Tourismus
Türkei: 2019 wird Urlaub für Türken 40 Prozent teurer

Istanbul (nex) – Einheimische türkische Touristen werden für ihren Urlaub im kommenden Jahr 40% mehr bezahlen müssen als 2018, so Firuz B. Bağlıkaya, Vorsitzender des türkischen Reisebüro-Verbandes TÜRSAB. Da die Anzahl ausländischer Touristen nach einem Tiefstand im Jahre 2016 nun – unter anderem auch aufgrund eines deutlichen Wertverlustes der türkischen Lira – wieder stark angestiegen ist, haben die Hotels in der Türkei den Anteil ihrer Unterkünfte für Besucher aus dem Ausland auf 80% erhöht. 
„Es wird einige Probleme geben, was den einheimischen Tourismus betrifft“, so Bağlıkaya gegenüber Journalisten während eines Events zum Welttourismustag am 27. September im Topkapı Palast in Istanbul. „Wegen des plötzlichen Wertanstiegs ausländischer Währungen, wollen die Hotels weniger einheimische Touristen unterbringen und von ihren türkischen Gästen nicht in türkischen Liras, sondern in Euros bezahlt werden. Viele Hotels haben vor, mehr ausländische Touristen aufzunehmen als zuvor“, sagte Bağlıkaya.
Es sei für einheimische Touristen noch wichtiger, früh zu reservieren, sollte man in beliebten Hotels übernachten wollen. Im Vergleich zum letzten Jahr, in dem 30-35% Prozent der Zimmer für einheimische Gäste vorgemerkt wurden, betrage der Anteil für das kommende Jahr nur noch 20%, betonte Bağlıkaya. Er fügte hinzu, dass Hotelbesitzer ihre Entscheidung damit begründen, dass sie ihre Investitionen in ausländischen Währungen gemacht hätten. Es sei schwierig für sie, Schulden in fremden Währungen zu haben, diese aber in Lira bezahlen zu müssen. Letztendlich ginge es um Geschäfte. „Nach unserer Prognose werden einheimische Touristen also 2019 ungefähr 40% mehr bezahlen müssen als voriges Jahr“.

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Türkei: Besucherzahlen um fast 23 Prozent gestiegen – Russen weiterhin Platz 1

Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverband
Feuerwehr fordert: „Schützen Sie uns vor Gewalt“

