Eine neue automatische Gegendarstellung in den sozialen Netzwerken gehört zu den Abwehrmethoden, mit denen sich der Bundestagsausschuss für Digitale Agenda bei einer Expertenanhörung an diesem Mittwoch befassen wird, um künftige Wahlen vor Attacken aus dem Netz zu schützen.
Das berichtet die Düsseldorfer „Rheinische Post“ unter Berufung auf den Fragenkatalog des Ausschusses und Stellungnahmen von eingeladenen Experten.
Eine automatisierte Reaktion auf Fake News hält danach der Digitalexperte Alexander Sängerlaub von der Denkfabrik „Stiftung Neue Verantwortung“ für sinnvoll und technisch möglich.
„Dann würde derjenige, der das Falsche gelesen hat, auch auf die Richtigstellung hingewiesen“, erläuterte Sängerlaub.
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Düsseldorf – Seit dem Ende des Abschiebestopps haben die Behörden in Deutschland mit 22 Flügen 533 Afghanen in ihre Heimat zurückgebracht.
Das geht nach einem Bericht der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD hervor. Das Chartern der Maschinen kostete danach fast 5,5 Millionen Euro.
Insgesamt 1470 Begleiter wurden eingesetzt. Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer nach Afghanistan sank von 3319 im Jahr 2016 auf 1118 im darauf folgenden Jahr. Vorläufige Zahlen aus dem Jahr 2018 weisen nur noch 401 Rückkehrer aus.
Der AfD-Abgeordnete René Springer verwies darauf, dass mit deutscher Unterstützung rund eine Million Afghanen aus Pakistan und Indien in ihre Heimat zurückgekehrt seien. Dagegen habe sich die Zahl der Afghanen in Deutschland nach Regierungsangaben seit 2011 von 56.563 auf 257.111 mehr als vervierfacht.
Die Bundesregierung setze angesichts der Zahlen der Rückkehrer aus Deutschland „offensichtlich die falschen Prioritäten“, sagte Springer.
GESPONSERTER ARTIKEL
Dass der Sport längst auch knallhartes Business ist, ist kein Geheimnis mehr. Manchmal könnte man sogar den Eindruck gewinnen, das Geld sei wichtiger als der Teamsport. Jedes Jahr werden höhere Zahlen bekanntgegeben, was Vermarktungsrechte und Spielergehälter angeht. Vor allem letztere sorgen regelmäßig für Kopfschütteln, denn die Beträge sind für Otto-Normal-Bürger kaum noch begreifbar. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Fußballprofis enorm. Nicht nur was nationale und internationale Stars angeht, sondern auch innerhalb einer Liga.
FC Bayern München zahlt am besten
Die höchsten Gehälter in Deutschland zahlt bekanntermaßen der FC Bayern München. Im Durchschnitt verdient ein Spieler hier 5,28 Millionen Euro pro Jahr. Mehr als doppelt so viel wie bei Borussia Dortmund. Immerhin der Verein, der am zweitbesten zahlt. Bundesligisten wie Freiburg und Ingolstadt hingegen zahlen nur 0,42 Millionen Euro pro Jahr, bei Darmstadt sind es sogar nur 0,38 Euro im Mittel.
(Foto: pixa)
Die Zahlen des Magazins „Sportintelligence“ zeigen die große Diskrepanz innerhalb der ersten Bundesliga. Das Durchschnittsgehalt liegt hier demnach bei 1,34 Millionen Euro. Wer was genau verdient, ist nicht bekannt. Die Vereine halten sich da relativ bedeckt. Schließlich herrscht auch unter den Fußballprofis selbst viel Neid. Zu den Topverdienern dürften die Bayern-Stars Müller, Neuer und Lewandowski gehören, deren Spieler-Verdienst auf je 15 Millionen Euro pro Jahr geschätzt wird.
Im Ausland wird zum Teil deutlich mehr verdient
International betrachtet sind das trotz beachtlicher Summen eher bescheidene Werte. Laut Forbes belegte Neymar 2018 den dritten Platz der bestbezahlten Fußballer weltweit. Satte 73 Millionen US-Dollar soll sein Jahresgehalt betragen. Seinen Wechsel zu Paris Saint-Germain ließ sich der Verein zusätzliche 222 Millionen Ablöse kosten. Als Star bleibt es bekanntlich nicht beim Jahresgehalt, das der Fußballverein überweist. Schätzungen zufolge kommen Werbeeinnahmen in Höhe von 17 Millionen US-Dollar hinzu, so dass sich ein Gesamtverdienst von 90 Millionen US-Dollar ergibt.
