Geschichte
Kommentar: „Sind Armenier bereit, den Völkermord von Chodschali anzuerkennen?“

Ein Gastkommentar von Isa Ak – ak-isa@gmx.de Seit Jahrzehnten versuchen Armenier, armenophile Organisationen und ihre Verbündeten, die Massaker an den Armeniern weltweit in unterschiedlichen Parlamenten als Völkermord anerkennen zu lassen. Diese Strategie gründet auf Türken- und Islamfeindlichkeit und soll dazu dienen die eigene Geschichte als einzig akzeptable Erzählung zu verfestigen, damit man sich keiner wissenschaftlichen Diskussion stellen muss. Eine wissenschaftliche Aufarbeitung der historischen Ereignisse ist aber notwendig, um die Geschehnisse richtig zu beurteilen. Die Armenier und ihre Verbündeten haben der Welt aber glauben gemacht die historische Aufarbeitung sei schon erledigt. Doch wie kann sie erledigt sein, wenn die wissenschaftlichen Thesen auf tönernen Füßen stehen? Während wissenschaftliche Werke, die den Genozid infrage stellen als „von der Türkei finanziert“ und als „Werke von türkischen Nationalisten“ verunglimpft werden, haben armenische Nationalisten wie Richard Hovannisian (1), Raymond Kevorkian, Vahakn Dadrian und seine Verbündeten (z.B. Taner Akcam) es denkbar leicht ihre Thesen zu verbreiten. Ihre Schriften dominieren die westliche Historiographie, obwohl sie vor allem durch ihre unwissenschaftlichen Praktiken und Methoden hervorstechen. Die Forschungsliteratur – Integrität, Ethik und Wissenschaft(3) Bei vielen gelten Vahakn Dadrian und Taner Akcam als wichtige Fürsprecher und Verteidiger der Genozid-These. Seit Jahrzehnten dominieren sie die Forschung. Doch wie viele wissen um ihre bewusste Falschdarstellung und Manipulation von Dokumenten? Beginnen wir also mit einem Blick auf die wissenschaftliche Qualität der Sachbücher dieser beiden bekannten Soziologen, die die Genozid-Vorwürfe unterstützen. Wenn wir uns die Rezensionen zu ihren Arbeiten ansehen, kommen wir unweigerlich zu dem Schluss, dass eine bewusste und absichtliche Manipulation von Dokumenten, die selektive Nutzung von Quellen, die Übernahme von kontext-und sinnverzerrenden Zitaten und eine unethische Herangehensweise bei ihren Büchern vorliegen.(4) Dabei muss angemerkt werden, dass diese Kritik nicht nur von jenen Wissenschaftlern vorgebracht werden die die Genozid-These anzweifeln.(5) Taner Akcam und die Jerusalemer Archive – Beweise für den Genozid? Im April 2017 behauptete die New York Times(6), dass Taner Akcam ein bahnbrechendes Dokument gefunden hätte, mit der endgültig dargelegt werden könne, dass die Osmanische Regierung die Vernichtung beabsichtigt habe. Der irische Historiker Sean Patrick Smyth hat jedoch bewiesen, dass dieses Dokument seit den „Istanbuler Prozessen“(7) bekannt ist und in der Forschungsliteratur seit den 80ern genutzt wird. In seiner Kritik bezweifelte er die Authentizität, stellte die Deutung des Dokuments infrage und ordnete Bahattin Sakir und seine Rolle aus der richtigen Perspektive in den Kontext ein.(8) Damit wird deutlich, dass die Wiederverwendung von bekannten Dokumenten als Mittel zum „Sensationalismus“ und zur Manipulation der Öffentlichkeit dienen soll. Warum sind die Journalisten nicht bereit sich kritisch mit seinen Thesen auseinanderzusetzen? Selbst nach dem deutlich geworden ist, was für ein unethisches methodisches Vorgehen seine Bücher kennzeichnet. Die Forschung zur „Armenischen Frage“ ist hoch politisiert und durch mangelnde wissenschaftliche Erkenntnisse geprägt. Viele wissenschaftliche Fragen sind immer noch offen. Es wurden bis zum heutigen Tag keinerlei wissenschaftliche Beweise vorgelegt, die eine Vernichtungsabsicht der osmanischen Regierung darlegen. Vielmehr gibt es klare Dokumente die aufzeigen, dass die osmanische Regierung für den Schutz von Leben und Eigentum, sowie die Versorgung der Armenier Maßnahmen getroffen hatte. Diese waren aus vielerlei Gründen nicht erfolgreich. Auch nach dem Ersten Weltkrieg lebten hunderttausende Armenier in Anatolien. Ohne die Verbrechen einzelner Persönlichkeiten und das Leid der armenischen Bevölkerung zu verharmlosen, müssen wir feststellen, dass die Zwangsumsiedlung der osmanischen Armenier definitiv nicht als Völkermord zu klassifizieren ist. Die Furcht der Wissenschaftler als „Völkermordleugner“ beschimpft zu werden ist größer als ein historisches Thema anhand von wissenschaftlichen Kriterien zu untersuchen und zu beurteilen. 24. April 1915: „Anerkennung Jetzt!“ oder vielleicht lieber doch nicht Armenier und ihre Verbündeten benutzen die Beschlüsse und Resolutionen von Parlamenten in denen die Ereignisse von 1915 als „Völkermord“ deklariert werden als Argument um die Öffentlichkeit zu täuschen. Sie bezahlen Politiker (Lobbyismus) und üben politischen Druck aus und behaupten dann, dass die Parlamente „objektive Urteile“ gefällt hätten.(9) Sie versuchen den Eindruck zu erwecken man müsse dieser Form von Autorität Glauben schenken. Doch wie können ahnungslose Politiker über geschichtlich umstrittene Ereignisse ein ultimatives und abschließendes Urteil geben während die Historiker noch darüber debattieren?(10) Wenn die Armenier der Ansicht sind das Parlamente fortan zu bestimmen haben ob ein bestimmtes Ereignis in der Geschichte als Völkermord zu definieren ist und deswegen Beschlüsse und Resolutionen verabschieden werden sollen, dann möchte ich sie daran erinnern das die Aserbaidschaner ihre Strategie erfolgreich übernommen haben. Es haben bereits einige Staaten die Massaker von Chodschali als „Völkermord“ eingestuft. Und wie schaut es aus? Sind die Armenier bereit ,dieselben Kriterien auf sich anzuwenden und den „Völkermord von Chodschali“ anzuerkennen? Sollten Parlamente darüber bestimmen ob Ereignisse als Genozid einzustufen sind? Oder doch lieber Historiker? Quellen: 1 Lewy, Guenter: Book Review, Slavic Review, Vol 67, No 4, Winter 2008. 2 Eine kurze Kritik an Kevorkian, Dadrian und Akcam: Gauin, Maxime: Why be bothered about the facts?, Daily Sabah, 25 März 2015 https://www.dailysabah.com/op-ed/2015/03/25/why-be-bothered-about-the-facts 3 Sahin, Erman: „The Armenian Question: Scholarly Ethics and Methodology“, Review of Armenian Studies, 19/20, (2009), S. 141 -152. https://avim.org.tr/images/uploads/Yayin/Review-of-Armenian-Studies-19-20-final.pdf 4 Zur Kritik an Dadrian. Siehe: Lewy, Guenter: Der armenische Fall: Die Politisierung von Geschichte Was geschah, wie es geschah und warum es geschah, Klagenfurt/Celovec, Wieser Verlag, 2009.; Yapp, Malcolm E, „Review of The History of the Armenian Genocide, by V. N. Dadrian“, Middle Eastern Studies, 32 (1996). Zur Kritik an Akcam: Siehe: Sahin, Erman: „Review Essay: A Scrutiny of Akçam’s Version of History and the Armenian Genocide“, Journal of Muslim Minority Affairs, Vol. 28, No. 2, August 2008; https://drive.google.com/file/d/0B-RU08P6-fyIZmZkNDE2NGUtNDJjMC00NWI0LTg4MzItODJmY2ViOTE0YWI5/view Sahin, Erman:“Review Essay: The Armenian Question,” Middle East Policy, XVII-1, Spring 2010. https://www.mepc.org/review-essay-armenian-question ; Gauin, Maxime: Review Essay“Proving”a“Crime against Humanity https://drive.google.com/file/d/0BzdlbFzESnuuYlV1U3RpazhadXc/view Alpdogan, Yigit; Lütem, Ömer Engin: „Review Essay: Killing Orders: Talat Pashaʼs Telegrams and the Armenian Genocide“ Review of Armenian Studies, 37 (2018), S. 45 -83. https://avim.org.tr/images/uploads/Yayin/Review-of-Armenian-Studies-37.pdf 5 Sarafian, Ara: Study the Armenian Genocide with Confidence https://www.gomidas.org/press/show/14 [zuletzt am 23.04.2020 aufgerufen]; Hilmar Kaiser, „Germany and the Armenian Genocide, Part II: Reply to Vahakn N. Dadrian’s Response,“ Journal of the Society for Armenian Studies, 9 (1996), 6 Arango, Tim: „‚Sherlock Holmes of the Armenian Genocide‘ Uncovers Lost Evidence,“ New York Times, 22 April 2017 https://www.nytimes.com/2017/04/22/world/europe/armenian-genocide-turkey.html 7 Gesamtdarstellung zu den „Istanbuler Prozessen“: Ata, Ferudun: The Relocation Trials in Occupied Istanbul, Manzara Verlag 2018; Einzelfalldarstellung: Akça, Bayram: Der Schauprozess – Der Fall Nusret Beys vor dem Hintergrund der Umsiedlung der Armenier 1915, Manzara Verlag 2018. 8 Smyth, Sean Patrick: FROM SMOKING GUN TO MUDDIED WATERS: THE ALLEGED TELEGRAPH OF BAHAEDDIN ŞAKIR  9 Für einen Kommentar zur Bundestagsresolution (18/8613) der Bundesrepublik Deutschland zur Anerkennung des angeblichen Völkermords an den Armeniern: Cannon, Brendon J.: Konstruiert, Instrumentalisiert, Politisiert – Geschichte im Fadenkreuz der armenischen Lobby, Manzara Verlag 2018, S. 363 -376. 10 Für eine Darstellung aller Positionen in der Debatte: Erickson, Edward J.: Ottomans and Armenians, Appendix A: The Relocation Antithesis, S.223 – 229. https://link.springer.com/content/pdf/bbm%3A978-1-137-36221-6%2F1.pdf 11 Für eine Kritik an der Forschungsliteratur: Gauin, Maxime: The Armenian Forced Relocation: Putting an End to Misleading Simplifications, Review of Armenian Studies, 31 (2015), S. 93 – 132. https://drive.google.com/file/d/0BzdlbFzESnuuYnhrc2N0cEV2Tzg/view
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– NEX24 Interview – Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Corona-Pandemie
„Betet zu Hause“: Zentralrat der Muslime schlägt vorübergehend veränderten Muezzin-Ruf vor

