Türkisch-griechische Beziehungen
Griechenland: Türkei hat Rechte auf Energieressourcen im östlichen Mittelmeer

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Antalya (nex) –  Die Türkei hat Rechte in Bezug auf die reichlich vorhandenen Energieressourcen im östlichen Mittelmeerraum, sagte der griechische Außenminister am Donnerstag. Griechenland und die Türkei arbeiten daran, die Spannungen in der Region abzubauen, so George Katrougalos auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlut Cavusoglu in Antalya. „Wir wissen, dass die Türkei bestimmte Rechte in Bezug auf die Energieressourcen im östlichen Mittelmeerraum hat“, sagte Katrougalos. Die Türkei habe Rechte auf der Grundlage des internationalen Seerechts, und Griechenland sei sich dessen „bewusst“. Griechenland und die Türkei standen bei der Energieexploration im östlichen Mittelmeer, insbesondere um die geteilte Insel Zypern, bisher in Konflikt. In den letzten Monaten gab es jedoch eine Annäherung zwischen Athen und Ankara. Alle Fragen mit Griechenland können „auf einer gleichberechtigten Basis und auf friedliche Weise gelöst werden“, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen mit dem griechischen Premierminister Alexis Tsipras in Ankara im vergangenen Monat. Tsipras sagte, dass sein Land „nicht zu regionalen Problemen verdammt“ sein werde und versuche, Lösungen im Dialog mit der Türkei zu finden. „Wir haben mit der Türkei vereinbart, die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen zu verstärken“, fügte er hinzu. Tsipras sagte, die Türkei und Griechenland hätten sich darauf geeinigt, die Spannungen in der Ägäis abzubauen und vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen. Bohrungen im Mittelmeer Die Türkei begann im Februar nahe der Insel Zypern mit Offshorebohrungen. „Sowohl diejenigen, die aus der Ferne in diese Region kamen, als auch ihre Unternehmen sollten sehen, dass niemand etwas ohne uns dort tun kann“, sagte Mevlut Cavusoglu bei einer Veranstaltung von Geschäftsleuten der Region in der westtürkischen Provinz Aydin. „Ohne die Türkei kann man im Mittelmeerraum nichts tun“, betonte Cavusoglu und fügte hinzu: „Wir werden es nicht zulassen.“ Die natürlichen Ressourcen in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer sowie in Zypern seien „strategische Ziele und nationale Themen“ für die Türkei. Die Türkei hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum immer wieder angefochten und erklärt, dass türkische Zyprioten auch Rechte auf die Ressourcen in der Region haben. Die Insel wurde 1974 geteilt, nachdem Griechenland einen Militärputsch durchgeführt und die Türkei, nach gewalttätigen Übergriffen auf die türkische Minderheit, als Garantiemacht interveniert hatte.

Darknet
Stellvertretender Kita-Leiter wegen Kinderpornografie festgenommen

Würzburg – Bei einer Razzia wegen der Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie, hat die Polizei in Würzburg zwei Tatverdächtige festgenommen. Auch eine Kita wurde durchsucht. Wie die Tageszeitung BILD berichtet, soll es sich bei den festgenommenen Personen um den stellvertretenden Kitaleiter und seinen Lebensgefährten handeln. Nach umfangreichen Ermittlungen zur Verbreitung von Kinderpornografie im Darknet, war der Verdacht gegen die beiden Beschuldigten aufgekommen. Wie BILD weiter berichtet, geht es nach Angaben der Ermittler um eine dreistellige Zahl von Foto- und Videoaufnahmen. Es sei aber noch offen, wie viele Kinder betroffen seien, zitiert die Zeitung Oberstaatsanwalt Christian Schorr von der Zentralstelle Cybercrime Bayern Bamberg am Donnerstag. Es handele sich um sehr kleine Kinder, die Bilder zeigten nach ersten Erkenntnissen Buben im Kindergartenalter. Konkrete Hinweise, dass tatsächlich Kinder dieser Kita betroffen seien, lägen bisher nicht vor, berichtet BILD weiter. Einer oder auch beide der Verdächtigen sollen pornografisches Material mit kleinen Kindern selbst hergestellt und im Internet verbreitet haben. Es müsse erst mal abgeklärt werden, ob eine gemeinschaftliche Handlung vorläge.

