachstan und im Irak.  

Jerusalem-Krise
Guatemala will Botschaft nach Jerusalem verlegen

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Guatemala-Stadt (nex) – Wie der guatemalische Präsident Jimmy Morales auf seinem offiziellen Facebook-Profil mitteilte, werde das zentralamerikanische Land seine Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegen. Demnach habe er sich am Sonntag nach einem Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu zu diesem Schritt entschieden und bereits die Außenministerin Sandra Jovel angewiesen, den Umzug in die Wege zu leiten. Damit ist Guatemala das erste Land, das sich der USA anschließt. Der israelische UNO-Botschafter Danny Danon bedankte sich mit einem Tweet bei Morales und hoffe, dass sich noch mehr Länder für diesen Schritt entschieden. https://www.facebook.com/JimmyOficial/photos/a.521885541216591.1073741847.158778054194010/1768695479868918/?type=3&theater   Weltweite Proteste nach Ankündigung Washingtons US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Dezember bekannt gegeben, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die amerikanische Botschaft in Tel Aviv dorthin verlegen zu wollen. Die Entscheidung löste weltweite Empörung und Proteste aus. Am vergangenen Donnerstag haben in einer vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan initiierten UN-Resolution 128 Staaten mit einer überwältigenden Mehrheit gegen den Jerusalem-Beschluss des US-Präsidenten Donald Trump gestimmt. Darin werden die USA aufgefordert, die Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, zurückzunehmen. Nur neun Staaten stimmten für die Trump-Entscheidung und 33 Staaten enthielten sich. Das Ergebnis der UNO zeige, dass die einseitige Entscheidung Trumps über Jerusalem, gegen den internationalen Konsens verstoße und der Status der heiligen Stadt durch Verhandlungen entschieden werden sollte, sagten Kritiker des US-Präsidenten. Am Montag verhinderten die USA mit ihrem Veto eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. Alle anderen 14 Ratsmitglieder stimmten dafür. Ein Veto-Recht gibt es im UN-Plenum anders als im Sicherheitsrat nicht, jeder der 193 Staaten hat eine Stimme. Die Resolution ist völkerrechtlich nicht bindend. Donald Trump warnte am Mittwoch andere Länder, bei der Abstimmung in der Vollversammlung gegen die USA zu votieren. Er drohte offen, finanzielle Hilfen zu stoppen. Es gebe Länder, die das Geld der USA nähmen und dann gegen sie stimmten. “Wir beobachten diese Staaten. Lasst sie gegen uns stimmen. Wir werden eine Menge sparen. Es ist uns egal”, so Trump. Vor der Abstimmung in New York hatte Erdogan an die internationale Gemeinschaft appelliert, sich nicht dem Druck der USA zu beugen. “Die Wiege der Demokratie sucht in der Welt Willen, den man mit Dollar kaufen kann. Herr Trump, Sie können den demokratischen Willen der Türkei nicht mit Ihren Dollars kaufen”, sagte Erdogan. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte die Abstimmung zurückgewiesen, bevor sie überhaupt stattgefunden hatte. “Jerusalem ist Israels Hauptstadt, ob die Vereinten Nationen dies anerkennen oder nicht”, sagte er bei einer Rede in Israel.

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– Jerusalem-Krise – UN-Resolution: Palau und Nauru gehören zum Trump-Lager

Palau, die Marshallinseln, Nauru, Togo, Guatemala, Honduras, Mikronesien, die USA und Israel stimmten für die Entscheidung von Trump. Vier dieser Länder sind kleine Inseln im Pazifik mit einer Gesamtbevölkerung von weniger als 200.000 Einwohnern. Von den vier Inseln haben drei tiefe diplomatische Beziehungen zu den USA, die sich aus den Verträgen nach der Unabhängigkeit ergeben.

UN-Resolution: Palau und Nauru gehören zum Trump-Lager
 

Rekordwachstum
Boomende Wirtschaft: Türkei plant 110.000 Neueinstellungen im öffentlichen Dienst

Ankara (nex) – Die Wirtschaft am Bosporus boomt und das Wachstum im dritten Quartal übertraf deutlich die Konsensschätzungen der Analysten, die für dieses Jahr 9,2 Prozent vorausgesagt hatten. Mit 11,1 Prozent erreichte das Land somit das höchste Wachstum seit dem ersten Quartal des Jahres 2011, in dem 11,4 Prozent verzeichnet worden waren. Auch die Exporte würden 2017 um mehr als 11 Prozent zunehmen, und somit “in der modernen Geschichte des Landes” ein Allzeithoch erreichen, sagte der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci im Oktober. IWF, Fitch, Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stankey, Nomura, die Weltbank und Moody’s korrigierten ihre Wachstumsprognosen für die Türkei nach oben, nachdem ihre Wirtschaft im zweiten Quartal um 5,1 Prozent gewachsen war. Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim teilte am Sonntag nun mit, im kommenden Jahr unter anderem 15.000 Angestellte für das Justizministerium, 36.000 Angestellte im Gesundheitssektor sowie 20.000 Lehrer neu einzustellen.