Berlin – Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat vorgeschlagen, den Muezzin Ruf vorübergehend der Corona-Lage anzupassen. „Ich halte es für denkbar, dass in den öffentlichen Muezzin-Rufen die Zeile ,Kommt her zum Gebet‘ in ,Betet zu Hause‘ umgewandelt wird“, sagte der Zentralratsvorsitzende Aiman Mazyek der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Freitag). So werde es auch in vielen Teilen der islamischen Welt derzeit praktiziert. Es handele sich um einen in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Ramadan. Das Coronavirus sorgt dieses Jahr für einen außergewöhnlichen Ramadan für Muslime. Wegen der Beschränkungen aufgrund der Pandemie wird es keine großen Zusammenkünfte zum Fastenbrechen oder nächtliche Gebete in der Moschee geben. Auch Reisen zu den heiligen Stätten des Islam sind nicht möglich. Moscheen weltweit sind geschlossen. Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. In ihm wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt. In diesem Monat essen und trinken Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts.

Gesundheit
Schul- und Kita-Öffnung: Seit dem 1. März gilt die Masern-Impfpflicht

Berlin – Ab der kommenden Woche werden wieder mehr Kinder in Schulen und Kitas betreut – denn die meisten Bundesländer haben die Corona-Notbetreuung ausgeweitet. Dass seit März in diesen Einrichtungen eine Masern-Impfpflicht gilt, ist in der aktuellen Situation bei vielen in Vergessenheit geraten. Was Eltern und Erziehungsberechtigte beachten müssen und für wen die Impfpflicht noch gilt, hat die Stiftung Gesundheitswissen anlässlich der Europäischen Impfwoche noch einmal zusammengestellt. Am 1. März 2020 trat das Masernschutzgesetz in Kraft. Es sieht u.a. vor, dass Eltern nachweisen müssen, dass ihr Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Masern-Impfungen erhalten hat, bevor es in eine Kita oder Schule aufgenommen wird. Kurz nach dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes dominierte jedoch das neuartige Coronavirus die Schlagzeilen und Kitas und Schulen wurden geschlossen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Eltern sollten aber trotz allem nicht vergessen, dass die Fristen für den Nachweis des Masernschutzes weiter gelten. Vor diesem Hintergrund informiert die Stiftung Gesundheitswissen über das Thema Masernimpflicht und klärt auf, was Eltern und Erziehungsberechtigte beachten müssen. Masernimpfpflicht – was zu beachten ist: – Was müssen Eltern / Erziehungsberechtigte, deren Kinder noch nicht betreut werden, beachten? – Was gilt für Eltern / Erziehungsberechtigte, deren Kinder bereits eine Kita oder Schule besuchen? – Gilt das Masernschutzgesetz auch für Erwachsene? – Wer sollte eine Impfung nachholen?
- Direkt zum Info-Überblick Masernimpfpflicht
Deutschland hinkt beim Masernschutz im europäischen Vergleich hinterher: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) betrug die Impfquote bei Schulanfängern 2017 92,1 Prozent – bezogen auf die zweite Impfung, die für einen ausreichenden Masernschutz notwendig ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt eine Ausrottung der Masern an. Dafür müssen 95% der Bevölkerung vollständig geimpft sein. Impflücken in einzelnen Ländern könnten auch andere Länder gefährden. Und in der Tat kam es in der Vergangenheit immer wieder zu regionalen Masern-Ausbrüchen in Deutschland. Deswegen wurde in Deutschland erstmals eine Impfpflicht für Masern eingeführt. Wer sich nicht an die Masernimpfpflicht hält, dem kann ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro drohen. Was müssen Eltern und Erziehungsberechtigte beachten? Ab der kommenden Woche werden wieder mehr Kinder in Kitas und Schulen betreut. Dabei gilt theoretisch auch das Masernschutzgesetz. Es sieht vor, dass alle Kinder, die zum Inkrafttreten des neuen Impfschutzgesetzes am 1. März 2020 bereits in einer Kita oder Schule betreut wurden, den Nachweis über die Masernimpfung spätestens bis zum 31. Juli 2021 vorlegen müssen. Es bleibt also noch etwas Zeit. Eltern und Erziehungsberechtigte, die noch einen Betreuungsplatz suchen, deren Kinder also noch nicht betreut werden oder zur Schule gehen, brauchen einen Impfnachweis, um aufgenommen werden zu können. Konkret heißt das: Alle Kinder, die mindestens ein Jahr alt sind, müssen eine Masernimpfung oder ein ärztliches Zeugnis über eine Masernimmunität nachweisen. Von der Regel ausgenommen sind Kinder, bei denen eine Impfung aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht möglich ist. Betrifft das neue Gesetz auch Erwachsene? Das Masernschutzgesetz betrifft neben Kindern insbesondere Menschen, die in Gemeinschafts- und Gesundheitseinrichtungen arbeiten. Dazu gehören u.a. Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Arztpraxen oder Unterkünfte für Asylbewerber. Das neue Gesetz besagt: Wer keinen Nachweis vorlegt, darf in diesen Einrichtungen auch nicht tätig werden. Wer zum Inkrafttreten des Masernschutzgesetzes bereits in einer solchen Einrichtung tätig war, muss den Nachweis wie bei den Kindern bis spätestens 31. Juli 2021 erbringen. Unabhängig vom Masernschutzgesetz empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) allen Jugendlichen und Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, eine Impfung gegen Masern, sofern sie bisher nicht geimpft sind, sie als Kind nur einmal geimpft wurden oder unklar ist, ob sie schon geimpft wurden. Über die Europäische Impfwoche Die Europäische Impfwoche ist eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie findet vom 20. bis 26. April 2020 statt. Mit dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ will die Weltgesundheitsorganisation für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Prävention von Krankheiten sensibilisieren. Sie findet jährlich statt und wird von der Stiftung Gesundheitswissen unterstützt.

TV-Tipp
Doku: Rechter Terror in Deutschland

Hanau, Halle, Kassel – drei rechtsextreme Anschläge und Angriffe innerhalb von neun Monaten zeigen: Deutschland hat ein Problem mit Rechtsextremismus. Die ZDFinfo-Doku „Wurzeln der Gewalt – Rechter Terror in Deutschland“ beleuchtet am Dienstag, 28. April 2020, 21.45 Uhr in ZDFinfo, die Spuren und Folgen dieser Taten. Der Film von Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer steht am Sendetag ab 10.00 Uhr ein Jahr lang in der ZDFmediathek zur Verfügung. Das Problem mit Rechtsextremismus in Deutschland ist nicht neu: Es gab die NSU-Morde, Angriffe auf Flüchtlinge in Bautzen, die Ausschreitungen von Chemnitz. Warum wurde die Bekämpfung des Terrors von rechts so lange anscheinend nur halbherzig angegangen? Die jüngsten Taten wurden von Männern verübt, die angetrieben sind von dem Glauben, dass es eine Herrenrasse gebe, der allein zustehe, in Deutschland zu leben. Diese Rechtsextremen sehen Menschen mit dunklerer Haut und schwarzen Haaren als minderwertig und als Gefahr an. Die Dokumentation folgt den Spuren rechtsextremer Anschläge und Angriffe in den zurückliegenden Jahren, beschreibt die Folgen und lässt Opfer von Rechtsextremisten und Experten zum Thema zu Wort kommen, unter anderen die Buchautorin Andrea Röpke, die seit Jahren in der rechten Szene recherchiert und selbst schon tätlich angegriffen wurde. Ein weiterer Experte ist Terrorismusforscher Prof. Peter Neumann, der die Wurzeln, Weltbilder und wirren Fantasien der Täter analysiert: Viele Mörder handeln zwar als Einzeltäter, sind aber in ihrer Weltanschauung längst nicht mehr alleine. Sie sehen sich als militärischen Arm einer „völkischen Bewegung“ und schlagen nun häufiger zu, weil sie sich der Zustimmung Gleichgesinnter sicher sein können, so Prof. Neumann. Rechtsradikales Gedankengut, Verschwörungstheorien und Nazi-Vokabeln auch in deutschen Parlamenten bilden den Nährboden für diese Entwicklung. Zudem fühlen sich die Gewalttäter ermutigt von den „Neuen Rechten“, die unverhohlen ihre Theorien von der „Bedrohung der weißen Rasse“ verbreiten.

