Ende des ersten Weltkrieges: 100. Jahrestag
Historiker Münkler sieht die EU als gelungene Antwort auf die Weltkriege

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Historiker Münkler sieht die EU als gelungene Antwort auf die Weltkriege Osnabrück – Anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Ende des Ersten Weltkriegs an diesem Wochenende hat der Historiker Herfried Münkler die Europäische Union als einen „genialen Mechanismus, um Konflikte zu entpolitisieren und zu entschärfen“ gewürdigt. Warnung vor zunehmendem Nationalismus  Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Münkler: „Die europäischen Regierungen haben auf Krieg als politisches Mittel zur Durchsetzung ihres Willens verzichtet. Wirtschaftskontakte und der Austausch über Grenzen hinweg haben dazu geführt, dass sich die Menschen in einer Win-Win-Situation fühlen Das hat über Jahrzehnte gut funktioniert“. Gleichzeitig warnte Münkler vor dem Wiedererstarken des Nationalismus. „Das ist das eigentlich Gefährliche an nationalen populistischen Bewegungen: International gehen sie Arm in Arm, solange sie ein gemeinsames Feindbild haben, Brüssel zum Beispiel, dagegen lässt sich trefflich polemisieren. Aber wenn sie dann untereinander etwas regeln müssen, wissen nicht so recht wie. Das ist wenig beruhigend.“ Auf die USA als Garant der Sicherheit dürfe sich Europa nicht länger verlassen. „Wir sehen den Niedergang eines „global cop“, eines Weltpolizisten. Die Amerikaner schauen jetzt vor allem auf den eigenen Nutzen, das ist das, was hinter America First steht. Die Zeit für Europa als sicherheitspolitisches Mündel, das von der Couch zusieht, wie die Dinge laufen, ist vorbei“, sagte Münkler der NOZ weiter: „Es wird also darauf hinauslaufen, dass wir anstatt einer globalen Ordnung mit einem Hüter eher ein System von fünf großen Mächten haben werden: USA, China, Russland, die EU und vielleicht Indien. „Russland nicht als großen Gefährder hochstilisieren“ Mit Blick auf die Sorgen der Baltischen Staaten vor einer russischen Aggressionspolitik sagte Münkler: „Generell würde ich nicht sagen, dass solche Sorgen gänzlich unbegründet sind, aber solange die Länder Mitglieder in der Nato sind, wird Präsident Putin ihnen zwar unterhalb der Kriegsschwelle immer mal wieder Stress machen. Ich würde Russland aber nicht als den großen Gefährder hochstilisieren. Die Russen können zwar unangenehm sein, aber sie sind ziemlich rationale Akteure.“

China-Pakistan Economic Corridor
Von Xinjiang nach Pakistan: Türkei soll Teil eines 64-Milliarden-Dollar-Projekts werden

Islamabad (nex) – Pakistan hat die Türkei eingeladen, sich dem Multi-Milliarden-Dollar-Projekt China-Pakistan Economic Corridor (CPEC), von dem beide Länder profitieren würden, anzuschließen. „Pakistan schätzt seine Beziehungen zur Türkei sehr, und die neue Regierung will die Beziehungen zwischen Islamabad und Ankara weiter stärken, sagte Asad Qaiser, Sprecher der Nationalversammlung, während eines Gesprächs mit dem türkischen Botschafter in Pakistan, Ihsan Mustafa Yurdakul. Laut dem staatlichen Sender Radio Pakistan, hat Qaiser die Türkei eingeladen, der CPEC beizutreten, was allen Ländern der Region zugutekommen werde. CPEC, ein 2014 unterzeichnetes 64-Milliarden-Dollar-Megaprojekt, soll Chinas strategisch wichtige nordwestliche Provinz Xinjiang mit dem pakistanischen Hafen Gwadar durch ein Netz von Straßen, Eisenbahnen und Pipelines zum Transport von Fracht, Öl und Gas verbinden. Der Wirtschaftskorridor wird China nicht nur einen kostengünstigeren Zugang zu Afrika und dem Nahen Osten verschaffen, sondern auch Pakistan Milliarden von Dollar für die Bereitstellung von Transiteinrichtungen für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt einbringen. Auch der türkische Botschafter betonte die Beziehungen zu Pakistan weiter vertiefen zu wollen.

