Handelsstreit mit den USA
Lange: „EU will USA die rote Karte zeigen“

Berlin – Der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange, hat angekündigt, dass die Gegenmaßnahmen der EU auf die US-Importzölle für Stahl und Aluminium nicht in gleicher Höhe erlassen werden. Im rbb-Inforadio sagte der SPD-Politiker am Freitag: „Wir wollen die rote Karte zeigen und wir werden nicht eskalieren. Das heißt, das Volumen unserer Gegenmaßnahmen wird etwa nur die Hälfte der US-Maßnahmen betragen. Das sind auch stahlbezogene Produkte, wie Schiffe, aber eben auch gezielt in einigen republikanischen Wahlkreisen, wo die Kollegen nochmal merken sollen: Wir Europäer setzen hier die rote Karte.“ Kritik äußerte der SPD-Politiker an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Dessen Äußerungen würden nicht immer die Einheit der Europäischen Union stärken, sagte Lange. Ein Beispiel sei, „dass in den Gesprächen mit den USA jetzt ein Deal herauskommen sollte. Nein, wir verhandeln nicht über einen dirty Deal unter Erpressungsdruck. Nur wenn wir auf Augenhöhe partnerschaftlich miteinander reden, dann können wir über gemeinsame Herausforderungen sicherlich reden, die in der bilateralen Handelssituation bestehen, aber auch global, zum Beispiel bei den Überkapazitäten von Stahl. Aber unter Druck werden wir keine Deals abschließen.“ Um als Europäische Union eine vernünftige Position durchsetzen zu können, müssten die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und die 28 Mitgliedsstaaten zusammenstehen.

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– Handelsstreit – Europa-Politiker Bütikofer: „Trump verhöhnt die EU“

Der Grünen-Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer hat die Bundesregierung zu einem härteren Kurs im Handelsstreit mit US-Präsident Donald Trump aufgefordert.

Europa-Politiker Bütikofer: „Trump verhöhnt die EU“

Russlandkrise
Russlands Botschafter Netschajew: Lage scheint mit schlimmer als im kalten Krieg zu sein

Halle – Russlands Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, empfindet die die momentane politische Situation schlimmer als die Zeiten des kalten Krieges. „Das scheint mir so. Damals gab es jedenfalls keine Ausweisung von 160 russischen Diplomaten ohne Beweise, aufgrund irgendwelcher Ahnungen“, sagte er der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung unter Anspielung auf die Geschehnisse nach dem Giftanschlag auf den Doppelagenten Skripal. Den Hinweis, dass im kalten Krieg keine Grenzen verschoben wurden, parierte er mit der Aussage: „Die Grenzen wurden verschoben auf Grundlage eines völkerrechtlichen Referendums der Bevölkerung der Krim. Den Beschluss dazu hat das Parlament der Halbinsel gefasst.“ Zudem hätten über 90 Prozent der Bevölkerung der Krim der Wiedervereinigung mit Russland zugestimmt. Der Botschafter fügte auf eine entsprechende Frage hinzu, dass es keine weiteren derartigen „Anschlüsse an Russland“ geben werde. „Wir respektieren die völkerrechtlichen Grenzen. Deswegen schließe ich so etwas aus.“ Russland sei Gott sei Dank gut konsolidiert. „Sie wissen aber, dass es in Europa einige Bewegungen für die Abspaltung und Unabhängigkeit bestimmter Gebiete gibt – nicht in unserem Bereich.“

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Die Lieferung des russischen Raketenabwehrsystems S-400 an die Türkei werde bereits 2019 – und nicht wie zuvor angekündigt 2020 – erfolgen.

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Rüstungsdeal
Pakistan kauft 30 türkische ATAK-Kampfhubschauber im Wert von 1,5 Milliarden