Ramadan 2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht Muslimen einen friedvollen Ramadan

Berlin – Am heutigen Donnerstagabend beginnt für Muslime wieder der Fastenmonat Ramadan. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf der offiziellen Seite der Bundesregierung dazu eine Grußbotschaft an die muslimische Gemeinschaft in Deutschland gerichtet.
Liebe Musliminnen und Muslime, zu Beginn des Fastenmonats Ramadan grüße ich Sie herzlich. Der Ramadan ist eine Zeit des Innehaltens, der Besinnung und der Hinwendung zu anderen Menschen, besonders zu Bedürftigen, eine Zeit des Zusammenkommens für Sie als Musliminnen und Muslime. Zugleich steht das abendliche Fastenbrechen auch immer für die Begegnung mit Menschen anderer Religionen, ein wichtiges Zeichen, das unseren Zusammenhalt und unsere Zusammengehörigkeit als Gesellschaft in besonderer Weise zum Ausdruck bringt. In diesem Jahr jedoch ist all das nicht möglich. Denn die Coronavirus-Pandemie zwingt uns, auf Traditionen, Feste und Zusammenkünfte, auf die gewohnten Formen der gemeinschaftlichen Religionsausübung zu verzichten. Ihnen wünsche ich, dass Sie auch in dieser Ausnahmesituation Wege finden, wie sie Ihren Glauben und ihre Verbundenheit leben können. Die Musliminnen und Muslime sehen hierzulande wie überall auf der Welt nun einem Ramadan unter außergewöhnlichen Umständen entgegen. Gerade deshalb wünsche ich Ihnen und Ihren Familien eine friedvolle, gesegnete und gesunde Zeit.
Das Coronavirus sorgt dieses Jahr für einen außergewöhnlichen Ramadan für Muslime in Deutschland. Wegen der Beschränkungen wird es keine großen Zusammenkünfte zum Fastenbrechen oder nächtliche Gebete in der Moschee geben. Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders. In ihm wurde nach islamischer Auffassung der Koran herabgesandt. In diesem Monat essen und trinken Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts.