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Berlin – Die 65. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) hat heute in Erfurt (Thüringen) die Resolution „Unsere Einsatzkräfte – unsere Sicherheit! Nein zur Gewalt gegen Feuerwehrangehörige“ beschlossen. „Der Respekt und die Unterstützung der Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste haben in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen. Einsatzkräfte werden häufiger bei der sachgerechten Ausübung ihrer Tätigkeit behindert und sogar verbal und körperlich angegriffen“, verdeutlichen die 170 Delegierten aus ganz Deutschland. „Wir fordern daher die Gesellschaft, insbesondere Politik, Justiz, Bevölkerung und Medien, dazu auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und uns vor Gewalt zu schützen“, so die Forderung. Die 65. Delegiertenversammlung des Deutschen Feuerwehrverbandes fordert mehr Respekt vor Einsatzkräften: „Feuerwehrmänner und -frauen sind zur Stelle, wenn Menschen in Not sind. Sie riskieren dabei sowohl in der Brandbekämpfung als auch im Rettungsdienst uneigennützig und oftmals im Ehrenamt ihr eigenes Leben. Als zentrale Säule der Gefahrenabwehr ist die Feuerwehr auf Unterstützung und Respekt bei der Ausübung ihrer Aufgaben angewiesen“, heißt es in der Resolution. Der Schutz von Feuerwehrangehörigen sei daher für ein funktionierendes Feuerwehrwesen wie auch das Gemeinwesen insgesamt unerlässlich. Die Delegierten fordern auf, die unterschiedlichen Kampagnen und Projekte zur Sensibilisierung der Bevölkerung in einer bundesweiten, konzertierten und nachhaltigen Kampagne zusammenzuführen. „Durch eine derartige Kampagne sollte eine breite Debatte in der Öffentlichkeit ausgelöst und die Bürgerinnen und Bürger dazu motiviert werden, die sachgerechte Ausübung der Tätigkeit der Einsatzkräfte zu unterstützen“, so der Beschluss. Um die Wertevermittlung und Wertschätzung zu verbessern, fordern sie eine starke Berücksichtigung von Bildungsangeboten zum Thema „Ehrenamt in schulischen Einrichtungen“ ein: „Bislang klären die Feuerwehren im Rahmen der Brandschutzerziehung über ihre Arbeit auf. Diese Angebote müssen erweitert werden, damit Kinder und Jugendliche ehrenamtliche Arbeit kennen und wertschätzen lernen.“ Die Delegiertenversammlung als oberstes Verbandorgan verlangt die Strafverschärfung und konsequente Strafverfolgung: „Um Gewalttaten zu verhindern und ein klares Signal setzen zu können, müssen verbale Bedrohungen und Gewaltaufrufe, die bislang unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit liegen, zwingend strafrechtlich verfolgt werden können“, heißt es in der Resolution. „Jeder Angriff auf Feuerwehrangehörige bedeutet auch eine Gefährdung unserer inneren Sicherheit und richtet sich damit auch immer mittelbar gegen den Täter und die Gesellschaft selbst. Es ist daher im Interesse der Gesellschaft, dass die Strafverfolgung und Aburteilung durch Gerichte in diesem Bereich konsequent erfolgt“, bekräftigen die Delegierten. Die Resolution setzt sich für die Einrichtung einer zentralen bundesweiten Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt ein. Man dürfe betroffene Feuerwehrangehörige nicht im Stich lassen: „Ziel ist die Etablierung einer flächendeckenden Beratungsstruktur für Betroffene“, erklären die Delegierten. Gebraucht würden niedrigschwellige Meldeangebote für Vorfälle jeglicher Art. Außerdem solle der Dienstherr seinen Einsatzkräften Hilfsangebote zur Seite stellen – sei es in Form von rechtsberatender oder psychosozialer Unterstützung. Ebenfalls müsse im gebotenen Umfang für Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen Sorge getragen werden. Die Resolution wird vom Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund mitgetragen. Sie steht unter www.feuerwehrverband.de/keinegewalt.html online zum Download. Vorausgegangen waren der Resolution ein Positionspapier des DFV-Präsidiums sowie die Möglichkeit zur basisdemokratischen Mitarbeit für alle Feuerwehrangehörigen in Deutschland. Begleitend gibt es einen Online-Clip sowie Aufkleber, die unter www.feuerwehrversand.debestellt werden können. Unterstützt wird die Kampagne durch das Projekt „Faktor 112“ im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

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„Leider kommt Gewalt gegen Einsatzkräfte immer wieder vor“, sagte Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

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Beben in Sulawesi
Erdbeben in Indonesien: Bereits über 830 Todesopfer

Jakarta (nex) – Nach dem verheerenden Erdbeben auf der indonesischen Insel Sulawesi am Freitag ist die Zahl der Todesopfer auf 832 gestiegen. Ausgelöst durch das Beben traf ein bis zu drei Meter hoher Tsunami Palu, die Hauptstadt der Provinz Zentral-Sulawesi und den Nordosten des nahe gelegenen Regierungsbezirk Donggala. Insgesamt 821 der Todesfälle wurden in Palu bestätigt, während die anderen elf Opfer aus der Stadt Donggala stammen, sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzagentur, Sutopo Purwo Nugroho, Reportern. Die Suche nach weiteren Opfern wurde den Rettungskräften durch zerstörte Straßen erschwert, so der Leiter der Organisation, Willem Rampangilei, gegenüber der indonesischen Tageszeitung Kompas am Samstag. Der indonesische Präsident Joko Widodo werde die betroffenen Gebiete der Insel am Sonntag besuchen. Jakarta hat am Samstag den Notstand für Sulawesi ausgerufen. Nach der Beschädigung der 500 Meter langen Landebahn wurde der Flughafen von Palu für Flüge mit Ausnahme bestimmter Frachtflugzeuge gesperrt.  

