Nach Äußerungen der Essener Tafel
AD-Demokraten gründen Wohltätigkeitsverein Sofra e.V. für alle Bedürftigen

AD-Demokraten gründen SOFRA e.V. für alle Bedürftigen Berlin (nex) – Die Minderheitenpartei Allianz Deutscher Demokraten gründen mit dem Motto „WIR SIND ALLE MENSCHEN!“ den Verein Sofra e.V. für „ausnahmslos alle Bedürftigen Menschen unserer Erde“. Als Reaktion auf die skandalösen Äußerungen der Essener Tafel haben die im Jahre 2016 gegründeten AD-DEMOKRATEN kurzerhand die Initiative ergriffen und die Gründung des Wohltätigkeitsvereins Sofra e.V. für „ausnahmslos alle in Not geratenen Menschen“ beschlossen. Vergangene Woche äußerte sich der Leiter der Essener Wohltätigkeitsorganisationen „Tafel“ zu den wachsenden Flüchtlingszahlen unter den Notbedürftigen. Die Organisation gab unter anderem an, dass es aus „integrationstaktischen Gründen“ erforderlich sei, wenn in Zukunft lediglich in Not geratene Menschen deutscher Herkunft Anrecht auf Nahrung und Nothilfe haben sollen. Nachdem nun seit Tagen die Entscheidung der Essener „Wohltätigkeitsorganisation“ die Medien aufwirbelt und in Empörung versetzt, ergreifen die AD-Demokraten die Initiative und verkünden die Gründung des Wohltätigkeitsvereins Sofra e.V zur Unterstützung Hungriger und Bedürftiger. Die Partei bezeichnet selbst ihr Handeln als eine reaktive Maßnahme die der Verachtung von Minderheiten entgegenwirken soll. Die Gründung des Vereins Sofra e.V. wird laut Parteigründer Halil Ertem ebenso präventiv wie langfristig für die Grundversorgung aller in Not geratenen Menschen dienen, vollkommen unabhängig welcher Ethnie, Religionsgemeinschaft oder Nationalität sie auch angehören mögen. Dabei soll auch die Hilfsbereitschaft der türkischen Kultur die entscheidende Leitphylosophie des Vereins werden und gleichzeitig anderen Hilfsbereiten Organisationen ein Vorbild sein, ihren Beitrag für die Unterstützung der Schwächsten in unserer Gesellschaft zu leisten. Zugleich richten die AD-Demokraten einen Appel an die Türkische Community, sowie auch an alle anderen Unternehmen aus dem Gastgewerbe um gegen das Hungern gemeinsam und aktiv vorzugehen. Des Weiteren gab Ertem an, dass die Aufbauorganisation der Armenspeisung und die Wahl der Speisen „religionskonform statt menschenverachtend“ gestaltet werde.

Studie
Hinter vielen Hass-Kommentaren im Netz steht nur eine verschwindend kleine Minderheit

