Facebook-Datenaffäre
Koalitionspolitiker fordern harte Bestrafung für Facebook

Koalitionspolitiker fordern harte Bestrafung für Facebook Düsseldorf (ots) – Rechtspolitiker der großen Koalition haben in der Facebook-Datenaffäre eine Bestrafung des Internet-Konzerns gefordert. „Die Datenschutzbehörden sollten auf jeden Fall eine Sanktion für Facebook prüfen“, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“. Wenn Facebook wusste, dass millionenfach Daten entgegen der Einwilligung der Facebook-Nutzer abgeschöpft wurden, trifft Facebook eine Mitschuld an diesem Datenskandal“, sagte Fechner. Die CDU-Rechtspolitikerin Elisabeth Winkelmeier-Becker forderte die konsequente Anwendung der ab 25. Mai geltenden, neuen EU-Datenschutzgrundverordnung. „Gerade Facebook würde hierdurch ein Bußgeld in Höhe von mehreren Milliarden drohen, was nicht nur weh tun würde, sondern gegebenenfalls sogar existenzbedrohend sein könnte“, sagte Winkelmeier-Becker. „Es gibt auch noch andere Möglichkeiten für empfindliche Sanktionen gegenüber solchen Unternehmen“, sagte sie. „So können die Gewerbeämter die Zuverlässigkeit von Unternehmen im Hinblick auf ihre Rechtstreue insgesamt überprüfen und ihnen gegebenenfalls die Ausübung ihres Gewerbes untersagen“, sagte die CDU-Politikerin. Treffen mit Facebook-Vertretern: NRW-Justizminister fordert Barley zu harter Gangart auf Angesichts des Datenmissbrauchs bei Facebook hat der nordrhein-westfälische Justizminister Peter Biesenbach (CDU) die Bundesregierung zu einer harten Gangart aufgefordert. Peter Biesenbach: Ich erwarte konkrete Konsequenzen statt leere Phrasen „Der Facebook-Skandal bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass wir dringend den Schutz des digitalen Persönlichkeitsrechts brauchen“, sagte Biesenbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ . Mit Blick auf das Gespräch von Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) mit ranghohen Facebook-Vertretern sagte der Landesjustizminister: „Auf jeden Fall haben wir jetzt keine Zeit mehr, um mit Facebook Kaffee zu trinken. Ich erwarte daher konkrete Konsequenzen statt leerer Phrasen.“ Barley trifft am Montagnachmittag unter anderem den Europa-Cheflobbyisten von Facebook, Richard Allen. Dabei soll laut einem Ministeriumssprecher erörtert werden, inwieweit deutsche Nutzer von dem Skandal um den Missbrauch von Facebook-Daten durch die britische Firma Cambridge Analytica betroffen sind.    

Türkei
Minister: Erstes türkisches Auto könnte bereits auf der IAA 2019 vorgestellt werden

Ankara (nex) – Die Markteinführung des ersten vollständig in der Türkei produzierten Fahrzeugs könnte bereits auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt im September 2019 stattfinden, sagte der Minister für Wissenschaft, Industrie und Technologie, Faruk Özlü, in einem Interview mit dem Moderator Hakan Çelik auf CNN Türk. „Wir planen die Herstellung von drei Modellen mit fünf verschiedenen Karosserietypen, nämlich Limousine, Fließheck, Kombi, Sport und Crossover. Der Investitionswert wird auf etwa drei Milliarden Dollar geschätzt“, so Özlü. Die Türkei startete im November vergangenen Jahres ein Joint Venture mit fünf lokalen Industriegiganten, namentlich Anadolu Group, BMC, Kıraça Holding, Turkcell und Zorlu Holding, um ihr erstes einheimisches Auto zu produzieren. Elektroauto mit 500 km Reichweite Das Joint Venture arbeite derzeit an drei Elektrofahrzeugmodellen, heißt es in einer Erklärung vom 16. Februar. „Reichweite, Ladezeit und Ladestationen sind die Hauptprobleme aller Hersteller, uns eingeschlossen. Geplant sind auch Ladestationen. Wir haben eine Reichweite von 400-500 Kilometern für das einheimische Auto prognostiziert“, sagte der Minister und wies darauf hin, dass die Kosten für Akkus in den kommenden Jahren mit dem technologischen Fortschritt sinken würden. Die türkische Regierung arbeitet seit geräumiger Zeit an verschiedenen Anreiz- und Förderprogrammen für das erste einheimische Fahrzeug und bietet den Herstellern wie etwa bei der Forschung und Entwicklung finanzielle Unterstützung an. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte im vergangenen November die Produktion des ersten vollständig in der Türkei produzierten Fahrzeugs angekündigt. Nicht einmal eine Woche darauf sorgte Tesla-Chef Elon Musk mit einem Türkei-Besuch für eine große Überraschung. Bei dem Treffen im Präsidialpalast in Ankara sei die bevorstehende Produktion des geplanten Autos besprochen worden. Weitere Themen seien die neueste Generation von Akkus, Wind- und Sonnenenergie, aber auch Verkehrsprobleme in Ballungsräumen und das Graben von Verkehrstunneln gewesen.
(Archivfoto: AA)