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– Sexueller Missbrauch von Kindern – Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“

Kriminelle Netzwerke kauften etwa in Tschechien Babys für 4000 Euro, die dann einzig zum Zweck der sexuellen Ausbeutung großgezogen würden.

Missbrauchsbeauftragter: „Kleinkinder werden vor laufender Kamera getötet“
 

Kommentar
Neuseeland verbietet Sturmgewehre und Halbautomaten: Müssen wir nachbessern?

Von Mehmet Tuntas

Neuseeland verbietet Sturmgewehre und Halbautomaten – Kann damit unser restriktives Waffenrecht mithalten oder müssen wir nachbessern? Zunächst einmal die Begrifflichkeiten erklärt.

Vollautomatische Waffen: Bei einmaliger Betätigung und mit dem Halten des Abzuges, entleert sich das gesamte Magazin vollautomatisch.

Halbautomatische Waffen: Bei Betätigung des Abzuges wird ein Schuss abgefeuert und es wird automatisch eine neue Patrone in den Lauf eingelegt.

Bei uns in Deutschland sind Vollautomaten gänzlich verboten und fallen unter das Kriegswaffengesetz. Nach den Terroranschlägen in Paris 2015 sind aufgrund einer EU-Richtlinie EU-weit seit 2017 auch Halbautomaten, die in Vollautomaten umgebaut werden können, im Privatbesitz verboten. Sie werden als Vollautomaten eingestuft.

Halbautomaten sind aber weiterhin erlaubt. Neuseeland verbietet jetzt auch halbautomatische Waffen. Die Regierung wird ein staatliches Programm auflegen, um alle legal erworbenen Waffen den Bürgern wieder abkaufen zu können.

Bei uns dürfen sogar noch Kinder an Waffen, auch an halbautomatische Waffen, mit denen auf Schießstätten ohne behördliche Genehmigung trainiert werden kann.

Ab 12 Jahren: mit Luftdruck-, Federdruck- und CO2-Waffen.

Ab 14 Jahren: mit sonstigen Waffen im Kaliber bis zu 5,6 mm Ifb für Munition mit Randfeuerzündung und einer Mündungsenergie bis 200 Joule, für Einzellader-Langwaffen mit glatten Läufen mit Kaliber 12 oder kleiner.

Obwohl wir schon die Anschläge in Paris erlebt haben, haben unsere Politiker nicht den Mumm gehabt, Verbote umzusetzen wie Neusseland es jetzt tut.

Die Kiwis sind uns einen richtigen Schritt voraus. Lasst uns für unsere Zukunft noch restriktiver sein und nicht nur so schnell wie möglich auch alle Halbautomaten verbieten, sondern grundsätzlich alle Waffen in Privatbesitz


Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
 

Medien
Presseverleger begrüßen Strafe gegen Google

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Berlin – Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) begrüßen die Feststellung der EU-Kommission, dass Google seine Marktmacht für die Vermittlung von Online-Werbung missbraucht hat. „Wir begrüßen, dass die Kommission auch weiterhin gegen die verschiedenen Formen des Marktmachtmissbrauchs durch Google vorgeht“, erklärten die Verlegerverbände. „Im Online-Sektor müssen faire Wettbewerbsbedingungen herrschen. Bereits marktbeherrschende Unternehmen dürfen ihre Macht nicht mit rechtswidrigen Mitteln noch weiter ausbauen. Auch im Internet müssen alle Unternehmen am Leistungswettbewerb teilnehmen und Innovationen schaffen können. Wettbewerbswidrige Verhaltensweisen wie solche von Google verschließen den Zugang zu Märkten. Sie erschweren die Monetarisierung von Verlagsinhalten und schaden damit letztlich auch der Pressefreiheit.“ Die EU-Wettbewerbsbehörde sieht es als erwiesen an, dass Google seine marktbeherrschende Stellung missbrauchte, indem es in Verträgen mit Betreibern von Webseiten verhindert hat, dass konkurrierende Werbeunternehmen Anzeigen auf diesen Webseiten vermitteln konnten. Dadurch hat Google andere Unternehmen mit rechtswidrigen Mitteln gehindert, auf dem Markt für die Vermittlung von Online-Werbung mit Googles Dienst AdSense in Konkurrenz zu treten. Die Kommission verhängte ein Bußgeld in Höhe von 1,49 Mrd. Euro. Zudem forderte die Kommission Google auf, soweit noch nicht geschehen, die Verhaltensweisen einzustellen und von ähnlichen Maßnahmen abzusehen. Vom festgestellten Wettbewerbsverstoß betroffene Unternehmen sollen sich zudem im Wege zivilrechtlicher Schadensersatzklagen gegen Google schadlos halten können. Die gestrige Entscheidung ist bereits die dritte Bußgeld-Entscheidung der EU-Kommission gegen Google binnen zwei Jahren. Zum Hintergrund: Im Juni 2017 verhängte die Kommission eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Mrd. Euro wegen der missbräuchlichen Bevorzugung des eigenen Produkt- und Preisvergleichsdienstes Google Shopping in den allgemeinen Suchergebnissen. Im Juli 2018 verhängte die Kommission ein zweites Bußgeld in Höhe von 4,34 Mrd. Euro wegen unzulässiger Geschäftspraktiken im Zusammenhang mit dem Mobil-Betriebssystem Android. Bei der Umsetzung der jetzigen Entscheidung müsse die EU-Kommission sicherstellen, dass Google die untersagten Verhaltensweisen tatsächlich beendet habe und von vergleichbaren Maßnahmen absehe, heißt es dazu von den Presseverbänden. Die Erfahrung zeige leider, dass bei der schnellen und effektiven Umsetzung von Entscheidungen noch Verbesserungsbedarf bestehe. So sei die Google Shopping-Entscheidung auch knapp zwei Jahre nach ihrem Erlass immer noch nicht wettbewerbskonform umgesetzt. BDZV und VDZ haben alle Verfahren von Anfang an aktiv begleitet. Sie gehörten im Jahr 2009 auch zu den ersten Beschwerdeführern, die das zu den Entscheidungen Google Shopping und Google AdSense führende Wettbewerbsverfahren mit angestoßen hatten. Im Android-Verfahren hatten sich BDZV und VDZ als sogenannte interessierte Dritte aktiv eingebracht. Nach Erlass der Bußgeldentscheidung durch die EU-Kommission im Falle Google Shopping sind beide Verbände inzwischen als Nebenintervenienten zugelassen und damit Streithelfer der EU-Kommission vor dem Europäischen Gericht. Auch im Android-Verfahren haben BDZV und VDZ bereits einen entsprechenden Antrag auf Zulassung zur Nebenintervention gestellt.

Wonderland Eurasia
Türkei: Erdogan eröffnet Europas größten Freizeitpark

Ankara (nex) – Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eröffnete am Mittwoch in der Hauptstadt Ankara den, laut der Nachrichtenagentur Anadolu, größten Freizeitpark Europas. „Der Ankarapark wird einen wichtigen Beitrag zu unserer Stadt leisten“, sagte Erdogan anlässlich der Eröffnungsfeier des bahnbrechenden Projekts, das auch als Wonderland Eurasia bezeichnet wird. Das Projekt werde Ankara international bekannter machen, so der türkische Staatschef. Bis zum 31. März sei der Eintritt kostenlos. „Ankarapark ist auch ein umweltfreundliches Projekt mit einer 10-Megawatt-Solaranlage, die einen Teil des Strombedarfs decken wird“, fügte Erdogan hinzu. Es werden jährlich rund 5 Millionen in- und ausländische Touristen erwartet. Der Park wurde von der Großstadt Ankara errichtet und umfasst eine Fläche von 1,3 Millionen Quadratmetern. Ankarapark/Wonderland Eurasia verfüge über mehr als 2 Millionen Pflanzen- und Baumarten sowie ein 5 Kilometer langes Schienennetz und rund 6.800 Parkplätze.

