Türkei
Mutmaßlicher YPG-Führer bei Anti-Terror-Razzien in Izmir verhaftet

Bei einer Anti-Terror-Operation in der türkischen Provinz Izmir soll am Donnerstag einer der führenden Köpfe der terroristischen Vereinigung YPG, zusammen mit elf weiteren Terrorverdächtigen festgenommen worden sein. 

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Izmir (nex) – Bei einer Anti-Terror-Operation in der türkischen Provinz Izmir soll am Donnerstag einer der führenden Köpfe der terroristischen Vereinigung YPG, zusammen mit elf weiteren Terrorverdächtigen festgenommen worden sein. Bei gleichzeitigen Anti-Terror-Razzien in der Provinz Izmir, sei ein mutmaßlicher Terrorist namens Ş.R., ein syrischer Staatsbürger, verhaftet worden. Wie türkische Medien unter Berufung auf die Sicherheitsbehörden berichten, habe er sich seit etwa vier Jahren in der syrischen Provinz Aleppo, im Viertel Sheik Maqsoud in YPG Lagern aufgehalten und sei in bewaffnete Konflikte in Syrien verwickelt gewesen. Bei den Einsätzen sei ein weiteres mutmaßliches YPG-Mitglied, der in Medien lediglich als M.M identifiziert wird, festgenommen worden. Seine Fingerabdrücke würden mit den Fingerabdrücken auf Molotow-Cocktails übereinstimmen, die vor acht Monaten Buca, ein Stadtteil Izmirs, beschlagnahmt wurden. Die Polizei habe bei den Einsätzen heute zudem „digitales Material“, welches im Zusammenhang mit der Terrorgruppe stehen soll, beschlagnahmt. In ihrer mehr als 30-jährigen Terrorkampagne gegen die Türkei war die PKK – von der Türkei, den USA und der EU als terroristische Organisation aufgeführt – für den Tod von fast 40.000 Menschen, einschließlich Frauen und Kinder, verantwortlich.

Erst im Februar hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zwei Vereinigungen verboten, die als Teilorganisationen der PKK gelten. „Gerade weil die PKK trotz des Verbots in Deutschland weiterhin aktiv ist, ist es notwendig und geboten, die PKK in ihre Schranken zu weisen und die Einhaltung der Rechtsordnung sicherzustellen“, sagte Seehofer in einer Mitteilung.

– Kampf gegen den Terror –
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