Berlin
Airbnb-Chef: Wir nehmen Berlinern keine Wohnungen weg

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Airbnb wehrt sich gegen den Vorwurf, die Wohnungsnot in Berlin zu verschärfen Berlin (ots) – Die Vermietungsplattform nehme Menschen keine Wohnungen weg, sagte der Deutschlandchef von Airbnb, Alexander Schwarz, am Dienstag im rbb-Inforadio. „Der Großteil der Gastgeber auf Airbnb vermietet das eigene Zuhause, um selber etwas dazuzuverdienen.“ Beispielsweise wenn sie im Urlaub oder auf Geschäftsreise seien. „Das ist eine effiziente Wohnraumnutzung, die auch für Berlin wichtig ist, um die Frage von Wohnraumschaffung und Wohnraumerhalt zu klären, während der Tourismus immer stärker wird“, so Schwarz. Der Berliner Senat geht derzeit mit dem sogenannten Zweckentfremdungsverbot dagegen vor, dass Wohnungen an Touristen vermietet werden. Schwarz begrüßte die Pläne des Senats, wonach Privatleute Wohnungen künftig für eine gewisse Zeit vermieten dürfen: „Wir gehen davon aus, dass die Berliner Regierung tatsächlich ein Zeichen setzen möchte in Richtung Innovation, Progression und Bürgernähe.“ Für Berlin sind 60 Tage im Jahr im Gespräch. Der Airbnb-Chef verwies allerdings auf Hamburg, wo dies gut 180 Tage erlaubt ist. Airbnb ist ein 2008 gegründetes US-Unternehmen für Buchung und Vermietung von Unterkünften. Sowohl private als auch gewerbliche Vermieter vermieten ihr Zuhause oder ein Zimmer unter Vermittlung des Unternehmens. Im Jahr 2017 hat Airbnb rund 700.000 Gastankünfte bei Berliner Gastgeberinnen und Gastgebern verzeichnet. Die meisten Reisenden (146.000 Gastankünfte) kamen aus Deutschland, gefolgt von den USA (83.000) und Großbritannien (76.000). Nach Europa und Nordamerika war Lateinamerika die Region, aus der die meisten Reisenden 2017 nach Berlin kamen. Die Gäste, die 2017 eine Unterkunft auf Airbnb in Berlin buchten, blieben im Durchschnitt 4,2 Nächte in der Stadt – deutlich länger als der durchschnittliche Reisende nach Berlin (2,4 Nächte*). Die durchschnittliche Gruppengröße der Reisenden betrug 2,2 Gäste. Im letzten Jahr buchten bereits mehr als ein Drittel der Gäste auf Airbnb bei Gastgebern außerhalb der touristischen Zentren** und trugen zur lokalen Wirtschaft bei. Laut einer kürzlich vorgestellten Studie von DIW Econ gaben Gäste auf Airbnb in ganz Deutschland 2016 mehr als 1 Milliarde Euro für Güter und Dienstleistungen vor Ort aus, wovon der Gastronomiesektor und die Kulturwirtschaft am meisten profitierten. Alexander Schwarz, Geschäftsführer Airbnb: „Die Gastgeberinnen und Gastgeber, die ihr Zuhause zeitweise an Reisende vermieten, spiegeln die Vielfalt und Offenheit Berlins wider. Die Gäste, die über Airbnb eine Unterkunft in Berlin buchen, schätzen das individuelle Reisen jenseits des Massentourismus. Airbnb setzt sich für verantwortungsvollen Tourismus ein und möchte gemeinsam mit der Stadt daran arbeiten, dass Reisende auch die Berliner Stadtteile außerhalb der touristischen Zentren entdecken.“ Auf Airbnb bieten überwiegend Privatpersonen, sogenannte Home Sharer, ihr Zuhause zeitweise für Reisende an. Darüber hinaus nutzen auch Anbieter des traditionellen Gastgewerbes wie Bed & Breakfasts, Boutique-Hotels oder Serviced Apartments die Airbnb-Plattform. Airbnb arbeitet weltweit mit Städten und Gemeinden zusammen, um gemeinsam faire und zeitgemäße Home Sharing-Regeln zu gestalten und den administrativen Aufwand für die Verwaltung sowie für Gastgeber zu verringern. Airbnb hat bereits mit über 340 Städten und Regionen Vereinbarungen zur automatisierten Einhebung der jeweiligen Tourismusabgaben über die Plattform geschlossen. 2017 hat Airbnb mit der Stadt Dortmund eine solche Vereinbarung geschlossen und ist bereits auf zahlreiche andere Städte, darunter Berlin, zugegangen. Airbnb ist zuversichtlich, mit weiteren Städten zeitnah eine entsprechende Vereinbarung schließen zu können.

