Köln
Neuer Chef des Flughafens Köln/Bonn plant Bau einer Airport City

Köln – Der neue Chef des Flughafens Köln/Bonn, Johan Vanneste, will den Airport künftig wirtschaftlicher aufstellen. Er habe schon vor seinem Amtsantritt erkannt, dass „die wirtschaftlichen Ergebnisse nicht gut sind. Wir müssen also anfangen, mehr Geld zu verdienen“, sagte der Belgier dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Neue Einnahmequellen sieht Vanneste unter anderem durch Vermietung und Verpachtung, etwa durch den Bau einer neuen Airport City auf freien Flächen des Flughafen-Geländes.
„Wir haben große, attraktive Flächen in Terminal-Nähe zur Verfügung, um neue Bürogebäude für Airline-Kunden oder Unternehmen zu bauen, die regelmäßig den Flughafen nutzen.“
Zunächst sei ein Hotel geplant, für das jetzt auch ein Betreiber gefunden worden sei. Vanneste:
„Wir müssen in der Lage sein, unsere Eigentümern und der gesamten Region einen Mehrwert zu bieten und gleichzeitig so viele Erträge zu erwirtschaften, dass wir unsere Investitionen stärker aus eigener Kraft finanzieren können.“

Türkei
Türkischer Minister: Megaprojekt Kanal Istanbul wird fortgesetzt

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Ankara (nex) – Der türkische Umwelt- und Stadtminister Murat Kurum hat erklärt, dass das Projekt zum Bau eines Kanals in Istanbul, der das Schwarze Meer und das Marmarameer westlich des Bosporus verbindet, wie geplant verlaufen wird. „Der Kanal Istanbul ist das wichtigste Projekt im 100-Tage-Aktionsplan unseres Ministeriums“, sagte Kurum bei einem Treffen über die städtische Transformation in der Westprovinz Bolu am Freitag. Das Kanalprojekt wird nach einer langwierigen Ausschreibung fortgesetzt, sagte Kurum auch und merkte an, dass auch das Verkehrsministerium und die Metropolgemeinde Istanbul in den Prozess einbezogen werden. Die geschätzten Kosten des Kanal Istanbul betrugen laut früheren Berichten mindestens 15 Milliarden Dollar. Die Schätzung wurde vor dem Wertverlust der türkischen Lira gegenüber dem US-Dollar im vergangenen Monat vorgenommen und könnte verdoppelt werden, da das Projekt nach den bisherigen Wechselkursen läuft. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte am 14. September angekündigt neue Regierungsinvestitionen auf Eis zu legen und neue Ausgaben zu zügeln. Somit sollte ein weiterer Wertverlust der Lira eingedämmt werden. Viele Megaprojekte haben das letzte Jahrzehnt der Türkei geprägt, vom neuen Flughafen Istanbul, der am 29. Oktober eröffnet werden soll, über den Eurasien-Tunnel, einen Straßentunnel, der beide Seiten von Istanbul verbindet, bis hin zur Yavuz Sultan Selim Brücke, der dritten Brücke über den Bosporus. Im Januar wurde bekannt gegeben, dass der Korridor Küçükçekmece-Sazlıdere-Durusu als „geeignetste Route“ für das 45 Kilometer lange Projekt Kanal Istanbul gewählt wurde. Die Route beginnt am Küçükçekmece-See, der zwischen den Bezirken Esenyurt und Avcılar auf der europäischen Seite Istanbuls liegt. Von dort wird der Kanal weiter nach Norden durch den Istanbuler Staudamm Sazlıdere führen und das Schwarze Meer östlich des Terkos-Damms, der sich im Dorf Durusu im Bezirk Çatalca befindet, erreichen. Die türkische Regierung erhofft sich durch den neuen Kanal eine Entlastung des Bosporus vom Schiffsverkehr, insbesondere dem Öltankerverkehr, der die Meeresenge durchquert. Kanal Istanbul werde eine Kapazität von 160 Schiffen pro Tag haben und soll bis 2023 fertiggestellt sein. Offiziellen Meldungen zufolge würden am Bau des Kanals voraussichtlich rund 5000 Menschen beschäftigt sein. Nach Fertigstellung soll er noch etwa 1000 Menschen einen Arbeitsplatz bieten. https://youtu.be/q9aKoBeQDiM

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– Türkei – Istanbul: Weltgrößter Flughafen wird BIP um 79 Milliarden US-Dollar steigern

Der sich noch im Bau befindliche dritte Flughafen in Istanbul wird nach den Worten des türkischen Ministers für Verkehr, Schifffahrt und Kommunikation, Ahmet Arslan, einen großen Beitrag für die Wirtschaft leisten und Arbeitsplätze schaffen.