Islamabad (nex) – Ankara und Islamabad haben kürzlich einen Vertrag über den Verkauf von 30 türkischen Hubschraubern im Wert von 1,5 Milliarden Dollar abgeschlossen. Der bisher größte Rüstungsdeal zwischen den beiden Staaten ist auch ein Segen für die türkische Verteidigungsindustrie. Der Deal wird die militärischen Beziehungen zwischen den langjährigen Partnern weiter stärken. Der ATAK Kampfhubschrauber, auch T129 genannt, wird von den Staatsunternehmen Turkish Aerospace Industries (TAI) und ASELSAN gebaut. Der stellvertretende türkische Generalstabschef General Ümit Dündar und der pakistanische Generalstabschef General Kamar Javed Bajwa beschlossen bereits im Januar vergangenen Jahres im Hauptquartier der pakistanischen Armee in Rawalpindi eine Militärkooperation. Testflüge in Pakistan Bevor die beiden Länder den Vertrag unterschrieben, wurden die Hubschrauber in Pakistan getestet. Am 23. März dieses Jahres nahmen sie zudem an einer Militärzeremonie in der Hauptstadt Islamabad während des „Pakistan Day“ teil. „Die militärischen Beziehungen zwischen der Türkei und Pakistan sind historisch und nicht neu. Die beiden Luftstreitkräfte gehören zu den engsten in Bezug auf Zusammenarbeit, Ausbildungsaustausch, Beschaffung und strategische Partnerschaften. Jedoch nimmt dieses Abkommen das Verhältnis in ein höheres Level“, sagte Kamal Alam, von der in London ansässigen Denkfabrik RUSI gegenüber TRT World. Made in Turkey ATAK, auch als T129 bekannt, ist ein allwettertauglicher Militärhelikopter. Er ist eine Weiterentwicklung, der aus einem Technologietransfer des Augusta A129 hervorgegangenen ist. Im Juni 2014 wurden die ersten drei Serienmaschinen den türkischen Streitkräften übergeben, 16 weitere folgten im April vergangenen Jahres. Politischer Analyst Ömer Özkizilcik: „Positive Teufelsspirale“ Dazu der politische Analyst Ömer Özkizilcik von der Middle East Foundation in Ankara gegenüber NEX24:
Die türkische Regierung setzt seit über 10 Jahren auf heimische Produktion von verschiedenen Verteidigungssystemen. Während die türkische Produktion primär die Bedürfnisse der türkischen Armee befriedigen und die Abhängigkeit von Rüstungsimporten reduzieren sollte, entdeckt Ankara nun die Rüstungsindustrie als ein Vehikel um seine internationalen Beziehungen aufzustocken.
Der Verkauf von türkischen Kampfhubschraubern an Pakistan stelle laut Özkizilcik eine wichtige Wende dar:
Einerseits kurbeln Rüstungsverkäufe die Investitionen in Forschung von neuen Technologien, welches wiederum im Besonderen die türkische Rüstungsindustrie und im Allgemeinen die türkische Wirtschaft stärkt. Außenpolitisch betrachtet verbessern Rüstungsverkäufe die Beziehungen der Türkei zur jenen Importnation, welches wiederum die Nachfrage nach türkischen Rüstungsprodukten steigert.
Die türkische Rüstungsindustrie sei in eine „positive Teufelsspirale“ eingetreten. In den nächsten Jahren könne die Türkei zu einer der top 10 Rüstungsexporteuren der Welt aufsteigen. Türkische Rüstungsprodukte seien qualitativ, entsprechen den NATO-Standards und preisgünstig, so der Analyst.

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– Türkisch-pakistanische Beziehungen – Türkei und Pakistan beschließen Freihandelsabkommen

Die Türkei und Pakistan wollen noch in diesem Jahr ein umfassendes Freihandelsabkommen abschließen, teilt der Botschafter in Islamabad mit. Zudem seien weitreichende türkische Investitionen in alternative Energien geplant.

Türkei und Pakistan beschließen Freihandelsabkommen
     

Wirtschaft
Türkische Exporte in die EU um über 21 Prozent gestiegen

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Ankara (nex) – Die Ausfuhren der Türkei in die Länder der Europäischen Union stiegen von Januar bis April dieses Jahres um 21,5 Prozent, wie das Statistikinstitut TurkStat am Donnerstag mitteilte. TurkStat wies darauf hin, dass der Anteil der EU-Mitgliedsländer an den Ausfuhren der Türkei in den vier Monaten 51,5 Prozent betrug und 28,4 Milliarden Dollar erreichte, während die Einfuhren aus der Wirtschaftsunion mit 28 Mitgliedsstaaten 30,3 Milliarden Dollar betrugen, was einem jährlichen Anstieg von 23,3 Prozent entspricht. Deutschland war mit 5,6 Milliarden Dollar der wichtigste Exportmarkt für die Türkei, gefolgt vom Vereinigten Königreich (3,5 Milliarden Dollar) und Italien (3,4 Milliarden Dollar) im gleichen Zeitraum. Die drei wichtigsten Importpartner der Türkei im Zeitraum Januar-April waren Russland (7,9 Milliarden Dollar), China (7,8 Milliarden Dollar) und Deutschland (7,4 Milliarden Dollar). Den offiziellen Daten zufolge beliefen sich die Gesamtexporte der Türkei im gleichen Zeitraum auf rund 55 Milliarden Dollar, ein Anstieg um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und die Importe stiegen um 20,8 Prozent auf 82,5 Milliarden Dollar. Die Außenhandelsbilanz des Landes wies von Januar bis April damit ein Defizit von 27,4 Milliarden Dollar auf, was einem jährlichen Anstieg von 56,2 Prozent entspricht. Laut TurkStat waren in dem Viermonatszeitraum  Kraftfahrzeuge und die dazugehörenden Teile – ohne Schienen- und Straßenbahnfahrzeuge – mit 9,3 Milliarden Dollar der wichtigste Sektor für die türkischen Exporte. Den größten Anteil an den Importen machten in diesem Zeitraum mit 13,4 Milliarden Dollar mineralische Brennstoffe, Mineralöle und Kraftstoffe aus. Mit 157,6 Milliarden Dollar erreichten die Exporte der Türkei im Jahr 2014 ihren Höhepunkt und kamen nach einem Absturz im Jahre 2016 laut TurkStat mit 157 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr wieder sehr nah an den Rekord ran.

