Fußball
Torjäger Serdar Dursun träumt seit Kindheit von türkischer Nationalmannschaft

Darmstadt – Er ist in Hamburg geboren, träumt aber davon für die türkische Nationalmannschaft aufzulaufen. Der 28-jährige türkische Torjäger des SV Darmstadt 98 will mit der Türkei zur EM. „Seit ich klein bin, ist mein Traum für die Nationalmannschaft aufzulaufen. Das wäre natürlich sehr, sehr schön, wenn ich berufen werden würde. Deswegen arbeite ich tagtäglich“, so der Profi gegenüber der BILD. Es gebe insgesamt etwa sieben türkische Stürmer, die für die Positionen in Frage kämen, so Dursun. Er denkt, dass er auch dazu gehört. Besiktas Istanbul zeigt Interesse Wie türkische Medien berichten, hat Besiktas Interesse an Dursun gezeigt. Demnach habe es bereits Treffen zwischen den Vereinen gegeben. Laut den Berichten fordert Darmstadt 98 zwei Millionen Euro Ablöse, hätten allerdings 1 Million Euro angeboten. Dursun spielte bereits zwischen 2011 und 2016 in der Türkei. In der laufenden Saison steht Dursun in 18 Zweitliga-Spielen bei sieben Toren und zwei Vorlagen. Zudem traf er in zwei DFB-Pokal-Spielen insgesamt drei Mal.      

Flug 1951
Turkish Airlines-Absturz: US-Offizielle übten Druck auf niederländische Behörden aus

New York – Bei der Untersuchung des Flugzeugabsturzes der Turkish Airlines in der Nähe von Amsterdam im Jahr 2009 wurde das Dutch Safety Board von den Amerikanern unter Druck gesetzt, die Rolle von Konstruktionsfehlern bei der Boeing 737 NG bei dem Absturz herunterzuspielen, berichtet die New York Times auf der Grundlage eigener Recherchen. Nach Angaben der Zeitung gebe es viele Parallelen zwischen dem Absturz von 2009 und den jüngsten Abstürzen mit Flugzeugen des Typs Boeing 737 MAX, dem Nachfolger der Boeing 737 NG. Der Absturz auf einem Feld in der Nähe des Amsterdamer Flughafens Schiphol forderte neun Tote, darunter die drei Piloten.  Der niederländische Sicherheitsrat gab den Piloten die Hauptschuld an dem Absturz und sagte, sie hätten zu spät erkannt, dass das Flugzeug automatisch auf falsche Informationen eines defekten Höhenmessers reagierte. Und als die Piloten erkannten, dass das Flugzeug kurz vor der Landung in Schiphol stark an Geschwindigkeit verlor, reagierten sie nicht mehr angemessen, was zum Absturz führte, hieß es im Bericht. Nach Angaben der New York Times führte der Druck amerikanischer Parteien – darunter Boeing und die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA – dazu, dass das niederländische Sicherheitsbüro eine Studie von Professor Sidney Dekker im offiziellen Bericht weitgehend ausließ. Dekker, ein Spezialist für menschliche Handlungen bei Katastrophen und zuvor Teilzeitpilot auf der Boeing 737, wurde vom Safety Board gebeten, die menschlichen Faktoren des Absturzes zu untersuchen. Dekkers Studie betonte die Konstruktionsfehler der Boeing 737 NG und ihre katastrophalen Folgen. Laut Dekker stellt der Unfall von 2009 „ein solches Sentinel-Ereignis dar, das nie ernst genommen wurde“. In seiner Studie warf Dekker Boeing vor, die Aufmerksamkeit von den eigenen „Konstruktionsfehlern“ und anderen Fehlern mit „kaum glaubwürdigen“ Aussagen, die die Piloten zu mehr Wachsamkeit mahnten, in eine andere Richtung zu lenken. Hinweise auf grundsätzliche Konstruktionsmängel der 737-800 wollen die Amerikaner in dem Bericht nicht lesen, intervenierten und pochten auf menschliches Versagen als Hauptursache. Nur etwa eine Seite von Dekkers 90-seitigem Schlussbericht schaffte es in den Bericht des niederländischen Sicherheitsamtes, so die New York Times. Boeing und die FAA hätten die Schuld weitgehend den Piloten der Turkish Airlines zugeschrieben, so Dekker und eine andere anonyme Quelle gegenüber der New York Times. Der New York Times zufolge wusste Boeing schon Jahre vor dem Absturz von 2009, dass die Boeing 737 NG einen defekten Sensor hatte, der den Autopiloten dazu veranlassen konnte, die Geschwindigkeit falsch zu reduzieren. Doch Boeing sah dies nicht als Sicherheitsrisiko an, da die Piloten eingreifen würden – ähnlich wie später bei der 737 MAX, so die Zeitung. Dekkers Studie zeigte, dass wichtige Informationen über die möglicherweise fehlerhaft arbeitenden Höhenmesser nicht im Handbuch des Piloten enthalten waren. Das Wissen um diese Konstruktionsfehler hätte beim Bau der Boeing 737 MAX einen großen Unterschied machen können, so die New York Times. Zwei dieser Flugzeuge stürzten kürzlich ab – in Indonesien im Oktober 2018 und in Äthiopien im März 2019 – aufgrund eines Konstruktionsfehlers, der die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten drückte. Die Piloten waren nicht in der Lage, diese automatische Bewegung umzukehren. Bei diesen Unfällen kamen 346 Menschen ums Leben. In einer Antwort sagte Boeing gegenüber der New York Times, dass die Unfälle mit der Boeing 737 Max und der Turkish Airlines 737 NG nicht miteinander verglichen werden können. „Diese Unfälle betrafen grundlegend unterschiedliche Systemeingaben und Flugphasen“, sagte das Unternehmen. Bezüglich seiner Beteiligung am Bericht des Dutch Safety Board sagte Boeing, es sei „typisch und entscheidend für erfolgreiche Untersuchungen, dass Boeing und andere Hersteller mit den Untersuchungsbehörden zusammenarbeiten“.  