Krise in Spanien
Barcelona: Polizei gibt Warnschüsse ab – viele Verletzte

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Barcelona (nex) – Nach der heutigen Festnahme des katalanischen Ex-Regionalpräsidenten Carles Puigdemont in Deutschland gingen in Barcelona am Sonntagabend Zehntausende Demonstranten auf die Straßen. „Befreit unseren Präsidenten. Seid nicht Mithelfer!“, ist auf einigen Schildern auf Deutsch zu lesen. Wie spanische Medien berichten eskalierte nach kurzer Zeit die Lage und es kam zu teils heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Laut Augenzeugen sollen Polizeibeamte dabei Warnschüsse abgegeben haben. Es wird von mindestens 59 Verletzten berichtet. Auch zwischen den Unterstützern des spanischen Staates und Unabhängigkeitsbefürwortern soll es zu Zusammenstößen gekommen sein. In diesem Video scheinen Polizeifahrzeuge gezielt auf Demonstranten zu fahren.  

Balkan
Serbien: 84 Prozent gegen NATO-Beitritt

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Belgrad (nex) – Laut einer repräsentativen Umfrage sind 84 Prozent der Serben gegen eine Mitgliedschaft Serbiens in der NATO. Das berichtet die serbische Nachrichtenagentur BETA unter Berufung auf eine Umfrage, die vor dem 19. Jahrestag des Beginns der NATO-Bombardierung des Landes durchgeführt wurde. Die vom Institute for European Affairs durchgeführte Umfrage zeige auch, dass 62 Prozent der Bürger eine Entschuldigung der NATO für die Angriffe gegen das damalige Jugoslawien von 1999 nicht akzeptieren würden. Wie dem Bericht weiter zu entnehmen ist, würde ein Drittel der Befragten eine Entschuldigung akzeptieren, während sieben Prozent unentschlossen seien. Rund zehn Prozent befürworteten eine NATO-Mitgliedschaft, während sechs Prozent unentschlossen seien. Auf die Frage nach „den Gründen für die Aggression“, gaben dem Bericht zufolge 17 Prozent die Politik des damaligen Präsidenten, Slobodan Milosevic, an. 15,2 Prozent nannten „Interessen und politische Gründe der USA und des Westens“ und 12,6 Prozent „die ethnische Säuberung des Kosovos von Serben“ als Gründe. Etwa zwei Drittel der Bürger seien gegen jede Art der Zusammenarbeit zwischen Serbien und der NATO, während 26 Prozent der Befragten diese unterstützten. Die Umfrage wurde vom 16. bis 20. März mit 1.203 Teilnehmern aus ganz Serbien, mit Ausnahme des Kosovo, durchgeführt.

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– Währungspolitik – Serbien: Zentralbank kündigt Handel mit Türkischer Lira an

Wie bereits Moskau im vergangenen Monat gab am Freitag nun auch die serbische Zentralbank die Einführung des Handels mit der Türkischen Lira bekannt. Als Starttermin wurde der erste Dezember genannt.