Verkehr
Anstieg um 15 Prozent: 538 Baustellen auf Deutschlands Autobahnen

München – Die Zahl der Baustellen auf deutschen Autobahnen hat mit jetzt 538 einen Höchststand im laufenden Jahr erreicht. Das sind nach einer aktuellen ADAC Auswertung knapp 15 Prozent mehr als noch im September 2017: Damals waren es zum gleichen Zeitpunkt 469. Die meisten Baustellen gibt es mit 130 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Hessen mit 80 Baustellen und Niedersachen mit 65. Erfreulicherweise fließen immer mehr Investitionen in den Straßenbau und die dringend notwendige Sanierung, was aber zu immer mehr Baustellen führt. Gleichzeitig ist ein steter Personalmangel in der Bauwirtschaft und bei den zuständigen Behörden laut ADAC dafür verantwortlich, dass Baustellenarbeiten oft lange länger dauern. Der ADAC empfiehlt, die Zahl der Fahrstreifen im Baustellenbereich nicht zu reduzieren, die Dauer von Baustellen möglichst kurz zu halten und bereits bei Planung, Ausschreibung und Vergabe die verkehrlichen Belange stärker zu berücksichtigen. Das alles trägt dazu bei, Verkehrsbeeinträchtigungen zu verringern. Gleichzeitig sollte das Ausnutzen der Tageshelligkeit sowie Samstagsarbeit zu einer Selbstverständlichkeit bei der Bauausführung werden. Zudem müsste an staukritischen Streckenabschnitten vermehrt auch nachts gearbeitet werden. Auch im Sinne der Verkehrssicherheit sollte die Anzahl der Fahrstreifen in Baustellenbereichen beibehalten werden, um Staus und in der Folge Auffahrunfälle am Stauende zu vermeiden. Gleichzeitig sollten auch die linken Fahrstreifen ausreichend breit sein, so dass Pkw bis einschließlich 2,1 Meter Breite diese benutzen dürfen. Viele Baustellen finden sich derzeit auf den Hauptverkehrsrouten. Zu den besonders staubelasteten Autobahnabschnitten zählen:
A 1 Münster - Osnabrück, Kölner Ring, Köln - Dortmund 
A 3 Frankfurt - Würzburg 
A 6 Mannheim - Heilbronn 
A 7 Hamburg - Flensburg, Kassel - Göttingen 
A 10 nördlicher Berliner Ring 
A 45 Frankfurt - Dortmund
Mit den längsten Autobahnbaustellen mit bis zu elf Kilometern müssen Autofahrer auf folgenden Streckenabschnitten rechnen:
A 7 Würzburg-Ulm/beide Richtungen/Gollhofen und Rothenburg ob der 
Tauber 
A 9 Halle/Leipzig-Berlin/beide Richtungen/Rastplatz Mosigkauer Heide 
und Dessau-Ost 
A 5 Karlsruhe-Basel/beide Richtungen/Ettlingen und Rastatt-Nord 
A 57 Nimwegen-Krefeld/beide Richtungen/Uedem und Alpen 
A 20 Lübeck-Rostock/beide Richtungen/Wismar-Mitte und Kreuz Wismar 
A 6 Heilbronn-Mannheim/beide Richtungen/Heilbronn und Bad Rappenau 
A 96 Lindau-München/beide Richtungen/Oberpfaffenhofen und 
Germering-Süd 
A 33 Bielefeld-Brilon/beide Richtungen/Paderborn-Elsen und Etteln 
A 14 Halle-Magdeburg/beide Richtungen/Rastplatz Petersberg und 
Löbejün
Auf diesen Strecken ist mit Verkehrsbehinderungen bis zum Jahresende zu rechnen, zum Teil auch erheblich länger. Auf der A 96 beispielsweise ist ein Ende der Bautätigkeit erst für Ende 2020 angekündigt. Autofahrer sollten in einer Baustelle generell mit erhöhter Aufmerksamkeit fahren. Besonders im Zulauf und am Beginn einer Baustelle, im Bereich von Anschlussstellen und Fahrbahnverschwenkungen innerhalb einer Baustelle sowie am Baustellenende kommt es oft zu gefährlichen Situationen. Besonders die oft sehr schmalen Fahrstreifen erfordern große Aufmerksamkeit von Autofahrern. Hier sollte man verstärkt versetzt fahren und auf das Überholen verzichten.