Türkei
Syrische Kurden hoffen auf Erfolg der Antiterroroffensive „Olivenzweig“

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Izmir (nex) – Viele Kurden, die nach Beginn des blutigen Bürgerkriegs aus Syrien in die Türkei geflohen sind, hoffen auf einen Erfolg der türkischen Antiterroroffensive „Olivenzweig“, um wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können. „Wir lebten früher in Afrin und sind vor zwei Jahren in die Türkei geflüchtet, weil die YPG zwei meiner Kinder gezwungen hatte, der Organisation beizutreten“, so Huseyin I., ein syrischer Kurde, der vor dem Krieg geflohen ist und in der Türkei Zuflucht gesucht hat, gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. I. lebt nun in der westtürkischen Stadt Izmir. Seine Verwandten seien nach wie vor in Afrin und er habe keinen Kontakt zu ihnen. Er träume von einem friedlichen Syrien und hoffe, eines Tages zurückkehren zu können „Wir lebten eine Weile bei Verwandten in Afrin, bis die PKK auftauchte und meine Töchter zwangsrekrutieren wollte. Als ich ablehnte, bedrohten sie uns. Daraufhin nahm ich meine Kinder und flüchtete in die Türkei“, sagte die 39-jährige syrische Kurdin Zeynep D. gegenüber Anadolu. Auch D. lebt zur Zeit in Izmir. Sie wünsche sich sehr, dass Afrin endlich von allen Terrororganisationen befreit werde. Auch Nistiman H, ein weiterer syrischer Kurde, der in die Türkei flüchtete, hoffe, dass mit der Militäroffensive alle Terroristen aus dem Gebiet vertrieben würden. „Meine Tochter Rojin hatte immer große Angst und versteckte sich hinter mir, als Assads Kampfflugzeuge über unser Haus flogen“, so der 28-Jährige. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar Stellungen der PYD im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat sich in einer Stellungnahme zu der  Militäroperation geäußert. “Wir haben alle Parteien, einschließlich der UN, informiert und US-Außenminister Tillerson mitgeteilt, dass die USA an unserer Seite sein sollten”, so Cavusoglu gegenüber den türkischen Medien. Des Weiteren werde Ankara auch die syrische Regierung schriftlich informieren.

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– Ethnische Säuberungen mit deutschen Waffen? – EU-Abgeordneter Alyn Smith: YPG muss Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten beenden

Die von der PKK gesteuerten syrischen Terrororganisationen PYD und YPG verüben, seit sie den Norden Syriens kontrollieren, Massaker und ethnische Säuberungen. Diese richten sich vor allem gegen arabische und turkmenische Bewohner der von ihnen eingenommenen Provinzen.