– Rüstungsdeal – Pakistan kauft 30 türkische ATAK-Kampfhubschauber im Wert von 1,5 Milliarden

Ankara und Islamabad haben kürzlich einen Vertrag über den Verkauf von 30 türkischen Hubschraubern im Wert von 1,5 Milliarden Dollar abgeschlossen.

Pakistan kauft 30 türkische ATAK-Kampfhubschauber im Wert von 1,5 Milliarden

Pflegenotstand
Bpa-Präsident Meurer: „Es fehlen deutlich mehr als 50.000 Pflegekräfte“

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Wiesbaden – Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) verlangt von der Bundesregierung, aktiv internationale Pflegekräfte anzuwerben: „Arbeits- und Gesundheitsministerium müssen direkt in Drittstaaten mit einer positiven demografischen Entwicklung gehen und dort Pflegekräfte anwerben. Mit einem Zuwanderungsgesetz oder mit Erleichterungen für die Anerkennung ist es längst nicht mehr getan“, so bpa-Präsident Bernd Meurer auf dem 7. hessischen bpa-Fachkongress Pflege in Bad Homburg. „Es fehlen deutlich mehr als 50.000 Pflegekräfte und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt rasant weiter an. Jetzt ist für die Bundesregierung die Zeit gekommen, selbst Pflegekräfte anzuwerben und damit spürbar zur Lösung dieses drängenden gesellschaftlichen Problems beizutragen.“ Was in den 60er-Jahren für die Automobilindustrie getan worden sei, müsse auch für die Pflegebedürftigen möglich sein, so Meurer: „Wie damals soll die Bundesregierung wieder mit eigenen Ausbildungs- und Anwerbecentern in Drittstaaten mit einem hohen jungen Bevölkerungsanteil gehen.“ Mit der Diskussion über allgemeinverbindliche Tarifverträge in der Pflege springe die Politik zu kurz, betonte der Präsident des bpa Arbeitgeberverbandes Rainer Brüderle. „Die soziale Marktwirtschaft wirkt und hat die Löhne in der Pflege zuletzt doppelt so stark ansteigen lassen wie im Durchschnitt der deutschen Wirtschaft. Pflegeunternehmen brauchen Gestaltungsfreiheit, um die von Pflegebedürftigen sowie deren Familien dringend benötigten zusätzlichen Kapazitäten zu schaffen.“ Die meist mittelständischen Mitgliedsunternehmen zeigten beim Fachkongress in Vorträgen und Workshops, wie aktiv sie seit Jahren für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege tätig sind. „Wir haben durch innovative Konzepte zur Kinderbetreuung, zu Fortbildungen oder Dienstplangestaltungen längst auch aus eigenem Interesse ein attraktives Umfeld für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen“, so der hessische bpa-Landesvorsitzende Jochen Rindfleisch-Jantzon. „Der Beruf ist attraktiv, sonst wären nicht zuletzt 100.000 neue sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen und besetzt worden.“ Der dennoch weiterhin vorhandene Mangel an Fachkräften bremse aber das notwendige weitere Wachstum in der Pflege aus und sorge dafür, dass betroffene Familien in Hessen vielfach auf eine verzweifelte Suche nach einer ambulanten oder stationären Versorgung gehen müssten. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über 1.200 in Hessen) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

NSO Group Technologies
Edward Snowden: Israelische Spionagesoftware zur Überwachung Khashoggis genutzt