Diesel-Krise
Hardware-Nachrüstungen: Umwelthilfe wirft Merkel Wortbruch vor

Düsseldorf – Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Entscheidungsprozess zu Hardware-Nachrüstungen an Dieselfahrzeugen Wortbruch vorgeworfen. „Die Bundeskanzlerin hat angekündigt, ihre Entscheidung über Hardware-Nachrüstungen auf den Bericht einer Expertengruppe stützen zu wollen“, sagte Resch der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Dieser Gruppe im Bundesverkehrsministerium gehöre er an. „Wir durften aber seit neun Monaten nicht offiziell tagen, auch ein für diese Woche geplantes Treffen wurde abgesagt.“ Stattdessen werde jetzt ohne den Expertenrat über Hardware-Nachrüstungen entschieden. „So geht es nicht, das ist Wortbruch der Kanzlerin“, kritisierte Resch. Bei der Frage nach der Haftung für Nachrüstungen an Abgasanlagen manipulierter Dieselautos sieht er die Autoindustrie in der Pflicht. „Die Hersteller müssen die volle Haftung für Hardware-Nachrüsten übernehmen und dürfen diese auch nicht auf Zulieferbetriebe abwälzen“, sagte Resch. Das müsse die Bundesregierung zwingend durchsetzen.

Zivilcourage
Ravensburger Oberbürgermeister Daniel Rapp stoppt Messerangreifer

Ravensburg – Nachdem er die Messerattacke eines Flüchtlings aus Afghanistan in der Ravensburger Innenstadt persönlich gestoppt hat, hat Oberbürgermeister Daniel Rapp (CDU) zu Besonnenheit aufgerufen. Der „Schwäbischen Zeitung“ sagte Rapp am Samstag, der Angriff sei ein „absoluter Schock“ für die Ravensburger und es werde Zeit brauchen, dass sich die Lage beruhige. „Es wird ein mulmiges Gefühl bleiben.“ Die Polizei arbeite aber hochgradig professionell und es gebe keinen Grund zu glauben, dass Ravensburg ein unsicherer Ort sei. „Das wäre hysterisch.“ Der mutmaßliche Täter hatte am Freitag nachmittag auf zwei Syrer und einen Deutschen eingestochen und zwei dabei erheblich verletzt. Rapp war zufällig in der Nähe. Ihm sei nicht klar gewesen, welche Gefahr er sich ausgesetzt habe, als der Mann mit gezücktem Messer vor ihm stand. Als er ihn angeschrien habe, das Messer runterzunehmen, habe er rein instinktiv gehandelt. „Ich habe das nicht bewusst entschieden“, sagte der Oberbürgermeister. „Ich wusste ja nichts von den Taten vorher und was genau passiert war.“ Der Mann, der im Restaurant gegen den Mann gekämpft habe, sei viel mutiger gewesen. Der mutmaßliche Täter sei nach Rapps Kenntnisstand psychisch erkrankt. Rapp warnte vor Verallgemeinerungen und fügte hinzu: „Eine Tat wird von einem Individuum begangen. Zu sagen, das war ein Flüchtling und daraus zu schließen, dass alle Flüchtlinge Verbrecher sind, ist so als würde ich behaupten, dass alle blauen Autos immer im Haltverbot stehen, weil ein blaues Auto im Parkverbot steht.“  
Foto: Wikipedia