EU-Abgeordneter Alyn Smith: YPG muss Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten beenden

Bürgerkrieg in Syrien
Türkische Bürgermeisterin: Antiterroroffensive „Olivenzweig“ wichtig für Flüchtlinge

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Gaziantep (nex) – Die anhaltende Antiterror-Offensive „Olivenzweig“ im Norden Syriens durch das türkische Militär könnte die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihr Heimatland beschleunigen, so die Bürgermeisterin von Gaziantep, einer türkischen Provinz an der syrischen Grenze, in der heute Hunderttausende von Syrern leben. Auch nachdem die nordsyrische Stadt Dscharablus nach der türkischen Militäroperation „Schutzschild Euphrat“ im Sommer 2016 von der Terrororganisation IS befreit und sicherer wurde, seien viele Flüchtlinge in ihre Heimat zurückgekehrt, betonte Bürgermeisterin Fatma Şahin in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung Hürriyet. Sie seien sehr hoffnungsvoll, was die Befreiung der syrischen Stadt Afrin vom PKK-Ableger PYD betreffe. Die Erfahrungen mit Dscharablus und al-Bab hätten gezeigt, dass viele syrischen Flüchtlinge darauf warteten, wieder in ihre Heimatorte zurückzukehren, fügte Şahin hinzu. Die Einwohnerzahl von Dscharablus sei nach der Befreiung von 3.000 auf 50.000 und von al-Bab auf 100.000 gestiegen. „Diejenigen, die flohen, um ihr Leben zu retten, zogen es vor, in ihre Heimat zurückzukehren, sobald sie sich sicher fühlten“, sagte Şahin der Hürriyet. „Alle warten, aber die Bedingungen [für die Rückkehr] müssen sich ändern. Sobald die Bedingungen erfüllt sind, wird es eine sehr schnelle Rückkehr geben. Die Flüchtlinge aus Dscharablus benötigten nur 15 Tage , um in ihre Heimatstadt zurückzukehren. In nur 15 Tagen wuchs die Bevölkerung der Stadt auf 50.000 an“, so Şahin. Aus diesem Grund sei die Befreiung Afrins für Gaziantep und auch die Türkei sehr wichtig. Die letzten sieben Jahre seien für das Land nicht sehr einfach gewesen und die Flüchtlingskrise stelle nicht nur wirtschaftlich eine sehr hohe Belastung dar. Mit über drei Millionen Syrern beherbergt die Türkei die meisten Flüchtlinge aus dem vom Bürgerkrieg zerrütteten Land. Nach den Worten des türkischen Innenministers Süleyman Soylu habe die Türkei für die Beherbergung von Flüchtlingen bislang mehr als 25 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

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– Türkei – Syrische Flüchtlinge: Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt

„Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt und diese den Kurden übergeben, die aus dem Irak, Iran und anderen Regionen Syriens hergebracht wurden“, so ein arabischer Flüchtling gegenüber Journalisten.

Syrische Flüchtlinge: Die PYD hat unsere Häuser und Grundstücke besetzt
       

Neue Technologien
Geflügelwirtschaft: Dieses Jahr beginnt Ausstieg aus dem Kükentöten

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Maschinen zur Geschlechtsbestimmung laut Verbandschef reif für Praxis Osnabrück (ots) –  Das Ende des massenhaften Kükentötens in Brütereien wird laut deutscher Geflügelwirtschaft noch in diesem Jahr eingeleitet. Verbandspräsident Friedrich-Otto Ripke sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir befinden uns mit zwei unterschiedlichen Verfahren zur frühzeitigen Geschlechtsbestimmung im Ei in der Endphase der Erprobung. Bis Ende des Jahres werden die ersten Maschinen im Einsatz sein.“ Die Bundesregierung hatte beide Technologien mit Steuermitteln gefördert. Ripke plädiert für Ausnahmegenehmigungen Ripke warnte aber vor überzogenen Erwartungen: „Eine solche Innovation ist nicht von heute auf morgen in allen Betrieben umzusetzen. Wir müssen Brütereien Zeit einräumen.“ Niemand könne derzeit sagen, wie teuer die Maschinen zur Geschlechtsbestimmung werden. Gegebenenfalls müsse die Anschaffung mit staatlichen Fördermitteln unterstützt werden. Ripke regte zudem Ausnahmegenehmigungen für kleine Brütereien an. „Es gibt in Deutschland einen Bedarf nach Küken etwa in Zoos oder bei Greifvogelhaltern. Ist es wirklich besser, wenn wir Mäusekadaver importieren?“ Derzeit werden jährlich bis zu 50 Millionen männliche Küken in Deutschland unmittelbar nach dem Schlüpfen getötet. Ihre Aufzucht rentiert sich für Geflügelhalter nicht, da die Brüder der Legehennen weder Eier legen können noch schnell genug Fleisch ansetzen. Ripke sprach von einem „ethisch großen Problem“. Deutschland werde das erste Land sein, das dieses weltweite Problem löst. Bei beiden Technologien wird das Geschlecht des Kükens weit vor dem Schlüpfen bestimmt. Bei männlichen Tieren werden die Eier wenige Tage nach der Befruchtung aussortiert und anderweitig verarbeitet.