Tel Aviv (nex) – Der US-amerikanische Whistleblower und ehemaliger CIA-Mitarbeiter Edward Snowden behauptet, dass der saudische Geheimdienst zur Überwachung des Journalisten Jamal Khashoggi, die Spionagesoftware eines israelischen Unternehmens genutzt habe.  Snowden sagte am Dienstag, dass Software der israelischen Firma NSO Group Technologies verwendet wurde, um den  saudischen Journalisten Jamal Khashoggi zu verfolgen, der letzten Monat im saudischen Konsulat in Istanbul getötet wurde. Wie die israelische Tageszeitung Haaretz berichtet sprach Snowden am Dienstag auf einer Konferenz in Tel Aviv über eine Live-Video-Verbindung. Die Behauptung, dass israelische Spyware gegen saudische Dissidenten eingesetzt werde, meldete erstmals im Oktober das kanadische Forschungsinstitut Citizen Lab, so Haaretz weiter. Dem Bericht zufolge wurde die Pegasus-Spyware des israelischen Unternehmens NSO auf dem Telefon von Omar Abdulaziz installiert, einem weiteren im Exil lebenden saudischen Dissidenten und Freund von Khashoggi. Abdulaziz sagte, dass er sein Handy benutzte, um die saudische Politik zu diskutieren und gemeinsame Projekte mit Khashoggi in den Monaten vor dessen Tod zu planen. Abdulaziz behauptet, dass sein Telefon zu diesem Zeitpunkt überwacht wurde. „Wir kennen die Kette der Konsequenzen nicht, denn diese Firma wird sich nie dazu äußern, aber es ist eine der wichtigsten Details, über die nicht geschrieben wird“, fügte Snowden hinzu. Wie Haaretz weiter berichtet, habe NSO in einer Erklärung gegenüber der israelischen Webseite „Globes Business Daily“ einen Verkauf an Saudi-Arabien dementiert.

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Friedensprozess: Israelischer Geheimdienstminister lädt saudischen Prinzen Salman ein

Der israelische Geheimdienstminister Israel Katz, der Saudi-Arabien als Führer der arabischen Welt bezeichnete, lud den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman nach Israel ein.

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Menschenrechtsverletzungen in China
Parlamentarisches Frühstück „Zur Lage der Menschenrechte in Xinjiang“

Am 7. November 2018 luden die Bundestagsabgeordneten Margarete Bause, Bündnis 90/Die Grünen, und Michael Brand, CDU, im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks zu einer Anhörung zur Situation der Uiguren in den Bundestag ein. Die Ilham Tohti Initiative, die Gesellschaft für bedrohte Völker und internationale Gäste berichteten über die aktuelle Situation in der Heimat der Uiguren, über die so genannten „Umerziehungslager“ und die chinesische Expansionspolitik, speziell das Projekt „Neue Seidenstraße (One Belt, One Road) sowie über das Schicksal des uigurischen Wirtschaftswissenschaftlers Prof Ilham Tohti. Der Zeitpunkt dieser Anhörung war gewählt, weil sich das Parlament am 8. November  2018 erstmalig in einer 45-minütigen Debatte mit einem Antrag unter dem Titel „Schwere Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang aufklären und ahnden“ beschäftigen wird, den Bündnis 90/Die Grünen vorlegen wollen. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf nationaler und europäischer Ebene sowie vor dem UN-Menschenrechtsrat dafür einzusetzen, dass China die „Strike Hard Campaign against Violent Terrorism“ beendet und seine Verpflichtungen aus internationalen Menschenrechtskonventionen einzuhalten. Anschließend soll diese Vorlage zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe überwiesen werden. Die chinesische Botschaft hat auf ihrer Webseite eine Erklärung mit einer diplomatischen Protestnote veröffentlicht. Sie kritisiert die Debatte als Einmischung in die inneren Angelegenheiten und grobe Verletzung der Souveränität Chinas. Indirekt wird darin auch mit Konsequenzen für die deutsch-chinesischen Beziehungen gedroht. ­ ­ ­ ­