Reisen
Türkische „Hobbit-Häuser“ ziehen Touristen aus aller Welt an

Sivas (nex) – „Hobbit-Häuser“ in der zentralen Provinz Sivas in der Türkei haben das Interesse vieler in- und ausländischer Touristen geweckt. Inspiriert von dem berühmten Fantasy-Roman und -Film The Lord of the Rings hat die Gemeinde in der Provinz Sivas unterirdische Häuser gebaut. In The Lord of the Rings sind Hobbits oder Halblinge fiktive, 60 bis 120 cm große menschenähnliche Wesen in der von J. R. R. Tolkien geschaffenen Fantasiewelt Mittelerde. Sie leben in ihren unterirdischen Hobbit-Häusern, die in Hügeln, Tallagen und Banken gebaut wurden. Bisher seien in Sivas 24 solcher Häuser gebaut worden, so der Bürgermeister der Stadt Sami Aydin gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. „Wir planen, diese Zahl in Zukunft auf 40 oder 50 zu erhöhen. Die Menschen wohnen in diesen Häusern für ein paar Tage, um sich ein wenig von ihrem Alltagsstress zu erholen“, sagte Aydin. Aydin betont, dass diese Häuser im Sommer kühl und im Winter warm seien und fügte hinzu, dass Kunden aus der Türkei, Europa und Fernost Reservierungen vornähmen. „Wir planen die Anzahl in Zukunft von 40 auf 50 zu erhöhen. Unsere Gäste bleiben ein paar Tage in diesen Häusern, um sich von ihrem täglichen Stress etwas zu erholen“, sagte Aydin. Ein Großteil der Reservierungsanfragen käme aus Europa, „da dort viele Türken leben und diesen Ort bereits kennen“, so Aydin. Es gäbe aber auch Reservierungen aus dem fernen Osten wie etwa Malaysia. Aydin hoffe den Ort weltweit noch bekannter zu machen. „Die Häuser werden ganzjährig buchbar sein und sind für Menschen gebaut worden, die sich erholen und die Nähe der Natur wünschen“, fügte der Bürgermeister hinzu. Die Hobbit-Häuser verfügen über eine eigene Küche, ein Gäste-, ein Schlaf- und ein Badezimmer, um die Bedürfnisse der Gäste zu erfüllen.  

Meinung
Kommentar: Komplexe, Provokationen und asoziale Reaktionen zu DITIB und Erdogan