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Rüstungsindustrie
Türkei: Eigener Flugzeugträger soll bereits 2019 vom Stapel laufen

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Istanbul (nex) – Der Bau des ersten einheimischen Flugzeugträgers, der TCG Anadolu, gewinnt an Fahrt, so der Leiter der türkischen Schifffahrtskammer. „Etwa 90 Prozent der 114 Blöcke wurden bereits fertiggestellt“, sagte Metin Kalkavan, Vorsitzender der türkischen Schiffahrtskammer gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Das Schiff werde die Kapazität der türkischen Seestreitkräfte enorm erhöhen, so Kalkavan. „Wir werden der zehnte Staat sein, der ein solches Schiff hat. Es gibt nur fünf oder sechs Produzenten auf der Welt“, betonte er. Das „mit Spannung erwartete Angriffsschiff“ werde die Einsatzfähigkeit der türkischen Marine erhöhen. Das Schiff bestehe zu 68 Prozent aus einheimischen Teilen und werde schon im Februar nächsten Jahres vom Stapel laufen und nicht wie zuvor angekündigt 2021. „Danach werden wir die Tests abschließen und ausliefern. Der Wert des Projekts liegt bei über einer Milliarde Euro“, fügte Kalkavan hinzu. TCG Anadolu kann als Mehrzweckkriegsschiff sowohl in der Rolle eines Flugzeugträgers wie auch eines amphibischen Angriffsschiffs eingesetzt werden. Das Schiff wird gegenwärtig von der Sedef Werft in Istanbul in Kooperation mit dem spanischen Hersteller Navantia gebaut. TCG Anadolu wird das größte und am besten bewaffnete Kampfschiff, das „Mutterschiff“ der türkischen Marine.  (Foto: Türkische Marine) Das Schiffsbauunternehmen Sedef wird von der türkischen Marine und dem Unterstaatssekretariat für Verteidigungsindustrie (SSM) unterstützt. Im Interview mit der türkischen Tageszeitung Milliyet drückte Sedef-Vorstandsmitglied Orkun Kalkavan seinen Stolz über „die verantwortungsvolle Aufgabe“ aus, an diesem weitreichenden Militärunterfangen mitwirken zu dürfen. „Wir sind stolz, die Möglichkeiten unseres Landes in der Verteidigungsindustrie durch den Bau eines hochgerüsteten Schiffes mit transkontinentalen Fähigkeiten zu präsentieren“, sagte Kalkavan. Die TCG Anadolu wird 225 Meter lang und 32 Meter breit sein. Die Wasserverdrängung des Schiffes wird ein totales Gewicht von 28,000 Tonnen ausweisen und eine Fahrgeschwindigkeit von 20 bis 21 Knoten (37 bis 39 Kilometer pro Stunde) erreichen können. Die Landungsplattform wird den Anforderungen des modernen Kampfjets vom Typ F-35B Lightning angepasst. Bis zu acht Kampfhubschrauber vom Typ ATAK und ein 700 Mann starkes amphibisches Bataillon sowie mehrere Panzer finden Platz in den Innenräumen der TCG Anadolu. Medienberichte weisen daraufhin, dass die Bewaffnung des Flugzeugträgers größtenteils von lokalen türkischen Unternehmen wie Havelsan und ASELSAN zur Verfügung gestellt werden wird.  

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– MILGEM – Türkei: Bau erster eigener Fregatte hat begonnen

In Istanbul wurde am heutigen Donnerstag der Bau der ersten nationalen Fregatte im Rahmen des MILGEM-Projekts (türkisch: Milli Gemi, deutsch: „Nationales Schiff“) begonnen.

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Kiel
Katalanischer Ex-Präsident Puigdemont in Deutschland festgenommen

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Kiel (nex) – Der katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont wurde in Deutschland festgenommen. Nach Angaben seiner Partei wurde er bei der Einreise aus Dänemark an der Grenze gestoppt. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamts in Kiel der Nachrichtenagentur AFP sagte, nahmen ihn Beamte der Autobahnpolizei Schleswig-Holstein am Sonntagvormittag fest. Er war auf der Rückreise von Finnland nach Belgien, wo er im Exil lebt. Spanischen Medienberichten zufolge war Puigdemont mit dem Auto auf dem Weg von Dänemark nach Hamburg, von wo aus er nach Belgien zurückkehren wollte. Am Freitag hatte der oberste Gerichtshof Spaniens Strafverfahren gegen ihn und weitere katalanische Politiker eröffnet. Gegen Puigdemont und sechs weitere Politiker wurden Haftbefehle erlassen. Puigdemont und seinen Kollegen drohen in Spanien wegen Rebellion, Volksverhetzung und Unterschlagung 30 Jahre Gefängnis. Er setzte sich im vergangenen Oktober nach Belgien ab.      