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Das Stadtkrankenhaus-Projekt İkitelli in Istanbul ist das größte seiner Art auf dem gesamten Globus und führt eine neue Vision der Anwendung des Public-Private Partnership (Eine öffentlich-private Partnerschaft) Modells in der Türkei ein.

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Anti-Terror-Maßnahmen
CDU-Außenexperte kritisiert Ausnahmezustand in Türkei und schweigt zu Frankreich

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Düsseldorf (ots) – Der Unions-Außenexperte Jürgen Hardt kritisierte in einem Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post den Ausnahmezustand in der Türkei, äußerte sich aber nicht zum neuen, umstrittenen Anti-Terror-Gesetz Frankreichs, das den seit 2015 dort anhaltenden Ausnahmezustand im November ablöste. Der Ausnahmezustand wurde zuvor ohne nennenswerte Kritik seitens anderer EU-Staaten bereits sechs mal verlängert. Mit dem neuen Gesetz wird der Ausnahmezustand in Frankreich gewissermaßen zum Dauerzustand. „Es ist gut, dass die beiden Deutschen jetzt vor Weihnachten aus der Haft entlassen wurden, doch der Fall Deniz Yücel harrt weiter einer Lösung“, sagte Unions-Außenexperte Jürgen Hardt der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Nach wie vor herrscht in der Türkei unter dem Ausnahmezustand ein Rechtsstaat nach Gutsherrenart“, kritisierte der CDU-Politiker. Das neue Gesetz, das im französischen Senat mit einer überwältigenden Mehrheit bereits im Oktober angenommen wurde, erlaubt Behörden etwa ohne vorherigen richterlichen Beschluss Unterkünfte von Personen durchsuchen zu können, die terroristischer Verbindungen verdächtigt werden. Diese Personen dürfen auch bis zu vier Stunden festgehalten werden. Des Weiteren erlaubt das neue Gesetz die Bewegungsfreiheit von Verdächtigen bis zur Dauer eines Jahres einzuschränken und Besitztümer leichter zu beschlagnahmen. Das alte Notstandsgesetz sah demgegenüber vor, dass solche Maßnahmen erst ergriffen werden können, wenn einer Person „eine Aktivität nachgewiesen werden kann, welche die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet“. Ein von der Zeitschrift „Le Monde“ beauftragter Beobachter berichtete über zahlreiche Missbräuche in den ersten Monaten des Ausnahmezustandes. Improvisationen, Aussetzer und brutales Vorgehen gegen die muslimische Bevölkerung seien schon fast an der Tagesordnung gewesen, so Laurent Borredon. Borredon berichtet von einem Vorfall in dem am 19. November 2015 um 04.30 Uhr morgens Spezialeinheiten der französischen Polizei mit Sprengstoff in das Haus einer tunesischen Familie in Nizza eindrangen und die Splitter der Explosion die 6-jährige Tochter an Kopf und Hals verletzten. Da sie sich in der Adresse geirrt hatten, verlassen sie kurz darauf wieder das Haus der Familie. „Wenn Regierungen außergewöhnliche Maßnahmen unter besonderen Umständen nutzen können, müssen sie das mit Vorsicht tun“, warnte der Europa-Chef von Amnesty International, John Dalhuisen, in einer Studie. „Die Realität, die wir in Frankreich gesehen haben, ist, dass umfassende Befugnisse für die Exekutive mit nur wenigen Kontrollen der Umsetzung zu einer Reihe von Menschenrechtsverletzungen geführt haben“, sagte Dalhuisen. Der Ausnahmezustand in der Türkei wurde fünf Tage nach dem vereitelten Putschversuch vom 15. Juli 2015 eingeführt. Dem gescheiterten Staatsstreich sind 240 Menschen zum Opfer gefallen, weitere 2.200 wurden dabei verletzt.

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Die Bayernpartei hat die angebliche Solidarität deutscher Politiker bei Unabhängigkeitsbestrebungen diverser Volksgruppen wie etwa der Kurden als „Lippenbekenntnisse“ kritisiert.