Häufig werben die Fußballprofis für Produkte und Dienstleistungen, für die sich die Fans ebenfalls begeistern können. Ein typisches Feld sind Sportwetten, die viele Profis auch selbst abgeben. Bwin ist Partner und Sponsor des FC Bayern München und von Real Madrid und schmückt sich gern mit Werbebildern der Stars, die die Marke auf der Brust tragen. Wer sich bei Bwin anmeldet trägt also indirekt auch zum Einkommen der Spieler und Vereine bei.
Lionel Messi erzielt höchstes Fußballergehalt der Welt
Platz zwei der Bestverdiener-Liste belegt Cristiano Ronaldo. Der Portugiese bekommt mit 61 Millionen US-Dollar zwar weniger von seinem Verein Real Madrid als Neymar, versteht es allerdings sich brillant zu vermarkten. Durch Werbung und Merchandising verdient er 47 Millionen zusätzlich, was ein jährliches Gesamteinkommen von 108 Millionen US-Dollar ergibt.
Das stolzeste Fußballergehalt streicht Lionel Messi ein, der vom FC Barcelona im Jahr 84 Millionen US-Dollar überwiesen bekommt. Durch Werbeverträge mit Adidas, Pepsi, EA Sports und Co. steigen die jährlichen Einnahmen auf 111 Millionen US-Dollar an.
Inwiefern solche Summen noch gerechtfertigt sind, sei dahingestellt. Fakt ist: Wer gute Leistung bringt, verdient auch gutes Geld. Denn nur wenn die Vereine ganz oben mitspielen, verdienen sie selbst am meisten. Auch innerhalb der Mannschaft wird Leistung honoriert, so dass es durchaus zu großen Gehaltsunterschieden kommt.
Moskau (nex) – Moskau und Ankara könnten bald mit der gemeinsamen Produktion von Hightech-Waffen beginnen, so der russische Staatspräsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen am Montag.
„Wir können durchaus mit der gemeinsamen Entwicklung und Produktion von Hightech-Waffen beginnen“, sagte Putin. Er nannte jedoch keine weiteren Details, um welche Art von Waffen es sich dabei handelt.
Auch in anderen Bereichen eröffneten sich gute Möglichkeiten zwischen der Türkei und Russland. Putin erwähnte etwa die Beteiligung türkischer Unternehmen an Bauprojekten in Russland.
„Türkische Unternehmen haben in den letzten Jahren Projekte im Wert von 70 Milliarden Dollar realisiert – denken Sie nur an diese Zahlen! Das sind gute Zahlen“, zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS Putin.
„Es wurden zahlreiche Anlagen gebaut, sowohl im Rahmen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Sotschi als auch für die Weltmeisterschaft“, fügte er hinzu.
Desweiteren eröffneten sich in der Chemieindustrie, der metallurgischen Industrie, bei der Produktion von Düngemitteln, im Straßenverkehr und in der Automobilindustrie gute Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.
„Wir stellen eine gute Entwicklung unserer Beziehungen fest. Das Handelsvolumen stieg um 15 Prozent und hat 25 Milliarden Dollar erreicht“, so Putin weiter. Als Ziel sei ein Handelsvolumen von 100 Milliarden US-Dollar geplant.
Putin erwähnte in seiner Rede auch gemeinsame Großprojekte Russlands und der Türkei, wie etwa das Kernkraftwerk Akkuyu und die Gaspipeline TurkStream, dessen Offshore-Bereich kürzlich fertiggestellt wurde.
Das TurkStream-Projekt ist eine Exportgasleitung, die aus zwei 930 km langen Leitungen mit einer Kapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmetern besteht. Die Pipeline soll unter dem Schwarzen Meer von Russland in die Türkei verlaufen und sich auch weiter bis an die Grenzen der Türkei zu den Nachbarländern erstrecken. Die erste Linie von TurkStream ist für die Gasversorgung der türkischen Verbraucher bestimmt, während die zweite für die Gasversorgung Süd- und Südosteuropas bestimmt ist.
Dies ist das dritte Treffen der beiden Staatschefs in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr hatten Putin und Erdogan sieben bilaterale Treffen und nahmen an einer Reihe von internationalen Gipfeltreffen teil.
Beim heutigen Treffen in Moskau sei auch der Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei besprochen worden. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten.
„Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence letzte Woche.
„Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence.
Turkey must choose. Does it want to remain a critical partner in the most successful military alliance in history or does it want to risk the security of that partnership by making such reckless decisions that undermine our @NATO alliance?