Israel
Tel Aviv: Behörden erlauben Bau eines Einkaufszentrums auf osmanischem Friedhof

Muslimische Gräber in Jaffa dürfen überbaut werden Jerusalem – Ein zuständiges Gericht hat den Bau eines Obdachlosenheims sowie eines Einkaufszentrums über einem muslimischen Friedhof aus osmanischer Zeit erlaubt. Wie die Jüdische Allgemeine (JA) unter Berufung auf eine Meldung der israelischen Tageszeitung Haaretz weiter berichtet, habe das Gericht somit einen Einspruch des örtlichen Islamrats mit der Begründung abgelehnt, dass im Konfliktfall die Interessen der Lebenden Vorrang vor jenen der Toten haben sollten. Der Vorsitzende des Islamrats in Jaffa, Anwalt Mohammed Adri’i, habe das Urteil missbilligt. Es zeige die Politik der israelischen Regierung sowie der Stadt Tel Aviv, die Erinnerung an muslimische Präsenz auszulöschen. Wie JA weiter berichtet, befinde sich an der umstrittenen Stelle ein Obdachlosenheim, das in einem Gebäude aus der Osmanenzeit untergebracht ist. Beim Bau eines neuen Gebäudes für das Heim wurde demnach ein muslimischer Friedhof mit rund 60 Gräbern aus dem 18. Jahrhundert gefunden. Daraufhin riefen Anwohner das Bezirksgericht Tel Aviv auf, die Bauarbeiten vorläufig zu stoppen, bis ein endgültiges Urteil vorliege, berichtet JA weiter. Gemäß dem Urteil des Gerichts, müssten bei allem Respekt für die religiösen Empfindlichkeiten der Muslime von Jaffa auch die Rechte der Landbesitzer sowie die öffentliche Bedeutung des Bauprojekts berücksichtigt werden. Zudem seien auch die unterirdischen Gräber nicht sichtbar und das Land nicht mehr als Friedhof genutzt worden. Dementsprechend sei der Fall nicht mit einer religiösen Achtung behandelt worden. Bei ihrem Urteil habe sich die Richterin unter anderem auf ein Urteil des Obersten Gerichts im Fall des Toleranzmuseums in Jerusalem gestützt. Auch dieses Gebäude dürfe auf einem muslimischen Friedhof errichtet werden.