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Beliebter Investitionsstandort: Deutsche Thyssenkrupp eröffnet Fabrik in der Türkei

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Türkei
Beliebter Investitionsstandort: Deutsche Thyssenkrupp eröffnet Fabrik in der Türkei

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Kocaeli (nex) – Während deutsche Medienvertreter und Politiker vor Investitionen in der Türkei warnen, hat ein weiteres deutsches Traditionsunternehmen in der Türkei eine Fabrik eröffnet. Thyssenkrupp Elevator hat im Rahmen einer Investition von 20 Mio EUR eine 23.000 m2 große Fahrtreppenfertigung in Kocaeli eröffnet. Der Umzug positioniert die Türkei als zentrale Drehscheibe für Fahrtreppenexporte in die Region. „Beschäftigung in der verarbeitenden Industrie ist integraler Bestandteil einer nachhaltigen Beschäftigungspolitik. Wir unterscheiden nicht zwischen ausländischen und lokalen Investoren; jedes Unternehmen, das wie Thyssenkrupp in der Türkei investiert, wird wie ein lokales Unternehmen behandelt“, so der stellvertretende Ministerpräsident Fikri Işık bei der Eröffnungsrede in der nordwesttürkischen Stadt Kocaeli am 8. Mai. „Die Investition von Thyssenkrupp zeigt die Bedeutung der Türkei für ausländische Investoren. Mit einer anfänglichen Jahreskapazität von 1.200 Einheiten und einer anfänglichen Lokalisierungsrate von 50% und bis zu 90% in späteren Phasen wird die Anlage unsere Abhängigkeit von Importen verringern“ sagte der Präsident der Agentur für Investitionsunterstützung und -förderung der Türkei im Amt des Premierministers (ISPAT), Arda Ermut, gegenüber Medien. Thyssenkrupp Elevator Turkey CEO Turgay Şarlı ergänzte: „Thyssenkrupp ist seit vielen Jahren über sein Vertriebsbüro in der Türkei tätig und beweist mit der Einweihung dieses Werks einmal mehr sein Vertrauen in und Engagement für die Türkei. Wir werden nicht nur expandieren, sondern auch andere türkische Unternehmen zum Wachstum treiben.“ Türkei: Beliebter Investitionsstandort deutscher Unternehmen Die Türkei ist unter der Führung des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan ein sehr beliebter Investitionsstandort deutscher Unternehmen. Mit Siemens, Bosch (etwa 16.500 Beschäftigte) oder Hugo Boss (fast 4.000 Beschäftigte) sind mehr als 6800 deutsche Firmen seit Jahren dort aktiv. Weitere Firmen sind Daimler, MAN, Allianz und Eon.

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– Velaro-Bestellung – Türkei: Siemens zieht 420-Millionen-Dollar-Deal an Land

Neuer Großauftrag für das deutsche Traditionsunternehmen Siemens: Die türkische Staatsbahn hat für 340 Millionen Euro (etwa 420 Millionen US-Dollar) zehn Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro bestellt.

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25. Jahrestag des Anschlags in Solingen
NEX24 schlägt Mevlüde Genc für den Friedensnobelpreis vor