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Motorsport
Rally-Türkei: WRC 2-Sieg für SKODA Pilot Jan Kopecký

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Marmaris – Jan Kopecký und Pavel Dresler (CZE/CZE) haben mit ihrem Sieg in der WRC 2-Kategorie bei der Rallye Türkei Marmaris (13 bis 16.09.2018), dem zehnten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft, einen großen Schritt in Richtung Titel im WRC 2-Championat gemacht. Lediglich ihre Teamkollegen Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE) haben rein rechnerisch ebenfalls noch Titelchancen, der nächste WRC 2-Champion ist in jedem Fall ein SKODA Werksfahrer. Außerdem konnte SKODA Motorsport drei Rallyes vor dem Saisonfinale vorzeitig zum vierten Mal in Folge die FIA WRC 2-Meisterschaft für Teams für sich entscheiden (vorbehaltlich der offiziellen Veröffentlichung der Resultate durch die FIA). Die Rallye Türkei Marmaris bot ein Wechselbad der Gefühle für das SKODA Werksteam. Nach dem Ausfall von Pontus Tidemand/Jonas Andersson, die am Freitag ihren beschädigten SKODA FABIA R5 vorzeitig abstellen mussten, hatten deren Teamkollegen Jan Kopecký und Pavel Dresler auf ihrem Weg zum Sieg zwei Reifenschäden am Freitag und am Samstag ein Problem mit der Kraftübertragung zu überstehen. Für die Tschechischen Rallye-Meister fand am Ende eine fantastische Saison ihre Fortsetzung. 2018 haben die beiden bislang jede Rallye gewonnen, bei der sie angetreten sind. Sie waren erfolgreich bei den WRC 2-Läufen Rallye Monte Carlo, Rallye Korsika, Rallye Sardinien, Rallye Deutschland und Rallye Türkei. In ihrem Heimatland gewannen sie außerdem sechs Läufe zur Tschechischen Rallye-Meisterschaft und damit erneut vorzeitig den Titel. Nach dem Sieg in der Türkei können nur noch Kopecký oder Teamkollege Tidemand WRC 2-Champion werden. SKODA Motorsport gewann außerdem vorzeitig zum vierten Mal in Folge die WRC 2-Teammeisterschaft, dieses Mal drei Rallyes vor dem Saisonfinale (vorbehaltlich der offiziellen Veröffentlichung der Resultate durch die FIA). SKODA war außerdem die zahlenmäßig stärkste Marke in den Top-10 der Rallye Türkei Marmaris, inmitten der deutlich leistungsstärkeren WRC-Konkurrenz. Henning Solberg und Ilka Minor (NOR/AUT), die nicht für die WRC 2-Wertung punkteberechtigt waren, fuhren mit ihrem privat eingesetzten SKODA FABIA R5 zu einem sensationellen sechsten Platz in der Gesamtwertung. Die WRC 2-Sieger Jan Kopecký/Pavel Dresler wurden in der Gesamtwertung Siebte, die SKODA Privatiers Chris Ingram/Ross Whittock (GBR/GBR) eroberten den dritten Platz in der WRC 2-Kategorie und landeten auf Gesamtrang 9. SKODA Motorsport-Chef Michal Hrabánek war überglücklich. „Dieses fantastische Resultat ist der verdiente Lohn für unsere gesamte Mannschaft. Glückwunsch an Jan und Pavel. Sie haben trotz einiger Rückschläge eine tolle Moral und erneut eine fehlerfreie Leistung gezeigt.“ Jan Kopecký freute sich ebenso: „Vielen Dank an das gesamte Team dafür, dass sie mir so einen tollen SKODA FABIA R5 hingestellt haben, der auch die härtesten Schotterprüfungen gut weggesteckt hat. Nun sind Pavel und ich ganz knapp davor, unsere Karrieren mit dem Titelgewinn in der WRC 2-Kategorie zu krönen.“ Endergebnis Rallye Türkei Marmaris (WRC 2)