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– Orangenblüten-Karneval 2019 – Reisen: „Wenn es April wird, muss man nach Adana“

Es ist wieder soweit: Anfang April steigt Adanas weltberühmter internationaler Orangenblüten-Karneval. Vom 3. bis einschließlich 7. des Monats heißt Adana die ganze Welt willkommen.

Reisen: „Wenn es April wird, muss man nach Adana“

Orangenblüten-Karneval 2019
Reisen: „Wenn es April wird, muss man nach Adana“

Orangenblüten-Karneval 2019: Adana als Fenster zur Welt Von Klaus Jurgens Es ist wieder soweit: Anfang April steigt Adanas weltberühmter internationaler Orangenblüten-Karneval. Vom 3. bis einschließlich 7. des Monats heißt Adana die ganze Welt willkommen. Und dies ist keine Übertreibung: In der Vergangenheit haben rund 100 000 auswärtige Besucherinnen und Besucher sowie fast eine ganze Million Menschen aus der Metropole und der Umgebung teilgenommen.
(Fotos: Message Iletisim)
Mit anderen Worten: Eine ganze Stadt ist auf den Beinen! 2019 findet der Karneval bereits zum siebten Mal statt und eines ist sicher: Von bescheidenen, aber immer nach vorne blickenden Anfängen im Jahre 2013, haben es die ehrenamtlichen Veranstalter fertig gebracht, eine Veranstaltung von Weltruhm aufzubauen.
(Foto: Message Iletisim)
Sollten Sie also Interesse haben, in eine Stadt zu reisen, in der Freundlichkeit, Herzlichkeit und Lebenslust, aber auch Unternehmertum, Tradition und Moderne die Tagesordnung bestimmen, dann packen Sie am besten noch heute Ihre Koffer. Der Karneval ist nunmehr eines der größten Festivals hier in der Türkei. Obwohl die farbenfrohe Parade am Samstag durch die Innenstadt als Höhepunkt gilt, gibt es ein fünftägiges Programm, welches sich durchaus mit anderen global bewunderten Festivals messen kann (man denke da an London’s Notting Hill Gate Carnival oder unsere tollen Rosenmontagsumzüge) und einige vom Format und der Teilnehmerzahl her gar übertrifft.
(Foto: Message Ilitisim)
Es gibt Kunstausstellungen und Konzerte. Es gibt Bootsfahrten und Sightseeing sowie Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche. Eine Modeshow und die schönsten Kostüme aus der Bevölkerung werden mit Preisen belohnt. Ein besonderes Highlight wird die große Open Air-Abendgala in einem riesigen öffentlichen Park sein. Aber es geht noch weiter: An vielen Straßenecken präsentieren sich Musiker und Künstler. Ein ganzes Stadtviertel wird in eine Fußgängerzone mit Verkaufsständen rechts und links umgewandelt; angeboten werden handgemachte Souvenirs und natürlich alles, was man aus und mit der Orange so herstellen kann. Eigentlich wird die Innenstadt in ein orange-grünes Farbenmeer eingetaucht. Fast hätte ich die Theatervorstellungen vergessen…. Wer schon einmal mit von der Partie war, wird bestätigen, dass es eigentlich unmöglich ist, auch nur ansatzweise an allem teilzunehmen, aber das muss man ja auch gar nicht. Drei bis vier verschiedene Dinge pro Tag reichen aus, um sich so richtig wohlzufühlen und in der Türkei angekommen zu sein. Das gesamte Programm ist auf der Webseite nisandaadanada.com zu finden. Da sich jedoch die Hotels immer schnell füllen, ist eine kurzfristige Buchung anzuraten. Aber irgendwie kommt dann doch jeder noch irgendwo unter. Die bekannte Universitäts-Stadt hat in den letzten Jahren gewaltig in die Infrastruktur investiert, inklusive in eine Reihe von neuen Fünfsterne-Hotels. Kommen Sie nach Adana, treffen Sie begeisterte Menschen aus Kanada oder Korea, aus Europa oder Amerika. Und vor allem, treffen Sie unsere türkischen Freunde und Landsleute, die sich keinen besseren Anlass vorstellen können als uns, “den freundlichen internationalen Importen” ihre schöne Stadt zu zeigen. Wie sagt man hier: Wenn es April wird, muss man nach Adana kommen.