Syrien
Damaskus: Israelische und türkische Geheimdienste plündern syrische Synagogen

Damaskus (nex) – Die syrische Regierung wirft der Türkei und Israel vor, aus einer historischen Synagoge Artefakte gestohlen zu haben. Der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen habe behauptet, dass „terroristische Gruppen mit den türkischen und israelischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben, um Artefakte und Manuskripte aus historischen Synagogen zu plündern“. Wie das israelische Nachrichtenportal Ynet berichtet, habe der israelische Botschafter die Anschuldigungen als „einen weiteren Versuch des syrischen Regimes, die Aufmerksamkeit von den schrecklichen Gräueltaten, die es begeht, abzulenken“, zurückgewiesen. Die syrische Regierung habe dem Bericht zufolge diese Woche eine offizielle Beschwerde bei den Vereinten Nationen eingereicht und Israel beschuldigt, in einer geheimen Operation mit der Türkei Thora-Bücher und wertvolle Artefakte aus der Eliyahu-Hanavi-Synagoge in Damaskus geschmuggelt zu haben. Bashar Jaafari, Syriens Botschafter bei der UNO, habe in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat mitgeteilt, dass seine Regierung im Besitz glaubwürdiger Informationen sei, dass „die im Gebiet von Jobar in der Nähe von Damaskus tätigen Terroristengruppen mit den türkischen und israelischen Geheimdiensten zusammengearbeitet haben, um Artefakte und Manuskripte aus der alten Synagoge zu schmuggeln“. Die Gegenstände seien dann über in- und ausländische Zwischenhändler nach Istanbul gebracht und dort Antiquitätenexperten übergeben worden. Nachdem diese die Echtheit und Wert der Artefakte überprüft und bescheinigt hätten, seien die Gegenstände anschließend nach New York weitergeschmuggelt worden. Wie Ynet weiter berichtet, habe Israels Botschafter bei der UNO, Danny Danon, die Anschuldigungen als „einen weiteren Versuch des syrischen Regimes, die Aufmerksamkeit von den schrecklichen Gräueltaten abzulenken, die es gegen sein eigenes Volk begeht“, bezeichnet. Die türkischen Streitkräfte hatten derartige Vorwürfe bereits zurückgewiesen und in einer Stellungnahme mitgeteilt, dass historische Artefakte und religiöse oder kulturelle Gegenstände „unantastbar“ seien und einen besonderen Schutz genössen.