1. Kopecký/Dresler (CZE/CZE), SKODA FABIA R5, 4:17.49,7 Stunden 2. Tempestini/Itu (ROM/ROM), Citroën C3 R5, +1.11,9 Minuten 3. Ingram/Whittock (GBR/GBR), SKODA FABIA R5, +1.56,1 Minuten 4. Kajetanovicz/Szepaniak (POL/POL), Ford Fiesta R5, +2.48,7 Minuten 5. Heller/Olmos (CHL/CHL), Ford Fiesta R5, +7.41,2 Minuten

Gesamtwertung WRC 2 (nach 10 von 13 Läufen)

1. Jan Kopecký (CZR), SKODA, 125 Punkte 2. Pontus Tidemand (SWE), SKODA, 93 Punkte 3. Gus Greensmith (GBR), Ford, 55 Punkte

Im Oktober Treffen mit Erdogan
„Obelix“ Gerard Depardieu möchte „Türke“ werden

Istanbul (nex) – Der weltberühmte französische Schauspieler Gerard Depardieu (69) möchte nach eigenen Aussagen die türkische Staatsbürgerschaft erwerben. Depardieu werde im Oktober in die Türkei reisen und sich dort mit Präsident Recep Tayyip Erdogan treffen, berichten türkischen Medien unter Berufung auf die Tageszeitung Aydinlik. Zur Zeit befindet sich der Schauspieler in Pjänjang, um an den Feierlichkeiten zum 70. Gründungstag Nordkoreas teilzunehmen. Dort werde er auch mit Machthaber Kim Jong-un zusammenkommen. Neben der französischen Staatsbürgerschaft besitzt Depardieu seit 2013 auch die russische. Der Franzose gehört seit den 1970ern zu den bekanntesten Schauspielern Frankreichs und spielte in den Asterix-Filmen die Rolle des Obelix.

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Die für ihren bunten Lebensstil bekannte US-amerikanische Schauspielerin hat türkischen Medienberichten zufolge erneut die Türkei besucht.

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Menschenrechtsverletzungen in China
Malaysischer Politiker Anwar Ibrahim: Muslimische Regierungen fürchten China

