Türkei
Technologie-Gigant Ericsson eröffnet Forschungslabor in Istanbul

Istanbul (nex) – Das weltweit führende Informationstechnologie-Unternehmen Ericcson hat am Dienstag in Istanbul ein Forschungslabor eröffnet. In diesem sollen innerhalb der nächsten zehn Jahre globale Industrietechnologien entwickelt werden. In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlich-Technologischen Forschungsrat der Türkei (TUBITAK) will Ericsson die Türkei zu einer Technologiebasis machen. Mehmet Fatih Kacir, stellvertretender Ministerialrat für Industrie und Technologie der Türkei, sagte bei der Eröffnungsfeier, dass das Land seine eigene Politik entwickelt habe, um seine Quellen zu nutzen und Fähigkeiten zu entwickeln, anstatt andere Länder zu imitieren. „Unser Hauptziel ist es, die Türkei zu einer Basis für Forschung, Entwicklung und Produktion zu machen“, fügte er hinzu. Kacir betonte, dass Ericcson in der Türkei bereits Forschungszentren mit 450 Mitarbeitern hat – in Istanbul, Ankara und Izmir. Laut Ericssons Vizechefin Rafiah Ibrahim sei dies weltweit das 11. Labor des Unternehmens. Im Rahmen des neuen Forschungszentrum in Istanbul werden Wissenschaftler Technologien für die Anforderungen von 5G und Internet of Things (IoT) entwickeln, sagte Ibrahim. „Wir sind seit 120 Jahren in der Türkei und wollen unsere Investitionen in der Türkei fortsetzen“, betonte sie. Das Labor wird ein großes Potenzial haben, da bis 2024 1,5 Milliarden Menschen 5G verwenden werden, fügte sie hinzu. (AA)

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– Velaro-Bestellung – Türkei: Siemens zieht 420-Millionen-Dollar-Deal an Land

Neuer Großauftrag für das deutsche Traditionsunternehmen Siemens: Die türkische Staatsbahn hat für 340 Millionen Euro (etwa 420 Millionen US-Dollar) zehn Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro bestellt.