Solingen (nex) – Vor 25 Jahren verlor sie bei einem feigen rechtsradikalen Brandanschlag in Solingen zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte. In der Nacht zum 29. Mai 1993 drangen vier deutsche Rechtsradikale in das Haus der türkischen Großfamilie Genc ein und legten im Flur das Feuer, welches zum Tod von fünf unschuldigen Menschen im Alter von vier bis 27 Jahren führen sollte. 14 weitere Familienmitglieder wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Mevlüde Genc, damals 40 Jahre alt, hatte allen Grund, wütend zu sein; wütend auf die Täter, wütend auf Deutschland, wütend auf die Politik. Dennoch trägt sie keinen Funken Hass in ihrem Herzen und entschied sich trotz der schmerzlichen Erfahrung für den Weg der Versöhnung. Sie engagiert sich seitdem für ein friedliches Miteinander.
„Ich spüre keinen Hass. Es waren Einzeltäter, nicht die Deutschen“, sagte sie in einem Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger. Sie empfinde niemandem gegenüber Hass.
„Nur den vier jungen Männern gegenüber, die damals meinen Kindern den Tod gebracht haben, empfinde ich in meinem Innersten eine Abneigung. Sonst nicht. Dieses Land gehört auch uns“, so Genc in einem Interview mit der freien Journalistin Ayten Hedia. „Nach 1993 ist meine Welt zusammengebrochen, ich habe meine Kinder verloren. Es ist nicht einfach gewesen, den Schmerz zu ertragen. Mit dem Älterwerden ist der Schmerz sogar schwerer geworden. Ich kann ihn nicht mehr tragen. Ich habe fünf meiner Kinder an einem Tag verloren und am selben Tag in Särge gelegt. So etwas ist nicht einfach. Ich habe nachts geweint und mich tagsüber um meine anderen Kinder gekümmert. Ich habe meine Tränen nicht gezeigt“, sagte Genc im Gespräch mit Hedia weiter. Sie danke dem deutschen Staat, er sei immer für sie da gewesen. Sie habe sich immer nur gewünscht, dass ihre Kinder in Deutschland aufwachsen wie alle anderen und dass „der Hass nicht Eingang findet in ihre Herzen“.
„Ich bete dafür, dass wir alle gute Menschen sind, verzeihen können und tolerant sind“, so Genc gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger.
In ihrer Rede zum 25. Jahrestag des Anschlags am vergangenen Dienstag in Solingen sagte sie: „Lasst uns zum Guten nach vorne schauen. Dem Hass muss Einhalt geboten werden.“
Auszeichnungen für Bemühungen zur Versöhnung Für ihre Bemühungen um Versöhnung wurde ihr 1996 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Im Jahre 2003 wurde sie bei den Deutsch-Türkischen Kulturwochen der Friedrich-Ebert-Stiftung zudem mit dem Freundschaftspreis ausgezeichnet. Die Begründung der Jury:
„Mevlüde Genc hat ihrer Heimatstadt Solingen trotz allem die Treue gehalten und kämpft seither gegen Rassismus. Sie gründete u. a. einen Kindergarten und unterstützt vor allem das Bewusstsein, das bereits bei kleinen Kindern von Anfang an geschult werden sollte – nämlich dass Rassismus in Deutschland keine Chance haben darf. Für dieses Engagement und den Mut, trotz allem weiterzumachen, aufzustehen und etwas zu tun, verleiht die DTF seinen diesjährigen Preis in der Kategorie ‚Solidarität‘ an Mevlüde Genc.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel bewundert Haltung von Mevlüde Genc „Auf eine unmenschliche Tat haben Sie mit menschlicher Größe reagiert. Dafür bewundern wir Sie“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Rede zum 25. Jahrestag. Friedensnobelpreis für Mevlüde Genc Der seit 1901 verliehene Friedensnobelpreis soll an denjenigen vergeben werden, der „am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker hingewirkt“ hat. Die NEX24-Redaktion und zahlreiche Befürworter sind der Meinung, dass dies im Fall von Mevlüde Genc zutrifft. In einem Brief an den Generalsekretär der Stiftung werden wir dafür appellieren, Genc in die Liste der Nobelpreis-Anwärter 2018 aufzunehmen. Zahlreiche Befürworter sprachen sich gegenüber NEX24 dafür aus: „25 Jahre nach der grausamen Hass-Attacke in Solingen, wo eine Familie zwei Kinder, zwei Enkelkinder und eine Nichte verlor, spricht Mevlüde Genç davon, dass sie verzeihen kann, spricht von Toleranz. 25 lange Jahre musste die Vorbildmutter mit ihrem Schmerz leben. Sie ist für mich ein Beispiel für menschliches Verhalten in einer unfassbaren Situation. Wir als Gesellschaft sollten Frau Genç als unser Leitmotiv anerkennen und aus Hass Freundschaft erblühen lassen. Sie hat den Preis verdient“, so etwa der in Wien lebende Journalist Klaus Jurgens. Sandra Saber – Journalistin und Mitautorin des Buches Heilung aus dem Morgenland:
„Diese Frau zeigt, dass Hass zu nichts führt. Zudem verkörpert sie im Umgang mit diesem unerträglich schweren Schicksalsschlag eine zentrale Botschaft des Islam: Frieden. Frau Genc ist ein Beispiel für jeden.“
Yasin Baş – Historiker, Autor („Islam in Deutschland – Deutscher Islam?” sowie „nach-richten: Muslime in den Medien”)
„Mevlüde Genc verdient den Friedensnobelpreis, weil sie nach dem, was sie persönlich erlebt hat, immer und immer wieder zu Frieden, Versöhnung, Miteinander und Eintracht aufruft. Sie engagiert sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung. Frau Genc ist ein Vorbild für Menschlichkeit. Ihr großes Herz zeigt, dass ein Mensch, eine Mutter und Großmutter trotz großem Schmerz und Leid verzeihen und vergeben kann. Die Ehrung von Mevlüde Genc wäre zudem ein klares Signal an alle Rechtsextremisten, Rechtspopulisten. Rassistische Menschen- und Demokratiefeinde könnten nämlich sehen, dass ihre Saat und die perfide Strategie der Hetze und des Gegeneinander-Aufwiegelns nicht aufgeht. Deshalb unterstütze ich die Idee, Mevlüde Genc für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen.“
Dilara Faslak – Halalcheck:
„Sie ist vielleicht nur eine von unzähligen Rassismusopfern, doch zugleich diejenige, die es wohl am stärksten getroffen hat. Nichtsdestotrotz stellt sie zugleich das größte Vorbild für Liebe, Respekt und Hoffnung dar. Ihre bewundernswerte Aufrichtigkeit besiegt den Hass.“
Oscar Bergamin – Movement X
„Frau Genc ist eine unglaublich starke Frau und ein Vorbild für uns alle. Eine echte Heldin in einer Welt voller Hass und Wut.“
Tolga Özgül – Genç ASIP – Junge Europäische Bürgerinitiative Plattform
„Frau Mevlüde Genç ist Mutter, Muslima und Vorbild für alle Menschen. Sie verlor 5 Familienmitglieder, aber nicht ihre Menschlichkeit. Solingen hat ein Wahrzeichen und eine Botschafterin des Friedens, der Toleranz und Liebe. Danke, Frau Mevlüde Genç, dass es Sie gibt.“
Holger Vorbeck – Ehemaliger Axel Springer-Mitarbeiter
„Mevlüde Genc ist eine wirklich starke, weise und großherzige Frau, die durch ihr Auftreten und ihre Aussagen mehr für den Frieden und die Verständigung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen getan hat, als alle Politiker, alle sozialen Programme und als alle Reden. Ebenso hat sie den Beweis erbracht, dass Christen und Muslime auch heute noch friedlich zusammen leben können. Wenn jemand den Friedensnobelpreis verdient hat, dann sie!“
 