Hamburg (ots) – Hinter vielen Hass-Kommentaren im Netz steht nur eine verschwindend kleine Minderheit der Nutzer. Das belegt eine aktuelle wissenschaftliche Analyse Hunderter Diskussionen in sozialen Netzwerken. Die Studie, die dem NDR vorliegt, zeigt: Lediglich fünf Prozent der Accounts sind für 50 Prozent der Likes bei Hass-Kommentaren auf Facebook verantwortlich. Innerhalb dieser lautstarken Minderheit findet sich sogar noch ein extrem aktiver Kern: Ein Prozent der Profile sind demnach für 25 Prozent der Likes verantwortlich. Die Nutzer dieser Profile agieren oft gemeinsam und sind generell deutlich aktiver als normale Nutzer. Das gilt allerdings nur für Diskussionen, in denen Hass-Inhalte auffallen – bei anderen Themen sind diese Accounts weitestgehend passiv. Die meisten der bei Hass-Inhalten hochaktiven Accounts lassen sich als Anhänger von AfD und „Identitären“ identifizieren. Der IT-Experte Philip Kreißel wertete für die Studie in Kooperation mit dem Institute for Strategic Dialogue in London 3000 Veröffentlichungen und 18 000 Kommentare auf Facebook im Januar 2018 zu Beiträgen von Bild, Focus-Online, Kronen-Zeitung, Spiegel-Online, tagesschau.de, Welt sowie ZDF heute aus. „Rechte Gruppierungen versuchen, gezielt die Facebook-Algorithmen zu manipulieren. Dazu einigen sie sich auf Uhrzeiten und Hashtags, um diese in die TopTrends zu katapultieren“, so Julia Ebner vom Institute for Strategic Dialogue gegenüber dem NDR. „Diese Kampagnen auf den Medienseiten werden mit zahlreichen gefälschten Accounts von rechtsextremen Kreisen koordiniert zu bestimmten Uhrzeiten durchgeführt. Das führt dazu, dass sie den Online-Diskurs bestimmen können. Für diese Aktionen werden auch Accounts unter falschen Namen angelegt, um damit gezielt Einschüchterungs- oder Hasskampagnen gegen ihre Gegner zu führen“, so die Wissenschaftlerin. „Was wir in den Statistiken beobachten, ist vor allem eine monumentale Täuschung“, urteilt Philip Kreißel. Anderen Nutzern und den Administratoren der Medienseiten, aber auch dem News-Algorithmus von Facebook werde vorgegaukelt, dass bestimmte Themen eine große Öffentlichkeit beschäftigen, so der IT-Experte. Tatsächlich handele es sich nur um eine lautstarke Minderheit. Ihr komme die Funktionsweise von Facebook entgegen. Denn polarisierende Debatten, die oft erst durch koordinierte Aktionen ausgelöst werden, erhielten durch den Facebook-Algorithmus eine höhere Reichweite als sachliche Diskussionen. Die Wissenschaftler haben sich in ihrer Studie vor allem auf sogenannte Hass-Postings konzentriert. Kommentare, in denen vermeintlich real existierende Nutzer gegen Themen oder Personen hetzen. Wenn Artikel und Themen Hass-Kommentare auf sich ziehen, haben sie durchschnittlich dreimal so viele Kommentare wie Artikel ohne Hass. IT-Experte Kreißel entwickelte zur Analyse einen sogenannten „Hate-Finder“. Dieses Instrument identifiziert Profile, die Hass-Kommentare oft liken, und beobachtet, wo diese wieder aktiv werden. Die Gefahr sei, dass andere Nutzer und Politiker sowie Medienmacher glauben könnten, die Kommentarspalten seien repräsentativ für die Stimmung in der Bevölkerung. Kreißel und Ebner appellieren daher an die Verantwortung der Medien. Sie sollten bei der Themensuche und Gewichtung nicht auf rechtsextreme Trolle hereinfallen. Zudem sei es wichtig, dass Medien die Diskussionen zu ihren Inhalten moderierten. Kreißel betont, dass die politische Ausrichtung von aktiven Profilen bei moderierten Diskussionen eher ausgeglichen sei. Ohne Moderation finde man bis zu 100 Prozent mehr rechtsradikale, oft extrem aktive Accounts in den Kommentarspalten. Der Informatiker selbst engagiert sich in der Facebook-Gruppe „Ichbinhier“. Die Mitglieder wollen damit Diskussionen wieder in geregelte Bahnen lenken. Ihre eigenen Kommentare markieren sie mit dem Hashtag „#ichbinhier“, um kenntlich zu machen, dass man zu dieser Gruppe gehört. Das Ziel der Initiative: Jeder soll an Diskussionen im Netz teilnehmen können, ohne beleidigt oder Ziel von Hass zu werden.