NEX24 Interview
Interview: „Schlachten wir Türken, damit Armenien entsteht!“

Prof. Dr. Haluk Selvi ist Professor an der Universität von Sakarya und Direktor des Forschungszentrums für türkisch-armenische Beziehungen. Er studierte an der Universität von Erzurum Geschichte und promovierte anschließend zum Thema „Erzurum während des nationalen Befreiungskrieges“. Der renommierte Historiker ist zudem Verfasser zahlreicher Bücher und Artikel zur neueren türkischen Geschichte und gilt als ausgewiesener Kenner der „Armenischen Frage“. NEX24: In Ihrem Werk mit dem Titel „Mihran Damadyan – Die Bekenntnisse eines armenischen Untergrundkämpfers“ schildern Sie eindrucksvoll die Organisationsstruktur und die Ambitionen armenischer Milizen, die in der Spätzeit des Osmanischen Reiches für etliche Gewaltakte, politische Morde und aufwieglerische Aktivitäten verantwortlich waren. Inwiefern sind die Aktionen der armenischen Milizen im Kontext der Zwangsumsiedlung der osmanischen Armenier relevant? Prof. Selvi: Die Umsiedlung der Armenier während des Ersten Weltkriegs kann nicht alleine im Hinblick auf die Ereignisse des Jahres 1915 bewertet werden. Die Entscheidung zur Zwangsumsiedlung von 1915 war vielmehr die letzte Etappe einer langen Entwicklung, die ihren Anfang 40 Jahre zuvor genommen hatte. Den Stein ins Rollen brachten armenische Milizen, die eine massive Unterstützung aus dem Ausland erfuhren. Aus diesem Grund ist es eminent wichtig die Gründung, die Arbeitsweisen und die Ambitionen armenischer Organisationen wie der Ramgavar, Hunchak und Daschnaksutyun zu verstehen. Ohne die nötige Kenntnis über diese Verbände können die Hintergründe und die Folgen der Zwangsumsiedlung nicht nachvollzogen werden.
„Insofern lesen sich die Geständnisse Mihran Damadyans in der Tat wie ein Offenbarungseid, denn sie legen die nackten Tatsachen vor Augen, die maßgeblich waren bei der Umsetzung der Aktionen.“
Nicht ohne Grund verschweigen die noch heute aktiven armenischen Verbände, mit der massiven Unterstützung der mächtigen armenischen Diaspora, die Aktivitäten der armenischen Milizen während des Ersten Weltkriegs. Über die eigene Verantwortung wird nicht gesprochen und unablässig gegen die damalige osmanische Regierung und gegen die türkische Bevölkerung ins Feld gezogen. Die fruchtlosen Gespräche zwischen der osmanischen Regierung und den Führungen der Daschnaksutyun und Hunchak Verbände zwischen den Jahren 1912 und 1915 und die Resolutionen der armenischen Organisationen auf ihren Parteitagen, waren letztlich die wahren Gründe für den Beschluss zur Zwangsumsiedlung. Noch vor Kriegsausbruch positionierten sich die armenischen Komitees auf der Seite der Kriegsgegner, dem zaristischen Russland und Großbritannien, was de facto einer Kriegserklärung gegen den eigenen Staat, dem Osmanischen Reich, gleichkam. Kurzum, die Aktivitäten der armenischen Verbände, die in jeder anatolischen Stadt organisiert waren, waren der Hauptgrund für den Beschluss der osmanischen Regierung, die Armenier auszusiedeln. NEX24: Wir möchten Sie im Übrigen für dieses sehr beachtenswerte Werk gratulieren. Es packt den Leser und taucht mit ihm in eine turbulente Zeit voller politischer wirren. Welche Quellen haben Sie denn für Ihre Forschungen herangezogen? Prof. Selvi: Ich bin dem Manzara Verlag für die Übersetzung und Veröffentlichung meines Buches sehr dankbar. Hinter jeder Publikation, hinter jeder wissenschaftlichen Abhandlung steckt eine Geschichte. So ist es auch im Falle des Buches zu Mihran Damadyan, aus dem Sie, buchstäblich wie in einem fesselnden Kriminalroman, über das Leben und Wirken eines Milizionärs erfahren können. Ich stieß während meiner Studien zu meiner Dissertation über die ost-anatolische Stadt Erzurum in der Zeit des türkischen Unabhängigkeitskrieges (1918-1923) auf die Geständnisse des Mihran Damadyan im osmanischen Archiv des Ministerpräsidialamtes in Istanbul. Mir fiel auf, dass der Name dieses Aktivisten, selbst unter den ausgewiesenen Kennern dieser Materie, gänzlich unbekannt war. Im Zuge der Übersetzung dieser Dokumente aus dem Osmanischen in das moderne Türkisch wurde mir klar, dass es sich bei Mihran Damadyan um einen bedeutenden Führer der Hunchaken handelte. Seine umfassenden Geständnisse beinhalteten zudem dermaßen brisante Details, die ich unbedingt weiter beleuchten musste.
„Seine Geständnisse belegen, dass diese Tat auf Befehl des britischen Daily News Korrespondenten in Athen, Fitzgerald, ausgeführt wurde.“
      Natürlich hat auch mein persönliches Interesse einen nicht unerheblichen Beitrag dazu beigetragen, mich dem Thema weiterhin zu widmen. Die Aktionen der Hunchaken, der Aufstand von Sasun, die Rolle Großbritanniens bei alledem und die ersten armenischen Aufstände in Ost-Anatolien waren wichtige Stationen und Ankerpunkte in der Vita dieses Mannes. Artikel aus der zeitgenössischen europäischen Presse, osmanische Archivbestände und Abhandlungen über Armenier bilden die Quelle dieser Arbeit. Das vorliegende Buch gibt im Lichte der Dokumente und Quellen die Ereignisse jener Zeit aus einem objektiven Blickwinkel wieder. Ich wollte nicht kommentieren, sondern als beobachtender Dritter die Geschehnisse wiedergeben. Dabei nimmt Sie Mihran mit auf eine kleine Odyssee bei der Sie mal in Italien, mal in Frankreich, mal in Syrien einen Halt einlegen. Dann folgen Sie Mihran nach Istanbul, Paris, Athen oder landen in der anatolischen Provinz im Mus. Sie lernen das Doppelleben des Grundschullehrers Mihran kennen, der in den typischen Gewändern eines Muslims armenische Dörfer überfällt, dann als armenischer Milizionär muslimische Siedlungen tyrannisiert. Sie erfahren auch von seinen Kontakten zu Ausländern, nach deren Anweisung er offensichtlich handelt. So zettelt er im Schulterschluss mit dem Armenier Hamparsum Boyaciyan den ersten Aufstand in der anatolischen Stadt Sasun an. Seine Geständnisse belegen, dass diese Tat auf Befehl des britischen Daily News Korrespondenten in Athen, Fitzgerald, ausgeführt wurde. Andere interessante Erkenntnisse gewinnen wir beispielsweise über Russland: Um nicht in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reiches verwickelt zu werden, führten die Russen stets das Argument ins Feld vor, dass sie erst dann intervenieren würden, wenn es den Armeniern Anatoliens schlecht ginge. Um das Eingreifen des Zarenreiches zu erwirken, beginnen die Übergriffe auf unschuldige Zivilisten im Osten des Osmanischen Reiches. Insofern lesen sich die Geständnisse Mihran Damadyans in der Tat wie ein Offenbarungseid, denn sie legen die nackten Tatsachen vor Augen, die maßgeblich waren bei der Planung und Durchführung der Aktionen. NEX24: Bei der Lektüre Ihres Buches bekommt man schnell den Eindruck, dass es sich bei den armenischen Komitees um recht gut organisierte und strukturierte Verbände gehandelt haben muss. Irritierenderweise werden diese Komitees in manchen Quellen auch als „Banden“ bezeichnet. Können Sie bitte den Aufbau dieser Organisationen kurz schildern? Wie viele armenische Komitees waren im Osmanischen Reich aktiv? Bestanden zwischen ihnen ideologische Unterschiede? Prof. Selvi: Die Gründung der ersten armenischen Organisationen im Osmanischen Reich beginnt unmittelbar nach dem Berliner Kongress von 1878. Patriarch Kirimyan, der an den Verhandlungen des Kongresses teilnahm, forderte von den beteiligten Vertretern der Großmächte die Errichtung einer föderalen Struktur, in der den Armeniern ein Bundesstaat in Ost-Anatolien zugestanden werden sollte. Er ging allerdings leer aus, denn mehr als ein Versprechen für die Durchführung von Reformen konnte er von den Delegierten der europäischen Mächte nicht abringen. Patriarch Kirimyan nahm sich die Unabhängigkeitsbewegungen auf dem Balkan zum Vorbild, in der Serben, Montenegriner, Rumänen und Bulgaren erst nach einem fünfzig Jahre andauernden bewaffneten Kampf, zahllosen Aufständen und massiver Unterstützung europäischer Mächte die Unabhängigkeit erlangten. In seinen Predigten in Van und Jerewan propagierte der Patriarch den bewaffneten Kampf als einzige Lösung und lieferte somit Segen und Anlass für die Gründung der ersten armenischen Verbände. Schnell kristallisierten sich die Provinzen Erzurum und Van zu Hot Spots armenischer Komitees und gerieten ins Visier osmanischer Gesetzeshüter, deren Vorkehrungen den Exodus der Verbände ins Ausland veranlassten.
„Antranik, der […] verantwortlich für unzählige Massenmorde war, wurde für seine Verbrechen nicht nur von den politischen Organisationen der Armenier verehrt, sondern auch mit Ovationen westlicher Regierungen überhäuft.“
Die Unterstützung, die den Komitees aus Russland und Großbritannien zuteilwurde, lieferte schließlich die nötige Motivation, um weitere Organisationen zu gründen und die bestehenden auszubauen. Zu den einflussreichsten und bis heute aktivsten armenischen Vereinigungen zählen die Hunchak (deutsch: Glocke) und Daschnaksutyun (Armenische Revolutionäre Föderation). Beide Organisationen, die zwischen 1888 und 1890 von russischen Armeniern in Genf und Tiflis gegründet wurden, vermochten in kürzester Zeit eigene Zeitungen zu publizieren und Pamphlete zu veröffentlichen, um in Anatolien ansässige Armenier gegen ihre eigene osmanische Regierung aufzuwiegeln. Beide Vereinigungen verfolgen sozialistische Ziele und sehen den Terror als legitimes Mittel zum Zweck. Mit Gewaltakten gegen Andersdenkende unter Armeniern und gegen Türken gehört zu Ihrem Programm. NEX24: … das waren sozusagen Aktivisten, die im Anzug und in polierten Lackschuhen unterwegs waren. Aber was waren dann diese sogenannten „armenischen Banden“? Prof. Selvi: Neben diesen gebildeten und weitsichtigen sozialistischen Armeniern gab es unzählige armenische Milizen, die in den zerklüfteten Bergregionen Ostanatoliens den bewaffneten Kampf gegen den osmanischen Staat aufgenommen hatten und in eine Allianz mit den beiden armenischen Organisationen eingegangen waren. Die Hunchak und Daschnaksutyun Organisationen versorgten nach relativ kurzer Zeit diese armenischen Kampfverbände mit Geld, Waffen und strategisch wichtigen Informationen, damit diese unter der Leitung von berüchtigten Milizenführern wie Antranik, Dro und Hamazsb ihre Aktivitäten fortsetzen konnten. Die Verzahnung beider Strukturen war so offensichtlich, dass sogar auf einem Kongress der Daschnaken im Jahre 1904 Antranik zum “Anführer der Kampfeinheiten in den Bergregionen” gewählt wurde. Antranik, der zwischen den Jahren 1900 und 1919 in Ost-Anatolien, auf dem Balkan und im Kaukasus verantwortlich für unzählige Massenmorde war, wurde für seine Verbrechen nicht nur von den politischen Organisationen der Armenier verehrt, sondern auch mit Ovationen westlicher