Türkei: Siemens zieht 420-Millionen-Dollar-Deal an Land
 

Medien
Niddal Salah-Eldin wird stellvertretende dpa-Chefredakteurin

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Berlin – Niddal Salah-Eldin wird zum 1. Mai 2019 stellvertretende Chefredakteurin der Deutschen Presse-Agentur dpa und Chefin für Innovation und Produkt in Berlin. In dieser Position soll sie vor allem die digitale Transformation der Agentur vorantreiben. Die 33 Jahre alte Journalistin kommt von der „Welt“, wo sie derzeit Director of Digital Innovation in der Chefredaktion ist. Sie folgt auf Roland Freund (50), der aus familiären Gründen nach München als Leiter des dortigen dpa-Landesbüros wechselt. dpa-Chefredakteur Sven Gösmann sagt: „Mit Niddal Salah-Eldin kommt eine digitale Vordenkerin der deutschen Medienlandschaft zur dpa, um die angestoßene Transformation von der Nachrichtenagentur zur Media Intelligence Company an entscheidender Stelle mitzugestalten. Sie ist eine großartige Persönlichkeit und ein Teamplayer, kennt die Bedürfnisse der dpa-Kunden und hat ein vielfach bewiesenes Gespür für Trends und Entwicklungen. Und Niddal Salah-Eldin setzt um, was sie für richtig erkannt hat. Das ist zusammengenommen perfekt für die Aufgabe, die dpa und ihre Kunden in Medien und Gesellschaft.“ Bei ihrer Arbeit, unterstreicht Gösmann, könne sie „auf dem guten Fundament aufbauen, das Roland Freund in seinen drei Jahren in dieser Rolle geschaffen hat. Ihm danken wir für seinen Geist und seine Energie und freuen uns auf ihn in seiner Rolle im bayerischen Landesdienst.“ Der Vorsitzende der dpa-Geschäftsführung, Peter Kropsch, betont: „Technologische Entwicklung ist der Treiber aller journalistischen Entwicklung – mit Niddal Salah-Eldin kommt eine Journalistin in die redaktionelle Führung der dpa, die diese Erkenntnis in ihrem Wirken und Wesen verinnerlicht hat. Wir freuen uns auf die vielen Impulse, die sie der dpa und ihren Gesellschaftern geben wird.“ Niddal Salah-Eldin sagt: „Ich freue mich sehr auf die besondere Chance, in der dpa-Chefredaktion die Verantwortung für alle Produkt- und Innovationsthemen zu übernehmen. Meine Mission ist es, Journalismus zukunftsfähig zu machen. Ich freue mich darauf, Redaktion, Produkt und Tech in einem internationalen Kontext ganzheitlich zu denken und mit einem tollen Team gemeinsam zu gestalten. Ich danke der ,Welt‘-Chefredaktion, dem Axel-Springer-Vorstand und allen Kolleginnen und Kollegen bei ,Welt‘ und SPRING für die großartige und erfolgreiche gemeinsame Zeit, das Vertrauen und die Chancen.“ https://twitter.com/Nisalahe/status/1069905464274624512 Als stellvertretende Chefredakteurin für Innovation und Produkt (Chefin Innovation) verantwortet Niddal Salah-Eldin so wichtige Zukunftsbereiche der dpa wie die Entwicklung der redaktionellen Strategie und Produkte für Medien wie Business-Kunden, Innovation und Wandel. Sie leitet zudem das stetig wachsende Team der dpa-Produktmanager, die sich bei der Agentur um die Entwicklung der Bereiche Media und Content Intelligence, Termine und Dienstleistungen, Sportdaten und Datenanalyse kümmern. Daneben wird sie für die Neu- und Weiterentwicklung redaktioneller Produkte und Tools zuständig sein und als Botschafterin des Wandels in die weltweite Organisation der Agentur wie zu ihren Kunden und Gesellschaftern hin wirken. Die im Sudan geborene Niddal Salah-Eldin studierte in Mainz und Washington Politik und Publizistik (Magister Artium) und ist ausgebildete Social-Media-Managerin. Nach Stationen bei der Medienanstalt Berlin-Brandenburg und Ketchum Pleon kam sie 2014 als Social-Redakteurin zur „Welt“-Gruppe, wo sie erst zum Head of Social Media und dann zum Director Digital Innovation aufstieg. Sie gehörte 2010 zum Bertelsmann Talent Pool, 2011 zum Boston Consulting Emeralds Nachwuchsförderprogramm, wurde 2014 unter die „Top 30 Young Professionals unter 30“ gewählt. 2015 gehörte sie zu den „Top 30 unter 30“ des „Medium-Magazins“. 2018 wählte die Redaktion von „kress pro“ Salah-Eldin unter die 25 Medienmacher unter 35, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Medienbranche prägen. Ab Mai 2019 besteht die dpa-Chefredaktion damit aus Chefredakteur Sven Gösmann (52) und den stellvertretenden Chefredakteurinnen Niddal Salah-Eldin (33) als Chefin Innovation und Produkt, Antje Homburger (55) als Chefin Aktuelles und Jutta Steinhoff (51) als Chefin Netz. Zum engeren Führungskreis gehört auch noch Changemanagerin Susanne Goldstein (45).      

Berlin
Trockland-Geschäftsführer: „Senat hat uns nicht informiert“

Berlin – Der Geschäftsführer des Investors Trockland, Heskel Nathaniel, hat überrascht auf die neuen Pläne des Berliner Senats für den Checkpoint Charlie reagiert. Im Inforadio des rbb sagte Nathaniel am Dienstag, er sei vorab nicht über die Veränderungen informiert worden: „Ich bin natürlich überrascht, weil wir schon drei Jahre mit dem Berliner Senat sehr eng zusammenarbeiten, über alle Parameter uns verständigt haben, sämtliche Forderungen, Auflagen und Wünsche des Senats berücksichtigt und in die Planung eingearbeitet haben.“ Eigentlich habe man das gesamte Projekt in den nächsten Tagen beurkunden wollen, aber nun vollziehe der Senat überraschend einen „Kurswechsel“: „Und wir erfahren das nicht mal, offiziell.“ Vor diesem Hintergrund stelle sich auch die Frage nach der „Verlässlichkeit des Verhandlungspartners“, so Nathaniel. Der Trockland-Geschäftsführer wollte sich noch nicht abschließend dazu äußern, ob sein Unternehmen trotz der veränderten Lage an dem Projekt festhalten wird. Dabei wollte er auch nicht ausschließen, dass der Investor nun weder das geplante Hardrock-Hotel noch das Mauer-Museum bauen wird: „Alles ist momentan möglich. Wir sind Inhaber der Grundschulden. Wir müssen jetzt sämtliche Möglichkeiten und Szenarien bewerten lassen und dann können wir erst entscheiden, ob das durchsetzbar ist und wirtschaftlich Sinn macht.“