Ukrainische Präsidentschaftswahlen 2019
Oligarch Onischtschenko will der nächste Präsident der Ukraine werden

Oligarch Onischtschenko: Ich will der nächste Präsident der Ukraine werden Osnabrück – Der im Exil lebende ukrainische Oligarch Oleksandr Onischtschenko (49) will bei den ukrainischen Präsidentschaftswahlen 2019 antreten. „Die Wahlen sind am 31. März, genau an meinem 50. Geburtstag. Dann will ich zum Präsidenten gewählt werden“, sagte der Geschäftsmann, gegen den in seinem Heimatland ein Haftbefehl wegen Wirtschaftskriminalität vorliegt, in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Die Ukraine verdient eine bessere Regierung. Meine Absicht ist, nur eine Amtszeit zu regieren und die Dinge in Ordnung zu bringen.“ Neben dem Kampf gegen Korruption will sich Onischtschenko, der zurzeit nahe Barcelona lebt, vor allem für wirtschaftliche Sicherheit einsetzen: „Ich würde an die Oligarchen in der Ukraine folgendes Angebot machen: Wenn sie früher bereit waren, 50 Prozent direkt in die private Kasse von Viktor Janukowitsch zu zahlen, sollen sie nun 50 Prozent ihrer Gewinne für den Staat und die Menschen, für Infrastruktur und soziale Projekte zahlen. Den Rest können sie investieren, wie sie wollen. Geheimdienst, Zoll- und Finanzbehörden würde ich an die Kette legen, sodass sie legal arbeiten.“ Geschäftsmann strebt Kompromiss mit Putin an: Krim bleibt russisch, der Donbass ukrainisch Für die Zukunft von Donbass und Krim hat Onischtschenko klare Ziele: „Meine Vision ist eine Föderation so wie in Deutschland. Der Donbass bekommt eine autonome Landesregierung, die vieles entscheiden kann. Trotzdem gehört die Region weiterhin zum Staat Ukraine.“ In der Krim-Frage könne er sich einen Kompromiss mit Russland vorstellen: „Die Krim bleibt russisch, der Donbass kommt zurück zur Ukraine. Wie kann man die Krim zurückholen, wenn die Menschen dort es nicht wollen? Auf der Krim leben nun mal mehrheitlich russische Leute.“ Am jetzigen Präsidenten Petro Poroschenko übt Onischtschenko scharfe Kritik: „Poroschenko hat alle betrogen und versucht, sich noch mehr zu bereichern als seine Vorgänger. Es ist ihm gelungen, alle großen Geschäfte im Land zu kontrollieren. 150 Banken hat er bankrott gehen lassen und sich deren Geld angeeignet.“ Zudem betreibe Poroschenko ein raffiniertes Spiel, indem er einen Oligarchen gegen den anderen ausspiele. „Er hat viele Reformen versprochen, aber nicht eingelöst.“ Onischtschenko kritisiert auch die EU und die USA: „Poroschenko bekommt viel zu viel Geld vom Westen. Die Ukraine hat mittlerweile Schulden in Höhe von 100 Milliarden Dollar. Ich glaube, der Westen benutzt Poroschenko nur für den Krieg mit Russland in der Ostukraine. Sonst säße er bestimmt schon im Gefängnis. Nur weil er bereit ist, das Spiel mitzumachen und sich gegen Russlands Präsident Wladimir Putin zu stellen, lässt Amerika ihn nicht fallen.“ Poroschenko sei eine Marionette.