Regierungen überhäuft. Mit unseren intensiven Archivrecherchen über Antranik konnten wir die unerbittliche Härte und Brutalität aufzeigen, mit der der armenische Milizenführer gegen unschuldige Zivilisten vorging. (Haluk Selvi, “Anadolu’dan Kafkasya’ya Bir Ermeni Çete Reisi: Antranik Ozanyan, VIII. Askeri Tarih Semineri, Ankara, 2001) NEX24: Terrororganisationen benötigen beachtliche Finanzmittel, um derartige Aktionen durchzuführen. Das ist auch heute so wie vor 100 Jahren der Fall. Woher und wie bezogen die armenischen Komitees ihre Geldmittel? Prof. Selvi: Die armenischen Kampfverbände in den Bergen stützten sich in wirtschaftlicher Hinsicht auf die armenischen Bewohner Ost-Anatoliens. Auch Russland förderte die armenischen Milizen, nachdem diese an Einfluss gewannen. Während die Milizionäre Waffen und Munition aus dem Iran und Russland bezogen, trieben sie alles Weitere gewaltsam von armenischen und muslimischen Dörfern ein. Russische Waffen, typische Kleidungsstücke wie die russische Fellmütze und Munition wurden bei der Gefangennahme von Milizionären aus dem Umfeld von Antranik und Dro sichergestellt. In den südlicheren Regionen hingegen war die Unterstützung Großbritanniens und Frankreichs viel offensichtlicher. Aus dieser Vielzahl an armenischen Milizen stachen vor allem die Hunchaken und Daschnaken durch ihre Professionalität besonders hervor. Wohlhabende Armenier im Inland und Kirchen schröpften diese Milizen als Finanzquellen. Wer Zahlungen verweigerte musste mit der Entführung des eigenen Nachwuchses rechnen oder damit, dass das eigene Geschäft lichterloh in Flammen aufging. Über die Verwendung der eingetriebenen Gelder kam es häufig zu Verwerfungen unter den Armeniern, was nicht selten mit internen Fehden ausgetragen wurde und tödlich endete. (Diese internen Auseinandersetzungen wurden mit Belegen aus Archivbeständen dokumentiert und in einer wissenschaftlichen Arbeit zusammengefasst: Haluk Selvi, Millet-i Sadıkada İsyan-Ermeni Komitacılarının Gizli Mektupları (1878-1923), İstanbul, 2011)
„Durch eine politische Indoktrination der armenischen Bevölkerung sollte sie in einem landesweiten Volksaufstand gegen die osmanische Obrigkeit aufgewiegelt werden – dies war das Hauptziel.“
Vor allem diese beiden Milizen, die die Saat für die sogenannte Armenische Frage streuten, finanzierten sich durch Schutzgelderpressungen, Spendenaktionen und waren sich dem Rückhalt der Regierungen Großbritanniens, Frankreichs und Russlands sicher. Ihre Budgets speisten sich zudem aus dem Verkauf eigener Publikationen wie Zeitschriften und Zeitungen und aus Zuwendungen amerikanischer Missionare. Vor allem letztere erwiesen sich als besonders umtriebig und errichteten im 19. Jahrhundert in allen anatolischen Städten Schulen und sonstige Einrichtungen speziell für die osmanischen Armenier. Sie wiesen auf die Situation der christlichen Glaubensbrüder hin und trieben so von anderen Missionseinrichtungen und Kirchen große Spenden ein. (Sehen Sie hierzu wiederum Haluk Selvi, “Terör Eylemlerine Tarihsel Bir Yaklaşım: Osmanlı Devleti’nde Ermeni Terör Eylemleri ve Yurtdışı Bağlantıları”, Uluslararası Güvenlik ve Terörizm Dergisi, Vol.21.) NEX24: Und wie groß war der Einfluss armenischer Milizen auf die osmanischen Armenier, die ja im Osmanischen Reich gemeinhin als millet-i sadıka bezeichnet wurden, was übersetzt „treue Bürger“ bedeutet? Prof. Selvi: Bis zur Proklamation der zweiten konstitutionellen Monarchie im Jahre 1908, der Legalisierung der armenischen Komitees wie der Hunchaken und der Daschnaken, der Begnadigung der Komiteeangehörigen und ihrem Einzug in das Parlament als Abgeordnete, galten diese als Terroristen und wurden gemeinhin von den osmanischen Armeniern auch als solche wahrgenommen. Allerdings mussten viele Armenier aus Furcht vor diesen Verbänden den Forderungen dieser Komitees nachkommen. Durch eine politische Indoktrination der armenischen Bevölkerung sollte sie in einem landesweiten Volksaufstand gegen die osmanische Obrigkeit aufgewiegelt werden – dies war das Hauptziel. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Armenier in den Metropolen des Reiches und auf dem Land weitgehend zufrieden mit ihrer Situation. Sie genossen Freiheiten und hatten sich einen Wohlstand erarbeitet – Verhältnisse, die nicht einmal den Armeniern im Russischen Reich vergönnt waren. Nichtsdestotrotz gelang es den armenischen Milizen von Zeit zu Zeit armenische Reichsbürger aufzuwiegeln und sie mit der Verheißung eines unabhängigen armenischen Staates auf die Barrikaden zu bringen. Unter den kaukasischen Armeniern stießen die Komitees eher auf Ablehnung, denn diese beäugten die revolutionären Milizionäre mit Argwohn und fürchteten eine Destabilisierung ihrer Situation im Russischen Reich. Selbst der erste armenische Ministerpräsident Ovannes Katschaznouni gestand auf einer Versammlung der Daschnaken in Bukarest die Fehler der Armenier ein und die daraus resultierenden enormen Verluste für sein Volk. Im Übrigen ist auch diese Kritik Katschaznounis als Buch veröffentlicht worden. NEX24: Lobby-Historiker verbreiten über Mihran Damadyan in der westlichen Öffentlichkeit beflissen das Image eines Saubermannes. Mal ist er ein „Schriftsteller“, mal ein „Freiheitskämpfer“, dann ein „Pädagoge“. Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, liegt auf der Hand. Unbeirrt werden Straftäter wie Tehliryan, Torlakyan, Monte Melkonyan als Helden stilisiert. Dem als „Schächter von Kars“ berüchtigten General Dro, alias Drasdamat Kanayan, und dem Attentäter Tehliryan wurden gar Denkmäler errichtet. Das zeugt von einem sehr verfälschten Geschichtsverständnis. Was wird mit dieser (falschen) Heldenverehrung bezweckt? Prof. Selvi: Jedes Volk hat seine Helden und diese Helden wurden in den Erwartungen dieser Völker geboren. Bei den Armeniern existieren auch einige historische Gestalten als Helden. Die armenischen Helden unseres Zeitabschnitts beginnen ab den 1890er Jahren bis in unsere heutige Zeit. Antranik, Hamazsb, Dro, Armen Garo (Karekin Pastırmacıyan, Tehliryan, Melkonyan usw.). Das wesentliche Merkmal bei diesem Personenkreis besteht darin, dass es sich hierbei um bewaffnete Aktivisten handelt, die die türkische Bevölkerung grausam malträtiert haben. Sie sind es, die den Terror im Osten Anatoliens entfacht hatten und verantwortlich waren für die Benachteiligung des armenischen Volkes. Sie waren es, die behaupteten wegen den Armeniern aus Rache zur Waffe gegriffen zu haben.
„Als Kriegsverbrecher Antranik nach Kriegsende 1919 nach Paris kam, veranstaltete die französische Regierung zu seinen Ehren Festlichkeiten. Am Ende schmückten seine Brust zahlreiche Orden, die ihm vom französischen Präsidenten verliehen wurden.“
Sie waren es wiederum, die in der europäischen Öffentlichkeit wie Helden empfangen und mit Orden geehrt wurden. Sie waren es, die bei den Balkankriegen 1912 mit einer schlagkräftigen Einheit von 2.000 Mann in der bulgarischen Armee in der Gegend von Tekirdağ und Edirne Tausende von unschuldigen Zivilisten ermordeten. Antranik, der muslimische Dörfer überfiel, wurde nach dem Krieg vom bulgarischen Zar Ferdinand mit [militärischen] Orden geehrt. Letztes Jahr wurde von ihm in Plowdiw eine Statue eingeweiht. Dieser Milizenchef, der während des Ersten Weltkriegs die armenischen Freiwilligeneinheiten anführte und in der russischen Armee diente, wurde von diesen zum Generalsrang befördert. In unseren Archivbeständen sind die Namen aufgeführt und in den Regionen Erzurum, Van und Berg-Karabach hat dieser mindestens 150.000 Zivilisten ermorden lassen. Aber in einem Hunchaken-Marsch heißt es: “Lass uns in die Türkei gehen Bruder Antranik, schlachten wir die Türken, damit Armenien entsteht.” Als Kriegsverbrecher Antranik nach Kriegsende 1919 nach Paris kam, veranstaltete die französische Regierung zu seinen Ehren Festlichkeiten. Am Ende schmückten seine Brust zahlreiche Orden, die ihm vom französischen Präsidenten verliehen wurden. Die Begründung hierfür konnte nach seinem Tod auf dem Denkmal des Pariser Nationalfriedhofs nachgelesen werden: “Zu Ehren der im Osten für Frankreich kämpfenden und gefallenen Armenier.” Das imperialistische Europa und Russland hatten die zunächst unbeteiligten Armenier des Ostens instrumentalisiert, dann in die Berge getrieben und schließlich 1923 fallen gelassen. Wie 1970, 1980 und 1990, benutzen diejenigen, die mit der Türkei ein Hühnchen zu rupfen haben, weiterhin die Armenier und Armenien mit den Ereignissen von 1915. Die über 1.000 Vereine der armenischen Diaspora in der Welt halten ihr Auskommen mit der “Genozid-Industrie” aufrecht. Treibe es bei den reichen Armeniern ein und gebe es aus, wenn du es brauchst… Die Massaker, die Antranik zwischen 1892-1920 durchführte, setzten Melkonyan und Kotscharyan in Berg-Karabach und Hodschali fort. Die Sichtweise des demokratischen und modernen Europas, Russlands, der Europäischen Union, der USA und der armenischen Nationalisten gegenüber Antranik und Melkoniyan ist identisch; Sie werden zu Freiheitskämpfern und Helden stilisiert. Was ist mit den ermordeten unschuldigen Märtyrern, die Frauen, die Kinder, die alten Leute…? Wessen Schuldige oder Helden sind sie? Die Menschheit muss das hinterfragen. NEX24: In der westlichen Öffentlichkeit ruft das Stichwort „Armenische Frage“ stets das Bild des armenischen Opfers ins Bewusstsein der Menschen. Im Westen ist die Vorstellung verbreitet, dass armenische Zivilisten mit Gewalt umgesiedelt, massakriert und sogar einem Völkermord zum Opfer gefallen sein sollen. Diese Perzeption ist nicht zuletzt der seit einhundert Jahren andauernden armenischen Lobbyarbeit geschuldet. Im Gegensatz zur westlichen Wahrnehmung steht die „Armenische Frage“, sowohl in der Türkei als auch in Aserbaidschan, als Synonym für groß angelegte Massaker an der muslimischen Zivilbevölkerung. Welche Rolle spielten bei diesen ethnischen Säuberungen die armenischen Milizen? Warum wurden diese Gewaltverbrechen an wehrlosen Muslimen verübt? Prof. Selvi: Damit die Armenier die Unabhängigkeit erlangen konnten, bedurfte es provokativer Handlungen, um gegenseitige Massaker anzustacheln, so wie es Europa herbeigesehnt hatte. So entstanden die ersten armenischen Aktionen. Obwohl bei diesen Aktionen wesentlich mehr Türken getötet wurden, hat die europäische Öffentlichkeit die Ereignisse gerade umgekehrt bewertet und behandelt. Somit wurde das angestrebte Ziel erreicht. Um aus dem Provinzen Erzurum, Van, Bitlis, Diyarbakır, Sivas, Elazığ und Trabzon ein Armenien zu gründen, musste man dafür entsprechend die demografischen Strukturen schaffen. Die Armenier waren in diesen Gebieten in der Minderheit. Um die entsprechenden demografischen Strukturen zu