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– Palästinakonflikt – Israel baut Nachtclub auf Überresten der Gefährten Muhammads

Der Friedhof Mamilla beherbergt die Überreste einiger Gefährten des Propheten Muhammad, sowie wichtiger Intellektueller und vieler muslimischer und christlicher Kämpfer, die unter anderem gegen die Kreuzritter gekämpft haben.

Israel baut Nachtclub auf Überresten der Gefährten Muhammads

Waffenrecht
Kriminologe Pfeiffer fordert Waffenerlaubnis für Politiker

Angesichts zunehmender Bedrohungen hat der Kriminologe Christian Pfeiffer eine Lockerung des Waffenrechts für Politiker gefordert. „Politiker, die aktuell  Todesdrohungen ausgesetzt sind, die auch aus der Sicht der Polizei ernst zu nehmen sind und trotzdem vom Staat keinen vollumfänglichen Personenschutz erhalten, sollten zum einen zeitlich befristet einen Großen Waffenschein und zum anderen auf Leihbasis die von ihnen beantragte Waffe bekommen“, sagte der frühere Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Das Waffenrecht müsse entsprechend geändert werden. Wie lange ein gefährdeter Politiker eine Waffe bekomme, sollte sich Pfeiffer zufolge nach der Dauer der Bedrohung richten. Der Kriminologe und Ex-SPD-Justizminister in Niedersachsen bezieht sich mit seinen Äußerungen auf den Fall des Kamp-Lintforter Bürgermeisters Christoph Landscheidt, der nach massiven Drohungen Rechtsextremer einen Großen Waffenschein beantragt hatte. Inzwischen zog Landscheidt den Antrag zurück. Auch Personenschutz wurde ihm zunächst nicht zugestanden.

Umweltprämie
Armin Laschet fordert Ausnahmen bei E-Auto-Prämie

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) macht sich für Änderungen bei der Prämie für Elektroautos stark. „Wir brauchen bei der Umweltprämie des Bundes eine Ausnahmeregelung für reine Elektrohersteller, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden“, sagte Armin Laschet der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Die Umweltprämie wurde von Autoindustrie und Bundesregierung vereinbart. Der Kauf von E-Autos soll dabei mit bis zu 6000 Euro gefördert werden, wobei die Hälfte der Summe vom Staat und die andere Hälfte von den Herstellern übernommen werden soll. Start-ups wie der Aachener E-Auto-Hersteller e.Go sehen durch die Pläne ihre Existenz gefährdet. Auch Laschet fürchtet um die gute Position, die sich E-Auto-Pioniere aus NRW wie e.Go oder auch Street-Scooter aufgebaut haben. „Diese Entwicklung darf nicht durch Maßnahmen gefährdet werden, die gut gemeint, aber nicht so gut gemacht sind“, forderte der Ministerpräsident. Um für Unterstützung zu werben, hatte Laschet auch schon Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) einen Brief geschrieben.

Medien
CDU-Politiker nennt ARD und ZDF Indoktrinationsplattformen links-grüner Weltanschauung