Frankreich
Schutz vor USA und Russland: Macron fordert Euro-Armee

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Paris (nex) – Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Dienstag zur Bildung einer europäischen Armee aufgerufen, um den Schutz der Europäer zu gewährleisten. Macron kritisierte die EU am Dienstag als „ultraliberal“ und sagte, sie solle viel mehr zum Schutz der Bürger tun, auch durch die Bildung einer „echten europäischen Armee“ zur Verteidigung des Blocks. „Wir werden die Europäer nicht schützen, wenn wir uns nicht für eine echte europäische Armee entscheiden“, sagte Macron in einem Interview mit dem Radio Europe 1. Zum Schutz vor den USA, Russland und China brauche Europa eine eigene unabhängige Armee, so Macron. „Wir brauchen ein stärkeres Europa, das schützt“, sagte der französische Staatschef. Macron hatte bereits in der Vergangenheit die Gründung einer EU-Armee gefordert, um die Abhängigkeit von der USA zu verringern. Bereits im Jahre 1950 machte der damalige französische Ministerpräsident René Pleven einen Vorschlag für eine europäische Armee unter dem Kommando eines europäischen Verteidigungsministers, der auch deutsche Truppen angehören sollten.

Lirakrise
Anstieg von fast 25 Prozent: Türkische Lira erreicht gegenüber Dollar 3-Monats-Hoch

Istanbul (nex) – Die türkische Währung setzt ihren Aufwärtskurs der letzten Monate gegenüber dem US-Dollar unvermindert fort. Am heutigen Dienstag erreichte die Lira ein erneutes Rekord-Hoch. Sie stieg in den frühen Morgenstunden auf bis zu 5,33 und erreichte somit den höchsten Stand seit dem 12. August diesen Jahres als sie auf 7,0458 fiel. Montagabend lag der Kurs sogar bei 5,32. Auch gegenüber dem Euro hat die türkische Währung weiter Boden gut gemacht. Am 13. August erreichte der Euro mit 8,02 gegenüber der Lira einen Rekordwert und fiel seitdem um fast 26 Prozent auf den heutigen Tiefstand von 6,12. Politische Spannungen zwischen den USA und der Türkei lösten an den Finanzmärkten Sorgen aus, nachdem Trump im Juli damit drohte, den wirtschaftlichen Druck zu nutzen, um die Freilassung eines in der Türkei inhaftierten Pastors zu sichern. Trump genehmigte daraufhin im August eine Verdoppelung der Zölle auf türkischen Stahl und Aluminium. Die Türkei reagierte  mit einer Erhöhung der Zölle auf US-Autos, Alkohol und Tabakimporte. Die türkische Währung Lira fiel darauf hin im August auf ein Rekord-Tief. Nach der Freilassung Brunsons erholte sich die Währung wieder und erreichte am heutigen Dienstag den höchsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit Monaten. Die Lira war in den ersten Monaten diesen Jahres in einen Abwärtstrend geraten, welcher durch die diplomatische Krise mit den USA nochmals verstärkt wurde. Bei einem Treffen mit Brunson im Weißen Haus, begrüßte US-Präsident Donald Trump die Entscheidung der türkischen Gerichte, Brunson ausreisen zu lassen. Nun könne man in den türkisch-amerikanischen Beziehungen ein neues Kapitel eröffnen. „Dies ist ein gewaltiger Schritt in Richtung einer Beziehung, die eine großartige Beziehung sein kann“, sagte Trump im Weißen Haus und begrüßte Pastor Andrew Brunson, der von einem türkischen Richter am 12. Oktober freigelassen wurde. „Wir denken über die Türkei heute ganz anders als gestern. Und ich denke, wir haben die Chance, der Türkei wirklich viel näher zu kommen und vielleicht ein sehr, sehr gutes Verhältnis zu haben“, fügte er hinzu. In diesem Zusammenhang dankte Trump seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan für die Freilassung des Pastors. „Ich möchte Präsident Erdogan für seine Hilfe danken!“ twitterte Trump am 13. Oktober. Trump widersprach zudem Medienberichten, wonach es für die Freilassung des Pastors einen Deal zwischen der Türkei und den USA gab. „Es gab keinen Deal mit der Türkei für die Freilassung und Rückkehr von Pastor Andrew Brunson“, so Trump „Es gab jedoch eine große Anerkennung im Namen der Vereinigten Staaten, was zu guten, vielleicht sogar großartigen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Türkei führen wird“, fügte er hinzu. Unparteiisches Gerichtswesen Als Antwort auf Trump sagte Erdogan, dass die Entscheidung der türkischen Justiz, Brunson freizulassen, unparteiisch war. „Sehr geehrter Herr Präsident, wie ich immer wieder betone, hat die türkische Justiz eine unparteiische Entscheidung getroffen“, schrieb Erdoğan am 13. Oktober auf Twitter.
Erdogan hoffe zudem, dass die Türkei und die USA die Zusammenarbeit, insbesondere die „gemeinsamen Anstrengungen gegen terroristische Gruppen wie PKK, der DAESH (arabisches Akronym für den IS) und FETÖ“, fortführen würden.
Bereits vor der Freilassung Brunsons sagte Erdogan in einem Gespräch mit Reportern, dass die Türkei ein Rechtsstaat sei und Gerichtsentscheidungen für alle bindend seien. „Ich bin nicht in der Lage, bei der Justiz zu intervenieren, da die Türkei ein Rechtsstaat ist“, sagte Erdogan am 10. Oktober gegenüber türkischen Journalisten an Bord der Regierungsmaschine, mit der er nach einer zweitägigen Reise nach Ungarn in die Türkei zurückkehrte. Vertreter westlicher Medien und politischer Parteien hatten den türkischen Staatschef bereits mehrfach aufgefordert, den in der Türkei inhaftierten US-Bürger frei zu lassen. US-Außenminister Mike Pompeo sagte, Brunsons Freilassung sei für die türkisch-amerikanischen Beziehungen sehr wichtig. Auch US-Präsident Trump und sein Vize Pence hatten sich wiederholt für die Auslieferung des evangelikalen Pastors eingesetzt.

