Corona-Pandemie
Türkei: 6300 Lira Strafe für Deutschtürken wegen Nichteinhaltung der Ausgangssperre

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Konya – In der zentraltürkischen Stadt Konya wurden zwei Personen, die sich nicht an die Quarantänebestimmungen sowie die Ausgangsbeschränkungen der Behörden gehalten haben, mit einer Geldstrafe belegt. Damit gehört das Paar zu den ersten Menschen in der Türkei, die im Zuge des Umgangs und der Vorkehrungen mit dem neuen Coronavirus (Covid-19) zur Kasse gebeten wurden. Das Paar, das vor Kurzem aus Deutschland eingereist war, hatte sich dem Vernehmen nach nicht an die Quarantäneregeln gehalten und war im Zentrum der Kreisstadt Beyşehir gesichtet worden. Zeugen meldeten dies bei der örtlichen Polizeidienststelle, sodass diese aktiv wurden. Die Polizei traf kurze Zeit später in der Innenstadt auf das Paar aus Deutschland und nahm weitere Ermittlungen auf. Wie türkische Medien berichten, wurde das namentlich nicht genannte Ehepaar, das aus der Stadt Hüyük nach Beyşehir gefahren sein soll, daraufhin unter Hausarrest gestellt. Wegen der „Zuwiderhandlung gegen das „Volkshygienegesetz, sei ihnen zudem eine Geldstrafe in Höhe von 6300 türkischen Lira (3150 pro Person), auferlegt worden. Dem Paar sei klargemacht worden, dass bei einer Wiederholung der Handlung eine Geldstrafe in gleicher Höhe auferlegt werde und dass sie nach Paragraph 195 des türkischen Strafgesetzbuches mit einer Strafanzeige zu rechnen haben. Im Zuge der Vorkehrungen gegen das neue Coronavirus (Covid-19) werden die aus dem Ausland eingereisten Menschen in der Türkei geschult. Diejenigen, die einer häuslichen Quarantäne zustimmen, müssen eine Verpflichtungserklärung unterschreiben. Mit dieser Erklärung stimmen die unterzeichnenden Personen den Regelungen zu, dass sie unter anderem unter keinen Umständen ihre Wohnung verlassen, keine Gäste empfangen und die Hygienevorschriften beachten. Die unter häuslicher Quarantäne stehenden Personen werden täglich telefonisch von ihren Hausärzten begleitet und von den Sicherheitsbehörden dahingehend kontrolliert, ob sie sich zu Hause befinden oder Gäste empfangen.