Essen
Thyssenkrupp-Betriebsrat wirbt für Ja zum Tata-Tarifvertrag

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Essen (ots) – Die Abstimmung der Stahl-Belegschaft von Thyssenkrupp über den geplanten Tarifvertrag zur Fusion mit dem indischen Konzern Tata geht in die heiße Phase. Noch knapp eine Woche lang haben die Mitarbeiter Zeit, ihr Votum abzugeben. Tekin Nasikkol, stellvertretender Betriebsratschef von Thyssenkrupp Steel, warb im Gespräch mit der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) für Zustimmung. „Der Tarifvertrag ist im Falle eines Joint Ventures ein Schutzschild für die Stahl-Beschäftigten und für die Stahl-Standorte. Schutz über neun Jahre – das ist ein sehr gutes Ergebnis“, sagte er der WAZ. Nasikkol werden bei der anstehenden Betriebsratswahl gute Chancen am wichtigen Duisburger Standort Hamborn/Beeckerwerth nachgesagt. Über den Tarifvertrag können die Thyssenkrupp-Mitarbeiter noch bis zum 2. Februar an 13 Stahl-Standorten abstimmen. Das Wahlergebnis will die IG Metall am 5. Februar veröffentlichen. „Wir haben gemeinsam mit den Beschäftigten hart und lange für diesen Tarifvertrag gekämpft“, betonte Nasikkol, der eindringlich bei den Beschäftigten dafür warb, zur Abstimmung zu gehen.

SPD im Umfrage-Tief
Umfrage: Angela Merkel weiterhin auf dem ersten Platz – SPD stürzt ab