Panagia Phaneromeni Kirche
Türkei: Sanierung einer weiteren Kirche abgeschlossen

Ayvalık (nex) – Nachdem im Januar dieses Jahres die bulgarisch-orthodoxen Kirche Sankt Stefan in Istanbul, auch „Eiserne Kirche“ genannt, wiedereröffnet wurde, ist auch die Sanierung einer weiteren türkischen Kirche abgeschlossen und hält ihre Tore seit dem heutigen Samstag für Besucher geöffnet. Die für ihr „heiliges Wasser“ bekannte Panagia Phaneromeni Kirche wurde 1890 im Stadtteil Kemal Paşa der westtürkischen Stadt Ayvalık in der Provinz Balıkesir erbaut.  Die Kirche hat eine neoklassizistische Architektur und ist vielleicht das bekannteste und wichtigste Bauwerk im Zentrum von Ayvalık. Nach dem türkisch-griechischen Bevölkerungsaustausch in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts diente die Kirche vor der Schließung als Olivenölfabrik. Im Jahr 2005 wurde das Gebäude an die Stadtgemeinde übergeben und seitdem als Archivmuseum genutzt. Wie türkische Medien berichten, wurde die Restaurierung von zahlreichen Sponsoren mit fast 2 Millionen türkische Lira (etwa 400.000 Euro) finanziert. „Mit dem Abschluss der Restaurierungsarbeiten erhält unser nationales Kulturerbe eine sehr wichtige Struktur. Da unsere Stadt auf der vorläufigen Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht, ist die Bewertung solcher Strukturen sehr wichtig. Die historische Kirche ist ab sofort für Besucher geöffnet. Menschen, die wegen des Weihwassers hierher kommen, werden die Kirche besuchen. Hier werden auch Musikkonzerte, Ausstellungen und Treffen stattfinden“, sagte Ayvalıks Bürgermeister Rahmi Gençer der Hurriyet. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen von Kirchen und Synagogen In der Regierungszeit der vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegründeten islamisch-konservativen AKP wurden bereits zahlreiche christliche Kirchen und jüdische Synagogen restauriert. Die Große Synagoge in der westtürkischen Provinz Edirne, die griechisch-orthodoxe Aya Nikola Kirche in der Provinz Canakkale, eine syrisch-katholische Kirche in der südosttürkischen Provinz Hatay, die armenischen Kirchen in den Provinzen Diyarbakir und Gaziantep, die griechisch-orthodoxen Kirchen Taksiyarhis in der westtürkischen Provinz Balikesir und Aya Yorgi in Istanbul sowie die bulgarisch-orthodoxe Kirche Sankt Stefan in Istanbul sind einige der fertiggestellten Restaurierungsprojekte der türkischen Regierung. Vertreter der Minderheiten in der Türkei haben sich für die Unterstützung der Regierung immer wieder dankend geäußert. Nach der Wiedereröffnung einer jüdischen Synagoge in der westtürkischen Stadt Edirne im Jahre 2016 etwa rezitierten Kantoren ein sogenanntes Anoten. Das ist ein traditionelles Gebet, das auf die Zeit zurückdatiert, als die sephardischen Juden im 15. Jahrhundert aus Spanien nach Istanbul geflohen waren. Das Gebet stellte ursprünglich eine Dankesäußerung an den osmanischen Sultan dar, der der jüdischen Gemeinde damals Schutz gewährte. Nun wurde es zu Ehren des derzeitigen politischen Führers der Türkei, Präsident Recep Tayyip Erdogan, vorgetragen. Sanierungen armenischer Kirchen Der Erzbischof des armenischen Patriarchats in der Türkei, Zakeos Ohanyan, bedankte sich in seiner Predigt bei den zuständigen Behörden für die Sanierung und Wiederinstandsetzung der historischen Kirche „Surp Krikor Lusarovic“ in der anatolischen Stadt Kayseri. Ohanyan: „Wir beten mit unseren muslimischen Schwestern und Brüdern zu Gott, dass in unserem Land und in der ganzen Welt der Frieden herrscht.“

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– Restaurierungsprojekt –

Türkei: Unter Erdogan-Regierung begonnene Kirchen-Sanierungen gehen erfolgreich weiter

„Der Respekt gegenüber den Gotteshäusern anderer Menschen ist die Basis des Respekts gegenüber dem Glauben anderer Menschen“, erklärte das amtierende Oberhaupt des armenischen Patriarchats, Erzbischof Aram Ateşyan.

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Antiterroroffensive Olivenzweig
Syrien: Einwohner Afrins beten gemeinsam mit türkischen Truppen

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Einwohner Afrins und türkische Truppen verrichteten heute ihr erstes gemeinsames Freitagsgebet Afrin (nex) – Türkische Truppen verrichteten heute zusammen mit Einwohnern der nordwestsyrischen Stadt Afrin ihr erstes gemeinsames Freitagsgebet seit der Befreiung der Stadt von Milizen der Terrororganisation YPG. In der zentralen Moschee Afrins standen die Einheimischen Seite an Seite mit den türkischen Truppen und den Kämpfern der Freien Syrischen Armee (FSA), um das wöchentliche islamische Gebet durchzuführen.

Wie Medien berichten, dankte der Imam [Vorbeter, Anm. Red.] der Moschee den türkischen Armeekommandeuren für die Befreiung der Stadt von Terroristen und sagte, dass die Bewohner Afrins nun in Einheit zusammenstehen sollten.

(Foto: AA)
Einige der Gläubigen bedankten sich nach dem Gebet bei den anwesenden türkischen Soldaten persönlich, während andere ihre Freude darüber zum Ausdruck brachten, dass sie die Freitagsgebet zum ersten Mal seit langem in Frieden verrichten konnten.