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– Tourismus – TUI: „Die Türkei ist auf dem Weg zu alten Rekorden“

„Das überproportionale Wachstum im östlichen Mittelmeer ist der auffälligste Trend im Sommer 2019“, so Touristik-Geschäftsführer Stefan Baumert. Top-Aufsteiger ist die Türkei mit hohen zweistelligen Buchungszuwächsen. „Die Türkei ist auf dem Weg zu alten Rekorden“, ist Baumert überzeugt.

TUI: „Die Türkei ist auf dem Weg zu alten Rekorden“

Medien
Studie: „Muslimische“ Terroranschläge erhalten 357 Prozent mehr Medienpräsenz

Atlanta (nex) – Eine neue Studie hat ergeben, dass die Religion ein signifikanter Indikator für den Umfang der Berichterstattung über Terroranschläge ist, und insbesondere, dass die von Muslimen durchgeführten Anschläge weitaus mehr Aufmerksamkeit erhalten, als alle anderen. In einer in der wissenschaftlichen Zeitschrift Justice Quarterly veröffentlichten Studie fanden Forscher der Georgia State University und der University of Alabama heraus, dass Terroranschläge von Muslimen durchschnittlich 357 Prozent mehr Medienberichterstattung erhalten, als solche anderer Gruppen. Laut der Studie gäbe es „unzählige Faktoren“, die beeinflussen können, wie viel Berichterstattung ein Anschlag erhält, die Religion des Täters, sei jedoch der stärkste von allen. Die Forscher untersuchten für die Studie 136 Terroranschläge, die zwischen 2006 und 2015 in den USA verübt wurden und analysierten nationale Print- und Online-Medien anhand von Informationen aus der Global Terrorism Database. Von diesen Angriffen verübten die Muslime durchschnittlich 12,5 Prozent. Doch diese, im Vergleich kleine Anzahl von Vorfällen, erhielt die Hälfte aller Nachrichten, erklären die Forscher. Eine solche unverhältnismäßige Berichterstattung bedeute, dass die Mehrheitsbevölkerung dazu neige, den „muslimischen Terroristen“ zu fürchten und gleichzeitig andere Bedrohungen zu ignorieren. Eine repräsentativere Berichterstattung könnte dazu beitragen, die öffentliche Wahrnehmung mit der Realität in Einklang zu bringen, so die Wissenschaftler. „Ob die überproportionale Berichterstattung eine bewusste Entscheidung der Journalisten ist oder nicht, diese Stereotypisierung verstärkt kulturelle Narrative darüber, was und wer gefürchtet werden sollte“, so die Forscher weiter. „Indem die Medien Terroranschläge von Muslimen dramatisch mehr als andere Vorfälle behandeln, umreißen sie diese Art von Ereignissen als häufiger.“  

Brüssel
EU verhängt Milliarden-Strafe gegen Google

Brüssel (nex) – Wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung bei Online-Werbung, hat die EU eine Strafe von 1,49 Milliarden Euro gegen den US-Internetkonzern Google verhängt. Wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte, habe Google durch restriktive Klauseln in Verträgen mit Webseiten von Dritten verhindert, dass Konkurrenten Werbeanzeigen auf diesen Seiten platzieren konnten. Die EU-Kommission hatte das Verfahren bereits im Jahr 2016 gestartet und untersuchte, ob der Internetriese die Kunden seiner Werbeplattform AdSense daran hinderte, auch Werbung der Konkurrenz anzuzeigen. Google AdSense ist ein Online-Dienst, der Werbung auf fremden Seiten platziert. Nun teilte die Kommission mit, dass andere Anbieter unerlaubterweise behindert worden seien.