Balkan
Kosovos Unabhängigkeit: Weiterer Staat zieht Anerkennung zurück

Pristina (nex) – Die Salomonen, ein Inselstaat im Pazifik, haben ihre Anerkennung der Unabhängigkeit der selbsterklärten Republik Kosovo zurückgezogen. Das berichtet das russische Nachrichtenportal Sputnik unter Bezugnahme auf den kosovarischen TV-Sender KTV. Kosovos Botschaft im australischen Canberra bekam demnach zwei Noten von dem Inselstaat. In diesen sei die Anerkennung des Kosovo „bis die Verhandlungen von Belgrad und Pristina unter der Ägide der EU abgeschlossen sind“ zurückgezogen worden, berichtet Sputnik weiter. Laut dem TV-Sender bestreite das kosovarische Außenministerium in Pristina jedoch, jegliche offizielle Informationen von Seiten der Salomonen bekommen zu haben. „Expansionistischer türkischer Einfluss“ Der renommierte ägyptische Journalist Abdel Latif El Menawy fordert in einem Kommentar in der ägyptischen Tageszeitung Al-Masry Al-Youm die Entscheidung Kairos während der Regierungszeit Mohamed Mursis Kosovo als Staat anzuerkennen, wieder rückgängig zu machen. Diese Entscheidung, so El Menawy, sei ein Fehler gewesen, da es die Beziehungen Ägyptens zu Serbien verschlechtert habe. Mursi habe auf Druck eines „expansionistischen türkischen Einflusses“ gehandelt, mit dem Ziel Ankaras, seine Einflussphäre im Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches wiederzuerlangen. El Menawy steht, nach Einschätzung internationaler Experten, der gegenwärtigen ägyptischen Regierung unter Abdel Fatah El-Sisi nahe. Kairo erkannte Kosovo am 26. Juni 2013 an – nur wenige Tage bevor das ägyptische Militär den ersten demokratisch gewählten Präsidenten des Landes stürzte. Die serbische Tageszeitung Vecernje Novosti schrieb im Januar 2018, dass sich die Beziehungen Serbiens mit Ägypten seit dem Sturz Mursis wieder verbessert hätten und betonte, dass Kairo seit der Anerkennung Kosovos als Staat vor fast fünf Jahren noch immer keine Botschaft in Pristina eröffnet habe und es auch sonst keine diplomatischen Beziehungen gebe. Vecernje Novosti berichtete, dass serbische Behörden in den kommenden Monaten die Liste aller Länder, die den Kosovo anerkannt haben, durchzugehen, um ihre eigene Liste derjenigen zu bestimmen, die diese Entscheidung möglicherweise widerrufen könnten, darauf werde „bald eine groß angelegte diplomatische Kampagne“ folgen. Seit der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo am 17. Februar 2008 haben 110 von insgesamt 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen die Republik Kosovo als unabhängigen Staat diplomatisch anerkannt.

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– Balkan – Kosovo gründet erste Nationalarmee

Am 14. Dezember steht die zweite und entscheidende Abstimmung im Parlament an. Serbien sieht den Schritt zu einer kosovarischen Nationalarmee als Bedrohung an.