Fußball
Dortmund: Bolzplatz soll Weltkulturerbe werden

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Essen – Die Bolzplatzkultur des Ruhrgebiets soll immaterielles Weltkulturerbe werden. Das berichtet die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Der Vorschlag kommt vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Ein entsprechender Antrag wurde beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gestellt. Schirmherr und Weltmeister Mesut Özil hatte seine Karriere einst selbst in einem sogenannten Affenkäfig in seinem Geburtsort Gelsenkirchen begründet: „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Kinder und Jugendliche auf unseren Bolzplätzen lernen, fair und unvoreingenommen miteinander umzugehen. Der Bolzplatzkick ist frei von Zwängen, jeder Spieler wird integriert und ist willkommen.“ Museumsdirektor Manuel Neukirchner zur WAZ: „Der Bolzplatz ist ein prägender Sozialisationsraum, eine kleine Lebensschule. Wir wollen auf die gesellschaftliche und soziale Bedeutung aufmerksam machen.“ Eine Entscheidung über die Aufnahme trifft in diesem Frühjahr eine unabhängige Fachjury. Das immaterielle Kulturerbe umfasst nach Definition der UNESCO-Konvention gesellschaftliche Bräuche sowie kulturelle und soziale Praktiken. Zum bundesweiten Verzeichnis gehören derzeit 68 Kulturformen.

Abgasskandal
Daimler AG vor Gericht wegen manipulierter V-KLasse

Düsseldorf (ots) – Die im Abgasskandal führende Rechtsanwaltskanzlei Rogert & Ulbrich teilt mit, dass sie nach der Übernahme der Vorreiterrolle gegen die Volkswagen AG nunmehr auf Sicht auch Wegbereiterin für erfolgreiche Klagen gegen die Daimler AG sein wird. Die Kanzlei weist darauf hin, dass sie bundesweit bereits weit mehr als 120 Urteile gegen Volkswagen und seine Händler erstritten hat, sie als erste gegen die Volkswagen AG wegen Betruges gewonnen hat und sie als erste in NRW gegen einen Vertragshändler erfolgreich gewesen ist. Darüber hinaus seien unzählige Vergleiche geschlossen bzw. kurz vor dem Abschluss.Sie verweist auf die Urteilsliste der Stiftung Warentest unter test.de (Stichwort: Abgasskandal, verbraucherfreundliche Gerichtsentscheidungen). In einem Verfahren um eine Mercedes V-Klasse 220 CDI ließ das LG Münster erkennen, dass es die Abgasmanipulation durch das sogenannte Thermofenster der Abgasmanipulation durch Volkswagen gleichsetzt und es einen Anspruch aus vorsätzlich sittenwidriger Schädigung für ebenfalls naheliegend hält. Innerhalb der gerichtlich gesetzten Frist gab die Beklagte keine Informationen zur technischen Notwendigkeit des Thermofensters, so dass die Rechtsanwälte von einem klagestattgebenden Urteil ausgehen. Das wäre soweit ersichtlich das erste Urteil im Abgasskandal gegen die Daimler AG, so die Anwälte weiter. „Damit wäre der erste Schritt zu einer fairen Aufarbeitung des Abgasskandals gemacht, der eben kein reiner VW-Abgasskandal ist“, so Rechtsanwalt Prof. Dr. Rogert. Mit einem Urteil rechnen die Anwälte in den kommenden Wochen.

