Festnahme von Murat Özdemir
Türkische Polizei verhaftet TV-Persönlichkeit wegen Tierquälerei

Istanbul (nex) – Die türkische Polizei hat am Montag eine bekannte TV-Persönlichkeit verhaftet, da diese in einem Video zu sehen ist, wie sie einen Papagei quält. Murat Özdemir, der an den türkischen Versionen von Survivor und Masterchef teilnahm, wurde Montagabend festgenommen, nachdem die Polizei sein Haus im Istanbuler Stadtteil Besiktas durchsucht hatte. Als Tierschützer vor seinem Haus protestierten, wurde Özdemir auf eine Polizeiwache in Besiktas gebracht und der Papagei von den Behörden beschlagnahmt. „Ich habe das Video mit großem Bedauern gesehen. Ich habe angewiesen, im Namen des Ministeriums eine Strafanzeige gegen diese Person einzureichen“, sagte Landwirtschafts- und Forstminister Bekir Pakdemirli in einem Tweet. Auch die Tierschützerin und Sängerin Ömür Gedik forderte eine Festnahme: „Eine solche Person sollte nicht frei rumlaufen dürfen. Es ist offensichtlich, dass er nicht gesund ist“, sagte sie. Dem Papagei „geht es besser und er wird behandelt“, sagten Tierschützer in den sozialen Medien. Özdemir war bekannt für sein unberechenbares Verhalten und war der erste Teilnehmer überhaupt, der von MasterChef ausgeschlossen wurde. Türkischen Medienberichten zufolge sei Özdemir zu einer Geldstrafe von 5254 Lira verurteilt worden, zudem werde er für 21 Tage in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.    

Tourismus
Tourismusexperte: Türkei erreicht kommendes Jahr wieder Rekordwert von 2015

Berlin (nex) – Das Land gehört zu den beliebtesten Reisezielen der Welt. Doch der Krieg in Syrien, die Flüchtlingskrise, der Terror und die politischen Umwälzungen in dem Land haben viele Urlauber zuletzt abgeschreckt und in andere Mittelmeerländer getrieben. Wie das „Handelsblatt“ unter Bezugnahme auf Angaben des türkischen Tourismusministeriums weiter berichtet, seien in diesem Jahr bereits mehr als 40 Millionen Touristen in die Türkei eingereist; im gesamten vergangenen Jahr seien es 37 Millionen gewesen. Für das kommende Jahr rechnet Tourismusminister Mehmet Ersoy mit einem weiteren Zuwachs. „Wir erwarten ein Wachstum von 23 Prozent“, sagte er im November, „und hoffen, dass wir 2019 bereits 48 Millionen Touristen bei uns begrüßen dürfen“, zitiert das „Handelsblatt“ den Minister. Auch für die laufende Wintersaison und Sommer 2019 berichteten Veranstalter von Zuwächsen. „Im nächsten Jahr dürfte deshalb der Rekordwert von 2015 wieder erreicht oder sogar leicht übertroffen werden“, so Klaus Hildebrandt, Chefredakteur des Tourismus-Fachportals Fvw, gegenüber dem „Handelsblatt“. Wieder mehr Deutsche Die Türkei ist eines der beliebtesten Reiseziele für deutsche Urlauber, aber die Besucherzahlen sind in den letzten Jahren aufgrund von Konflikten in den Nachbarländern der Türkei sowie politischer Spannungen zwischen Ankara und Berlin zurückgegangen. Die Zahl der deutschen Touristen, die die Türkei besuchen, ist nach offiziellen Angaben von 5,5 Millionen im Jahr 2015 auf 3,9 Millionen im Jahr 2016 gesunken. Im Jahr 2017 reisten rund 3,5 Millionen deutsche Touristen in die Türkei. „Nach zwei Jahren des Rückgangs ist die Türkei wieder ein beliebtes Reiseziel für deutsche Urlauber geworden, mit einem Buchungsplus von 70 Prozent zu Beginn der Saison“, sagte der deutsche Reiseveranstalter TUI in einer Pressemitteilung bereits im vergangenen Januar. Der TUI-Konzern kündigte Hunderte von zusätzlichen Flügen nach Antalya, dem beliebtesten Reiseziel in der Türkei, an und fügte fast 100.000 Sitzplätze aus den deutschen Städten Hamburg, Hannover, Frankfurt, Leipzig, Düsseldorf, Köln, Nürnberg, München und Stuttgart hinzu.