Nach der Befreiung des Stadtzentrums von Afrin – zuvor ein Hauptrückzugsort und Unterschlupf für Milizen der YPG/PKK – begann die türkische Armee am Sonntag, Maßnahmen zur Überwachung der Sicherheit und Ordnung dort zu ergreifen.

Türkische Streitkräfte übernahmen am frühen Sonntagmorgen im Rahmen der Antiterroroffensive Olivenzweig gemeinsam mit der syrischen FSA die vollständige Kontrolle über das Stadtzentrum von Afrin. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar diesen Jahres Stellungen der YPG/PKK im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”. Berichte von HRW, AI, der UN Commission of Inquiry on Syria, KurdWatch und SNHR belegen, dass die PYD systematisch schwere Menschenrechtsverletzungen begeht und bereits Kinder unter Zwang rekrutiert. Laut Berichten von NGOs und Flüchtlingen hat die PYD mindestens Hunderttausende Syrer vertrieben, insb. Araber und Turkmenen. Die PYD übt massive Gewalt gegen andere kurdische Gruppen aus und erlaubt keinen Dissens. In internen Dokumenten werden Parteimitglieder angewiesen, die Bevölkerung zu überwachen.

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Türkische Truppen und Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) wurden bei ihrem Einmarsch in die nordsyrische Stadt Afrin heute jubelnd und mit offenen Armen empfangen.

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Antiterroroffensive Olivenzweig
Erdogan kündigt Ausweitung der Offensive auf Manbidsch und Idlib an

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Erdogan: „Ich habe Putin und Trump gesagt, dass wir in Syrien keinen Schritt zurück machen werden“ Istanbul (nex) – Die Antiterroroffensive der Türkei im Nachbarland Syrien sei nicht mit der „Befreiung Afrins“ beendet, sondern würde noch auf Manbidsch und idlib ausgeweitet, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am heutigen Freitag. „Wir werden in Syrien keinen Schritt zurück machen und Afrin ist nicht das Ende. Manbidsch und Idlib sind als Nächstes dran“, sagte Erdogan bei einer Kundgebung im Istanbuler Stadtteil Bağcılar vor einem Provinzkongress seiner regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP). Er habe sowohl dem US-Präsidenten Donald Trump als auch dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mitgeteilt, dass „die Türkei in Syrien nicht zurück machen wird“. USA werden Manbidsch nicht verlassen Trotz der Ankündigung Ankaras, Manbidsch von „den Terroristen der YPG zu reinigen“, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums bereits am gestrigen Donnerstag, dass die Vereinigten Staaten nicht die Absicht haben, Manbidsch zu verlassen. „Die US-Streitkräfte sind in Manbidsch stationiert. Wir haben der türkischen Regierung sehr deutlich gemacht, dass wir dort auch weiterhin stationiert bleiben werden“, erwiderte Heather Nauert bei einer Pressekonferenz auf die Frage nach der Haltung der USA zu den Plänen der türkischen Regierung für Manbidsch. Nauert sagte auch, dass die Gespräche mit Ankara noch nicht abgeschlossen seien und Washington bereit sei, diese fortzusetzen. Erdogan und Trump führen am Donnerstag Telefongespräch Wie Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin am Donnerstagabend mitteilte, hätten der türkische Präsident und sein US-Amtskollege Donald Trump am Telefon über bilaterale Beziehungen und regionale Fragen gesprochen. „Unser Präsident führte ein Telefongespräch mit US-Präsident Trump. Bilaterale und regionale Themen wurden im Gespräch erörtert“, sagte Kalin in einer schriftlichen Erklärung. Türkische Streitkräfte übernahmen am frühen Sonntagmorgen im Rahmen der Antiterroroffensive Olivenzweig gemeinsam mit der syrischen FSA die vollständige Kontrolle über das Stadtzentrum von Afrin. Aus der Luft und vom Boden greift die Türkei seit dem 20. Januar diesen Jahres Stellungen der YPG/PKK im Norden Syriens an. Mit der “Operation Olivenzweig” wolle die Regierung in Ankara die Bewohner der Grenzregion von der “Unterdrückung durch Terroristen” befreien, erklärte der türkische Generalstab. Er berief sich auf das “Recht zur Selbstverteidigung”.

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