Italien
Reisen: Das ewige Rom

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Das ewige Rom

Rom (nex) – Rom, die „Ewige Stadt“, ist die Hauptstadt Italiens und gleichzeitig die größte des Landes. Sie befindet sich in der Nähe des Tyrrhenischen Meeres, einem Teil des Mittelmeeres, und wird vom Fluss Tiber durchflossen. Unweit von Rom fließen Tiber und Aniene zusammen. Rom liegt in der Region Latium, westlich der Abruzzen. Eine Enklave Roms ist der Vatikanstaat, der Sitz des Papstes, gelegen inmitten der Stadt. Rom hat rund 2,8 Millionen Einwohner und eine Fläche von 1.285 Quadratkilometern. Dank seines mediterranen Klimas mit warmen, trockenen Sommern und milden Wintern ist Rom das ganze Jahr über ein beliebtes Urlaubsziel. rome-383745_640 Die bewegte Geschichte Roms Rom blickt auf eine lange Geschichte zurück. Davon zeugen zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der ganzen Stadt. Der Sage nach wurde Rom im Jahre 753 vor Christus von Romulus gegründet, der gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Remus von einer Wölfin genährt wurde, nachdem man die beiden Söhne des Kriegsgottes Mars ausgesetzt hatte. Die Vereinigung zahlreicher kleiner etruskischer Dörfer zur Stadt Rom fand tatsächlich um diese Zeit herum statt. Unter Titus Livius war Rom ein Königreich. Nachdem der letzte etruskische König vertrieben wurde, wurde Rom eine Republik. Die Stadt nahm bereits im ersten Jahrhundert vor Christus beachtliche Ausmaße an und war dann vermutlich bereits eine Millionenstadt. Während der Zeit des Weströmischen Reiches musste sie zahlreiche Niederlagen hinnehmen. Im Mittelalter ging die Bevölkerung stark zurück. Einen Aufschwung erlangte Rom als Hauptstadt des Kirchenstaates. Nicht immer gehörte sie zum Staat Italien. Erst im Jahr 1870 wurde Rom an Italien angegliedert, und ist seit 1871 die Hauptstadt des Landes. basilica-717974_640 Rom – berühmte Bauten und Sehenswürdigkeiten Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Roms ist das Kolosseum. Es wurde in der Antike als Amphitheater erbaut und verfügte bereits damals über eine erstaunlich ausgereifte Technik. Die Altstadt mit dem Petersdom und der Vatikanstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Kuppel des Petersdoms ist das größte freitragende Ziegelbauwerk der Welt. Das Forum Romanum war einst das politische Zentrum der Stadt. Die Säulen des Saturntempels und der Titusbogen zeugen noch von dieser Zeit. Die Trajanssäule mit einer Statue des Apostels Paulus bietet einen hervorragenden Blick auf die Stadt. fontana-825419_640Ein Wahrzeichen der Stadt ist der barocke Trevi-Brunnen, der sich an das Aquädukt „Aqua Vergina“ anschließt. Auf dem Brunnen, der Glück bringen soll, thront der Meeresgott Neptun. Ein Muss für Touristen ist die Spanische Treppe, die den Platz „Piazza die Spagna“ mit der Kirche „Santa Tinita die Monti“ verbindet. Das Pantheon, im Jahre 125 nach Christus als Tempel für die Götter errichtet, stand mit seiner Kuppel Pate für zahlreiche Bauwerke in der Welt, unter anderem für das Kapitol in Washington. Mit seinen Kirchen und Plätzen bietet Rom, das auf sieben Hügeln errichtet worden sein soll, noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten. Katja Wittwer rome-567838_640    

Menschenrechtsverletzungen
Jesiden-Politiker: PKK muss Zwangsrekrutierung unserer Kinder stoppen

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Erbil (tp) – Jesidische Abgeordnete in der kurdischen Autonomieregion im Irak werfen der Terrororganisation PKK vor, ihre Kinder gegen ihren Willen zu entführen und zu Kampfhandlungen in Syrien zu zwingen. „Ich will die Weltöffentlichkeit darüber aufklären“, erklärte der jesidische Abgeordnete Sheikh Shamo und warf der Terrororganisation PKK vor, die Bevölkerung, vor allem Kinder und Jugendliche in Sindschar zu Geiseln ihres Kampfes in Nordsyrien zu missbrauchen. Gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu erklärte der Abgeordnete des irakischen  Regionalparlaments von der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK), Sheikh Shamo, dass es nachweislich über 1.000 Fälle gebe, in der jesidische Kinder von der PKK gegen ihren Willen entführt und in Kampfhandlungen der PKK verwickelt worden seien. Es sei schon lange kein Geheimnis, dass die PKK Kinder zwangsrekrutiere. Neu sei, dass die PKK diesmal die Kinder nicht nur in der Region Sindschar einsetze, sondern nach Syrien verschleppe, um sie in die Volksverteidigungseinheiten YPG einzugliedern, so Sheikh Shamo weiter. In einer Ende 2015 veröffentlichten Erklärung hatte Sheikh Shamo die PKK als „Besatzungsmacht“ in Sindschar bezeichnet. Die Jesiden in Sindschar würden den „Plan der PKK“ nicht akzeptieren und fügte hinzu, dass die PKK und die PYD mit ihrem bewaffneten Arm YPG, nicht in Sindschar seien, um die Region zu befreien, sondern um sie zu besetzen.