Kontaktverbot
Corona-Krise: Forscher rechnet mit mehr Gewalt

Der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick sieht wegen der Einschränkungen im Zuge der Coronakrise ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten. „Die Konflikt- und Gewaltforschung rechnet in Krisenzeiten mit solcher Gewalt, die sich vor allem gegen vermeintlich Schwächere richtet. Wir müssen sie ernst nehmen, und sie kann zunehmen, wenn die Krise sich verschärft und die Stresssituation durch die eingeschränkten Freiheiten das Erregungs- und Aggressionsniveau bei jenen steigert, die eh schon aggressiv gestimmt sind“, sagte Zick dem Westfalen-Blatt. Zick rief dazu auf, vermehrt auf den Schutz von bedrohten Gruppen zu achten. „Kinder, die eh schon geprügelt und misshandelt werden, Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden, wohnungslose Menschen, Menschen mit Behinderungen sind unter solchen Umständen bedrohter. Aus Überforderung und Freiheitseinengung kann Aggression entstehen, und die trifft Schwächere“, sagte der Leiter des Insituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universtität Bielefeld. Auch in und nach der Wirtschafts- und Finanzkrise sei nach Analysen der Gewaltforschung die Menschenfeindlichkeit gestiegen. „Wir wissen aus der Forschung, dass im Auslauf der Krisen der Konkurrenzkampf wieder losgeht und dann Gruppen verdrängt werden. Wir nehmen jetzt schon wieder das Elend der Geflüchteten an der griechisch-türkischen Grenze leichter hin. Wir gewöhnen uns vielleicht an härtere Maßnahmen. Wir müssen aufpassen, nicht autoritär und aggressiv zu werden, und das kommt eben teilweise am Ende und im Auslauf der Krise“, sagte Zick weiter. Die verbreiteten Hamsterkäufe erklärt Zick als Panikreaktion auf eine sich ausbreitende Verunsicherung. „Schwer verunsicherte und ängstliche Menschen neigen dazu, nur noch Informationen zu verarbeiten, die in ihr Weltbild passen. Wenn sie fest daran glauben, dass es bald nichts mehr zu kaufen gibt, dann erzeugt die Panik weiteren Stress, und den werden die Menschen los, indem sie Lager anlegen“, sagte der Gewaltforscher an der Universität Bielefeld der Zeitung weiter. „Panik erzeugt einen Wahrnehmungstunnel, und dann orientieren sich panische Menschen an panischen Menschen und Panikinformationen. Statt sich also mit Gegenargumenten auseinanderzusetzen, orientieren sie sich an Menschen, die ihnen ähnlich sind“, sagte Zick. Hier helfen Zick zufolge nur Maßnahmen, die viele Geschäfte jetzt ausführten, nämlich keine Panikkäufe zuzulassen. „Viele Angestellte in den Geschäften verhalten sich ziemlich cool und sprechen Panikkäufe als unerwünscht an. Diese Menschen brauchen Unterstützung, weil das sehr unangenehm sein kann“, sagte Zick dem Westfalen-Blatt. Einigung auf umfassendes Kontaktverbot Am Sonntag haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum zu untersagen. Auf Ausgangssperren wurde verzichtet, stattdessen einigten sich Bund und Länder auf ein umfangreiches Kontaktverbot.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist für die nächsten zwei Wochen „nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Berlin mitteilte.

„Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt“, so NRW-Ministerpäsident Armin Laschet nach einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. „Die Menschen haben nach wie vor die Möglichkeit, Spaziergänge oder Sport in der Natur zu machen, aber wir werden auch der Verantwortung gerecht, die Ausbreitung weiter zu verlangsamen und so wertvolle Zeit zur Versorgung von schwer kranken Personen zu gewinnen“, sagte Tobias Hans, CDU, Ministerpräsident des Saarlandes.

Bürgerinnen und Bürger sollen sozialen Kontakte so weit wie möglich reduzieren. In der Öffentlichkeit soll zudem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiterhin möglich. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben aber weiter möglich.

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Bundeskanzlerin Angela Merkel muss in Quarantäne

Berlin – Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, teilte mit:
„Die Bundeskanzlerin wurde nach ihrem heutigen Presseauftritt davon unterrichtet, dass ein Arzt, der am Freitagnachmittag eine prophylaktische Pneumokokken-Impfung bei ihr vorgenommen hatte, mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Daraufhin hat die Bundeskanzlerin entschieden, sich unverzüglich in häusliche Quarantäne zu begeben. Sie wird sich in den nächsten Tagen regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht voll aussagekräftig wäre. Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen.“
Einigung auf umfassendes Kontaktverbot Am Sonntag haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, Ansammlungen von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum zu untersagen. Auf Ausgangssperren wurde verzichtet, stattdessen einigten sich Bund und Länder auf ein umfangreiches Kontaktverbot. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist für die nächsten zwei Wochen „nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Berlin mitteilte. „Nach unserer Einschätzung ist nicht das Verlassen der Wohnung die Gefahr, sondern der enge, unmittelbare Kontakt“, so NRW-Ministerpäsident Armin Laschet nach einer Telefonkonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder. „Die Menschen haben nach wie vor die Möglichkeit, Spaziergänge oder Sport in der Natur zu machen, aber wir werden auch der Verantwortung gerecht, die Ausbreitung weiter zu verlangsamen und so wertvolle Zeit zur Versorgung von schwer kranken Personen zu gewinnen“, sagte Tobias Hans, CDU, Ministerpräsident des Saarlandes.