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Hong Kong (nex) – In einem Interview mit Bloomberg Television, sagte der ehemalige und wohl auch zukünftige Premierminister Malaysias Anwar Ibrahim, dass sich muslimische Regierungen „vor China fürchten“ und aus diesem Grund zu den Repressalien Pekings gegen muslimische Chinesen und den sogenannten Umerziehungslagern schwiegen. „Sie haben Angst. Niemand will etwas sagen“, so Anwar in dem  Gespräch mit Bloombergs  Sophie Kamaruddin. Anwars Äußerungen gehören zu den bisher schärfsten eines führenden Politikers in der islamischen Welt, der die Misshandlungen der muslimischen Minderheiten in China verurteilt. Tatsächlich halten sich Regierung muslimischer Länder zu der Situation der Muslime in China mit Kritik zurück, obwohl in den USA und Europa immer mehr Forderungen an China gerichtet werden, die Menschenrechtsverletzungen zu stoppen. Selbst die Türkei, die sich in der Vergangenheit für etwa die turksprachige Minderheit der Uiguren laut machte, bleibt ungewohnt ruhig. Wirtschaftliche Gründe Das zweisprachige malaysische Nachrichtenportal „Free Malaysia Today sieht dafür wirtschaftliche Gründe. China sei eines der größten Wirtschaftspartner vieler muslimischer Länder. Kuala Lumpur habe eine starke Haltung gegenüber Peking eingenommen und vor einer „neuen Version des Kolonialismus“ gewarnt, während Malaysia zudem „Milliardenprojekte annulliert“ habe, die von chinesischen Staatsbetrieben unterstützt würden. Bis zu einher Million Inhaftierte: Umerziehungslager in der Autonomieregion Xinjiang Eine Untersuchung des Wall Street Journal enthüllt, was in Chinas wachsendem Netzwerk von Internierungslagern, wo Hunderttausende von ethnischen Uiguren festgehalten werden, vorgeht. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert. Inzwischen halte China eine unglaublich große Zahl von Personen der weitgehend muslimischen Minderheit in über den ganzen Nordosten verstreuten Lagern gefangen. Dazu gehörten auch säkulare Personen sowie alte und gebrechliche Menschen, berichtet der WSJ. Bis zu einer Million, etwa sieben Prozent der muslimischen Bevölkerung in der chinesischen Region Xinjiang, sind nach staatlichen Beamten der USA und Experten der Vereinten Nationen jetzt in einem sich erweiternden Netzwerk von „politischen Umerziehungslagern“ eingesperrt. Der volle Umfang des Internierungssystems war lange Zeit deswegen im Dunkel, weil viele Uiguren sich fürchteten auszusagen, so WSJ. Jetzt erzählen mehr von ihren Erfahrungen, einschließlich von sechs früheren Häftlingen, die das Journal interviewt hat; sie beschrieben, wie sie oder andere Gefangene an Stühle gebunden wurden oder kein adäquates Essen erhielten. China kämpfte jahrzehntelang separatistische Gefühle unter seiner turksprachigen uigurischen Bevölkerung zu unterdrücken, die zweimal, in den dreißiger und vierziger Jahren, staatliche Unabhängigkeit erreichten. Einige der 11 Millionen Uiguren streben immer noch nach einer eigenen Heimat in dem ölreichen Gebiet, das sie Ostturkestan nennen. Peking beschuldigt die Uiguren dutzender Attacken auf Regierungseinrichtungen und behauptet, sie hätten jihadistische Verbindungen. Einige jüngere Angriffe tragen jihadistische Züge und Antiterrorexperten behaupten, Dutzende von Uiguren hätten sich dem IS in Syrien und Irak angeschlossen. Trotzdem behaupten viele Experten für die Region und uigurische Aktivisten, dass der Unmut viel eher durch Chinas harte Hand bei seiner Polizeiüberwachung, seiner starken Einschränkung religiöser Aktivitäten und bevorzugte Behandlung von nicht-uigurischen Einwanderern in die Region getrieben wird. China hat viele dieser Repressalien in der letzen Zeit verstärkt: es hat Männern verboten, Bärte wachsen zu lassen, Frauen ein Kopftuch zu tragen; man hat nach Expertenmeinung das umfassendste elektronische Überwachungssystem der Welt eingerichtet. Der Ausbau des Internierungssystem weist darauf, dass China inzwischen bestrebt ist, jedes Gefühl einer islamischen Identität unter Uiguren und anderen islamischen Minderheiten auszulöschen, und zwar in dem größten Programmen von außergerichtlichen Massenverhaftungen seit den fünfziger Jahren, so formulieren es Forscher.    

Waffendeal
Bericht: Israel verkauft Raketenabwehrsystem Iron Dome an Saudi Arabien

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Riad (nex) – Saudi-Arabien soll das Raketenabwehrsystem Iron Dome aus Israel gekauft haben. Das berichten übereinstimmend mehrere Medien wie etwa Al-Khaleej Online unter Berufung auf diplomatische Kreise. Der Verkauf werde die sich seit bereits vielen Monaten entwickelnde Annäherung zwischen den einstigen Erzfeinden verstärken und die Beziehungen weiter vertiefen. Saudi-Arabien will nicht nur eine politische Annäherung mit Israel, so „The Gulf Online“, sondern versucht auch, ein Niveau zu erreichen, auf dem es öffentlich schwere und hochentwickelte Waffen aus Tel Aviv kaufen kann, wie es auch die Vereinten Arabischen Emirate tun. In der Tat sind die israelisch-saudischen Beziehungen so gut wie noch nie in der Geschichte der beiden Staaten. Der Stabschef der israelischen Armee, General Gadi Eisenkot, sagte kürzlich in einem Interview mit der britischen Zeitung Saudi Elaph, dass Israel bereit sei, Geheimdienstinformationen mit den Saudis zu teilen, um dem Einfluss des Iran einzudämmen. Die beiden Staaten sehen Iran als die größte Gefahr in der Region. Darüber hinaus enthüllte ein ehemaliger hoher Beamter der israelischen Armee, dass er kürzlich zwei Treffen mit zwei prominenten saudischen Offiziellen hatte, die bestätigten, dass Israel nicht mehr ein Feind Saudi-Arabiens sei. Die Quellen bestätigten, dass bei einem geheimen trilateralen Treffen mit Israel und den USA Saudi Arabien mit Hilfe der USA Israel davon überzeugt habe Riad das Iron Dome System zu verkaufen. Die israelische Zeitung Haaretz berichtet allerdings, dass Tel Aviv den Verkauf dementiert habe.