Zum Thema

– Ethnische Säuberungen mit deutschen Waffen? –

EU-Abgeordneter Alyn Smith: YPG muss Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten beenden

Die von der PKK gesteuerten syrischen Terrororganisationen PYD und YPG verüben, seit sie den Norden Syriens kontrollieren, Massaker und ethnische Säuberungen. Diese richten sich vor allem gegen arabische und turkmenische Bewohner der von ihnen eingenommenen Provinzen.

EU-Abgeordneter Alyn Smith: YPG muss Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten beenden

Spezialgesellschaftliche Rechtsgrundlage
Bundestags-Gutachten empfiehlt gesetzliche Regelung für ausländische verdeckte Ermittler

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Düsseldorf (ots) – Der Einsatz verdeckter Ermittler aus dem Ausland sollte in Deutschland durch eine Spezialgesetzgebung aus der Grauzone herausgeholt werden. Zu diesem Ergebnis kommt nach einem Bericht der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages. Bereits beim Einsatz von Vertrauenspersonen bestünde Rechtsunsicherheit, die sich noch vergrößere, wenn ein ausländischer Beamter in Deutschland ermitteln soll. Daher „erscheint die Schaffung einer spezialgesellschaftlichen Rechtsgrundlage sinnvoll“. Nach Angaben der Bundesregierung setzten sowohl das Bundeskriminalamt als auch der Zoll verdeckte Ermittler aus Drittstaaten ein. Für Schlagzeilen hatte der britische Polizist Mark Kennedy gesorgt, der als „Mark Stone“ unter anderem in Berlin die linke Szene auskundschaftete und „taktische Liebesbeziehungen“ einging. Der Linken-Europa-Experte Andrej Hunko kritisierte das Fehlen einer speziellen Rechtsgrundlage und verlangte Konsequenzen. „Die Bundesregierung muss jetzt alle bekannt gewordenen Fälle schonungslos aufklären und Betroffene der Einsätze nachträglich informieren, damit diese rechtliche Schritte einleiten können“, sagte Hunko der Zeitung. Das betreffe insbesondere jene verdeckten Ermittlungen, in denen Polizisten emotionale Bindungen und Sexualität mit Ziel- und Kontaktpersonen praktizierten.

Gefälschte E-Mails
SPD-Generalsekretär mahnt zu Wachsamkeit gegenüber Fake-News

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Düsseldorf (ots) – Im Zusammenhang mit gefälschten E-Mails, die der „Bild“-Zeitung zugespielt wurden und eine Zusammenarbeit von Juso-Chef Kevin Kühnert mit einem russischen Hacker zwecks Beeinflussung des SPD-Mitgliederentscheids über die große Koalition belegen sollen, hat SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil zur Sorgfalt im Umgang mit Fake News gemahnt: „Gerade in Zeiten von Fake-News und Lügenpresse-Vorwürfen ist seriöse journalistische Arbeit sehr wichtig“, sagte Klingbeil der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. „Für uns war von Beginn an völlig klar, dass die Jusos nicht zu unfairen Methoden greifen würden. Versuche, das SPD-Mitgliedervotum in Frage zu stellen, werden ins Leere laufen. Wir diskutieren weiter fair und sachlich in einem demokratischen Verfahren miteinander über die Inhalte des Koalitionsvertrages und treffen am 4. März eine kluge Entscheidung.“ Das Magazin „Titanic“ erklärte, „Bild“ sei auf eine Satire-Aktion hereingefallen. Die Boulevard-Zeitung hatte erst im letzten Teil ihrer Berichterstattung eingeräumt, dass es keinen Beweis für die Echtheit der Mails gebe. Dem ersten Bericht waren weitere zu dem Thema gefolgt.