— Vice President Mike Pence Archived (@VP45) April 3, 2019
Das russische S-400-System ist mit einer Reichweite von 400 Kilometern gegen alle Typen von Flugzeugen über Drohnen bis zu Marschflugkörpern wirksam und könne Berichten zufolge auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge hätten keine Chance. Jedes System könne gleichzeitig 36 Ziele in bis zu 27 Kilometer Höhe mit insgesamt 72 Raketen beschießen. Das System ist mit vier Raketentypen kompatibel, die sich in Gewicht und Reichweite unterscheiden.
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Das sich im Bau befindende Akkuyu Kernkraftwerk in der Türkei werde voraussichtlich im Jahre 2023 in Betrieb gehen. Dies teilte der türkische Minister für Energie und Bodenschätze Berat Albayrak über den Mikrobloggingdienst Twitter mit.
Antalya (aa) – Vor der türkischen Mittelmeerküste wurde ein etwa 3.600 Jahre altes Handelsschiff gefunden.
Das 14 Meter lange, mit Kupferbarren beladene Schiffswrack, wurde von einem Unterwasserforschungsteam der Akdeniz Universität in Antalya entdeckt.
Antalya-Gouverneur Munir Karaoglu begrüßte die Entdeckung als „Durchbruch“ in der Unterwasserarchäologie.
„Es ist ein Wrack aus dem Jahr 1600 v. Chr.“. Wir sprechen von einem 3.600 Jahre alten Wrack“, sagte Karaoglu auf einer Pressekonferenz.
„Die Länge des Schiffes betrug 14 Meter und das Gewicht der Kupferbarren beträgt 1,5 Tonnen“, fügte er hinzu.
„Dies ist auch ein Schiff, das die frühesten Industrieprodukte der Welt transportierte“, sagte er. „Diese Eigenschaften machen es zu einem Durchbruch in der Wissenschaft.“
Es wird angenommen, dass das Schiff auf dem Weg zur Insel Kreta oder zur Ägäis in einen Sturm geraten ist und sank, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.
Düsseldorf – Der Bayer-Vorstand hat sich mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt: Von den 12.000 Stellen, die Bayer weltweit abbauen will, entfallen 4500 auf Deutschland, wie die „Rheinische Post“ aus gut informierten Kreisen erfuhr.
Am Dienstag will der Vorstand die Mitarbeiter in einem Brief über die Maßnahme informieren. Demnach entfallen 3000 der 4500 abzubauenden Stellen auf Querschnittsfunktionen (etwa in Verwaltung und IT) und teilweise auf Synergien durch die Monsanto-Übernahme, 1000 Stellen auf andere Bereiche wie in der Forschung.
In dem Brief betont der Bayer-Vorstand auch, dass der Abbau sozialverträglich erfolgen soll und betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien. Der Bayer-Sprecher wollte das auf Anfrage der Redaktion nicht kommentieren. Bayer hatte im November 2018 den Abbau von 12.000 Stellen angekündigt, aber noch nichts zu den Landeszahlen gesagt. Bayer hat in Deutschland 32.000 Mitarbeiter.
Moskau (nex) – „Wir stellen eine gute Entwicklung unserer Beziehungen fest. Das Handelsvolumen stieg um 15 Prozent und hat 25 Milliarden Dollar erreicht“, sagte der russische Staatspräsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am Montag.
Putin erwähnte in seiner Rede auch gemeinsame Großprojekte Russlands und der Türkei, wie etwa das Kernkraftwerk Akkuyu und die Gaspipeline TurkStream, dessen Offshore-Bereich kürzlich fertiggestellt wurde. Das TurkStream-Projekt ist eine Exportgasleitung, die aus zwei 930 km langen Leitungen mit einer Kapazität von jeweils 15,75 Milliarden Kubikmetern besteht. Die Pipeline soll unter dem Schwarzen Meer von Russland in die Türkei verlaufen und sich auch weiter bis an die Grenzen der Türkei zu den Nachbarländern erstrecken. Die erste Linie von TurkStream ist für die Gasversorgung der türkischen Verbraucher bestimmt, während die zweite für die Gasversorgung Süd- und Südosteuropas bestimmt ist.
Dies ist das dritte Treffen der beiden Staatschefs in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr hatten Putin und Erdogan sieben bilaterale Treffen und nahmen an einer Reihe von internationalen Gipfeltreffen teil. Beim heutigen Treffen in Moskau sei auch der Kauf des russischen Raketenabwehrsystems S-400 durch die Türkei besprochen worden. Die USA haben dieses Vorhaben Ankaras scharf verurteilt und ihren NATO-Partner gewarnt, dass sie, wenn der Kauf voranschreitet, die Teilnahme Ankaras am Jagdflugzeugprogramm F-35 neu bewerten müssten.