Von Abercron wirft Öffentlich-Rechtlichen Vernachlässigung der „gebotenen politischen Neutralität“ vor Osnabrück – In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird nach einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ massive Kritik an der politischen Ausrichtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks laut. In einem Gastbeitrag für die Zeitungsgruppe wirft der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael von Abercron ARD und ZDF eine Vernachlässigung der „gebotenen politischen Neutralität“ vor. „Nicht nur die Nachrichtensendungen, sondern auch die politischen Magazine und Talkshows verkommen immer mehr zu einheitlichen Indoktrinationsplattformen, die durch eine links-grüne Weltanschauung geprägt sind“, schreibt der CDU-Politiker. In der politischen Ausrichtung gebe es heute „nur noch die eine Richtung mit einer Art linker Wohlfühlkommunikation“. Als Beispiel nannte er unter anderem die Satire-Sendungen „heute-show“ und „extra 3“ sowie den umstrittenen Clip des WDR, in dem ein Kinderchor des Senders eine Abwandlung des Liedes „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ mit dem Titel „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“ gesungen hatte. „Waren früher die Magazine wenigstens noch so austariert, dass das politische Spektrum vom ZDF-Magazin bis Panorama und Monitor noch einigermaßen abgebildet war, so gibt es heute nur noch die eine Richtung mit einer Art linker Wohlfühlkommunikation“, so von Abercron. „Sie kommt manchmal satirisch verpackt, zum Beispiel in der ‚heute-show‘ oder ‚extra 3‘, daher, aber die politischen Botschaften sind immer eindeutig und lassen sich von den Wahlbotschaften der Gesinnungsgenossen kaum noch unterscheiden.“ Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei deshalb völlig zu Recht ins Kreuzfeuer einer kritischen Diskussion geraten. Wirtschaftlich und politisch unabhängige Nachrichten sowie Informationen, Dokumentationen und Kultur seien notwendiger Bestandteil unserer Demokratie, meinte der CDU-Politiker. Deshalb seien Forderungen nach der Abschaffung des öffentlichen Rundfunks zurückzuweisen. „Das bedeutet aber nicht, dass Reformen nicht mehr als überfällig sind“, so von Abercron. „Es kann nicht sein, dass die öffentlichen Sendeanstalten ständig ihre Angebote ausweiten und andererseits immer mehr Geld fordern. Dies führt letztlich zu noch höheren Rundfunkgebühren, an deren Sinnhaftigkeit immer mehr Zweifel angebracht sind.“

Khilafat-Bewegung
Neuer Film: Als indische Muslime den Türken zur Hilfe eilten

Ankara – Die Dreharbeiten zu einem neuen pakistanischen Film, der die historischen Beziehungen zwischen Pakistan und der Türkei beleuchtet, sind beendet. Wie der Regisseur mitteilte, werde der Film im März in der Türkei und Pakistan seine Premiere feiern. „Die Dreharbeiten für den bevorstehenden pakistanischen Film sind abgeschlossen, er befindet sich nun in der Postproduktion“, so der Autor und Regisseur Tahir Mahmood gegenüber der Nachrichtenagentur Anadolu. Der Film mit dem Titel „Bear Witness“ spielt in den 1920er Jahren, als die Region Indien und Pakistan unter britischer Herrschaft stand. Es geht um die historische Khilafat-Bewegung, die von Muslimen der Region ins Leben gerufen wurde, um die Türkei vor den „imperialen Mächten zu retten“. Der Film, der von realen Ereignissen inspiriert ist, wurde ursprünglich in Urdu gedreht und wird auf Türkisch synchronisiert werden. Die Hauptdarsteller sind die preisgekrönten Fernsehschauspieler Emmad Irfani, Ghana Ali und Qavi Khan sowie der türkische Schauspieler Mert Sismanlar. „Dieser Spielfilm schildert die Ära von 1920, als die britische Herrschaft auf dem Subkontinent ihren Höhepunkt erreichte und unsere Vorfahren sich der britischen Herrschaft widersetzten und eine Massenbewegung, die historische Khilafat-Bewegung, ins Leben riefen, um ihren türkischen Brüdern und Schwestern in ihrem Kampf gegen die Kolonialmächte zu helfen. Sie zollt dem großen türkischen Führer Mustafa Kamal Atatürk, sowie der tapferen türkischen Nation, reiche Anerkennung“, so Mahmood. Der Film, so Mahmood, werde „den Zuschauern beider Länder die unvergleichliche Liebe und Brüderlichkeit zwischen den beiden  Ländern vermitteln und die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Pakistan und der Türkei weiter stärken. Die Khilafatbewegung Die Khilafatbewegung, auch bekannt als indische muslimische Bewegung (1919–24), die Anfang des 20. Jahrhunderts in Indien infolge muslimischer Ängste vor der Integrität des Islam entstand. Diese Befürchtungen wurden durch Angriffe der Italiener (1911) und des Balkans (1912–13) auf die Türkei – deren Sultan als Kalif der religiöse Chef der weltweiten muslimischen Gemeinschaft war – und die Niederlagen der Türkei im Ersten Weltkrieg geweckt. Seit der Herrschaft der Großmogulen in Indien, die durch die Briten 1761 beendet worden war, verehrten die indischen Muslime die türkischen Kalifen, da sie selbst nicht unter islamischer Herrschaft lebten. Zur Unterstützung des Kalifen gründeten sie die Kalifat-Bewegung.