Kommentar
Journalist Klaus Jurgens: Deutsche sind in der Türkei hochwillkommen

Verhaftung – kein Rechtsstaat. Freilassung – kein Rechtssaat. Der Fall Deniz Yücel in Perspektive Von Klaus Jurgens Wenn man fast täglich mit türkischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern beisammen ist oder zumindest in Kontakt steht – sei es privat oder beruflich – kommt in jüngster Zeit natürlich auch das Thema Deniz Yücel zur Sprache. Häufig wird einem dann eine Gegenfrage gestellt: was ist so wichtig für euch an einer Person, die ja doch eigentlich eines seiner beiden Länder – Deutschland – in mehr als einem publizierten Kommentar nicht unbedingt in einem guten Licht darstellt? Gute Frage in der Tat. Ganz ehrlich gesagt, bevor Herr Yücel eventuell in der Türkei mit dem Gesetz in Konflikt geriet (ich nehme keinerlei Stellung zum ja noch offenen Verfahren und schreibe von daher betont ‚eventuell mit dem Gesetz in Konflikt geriet‘, da jeder unschuldig ist, bis ein Gericht in einer Demokratie etwas anderes beschließt), hatte ich selten etwas von Herrn Yücel gehört. Natürlich verfolge ich permanent ausländische Medien, egal ob in deutscher oder englischer Sprache, die über die Türkei berichten, entweder direkt von vor Ort oder vom Hauptsitz aus. Nur dass ich über die letzten Jahre und nachdem die oftmals dilettantische Berichterstattung über die gewaltsamen Gezi-Park-Proteste das Bild einer Diktatur vermitteln sollten, und genau das Gegenteil ist der Fall – die Demokratie schlug zurück, nicht ein Diktator – las ich nur noch wenige der Hasstiraden, die leider auch renommierte Medienorgane über die moderne Türkei verbreiteten. Aber das ist die Vergangenheit, neue Zeiten vor allem im deutsch-türkischen Verhältnis sind angebrochen und werden nochmals auf eine neue Ebene gestellt, sobald Präsident Recep Tayyip Erdoğan wieder nach Deutschland kommt, und im Gegenzug Bundeskanzlerin Angela Merkel bald zum Staatsbesuch in die Türkei fliegt. Vielleicht entgingen mir von daher einige seiner älteren Artikel; umgekehrt wahrscheinlich ebenso, da er mich wohl als ‚zu türkei-orientiert‘ eingestuft hätte. Nun also ist er ein Medienstar im eigenen Namen – nur wird das ihm und seiner Karriere nutzen, oder seinen Arbeitgebern, oder gar Deutschland? Man hofft nichts Schlechtes für niemanden; falls jedoch meine Worte bei einigen seiner Anhängern bitter aufstoßen, aber hallo – Sie verteidigen doch Redefreiheit überall, dann bitte auch zu Hause! Dieser Artikel befasst sich viel mehr mit dem Umfeld, in dem solche ‚Fake News‘ über die heutige Türkei gedeihen. Und dieses Umfeld scheint nicht locker zu lassen. Ein Beispiel: ich kann das Gefühl nicht loswerden, dass genau diejenigen, die der Türkei vorwarfen, kein Rechtsstaat zu sein, nun nach Herrn Yücels Ausreiseerlaubnis die Türkei für genau denselben Sachverhalt immer noch kritisieren. Also: keine Freilassung, kein Rechtsstaat; oder Freilassung, immer noch kein Rechtsstaat? Bitte entscheiden Sie sich doch, welcher Fall denn nun für Sie wirklich zutrifft. Und dann sein eigener Tweet… er verstehe nicht die Gründe seiner Verhaftung, aber auch nicht die Gründe für seine Freilassung, so ungefähr lautete der Tweet. Beides zusammen genommen muss man als politischer Berichterstatter – der ja eigentlich die Wahrheit als Grundsatz nimmt und nicht die sehr schöne, aber faktenmäßig etwas schwierig anzuwendende Leserei im Kaffeesatz – nur die Stirn runzeln. Wer hat denn jetzt Recht, wer will was damit sagen, wer beschwert sich über was? Könnten Besucher von einem anderen Planeten diese Story verfolgen, würden sie mit Sicherheit Fragen über unsere (Erdbürger-)Glaubwürdigkeit stellen! Aber ich bin kein Satiriker. Deutsche sind in der Türkei hoch willkommen. Ich kenne viele – um nur zwei Beispiele zu nennen, vom Büroleiter einer renommierten Fernsehanstalt bis zum Herrn ‚Normalverbraucher‘, der sein hart verdientes Geld im Sommerurlaub an den schönen Stränden ausgibt. Deutsche arbeiten in der Türkei und zahlen ihre Steuern, Deutsche kaufen Wohnungen, Deutsche schicken ihre Kinder in türkische Schulen, Deutsche haben türkische Bekannte, Freunde, und Ehepartner. Und das nicht nur in Alanya, sondern überall in der Türkei. Die Türken mögen die Deutschen seit vielen, vielen Jahrzehnten. Und die Deutschen mögen die Türken ebenso. Was ich aber nicht mag, sind diejenigen, die aus welchem Grunde auch immer diese Freundschaft sabotieren wollen. Die überwiegende Mehrheit der international orientierten, multikulturellen, türkei-freundlichen deutschen Mitbürgerinnen und Mitbürger sollte sich bemerkbar machen, um all diesen ‚Fake News‘ ein für alle Mal keinerlei irreführende Plattformen mehr zu bieten.