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– Tourismus – 226 Milliarden-Dollar-Markt: Türkei im Halal-Tourismus immer erfolgreicher

Die Türkei ist nach Malaysia, Dubai und Indonesien das viertgrößte Reiseziel für Touristen, die Halal-Angebote suchen und strebt an, ihren Anteil in den kommenden Jahren von zwei Prozent auf zehn Prozent zu erhöhen, um einer der meistbesuchten Standorte zu werden.

226 Milliarden-Dollar-Markt: Türkei im Halal-Tourismus immer erfolgreicher
       

Treffen in Manila
Türkei und Philippinen unterzeichnen Verteidigungsabkommen

Manila (nex) – Die Türkei und die Philippinen haben am Dienstag in der philippinischen Hauptstadt ein Abkommen über die Zusammenarbeit in der Verteidigung unterzeichnet. Die Vereinbarung – eine Absichtserklärung – wurde von Ismail Demir, dem Leiter der türkischen Präsidentschaft der Verteidigungsindustrie, und Delfin Lorenzana, dem Verteidigungsminister der Philippinen, in Manila unterzeichnet. Derzeit verkaufe die Türkei Waffen, Munition und Nachtsichtgeräte an die Philippinen, künftig sollen der erste einheimische Kampfhubschrauber „Atak„, unbemannte Luftfahrzeuge und Schiffe folgen, so Demir der Nachrichtenagentur Anadolu. Der Verkauf von Panzern und die Modernisierung bestehender Panzerfahrzeuge seien ebenfalls geplant. „Die Zusammenarbeit in den Bereichen Technologie und lokale Talentförderung ist der Schlüssel zu den bilateralen Beziehungen zu den Philippinen“, sagte Demir.