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– Rüstungsdeal – Pakistan kauft 30 türkische ATAK-Kampfhubschauber im Wert von 1,5 Milliarden

Ankara und Islamabad haben kürzlich einen Vertrag über den Verkauf von 30 türkischen Hubschraubern im Wert von 1,5 Milliarden Dollar abgeschlossen.

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Belgien
Nach Treffen mit MHP: Belgische Partei entlässt türkischstämmigen Politiker

Brüssel – Der türkischstämmige Bürgermeister der Brüsseler Teilgemeinde Saint-Josse ist von der linken Parti Socialiste (PS) ausgeschlossen worden, weil er Politiker der türkischen Partei MHP (Partei der Nationalistischen Bewegung) als Gäste empfing. Wie TRT Deutsch berichtet, habe es sich um eine parteiübergreifende Bürgermeisterdelegation aus der Türkei gehandelt, darunter auch zwei Politiker der MHP. In einer schriftlichen Erklärung des Ethikrates der Partei wird erklärt, dass man sich nach einem Treffen am Freitag auf einen Ausschluss von Kır aus der PS geeinigt habe. Ihm wird vom Parteivorstand vorgeworfen, „Rechtsradikale“ empfangen zu haben, berichtet TRT Deutsch weiter.
(Screenshot)
Kir habe nach dem Ausschluss Morddrohungen erhalten. Er sei  von der Reaktion seiner Partei zwar zutiefst enttäuscht, werde aber seinen „linkspolitischen Ansichten“ treu bleiben und sich weiterhin dem Kampf gegen Rechtsradikalismus widmen sowie für soziale Gerechtigkeit arbeiten, zitiert TRT World den türkischstämmigen Politiker. Bei den letzten Gemeinderatswahlen in Saint-Josse sei der 51-jährige Politiker mit absoluter Mehrheit gewählt worden und sei auch Abgeordneter in der Kammer. Mit dem Ausschluss von Kır verliere die Parti Socialiste deshalb einen Sitz im Parlament, so TRT Deutsch.

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– Schweden – Aus der Partei entlassen: „Weil ich mich nicht kritisch gegenüber Erdogan geäußert habe“

Nach Deutschland, Österreich und den Niederlanden, haben jetzt auch in Schweden Migranten eine Partei gegründet.

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Athen
Balkan-Mafia: Zwei Mitglieder des Skaljari-Clans mit über 20 Kugeln niedergestreckt