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Syrien
Erdogan und Putin kündigen gemeinsame Evakuierungsmaßnahme in Ost-Ghouta an

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Damaskus (nex) – Russland und die Türkei werden in einer gemeinsamen Aktion rund 500 Zivilisten aus dem belagerten Damaskus-Vorort Ost-Ghouta evakuieren, gab der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am heutigen Sonntag bekannt. „Etwa 500 Menschen, darunter 170 Kinder und Frauen, benötigen dringend humanitäre Hilfe“, sagte Erdogan vor seiner Abreise zu einem offiziellen Besuch im Sudan. Erdogan habe das Thema bereits mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin besprochen. Ankara habe sich zum Ziel gesetzt, hilfsbedürftige Menschen in die Türkei zu bringen, um ihnen dort medizinische Behandlung und Pflege zu gewährleisten. Die russischen und türkischen Stabschefs würden die Schritte erörtern, die bei dieser Evakuierungsaktion zu unternehmen sind, an denen auch der Türkische Rote Halbmond und die türkische Katastrophen- und Notfallorganisation AFAD beteiligt seien, so Erdogan weiter. Am Donnerstag sagte Jan Egeland, Leiter der UN-Nothilfegruppe (Humanitarian Task Force, HTF) für Syrien, dass mindestens 16 Menschen starben, während sie auf medizinische Hilfe warteten. Die Zahl derer, die dringend evakuiert werden müssten, schrumpfe schnell, so Egeland. „Diese Zahl sinkt nicht, weil wir Menschen evakuieren, sondern weil sie sterben“, betonte er vor Reportern in Genf. Dem von Assad-Regierungstruppen belagerten Ort Ost-Ghouta mangelt es an Medikamenten, Impfstoffen und auch Nahrung. 60.000 der Einwohner sind unter fünf Jahre alt. Die UN spricht von einem gezielten Aushungern der Bevölkerung und hat die Stadt zum “humanitären Notfall” erklärt. Das Leid der 400.000 Zivilisten in der Vorstadt von Damaskus sei unerträglich, so Egeland.

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– #ErdoganHelpRohingya – Internationale Stars bitten Präsident Erdogan um Hilfe – Türken gespannt auf deutsche Reaktionen

Nicht Trump, Merkel, Özdemir, Huch oder Macron – weltweit bitten Hunderttausende User in den sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook mit dem Hashtag #ErdoganHelpRohingya vorzugsweise den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan um Hilfe. Deutschtürken richten ihr Augenmerk nun gespannt auf deutsche Medien, Politiker und Nutzer in sozialen Netzwerken – werden auch sie der Kampagne folgen?

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Weihnachten
Käßmann: Wer nicht weiß, warum er Weihnachten feiert, sollte es lieber lassen

Düsseldorf (ots) – Margot Käßmann hat eine verbreitete Inhaltsleere des Weihnachtsfests kritisiert. „Ich weiß nicht, was Menschen am 24. Dezember feiern, die mit christlichem Glauben nichts am Hut haben. Weihnachten ist es jedenfalls nicht“, schrieb die Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum und frühere EKD-Ratsvorsitzende in einem Gastbeitrag für die „Neuß-Grevenbroicher Zeitung“. Eine Weihnachtsfeier ohne Gottesdienst sei für sie undenkbar, schrieb Käßmann: „Neulich sagte mir ein Mann: Wer nicht in der Kirche ist, dem könnten die Firmen die Feiertage doch einfach streichen, der hat ja Weihnachten gar nichts zu feiern. Ein bisschen radikal, ich weiß, aber er trifft einen Punkt.“ Ihretwegen dürfe sich der Einzelhandel an Weihnachten „eine goldene Nase verdienen“, fügte die frühere hannoversche Landesbischöfin hinzu: „Aber wenn diejenigen, die feiern, überhaupt nicht mehr wissen, was sie feiern und warum, dann sollten sie es lieber lassen – oder sich ein ganz neues Fest ausdenken. Das hat ja in einer Welt, die auf Konsum und Kommerz fixiert ist, bei Halloween auch funktioniert.“  

Syrienkonflikt
Syrischer Außenminister: PKK kämpft für den Schutz amerikanischer Interessen

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Aleppo (nex) – Die Terrororganisation PKK ist nach den Worten des stellvertretenden syrischen Außenministers Faisal al-Miqdad nur ein weiterer IS (Daesh). Dies berichtet die iranische Zeitung Al-Alam. Die PKK kämpfe für den Schutz US-amerikanischer Interessen und spalte Syrien, so Miqdad in einer Erklärung gegenüber al-Alam.