Von Nabi Yücel Die „Bild“-Zeitung sowie die „Welt“ und viele weitere Medien legen sich derzeit so richtig ins Zeug, um Erdogan, seine Anhänger, Wähler, wie auch die gesamte türkische Bevölkerung eins ums andere Mal vor den Kopf zu stoßen. Bei den Redaktionen müssen eine Menge Komplexe mitschwingen, die mittlerweile auf die Bevölkerung überschwappt. Die „Bild“ ist nicht gerade bekannt dafür, die Wahrheit gepachtet zu haben. Wenn es aber darum geht, Falschinformationen über ein Handzeichen zu verbreiten, übertrifft sie sich erneut und in einem Ausmaß die beängstigend ist. Kein Wunder, wenn so ziemlich viele Türken bei der Interpretation der „Rabia“ durch die „Bild“ sich inzwischen köstlich amüsieren. Die „Rabia“ ist jedenfalls kein dezidiertes Zeichen für islamischen Radikalismus, es steht auch für Protest gegen Diktatur und Willkürherrschaft im Allgemeinen. Mich beängstigt z.B. vielmehr das Profilbild von Julian Reichelt (Vorsitzender der Chefredaktionen und Chefredakteur Digital der Bild) in Twitter, auf der Straße würde ich ihm nicht begegnen wollen. Beängstigend ist vor allem die amoralische Vollkommenheit im Gewandt der AfD, die diesmal in Speyer ihre hässliche Fratze zeigte. Fremdenfeindliche Texte einer jungen Teilnehmerin, der Tochter des Speyerer AfD-Bundestagsmitglieds Nicole Höchst, die bei einem Poetry Slam aufgesagt wurde, ernteten viel Beifall und Jubel. Wir haben also kein Rassismus-Problem und Mesut Özil lügt und übertreibt? Na klar! Noch beängstigender wird es mit der „Welt“, die sich jetzt mit der „Taraf“ solidarisiert hat und in dieser heutigen Ausgabe deren Schrifttyp und Farbe übernahm. Die „Taraf“ war ja eine überregionale türkische Tageszeitung, die erstmals am 15. November 2007 erschien und im Zuge der Maßnahmen nach dem Putschversuch 2016 verboten wurde. Was die „Welt“ jedoch geflissentlich übergeht – höchstwahrscheinlich um den Türken so richtig eine reinzuwürgen -, die Zeitung wurde mit ihren sogenannten Ergenekon- und Vorschlaghammer-Enthüllungen berühmt, mit der sie die Inhaftierung von Zehntausenden Menschen anstieß. Unschuldige Offiziere, Politiker, Wissenschaftler, Journalisten wie dem linksliberalen Ilhan Selçuk von der Tageszeitung Cumhuriyet oder Nedim Sener sowie Ahmet Sik sowie weitere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden jahrelang hinter Gitter gebracht und manche nahmen sich das Leben, statt wie Can Dündar oder Anhänger der Gülen-Bewegung ins Exil zu gehen. Gerade für dieses Schundblatt unter der Leitung vom ehemaligen Chefredakteur Ahmet Altan, der durch die Fethullah Gülen Organisation gesteuert wurde, macht die „Welt“ Werbung, obwohl fast jedes Kind in der Türkei und die „Welt“-Redaktion die Massenprozesse im Zuge der Ergenekon- und Vorschlaghammer-Verfahren kennen. Es hat aber die „Welt“-Redaktion nicht daran gehindert, sich auch noch darüber lustig zu machen, indem sie die gegenwärtig rehabilitierten Journalisten, Akademiker, Militärs, Politiker und Persönlichkeiten verhöhnt. Das alles hat natürlich zur Folge und sollte ja auch den Boden für weitere Islam- und Integrationsexperten ebnen, dass die Medien insgesamt schlimmer verrücktspielen als sonst. Da fühlt man sich als Türke wie in einem Grusel-Fahrgeschäft, bei dem die gesamte Mechanik spinnt. Gruselig wird es dann vor allem – als hätte man keine anderen Sorgen mehr – wenn sächsische SEK-Beamte sich Namen von NSU-Terroristen zulegen, um beim Staatsbesuch Erdogans für Sicherheit und Ordnung zu sorgen. Da fragt man sich unweigerlich, an wen das eigentlich adressiert war. An die Angehörigen der