„Positiver Teufelskreis“ 

Wachsende politische Spannungen und terroristische Gefahren in der Türkei und der Welt offerieren der aufsteigenden türkischen Rüstungsindustrie eine einzigartige Wachstumsmöglichkeit. Der Professor und Militärexperte Andreas Krieg sagte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass die Türkei zur Schutzmacht der arabischen Golfstaaten aufsteigt und seine rüstungsindustriellen Fähigkeiten erfolgreich ausbaut. „Zahlreiche Panzerfahrzeugmodelle, die sich in der Türkei bewiesen, wurden zu wettbewerbsfähigen Exportprodukten“, erklärte ein Beamter für militärische Prokurator, der auf Rüstungsexport spezialisiert ist, im Gespräch mit dem Militärfachportal Defense News am 13. Februar. „Das lässt sich als positiver Teufelskreis beschreiben: Erfolgreich lokal entwickelte Fahrzeuge bekommen zunächst die Chance, ihre Fähigkeiten auf heimischem Boden zu beweisen. Dann werden die Produkte an ausländische Akteure verkauft. Das verdiente Geld kann in neue Technologien investiert werden, was wiederum die Produktion vorantreibt“, fügte der Beamte hinzu, der namentlich nicht genannt werden wollte. Ein solches Erfolgsunternehmen ist Nurol Makina, dessen Hauptgeschäft der Bau von allradbetriebenen taktischen Panzerfahrzeugen ist. Der rasante Anstieg der Arbeitsbelegschaft unterstreicht den Erfolg des Unternehmens, die von 110 Arbeitnehmern im Jahr 2012 auf 480 im vergangenen Jahr angestiegen ist. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum von nur fünf Millionen US-Dollar auf fast 100 Millionen US-Dollar zu. Das entspricht einem 20-fachen Anstieg in nur vier Jahren. Nurol verkaufte bereits 250 Exemplare seines Aushängeprodukts Ejder Yalcin. Das ist ein schwereres Kampfpanzerfahrzeug mit konventioneller und ballistischer Panzerung gegen Minen und improvisierte Sprengstoffe. Die Auftragsbücher für Ejder Yalcin übersteigen 500 Stück. Dieses Jahr bekam das Unternehmen seinen ersten Exportvertrag. Die türkische Rüstungsschmiede erwartet in diesem Jahr noch zwei weitere ausländische Aufträge. In den nächsten zwei Jahren will Nurol über 1.000 Ejder Yalcin-Panzerfahrzeuge verkaufen, während politische Analysten anhaltende Konflikte in den nächsten Jahren in und außerhalb der Türkei erwarten. Ejder Yalcin wird sowohl vom türkischen Militär als auch von Sondereinsatzkräften der Polizei im Südosten Anatoliens verwendet. Dort kämpft der türkische Staat gegen die terroristisch-separatistische kurdische PKK-Organisation seit 1984 einen blutigen Krieg. Unterdessen hat Nurol ein leichteres Schwestermodell des Ejder Yalcin unter dem Namen Ilgaz entwickelt. Die ersten zwei Einheiten wurden exportiert. Nurol plant, das Fahrzeug auf der Internationalen Rüstungsmesse IDEF2017 in der Türkei im Mai dieses Jahres auszustellen.
(Foto: Nurol Makina)
Der Wasserwerfer Ejder Toma Nurol, das auf einem heimisch entwickelten Militärfahrgestell basiert, verfügt über ein unabhängiges Federungssystem und Allradantrieb. Im Gegensatz zu anderen Wasserwerfern ist das Fahrzeug für den Offroad-Einsatz geeignet. Neben der Polizeibehörde der Türkei setzen auch die Landstreitkräfte und Gendarmerie auf Ejder Toma. Das Fahrzeug kommt in der Türkei und Syrien zum Einsatz, wo das türkische Militär bereits mehr als 70 Soldaten verloren hat. Nurol hat bislang 300 Ejder Tomas im In- und Ausland verkauft. Nurol rühmt sich damit, dass all seine Produkte indigen sind. In diesem Rahmen arbeitet es mit dem staatlichen türkischen Konzern FNSS zusammen. Unruhen im Nahen Osten stärken Nachfrage für erprobte Verteidigungsgüter Der Geschäftsführer von Nurol Makina Engin Aykol bewertete die geopolitische Grundstimmung im Nahen Osten:
„Unglücklicherweise gibt es keine deutlichen Zeichen, dass sich die Konflikte in diesem Teil der Welt in den nächsten drei Jahren legen werden. Nehmen wir zum Beispiel die türkischen Militäroperationen in Syrien. Diese werden vorläufig nicht enden. Auch wenn sie es tun sollten, wird die türkische Armee als Abschreckungsmacht wohl in Syrien bleiben.“
Mehr als 15.000 Kämpfer der verbotenen PKK-Organisation und über 1.000 türkische Sicherheitskräfte haben ihr Leben seit dem erneuten Ausbruch des Krieges im Juli 2015 verloren. Diese Auseinandersetzungen und die aktive Bekämpfung der Terrormiliz IS (Daesh) in Syrien und Irak zwangen Ankara, ein Augenmerk auf verschiedene Typen von gepanzerten Fahrzeugen zu werfen. Die Teilnahme an asymmetrischen Kriegsschauplätzen erhöht die Nachfrage für intelligente Lösungen aus dem Bereich gepanzerter Fahrzeuge. Alleine in diesem Jahr kauft das türkische Innenministerium 440 taktische Panzerfahrzeuge und 50 Wasserwerfer zur Zerschlagung von Demonstrationszügen. Die Gendarmerie erwirbt laut offiziellen Angaben 200 Panzerfahrzeuge und 100 minenwiderstehende und hinterhaltgeschützte Fahrzeuge. Golfregion größter Wachstumsmarkt für Türkei Vertreter des militärischen Beschaffungsamtes teilten auf Anfrage mit, dass Polizei und Militär „für fast alle Typen gepanzerter Fahrzeuge“ eine große Nachfrage hätten. Ein Beamter erklärte:
„Wir erwarten auch eine beachtliche Nachfrage für türkische Verteidigungslösungen von ausländischen Märkten, insbesondere aus der arabischen Golfregion und Nordafrika.“
Der türkische Rüstungsexperte Yusuf Akbaba kommentierte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass „die Golf-Region den wichtigsten Wachstumsmarkt mit dem größten Potenzial für türkische Rüstungsprodukte darstellt“. Ein Zeichen für den wachsenden Einfluss der Türkei sei der Abschluss eines millionenschweren Rüstungsabkommens mit den Vereinigten Arabischen Emiraten. Während der Internationalen Rüstungsmesse in Abu Dhabi Ende Februar unterzeichnete das türkische Unternehmen Otokar ein Abkommen in Höhe von 661 Millionen US-Dollar mit den Streitkräften der Vereinigten Arabischen Emirate für den Bau eines gepanzerten Infanteriefahrzeuges vom Typ Arma 8×8. Eurasia News und NEX24 sprachen mit dem Professor der militärwissenschaftlichen Abteilung am renommierten Kings College in London, Andreas Krieg, der für die katarischen Streitkräfte tätig war. Auf die Frage, welche Rolle politische Allianzen Ankaras mit der Golfregion für die Nachfrage türkischer Rüstungsprodukte spielten, antwortete der Professor:
„Ankaras Rolle in der Region hat sich in den letzten Jahren stark geändert. Vor allem in Riad und Doha wird die Türkei als moralischer und wirtschaftlicher Partner gesehen. Man hat gemeinsame Interessen und Ziele, vor allem in Syrien und im Irak. Die Türkei positioniert sich zudem als Schutzmacht am Golf, vor allem in Katar. Das heißt, dass nicht nur die Rüstungsindustrie in der Türkei davon profitieren soll, sondern auch dass das türkische Militär am Golf Trainingsbasen aufbaut, um die dortigen Streitkräfte auf die Herausforderungen im Kampf gegen den Terrorismus, gegen Aufständische für die Freiheit der Handelswege vorzubereiten.“
Eine verteidigungspolitische Quelle aus Ankara, die nicht namentlich genannt werden will, bestätigte gegenüber Eurasia News und NEX24, dass es gegenwärtig Verhandlungen zwischen der türkischen Regierung und Saudi-Arabien sowie Bahrain über die eventuelle Errichtung von Militär- und Ausbildungsbasen gebe. Mit Blick auf die rüstungsindustriellen Fähigkeiten der Türkei bemerkte Krieg:
„Während das Training des türkischen Militärs sehr gut ist und auch mit den Trainingsstandards westlicher Streitkräfte mithalten kann, ist die Rüstungsindustrie noch nicht ganz da, wo sie sein muss oder soll.“
Nach Meinung eines Beamten aus dem Verteidigungsministerium in Ankara, der ebenfalls anonym bleiben möchte, konkurriert die Türkei in Nahost erfolgreich mit westlichen, israelischen und südkoreanischen Unternehmen. Der Beamte fügte hinzu:
„Ironischerweise ist in diesem Sektor auch die Kooperation zwischen Rivalen eine willkommene Möglichkeit. Einige ausländische Unternehmen wünschen sich sehr, mit den kosteneffizienten und verlässlichen türkischen Rüstungsherstellern zusammenzuarbeiten.“
Laut Nurol-Geschäftsführer Aykol gehört die Türkei zu jenen Staaten, die auf hohem Niveau Rüstungsprodukte anbieten. „Wir konkurrieren mit US-amerikanischen und israelischen Herstellern.“ Dazu Professor Krieg vom Kings College:
„Die türkischen Produkte sind nicht schlecht und können sicherlich mit denen Pakistans, Chinas und in einigen Gebieten sogar mit westlichen Produkten mithalten. Sie sind aber im Vergleich um einiges günstiger als die Produkte aus dem Westen. Wenn es um Mannschaftstransportwagen geht oder um Schützenpanzer, da sind FNSS und Otokar nicht mehr so weit weg von der westlichen Konkurrenz, was die Qualität angeht.“
Er fügte hinzu, dass der gefallene internationale Ölpreis auch die Golfstaaten dazu zwang, auf den Preis zu schauen. Deshalb „kann die Türkei den Golfstaaten eine günstige Alternative zu den geläufigen westlichen Produkten“ erfolgreich anbieten. Er bemerkte:
„Der Preis spielt am Golf momentan eine große Rolle. Die Türkei kann den Golfstaaten helfen, sich aus der Abhängigkeit vom Westen zu befreien. Katar zum Beispiel hat eine Initiative gegründet, um zusammen mit der Türkei und Pakistan ein neues Rüstungsunternehmen zu gründen. Außerdem sind die türkischen Produkte ein gutes Add-On zu den vorhandenen teuren westlichen Produkten. Das heißt, Golfkooperationsländer kaufen ein kleines Kontingent an westlichen Produkten und bauen darum Bataillone auf, die zu 30 Prozent westlich gerüstet sind und zu 70 Prozent aus der Türkei, Finnland, Pakistan und anderen Staaten beliefert werden.“