„Die Türkei muss sich entscheiden“, warnte der amerikanische Vizepräsident Mike Pence letzte Woche.
„Will sie ein echter Partner im erfolgreichsten Militärbündnis der Geschichte bleiben oder will sie die Sicherheit dieser Partnerschaft gefährden, indem sie solche rücksichtslosen Entscheidungen trifft, die unser NATO-Bündnis untergraben“, fragte Pence.
Turkey must choose. Does it want to remain a critical partner in the most successful military alliance in history or does it want to risk the security of that partnership by making such reckless decisions that undermine our @NATO alliance?
— Vice President Mike Pence Archived (@VP45) April 3, 2019
Istanbul (nex) – Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines (THY) hat an ihrem ersten Tag nach dem Umzug zu dem neuen Flughafen Istanbul mehr als 25.000 Passagiere befördert.
„Ab 01:45 haben wir uns von 10.641 Gästen in 48 Flügen verabschiedet. Die Anzahl der ankommenden Passagiere lag bei 79 Flügen bei 14.582. Wir haben 21.792 Gepäckstücke abgefertigt und eine Leistungsrate von 84 Prozent erzielt“, zitiert das Nachrichtenportal „Daily Sabah“ einen Tweet des Presse-Vizepräsidenten der Airline, Yahya Üstün
Yeni evimizde 13:45 itibarıyla 10641 misafirimizi 48 seferimizde uğurladık. Evimize gelen yolcu sayımız ise 79 seferde 14582. Misafirlerimizin toplam bagaj sayısı 21.792, performans oranımız %84 İyi başladık. Güzel gidiyoruz.
Turkish Airlines zog am vergangenen Wochenende zum neuen Flughafen in Istanbul um. Wie „Daily Sabah“ weiter berichtet, verabschiedete sich THY vom Flughafen Atatürk mit ihrem letzten internationalen Flug am Samstag um 02:00 Uhr nach Singapur. Das erste THY-Flugzeug startete um 14:00 Uhr vom neuen Flughafen zur türkischen Hauptstadt Ankara. In den 12 Stunden zwischen den beiden Flügen waren beide Flughäfen für den Flugbetrieb gesperrt. Die Flüge am neuen Flughafen werden nun schrittweise erhöht.Der neue Flughafen soll bei voller Auslastung mehr als 100 Fluggesellschaften und Flüge zu über 300 Zielen auf der ganzen Welt beherbergen sowie zu einem globalen Luftverkehrsdrehkreuz werden. Laut dem IGA-Konsortium, dem Auftragnehmer und Betreiber des Projekts, wird der neue Flughafen in den nächsten 10 Jahren, wenn alle vier Phasen mit sechs Start- und Landebahnen abgeschlossen sind, eine jährliche Kapazität von 200 Millionen Passagieren erreichen.Neuer Flughafen wird BIP um 79 Milliarden US-Dollar steigern
Nach den Worten des türkischen Ministers für Verkehr, Schifffahrt und Kommunikation, Ahmet Arslan, wird der neue Flughafen einen großen Beitrag für die Wirtschaft leisten und Arbeitsplätze schaffen.
Arslan zufolge werde der Flughafen einen erheblichen Beitrag zum Handel leisten und das BIP mit zusätzlichen 79 Milliarden US-Dollar um 4.9 Prozent steigern.
Der türkische Verkehrsminister erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu im vergangenen Jahr, dass der Luftverkehrssektor in der Türkei große Fortschritte gemacht habe. Dies sei der Politik der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP), die großen Wert auf den Bereich lege, zu verdanken.
Istanbul (nex) – Die Regierung in Ankara hat dem langjährigen Türkei-Korrespondenten Thomas Seibert jetzt doch die Akkreditierung gewährt und ihn eingeladen, ins Land zurückzukehren.
„Ich freue mich, dass alle Missverständnisse nun ausgeräumt sind“, sagte Seibert der Nachrichtenagentur AFP am Montag.
Vier Wochen nach seiner Ausreise sei er am Wochenende wieder in Istanbul eingetroffen.
Der ZDF-Korrespondent Jörg Brase und Seibert hatten die Türkei am 10. März verlassen müssen, weil ihre Presse-Akkreditierungen nicht verlängert wurden. Brase erhielt jedoch bereits zwei Tage später eine neue Akkreditierung und kehrte daraufhin wieder nach Istanbul zurück.