NSU-Opfer oder an den höchsten Repräsentanten eines Landes! Schon lange läuft in diesem Land einiges schief. Ein Kasper namens Ertugrul Yigit, der sich Journalist der „taz“ schimpft, stört die Pressekonferenz im Bundeskanzleramt mit Kanzlerin Merkel und Erdogan. Kann der Linksextremist, der mit der deutschen Justiz mehrmals zu tun hatte, nun abgeschoben werden? Was muss man eigentlich außer Pässen fälschen, Waffendepots unterhalten, Fälscherwerkstatt betreiben noch betreiben, um als Krimineller abgeschoben zu werden? Von der Pressekonferenz wurde dagegen Can Dündar zurückgepfiffen, der sich als Journalist erfolgreich akkreditiert hatte. Stunden zuvor hatte er noch großspurig angegeben, in die Augen von Erdogan zu schauen. Das hat er auch, nur konnte er in der Flimmerkiste nicht erkennen, welche Augenfarbe Erdogan nun hat. Völlig abgehoben und fast schon höhnisch berichteten währenddessen Medien, wie bestimmend Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seinen Gast empfing und behandelt hat, um im Nachhinein dann kleinlaut zu berichten, wie Erdogan der Kragen platzte und während der Rede vom Manuskript abwich und Steinmeier zurechtwies. Jetzt soll es ein Affront sein? Die Empörungswelle rollt bereits an! Cem Özdemir wollte wohl beim Staatsbankett medial in Erscheinung treten. Auf TV-Bildern ist zu sehen wie er Erdogan, dann der Gattin die Hand schüttelt aber nicht weitergeht und Erdogan in ein Gespräch verwickeln will. Erdogan zeigte jedenfalls keine Regung und blickte wieder nach rechts, um den nächsten Gast zu begrüßen. Wie fühlt man sich denn, wenn man abserviert wird? Von den Finanzhilfen oder Wirtschaftsinteressen Erdogans war jedenfalls auch nicht mehr die Rede, vielmehr über eine Liste von Gesuchten, die nach Aufforderung von Erdogan an die Türkei ausgeliefert werden sollen, wenn Deutschland die Beziehungen zur Türkei weiterhin beibehalten will. Die Diskrepanz zwischen den Meldungen ist erhellend und zeigt, was in der deutschen Berichterstattung so alles schiefläuft. Schieflaufen sollte es auch in Köln. OB Reker tut ihr Möglichstes. Verschmähte Frauen haben es ja so an sich, mit Abweisung nicht umgehen zu können. Darauf folgt dann die Rachsucht, denn die DITIB soll innerhalb der Moschee selbst ihr Theater abhalten, wenn schon ziemlich alle namhaften Persönlichkeiten aus Köln daran nicht teilnehmen können oder wollen. Ich finde das Spitze, dass die Muslime mal unter sich eine Moschee eröffnen. Ist ja ein Rückzugsraum, um vom hysterischen Alltag abzuschalten. Die DITIB hat es jedenfalls noch auf die Reihe gebracht, in letzter Minute ein Sicherheitskonzept vorzulegen, damit die geplante Eröffnungsfeier der Moschee in Ehrenfeld mit bis zu 25.000 erwarteten Besuchern am Samstag stattfinden kann. Die Stadt und Sicherheitsbehörden haben dies selbstverständlich abgewiesen. Ist auch verständlich, wenn man es nicht einmal schafft, die Sicherheit der Moscheen im Land sicherzustellen und vor Angriffen zu schützen. Es kann sehr gut sein, dass die Stadt Köln die Eröffnung selbst auch zu verhindern versucht, in dem sie Verstöße in Zusammenhang mit dem Bau an sich oder Sicherheitsvorschriften in der Moschee geltend macht. In NRW ist das ja nach Hambacher Forst sehr wohl möglich, wo sie das Fehlen von Rauchmeldern in Baumhäusern beanstandet haben und räumten. So wie es aussieht, wird das nicht akzeptierte Sicherheitskonzept der DITIB viele Türken nicht davon abhalten, dennoch vor Ort zu sein. Die DITIB kann die Massen jedenfalls nicht mehr stoppen. So etwas spornt nämlich noch mehr an, in Köln zu sein.