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– Deutsche in der Türkei – Kommentar: Berichterstattung über Türkei eine einzige Katastrophe

Der ehemalige Axel-Springer-Mitarbeiter Holger Vorbeck (71) aus Hamburg schildert in einem Kommentar seine Eindrücke zur deutschen Berichterstattung über die Türkei. Es werde massiv gegen die Türkei Stimmung gemacht. Die Berichterstattung sei seit Längerem eine „einzige Katastrophe“. „Einseitig, tendenziös, bösartig und zu einem beträchtlichen Anteil schlicht unwahr“, so Vorbeck.

Kommentar: Berichterstattung über Türkei eine einzige Katastrophe
 
Klaus Jurgens – London School of Economics Postgraduate Degree Government. Vormals Uni-Dozent Ankara, Schwerpunkt BWL und KMU. Über zehn Jahre vor Ort Erfahrung Türkei. Zur Zeit wohnhaft in Wien. Politischer Analyst und freiberuflicher Journalist.

Köln
Laschet verleiht Rettungsmedaille an Reker-Retter

Köln (ots) – NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) verleiht die Rettungsmedaille des Landes an drei Kölner, die das Leben der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker gerettet haben. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“. Die Politikerin war einen Tag vor der OB-Wahl am 17. Oktober 2015 in Köln von einem Messerattentäter schwer verletzt worden. Durch das beherzte Eingreifen von Marliese Berthmann, Martin Bachmann und Roland Schüler sei „Schlimmeres verhindert“ worden, erklärte die Düsseldorfer Staatskanzlei. So hatte sich die katholische Religionslehrerin Berthmann zwischen Reker und den Angreifer gestellt und war dabei selbst mit einem Messerstich verletzt worden. Der Taxifahrer Bachmann schlug auf den Attentäter ein und kümmerte sich um Reker, bis der Notarzt eintraf. Mit der Rettungsmedaille werden Menschen aus Nordrhein-Westfalen geehrt, die unter Einsatz ihres Lebens andere Menschen aus einer Lebensgefahr gerettet haben. Seit dem Jahr 1951 wurde die Rettungsmedaille des Landes mehr als 1000-mal an Bürger verliehen.