Kosovo gründet erste Nationalarmee
     

Balkan
Kosovo gründet erste Nationalarmee

Pristina (nex) – Nach der ersten Abstimmungsrunde im kosovarischen Parlament, bezüglich der Umwandlung der leichtbewaffneten Kosovo Security Forces (KSF) in eine offizielle Nationalarmee, findet am 14. Dezember die zweite und entscheidende Abstimmung statt. Im Falle der Zustimmung des Parlaments, werden die 2500 Mann starken Sicherheitskräfte des Kosovo, sie wurden bisher nur zum Schutz von Zivileinrichtungen und zur Krisenreaktion eingesetzt, zu einer Nationalarmee transformiert. Es sei geplant die Armee auf 5000 Soldaten aufzustocken und sie mit schwerer Bewaffnung auszurüsten. Der Parlamentsvorsitzende des Kosovo, Kadri Veselji, gab sich über den Ausgang der Abstimmung zuversichtlich. „Wir werden am 14. Dezember offiziell über eine kosovarische Armee verfügen, wenn wir über die Gesetzesentwürfe zur Umwandlung der Sicherheitskräfte in eine Armee abstimmen“, sagte er auf einer Pressekonferenz. Die NATO unterstützt diesen Schritt. Das Militärbündnis, das seit 1999 im Kosovo Truppen zur Friedenssicherung stationiert hat, sicherte den kosovarischen Politikern, die sich für eine eigene Armee aussprachen, stets seine Unterstützung zu. Mit der Gründung einer kosovarischen Armee werde die NATO zwar nicht ihr Mandat beenden, jedoch sei eine Verkleinerung der stationierten Kräfte dadurch möglich. In der ersten Abstimmung im Oktober stimmten 98 der 120 Parlamentarier für den Gesetzesentwurf. Laut Verfassung muss eine zweite Wahlrunde abgehalten werden. Während der ersten Abstimmung boykottierten elf serbische Abgeordnete die Wahl. Sie halten die Einführung einer Nationalarmee für verfassungswidrig. Die Regierung Serbiens sieht die Gründung der Armee sehr kritisch. Serbien, das die Unabhängigkeit des Kosovos nicht anerkennt, sieht diesen Schritt als Bedrohung. Die Gründung einer kosovarischen Armee sei „die größte Gefahr für den Frieden und die Sicherheit auf dem Balkan.“ (Foto: Wikipedia)

– Ausland – Kosovo: Türkei soll bei Gründung der Nationalarmee unterstützen

Kosovo: Türkei soll bei Gründung der Nationalarmee unterstützen
 

Türkei
Ankara: Indonesischer Diplomat stirbt am Flughafen

Ankara (nex) – Wie türkische Medien am Montag berichten, ist ein indonesischer Diplomat am gestrigen Sonntag am Esenboga-Flughafen in der Hauptstadt Ankara ums Leben gekommen. Sebastionus Sayoga Kadarisman, der als stellvertretender Botschafter der indonesischen Botschaft in der Türkei tätig war, habe sich nach einem Flug aus Istanbul unwohl gefühlt und sei daraufhin zusammengebrochen. In einem Krankenhaus in Ankara verstarb der Diplomat. Zu der Todesursache gibt es bisher noch keine Informationen. Der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu habe am Montag mit seinem indonesischen Amtskollegen Retno Marsudi ein Telefongespräch geführt und ihm sein Beileid ausgesprochen

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– Chaos in Paris – Türkei spricht Reisewarnung für Frankreich aus

Das türkische Außenministerium hat infolge der anhaltenden Auseinandersetzungen und Ausschreitungen in Frankreich eine Reisewarnung ausgesprochen.

Türkei spricht Reisewarnung für Frankreich aus

Menschenrechtsverletzungen in China
Kommentar: Die Liste der in China inhaftierten muslimischen Intellektuellen ist sehr lang