WDR-Interview
John Malkovich: „Ich werde Harvey Weinstein spielen“

Köln – Hollywoodstar John Malkovich hat im Interview mit dem WDR-Kulturmagazin Westart (WDR Fernsehen, Montag, 4. Juni 2018, 22.40 bis 23.20 Uhr) erstmals verraten: „Ich werde Harvey Weinstein spielen“. Dem Filmproduzenten Weinstein wird von mehr als 100 Frauen sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vorgeworfen. Malkovich wird die Rolle in dem Theaterstück „Bitter Wheat“ von David Mamet spielen, das im kommenden Jahr im Londoner „West End“ aufgeführt werden soll. „Das Theaterstück ist sehr lustig und sehr fies zugleich. Ich bin mir sicher, dass wir damit polarisieren werden“, sagte Malkovich am Rande der Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Der Schauspieler hat eine klare Haltung zur #metoo-Debatte. „Ich weiß nicht, was es zu debattieren gibt, wenn es um sexuelle Belästigung geht. Wenn jemand vergewaltigt wird, gibt es nichts zu debattieren. Wenn jemand belästigt wird, gibt es nichts zu debattieren.“ Malkovich fordert Aufklärung und kritisiert soziale Netzwerke als öffentlichen Pranger. „Ich würde mir wünschen, dass all diese Dinge direkt vor Gericht gehen. Die Polizei sollte informiert werden und ermitteln. Ich denke nicht, dass eine mediale Debatte notwendig ist.“ John Malkovich (64) zählt zu den bedeutendsten Charakterdarstellern in Hollywood, wurde zweimal für den Oscar nominiert und gewann zahlreiche Preise für seine schauspielerischen Leistungen. Immer wieder verkörpert er auf Theaterbühnen und in Kinofilmen komplexe, intellektuelle und herablassende Charaktere.

Journalist Klaus Jurgens
„Ach so, deshalb magst Du ja die Türken“ – Ein Kommentar