Fall Fethullah Gülen
USA: Anklage gegen Türken und Amerikaner wegen Agententätigkeit

Washington (nex) – US-Justizbehörden haben einen Türken und Amerikaner, denen „Agententätigkeit für die Türkei“ vorgeworfen wird, angeklagt. Sie sollen unter Anweisung der türkischen Regierung versucht haben, auf die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen hinzuwirken. Wie das US-Justizministerium am Montagabend mitteilte, sollen der Türke Kamil Ekim Alptekin (41) und der Amerikaner Bijan Rafiekian (66) (auch bekannt unter dem Namen Bijan Kian) dabei mit dem früheren Nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Michael Flynn, zusammengearbeitet haben. Flynn ist in einem anderen Verfahren angeklagt und hat bereits gestanden bei den Justizbehörden falsche Angaben über seine Zusammenarbeit mit der türkischen Regierung gemacht zu haben. Flynn veröffentlichte am 8. November etwa auf dem Nachrichtenportal „The Hill“ ein Kommentar, indem er energisch für eine Auslieferung Gülens einstand. Medienberichten zufolge hat Alptekin neben der türkischen auch die niederländische Staatsbürgerschaft. Neben „illegaler Agententätigkeit“ wird dem Türken Falschaussagen bei der US-amerikanischen Bundespolizei FBI vorgeworfen. ihm drohten bis zu 35 Jahre Haft.  Die türkische Regierung beschuldigt Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen die am Staatsstreich beteiligten Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht haben, den türkischen Staatspräsidenten zu entführen oder zu töten. 248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Des Weiteren wird dem Prediger vorgeworfen, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaates mithilfe seiner Unterstützer, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, für den Sturz der Regierung zu kämpfen.

Zum Thema

– Washington – Gülen-Auslieferung: USA dementieren Aussagen der Türkei

Das Weiße Haus hat am Montagabend die Äußerungen des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu dementiert. US-Präsident Donald Trump habe der Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen nicht zugesagt.

Gülen-Auslieferung: USA dementieren Aussagen der Türkei
       

Washington
Gülen-Auslieferung: USA dementieren Aussagen der Türkei

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Washington (nex) – Das Weiße Haus hat am Montagabend die Äußerungen des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu dementiert. US-Präsident Donald Trump habe der Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen nicht zugesagt. Es habe beim G20-Gipfel in Argentinien keine Zusagen an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegeben, so ein US-Regierungsvertreter in Washington. Bei dem 18. DOHA FORUM in Katar sagte Mevlüt Cavusoglu am Montag, dass Donald Trump an der Ausweisung Gülens arbeite. Das habe er auf dem G20-Gipfel Erdogan gesagt. „In Argentinien sagte Trump zu Erdogan, dass er daran arbeite, Gülen auszuliefern.“ so Cavusoglu wörtlich. Er habe zudem auch FBI Berichte einsehen können, die die Steuerhinterziehung von der Gülen-Organisation dokumentierten. Die türkische Regierung beschuldigt Gülen, für den Putschversuch am 15. Juli 2016 verantwortlich zu sein, im Zuge dessen die am Staatsstreich beteiligten Soldaten Panzer und Kampfjets unter ihre Kontrolle gebracht, das Parlamentsgebäude bombardiert und versucht haben, den türkischen Staatspräsidenten zu entführen oder zu töten. 248 Menschen kamen in der Putschnacht gewaltsam ums Leben, fast 2.200 wurden verletzt. Des Weiteren wird dem Prediger vorgeworfen, seit Jahren durch die Gründung eines Parallelstaates mithilfe seiner Unterstützer, die den türkischen Staat vor allem in den Bereichen Militär, Polizei und Justiz infiltriert hätten, für den Sturz der Regierung zu kämpfen.    

Europa-Afrika-Forum
Bundesentwicklungsminister Müller: Afrika nicht Chinesen und anderen überlassen

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Berlin – Vor dem Europa-Afrika-Forum am Dienstag in Wien hat der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller (CSU), gefordert, Afrika verstärkt zum Selbstversorger zu machen. „Der afrikanische Kontinent darf nicht zum Überflussgebiet europäischer Produktionen werden“, sagte Müller am Montag im ARD-Mittagsmagazin. „Wir müssen Afrika zum Selbstversorger machen. Jedes einzelne Land dieser 54 Länder hat Boden, Wasser, Menschen, um sich selbst zu versorgen“, sagte Müller weiter. Im Hinblick auf das Europa-Afrika-Forum in Wien forderte Müller die EU auf, mehr zu tun: „Ich wünsche mir von Herrn Kurz und den Staats- und Regierungschefs einen Quantensprung“. Mit Bezug auf den Klimawandel erklärte Müller: „Der Süden Afrikas leidet auch unter unserem Tun. Ich war in Somalia, in Äthiopien, in der Tschad-Region, wo zwischenzeitlich 10 Millionen Menschen kein Wasser mehr haben, keine Grundlage für Leben, also wir tragen dort große Verantwortung.“ Müller kündigte an, Deutschland werde die wirtschaftlichen Investitionen in Afrika stärken, mit verbesserten Rahmenbedingungen für Hermes-Bürgschaften. „Wir wollen die deutschen Unternehmen ermutigen, diesen Zukunftskontinent Afrika nicht den Chinesen und anderen zu überlassen“, sagte Müller.