Der Entzug der Akkreditierung für die beiden Korrespondenten hatte für diplomatische Verstimmungen zwischen Berlin und Ankara gesorgt. Das ZDF-Studio Istanbul ist für die Berichterstattung aus der Türkei, dem Iran und Afghanistan zuständig. Ohne eine gültige Pressekarte ist ungehindertes Recherchieren, Durchführen von Interviews oder Besuchen von Pressekonferenzen nicht möglich.
Stockholm (nex) – Rund 171 schwedische Künstler und Prominente haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem sie zum Boykott des Eurovision Song Contest auffordern, der nächsten Monat in Israel stattfinden soll.
„Wir, schwedische Künstler und Kulturschaffende, die diesen Aufruf unterzeichnet haben, können nicht stillschweigend zusehen, wie Israel den Eurovision Song Contest benutzt, um ihre Verbrechen gegen das palästinensische Volk zu verschleiern“, so der Appell in der Zeitung Aftonbladet.
„Nur wenige Tage nach dem israelischen Sieg im Eurovision Song Contest im Mai 2018 tötete die israelische Armee 62 Palästinenser, die gegen ihre gefängnisähnliche Gefangenschaft in Gaza protestierten. Sechs der Ermordeten waren Kinder“ so das Schreiben weiter. Solange Israel mit seiner Apartheidpolitik den Palästinensern ihre grundlegenden Menschenrechte verweigert, müsse man auf jede Teilnahme am israelischen Kulturaustausch verzichten.
Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem der Journalist Kajsa Ekis Ekman und der in Israel geborene Musiker Dror Feiler. Beide hatten an der Freedom Flotilla nach Gaza teilgenommen. Auch der Gründer der schwedischen Grünen Partei Per Gahrton gehört zu den Unterzeichnern.
Im Einklang mit der BDS-Bewegung haben weltweit eine Reihe hochrangiger Persönlichkeiten und Organisationen einen Boykott des Eurovision Song Contest gefordert.
Bereits im September vergangenen Jahres forderten Kulturschaffende aus verschiedenen Bereichen in einem offenen Brief zum Boykott auf.
Als Grund für den Boykottaufruf nannten die Künstler Menschenrechtsverletzungen Israels gegen Palästinenser. Zu den über 140 Unterzeichnern aus Europa, Nordamerika und Australien gehören Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters, der belgische Sänger Helmut Lotti, die schwedischen Musiker Karin und Olof Dreijer, der norwegische Musikproduzent Nils Petter Molvaer sowie der finnische Regisseur Aki Kaurismäki und die britischen Filmemacher Ken Loach und Mike Leigh.
„Wir, die unterzeichnenden Künstler aus Europa und darüber hinaus, unterstützen den Appell palästinensischer Künstler, den von Israel veranstalteten Eurovision Song Contest 2019 zu boykottieren“, so die Kulturschaffenden in dem in der britischen Tageszeitung „The Guardian“ veröffentlichten Brief.
„Bevor die Palästinenser nicht in den Genuss von Grundrechten wie Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichbehandlung kommen, sollte es keine Normalität mit einem Staat geben, der ihnen diese Grundrechte verwehrt“, so der Aufruf weiter. Die EBU (Europäische Rundfunkunion) solle den Event an ein anderes Land vergeben.
Im Januar dieses Jahres forderten zudem über 60 internationale NGOs einen Boykott der Veranstaltung und schrieben in einem offenen Brief einer portugiesischen Zeitung, dass „wie beim Kampf gegen die Apartheid in Südafrika nur durch wirksamen und anhaltenden internationalen Druck Israel gezwungen sein wird, seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen und die Menschenrechte der Palästinenser zu achten“.
Der Schritt spiegelte eine Stimmung wider, die Anfang vergangener Woche von 50 einflussreichen Kulturschaffenden geäußert wurde, die die BBC aufforderten, den Eurovision Song Contest zu boykottieren. In einem vom Guardian veröffentlichten Brief schrieben die Künstler:
„Wir können die systematische Verletzung der palästinensischen Menschenrechte durch Israel nicht ignorieren“.
Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören die Modedesignerin Vivienne Westwood, der Musiker Roger Waters und die Schauspielerin Miriam Margolyes.
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Mark Collins, einem schwedischen Politiker der rechten Partei “Sverigedemokraterna” (Die Schwedendemokraten), die nicht gerade für ihre Migrantenfreundlichkeit bekannt ist, droht für seinen Vorschlag, in seiner Stadt eine Moschee bauen zu wollen, ein Parteiausschluss.