SPD weiter im Umfrage-Tief Köln (ots)- Wenn die Deutschen ihre Bundeskanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, wäre die Entscheidung eindeutig: Angela Merkel liegt, mit derzeit 47 Prozent, seit Monaten nahezu unverändert weit vorn. Martin Schulz würden in dieser Woche nur noch 15 Prozent der Bundesbürger wählen. forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Nach dem knappen Votum des SPD-Parteitages für die Aufnahme von Koalitions-Verhandlungen mit CDU und CSU und seinem in vielen Medien als schwach bewerteten Auftritt auf dem Parteitag fällt der SPD-Chef bei der Kanzlerpräferenz um drei Prozentpunkte auf seinen bislang schwächsten Wert. Zum Vergleich: Nach der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten der SPD hatte sein Wert im Februar 2017 bei 37 Prozent gelegen.“ Schulz rangiert jetzt 32 Prozentpunkte hinter Merkel. Nicht einmal die Hälfte der SPD-Anhänger (46%) würde sich im Fall einer Kanzlerwahl für Schulz entscheiden, 90 Prozent der Unions-Anhänger würden für Merkel votieren. 38 Prozent der Wahlberechtigten würden sich für keinen von beiden entscheiden. Bei der Frage nach der politischen Kompetenz der Parteien trauen nur noch 7 Prozent der Bundes-bürger der SPD zu, sie könne mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werden. Das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche und der niedrigste Wert seit einem Jahr. Den Uni-onsparteien trauen unverändert 27 Prozent der Deutschen Problemlösungs-Kompetenz zu, 53 Prozent der Befragten halten keine Partei für hinreichend kompetent. Unter dem unmittelbaren Eindruck des SPD-Parteitages in Bonn wollten am Montag und Dienstag vergangener Woche nur noch 17 Prozent der Wahlberechtigen der SPD ihre Stimme geben. Im Laufe der gesamten Woche er-reicht die SPD aber wieder 18 Prozent – das ist derselbe Wert wie vor dem Parteitag. Die SPD liegt damit 16 Prozentpunkte hinter der Union. Die Ergebnisse im Einzelnen: CDU/CSU 34 Prozent (Bundestagswahl 32,9), SPD 18 Prozent (20,5), FDP 9 Prozent (10,7), Grüne 12 Prozent (8,9), Linke 10 Prozent (9,2), AfD 12 Prozent (12,6). 5 Pro-zent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2). Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt bei 25 Prozent und damit etwas über dem Anteil der Nichtwähler (23,8 Prozent) bei der Bundestagswahl im September. Martin Schulz verliert Das Ansehen des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz geht weiter zurück. Nur ein Drittel der Deut-schen (33%) ist der Überzeugung, Schulz sei noch der richtige Parteichef. 50 Prozent dagegen urteilen: „Nein, ein anderer wäre besser geeignet.“ Auch von den SPD-Wählern lehnen inzwischen 45 Prozent Schulz ab – nur eine hauchdünne Mehrheit von 46 Prozent der SPD-Wähler hält Schulz für den richtigen Mann an der Parteispitze. 58 Prozent der SPD-Abwanderer – also jenen, die im September letzten Jahres noch sozialdemokratisch gewählt haben, dies aber heute nicht mehr tun würden – halten Schulz für ungeeignet. forsa-Chef Prof. Manfred Güllner gegenüber der Mediengruppe RTL: „Das ist ein Hinweis darauf, dass Martin Schulz inzwischen potentielle Wähler nicht mehr für die SPD gewinnen kann, sondern sie eher abschreckt.“ Wer könnte sich als Schulz-Nachfolger eignen? Von denjenigen, die den jetzigen SPD-Chef für ungeeignet halten, würden jeweils 20 Prozent am liebsten Andrea Nahles oder Sigmar Gabriel als Vorsitzende sehen. Von den SPD-Wählern würden 23 Prozent Nahles den Vorzug geben, 20 Prozent sind für Gabriel. Auf den weiteren Plätzen als denkbare Schulz-Nachfolger: Olaf Scholz (12%), Malu Dreyer (11%), Manuela Schwesig (6%), der Juso-Chef Kevin Kühnert (5%), Thorsten Schäfer-Gümbel (2%).

Frankreich
Marseille: Sieben PKK-Sympathisanten wegen Gewalt verurteilt

Marseille (tp) – Sieben kurdischstämmige Sympathisanten der Terrororganisation PKK sind wegen Gewalt und Widerstand gegen die Staatsgewalt von einem Gericht in Marseille im Schnellverfahren abgeurteilt worden. Das Gericht sah es am Freitag als erwiesen an, dass die Verurteilten am vergangenem Sonntag vor dem türkischen Generalkonsulat im französischen Marseille Polizisten verletzt und ihren Anweisungen nicht gefolgt sowie Widerstand geleistet haben. Die vom Gericht verhängten Haftstrafen reichen von drei Monaten bis zu einem Jahr. Die Staatsanwaltschaft hatte den sieben Verurteilten vor dem Urteil am Freitag vorgeworfen, am vergangenem Sonntag versucht zu haben, in das Gelände des türkischen Generalkonsulats in Marseille zu gelangen, die von Polizeistreifen bewacht wurde. Dabei warfen die Verurteilten Steine und Flaschen, verletzten Beamte. Ein Verurteilter hatte zudem einen Kleinlastwagen auf die Polizisten gelenkt und versucht sie zu überfahren. Dieser wurde zu einem Jahr Haft verurteilt. Die Verurteilten hatten in ihrer Verteidigung angegeben, gegen die türkische „Aggression“ in Nordsyrien protestieren zu wollen und sich deshalb vor dem Konsulat getroffen zu haben. Es sei niemals das Ziel gewesen, die Polizisten zu verletzen. Seit Beginn der Offensive des türkischen Militärs in Nordsyrien, hatten PKK-Sympathisanten in zahlreichen französischen Städten Proteste anberaumt, dabei immer wieder Generalkonsulate der Türkei angegriffen. Auch in anderen europäischen Zentren gab es immer wieder Übergriffe auf türkische Konsulate bzw. Botschaften, so u.a. in Salzburg und Dublin.