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– Star Refinery – Türkei: Erdogan eröffnet 6-Milliarden-Dollar-Raffinerie in Izmir

Im Beisein seines aserbaidschanischen Amtskollegen Ilham Alijew eröffnete heute der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan in der westtürkischen Stadt Izmir die erste neue Ölraffinerie in der Türkei seit 30 Jahren.

 

"Völkermord"
Frankreich erlässt Haftbefehle gegen syrische Geheimdienstler und Regierungsangestellte

Parisd (nex) – Die französischen Behörden haben internationale Haftbefehle gegen drei führende syrische Geheimdienstler und Regierungsangestellte erlassen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Anwälte berichtet, werfen ihnen die französischen Strafverfolger unter anderem Mitwirkung an Völkermord vor. Auch der engste Berater des Präsidenten Baschar al Assad, Ali Mamluk, zähle als Sicherheitschef zu den Gesuchten.  Gegen den Chef des Militärgeheimdienstes, Dschamil Hassan, und den Chef des berüchtigten Messeh-Gefängnisses auf dem Militärflughafen von Damaskus, Abdel Salam Mahmud, seien ebenfalls Haftbefehle ausgestellt worden. Wie Reuters weiter berichtet hätten bereits auch deutsche Behörden gegen Hassan fahnden lassen. Untersuchungen der französischen Behörden zum Verschwinden zweier syrisch-französischer Staatsbürger, die 2013 vom syrischen Luftwaffengeheimdienst festgenommen wurden und seitdem nicht mehr auftauchten, seien der Grund für die Haftbefehle, so Reuters.

Türkisch-amerikanische Beziehungen
Türkei: Halkbank-Aktien steigen nach Erdogan-Statement

