„Safsaf [ehemaliges palästinensisches Dorf bei Safed] – 52 Männer wurden gefangen, aneinander gefesselt, eine Grube gegraben und erschossen. 10 zuckten noch immer. Frauen kamen, flehten um Gnade. Gefundene Körper von 6 älteren Männern. Es gab 61 Leichen. 3 Fälle von Vergewaltigung, einer von Safed, Mädchen von 14. 4 Männer erschossen und getötet. Von einem schnitten sie ihm mit einem Messer die Finger ab, um den Ring zu nehmen.“Als Nakba, deutsch Katastrophe oder Unglück, wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 750.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina bezeichnet, das zu einem Teil am 14. Mai 1948 als Staat Israel seine Unabhängigkeit erlangte Palästinenser waren gezwungen, ihre Häuser und Besitztümer zu verlassen. Sie waren auf der Flucht vor zionistischen militanten Gruppen, die in zahlreichen palästinensischen Dörfern, Städten und Gemeinden Massaker gegen Palästinenser begingen. Zionistische Milizen überfielen am 9. April 1948 das palästinensische Dorf Deir Yassin mit einer bis dahin beispiellosen Brutalität. Hierzu schreibt der Journalist und Autor Arn Strohmeyer: Es war nach dem für die Araber sehr nachteiligen UNO-Teilungsbeschluss zu Unruhen unter der arabischen Bevölkerung gekommen. Die zionistischen Streitkräfte der Hagana sowie die Untergrundgruppen Irgun und Sterngruppe gingen daraufhin sehr schnell zu militärischen Gegenaktionen über. Für die jüdischen Gruppen galt der von der politischen und militärischen Führung am 10. März 1948 beschlossene Plan Dalet, der besagte, dass palästinensische Dörfer zu zerstören seien (durch Inbrandsetzen, Sprengen und Verminung der Trümmer) und die Bevölkerung zu vertreiben sei. Im April 1948 begannen die jüdischen Truppen, Jerusalem anzugreifen – zuerst den Stadtteil Shaykh Jarrah. Der Befehl lautete: „Das Viertel besetzen und alle Häuser zerstören!“ Dass dies nicht sofort in die Tat umgesetzt wurde, war dem Eingreifen der Briten zu verdanken. Die zionistischen Truppen nahmen nun aber die anderen Stadtteile Jerusalems unter Beschuss, die Stadt wurde regelrecht belagert, auch die Altstadt, in der 2000 Juden, aber auch viele Christen und Moslems lebten, die dorthin geflüchtet waren. In den von den zionistischen Verbänden angegriffenen Stadtteilen kam es zu schweren Übergriffen, auch zu Plünderungen. Viele Häuser wurden zerstört, andere direkt von Juden übernommen. In dieser Zeit (am 9. April 1948) verübte die Irgun unter ihrem Anführer Menachem Begin auch das Massaker von Deir Yassin (ein Dorf in der Nähe Jerusalems), bei dem nach Angaben des Roten Kreuzes etwa 250 Palästinenser ermordet wurden. Das Massaker verfolgte vor allem die Absicht, die Palästinenser in Panik zu versetzen und sie zur Flucht zu veranlassen. Erst am 19. Mai 1948 rückte die jordanische Armee [die Arabische Legion] in Jerusalem ein. Die zionistischen Streitkräfte zerstörten so gut wie alle 41 arabischen Dörfer in dem Teil des Distrikts von Jerusalem, den sie eroberten und vertrieben 60 000 Araber aus West-Jerusalem und seiner Umgebung. In ganz Palästina sind zwischen dem 30. März und dem 15. Mai 1948 etwa 200 palästinensische Ortschaften besetzt und ihre Einwohner vertrieben worden. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass der israelische Mythos nicht der Wahrheit entspricht, dass die Araber „freiwillig“ geflüchtet sind. Das alles geschah, bevor ein einziger arabischer Soldat palästinensischen Boden betreten hat.
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Weltbevölkerungstag
Türkei: Geburtenrate erneut gefallen
Ankara – Nach Angaben des nationalen Statistikinstituts, steht die Türkei einem Problem gegenüber, das den meisten europäischen Ländern gemein ist – dem der alternden Bevölkerung. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Lebendgeburten und die Fruchtbarkeitsziffer ab, während die Zahl der über 65-Jährigen zunahm.
Wie TÜIK, das Statistikinstitut der Türkei, am Freitag bekannt gab, fiel die Geburtenrate des Landes im Jahr 2018 erstmals auf 1,99. 2017 lag die Rate noch bei 2,07 und 2001 waren es noch 2,37 Kinder, so TÜİK vor dem Weltbevölkerungstag am 11. Juli. TÜİK prognostiziert, dass sich der derzeitige Abwärtstrend der Geburtenraten der Türkei in Zukunft fortsetzen und bis zum Jahr 2050 auf 1,85 fallen werde.
Die zusammengefasste Geburtenziffer stellt die Relation zwischen der durchschnittlichen Zahl der Lebendgeburten und der Zahl der Geburten, die eine Frau im gebärfähigen Alter (15- bis 49-Jährige) haben könnte, dar.
„Die Türkei ist eins der am schnellsten alternden Länder der Welt“
„Die Türkei ist eins der am schnellsten alternden Länder der Welt“, sagt Didem Danis, Professorin für Soziologie an der Galatasaray Universität in Istanbul und fährt fort: „In 20 Jahren könnte sie das Schicksal Europas ereilen, wenn der Abnahme der Geburtenrate nicht Einhalt geboten wird. Deshalb sollte die Türkei sofort Vorsorge treffen sowie wirtschaftliche und sozialpolitische Maßnahmen ergreifen, um Geburten zu fördern.“
Die Regierung versucht bereits, Anreize zu schaffen
Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte im Jahr 2013 auf dem Internationalen Gipfel der Familien- und Sozialpolitik in Ankara erklärt: „Ein oder zwei Kinder bedeuten eine Bankrotterklärung. Drei Kinder bedeuten, dass es zwar nicht besser, aber auch nicht schlimmer wird. Ich wiederhole: Jede Familie sollte mindestens drei Kinder haben – sonst läuft unsere Bevölkerung Gefahr, zu altern.“
(nex/aa)
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