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– Türkisch-Afrikanisches-Handesforum – Erdogan an Afrika: Lasst uns in eigenen Währungen Handel betreiben

Seit 2005 gibt es ein verstärktes Engagement zwischen der Türkei und dem afrikanischen Kontinent. Die Türkei ist zu einem wichtigen Partner für Entwicklung, Handel und Investitionen in Afrika geworden.

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Dortmund
Blackbox: Folter in Syrien – Deutschlands Beitrag zur Gerechtigkeit

T. B.*, eine Folterüberlebende und Anzeigenerstatterin aus Syrien und Patrick Kroker, Leiter des Syrien-Projekts des ECCHR, schildern im Gespräch mit Alexander Kerlin, Dramaturg am Schauspiel Dortmund, den gemeinsamen juristischen Kampf gegen die Verantwortlichen in Assads Foltersystem. Sie haben Willkür, Haft und Folter in Syrien überlebt, nun hoffen sie auf Gerechtigkeit in Europa: Fast 50 Folterüberlende und Angehörige von „Verschwundenen“ haben gemeinsam mit dem ECCHR und Jurist_innen aus Syrien in Deutschland und Österreich Strafanzeigen gegen hohe Funktionäre der Regierung von Baschar al-Assad eingereicht. Folter und „Verschwindenlassen“ werden von der syrischen Regierung systematisch als Mittel der Machtausübung eingesetzt – bestraft werden die Täter_innen in Syrien aber nahezu nie. Doch nach dem sogenannten Weltrechtsprinzip können solche Verbrechen auch in anderen Ländern zur Anklage gebracht werden, zum Beispiel in Deutschland. Die bisherigen Anzeigen trugen maßgeblich dazu bei, dass der Bundesgerichtshof im Juni 2018 einen internationalen Haftbefehl gegen Jamil Hassan, den Leiter des syrischen Luftwaffengeheimdienstes (Air Force Intelligence) erließ. Inzwischen ergingen auch in Frankreich Haftbefehle, in Österreich ermitteln die Justizbehörden.

PODIUMSDISKUSSION

14.01.2019, 18:00 UHR

SCHAUSPIEL DORTMUND THEATERKARREE 1-3, EHEM. KUHSTRASSE 12, 44137 DORTMUND

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Möglichkeiten der Haarentfernung
Ratgeber: Das leidige Thema der Haarentfernung

Möglichkeiten der Haarentfernung

Von Dr. Arna Shab Das leidige Thema der Haarentfernung frustet viele Frauen und auch so manchen Mann immer wieder, insbesondere, wenn der Sommer vor der Tür steht und das warme Wetter zum Baden einlädt. Mittlerweile gibt es ganz verschiedene Methoden, um unliebsame Härchen an den Beinen, unter den Armen oder im Intimbereich zu entfernen. Welche Möglichkeiten es gibt und wie lange der Traum von zarter, glatter Haut anhält, erfahren Sie im Folgenden.

Der Klassiker: Rasieren

Ob nass oder trocken: Der Großteil greift nach wie vor zum Rasierer, da es an sich schnell geht und sich meist mit der morgendlichen Dusche kombinieren lässt. Der Effekt hält leider meist nur bis zum nächsten Tag an, bevor sich erste Stoppeln bemerkbar machen. Hinzu kommt, dass Unachtsamkeit im Bereich der Knöchel oder des Knies meist mit Verletzungen gestraft wird und immer wieder – besonders im Intimbereich – Rasurbrand entsteht und Härchen einwachsen. Stumpfe Klingen sowie das Rasieren ohne entsprechenden Rasierschaum reizen die Haut zusätzlich und setzen die Barrierefunktion der Haut herab – so können schnell kleine Entzündungen entstehen.