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– Erdogans Afrika-Reise – Sudan übergibt Sawakin-Insel an die Türkei

Sudans Staatspräsident Omar al-Baschir habe seinem türkischen Amtskollegen zugestimmt, die sudanesische Sawakin Insel für Wiederaufbauarbeiten vorübergehend an die Türkei zu übergeben.

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"Riss durch die Gesellschaft"
August Zirner: Man hätte die AfD verbieten müssen

Osnabrück – Der in Deutschland populäre amerikanisch-österreichische Schauspieler August Zirner (62) sorgt sich um den Zustand der Gesellschaft: „Viel mehr Leute trauen sich heute, Sachen zu sagen, die sie vor fünf Jahren noch nicht gesagt hätten“, sagte der 62-Jährige im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Es geht ein Riss durch die Gesellschaft – früher zwischen arm und reich, heute zwischen informiert und uninformiert, empathisch und unempathisch.“ Zirner fragt sich: „Wo ist der differenzierte Blick auf Dinge? Was bedroht die Leute wirklich, die sich heute bedroht fühlen? Was ist das denn für eine Kultur, auf die da gepocht wird? Ich finde, dass man die AfD hätte verbieten müssen, aber dafür ist es jetzt zu spät.“ Mittlerweile sei es „irgendwie cool“, mit der AfD zu sympathisieren, sagte der 62-Jährige und fügte hinzu: „Ich finde Coolness inzwischen ziemlich langweilig.“ Die Kunst wird nach Zirners Worten in solchen Zeiten „automatisch“ politischer: „Weil man ja dieses Entsetzen, die Wut und die Überforderung mit der Dummheit in sich trägt.“ Die Schuld an der zunehmenden Spaltung der Gesellschaft sieht der Schauspieler durchaus auch bei den etablierten Parteien: „Mich entsetzt zum Beispiel das Ausmaß der sanktionierten Wirtschaftskriminalität. Vom Dieselskandal bis zu irgendwelchen Optionsgeschäften – ich versteh nicht, warum es nicht mehr so etwas wie eine ökonomische Moralinstitution gibt. Daran sieht man, dass der Staat überholungsbedürftig ist, genauso wie es die EU ist. Das heißt nicht, dass der Staat oder die EU schlecht wären, aber wie in Amerika hat die Wirtschaft mittlerweile den Staat in der Hand.“ „Die ersten 15 Jahre im Beruf waren höllisch“ Er selbst habe die ersten 15 Jahre in seinem Beruf als „höllisch“ empfunden, räumte Zirner ein: „Weil ich nichts konnte und so unsicher war. Ich war halt sehr jung und in den Fängen ziemlich starker Regisseure. Andererseits war ich ziemlich bockig und eigenwillig, aber auch sehr verunsicherbar. Inzwischen vertraue ich auf meinen Bock, aber das hat lange gedauert.

Berlin
SPD-Generalsekretär Klingbeil hält Seehofer für eine Belastung der Koalition

Saarbrücken – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist nach Ansicht von SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zu einer Belastung für die Große Koalition geworden. Klingbeil sagte der „Saarbrücker Zeitung“: „Ich hatte gehofft, die Sommerpause täte ihm gut. Das ist leider nicht der Fall gewesen.“ Es sei nicht einfach für die Koalition, „wenn der Bundesinnenminister immer wieder mit Querschüssen kommt, statt seinen Job ordentlich zu machen“, so Klingbeil weiter. Wer die AfD wieder klein machen wolle, müsse über Probleme bei Rente, Mieten, Pflege und Bildung reden. „Leider hat das noch nicht jeder in der Bundesregierung begriffen.“ Klingbeil bekräftigte die Forderung der SPD nach Entlassung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen. „Es geht nicht um Umfragen, sondern darum, das Richtige zu tun.“ Maaßen habe sich nach den Vorfällen in Chemnitz „zum Stichwortgeber rechter Verschwörungstheorien gemacht“. Deswegen sei es jetzt „Aufgabe der SPD als Regierungspartei ganz klar zu bewerten, ob er noch unser Vertrauen hat. Und das hat er nicht mehr“, so Klingbeil.