Acipayam
Fast 20 Jahre nach Gölcük: Erdbeben erschüttert Westen der Türkei

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Denizli (nex) – Am Mittwochmorgen erschütterte ein Erdbeben der Stärke 5,6 den Südwesten der Türkei. Den Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde AFAD zufolge, lag das Epizentrum bei Acipayam in der Provinz Denizli. Laut der Nachrichtenagentur Anadolu habe es mehrere kleine Folgeerschütterungen gegeben, jedoch keine Opfer oder größeren Schäden. Nach Angaben des Seismologischen Zentrum Europa-Mittelmeer erreichte das Beben eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala. Das Erdbeben von Gölcük Es war eine der verheerendsten Erdbeeben des vergangenen Jahrhunderts: Vor fast zwanzig Jahren erschüttern schwere Erdstöße den Nordwesten der Türkei. Über 18.000 Menschen starben beim Erdbeben rund um die türkische Stadt Gölcük. Das Beben ereignete sich am 17. August 1999 um 03:02 Uhr Ortszeit und erreichte 7,6 auf der Momenten-Magnituden-Skala. https://twitter.com/m_mustafa_onuk/status/1108275963383738368  

Autoindustrie
EU-Parlamentarier Gieseke warnt VW vor einseitiger Elektro-Strategie

CDU-Abgeordneter sieht kleine Standorte wie Osnabrück und Emden in Gefahr Osnabrück – Der niedersächsische CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke hat den Autobauer VW vor einer einseitigen Konzentration auf Elektroautos gewarnt und fürchtet einen massiven Stellenabbau in den VW-Werken Osnabrück und Emden. In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Gieseke: „Ich halte die Entscheidung, nur noch auf E-Mobilität zu setzen, für sehr bedenklich. Die These der Alternativlosigkeit ist falsch, man muss die Zukunft des Autos technologieneutral angehen und diversifizieren.“ Seiner Ansicht nach wird es in Zukunft einen Mix an Antriebsarten geben – zumal bei Elektroautos das Problem der Batteriezellen-Produktion und der flächendeckenden Auflade-Stationen ungelöst sei. Bei einer zu einseitigen Festlegung auf E-Antriebe fürchtet Gieseke einen noch stärkeren Stellenabbau: „Die reine Konzentration auf E-Mobilität wird signifikante Auswirkungen auf die Beschäftigung haben.“ Studien zeigten schon jetzt, dass durch den Umstieg 75.000 Jobs deutschlandweit verloren gehen könnten: „Wenn wir uns zu einseitig auf E-Mobilität ausrichten, könnten diese Zahlen noch höher sein“, warnte Gieseke. VW hatte in der vergangenen Woche angekündigt, 7000 Stellen abzubauen, Ford 5000 Stellen. Der CDU-Politiker sorgt sich insbesondere um die kleinen VW-Werke: „Wenn ich von einer Motorenfabrik auf Elektro-Antriebe wechsle, dann geht jeder zweite Job verloren und das ist eine bittere Nachricht für die VW-Beschäftigten.“ Bei einem großen Konzern wie VW laufe das Geschäft nur über den Mengenabsatz: „Und da haben kleine Standorte wie Osnabrück oder Emden es überproportional schwer.“ Volkswagen-Chef Herbert Diess hatte jüngst erklärt, es gebe keine Alternative mehr zum Elektroauto und gesagt: „Wir müssen uns fokussieren. Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole.“