Waxing und Epilation

Wachsen und Epilieren sind für viele Frauen undenkbar, da hierbei das Haar samt Wurzel ausgerissen wird, was mit zunehmender Haardicke recht schmerzhaft sein kann. Damit der Großteil der Haare entfernt wird, sollten diese einige Millimeter lang sein, um vom Epilierer gegriffen bzw. an den Wachsstreifen anhaften zu können. Beim Epilierer ist ein wenig Übung nötig, denn hier ist die richtige Balance gefragt: Dieser muss nah genug an der Hautoberfläche entlang geführt werden, damit er die Haare entfernen kann, aber nicht zu nah, um dabei nicht die Haut einzuzwicken. Der glatte-Haut-Effekt kann bis zu vier Wochen anhalten und bei regelmäßiger Anwendung wachsen die Haare feiner und weniger schnell nach, was wiederum das Auszupfen weniger schmerzhaft macht. Dennoch sind Waxing und Epilieren besonders im Intimbereich nur etwas für ganz Hartgesottene.

Haarentfernung mittels Enthaarungscreme

Die Haarentfernung mit Enthaarungscreme tut nicht weh und hält die Haut etwas länger glatt als eine Rasur. Dank schwefelhaltiger Inhaltsstoffe fallen die Haare im entsprechenden Bereich einfach aus. Nachteil der Enthaarungscremes sind allergische Reaktionen, die viele Produkte hervorrufen. Zudem sind die meisten nicht für den Einsatz im Intimbereich gedacht. Um die Bikinizone haarfrei zu bekommen, muss also auf andere Methoden zurückgegriffen werden. Nach der Anwendung ist die Hautbarriere zunächst geschwächt, deshalb sollte der behandelte Bereich für 24 Stunden nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Dauerhafte Haarentfernung mittels Laser

Wer seine lästigen Härchen dauerhaft loswerden will, sollte sich für die Laserbehandlung entscheiden. Indem das Laserlicht mit dem Melanin in der Haarwurzel reagiert und die Energie bis in das Haarfolikel leitet, wird dieses zerstört. Das funktioniert jedoch nur bei Haaren, die sich gerade in der Wachstumsphase befinden, weswegen mehrere Sitzungen nötig sind, um ein haarfreies Ergebnis zu erhalten. Ebenfalls bestimmend für die Dauer und die Anzahl der Sitzungen ist die Größe des zu behandelnden Areals, so wird für eine Enthaarung des Rückens in der Regel mehr Zeit benötigt, als für die Haarentfernung in der Bikinizone. Eine Laserlicht- oder auch IPL-Behandlung sollte immer von einem spezialisierten Dermatologen durchgeführt werden. Zwar gibt es freiverkäufliche Geräte, diese können aber – von unkundigen Personen genutzt – Verbrennungen verursachen. Im Allgemeinen ziept eine Laserepilation nur ein wenig, ist daher sehr schmerzarm und somit für nahezu jedes Körperareal geeignet – vorausgesetzt die Haare enthalten ausreichend Melanin, um mit dem Laserlicht zu reagieren. Ergo sind dunkle Haare sehr viel besser für eine Laserbehandlung geeignet als blondes, graues oder weißes Haar. Nach erfolgreicher Entfernung der Haare wachsen diese in der Regel nicht mehr nach und die Haut bleibt dauerhaft glatt und haarfrei.

Fazit

Wenn es mal schnell gehen muss, greifen die meisten zum Rasierer – auch wenn das Ergebnis leider nicht lange anhält. Wer sich länger über zarte, glatte Haut freuen möchte, kann die lästigen Haare auch epilieren – Schmerzen und eingewachsene Haare gehören dabei aber meist dazu. Nur die Laserepilation kann für langfristige Ergebnisse sorgen und ist zudem auch noch fast komplett schmerzfrei.  

Dr. Arna Shab

– Niedergelassener Hautarzt in Frankfurt – Schwerpunkte: Faltenbehandlung, ambulante Operationen, dermatologische und ästhetische Lasertherapie Dr. Shab bietet in seiner Praxis in Frankfurt Leistungen der klassischen Dermatologie und der Ästhetik an. Um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, nimmt er regelmäßig an Fortbildungen teil. Moderne Techniken wie Laserbehandlungen oder computergestützte Verfahren nimmt er gerne in sein Praxisspektrum mit auf. Dr. Shab schreibt regelmäßig für Fachzeitschriften und spricht als Referent auf Arzt-Workshops.