realisieren, gab es zwei Methoden: Erstens, die Türken gewaltsam zu vertreiben und zweitens, bei den vor Ort gebliebenen ein Gemetzel anzurichten. Während des Ersten Weltkriegs, als Erzurum, Erzincan, Bayburt, Trabzon und Van unter russischer Besetzung standen, wurde nahezu die Hälfte der osmanischen Bürger von den Hilfstruppen der Russen, den armenischen Milizen, nach Mittelanatolien vertrieben und weite Landstriche entleert. Die Maßnahmen fruchteten, denn die demografischen Strukturen änderten sich allmählich zugunsten der Armenier. Als jedoch 1917 in Russland die bolschewistische Revolution ausbrach und die zaristischen Truppen den Rückzug antraten, verließen ihre armenischen Schergen mit ihnen und eine breite Blutspur durchzog Ostanatolien: Sie betrieben buchstäblich eine Politik der verbrannten Erde: Hinter ihnen lagen Ruinen, lodernde Städte, Massengräber und ein Heer an verwaisten Kindern. NEX24: Das sind in der Tat die Szenen, die im kollektiven Bewusstsein der Menschen in der Türkei und in Aserbaidschan verankert sind. Es ist so als, ob sich die armenische Gewalt in Karabach wiederholt. Warum konnten weder die Türken in Anatolien noch in Aserbaidschan ihre eigene Opferrolle in der armenischen Frage nicht ausreichend zur Sprache bringen? Wie kann diese Schieflage in der Darstellung der Ereignisse behoben werden und welche Hausaufgaben müssen die Türken in der Diaspora machen? Prof. Selvi: Eigentlich hat die Türkische Republik nach dem Vertrag von Lausanne es vorgezogen mit dieser Angelegenheit abzuschließen, mit einem neuen Geist in die Zukunft zu blicken. In der Absicht sich außenpolitisch mit der internationalen Staatengemeinschaft zu integrieren hat sie den Weg des Friedens gewählt. Diese Denke gehört sogar zur Staatsdoktrin und wurde im Leitsatz von Staatsgründer Atatürk “Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt” treffenderweise zusammengefasst. Kurzum, die junge Republik wollte alle Feindseligkeiten vergessen. Nach Lausanne hat allerdings die armenische Diaspora und die Armenische Republik in einem veröffentlichten Kommuniqué an die führenden europäischen Staaten erklärt “Ihr habt uns wieder im Stich gelassen, aber wir werden an unseren Ansprüchen in Ostanatolien festhalten.
„Ferner hielt der Westen, der die [armenische] Angelegenheit initiierte und konstruierte, das armenische Narrativ für immer glaubwürdig.“
Wir werden als Einheit arbeiten und die neuen Generationen mit diesem Bewusstsein erziehen und die Ereignisse von 1915 nicht in Vergessenheit geraten lassen. Als in den 1970er Jahren die Anschlagsserie der armenischen Terrororganisation ASALA gegen die Bürger der Türkischen Republik und deren Einrichtungen begannen, gab es in der Türkei ein Umdenken und man begann über das Thema zu forschen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Armenier Tausende von Büchern und Artikeln veröffentlicht und an jedem 24. April waren sie in den Städten in Europa und den USA in der Öffentlichkeit sehr effizient. Für die in der Diaspora lebenden fast vier Millionen Armenier ist die „Genozid-Psyche“ ein Existenzgrund, um nicht aufgelöst zu werden. Wenn dieser kleinste, identitätsstiftende gemeinsamer Nenner verschwinde, so ihre Ansicht, würden auch die Armenier in den Gesellschaften, in denen sie lebten, sich auflösen und sich assimilieren. Ferner hielt der Westen, der die [armenische] Angelegenheit initiierte und konstruierte, das armenische Narrativ für immer glaubwürdig. Den Sachverhalt des Genozids haben zwischen 1890-1915 die für Europa und die USA als heilig geltenden Missionare sowie die als Führungspersönlichkeiten geltenden Diplomaten und Staatslenker aufgebaut. Aus diesem Grund wurden die Armenier in Europa und den USA schon immer als das Opfervolk angesehen. Doch das sollte kein Hindernis darstellen, um die Wahrheit über die Ereignisse von 1915 vorzutragen. In den letzten 20 Jahren wurden zu diesem Thema sehr viele Dissertationen geschrieben und Bücher dazu veröffentlicht. Diese Arbeiten müssen der Weltöffentlichkeit zugängig gemacht werden. In den letzten Jahren haben die beiden Staaten, die Türkei und Aserbaidschan, ihre Arbeiten in der Diaspora forciert. Der wichtigste Grund warum sie in dieser Frage bisher zurückgeblieben sind, besteht darin, dass sie im Besitze eines Staates sind und auf internationaler Ebene sich nicht mit anderen Völkern auseinandersetzen wollen. Jetzt haben sie viel Arbeit vor sich. Nach dem Vorbild der Griechen, der Armenier und der Juden sollten auch die Angehörigen der türkischen Diaspora Verbände gründen, und Aufklärungsarbeit in eigener Sache betreiben. Wir befinden uns in einem Informationszeitalter und die Menschen haben verschiedene Möglichkeiten, um sich zu informieren. Wenn die Türken über sich nicht selbst erzählen, werden ihre Widersacher, wie vorher auch, sie weiter herabwürdigen und mit falschen Verdächtigungen fortfahren. NEX24: Herr Professor Selvi, die armenische Diaspora bzw. ihre Lobbygruppierungen und die von ihnen bezahlten Historiker üben mit aller Macht Druck auf nationale Parlamente aus und versuchen so die Geschehnisse des Jahres 1915 zu politisieren. So beugte sich der Bundestag 2016 dem Einfluss der armenischen Lobbygruppierungen und bezeichnete in einem Bundestagsbeschluss die armenischen Verluste als Völkermord. Dem schloss sich letztes Jahr auch der US-Senat an. Wie bewerten sie als Wissenschaftler diese Entwicklung, in der sich Lobbygruppierungen und Politiker diesem Thema annehmen? Prof. Selvi: Um ihre historischen Bestrebungen zu verwirklichen, versuchen griechische und armenische Lobbyorganisationen die Ereignisse zwischen 1915-1923 als ein gegen sie begangenen Genozid darzustellen. Um diesen Plan umzusetzen, müssen gewisse Etappen durchlaufen werden. Zunächst erkennen die politischen Institutionen der europäischen Staaten und der USA diese Ereignisse als Genozid an und diese Staaten üben dann gegenüber der Türkei politischen, wirtschaftlichen und militärischen Druck aus, und sorgen dafür, dass sie [die Türkei] den vermeintlichen Völkermord anerkennt. Nachdem die Türkei die Ereignisse als Genozid anerkannt hat, soll sie zur Zahlung von Schmerzensgeld an die Nachkommen der angeblich getöteten und zu Reparationszahlungen an die zuständigen Staaten verurteilt werden. Diese Verurteilung würde auf der anderen Seite ein Eingeständnis über die demografische Mehrheit der Armenier und Griechen in Ostanatolien und im Schwarzmeergebiet bedeuten. Im Endeffekt würde für die Gebietsansprüche eine rechtliche Grundlage geschaffen. In der Tat haben bis heute weder Armenien noch Griechenland ihre Gebietsansprüche gegenüber der Türkei aufgegeben. Da allerdings die Beweise über die Ereignisse zwischen 1915-1923 zum angeblichen Genozid fehlen, wird versucht über Schulbücher, den Gesellschaften darüber das Bewusstsein zu vermitteln und über politische Institutionen die Türkei zu verurteilen. Wenn beide Staaten Beweise für ihre Anschuldigungen zum armenischen und pontischen Genozid hätten, müssten sie vor internationalen Gerichten Klage einreichen. Da sie aber diesen Weg nicht beschreiten können, versuchen sie es über die Parlamente und über die Überzeugung der Bevölkerung.
„Die türkischen Archive sind für alle geöffnet. Allerdings sind die armenischen Archive noch immer nicht für Forscher frei zugänglich. Die Archivdokumente belegen, dass es sich bei den Ereignissen von 1915 um keinen Genozid handelt. Die Welt sieht sozusagen darüber hinweg.“
NEX24: Wird denn auf diese Art und Weise die Geschichte nicht instrumentalisiert, um ein gewisses politisches Ziel zu erreichen? Prof. Selvi: Was Armenier und Griechen bewerkstelligen ist weltweit beispiellos. Die Armenier, die zwischen 1890-1923 aus unterschiedlichen Gründen Anatolien verlassen haben, lebten mit den Türken in unmittelbarer Nachbarschaft und sie kannten sich wirklich gut. Sie wussten nur allzu gut, wie besonnen ihre türkischen Landsleute waren. Aber die dritte Generation der armenischen Jugend in der Diaspora verknüpft mit einem “Türken” etwas sehr Negatives. Das ist der Propagandaarbeit der Daschnaken und Hunchaken an diesem Volk geschuldet. Solange ihnen, den Armeniern, niemand beisteht, würden sie weiter leiden. Geschichtsklitterung bringt den Völkern keine Freude, sondern stellt eher eine Belastung dar und ist mit Frustrationen verbunden. NEX24: Recep Tayyip Erdogan forderte während seiner Amtszeit als Ministerpräsident der Türkei die Berufung einer vor Armeniern und Türken paritätisch besetzten Historikerkommission. Warum verweigert die armenische Seite die Aufarbeitung der gemeinsamen Geschichte? Prof. Selvi: Derartige Versuche hat es in den letzten 20 Jahren mehrfach gegeben. Die türkische Seite sowie Historiker und Politiker der armenischen Seite kamen zusammen, um über historische Ereignisse und insbesondere über die Vorfälle von 1915 zu sprechen. Der letzte Versuch zwischen Türken und Armeniern eine Friedensbande zu knüpfen und die Absicht die gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten, wurde seitens der armenischen Komitees, die aus dem Genozid-Kommerz ihre Existenzberechtigung ableiten und von europäischen Politikern zunichtegemacht. Die Föderation für Gerechtigkeit und Demokratie, die die in Europa lebenden Armenier bei den Institutionen der EU öffentlich repräsentiert, hat die zwischen Türken und Armeniern in Paris gegründete Türkisch-Armenische Organisation für Zusammenarbeit (FRAT) verurteilt und wiederholte, der Weg des Dialogs führe über die Anerkennung des Genozids von 1915 durch die Türkei. Nach türkischer Auffassung sollten geschichtliche Ereignisse Historikern überlassen werden, was auch heute noch seine Gültigkeit hat. Dass armenische Historiker sich an einen Tisch setzen, war schon außergewöhnlich. Aber nach der dritten Zusammenkunft zogen sich die armenischen Historiker von den Gesprächen zurück, da auf sie ein sehr großer Druck ausgeübt wurde. Die Diaspora-Organisationen befürchteten, dass alle ihre Bemühungen der letzten 100 Jahre für die Katz sein könnten. Nach ihrer Auffassung ist der Sachverhalt des “Armenischen Völkermords” in Frage gestellt worden, der durch die Weltöffentlichkeit akzeptiert wurde. Türkische und armenische Historiker diskutierten, ob das der Wahrheit entsprach und das war inakzeptabel. Wegen dieser Herangehensweise stellen sich die Armenier entschieden gegen eine Diskussion von Historikern. Die türkischen Archive sind für alle geöffnet. Allerdings sind die armenischen Archive noch immer nicht für Forscher frei zugänglich. Die Archivdokumente belegen, dass es sich bei den Ereignissen von 1915 um keinen Genozid handelt. Die Welt sieht sozusagen darüber hinweg. Das Interview führten Ferhat Avşar und Kemal Bölge