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Folgend gebe ich eine kleine Auswahl von Intellektuellen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die in jüngster Zeit in Xinjiang verhaftetet wurden. Nach einem Bericht von Radio Free Asia vom 30.11.2018, wurde der prominente kirgisische Historiker, der auch Mitglied der Akademie der Gesellschaftswissenschaften von Xinjiang ist, Askar Yunus, verhaftet. Auf Anfrage erklärte die Akademie, dass der Grund der Verhaftung nicht genannt wurde. Man vermutet, dass man ihn als „doppelzüngigen Beamten“ bezeichnen würde. Der 49-jährige Askar Yunus blickt auf 29 Jahre wissenschaftliche Arbeit mit mehreren Büchern und über 40 Artikeln, vor allem zur Geschichte seiner Volksgruppe, zurück. 2018 wurde Alim Ahet (45), Dozent an der Xinjiang University, ein führender IT – Experte, Erfinder von Systemen zur Digitalisierung des Uigurischen und Kasachischen, ebenfalls interniert. Dasselbe gilt für Gheyretjan Osman (60), Professoren für klassische uighurische Literatur und prominenter Literaturkritiker. Ein weiterer seit 2017 Internierter Intellektueller ist Prof. Abduqallad Jalalidin (54), Professor an der Normal University of Xinjiang, Schriftsteller, Dichter und Übersetzer. Das sind einige ganz wenige Beispiele. Im folgenden beschränke ich mich zusätzlich auf eine kurze, ebenso unvollständige Liste, nähre Informationen zu den genannten Personen finden sich jeweils in den genannten Tweets der Concerned Scholars of Xinjiang:
Adil Ghappar. Seit 2017.
Abdurehim Rahman. Seit 2018
Gülnar Obul. Seit 2018 
Qalqun Rozi. Seit 2016
Arslan Abdullah. Seit 2018 
Halide Istayil. Seit 2018
Muhammed Salih Haji. Starb Anfang 2018 in Polizeigewahrsam.
Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Wollte man eine einigermaßen vollständige versuchen würde die ein Buch füllen. Man muss nur den Twitteraccount von ,Concerned Scholars of Xinjiang‘ einsehen. Fast täglich finden sich dort Einträge zu verschwundenen Intellektuellen. Wie es ein chinesischer Folterknecht gegenüber einer Zeugin der Verhältnisse in Chinas Folterkammer ausgedrückt hat: es ist ein Verbrechen Uigure zu sein. Jedes Stück der Kultur muslimischer Minderheiten wird systematisch eliminiert. Jeder lebt in ständiger Angst und Schrecken. Gegenüber dem, was heute in Xinjiang vor den Augen der Weltöffentlichkeit geschieht, wirkt Stalins großer Terror wie ein Kinderspiel.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Menschenrechtsverletzungen in China – Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren

Eine Untersuchung des Wall Street Journal enthüllt, was in Chinas wachsendem Netzwerk von Internierungslagern, wo Hunderttausende von ethnischen Uiguren festgehalten werden, vorgeht. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert.

Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren

Kommentar
Prof. Dr. Günther: Nachtrag zur Islamkonferenz

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Ich hatte zwar an sich in meinem Artikel zur Islamkonferenz gesagt, jedes Wort dazu ist zu viel. Doch angesichts des Nachspiels eine kurze Bemerkung. Sich über gewisse Personen aufzuregen, ist sinnlos. Obszöne Sprache in der öffentlichen Diskussion zu verwenden, unangebracht und kontraproduktiv. Allerdings ist es legitim, sich gegen Unverschämtheit zu wehren – und zwar deutlich. Blutwurst und Alkohol auf einer Islamkonferenz sind unverzeihlich. Antwort darauf als Muslim: rausgehen. Die Speise- und Getränkeauswahl ist ja auch nur Ausdruck des Klimas, das in der ,Diskussion‘ herrscht: Personen führen das große Wort, die für Mainstreammuslime eine Beleidigung sind. Eine Diskussion mit letzteren auf Augenhöhe findet nicht statt. Angemessene Antwort: rausgehen und in aller Sachlichkeit und Klarheit deutlich machen: wenn es nur darum geht, den Islam zu beleidigen, wenn deutscher Islam Blutwurstislam mit Ersatz des Quran und der Sunna durch das Grundgesetz in der Auslegung bestimmter Herrschaften ist, wenn es nur Imame vom Niveau gewisser Damen gibt, nein Danke! Solange es keine sinnvolle und respektvolle Diskussion gibt: lasst uns einfach in Ruhe und wir lassen euch in Ruhe! Und zuletzt: Muslime haben in deutschen Mainstreamparteien, so wie sie derzeit sind, nichts verloren. Die sind noch nicht einmal wählbar. Wortlos austreten.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

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– Menschenrechtsverletzungen – in China China: Uigurischer Autor Mutällip Sidiq Qahiri verhaftet

China: Uigurischer Autor Mutällip Sidiq Qahiri verhaftet

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.