„Man kann ihnen nicht vertrauen, denn sie dienen den Amerikanern und den Plänen des Westens gegen das syrische Volk.“

Die PKK wolle, so der Politiker, den syrischen Staat stürzen und das Land zerschlagen, sagte er und ergänzte: „Sie arbeiten nicht für das syrische Volk.“

Miqdad, eine der prominenten Persönlichkeiten der Assad-Regierung, wies des Weiteren darauf hin, dass die PKK-Terrororganisation nicht akzeptiere, Teil der Arabischen Republik Syrien zu sein. Wenn sie weiterhin eine Marionette der USA und der westlichen Länder bleibe, werde sie das gleiche ereilen Schicksal wie den IS  (Daesh). Er behauptete auch in seiner Erklärung, dass die PKK Gebiete unter ihrer Besatzung benutze, die Regierung zur Sicherung  ihrer eigenen politischen Interessen zu erpressen.

Darüber hinaus erklärte Mikdad, dass die von den USA geförderten Friedensprozesse in Riad und Genf gescheitert seien, und betonte, dass in Astana wichtige Durchbrüche erzielt worden seien. Er bestand darauf, dass „der Astana-Prozess fortgesetzt werden müsse“. Er sei überzeugt, dass auf dieser Plattform erfolgreiche Verhandlungen erreicht werden können.

Als Reaktion auf die PKK-kritischen Äußerungen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad und seines stellvertretenden Außenministers sagte die Terrororganisation, dass „das syrische Regime und die Assad-Administration ihr Verfallsdatum erreicht haben“.

Trotz Ankaras Warnungen, sie seien Ableger der PKK, lieferten die USA der PYD zur vermeintlichen Bekämpfung des IS zu bisher 4000 LKW an Waffen.

Nach wiederholtem Hinweis, dass sie die Gründung eines unabhängigen Terrorstaates entlang ihrer Grenzen nicht zulassen werde, startete die Türkei am 24. August 2016 die Militäroperation Schutzschild Euphrat zur Bekämpfung der PKK/PYD und des IS (Daesh) in Syrien. Die PKK wird von der Türkei, den USA und der EU als eine Terrororganisation eingestuft. Sie hat im Juli vergangenen Jahres ihren 30-jährigen Kampf gegen den türkischen Staat wiederaufgenommen. Seitdem wurden bei PKK-Anschlägen tausende Menschen getötet. Während die Türkei auch die PYD als eine Terrorgruppe einstuft, betrachtete bereits die vorhergehende US-Administration unter Barack Obama diese als einen „vertrauenswürdigen Partner“ im Kampf gegen den IS (Daesh) in Syrien. Diese Politik wird auch unter Präsident Donald Trump fortgeführt.

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Syrien: Kurden protestieren gegen PKK-Ableger PYD

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Türkei
Präsident Erdogan und Premierminister Yildirim senden Christen Weihnachtsbotschaften

Ankara (nex) – Während bei uns in Deutschland Botschaften der Kanzlerin oder des Bundespräsidenten an Muslime starke Irritationen in der Bevölkerung hervorrufen, gehört dies in der Türkei schon lange zur Tradition. So haben auch dieses Jahr der türkische Staatspräsident Erdogan, Ministerpräsident Yildirim sowie andere Politiker Christen eine Weihnachtsbotschaft gesendet. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat den Christen weltweit zum Weihnachtsfest gratuliert. Dies geht aus einer Erklärung auf der Webseite des türkischen Präsidialamtes hervor. In seiner Ansprache betonte Erdoğan dabei, dass auf den anatolischen Territorien seit Jahrhunderten unterschiedliche Kulturen und Religionen in Frieden sowie Brüderlichkeit zusammengelebt hätten. Diskriminierung jedweder Art habe im Zivilisationsbecken Anatolien nie eine Grundlage gefunden. Die Türkei sei gegen jede Art von Diskriminierung und Rassismus, unterstrich Erdoğan und betonte, dass im Rahmen der Werte der Zivilisation die Existenz unterschiedlicher Religionen und Kulturen als ein Reichtum betrachtet werde. Anatolien habe seit jeher vor Konflikten, Kriegen, Grausamkeit und Unterdrückung geflohenen Menschen ein schützendes Dach und einen sichere Hafen geboten. In seiner Botschaft wünschte Erdoğan allen türkischen Bürgern der unterschiedlichen christlichen Konfessionen, Traditionen und Kirchen ein frohes Weihnachtsfest in Einheit und Gemeinsamkeit. Auch der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hat eine Weihnachtsbotschaft veröffentlicht. “Die jahrhundertealte tolerante Umgebung in unserem Land, das verschiedene Kulturen, Glaubensrichtungen und Ideen Raum geboten hat, führt ihre Existenz auch heute trotz verschiedener Angriffe auf die Einheit unserer Nation und den Frieden fort”, betonte er in seiner Erklärung.