Mihran Damadyan – Die Bekenntnisse eines armenischen Untergrundkämpfers 

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Zum Thema – NEX24 Interview –

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“
 

Österreich
MMA-Kämpfer Wilhelm Ott zum Islam konvertiert

Wien – Der österreichische Profi MMA-Kämpfer  Wilhelm Ott ist zum Islam konvertiert. Die Corona-Krise und die Ausgangssperren hätten ihm die Ruhe gegeben, um zum Glauben zu finden. Wie der 37-jährige Kampfsportler auf Instagram mitteilte, habe er sich seit vielen Jahren für den Islam interessiert, sich jedoch politisch beeinflussen lassen und letztlich davon abgewendet. In schwierigen Zeiten habe der Islam ihm die notwendige Kraft gegeben, so Ott weiter. Sein Glaube sei nun stark genug, um „den einzig wahren Gott“ anzuerkennen und die Schahada auszusprechen. Er könne nun mit Stolz sagen, dass er Muslim ist. Ott spricht in dem Video die Schahada aus. Die Schahada ist das Glaubensbekenntnis des Islams, das die erste der fünf Säulen des Islam bildet.
„Ich bezeuge: Es gibt keinen Gott außer Allah und ich bezeuge, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist.“
(Aschhadu an la-ilaha-ill-allah wa aschhadu enna muhammadan rasulullah) In einem weiteren Video dankt Ott dem türkischen MMA-Kämpfer Burak Kizilirmak, der ihm einen Koran und Gebetsteppich geschenkt habe. Gemeinsam mit weiteren Gläubigen habe er das Freitagsgebet verrichtet.  Auf Instagram hat der österreichische Kämpfer den Namen „Khalid“ hinzugefügt. https://www.instagram.com/p/B_FilhugD-_/

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– Sinead O‘ Connor wird Muslima –

Sängerin Sinead O’Connor bedankt sich bei Muslimen

In einem neuen Tweet dankte die irische Sängerin, die mit dem Song „Nothing compares to you“ Weltruhm erlangte, den Muslimen für ihre Unterstützung und freundliche Aufnahme in die „Ummah“, der muslimischen Weltgemeinschaft.

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NRW
Auch ohne Kundenkarte: METRO öffnet für alle Endverbraucher

Das Düsseldorfer Großhandelsunternehmen METRO Deutschland öffnet in NRW 18 Großmärkte für alle Verbraucher. Die Öffnung umfasst alle METRO Standorte in Nordrhein-Westfalen und ist vorerst bis zum 03. Mai 2020 gültig. Einer entsprechenden befristeten Nutzungsänderung für diese erweiterte Öffnung hat das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen am 22. April 2020 zugestimmt. Damit ist METRO in NRW bis zum 3. Mai nicht mehr ausschließlich für Gewerbetreibende zugänglich, sondern auch für Endverbraucher ohne METRO Kundenkarte. Auf diese Weise ermöglicht das Großhandelsunternehmen einem erweiterten Kundenkreis Zugang zu Lebensmitteln während der Corona-Krise und unterstützt damit die Grundversorgung der Region. Die Öffnung erfolgt selbstverständlich unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie der geltenden Abstandsregeln. „Wir leisten gerne einen Beitrag, um in Absprache mit der Landesregierung den Bewohnern von NRW eine weitere sichere Einkaufsmöglichkeit zu eröffnen“, sagt Frank Jäniche, CEO METRO Deutschland. „Dafür bieten unsere Großmärkte mit ihrem breiten Warensortiment, weiträumigen Verkaufsflächen und höchsten Hygienestandards ideale Voraussetzungen.“ In Nordrhein-Westfalen betreibt METRO insgesamt 18 METRO Großmärkte an den Standorten Dortmund-Mitte, Dortmund-Oespel, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Köln, Krefeld, Leverkusen, Mülheim (Ruhr), Neuss, Porta Westfalica, Recklinghausen, Sankt Augustin, Schwelm, Siegen, und Würselen sowie METRO GASTRO Märkte in Düren und Iserlohn. NRW ist in vielerlei Hinsicht eine Kernregion für METRO. Zum einen haben sowohl die Zentralverwaltung des deutschen Großhandelsgeschäfts als auch die Muttergesellschaft METRO AG ihren Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Außerdem wurde der erste METRO Markt weltweit 1964 in Mülheim an der Ruhr gegründet. Breites Sortiment und große Verkaufsflächen Die METRO Märkte bieten ein Sortiment von durchschnittlich rund 20.000 Food und 30.000 Non-Food Artikeln auf einer Verkaufsfläche zwischen 7.000 und über 16.000 Quadratmetern. Das kleinere METRO GASTRO-Format hat mit einem Sortiment von rund 12.000 Artikeln einen Fokus auf Lebensmittel. Neben einer breiten Auswahl aus regionalen Produkten bietet METRO ein umfassendes Sortiment an heimischem wie exotischem Obst & Gemüse, Fleisch und Fisch sowie Käse und Molkereiprodukten an. Neben ausgewählten Weinen und Spirituosen, zeichnet sich das Angebot durch Profi-Artikel im gesamten Trockensortiment sowie bei internationalen Spezialitäten aus. „Selbstverständlich sind wir auch weiterhin für unsere gewerbetreibenden Kunden da und versuchen insbesondere die Gastronomie bestmöglich zu unterstützen, beispielsweise mit diversen digitalen Lösungen auf unserer Gastro-Online-Plattform DISH oder durch unsere Gastro-Experten“, sagt Frank Jäniche. Fokus auf Gewerbetreibende bleibt Mit der Entscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglicht das zweite deutsche Bundesland eine zeitweise Öffnung der Großmärkte für Endverbraucher, in denen sonst nur Gewerbetreibende wie Gastronomen, Kioskbetreiber und sonstige Kleinunternehmen einkaufen dürfen. Ende März machte die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern, zunächst befristet bis zum 19. April, den Weg frei für eine Öffnung von fünf METRO GASTRO Märkten in der Region. Diese Regelung wurde am 20. April bis zum 3. Mai verlängert.