Bürgerinnen und Bürger sollen sozialen Kontakte so weit wie möglich reduzieren. In der Öffentlichkeit soll zudem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiterhin möglich. Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben aber weiter möglich.

Corona-Pandemie
Corona-Krise: Berlins Bürgermeister kündigt weitere Einschränkungen an

Der Berliner Senat will seine Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärfen. In der rbb-„Abendschau“ kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag wegen der Corona-Gefahr weitere Einschränkungen an. Man müsse diese Schritte gehen, sagte der SPD-Politiker. Er habe den Senat beauftragt vorzubereiten, dass es auch in Berlin zu Restaurantschließungen kommt – „jenseits der Öffnungszeiten, die wir jetzt beschlossen haben – dass die Restaurants wirklich zugemacht werden, aber Abhol- und Lieferdienste noch möglich sind.“ Geplant sei auch, dass Versammlungen weiter eingeschränkt werden. „Wir erleben es ja, dass manche es offenbar immer noch nicht so richtig begriffen haben, in was für einer Krise wir sind.“ Er gehe davon aus, dass der Senat diese Maßnahmen in den nächsten Tagen beschließt und umsetzt – „wir wollen das in enger Abstimmung mit Brandenburg machen, da sind wir uns ganz einig.“ Am Sonntag gebe es darüber auch ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Eine Ausgangssperre für Berlin will Müller weiter vermeiden. Er warnte vor den sozialen Folgen, die so ein Beschluss haben könnte.

Corona-Pandemie
Mediatorin befürchtet wegen Corona Zunahme von Gewalt gegen Kinder

Essen – Häusliche Isolation, Ängste wegen der Corona-Epidemie, die Unabsehbarkeit der Entwicklungen und die Befürchtung weiterer Einschränkungen der individuellen Freiräume legen bei vielen Bürgern derzeit die Nerven blank. Das Streit-Potenzial ist hoch: „Meine größte Befürchtung ist, dass es zu viel mehr Gewalt an Kindern kommt“, sagt Sabine Sauerborn, Vorstandsmitglied des Zentralverbands Mediation Deutschland. Dies melden die Zeitungen der Funke-Mediengruppe NRW. Kinder verfügten noch nicht über eine ausreichende Impulskontrolle und könnten so zu stärkerer nervlicher Belastung der Erwachsenen beitragen. Der Mangel an Rückzugsmöglichkeiten und die notwendige Veränderung bisheriger Gewohnheiten in der Krise sorgten zudem für eine zusätzliche Verschärfung der Situation, meint die professionelle Streitschlichterin. Auch unter Nachbarn steige das Konfliktpotenzial durch die zusätzliche Nähe. „Das kann besonders dann sein, wenn der Nachbar irgendwann der einzige ist, bei dem man seinen ganzen Frust und Ärger noch ablassen kann. Aber ich denke es gibt überhaupt keinen Bereich, der davon nicht betroffen sein wird.“

Fernsehen
Corona-Krise: ARD kündigt Fernsehgottesdienste auch für Muslime an

Köln – Da während der Corona-Krise öffentliche Versammlungen und Veranstaltungen wie Gottesdienste untersagt sind, bieten die Dritten Programme der ARD zusätzliche Angebote für gläubige Menschen in Deutschland an. Diese sollen im Wechsel von den neun Landesrundfunkanstalten produziert werden. Den Anfang macht der BR, mit einem evangelischen Fernsehgottesdienst am kommenden Sonntag (22. März 2020) und einem katholischen Gottesdienst am Sonntag in einer Woche (29. März 2020). Ebenfalls am 22. März 2020 sendet der rbb einen ökumenischen Gottesdienst. Neben katholischen, evangelischen und ökumenischen Gottesdiensten soll es auch einzelne Video-Botschaften für Juden und Muslime geben. Das Erste bleibt bei seinem geplanten Angebot. Auch die Übertragung der Osterfeierlichkeiten aus Rom, die in diesem Jahr ohne Gläubige stattfinden werden, gilt nach aktuellem Stand als gesichert. „In dieser für unsere Gesellschaft schwierigen Ausnahmesituation ist es besonders wichtig, Menschen zu begleiten und zu ermutigen. Die zusätzlichen Angebote der ARD können einen entscheidenden Beitrag zu Zuversicht und Gemeinschaft leisten“, sagt Dr. Reinhard Scolik, Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks und Kirchenkoordinator der ARD. Eine Übersicht über die Gottesdienste der ARD finden Sie auf der Seite http://gottesdienste.ard.de/.

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– Corona-Pandemie – Zentralrat der Muslime fürchtet finanzielles Aus für viele Moscheen durch Coronakrise

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) warnt vor den finanziellen Folgen der Corona-Krise für Moscheen und appelliert an öffentlich-rechtliche Medien, Ergänzungsangebote zu schaffen.

Zentralrat der Muslime fürchtet finanzielles Aus für viele Moscheen durch Coronakrise
   

Corona-Pandemie
Telefonseelsorge zur Coronakrise: Hoher Anteil von Frauen sucht Gespräch

Osnabrück – Die Verunsicherung der Bevölkerung macht sich auch bei der Telefonseelsorge bemerkbar. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, steigt die Zahl der Anrufe wegen der Coronakrise deutlich an. Sprecherin Astrid Fischer sagte der Redaktion, im Vergleich zur Vorwoche sei diese aktuelle Lage etwa zehnfach häufiger Gegenstand der Gespräche. Der Trend hält an: „Die Gespräche entwickeln sich gerade sehr in Richtung Corona.“ Hoher Anteil von Frauen sucht Gespräch über Virus und die Folgen Außerdem berichtete die Telefonseelsorge unter Verweis auf ihre Statistik, dass das Thema vor allem Frauen umtreibe. Fast drei Viertel der Anrufer zur Coronakrise seien weiblich. Und was beschäftigt die Hilfesuchenden? Telefonseelsorge zur Coronakrise: Einsamkeit ist größte Sorge Am häufigsten gehe es um Einsamkeit, am zweithäufigsten um Ängste, so die Sprecherin. Die Sorgen unterschieden sich auch nach Altersgruppen: „Die 50- bis 79-Jährigen sprechen in diesem Zusammenhang eher über Ängste. Jene, die über 80 sind und jünger als 40, sprechen häufiger über Einsamkeit.“ Auch der Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen warnte vor Folgen für jene, die anfällig für Ängste und gegebenenfalls übersteigerte Reaktionen seien. Bereits jetzt seien deren Routinen gestört. Eine Ausgangssperre könne die Probleme dieser Bevölkerungsgruppe noch verschärfen, hieß es.

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– Corona-Pandemie – Japanisches Medikament Favipiravir wirksam gegen Coronavirus

Seit dem Ausbruch der Pandemie durch das neue Coronavirus COVID-19 erwartet man dringend die Entwicklung von spezifischen Arzneimitteln. Nun scheint es Hoffnung zu geben.

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Corona-Pandemie
Deutscher Zoll beschlagnahmt Corona-Atemschutzmasken und Schutzkleidung

Düsseldorf – Die Zollbehörde Mönchengladbach hat bei einer Kontrolle im europäischen Verteilzentrum des US-Konzerns 3M in Jüchen hochwertige Atemschutzmasken und andere Schutzkleidung für Ärzte, Laboranten, Chemiker und auch Masken für die Bevölkerung beschlagnahmt, die offenbar illegal exportiert werden sollten. Das erfuhr die Düsseldorfer „Rheinische Post“ (Freitagausgabe) aus Werks- und Sicherheitskreisen. Die Kontrollaktion steht offenbar in Zusammenhang mit hochwertigen Gesichtsschutzmasken für Ärzte und Labore, die aktuell in der Corona-Krise weltweit händeringend benötigt werden und kaum verfügbar sind. „Es geht ganz klar um Schutzkleidung und alles, was damit zusammenhängt. Die werden illegal ins Ausland verschickt“, hieß es aus Behördenkreisen. Unsere Redaktion konnte mehrere Fotos einsehen, die die Kontrolle des Zolls in einer der Werkshallen in Jüchen am Donnerstag zeigen. Sowohl eine Sprecherin der Generalzolldirektion Bonn wie auch eine des Unternehmen 3M bestätigten den Einsatz. „Der Zoll war bei 3M vor Ort, um die Einhaltung der Rechtsvorschriften für Exportware zu überprüfen. Alles andere unterliegt dem Steuergeheimnis“, sagte ein Sprecher des Hauptzollamtes Krefeld. Wie aus Foto- und Video-Aufnahmen hervorgeht, hielten mehrere Fahrzeuge der Zolls am Donnerstag vor dem Tor 2 des Technologiekonzerns in Jüchen. Bei den Kontrollmaßnahmen wurde mindestens ein Spürhund eingesetzt. Andere Aufnahmen, die die Zeitung einsehen konnte, zeigen die Kontrolle einer der Werkshallen und palettenweise beschlagnahmte Waren mit dem amtlichen Siegel des Zolls. Die Sprecherin des Konzerns sagte der Zeitung: „Die Zollbehörde Mönchengladbach hat heute auf dem Gelände unseres europäischen Distributionszentrums in Jüchen eine für den Export in die Schweiz angemeldete Warensendung kontrolliert.“ Laut Aussage der Zollbehörden habe die Inspektion in Zusammenhang mit den aktuell bestehenden Exportbeschränkungen für medizinische Schutzausrüstung gestanden, so die Sprecherin. Sicherheitskreise bestätigten unserer Redaktion, dass bei der Kontrolle mehrere Lieferungen von Schutzausrüstung vom Zoll beschlagnahmt und versiegelt worden sind; diese Ware sollte demnach in die Schweiz und in die USA exportiert werden. „Es geht um mehrere LKW-Ladungen, die illegal exportiert werden sollten.“ Der Konzern 3M erklärte: „Wir haben unmittelbar nach Verhängung der Exportbeschränkungen Anfang März die Ausfuhr der betroffenen Güter eingestellt. Die betroffene Ware befand sich noch zur Prüfung in unserem Versandlager und wird nun, gemeinsam mit den Zollbehörden, einer weiteren Bewertung unterzogen.“ Der Konzern kündigte an, weiterhin eng mit den zuständigen Behörden zusammenarbeiten zu wollen, um sämtliche Anforderungen aus den Exportbestimmungen zu erfüllen. Wegen der Coronakrise darf medizinische Ausrüstung derzeit nur noch in Ausnahmefällen aus der EU exportiert werden. Schutzausrüstung darf laut Bundesregierung nur noch exportiert werden, wenn der lebenswichtige Bedarf Deutschlands gedeckt ist. Das gilt selbst dann, wenn ein Mangel an Schutzausrüstung in anderen Ländern Menschenleben gefährdet. Die momentan geltenden Ausfuhrregelungen der Bundesregierung für Schutzausrüstung werden in der jetzigen Situation beinahe im Tagesrhythmus der aktuellen Situation angepasst. Die Firmenzentrale des Unternehmens 3M liegt in Saint Paul im US-Bundesstaat Minnesota. Der Standort in Jüchen ist der größte Logistikstandort in Europa mit einer Lagerfläche von rund 72.000 Quadratmeter und 100.000 Palettenplätzen. Dort sind etwa 500 Mitarbeiter beschäftigt. Täglich werden nach Angaben des Konzerns bis zu 400 Tonnen an Waren zur Auslieferung bereitgestellt. In normalen Zeiten gehen die Lieferungen in 75 Staaten weltweit.

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– Corona-Pandemie – Japanisches Medikament Favipiravir wirksam gegen Coronavirus

Seit dem Ausbruch der Pandemie durch das neue Coronavirus COVID-19 erwartet man dringend die Entwicklung von spezifischen Arzneimitteln. Nun scheint es Hoffnung zu geben.

Japanisches Medikament Favipiravir wirksam gegen Coronavirus

Corona-Pandemie
Japanisches Medikament Favipiravir wirksam gegen Coronavirus

Peking – Seit dem Ausbruch der Pandemie durch das neue Coronavirus COVID-19 erwartet man dringend die Entwicklung von spezifischen Arzneimitteln. Nun scheint es Hoffnung zu geben. Laut medizinischer Behörden in China ist das japanische Grippemedikament Favipiravir, auch bekannt als T-705, Avigan oder Favilavir. „eindeutig wirksam“ bei der Behandlung von Covid-19. Favipiravir habe in klinischen Studien mit 340 Patienten in Wuhan und Shenzhen ermutigende Ergebnisse erzielt, so Zhang Xinmin, ein Vertreter des chinesischen Wissenschafts- und Technologieministeriums.

Vor allem bei leichten und mittelschweren Symptomen sei das Medikament wirksam. Bei Patienten mit einer schweren COVID-19-Erkrankung sei die Wirksamkeit allerdings bedeutend geringer. Patienten, denen Favipiravir verabreicht wurde, wurden durchschnittlich nach 4 Tagen negativ auf die Erreger getestet. Ohne Favipiravir waren die Testergebnisse im Schnitt erst nach 11 Tagen negativ, berichtet Futurezone mit Hinweis auf eine Mitteilung des chinesischen Wissenschafts- und Technologieministeriums.

Bei 91 Prozent der Favipiravir-Patienten zeigten Röntgenaufnahmen zudem eine deutliche Verbesserung des Lungenzustands. Bei all jenen, die kein Favipiravir verabreicht bekommen haben, konnte nur bei 62 Prozent eine Verbesserung des Lungenzustandes beobachtet werden, berichtet der Guardian.

Toyama Chemical, einer Tochtergesellschaft von Fujifilm, hat das Medikament entwickelt. Die japanische Regierung hat das Medikament bereits 2016 als Nothilfe zur Bekämpfung des Ebola-Virusausbruchs in Guinea zur Verfügung gestellt.

Nachdem die Informationen über das neue Medikament veröffentlicht wurden, ist der Aktienkurs des japanischen Unternehmens in die Höhe geschossen. Allein am Mittwoch haben die Aktien der Fujifilm Holdings Corp um rund 15 Prozent zugelegt, berichtet Futurezone weiter.

Beben in Elazig
Weiteres Erdbeben erschüttert die Türkei

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Elazig – Am Donnerstagabend hat ein weiteres Erdbeben die osttürkische Stadt Elazig erschüttert. Die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD hat die Stärke mit 5,0 angegeben. Laut der Erdbebenwarte in Istanbul hatte das Erdbeben eine Stärke von 5,1. Das Zentrum des Bebens lag demnach im Bezirk Sivrice in der Provinz Elazig in einer Tiefe von 21.34 km. Meldungen über Opfer liegen noch keine vor. Nur 15 Minuten später folgte ein kleineres Beben der Stärke 3,6. Erst im Januar wurde Elazig von einem starken Erbeben der Stärke 6.8 heimgesucht. Bei dem Beben kamen 41 Menschen ums Leben und mehr als 1600 wurden verletzt. Ein Megaerdbeben würde zu schweren Schäden in Istanbul führen Fachleute warnen schon seit Jahren vor einem Megaerdbeben in Istanbul. Das Erdbeben am 17. August 1999 in Gölcük, das auch in Istanbul zu spüren war, hatte damals fast 18.000 Menschen das Leben gekostet. Das Beben, dessen Epizentrum damals etwa 90 KM von der Istanbuler Altstadt entfernt lag, hatte eine Stärke von 7,6. Ein ähnliches Erdbeben mit einem Epizentrum direkt in Istanbul würde die Millionenmetropole sehr schwer treffen. Derzeit leben in der Stadt mehr als 15 Millionen Menschen.