Abschied vom Ölkartell
Katar steigt aus der OPEC aus

Von Thomas Bernhard und John Whatkins Für die Einen mag es eine Überraschung sein, die Anderen haben den Schritt, den Katar nunmehr im nächsten Monat vollziehen wird, längst erwartet: Wie Katars Energieminister Saad al-Kaabi in Doha ankündigte, wird sein Land im Januar kommenden Jahres aus der OPEC austreten. Das Land gehörte dieser Organisation 57 Jahre lang an. Der Rückzug spiegele den „Wunsch Katars wider, sich auf die Steigerung der Gasproduktion zu konzentrieren“. Katar teilt sich mit dem Iran das sogenannte „South-Pars-Feld“, welches Experten als das wohl bisher größte entdeckte Gasfeld der Erde ansehen. Auf der Liste der weltweit größten Gasfelder hat es mehr gewinnbare Reserven als alle anderen Felder zusammen. Das Gasfeld befindet sich im Persischen Golf und erstreckt sich von der Küste Katars quer über fast die gesamte Breite des Meeresarms. Die Fläche des Gasfeldes beträgt knapp 10.000 km², wovon etwas mehr als 2/3 in Katar liegen. Die Gasreserven des Feldes betragen geschätzte 1.300 TCF (englischtrillion cubic feet, Billionen Kubikfuß). Etwa 500 TCF liegen auf iranischem Gebiet. Das Nord-Feld oder Nord-Gasfeld ist der auf dem Gebiet von Katar liegende Teil des South-Pars-Gasfelds. Es erstreckt sich vor der Küste des Lands über eine Fläche von 6.000 km² und beinhaltet mit 900 Billionen Kubikfuß (25,5 Billionen Kubikmeter) etwa 20 % der bekannten Erdgasreserven. Es ist von großer wirtschaftlicher und geostrategischer Bedeutung und soll u. a. ein Grund für den Syrienkrieg sein. Katar will, wie schon länger bekannt ist, die Gasförderung bis spätestens 2024 von jährlich 77 Millionen Tonnen auf 110 Millionen Tonnen erhöhen. Die Entscheidung Katars könnte auch zum Teil, zumindest was den Zeitpunkt der Bekanntgabe anbelangt, mit dem erbitterten Streit mit dem Nachbarland Saudi-Arabien zusammenhängen, obgleich das Emirat dies zurückweist. Im Sommer 2017 hatten Saudi-Arabien sowie Bahrain und andere arabische Länder wie Ägypten eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den Golfstaat Katar verhängt. Gleichzeitig erfolgte der Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Die Türkei wiederum steht Katar seit Juni 2017 bei, als als Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate begannen, den Kleinstaat mit einem bis heute bestehenden Embargo zu isolieren. Seither liefert die Türkei die Produkte, die Katar nicht mehr von seinen Nachbarn beziehen kann, bis hin zu Milch. Die Türkei richtete auch in Katar eine Militärbasis ein, die offenbar auch dem Zweck dient, die Hürde der Abschreckung für einen Überfall auf das Land höher zu hängen. Eng sind auch die übrigen wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen beider Länder. Katar hat in den vergangenen Jahren viel in der Türkei investiert. Die „Qatar National Bank“, eine der größten Banken in der arabischen Welt, hat z.B. die türkische „Finansbank“ erworben; 15 Prozent ihrer Aktiva haben bereits einen Türkeibezug. Und die katarische „Commercial“ kaufte die „Alternatifbank“.
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– Golfkrise – Türkei: Bis zu 5.000 Soldaten für Militärstützpunkt in Katar geplant

Eine Dreier-Delegation von Vertretern der türkischen Streitkräfte ist nach Durchführung von Bewertungen für einen Militärstützpunkt in Katar wieder in der Türkei angekommen.