Istanbul (nex) – Die Aktien der staatlichen türkischen Halkbank stiegen am Montag, nachdem Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am Wochenende bekannt gab, dass er die Situation der Bank mit US-Präsident Donald Trump besprochen habe. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, stiegen die Aktien der Halkbank am Montag um 6,89 Prozent auf 7,45 Lira. Erdogan gab wenige Details über sein Gespräch mit Trump bekannt, seine Äußerungen zeigen jedoch, dass sich die beiden Nato-Verbündeten nach einem Krisen-Jahr wieder annähern und daran arbeiten, ihre Beziehungen zu verbessern. Ankara und Washington waren über eine Vielzahl von Themen aneinandergeraten, darunter etwa der seit 2016 in der Türkei inhaftierte US-Pastor Andrew Brunson oder die Verurteilung des Vorstands der türkischen Halkbank in den USA. Washington wirft der Bank vor, dem Iran geholfen zu haben Sanktionen zu umgehen. Ein türkisches Gericht verurteilte den Pastor am 9. Oktober zu drei Jahren und 45 Tagen Gefängnis, ließ ihn aber frei, da das Gericht seine Haftzeit angerechnet hatte. Brunson saß wegen Terrorismus-Vorwürfen seit dem 7. Oktober 2016 in türkischer Haft und wurde am 23. Juli 2018 in den Hausarrest entlassen.

Türkei und USA heben gegenseitige Sanktionen auf

Am vergangenen Freitag hoben Washington und Ankara zudem gegenseitige Sanktionen auf. Washington hatte wegen der Inhaftierung Brunsons den türkischen Innen- und Justizministern im August Sanktionen auferlegt. Ankara erwiderte diesen Schritt mit Sanktionen gegen die US-Offiziellen Generalstaatsanwalt Jeff Sessions und Heimatschutzminister Kirstjen Niels.

Syrien: Türkische und US-Truppen beginnen gemeinsame Patrouillen

Türkische und US-Truppen begannen am Donnerstag ihre erste Runde gemeinsamer Patrouillen in der nordsyrischen Stadt Manbidsch. Die Patrouillen sind Teil eines Abkommens, um das Gebiet von Terrorgruppen, wie etwa dem syrischen Arm der PKK in Syrien, der YPG oder dem IS zu befreien. Die von den USA geführte Koalition Combined Joint Task Force-Operation Inherent Resolve (CJTF-OIR), sagte in einer Erklärung, die gemeinsamen Patrouillen ermöglichen es der von den USA geführten Koalition und dem türkischen Militär, die lokale Sicherheitsstruktur für Sicherheit und Stabilität in Manbidsch zu ergänzen. Gemeinsames Training seit Oktober Türkische und amerikanische Truppen absolvierten für diese Patrouillen seit Anfang Oktober ein gemeinsames Training in der Türkei. Bisher führten die beiden NATO-Verbündeten unabhängige Streifen in dem Gebiet durch. Im September kündigte Ankara dann die gemeinsamen Patrouillen an.

Zum Thema

– Türkisch-amerikanische Beziehungen – US-Präsident Donald Trump: „Türken sind großartige Menschen“

Bei einem Treffen mit Pastor Andrew Brunson im Weißen Haus, begrüßte US-Präsident Donald Trump die Entscheidung der türkischen Gerichte Brunson ausreisen zu lassen. Nun könne man in den türkisch-amerikanischen Beziehungen ein neues Kapitel eröffnen.

US-Präsident Donald Trump: „Türken sind großartige Menschen“

Migrationspolitik
IW-Studie: Immer mehr Hochqualifizierte aus dem Westbalkan

Dsseldorf – Die Zahl der hochqualifizierten Zuwanderer aus den Westbalkan-Staaten hat einer neuen Studie zufolge in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Das geht aus der Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vorliegt. Demnach sind derzeit rund 270.000 Personen aus den sechs Staaten des Westbalkans in Deutschland beschäftigt, darunter 162.000 Fachkräfte. Das seien 45 Prozent mehr als 2012, so das IW. Die Zahl der Asylbewerber aus dem Westbalkan mit eher geringerer Qualifikation sei dagegen im vergangenen Jahr auf 20.000 gesunken. Die Verbesserung der Qualifikationsstruktur sei auf die veränderte Migrationspolitik der Bundesregierung zurückzuführen. „Die Zuwanderer aus dem Westbalkan tragen entscheidend zur Fachkräftesicherung bei“, sagte IW-Studienautor Wido Geis-Thöne.