Zum Thema

– Militäroperation Olivenzweig – “Deutscher Imperialismus”: PKK droht BRD mit Terror

PKK-nahe Organisationen drohen in einer Erklärung Deutschland mit Terror. Der Krieg in Nordsyrien gegen die YPG werde vor allem seitens des deutschen Kapitals unterstützt und finanziert.

„Deutscher Imperialismus“: PKK droht BRD mit Terror

Amsterdam
De Telegraaf: PKK-Sympathisanten greifen türkischen Taxifahrer an

Amsterdam (tp) – Am Samstag haben PKK-Sympathisanten bei einer Demonstration gegen die Antiterror-Operation der Türkei im syrischen Bezirk Afrin, einen türkischstämmigen Taxifahrer angegriffen. Ein Mob von einem Dutzend PKK-Sympathisanten versuchte den Taxifahrer zu lynchen, der in seinem Taxi saß. Mit Fahnenstangen traktierten sie das Fahrzeug, versuchten in das Taxi zu gelangen. Polizeikräfte die anwesend waren, konnten die Meute rechtzeitig aufhalten und den Taxifahrer in Sicherheit bringen, berichtet „De Telegraaf“ am Samstag. In den letzten Tagen kam es europaweit zu Demonstrationen gegen den Einmarsch türkischer Truppe in das in Nordsyrien gelegene Bezirk Afrin, die vom syrischen Ableger der Terrororganisation PKK, der YPG gehalten wird. Die türkische Militäroperation richtet sich gegen die YPG sowie die Terrormiliz IS. PKK-nahe Organisationen hatten zur Mobilisierung und Widerstand in Europa aufgerufen. Zahlreiche türkische Moscheen, Einrichtungen und Konsulate wurden zum Ziel der Attacken von Sympathisanten der PKK.

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Meinung
Kommentar: Mit dem Aufruf zum Boykott jüdischer Geschäfte begann der Holocaust