Geschichte
Türkei: Das Kinderfest am 23. April und seine Bedeutung

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de  Jedes Jahr wird in der Türkei der 23. April als Kinderfest gefeiert und es finden Feierlichkeiten, Musik- und Theaterfeste statt. Aus gegebenem Anlass fallen die Veranstaltungen dieses Jahr zwar aus, aber die Kinder sollen diesmal zu Hause mit ihren Familien feiern. Zu diesem Fest werden auch Kinder aus über 40 Ländern in die Türkei eingeladen, damit alle Kids gemeinsam spielen und feiern können. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon einmal gefragt was hinter diesem Kinderfest steckt und was der genaue Anlass für den 23. April ist. In Deutschland können wir uns gar nicht ausmalen, dass es in der Türkei einen Tag nur für Kinder gibt und dieser Tag dann auch noch ein offizieller Feiertag ist. Ich werde versuchen den Sachverhalt möglichst einfach zu erklären. Der Grund ist historisch-politischer Natur: Am 23. April 1920 wurde in Ankara die Große Nationalversammlung (Türkiye Büyük Millet Meclisi), also das Parlament, durch Mustafa Kemal Pascha (der spätere Atatürk) eröffnet und dieser wurde durch die Abgeordneten zum Parlamentspräsidenten gewählt. Das Datum steht für die Verkündung der Souveränität des türkischen Volkes. Was so staatstragend klingt, hat einen wichtigen Hintergrund. In den frühen Morgenstunden des 13. November 1918, wurde die damalige osmanische Hauptstadt Istanbul von insgesamt 61 alliierten Kriegsschiffen belagert und schließlich von einrückenden Truppen besetzt. Nach der Niederlage des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkriegs an der Seite der Mittelmächte (Deutsches Reich, Österreich-Ungarn und Bulgarien) und dem Waffenstillstandsabkommen von Moudros am 30. Oktober 1918, war die Besetzung von Istanbul nur noch eine Frage der Zeit. Bei der ersten Besetzung am 13. November 1918 wurden strategisch wichtige Stellen in der alten Hauptstadt besetzt, die Verwaltung blieb – sofern man überhaupt von Eigenständigkeit sprechen kann – in türkischer Hand. Mit der zweiten Besetzung am 16. März 1920, wurde auch die eigenständige Verwaltung abgeschafft. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Mit der alliierten Besetzung von Istanbul, ging auch die Kontrolle über die Meerengen an die Briten über. Die osmanischen Einheiten der Blitz-Armeen (Yıldırım Ordular), die von Mustafa Kemal Pascha befehligt wurden und an den Fronten in Palästina, Syrien und im Irak kämpften, wurden aufgelöst. Nach dieser Auflösung machte sich General Mustafa Kemal Pascha auf den Weg nach Istanbul. Er kam am 13. November 1918 am Bahnhof von Haydarpaşa an und als er die alliierten Kriegsschiffe am Bosporus ankern sah, sagte er einen legendären Satz „So wie sie [die feindlichen Schiffe] gekommen sind, so werden sie auch wieder gehen.“ Er blieb etwa fünfeinhalb Monate in Istanbul und versuchte den Widerstand zu organisieren. Doch genau dieser Satz sollte zum Fanal für die Auflehnung und den späteren Befreiungskrieg gegen die alliierten Besatzer werden. Am 19. Mai 1919 landete General Mustafa Kemal mit einem Schiff in der Schwarzmeerstadt Samsun an und mit dieser Ankunft begann der eigentliche Befreiungskrieg. Zu diesem Zeitpunkt waren alle Teile Anatoliens besetzt. Die Briten marschierten in Mosul (im heutigen Irak), Konya, Antep, Kilis und Iskenderun ein, während die Franzosen Adana, Osmaniye und Mersin unter ihre Kontrolle brachten. Mit der französischen Armee rückten in Kozan, Osmaniye, Mersin und Adana auch armenische Milizen ein. Nach der Waffenstillstandsvereinbarung von Moudros, was einer Kapitulation des Osmanischen Reiches gleichkam, nutzten in Ostanatolien armenische Milizen die Gunst der Stunde und ermordeten die türkische Zivilbevölkerung zu Hunderttausenden auf bestialische Weise. Die italienische Armee besetzte Antalya, Fethiye, Bodrum und Kuşadası. Ein wichtiger Meilenstein bei der Befreiung Anatoliens von den Invasionsarmeen, waren die Kongresse in Erzurum (Juli 1919) und Sivas im September 1919. Insbesondere durch die Zusammenkunft der Vertreter aus allen Landesteilen in Sivas, wurde der Grundstein für den Befreiungskampf gelegt. Im Mai 1919 besetzte die griechische Armee Izmir und die Umgebung. Das Ziel bestand darin, die Nord- und Westküste Anatoliens zu okkupieren und vollendete Tatsachen zu schaffen. Bei ihrem Vorstoß ging die griechische Armee mit äußerster Brutalität gegen die türkische Bevölkerung vor und verübte unzählige Massaker. Der Vertrag von  Sèvres vom August 1920, sah die endgültige Zerschlagung des türkischen Siedlungsgebietes in Anatolien und der europäischen Türkei vor. Dieser Vertrag wurde nie umgesetzt, weil Mustafa Kemal Pascha und seine Kameraden dieses Abkommen entschieden ablehnten und zur Regierung des Sultans, die unter der Gnade der britischen Hochkommissariats in Istanbul stand, ein Parlament gewählt und eine Gegenregierung in Ankara gebildet hatten. Obwohl der erste bewaffnete Widerstand zunächst im Südosten Anatoliens gegen die Besatzungsarmee der Franzosen begann, wurden die ersten Einheiten der „Nationalen Kräfte“ („Kuvâyı Milliye“) in Westanatolien gegen die griechische Armee eingesetzt. Trotz großer Schwierigkeiten gelang es der türkischen Befreiungsbewegung unter Mustafa Kemal und Ismet Inönü Pascha die griechische Invasionsarmee vernichtend zu schlagen und am 9. September 1922 Izmir zu befreien. Nach der Niederlage der Griechen mussten sich auch die Franzosen, Italiener, die armenischen Milizen und zuletzt dann auch die britische Armee aus Istanbul zurückziehen. Mit der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne begann ein neuer Zeitabschnitt und dies war zugleich die Geburtsstunde der Türkischen Republik. Wie ich anfangs schon erläutert habe, handelt es sich beim 23. April 1920 um die Eröffnung des Parlaments in Ankara. Wie heißt es doch immer wieder: Der Souverän ist das Volk. Das türkische Volk hatte quasi am 23. April 1920, also genau vor 100 Jahren, seine Befugnis den gewählten Abgeordneten übertragen. Atatürk hatte seinerzeit die Idee, den 23. April den Kindern der Türkei als Feiertag zu widmen. Seit 1929 wird der 23. April in der Türkei alljährlich als Feiertag der Kinder gefeiert. Kinder übernehmen dabei symbolisch die Macht. Sie dürfen sich als Präsident, Parlamentspräsident, Minister oder als Rathauschef einer Stadt austoben. Wie in dem berühmten Song von Herbert Grönemeyer, „Kinder an die Macht“, aus dem Jahre 1986. Hier ein Auszug aus dem Lied:
„Gebt den Kindern das Kommando Sie berechnen nicht was sie tun Die Welt gehört in Kinderhände Dem Trübsinn ein Ende Wir werden in Grund und Boden gelacht Kinder an die Macht“

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Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.

Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Onlinedienste helfen durch den Alltag

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WERBUNG Auf einmal ging es ganz schnell. Noch vor wenigen Monaten war der Coronavirus für die meisten Menschen in Deutschland nichts weiter als etwas, über das man in den Nachrichten liest. Der Virus war damals hauptsächlich im asiatischen Raum ausgebreitet und machte nicht den Anschein, sich in Europa zu einem ernsten Problem zu entwickeln. Innerhalb von wenigen Wochen änderte sich die Situation rapide. Ein Land nach dem anderen schloss seine Grenzen und verhängt Ausgangssperren für seine Bewohner. Auch in Deutschland besteht die Chance, dass bald eine Ausgangssperre eingeführt wird und niemand mehr ohne triftigen Grund nach draußen darf. Was tut man also, wenn man in seinen eigenen vier Wänden eingesperrt ist? Und noch viel wichtiger: wie stellt man sicher, dass die eigene Gesundheit nicht unter der Selbstisolation leidet? Schließlich ist es zur Zeit wichtiger als je zuvor, gesund zu bleiben und das eigene Immunsystem zu stärken. Zum Glück gibt es einige Dienstleister, die Ihnen dabei helfen können. Trotz der Ausgangssperren können Sie mit den Produkten dieser Firmen dafür sorgen, dass Ihre Gesundheit geschützt bleibt. Einige dieser Dienstleister stellen wir nun vor.
(Symbolfoto: pixa)
Coronavirus-Tests Viele Experten haben bereits betont, dass die Isolierung des Großteils der Menschheit keine dauerhafte Lösung für die Coronavirus-Krise darstellen kann. Bereits jetzt wird angenommen, dass die wirtschaftlichen Folgen der Krise desaströs sein werden. Welche Ausmaße diese annehmen, wenn die derzeitige Situation noch mehrere Monate andauert, darf man sich kaum vorstellen. Die Lösung muss daher sein, dass möglichst viele Menschen auf den Virus getestet werden und dann ein Modell entwickelt wird, wie die Situation bis zum Erscheinen eines Impfstoffs geregelt wird. Zum Glück gibt es bereits einige Unternehmen, die Tests für Deutsche anbieten. Sogar noch besser: die Tests werden in der Regel von den Krankenkassen bezahlt und sind für die Bevölkerung damit gratis. Online-Apotheken In den Zeiten des Coronavirus wird eine Sache besonders wichtig: die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Das betrifft nicht nur Coronavirus-Patienten, sondern auch Menschen, die an anderen Krankheiten leiden und dafür eventuell verschreibungspflichtige Medikamente benötigen. Es ist wohl keinem Menschen zu verübeln, wenn dieser im Moment nur ungern eine Arztpraxis oder Apotheke betreten und dort den Kontakt zu Coronavirus-Infizierten riskieren würde. Die Lösung für dieses Problem kommt von den Online-Apotheken. Mittlerweile gibt es verschiedene Dienste im Internet, bei denen Menschen auch verschreibungspflichtige Medikamente ganz einfach online kaufen können. Diese Dienste bieten auch eigene Ärzte an, die eine Telediagnose durchführen und bei Bedarf die passende Medizin verschreiben können. In Deutschland ist DoktorABC eine sehr beliebte Wahl. Viele Menschen nutzen diesen Dienst jeden Tag und sparen sich damit den Weg zum Arzt oder zur Apotheke. Online-Supermärkte Nicht nur Medizin kann heutzutage online gekauft werden, sondern auch Lebensmittel. Viele Supermarktketten, wie zum Beispiel Rewe, Edeka oder Real, bieten ihren Kunden bereits die Option an, über das Internet dort einzukaufen und die Waren direkt an die Haustür geliefert zu bekommen. Auch der Internetriese Amazon hat bereits mit dem Lieferdienst Amazon Fresh Lebensmittel in sein Sortiment aufgenommen. Das Problem mit den Online-Supermärkten ist derzeit jedoch, dass diese stark ausgelastet sind. Daher verzögert sich die Lieferzeit bei vielen Anbietern derzeit auf bis zu eine Woche oder sogar noch länger. Bestellen Sie daher am besten rechtszeitig und planen Sie längere Wartezeiten ein. Fazit In Selbstisolation zu leben, ist für keinen Menschen einfach. Neben den fehlenden sozialen Kontakten ist vor allem die Versorgung mit wichtigen Gütern wir Nahrungsmitteln oder Medizin für viele Menschen derzeit schwieriger als zuvor. Allerdings gibt es einige Unternehmen, die Ihnen mit diesem Problem helfen können. Online-Dienste können Ihnen dabei helfen, diese schwierige Zeit ein wenig einfacher zu gestalten und gleichzeitig Ihre Gesundheit zu schützen. Denken Sie daran, dass der beste Weg zur Bekämpfung des Virus derzeit die Isolation der Bevölkerung darstellt. Bis die Regierungen einen neuen Plan entwickeln, sollte jeder Mensch den Kontakt zu Fremden weitgehend meiden.

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Obwohl die Türkei zu den Ländern gehört, die am schnellsten mit Maßnahmen auf die sich anbahnende Corona-Krise reagierte, bezeichnete das Nachrichtenmagazin Focus den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als „Corona-Ignoranten“ und behauptete, er habe zu lange gezögert.  In der Türkei lebende Deutsche widersprechen den Behauptungen des Focus jedoch.

Türkei-Deutsche: Die haben hier schneller reagiert als in Deutschland