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– Istanbul – Tochter von Malcolm X würdigt Flüchtlingspolitik der Türkei

Während im deutschsprachigen Raum eine Würdigung der Türkei oder der dortigen Politik in jedweder Form ein Karriereaus oder Ausgrenzung im privaten Bereich bedeutet, kann man sich im Ausland auch als Person des öffentlichen Lebens zu diesem Thema noch sehr frei äußern. Nach der US-Schauspielerin Lindsay Lohan, dem britischen Sänger Yusuf Islam oder etwa dem polnischen Politiker Donald Tusk. hat nun auch die Tochter des 1965 ermordeten afroamerikanischen Bürgerrechtlers Malcolm X, Ilyasah Shabbazz, die humanitären Bemühungen der Türkei gelobt.

Tochter von Malcolm X würdigt Flüchtlingspolitik der Türkei

Sulawesi
Tsunami in Indonesien: Zahl der Todesopfer steigt auf 384

Jakarta (nex) – Nach einem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Todesopfer auf 384 gestiegen. Der bis zu drei Meter hohe Tsunami, ausgelöst durch ein Erdbeben der Stärke 7,7 am Freitag, traf Palu, die Hauptstadt der Provinz Zentral-Sulawesi und den Nordosten des nahe gelegenen Regierungsbezirk Donggala. Sutopo Purwo Nugroho, Sprecher der indonesischen Katastrophenschutzbehörde (BNPB), sagte, dass die bisherigen Kenntnisse über die Opfer nur Palu betreffen. In Palu wurden Hunderte von Menschen verletzt und Tausende von Häusern beschädigt oder zerstört. Das Epizentrum des Bebens lag 78 Kilometer nördlich von Palu in einer Tiefe von 10 Kilometern. Durch Strom- und Internetausfälle gebe es bei der Kommunikation erhebliche Probleme, so Nugrohu. Ein 1.400 Personen starkes Such- und Rettungsteam setzt seine Bemühungen in der Region fort. Drei weitere Erdbeben der Größen 6,3, 6,9 und 7 trafen in den letzten zwei Monaten die östliche Insel Lombok und töteten insgesamt 563 Menschen. Indonesien liegt innerhalb des „Ring of Fire“ des Pazifischen Ozeans, wo tektonische Platten kollidieren und häufige seismische und vulkanische Aktivitäten verursachen. Am 26. Dezember 2004 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9,1 die Ostküste Sumatras und löste einen Tsunami aus, der in Sri Lanka, Indien, Malaysia, Indonesien und Thailand rund 230.000 Menschen tötete.

Kampf um den Hambacher Forst
RWE-Chef Rolf Martin: „Es gibt keine Chance, den Wald stehen zu lassen“

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Köln – Der Energiekonzern RWE sieht keine Spielräume für einen Kompromiss mit den Umweltschützern im Kampf um den Hambacher Forst. „Es gibt keine Chance, den Wald stehen zu lassen“, sagte RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Ein „rheinischer Kompromiss“, bei dem ein Teil des Gebiets stehen bleibe, sei „technisch unmöglich“. „Wir brauchen die Erdmassen unter dem Restwald, um die Böschungen stabil zu halten“, fügte Schmitz hinzu. „Der Hambacher Forst ist nicht zu retten, egal was die Kohlekommission entscheidet“, bekräftigte der Vorstandsvorsitzende. Schmitz betonte zudem, er fühle sich nicht an Entscheidungen der Kohlekommission gebunden. Die Verantwortung für ein Ausstiegsdatum trage alleine die Bundesregierung, am Ende entscheide das Parlament über Gesetze. „Das finde ich auch richtig, bei Themen mit dieser Tragweite“, sagte der Ingenieur aus Mönchengladbach. Die Tatsache, dass viele Kritiker auf RWE „gerne draufhauen“ würden, halte ihn nicht von ab, bei seinen Überzeugungen zu bleiben. Er setze darauf, dass die „Versachlichung der Diskussion“ über den Kohleausstieg irgendwann fruchte: „Als beim Ausstieg aus der Kernenergie ein Konsens gefunden worden war, kehrte an der Protestfront gegen die Kernenergie Ruhe ein. Ich hoffe, dass eine Entscheidung der Kommission die gleiche Wirkung zeigt“, erklärte Schmitz.