Die deutschen Dunkelmänner sind wieder da und schielen auf die Türkei Von Thomas Bernhard Björn Böcke und Kay Gottschalk von der National-demokratischen deutschen AfD-Partei lösen böse Erinnerungen an eine dunkle deutsche Zeit aus und schielen dabei in Richtung von Türkei und Türken. Da hat nämlich der Björn Höcke, Vorsitzender der AfD im Landtag des deutschen Bundeslands Thüringen, doch deutlich gemacht: Sobald die AfD an der Macht sei, müssten ihn (Höcke) auch Muslime am Bosporus fürchten. Bei einer Rede im deutschen Eisleben (Sachsen-Anhalt) kündigte Höcke ein Verbot des Islam in der Türkei an. Wie gesagt, der eine mag jetzt zumindest lächeln oder den Kopf schütteln. Doch der Typ meint das ernst. Höcke polterte vor dem Publikum einer „Bürgerversammlung“, dass seine Partei die Direktive ausgeben wolle, „dass am Bosporus mit den drei großen M – das heißt Mohammed, Muezzin und Minarett – Schluss ist.“ Man mag das jetzt als Größenwahn seines und Anderer Gehirne abtun, aber mit genau dieser Reaktion hat man sich in einer dunklen Zeit deutscher Geschichte schon einmal geirrt. Und da ist ja auch noch Höckes Parteifreund Kay Gottschalk. Letzterer nämlich bleibt nicht so einfach in der Theorie, Gottschalk, immerhin Abgeordneter im deutschen Bundestag, hat in der deutschen Stadt Krefeld (NRW) ganz öffentlich zum Boykott türkischer Geschäfte aufgerufen. Wörtlich hatte Kay Gottschalk gesagt: „Ich rufe alle Bürger guten Willens auf: Boykottiert die Läden der Türken in Deutschland, denn die fahren zu 70 Prozent auf Erdoğan ab.“ Zuvor hatte er den „Angriff türkischer Truppen auf Kurden in Syrien“ kritisiert. Ein solcher Boykott-Aufruf ist historisch belastet: Mit dem Aufruf zum Boykott jüdischer Geschäfte begann in Nazi-Deutschland der Holocaust. Das ist nicht nur eine Aussage von mir, auch die eigentlich eher als konservativ anzusehende deutsche Zeitung „Rheinische Post“ machte diesen Vergleich. Und, das alles soll jetzt bitte niemand als „rein deutsches Problem der Deutschen“ abtun. Auch diesen Fehler hat die Welt und ihre Menschen aller Nationalität schon einmal gemacht, bevor die Menschheit leidvoll und grausam eines Anderen belehrt wurde. Und noch viel bedenklicher wird die ganze Sache, wenn man sieht und hört, wie sich der Vertreter der deutschen Nationalkonservativen auf die Seite der in Afrin ansässigen Terroristen schlägt, die erst die Tage wieder mit Raketen in der Türkei einen terroristischen Anschlag mit Toten und (Schwerst)Verletzten verübten. Sicher, wenn einer wie ich (als Deutscher), immer deutlich macht, über türkische Politik entscheiden die Türken, muss man dies auch umgekehrt den Deutschen zubilligen. Doch jeder kann, unabhängig von seiner Nationalität, seine Meinung sagen und letztlich blieb das bereits mehrfach erwähnte dunkelste Kapitel deutscher Geschichte und dessen historische Vorgeschichte dann nicht auf Deutschland beschränkt. Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Hass – Kommentar: Der Fremdenfeindliche verkennt die Wirklichkeit

Der Fremdenfeindliche verkennt die Wirklichkeit. Er erlebt etwas als fremd und hält diese Fremdheit für eine Eigenschaft des Fremden. Tatsächlich aber geht es dabei ja um eine Eigentümlichkeit seiner selbst.

https://nex24.news/2017/03/kommentar-der-fremdenfeindliche-verkennt-die-wirklichkeit/  

Berlin
Trittin sieht Machtoption der Grünen nicht mehr bei Rot-Rot-Grün

Düsseldorf (ots) – Ex-Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sieht eine Machtperspektive seiner Partei künftig nur noch in lagerübergreifenden Regierungskoalitionen, an denen sowohl linke als auch konservativ-liberale demokratische Parteien beteiligt sind. „Wenn man verhindern will, dass die rechtspopulistische AfD Einfluss in einer Regierung bekommt, sind aktuell nur lagerübergreifende Koalitionen möglich“, sagte Trittin der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ . „Deshalb ist es klüger, wenn die Grünen Bestandteil dieser lagerübergreifenden Koalitionen sind, als dass es andere sind“, sagte der Parteilinke. Das verkenne nicht, dass die Grünen auch weiterhin eine größere programmatische Nähe zur SPD hätten als zur Union. „Nur ist das bei diesen Mehrheitsverhältnissen eine rein akademische Frage. Nach dem jetzigen Stand haben wir uns sogar weiter von rot-rot-grünen Mehrheiten entfernt“, sagte der frühere Spitzenkandidat. „Und zwar rechnerisch wie inhaltlich, wenn ich die Linkspartei sehe“, betonte Trittin.