"Keine Alternative für Bayern"
Bayerns Innenminister Herrmann: AfD hat immer mehr extremistische Tendenzen

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Bonn – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat am Rande des CSU-Parteitags die AfD scharf angegriffen und gleichzeitig bestätigt, dass einzelne AfD-Mitglieder schon jetzt von den Sicherheitsbehörden beobachtet werden. „Die AfD mag eine Alternative zur NPD sein, aber keine Alternative für Deutschland und schon gar nicht für Bayern“, äußerte sich Herrmann am Rande des Parteitags im Fernsehsender phoenix. Die AfD radikalisiere sich quasi von Monat zu Monat. „Sie hat immer mehr extremistische Tendenzen, da machen sich immer mehr Leute mit rassistischem, antisemitischem Gedankengut breit, die nicht ausgegrenzt werden“, kritisierte Herrmann. Die Sicherheitsbehörden in Bayern schauten deshalb genau hin und registrierten die Veränderungen in der AfD genau. „Wir haben in Bayern heute bereits einzelne Personen, die wir aus dem rechtsextremen Spektrum kennen, unter Beobachtung, von denen wir wissen, dass sie inzwischen in der AfD sind und dort auch Funktionen wahrnehmen“, stellte der CSU-Minister fest. Man werde dies intensivieren, falls es eine Notwendigkeit gebe. „Wir sind ständig unterwegs, zu sehen, ob es entsprechende Grundlagen für noch mehr Beobachtung der AfD gibt.“

Kampf dem Terror
Italien: Anti-Terror-Einheit beschlagnahmt Pass von YPG-Mitglied

Rom (nex) – Anti-Terror-Einheiten in Westitalien durchsuchten das Haus eines verdächtigen italienischen YPG/PKK-Mitglieds und beschlagnahmten seinen Pass, berichten lokale Medien am Samstag. Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtet, durchsuchte die Polizei im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens wegen „Kriegsaktivitäten im Ausland“ in den Städten Nuoro und Cagliari auf der Insel Sardinien die Häuser von drei italienischen Staatsangehörigen. Wie italienische Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise weiter berichten, plante einer der Verdächtigen, Pierluigi Caria, dessen Zugehörigkeit zu YPG/PKK bestätigt worden sei, bald in den Irak und daraufhin weiter nach Syrien zu reisen. Sein Pass sei von der Anti-Mafia-Einheit in Cagliari beschlagnahmt worden. Die Ermittlungen gegen die drei Personen wurde eingeleitet, nachdem ein Foto mit zwei YPG/PKK-Mitgliedern aufgetaucht ist. Die mutmaßlichen Terroristen auf dem Foto, der Franzose Olivier Francois Jean le Clainche und der Italiener Pierluigi Caria, waren mit einer Kalaschnikow zu sehen. Ihre Identitäten wurde durch Flaggen, die auf dem Foto zu sehen waren, festgestellt. Einer so genannten antifaschistischen Organisation in Bretonnien, Frankreich und die Flagge der Insel Sardinien. Der französische Terrorist mit dem Codenamen Kendal Breizh wurde am 18. Februar während der Anti-Terror-Operation Olivenzweig von den türkischen Streitkräften im syrischen Afrin getötet. Caria wird im Rahmen des Artikels 270 des italienischen Strafgesetzbuches wegen Handlungen, die mit dem Ziel des Terrorismus begangen wurden, und wegen Gewalttaten gegen den Staat angeklagt. Der Artikel enthält auch Gewalttaten gegen einen ausländischen Staat, eine Institution und internationale Organisationen mit terroristischen Zwecken.