Falschinterpretierte Türkei – Reflektionen über meine eigene Generation Von Klaus Jurgens Ach, wie einfach ist das doch alles in der Türkei. Ein einladendes Land mit herzlichen Menschen – somit kommt man halt auch schnell ins Gespräch. Und da das Thema Familie hier einen besonderen Stellenwert hat, wird man auch als Ausländer oft nach seinem eigenen Familienstand gefragt; nicht negativ neugierig gemeint, sondern ganz natürlich, genauso wie es unter türkischen Nachbarn und Kollegen gang und gäbe ist. „Ach so, deine Frau ist von hier, sehr schön“ – so oder ähnlich hört man es meistens, wenn beide Gesprächspartner dann ihre Situation schildern. Häufig schallt mir dann das liebgemeinte Wort „enişte“ entgegen; offiziell übersetzt eher Schwager, oder Ehemann der Schwester; wird aber in der Türkei und von Türken im Ausland auch für jeden benutzt, der Ausländer ist und eine Türkin geheiratet hat. In so manchem anderen europäischen Land und sollte eine Unterhaltung auf dieselben Themen kommen, also von woher man gerade kommt (bald 14 Jahre Türkei und immer wieder hin und her), und mit wem man zusammenlebt (türkische Ehefrau) und ob man Kinder hat (in der Türkei geboren), erwartet mich im besten Falle Schulterzucken, als verbaler Mittelweg ein „oh echt, wirklich?“ und im schlimmsten Falle ein Blick in Augen gefüllt mit Skepsis, fast schon Mitgefühl, als ob man gerade etwas Furchtbares von sich gegeben hätte. Oder als weitere Variante dieser zynische, mit einem schäbigen Grinsen versehene‚ „ach so, deshalb magst Du ja die Türken“. Dummheit hoch zehn Kommentar. An Tagen, wenn ich in guter Laune bin (fast immer), versuche ich eine Konversation. Ernsthaft, ich gebe einfach nicht auf, falsche Informationen über Land und Leute geradezurücken. Es klappt manches Mal, aber zur Zeit eher selten. So groß ist die negative Einstellung vieler Menschen gegenüber der modernen, demokratischen Türkei, die eben nicht mehr eine Marionette zumeist westlicher (militärischer und regionaler Einflussnahme) Interessen ist. An anderen Tagen und wenn ich zum Beispiel den Fehler begangen habe und mal wieder einige offiziell objektive Tageszeitungen studiert habe, die aufgrund ihrer permanenten Falschmeldungen über die heutige Türkei kaum noch Platz für echte Nachrichten haben, und wenn von daher mein Anti-Türkei-Akzeptanz-Level mal wieder beträchtlich gegen Null tendiert, da höre ich besser weg, oder sage einfach nichts mehr und wechsle schnell das Thema. Und genau hier möchte ich mit meiner Kritik ansetzen. Bitte glauben Sie mir liebe Leserinnen und Leser, ich komme auch aus der Provinz. Nein, ich meine damit nicht Sie, sondern nur mich selber. Ein kleines Nest, wo das Wort Ausländer nicht weiter reichte als bis zur einzigen Pizzeria in der Gemeinde. Und der Wirt wurde eigentlich nicht als Ausländer angesehen, da wir doch alle den Traum hatten, und viele verwirklichten ihn auch, in Italien Urlaub zu machen. Also Italiener und solange sie eine Pizzeria oder Eisdiele betrieben, waren bestens integriert. Gab ja auch nur einen plus Ehefrau und Kinder so um die 10 000 Einwohner. Aber irgendwann packte man seine Koffer und entdeckte dank Interrail Europa. Und danach war eben alles ganz anders. Da man erfahren hatte, dass man selber eigentlich überall ein Fremder oder Ausländer ist, betrachtete man seine eigenen ausländischen Mitmenschen zurück zu Hause auf einmal viel freundlicher, da man selber eben auch sehr freundlich aufgenommen worden war, ob in Sizilien oder in Stockholm. Über die Jahre waren bei uns zu Hause der Spanier und der Türke und der Jugoslawe und viele weitere stolze Nationalitäten hinzugekommen. Also wie gesagt: Ihr Autor stammt aus relativ kleinen Verhältnissen, hat es aber mittels unzähliger Auslandsreisen fertiggebracht, die Wörter Respekt und Toleranz zu lernen und zu schätzen. Ein gewisses Maß an Offenheit, Interesse am Anderen, am Zusammenleben verschiedener Kulturen und Ideen. Zugegeben, je mehr man unterwegs ist, umso einfacher. Aber auch diejenigen unter uns, die nicht so viele Gelegenheiten hatten, über „das Andere“ und die große weite Welt persönlich zu erfahren, sind vor allem heute ja nicht mehr von genau dieser weiten Welt abgeschnitten wie wir damals im Zeitalter ohne WWW. Fernsehen, Radio, Internet, Zeitungen… eigentlich sollte multikulturelles Zusammenleben heute doch genauso einfach sein wie das ABC! Was genau ist dann mein Kritikpunkt? Nicht, dass manche Menschen weniger umherkommen, natürlich nicht. Reisen kostet ja erst einmal Geld und das ist überall knapp. Nein, mein Kritikpunkt bezieht sich auf die Informationsquellen, die ich im letzten Abschnitt ansprach: TV, Radio, Medien – wenn Sie permanent nur Schlechtes über ein Land hören, dann glauben Sie das doch eventuell auch irgendwann einmal? Wenn man keinen Vergleichswert hat? Wenn Lobbygruppen in Ihrem Lande Negativpropaganda betreiben? Wenn einzelne Politiker als Hassobjekte auserkoren werden? Wenn selbst Politiker mit türkischen Wurzeln ihre prinzipielle Heimat als Feindbild erklären, weil sie wohl von dubiosen Quellen finanziell dafür entlohnt werden? Aber die Medien agieren nicht im luftleeren Raum. Solange unsere Politik es nicht fertigbringt, das multikulturelle Leben auch vorzuleben, in all seinen tollen Facetten und Farben, dann werden auch unsere Mainstream-Medien sich kaum die Mühe machen, etwas Positives darüber zu schreiben oder ein TV-Special zu produzieren mit Fakten anstelle von Fake-News. Ein Teufelskreis – derzeitige populistische Bewegungen nutzen ihn nur zu gerne für ihre eigenen oftmals abwegigen Ziele aus. Als einzelner Rufer gegen den Wind kann man wenig ausrichten. Aber ich glaube fest daran, dass meine Generation dazugelernt hat; erst mittels Interrail und jetzt per Internet. Nur, dass sie entweder zu schüchtern oder zu fehlgeleitet ist, um es auch zu sagen. Wenn wir als Mitbürgerinnen und Mitbürger aufstehen und uns für eine Welt von Toleranz, Respekt und Miteinander einsetzen, können wir die ewigen Schlechtmacher der modernen Türkei ganz leicht in ihre Schranken weisen. Dazu gehört Mut und Courage, aber die haben wir doch, oder etwa nicht? Wir sind doch die Post-1968-Generation, die es eigentlich gelernt haben sollte, sich für Demokratie und Internationalität einzusetzen, die zum Beispiel gegen Putschversuche eindeutig Stellung bezieht. Die selbstredend den Terror überall auf das Schärfste verurteilt und Staaten, die davon betroffen sind, Solidarität anbietet? „Was, ihr kommt aus der Türkei?“ Na klar; a) genau so, als ob man aus Argentinien oder Augsburg stammt; und b) von der türkischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit und eben auch Normalität gegenüber internationalen Mitbürgerinnen und Mitbürgern können sich so manche europäische Gesellschaften noch ein (Politik-)Stück abschneiden.