Athen – Nach dem Doppelmord im Mai vergangenen Jahres in der südbrandenburgischen Kleinstadt Forst (Spree-Neiße), wurden am gestrigen Sonntag in der griechischen Hauptstadt Athen zwei weitere Mitglieder des sogenannten Skaljari-Clans aus Montenegro erschossen. Stevan Stamatovic und Igor Dedovic, beide 43, aßen gerade in einer bekannten Athener Taverne, als sie vor den Augen von mit am Tisch sitzenden Kindern im Alter von 6 bis 10 Jahren mit mehr als 20 Kugeln niedergestreckt wurden. Griechische Medien berichten von vier maskierten Männern. „Die Männer waren mit Sicherheit Profis. Sie schossen ruhig und präzise auf ihre Opfer und feuerten etwa 20 Kugeln ab, um zwei Menschen zu töten. Sie gingen sofort zu Stamatovics und Dedovics Tisch und feuerten, ohne weitere Opfer,“ berichtete das Portal Eonoe.gr unter Berufung auf eine Polizeiquelle. „Sie gingen ruhig in das Restaurant, dann gab es plötzlich Schüsse. Alle fingen an zu schreien und wegzulaufen, und dann gingen sie ruhig hinaus und verließen das Restaurant“, so ein weiterer Augenzeuge. Einer der Männer starb unmittelbar an seinen Verletzungen,  während das zweite Opfer nach der Einlieferung ins Krankenhaus verstarb. Eine Frau wurde am Bein verletzt, wahrscheinlich durch einen Querschläger. Laut Medienberichten soll es sich bei ihr um die Ehefrau eines der getöteten Männer handeln. Eines der Kinder habe einen Schock erlitten und musste psychologisch betreut werden. Bei dem Anschlag handele es sich womöglich um eine Abrechnungen unter den verfeindeten Kavac- und dem Skaljari-Clan aus der montenegrinischen Adria-Stadt Kotor. Wie die Salzburger Nachrichten berichten, begann dieser Bandenkrieg im Jahre 2014. Damals soll ein Clan dem anderen rund 200 Kilo Kokain gestohlen haben, das in einer Wohnung im spanischen Valencia gebunkert war. Dort gab es auch die ersten Mordanschläge.

Libyen-Krise
Libyen: Fast 350.000 Binnenvertriebene

Die Waffen sollen schweigen, der politische Prozess verstärkt und das Waffenembargo in dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland stärker kontrolliert werden. Darauf haben sich die Teilnehmer der Berliner Libyen-Konferenz geeinigt. Neben diesen Zielsetzungen, die wichtige Schritte in Richtung Frieden sind, ist es nach Einschätzung der UNO-Flüchtlingshilfe vor allem dringend erforderlich, die humanitäre Situation der Vertriebenen und Flüchtlinge in Libyen zu verbessern. Dazu müssten rasch die notwendigen Kapazitäten geschaffen und vor allem besserer Zugang zu den Internierungszentren im Land ermöglicht werden. Derzeit werden mehr als 3.000 Flüchtlinge und Migranten in diesen Zentren festgehalten. Darüber hinaus leben in Libyen fast 350.000 Binnenvertriebene, Flüchtlinge im eigenen Land, unter oft katastrophalen Bedingungen. „Aufgrund der chaotischen Situation und der prekären Sicherheitslage haben die Betroffenen nur wenige Anlaufpunkte in Libyen. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR gehört zu den wenigen Hilfsorganisationen, die noch im Land aktiv sind. Trotz schwieriger und gefährlichen Bedingungen, unter denen die Helfer arbeiten müssen, konnten sie Tausende Menschen erreichen, versorgen und aus ihren prekären Situation befreien. Jetzt ist es vor allem unerlässlich, dass der UNHCR regelmäßigen und ungehinderten Zugang zu sämtlichen Internierungslagern im Land bekommt“, betont Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UNHCR. Für die notleidenden Migranten und Flüchtlinge leistet der UNHCR lebensrettende Unterstützung. So wurden mit UNHCR-Hilfe seit November 2017 mehr als 5.500 besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus Libyen ausgeflogen. Knapp 2.000 Menschen konnte der UNHCR bislang aus Internierungszentren befreien; im Aufnahmezentrum des UNHCR in der Hauptstadt Tripolis werden derzeit 900 Menschen betreut und versorgt. Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen der UNHCR-Nothilfe über 43.000 Vertriebene und Flüchtlinge mit lebenswichtigen Basisgütern und knapp 13.000 Menschen mit Unterkünften versorgt. Außerdem erhielten über 30.000 Betroffene Zugang zur medizinische Versorgung.

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