Türkei: Bis zu 5.000 Soldaten für Militärstützpunkt in Katar geplant

Brief aus Kaschgar
Prof. Dr. Günther: Es geht China um die Auslöschung des Islam

Von Prof. Dr. Hans-Christian Günther Ein von der Uyghur American Association in englischer Übersetzung veröffentlichter von der chinesischen Internetplattform Wechat stammender Brief eines Einwohners von Kaschgar schildert die gegenwärtige Situation dort aus erster Hand. Achtzig Prozent der Bevölkerung ist in Umerziehungslagern interniert, Fünfzehn Prozent im Gefängnis. Die restlichen fünf Prozent müssen schweigend ein Leben in Erniedrigung und unter Verbot jeder islamischen Lebensweise führen. Ein falsches Wort führt zur Internierung, islamische Hochzeiten, Bestattungen sind verboten, von Gebet, Besitz des Qurans ganz zu schweigen. Die Kleidung muss Han-chinesischen Standards angepasst werden. Kinder haben fast alle ihre Eltern in KZs verloren, seit 2 Jahren gibt es nicht genügend Nahrung. Inzwischen ist jeder, dem es finanziell einigermaßen gut ging verschwunden. Unter den noch nicht Internierten geht die Angst um, aufgrund bereits internierter Verwandter verhaftet zu werden. Die Internierten sind einer derartigen Tortur ausgesetzt, dass ihre psychische und physische Gesundheit für immer zerstört wird, sofern sie das Lager überhaupt je lebend verlassen. Es scheint, China hat den Job im Xinjiang so gut wie erledigt. Prompt geht es – wie zu erwarten – weiter. Inzwischen sind dieselben Regelungen wie in Xinjiang in der Hui-muslimischen Provinz Ningxia eingeführt worden. (SupChina) Damit wird unmissverständlich klar: es geht der VR China um die Auslöschung des Islam. Die Behauptung der Regierung, die Maßnahmen in Xinjiang dienten der Terrorbekämpfung sind damit von der Regierung selbst widerlegt. Es gab nie die Gefahr eines Hui-muslimischen Terrors. Hui-Muslime sind im allgemeinen sozial gut integriert. Sie waren zwar als Muslime ebenfalls gegenüber anderen Minderheiten diskriminiert, doch hielt sich die Diskriminierung in Grenzen (sie wurden immer besser behandelt als Muslime in Xinjiang) und wurde durch das im allgemeinen recht gute finanzielle Niveau ausgeglichen. Eine Terrorgefahr gab es nie. Die Intensivierung der Maßnahmen in Xinjiang, die Ausdehnung der Maßnahmen auf einen weiteren Teil Chinas zeigt: die chinesische Regierung schert sich um den zahnlosen internationalen Protest nicht im geringsten. China glaubt, sich jedes Verbrechen erlauben zu können. Die einzige Sprache, die China versteht, ist knallharter wirtschaftlicher Druck. Wann wird die Welt verstehen, dass ein derart entarteter und völlig schamlos agierender Verbrecherstaat, zumal auf dem Niveau einer Weltmacht, eine Gefahr für die Welt insgesamt darstellt und unverzüglich gestoppt werden muss.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Menschenrechtsverletzungen in China – Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren

Eine Untersuchung des Wall Street Journal enthüllt, was in Chinas wachsendem Netzwerk von Internierungslagern, wo Hunderttausende von ethnischen Uiguren festgehalten werden, vorgeht. Wie WSJ berichtet, habe China sein Internierungsprogramm, das ursprünglich auf ethnische uigurische Extremisten zielte, scharf erweitert.

Bericht: China verstärkt Repressalien gegen muslimische Uiguren

Prof. Dr. Hans-Christian Günther
Geb. am 28.4.1957 in Müllheim / Baden Professor für klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Zahlreiche Publikationen und Gastprofessoren. Lange Aufenthalte in der VR China. Im Bereich der Altertumswissenschaft besonderer Schwerpunkt auf der politischen Dichtung der Augusteer und allgemein der Reflexion antiker Autoren auf ihre gesellschaftliche Stellung und Verantwortung Seit 2004 Tätigkeit im Bereich des Dialogs der Religionen und Kulturen mit zahlreichen Veröffentlichungen. Ausgebildet in Freiburg und Oxford. Stipendiat der DFG und der Alexander von Humboldt -Stiftung. Gerhard Hess Preis der DFG. Zahlreiche Publikationen (ca. 40 Bücher, u.a. Brill’s Companion to Propertius, Brill’s Companion to Horace) im Bereich der antiken Philosophie und Literatur, der Byzantinistik, Neogräzistik, modernen Literatur und Philosophie, Ethik und Politik. Zahlreiche Versübersetzungen aus dem Lateinischen, Italienischen, Neugriechischen, Georgischen, Japanischen und Chinesischen. Lehrt regelmäßig in Italien, zahlreiche Gastaufenthalte in der Schweiz, Polen, Georgien, Indonesien, Iran, Seoul, Tokyo und vielen chinesischen Universitäten. Herausgeber mehrerer Buchreihen, im wissenschaftlichen Beirat zahlreicher wissenschaftlichen Zeitschriften.