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– Kommentar – Journalist Klaus Jurgens: Türkei ist eine Demokratie – drei Wünsche an die GroKo

„Da wäre erstens das fehlende Verständnis für den Juli 2016 – Putschversuch; ich bitte um vollste Unterstützung für die Bemühungen in der Türkei die kriminellen Putschisten zur Verantwortung zu ziehen und das muss auch Hilfestellung bei der Suche nach flüchtigen Putschisten die sich ins Ausland abgesetzt haben beinhalten.“ Ein Kommentar.

Journalist Klaus Jurgens: Türkei ist eine Demokratie – drei Wünsche an die GroKo
 

AVAAZ-Aktion
Brüssel: 4.500 Schuhe für jeden Toten im Gaza

Brüssel (tp) – 4.500 Paar Schuhe für die Toten im Gazakonflikt – dieses Bild sahen die EU-Außenminister in Brüssel während ihrer Gesprächssitzung, in der es auch um den Gazastreifen und die Opfer der letzten Tage seit dem 30. März gehen sollte. Mitglieder der Aktivistengruppe Avaaz hatten in den frühen Morgenstunden säckeweise Schuhe mitgebracht und vor dem Gebäude des Rates der Europäischen Union in Brüssel auf dem Jean-Rey-Platz ausgelegt. Bürger aus ganz Europa hatten die Schuhe in den vergangenen Tagen gespendet. Die Zahl 4.500 steht dabei für alle Opfer im Gazastreifen, die seit dem Jahre 2008 registriert wurden. „Bürger in ganz Europa haben eine klare Botschaft für unsere Regierungen: Das Leben von Palästinensern ist uns wichtig und sie müssen auch für unsere Regierungen von Bedeutung sein“, sagte der Leiter der Avaaz, Christoph Schott. „Als Israels größter Handelspartner und politischer Verbündeter ist es unsere moralische Verantwortung, der Netanjahu-Regierung ein klares Signal zu geben, dass die Gewalt aufhören muss“, fügte er hinzu. Damit wollten die Aktivisten erreichen, dass die Vorfälle in Zusammenhang mit den übermäßigen Repressionen gegenüber den Demonstranten im Grenzgebiet zwischen Gaza und Israel seit dem 30. März verurteilt werden. Am Vortag des Treffens der EU-Außenminister hatte die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini bekanntgegeben, sie sei bereit, die Strategie der EU gegenüber Israel zu überdenken. „Es gibt keinen Friedensprozess, daher die Spannungen in Gaza. Wir – alle 28 – sind entschlossen, Jerusalem als zukünftige Hauptstadt zweier Staaten zu sehen.“ Bei der Sitzung sollte neben den Spannungen, die in den letzten Tagen mit der Verlegung der US-amerikanischen Botschaft nach Jerusalem einhergingen, die Minister über die Notwendigkeit sprechen, für den Friedensprozess und für die Erreichung eines gerechten und dauerhaften Friedens auf Grundlage der Zwei-Staaten-Lösung, einschließlich des Status von Jerusalems – wobei es sich um Prinzipien der konstanten Position der Europäischen Union handelt – erneut einen politischen Horizont zu schaffen.

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Der Stadtrat von New Orleans, der größten Stadt des US-Bundesstaats Louisiana, hat nach einem Jahr der Proteste und des Drucks der Gemeinde am gestrigen Donnerstag einstimmig beschlossen, die internationalen Menschenrechte zu verankern.

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