Ausland
Türkei: Seit Regierungsübernahme der AKP 14 Kirchen und eine Synagoge restauriert

Ankara (nex) – In der Regierungszeit der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegründeten islamisch-konservativen AKP wurden bisher 14 christliche Kirchen und eine jüdische Synagoge restauriert.

Die Große Synagoge in der westtürkischen Provinz Edirne, die griechisch-orthodoxe Aya Nikola Kirche in der Provinz Canakkale, eine syrisch-katholische Kirche in der südosttürkischen Provinz Hatay, die armenischen Kirchen in den Provinzen Diyarbakir und Gaziantep, die griechisch-orthodoxen Kirchen Taksiyarhis in der westtürkischen Provinz Balikesir und Aya Yorgi in Istanbul und die bulgarisch-orthodoxe Kirche Sankt Stefan in Istanbul sind einige der fertiggestellten Restaurierungsprojekte der türkischen Regierung.

Die Wiedereröffnung der eisernen Sankt Stefan Kirche wird am 7. Januar im Rahmen einer Zeremonie stattfinden, an der auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan zusammen mit dem bulgarischen Premierminister Bojko Borissow teilnehmen werde.

Die bulgarisch-orthodoxe Kirche Sankt Stefan ist die einzige vollständig erhaltene eiserne Kirche der Welt – eisern, weil als Baumaterial hauptsächlich Gusseisen verwendet wurde. Erdogan habe die Restaurierung auf die Bitte der bulgarischen Minderheit in der Stadt initiiert, sagte Wassil Liaze, Präsident der Bulgarisch-Orthodoxen Kirchenstiftung, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu: “Er [Erdogan] half uns damals schon, als er noch Istanbuler Bürgermeister war. Und wir sind auch Nachbarn. Er kommt aus Kasimpasa, wir sind aus Balat. Wir haben ihn vor etwa acht-neun Jahren gefragt, und er hat die Restaurierung der Kirche angeordnet.” Die Stadt Istanbul finanziert laut Anadolu die Restaurierung, die etwa vier Millionen US-Dollar kostet. Aber auch die bulgarische Regierung beteiligt sich mit etwa 250.000 US-Dollar am Projekt. Mit seinen vielen Gebetsstätten – Moscheen, Kirchen und Synagogen – ist Istanbul ein Zentrum der Multireligiosität. “Die Kirchen in Argentinien und Österreich wurden im Laufe der Zeit zerstört, nur die Eiserne Kirche in Balat steht noch heute”, betonte Kirchenstiftungspräsident Liaze. Die Restaurierung erfolgte nach dem Reziprozitätsprinzip zwischen den beiden Staaten: Die bulgarische Regierung genehmigte den Wiederaufbau der Dschumaja-Moschee (Freitagsmoschee) in der zweitgrößten Stadt des Landes Plowdiw. Die türkische Regierung ihrerseits ermöglichte die Restaurierung der Eisernen Kirche. Es gibt weltweit lediglich in Argentinien, Österreich und der Türkei drei vorgefertigte Eiserne Kirchen.
(Foto: AA)
Nach einem Brand in einer Holzkirche erhielten die bulgarischen Christen am 25. Juni 1890 vom Sultan die Erlaubnis, neben der Holzkirche ein neues Gotteshaus zu bauen. Die einzelnen Elemente, die zusammen rund 500 Tonnen wogen, seien damals auf kleinen Frachtschiffen von Wien über die Donau, den Bosporus und das Goldene Horn nach Istanbul gebracht worden, so Liaze im Gespräch mit Anadolu. Die Kirche im neugotischen Stil war in zwei Jahren errichtet und 1898 in Balat, dem alten jüdischen Viertel im europäischen Teil der Stadt, eröffnet worden.

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– Syrische Kirche der Jungfrau Maria – Türkei: Weiterer Bau einer Kirche angekündigt

Nach einer Reihe von Projekten, die die Sanierung und Instandsetzung von Gotteshäusern der Minderheiten in der Türkei vorsehen, wurde in Istanbul nun auch der Neubau einer Kirche freigegeben.

Türkei: Weiterer Bau einer Kirche angekündigt