Gesundheitspolitik
Spahn korrigiert „Windel-Gesetz“: Künftig keine Ausschreibungen mehr bei Heilmitteln

Gesundheitsminister: Preiskampf geht „zu oft zu Lasten der Patienten“  Osnabrück – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zieht Konsequenzen aus dem Skandal um Billig-Windeln und stoppt den Unterbietungswettbewerb bei Heilmitteln. „Patienten und Pflegebedürftige müssen sich darauf verlassen können, dass Windeln, Gehhilfen und generell alle notwendigen Hilfsmittel gut und verlässlich sind“, sagte Spahn der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Der bisherige Preiskampf um das billigste Angebot gehe „zu oft zu Lasten der Patienten“: „Deshalb wird es künftig keine Ausschreibungen für Hilfsmittel mehr geben“, kündigte Spahn an. Derzeit können die Krankenkassen Windeln, Krücken und andere benötigte Pflegeartikel ausschreiben. Das hat dazu geführt, dass zahllose Inkontinenz-Patienten mit Billig-Windeln oder zu wenigen Windeln versorgt werden. Versuche, für die Ausschreibungen Qualitätsanforderungen durchzusetzen, erwiesen sich als untauglich. Das sogenannte „Windel-Gesetz“ erwies sich als Flop. An der teils desaströsen Versorgung der Patienten änderte sich laut Bundesgesundheitsministerium nichts. Krankenkassen müssen Rahmenverträge abschließen Spahn zieht jetzt die Notbremse. Ausschreibungen würden „künftig komplett verboten“, sagte er der „NOZ“. Stattdessen müssen die Kassen Rahmenverträge mit Heilmittelherstellern und -anbietern abschließen, in denen Qualitätsstandards verankert sind. Neben Windeln gelte dies auch für andere Produkte wie Krücken, Rollstühle oder Stützstrümpfe, hieß es aus dem Ministerium. Für die Reform will Spahn das geplante Terminservice- und Versorgungsgesetz ändern, das der Bundestag im Februar verabschieden soll. Der entsprechende Änderungsantrag sei bereits mit den Fachpolitikern von CDU, CSU und SPD abgesprochen. Das Verbot von Ausschreibungen könnte demnach im ersten Quartal 2019 beschlossen werden. Welche Mehrkosten für die Krankenkassen entstehen, konnte das Ministerium auf Nachfrage nicht beziffern.

Arbeitspolitik
DGB drängt auf Minijob-Reform: „Sackgasse für Millionen“

Vorstand Buntenbach fordert Bündelung zu Teilzeit und Vollzeitjobs Osnabrück – Angesichts von 7,6 Millionen Minijobs drängt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auf eine grundlegende Minijob-Reform. DGB-Vorstand Annelie Buntenbach sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Für Millionen Beschäftigte sind Minijobs eine Sackgasse, nur in den seltensten Fällen bilden sie eine Brücke in gut bezahlte und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.“ Fehlanreize im Minijob-System sorgen nach den Worten der Gewerkschafterin für einen Klebeeffekt, „an dem gerade Frauen hängenbleiben“. Die Folgen seien finanzielle Abhängigkeit, niedrige Einkommen und Altersarmut. Buntenbach kritisierte, in manchen Branchen seien Minijobs inzwischen der Normalfall – „zum Beispiel in der Gebäudereinigung, im Hotel- und Gaststättengewerbe, im Handel“. Es sei deshalb Zeit für eine grundlegende Reform: „Diese Kleinstarbeitsverhältnisse müssen gebündelt werden zu Teilzeit- und Vollzeitjobs im Schutz der Sozialversicherung, auch damit die Beschäftigten nicht mehr so erpressbar sind.“ Die Gewerkschafterin betonte, dies entspreche auch den Wünschen der Mehrheit derjenigen, die in Minijobs arbeiten. Sie forderte zudem eine unterstützende Qualifizierungsoffensive und fügte hinzu, es gebe ein riesiges Potential, um den drohenden Fachkräftemangel in bestimmten Regionen und Branchen aufzufangen. „Das wäre ein Gewinn für alle Seiten.“ Die Zahl der Minijobber liegt wieder auf demselben Stand wie vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015. Im ersten Quartal 2018 gab es rund 7,6 Millionen geringfügig Beschäftigte in Deutschland, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervorgeht.