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Von ganz Europa verfügt Deutschland über den größten Glücksspielmarkt. Knapp 14 Milliarden Euro werden von Casinos, Sportwettenanbieter und Lottogesellschaften umgesetzt. Der Schwarzmarkt boomt – etwa ein Fünftel der Umsätze werden dort erzielt.
Ein großer Anteil fällt auf öffentlich aufgestellte Spielautomaten und Spielhallen. Hinzu kommen die 16 Lotterieangebote der Bundesländer. Einen raschen Wachstum verzeichnen illegale Spielmöglichkeiten online, der Verdienst der Anbieter wird auf etwa zwei Milliarden Euro jährlich geschätzt.
Aktueller Stand 2020
In Deutschland ist das Online Glücksspiel illegal, mit Ausnahme von Schleswig-Holstein. Es ist das einzige Bundesland, das nicht in den damaligen Glücksspielvertrag einstieg, sondern einen anderen Weg beschritt: Dort wurden befristete Lizenzen erteilt, die nach zwischenzeitlichem Ablauf noch einmal bis zum Sommer 2021 verlängert wurden. Im Allgemeinen ist vielen Menschen überhaupt nicht bewusst, dass sie sich mit der Nutzung von Online Glücksspielen in einer Grauzone befinden. Die Angebote sind vielfältig, sie stammen von Firmen beispielsweise mit Sitz in Malta oder Gibraltar – ein Verwaltungszugriff der deutschen Behörden besteht dort nicht. Diskussionen über eine Reformierung des Glücksspielvertrags werden seit vielen Jahren geführt. Nun scheint es tatsächlich zu einem Ergebnis gekommen zu sein: Deutschland soll einen neuen Glücksspielstaatsvertrag erhalten.
Neuer Glücksspielstaatsvertrag: geplant ab dem 1. Juli 2021
Auf einen Blick stellen sich die vorgesehenen Inhalte wie folgt dar:
Die Beschränkung der monatlichen Einzahlungen auf 1.000 Euro.
Verbot der Wettart „Über/Unter“ bei Live-Wetten. D.h., es kann zum Beispiel nicht mehr auf die Gesamtanzahl der Tore, gelbe Karten in einem Spiel, Eckstöße etc. gewettet werden.
Die zurzeit geltende Beschränkung auf 20 Sportwetten-Lizenzen für private Anbieter soll gelockert werden.
Das gleichzeitige Einloggen bei verschiedenen Buchmachern soll unterbunden werden.
Eine intensive Überwachung der Wetten und Datenweitergabe ist in Planung.
Live-Wetten sollen allgemein eingeschränkt werden.
Zuständigkeit für die Konzessionserteilung
Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag werden diesbezügliche Onlinespiele in Deutschland legalisiert. Sie umfassen nicht nur Casinos und Automatenspiele im Netz, sondern auch Poker. Erlaubt war das Kartenspiel bisher ausschließlich in staatlichen Spielbanken, darunter in Berlin, Dortmund, Hamburg und Wiesbaden. Damit ist es Spielern also in der Zukunft möglich, legal online Geld einzusetzen.
Es soll eine neue Anstalt des öffentlichen Rechts entstehen, die für die Erteilung der Konzessionen für die Betreiber von Sportwetten, Automatenspielen und Poker zuständig ist. Vermutlich wird diese ihren Sitz in Baden-Württemberg haben. Konzessionen für den Betrieb von Online Casinos werden die einzelnen Bundesländer erteilen. Die Anzahl dafür ist eingeschränkt und gilt für die jeweiligen Länder.
Der geplante Glücksspielstaatsvertrag sorgt für eine gesetzliche Liberalisierung der Online Sportwetten und des Glücksspieles, wobei umfangreiche Regelungen zum Schutz der Spieler beinhaltet sind.
Einzelheiten zum Spielerschutz
Private Anbieter werden laut neuem Glücksspielstaatsvertrag verpflichtet sein, Spielkonten einzurichten. Automatisch können suchtgefährdete Personen dadurch identifiziert werden, wodurch sich eine rechtzeitige Gegensteuerung ermöglicht.
Als ein weiterer Schutz der Spieler ist ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat geplant. Nicht angerechnet werden auf diese Grenze eventuelle Gewinne. Von 6.00 bis 23.00 Uhr soll zukünftig ein Werbeverbot im Internet und Rundfunk gelten.
Um die Einhaltung der Regulierungsbestimmungen durch die Anbieter überprüfen zu können, ist im neuen Glücksspielstaatsvertrag die Einführung einer Sperrdatei vorgesehen. Sie soll bei der geplanten Aufsichtsbehörde angelegt werden. Konzessionierte Online Betreiber werden verpflichtet, alle spielerbezogenen Daten jederzeit abrufbereit zur Verfügung zu stellen.
Suchtexperten sehen einige Maßnahmen der neuen Regulierungen kritisch. (Foto. Pixabay)Was sagen Suchtexperten zum geplanten Glücksspielstaatsvertrag?
Laut einer Analyse von Suchtexperten sind einige Paragrafen des neuen Vertrages unzulänglich oder sogar kontraproduktiv, geht es um den Spielerschutz in Deutschland. Kritik besteht unter anderem an dem Einsatzlimit von 1.000 Euro monatlich. Fachleute sehen eine Gefahr, dass Spielern soziale Akzeptanz für die Ausgabe einer hohen Summe suggeriert wird. Außerdem wird der Ansatz von einem Euro pro Spiel als Limit als zu hoch erachtet.
Offline kostet ein Spin an einem Offline-Automaten höchstens 20 Cent. Suchtexperten schlagen die Orientierung an echten Spielautomaten vor. Wird das Einsatzlimit gesenkt, sollten jedoch auch die möglichen Gewinne reduziert werden. Ansonsten bestehe ein sehr hoher Anreiz für Spieler, die mit nur einem Euro Einsatz die Chance auf einen Gewinn von beispielsweise 50.000 Euro sehen. Grundsätzlich erklären Suchtexperten, dass Gewinne in dieser Größenordnung über eine stimulierende Wirkung verfügen. In der Folge wird die Jagd nach einem Verlustausgleich gefördert, das Suchtpotenzial des virtuellen Glücksspieles erhöht sich.
Bedeutet der neue Glücksspielvertrag das Ende der langanhaltenden Diskussionen?
Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag präsentiert sich mit einer mühevollen und jahrelangen Geschichte. Bisher gilt in Deutschland noch immer das Verbot für private Anbieter. Das Monopol halten Offline Casinos und Lotterien. Im Jahr 2011 fanden zahlreiche Debatten für die Verlängerung des zur damaligen Zeit bestehenden Vertrages statt. Eine Einigung zwischen den Bundesländern konnte nicht erzielt werden. Zu diesem Zeitpunkt schlug Schleswig-Holstein seinen Sonderweg ein: die Konzessionsvergabe an Privatanbieter. Nach einem Regierungswechsel wurde er zwar wieder beendet, zu einer bundesweiten Einigung kam es jedoch nicht.
Zurzeit sieht es so aus, dass – wenn alles planmäßig verläuft – der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland mit Wirkung zum 1. Juli 2021 in Kraft tritt. Für die nächste Ministerpräsidentenkonferenz ist eine offizielle Präsentation vorgesehen. Danach steht die Absegnung der einzelnen Länderparlamente auf dem Programm. Läuft alles nach Plan ab, steht am Ende nach vielen Jahren der Unsicherheit erstmalig ein Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland bereit, der bundesweit einheitliche Regelungen beinhaltet.
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Was haben GTA V und Anno 1602 gemeinsam? Auch wenn beide Spieler aus unterschiedlichen Dekaden stammen, faszinierten sie eine Vielzahl von Spielern. Dies liegt nicht nur an den einzigartigen Spielwelten, die die Entwickler erschaffen haben. Auch die Vermarktung der Spiele ist für das Entstehen einer engen Bindung zu einem Spiel von großer Bedeutung. Mit welchen drei Top Geheimnissen schaffen es Spielehersteller in die Herzen der Gamer?Wer Marketing im Spielebereich betreibt, muss eine gewisse Kreativität an den Tag legen. Beim Spielen geht es nicht nur um harte Fakten, sondern um viel Gefühl, Fantasie und Wünsche. Spieleentwickler müssen die Fantasien und Wünsche ihrer Kunden erkennen und befriedigen. Dazu setzen Hersteller eine Vielzahl von Methoden ein.Große Kulisse weckt die FantasieEin ganz wichtiges Instrument für Marketing in der Spieleindustrie ist deshalb die Kulisse. Ein bekanntes Beispiel dafür kommt aus der Glücksspielindustrie. In Las Vegas gibt es eine Vielzahl von Automaten und Spieltischen. Der besondere Reiz des mitten in der Wüste gelegenen Ortes entstammt jedoch dem Drumherum. Es gibt ein geradezu endloses Angebot von Shows und Veranstaltungen.Die Besucher der Stadt werden dadurch in eine positive Grundstimmung versetzt. Den Spielern wird vermittelt, an einem besonderen Ort zu sein und eine besondere Zeit zu durchleben. Dies weckt Fantasien im Hinblick auf mögliche Gewinne. Wer sich in einer positiven, außergewöhnlichen Situation sieht, ist vielleicht zu besonderen Einsätzen bereit.Dieses Kulissen-Marketing wirkt nicht nur vor Ort in Las Vegas (und in anderen Mekkas des Glücksspiels). Auch Online Casinos setzen diese Mittel ein und bieten eine im weitesten Sinne besondere und stimmungsvolle Kulisse. Wer mit einemOnline Casino Bonus ohne Einzahlung Österreich erobern möchte, muss heute nicht mehr vor monotonen Zufallszahlengeneratoren ausharren. Mit wenigen Klicks laden sich Spieler im Online Casino bei den großen Livetischen der Spielbanken in aller Welt ein. Aus einem monotonen und gewöhnlichen Abend vor dem heimischen PC wird dadurch ein mondänes Erlebnis.Mobile Möglichkeiten sind der SchlüsselDer zweite Grundsatz für das Marketing der Spieleindustrie ist mit dem ersten Grundsatz verwandt. Beim Spielen – ganz egal ob es sich um ein Glücksspiel, eine Aufbausimulation oder ein Open World Actionspiel handelt – geht es darum, dem Alltag zu entfliehen. Was ist näher mit unserem Alltag verbunden als unser Smartphone? Wahrscheinlich nichts! Deshalb ist es wichtig, das Spielerlebnis auf mobile Endgeräte zu bringen. Gelingt dies einem Entwickler, können seine Kunden zu jeder Zeit mit einem Griff in die Tasche in ihre Fantasiewelt flüchten und sich von den Sorgen und Lasten des Alltags (zumindest kurz) befreien.Mittlerweile steuern mobile Games mehr als die Hälfte des gesamten globalen Umsatzes der Spieleindustrie bei. Die jüngeren Altersgruppen in den USA spielen mehr als eine dreiviertel Stunde pro Tag mobile Spiele. Der Markt ist also riesig und wächst weiter.Gameplay Marketing liegt im TrendAuch wenn die Spieler gerne in eine fantastische Welt abtauchen, lieben sie beim Kennenlernen des konkreten Produkts doch Authentizität. Was eignet sich besser zur Vermarktung eines Spiels als Gameplay Videos?Spätestens seit GTA V ist klar: Eigentlich nichts!Nichts fasziniert Spieler so wie ein überzeugend vorgetragenes Gameplay, das alle Möglichkeiten des Spiels zeigt. Spielehersteller setzen deshalb verstärkt auf Influencer. Diese entwickeln Videos und verdeutlichen den Zuschauern darin, was im Spiel alles geht. GTA V Influencer entdecken unbekannte Orte der offenen Spielwelt und führen rasante Action vor.Gameplay Videos dienen auch der Kundenbindung. Auch hier wiederum zeigt GTA V, wo es lang geht. In der offenen Spielwelt gibt es so vieles zu entdecken, dass viele Spieler nach bestimmten Lösungen für Aufgaben suchen. Diese Lösungen werden in spannenden Gameplay Videos präsentiert.Marktbeobachter gehen davon aus, dass der Umsatz der Spieleindustrie im Jahr 2020 77 Mrd. EUR erreichen wird. Für das Jahr 2024 ist ein Anstieg auf mehr als 84 Milliarden EUR geplant. Spieler werden damit zu einem immer größeren Wirtschaftsfaktor.
Um sich die Zeit zu vertreiben, gibt es viele spannende Gesellschaftsspiele für eine Person. Ob am Computer, Tablet, Smartphone oder klassisch als Brettspiel: Als clevere Beschäftigung, die Grips und Kreativität fördert, sind die Spiele nach wie vor bei Generationen beliebt. Wir stellen drei sehr beliebte Spiele für eine Person vor, die sich hervorragend als Unterhaltung und Ablenkung eignen. Vielfach ist hierbei ein hohes Maß an Konzentration gefragt, auch wenn der Spaß sicherlich an oberster Stelle steht.
In Zeiten, in denen Freunde und Familie fern sind und gemeinsame Veranstaltungen oder öffentliche Messen vorerst auf Eis liegen, sind Karten-, Brett- und Computerspiele eine willkommene Alternative, um für etwas Spaß in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Schon vor vielen Generationen wurde dabei auf die vielfältigen Spielesammlungen oder Kartenspiele gesetzt. Ob Mau-Mau oder Bridge: In den kleinen Karten stecken viele Optionen, die für stundenlangen Spaß sorgen. Für die moderne Generation bietet es sich zudem an, aktuelle Casinospiele auszutesten wie zum Beispiel Blackjack. Eine Beschäftigung, die viel Konzentration und Geschick erfordert. Doch mit Ruhe und Ausdauer kann der Reiz des Spieles erforscht werden. Wer sich darauf einlässt und die Regeln versteht, der entdeckt eines der spannendsten Kartenspiele, die es gibt. Aber auch andere Spiele garantieren viele Stunden voller Fun.
(Beispielfoto. pixa)
Kartenspiele sind zeitlose Klassiker
Solitär wird schon seit vielen Jahren gespielt und ist einer der Klassiker unter den Spielen, die allein durchgeführt werden können. Ziel des Spieles ist es, Spielkarten in einer bestimmten Reihenfolge zu sortieren. Hier muss der Spieler alle Karten vom Ass zur 2 legen. Hierfür werden sie untereinander abgelegt. In der Online-Version haben die Spieler hierfür zehn Minuten Zeit. Schafft der Spieler es, auf allen Stapeln die Karten in der richtigen Reihenfolge abzulegen, ist das Spiel gewonnen.
Am Anfang werden 28 Karten gestapelt, die in sieben Reihen zufällig angeordnet werden. In der ersten Reihe liegt eine Spielkarte, in der zweiten Reihe zwei und so weiter. Zudem wird bei jedem Stapel das erste Bild umgedreht. Alle anderen bleiben zunächst verdeckt. Oben links am Bildschirm befindet sich ein weiterer Stapel, aus denen der Spieler weitere Karten ziehen kann, wenn kein anderer Spielzug möglich ist. Mit Geschick und Cleverness müssen nun die Karten sortiert werden und die Reihen gefüllt werden. Wer Fokus und Konzentration verliert, kann schnell an seine Grenzen kommen.
Beliebtes Computergame: Minesweeper
Minesweeper, was frei übersetzt Minenräuber bedeutet, ist ein recht einfaches Spiel, das schon viele Gamer Nächte lang wachgehalten hat. Einst war es ein Teil des Windows Betriebssystems und ist heute noch im Internet verfügbar. Die Spieler müssen zur Bewältigung des Spieles logisch denken und gleichzeitig raten, um herauszufinden, unter welchen der Spielfelder sich die gefährlichen Minen befinden. Das Ziel ist aber, alle die Felder aufzudecken, die keine Mine verbergen. Die Spieler müssen dabei schnell agieren, da sie gegen die Zeit spielen. Dadurch steigt der Nervenkitzel noch mehr an. Minesweeper kann in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gespielt werden.
Die Funktion des Games ist denkbar einfach: Um ein Feld freizulegen, wird die linke Maustaste betätigt. Wenn nun eine Mine sichtbar wird, ist dieses Spiel direkt verloren. Der Spieler kann aber auch ein Feld mit der rechten Maustaste markieren und damit anzeigen, dass er unter dieser eine Mine vermutet. Stimmt sein Tipp, zeigt sich eine rote Fahne. Allerdings ist diese Markierung nicht zwingend notwendig, um das Spiel zu gewinnen. Es reicht, wenn alle Felder ohne Mine mit der linken Maustaste aufgedeckt werden.
Mini Escape-Rooms für Zuhause sorgen für pure Spannung
Der Gesellschaftsspiele-Hit der letzten Jahre hat es als Brettspiel in die eigene Wohnung geschafft: Ganz allgemein geht es bei einem Escape-Room darum, in einer festgelegten Zeit von 60 Minuten aus einem bestimmten Raum zu fliehen. Hierfür müssen mit Konzentration spannende und auch sehr verzwickte Rätsel und andere Aufgaben gelöst werden.
Ob in Gruppen oder als Einzelspieler: Spannung pur ist garantiert! Die Backstory der Räume ist sehr unterschiedlich und reichen von verwunschenen Schlössern, Detektivgeschichten oder versunkenen Schätzen bis hin zu gruseligen Hütten. Oft kommt ein elektronischer Decoder zum Einsatz. Dieser misst die Zeit, stellt Fragen und überprüft zudem auch die Lösungen. Wenn bei den einzelnen Rätseln ein Fehler gemacht wird, kostet dies eine Strafminute. Somit sind die Spieler auch bei der Brettspiel-Version etwas unter Druck und müssen sich beeilen, rechtzeitig den Raum zu verlassen.
Niemand muss sich langweilen
Alle Klassiker und modernen Varianten der vorgestellten Brettspiele können in Gruppe oder allein gespielt werden. Die Suche nach Ablenkung, die mit Spaß und Freude verbunden ist, finden interessierte Spieler bei einem gemütlichen Brettspiel in jedem Fall. Zwar ist ein Spieleabend unter Freunden immer lustiger und spannender, doch auch in Zeiten, in denen Familie weit entfernt ist, können diese Optionen für Spaß sorgen.
Wer sich am Ende doch lieber auf Ruhe und Konzentration stützen will, der kann sich mit einem Puzzle stundenlang zurückziehen. Das Zusammensetzen der einzelnen Teile hat eine fast schon meditative Wirkung, die Stück für Stück die Seele beruhigt. Alles um sich herum ausblenden und mit jedem einzelnen Teil etwas Großes erschaffen, ist die schönste Art seine Zeit sinnvoll zu verbringen.
Düsseldorf – Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion von CDU/CSU, Carsten Linnemann, hat die Vereine der Fußball-Bundesliga vor überzogenen Erwartungen an eine finanzielle Unterstützung des Staats in der Corona-Krise gewarnt.
„Wir dürfen für das Milliarden-Geschäft Fußball-Bundesliga keine Extrawurst braten. Staatsgeld für die Bundesliga geht nicht“, sagte Linnemann, der auch stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“.
Er freue sich, „wenn die Fußball-Bundesliga ihre Saison fortsetzen könnte, Vereine wieder Fernseheinnahmen hätten und die Fans ihren Fußball“. Doch ein Sonderstatus für den Berufsfußball komme nicht in Frage. „Und es ist auch eine sensible Angelegenheit, wenn Profi-Klubs 20.000 Corona-Tests binnen weniger Tage durchjagen könnten, damit die Saison zu Ende gespielt wird, für die Bevölkerung aber solche Tests fehlen“, betonte Linnemann, der selbst Fußball-Fan ist.
Schalke-Aufsichtsratschef und Fleischfabrikant Clemens Tönnies hatte in Aussicht gestellt, in seinem Firmenlabor künftig Corona-Tests durchführen zu lassen und dafür entsprechende Unterstützung auch der Deutschen Fußball Liga (DFL) angeboten. Die Profi-Vereine der DFL wollen an diesem Donnerstag in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung darüber beraten, unter welchen Bedingungen die derzeit unterbrochene Saison 2019/2020 zu Ende gespielt werden könnte.
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Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr
Der ehemalige Axel-Springer-Mitarbeiter Holger Vorbeck (73) aus Hamburg schildert in einem Kommentar seine Eindrücke zur deutschen Berichterstattung über die Türkei. Es werde massiv gegen die Türkei Stimmung gemacht. Das meiste davon sei „schlicht die Unwahrheit und frei erfunden“.
Ein Gastkommentar von Isa Ak – ak-isa@gmx.de
Der organisierte und bewaffnete Kampf armenischer Gruppierungen im Osmanischen Reich begann am Ende des 19. Jahrhunderts. Dabei versuchten sie die Intervention der europäischen Großmächte zu erreichen, um in Ostanatolien einen armenischen Nationalstaat zu gründen.
Der amerikanische Missionar Cyrus Hamlin beschrieb die Strategie in seinem Brief vom 23.12.1893 wie folgt:
“Die Huntschak-Banden sind im ganzen Reiche organisiert und lauern nur auf die Gelegenheit, eine Anzahl Türken und Kurden zu töten, ihre Dörfer in Brand zu stecken und sich dann in die Berge zu flüchten. Voll Ingrimm werden sich darauf die Mohammedaner erheben,über die armenische Bevölkerung herfallen und sie mit solcher Barbarei niedermetzeln, dass Russland im Namen der Humanität und der christlichen Zivilisation einrücken und das Land okkupieren wird.“ Als ich dieses Projekt als mehr denn entsetzlich und diabolisch bezeichnete, antwortete er mir ruhig: „Es mag Ihnen ohne Zweifel so scheinen, aber wir Armenier sind entschlossen, frei zu werden. Europa hat sich durch die bulgarischen Gräuel erweichen lassen und hat Bulgarien frei gemacht. Es wird auch unseren Schrei hören, den Schrei, der sich aus dem Blut von Millionen unserer Frauen und Kinder erheben wird.“ 1
Der Untergang
Rückblickend kann man die Politik des Osmanischen Reichs nur aus der damaligen Situation beurteilen. Das Reich war bereits seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts in einer Spirale der Agonie gefangen. Zwischen 1821 und 1922 wurden Millionen Osmanen, demnach mehrheitlich Muslime, aus den vormaligen Territorien im Balkan und den Kaukasus durch ethnische Säuberungen vertrieben und ermordet.
Trotz einer Vielzahl von administrativen und militärischen Reformen gelang es dem Sultan nicht die Aufstände der christlichen Minderheiten zu unterbinden. Betrachtet man die evolutionäre Entwicklung des Nationalismus bei den christlichen Minderheiten, die nationalistischen Aufstände, die Aufteilungspolitik der europäischen Großmächte und die Gefahren für die territoriale Integrität, scheint ein wichtiger Strategiewechsel stattgefunden zu haben. Dabei spielte die ideologische Grundlage der Jungtürken keine unerhebliche Rolle, wobei man bedenken muss, dass die Daschnaksutiun („Armenische Revolutionäre Föderation“) bis ca. 1912/1913 mit der „Partei für Einheit und Fortschritt“ („Ittihat ve Terakki Cemiyeti“) verbündete waren.
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs kämpften osmanische Armenier, darunter der osmanisch-armenische Parlamentarier Karekin Pasdermadschian (Spitzname Armen Garo), in den freiwilligen armenischen Militärverbänden des Zarenreichs. Die Terroraktivitäten, die Sabotageaktionen und der Aufstand in Van, sowie die permanente Gefahr hinter den Linien der Armee gegen das Reich zu agitieren, nahm die Regierung zum Anlass die armenische Bevölkerung im Osten des Landes in den südlichen Gebietsbereich umzusiedeln. Die Zwangsumsiedlung, die Wirren des Krieges, die Hungersnot, die gegenseitigen Massaker, die Übergriffe auf die armenischen Zivilisten, führten zu einer großen Opferzahl. Es starben ca. 300.000 – 600.000 Armenier und ungefähr 2,5 Mio. Muslime im Ersten Weltkrieg.
Ursachen des modernen armenischen Terrors
Nach der historischen Rückschau, die die Grundlage für den modernen armenischen Terror darstellt, möchte ich mich dem: neuzeitlichen armenischen Terror widmen. Zwei Organisationen bildeten sich in den 70er Jahren: Die ASALA (Armenian Secret Army for the Liberation of Armenia), eine linksextremistische, und die JCAG (Justice Commandos of the Armenian Genocide), eine nationalistische Terrororganisation. Dabei spielten einige wichtige Faktoren eine fundamentale Rolle.
Als erste Ursache ist der libanesische Bürgerkrieg zu nennen, in dem sich die ASALA als Abkömmling und Verbündeter der linksextremen palästinensischen Terrororganisation PFLP hervortat. Zweitens die Erinnerungskultur, das Bestreben Teile Ostanatoliens in den armenischen Nationalstaat zu integrieren, Vergeltung zu üben für die Massaker von 1915 und dem angeblichen Völkermord internationale Aufmerksamkeit zu bescheren. Dabei spielte die fortschreitende Türkenhetze und Dehumanisierung des Türken eine wichtige Rolle. Und drittens der Mordanschlag auf die türkischen Diplomaten Mehmet Baydar und Bahadir Demir in Los Angeles durch Gourgen Yanikian im Jahr 1973.
Heute, dem 20.04.2020, 40 Jahre nachdem armenische Terroristen mit einem Raketenanschlag auf das türkische Konsulat in Marseille gescheitert sind, versuchen armenische Organisationen mithilfe Ihnen freundlich gesinnter Akteure die Massaker von 1915 als Völkermord anerkennen zu lassen.
Zeit für Bildung! Zeit für Aktivismus!
In der Erinnerungskultur der Türken spielen die Genozid-Behauptungen und der Terror kaum eine Rolle. Doch warum gedenken die Türken ihren Opfern nicht?
– Wer hat sich mit der Vertreibung der Türken vom Balkan beschäftigt?
– Wie viele Türken wissen, dass der Balkan Ihnen einst eine Heimat war, genauso wie Anatolien?
– Wer hat sich mit der Vertreibung der Osmanen aus Ostanatolien beschäftigt? Als russische Truppen mit armenischen Terrorbanden Kurden und Türken niedermetzelten.
– Wer hat ein wissenschaftliches Werk bezüglich der Völkermord-Anschuldigungen durchgelesen?
– Wer hat sich mit den Diplomaten beschäftigt, die damals ermordet wurden?
– Wer hat sich ferner die Zeit genommen ein Buch zu dem Thema zu lesen oder die Biografien der Opfer des armenischen Terrors zu studieren?
Fragen über Fragen. Es wird Zeit für Taten!
Der Erfolg der armenischen Lobby beruht auf unserer Unkenntnis, unseres Desinteresses und unserer Unaufmerksamkeit. Lies ein Buch! Bilde dich weiter!
1: zitiert nach Söylemezoglu: Die andere Seite der Medaille, S. 40.Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Zum Thema
– NEX24 Interview –
Französischer Historiker: „Die Verbrechen der armenischen Milizen sind in Vergessenheit geraten“
Zu Yves Bénard: “Um der Gerechtigkeit willen” lautet das Credo des franzöischen Historikers, der sich durch seinen kritischen Geist und mit einer gehörigen Portion Neugier ausgestattet in die historischen Archive verschiedener Staaten begab. Herausgekommen ist ein hoch interessantes Buch, das exemplarisch ist für eine sachliche Darstellung der Ereignisse.
Nachdem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Maskenpflicht für den Freistaat angekündigt hat, gibt es erste Forderungen, NRW solle nachziehen.
Lisa-Kristin Kapteinat, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, sagte der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Dienstag): „Armin Laschet hat bisher jeden Ruf nach einer Maskenpflicht von sich gewiesen.“
Das sei das beste Indiz dafür, dass sie auch für NRW bald kommen werde. Erst recht jetzt, da Bayern mal wieder einen Schritt voraus sei. „Ich kann die Entscheidung für Geschäfte und öffentlichen Nahverkehr jedenfalls nachvollziehen und würde mir wünschen, dass NRW das genauso macht“, so Kapteinat.
Klar sei nur, dass die Masken dann auch an den entsprechenden Stellen zur Verfügung stehen müssten.
NRW-Gesundheitsminister Laumann gegen Maskenpflicht
Die NRW-Landesregierung wird nach Angaben von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann nicht dem Beispiel Bayerns folgen und eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit anordnen.
„Nordrhein-Westfalen folgt dem letzte Woche von Bund und Ländern gefassten Beschluss: Wir empfehlen den Menschen – insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkauf im Einzelhandel – dringend den Gebrauch von Alltags- oder Community-Masken“, sagte Laumann der Düsseldorfer Rheinischen Post (Dienstag).
Diese könnten ein wichtiger Beitrag zum Fremdschutz und zur Minimierung eines Ansteckungsrisikos sein. „Ich appelliere hier an die Verantwortung jedes Einzelnen. Auf eine Maskenpflicht verzichten wir auch deshalb, weil der Handel aktuell nicht sicherstellen kann, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger mit genügend Alltags-Masken versorgen können“, sagte Laumann.
Herausragend als Charakterdarsteller, unvergessen als Mafioso in „Scarface“ und „Der Pate“. Al Pacino gehört zu den besten Schauspielern unserer Zeit. Anlässlich seines 80. Geburtstags am 25. April zeigt 3sat am Freitag, 24., und Samstag, 25. April 2020, die Spielfilme „Kurzer Prozess – Righteous Kill“, „Ein Cop mit dunkler Vergangenheit“ sowie „Sea of Love – Melodie des Todes“.
Die Dokumentation „Al Pacino – Star wider Willen“, am Samstag, 25. April 2020, 22.10 Uhr, (Erstausstrahlung) unternimmt eine Reise zu Stationen seines Lebens: in die South Bronx, wo er aufwuchs, zum Actors Studio, wo er die hohe Kunst des „Method Acting“ lernte, und schließlich nach Hollywood, wo er den Sprung auf die Leinwand schaffte.
In „Al Pacino – Star wider Willen“ beleuchten Freund und Biograf Larry Grobel, die ehemalige Lebensgefährtin und Schauspielkollegin Marthe Keller, Regisseur und Fotograf Jerry Schatzberg, Filmkritikerin Mónica Castillo sowie Schauspielkollege Steven Bauer die unterschiedlichen Facetten Al Pacinos.
Seiner Heimatstadt New York ist Al Pacino bis heute treu geblieben. Dort wird er 1940 als Alfredo James Pacino geboren. Vater Salvatore verlässt die Familie, als Al zwei Jahre alt ist. Pacino wächst bei seiner Mutter Rose und den sizilianischen Großeltern auf, in der rauen South Bronx. In der Schule ist er ein Außenseiter. Schauspielen wird für ihn zu seiner Überlebensstrategie, die Bühne und das Theater ziehen ihn magisch an. Als Al Pacino am Broadway erste Erfolge feiert, zeigen auch die ersten Filmregisseure Interesse an seinem außergewöhnlichen Talent.
Im fernen Hollywood ist Al Pacino jedoch Anfang der 70er-Jahre noch ein Underdog, unbekannt und auch ungewollt. Bei der Besetzung für die Rolle des Michael Corleone in „Der Pate“ (1972) ist die Studioleitung entschieden gegen Al Pacino. Doch Regisseur Francis Ford Coppola hält an ihm fest – und Al Pacino wird über Nacht zum Star. In den 80er-Jahren folgt der erste Rückschlag. Der Historienfilm „Revolution“ (1985) wird zum Flop. Al Pacino zieht sich für fast fünf Jahre aus dem Filmgeschäft zurück und widmet sich wieder dem Theater. 1989 läutet der Film „Sea of Love“ sein fulminantes Comeback ein. Und für seine Rolle als erblindeter Ex-Lieutenant Colonel Frank Slade in „Der Duft der Frauen“ (1992) wird er 1993 mit dem Oscar ausgezeichnet.
Alle Filme in der Übersicht: Freitag, 24. April 2020, 22.30 Uhr Kurzer Prozess – Righteous Kill Spielfilm, USA 2008 Freitag, 24. April 2020, 0.05 Uhr Ein Cop mit dunkler Vergangenheit Spielfilm, USA 2010 Samstag, 25. April 2020, 22.10 Uhr Al Pacino – Star wider Willen Erstausstrahlung Film von Lukas Hoffmann Samstag, 25. April, 23.10 Uhr Sea of Love – Melodie des Todes Spielfilm, USA 1989
Generalsekretär Steiger kritisiert „bundesweiten Flickenteppich“
Osnabrück – Der CDU-Wirtschaftsrat will auf Größenvorgaben bei den Verkaufsflächen komplett verzichten und Ladenöffnungen in der Corona-Pandemie allein von der Einhaltung von Hygiene- und anderen Schutzmaßnahmen abhängig machen.
Außerdem dürfe es keinen „bundesweiten Flickenteppich“ bei den Regelungen geben. „Die Lockerungen der Ladenschließung dürfen nicht an Betriebsgrößen oder Verkaufsflächen festgemacht werden, sondern einzig an der Garantie adäquater Hygienemaßnahmen durch die Einzelhändler“, sagte Generalsekretär Wolfgang Steiger der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die Fortsetzung der Schließung von Geschäften mit einer Verkaufsfläche größer als 800 Quadratmeter ergebe „keinen Sinn“. „Denn je größer die Verkaufsfläche ist, desto mehr Platz kann auch Abstands- und Hygieneregeln eingeräumt werden“, sagte Steiger.
Der CDU-Wirtschaftsrat schlägt vor, die Besucherzahlen auf einen Kunden pro 25 Quadratmeter zu begrenzen, Warteschlangen zu regeln, getrennte Ein- und Ausgänge zu schaffen sowie Schutzvorrichtungen an den Kassen einzurichten, Schutzausrüstung für Verkäufer und Desinfektionsspender für Kunden bereitzustellen.
Ein großes Problem für den Einzelhandel seien außerdem die unterschiedlichen Auslegungen der 800-Quadratmeter-Regelung in den Bundesländern. „In einigen Ländern agieren absurderweise auch noch einzelne Kommunen ganz unterschiedlich. Hier muss Abhilfe geschaffen werden“, sagte Steiger der NOZ. „Wir dürfen nicht vergessen, der Einzelhandel ist in weiten Teilen mittelständisch geprägt. Es gibt viele Traditionsgeschäfte, über Generationen zum Teil in Familienhand, auch jenseits der festgelegten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Diese einzigartige Struktur darf nicht durch existenzgefährdende Grenzziehungen zerstört werden“, so der Generalsekretär des Wirtschaftsrates.
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Türkei-Deutsche bezeichnen Medienberichte als unwahr
Der ehemalige Axel-Springer-Mitarbeiter Holger Vorbeck (73) aus Hamburg schildert in einem Kommentar seine Eindrücke zur deutschen Berichterstattung über die Türkei. Es werde massiv gegen die Türkei Stimmung gemacht. Das meiste davon sei „schlicht die Unwahrheit und frei erfunden“.
Ein Gastkommentar von Holger Vorbeck
Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nichts im Zusammenhang mit dem Corona-Virus zu schreiben. Es wird schon genug Sinnvolles und Unsinniges, Wahres und Falsches, Verharmlosendes und Panikschürendes darüber geschrieben und viele Kommentare zu anderen Meinungen sind dermaßen unterirdisch, dumm, beleidigend, bösartig, dass man vermuten kann, dass die Menschheit nicht nur unter dem Corona-Virus leidet, sondern auch unter dem Mangel an Intelligenz und Anstand. Ich habe allerdings die Befürchtung, dass die Verfasser derartiger Kommentare gar nicht darunter leiden, sondern ganz im Gegenteil ihre Bösartigkeit geradezu genießen und von ihrer Dummheit sowieso nichts bemerken.
Aber zurück zum Beginn. Der Grund, aus dem ich doch einige Worte schreiben möchte, ist wieder einmal die deutsche Presse. Das, was man in den letzten Tagen von Spiegel, Focus, Der Welt und anderen „Qualitätsmedien“ über die Situation in der Türkei lesen kann, ist weit unterhalb der Schwelle des seriösen Journalismus. Da wird der türkische Präsident Erdoĝan als Corona-Ignorant bezeichnet, es wird von mangelnder medizinischer Versorgung, von überfüllten Krankenhäusern, von Massengräbern, von unkoordinierten Maßnahmen, von Vertuschung und Beschönigung, von Panikkäufen der Bevölkerung und dergleichen mehr berichtet!
Das meiste davon ist schlicht die Unwahrheit und frei erfunden! Ja, selbstverständlich hat man auch hier den einen oder anderen Fehler begangen, nicht anders als in anderen Ländern auch. Die Fakten sprechen allerdings eine deutliche Sprache!
Zu Beginn der Corona-Krise hatte Deutschland 28 – 34 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner, die Türkei dagegen 46 – 49. Die exakten Zahlen variieren je nach Quelle. Von mangelnder medizinischer Versorgung kann wohl keine Rede sein! Vor einigen Tagen war ich im staatlichen Krankenhaus in Alanya, um einen Test machen zu lassen. In der Empfangshalle hielten sich im wesentlichen Mitarbeiter und Sicherheitspersonal auf, im Labor wuselten bis zu 8 Mitarbeiter, Ärzte, Schwestern, Übersetzer, Laboranten usw. um mich herum und schienen froh zu sein, etwas zu tun zu haben. In anderen Krankenhäusern sieht es ähnlich aus. So viel zu den überfüllten Krankenhäusern.
Bereits seit Anfang der Krise wurde jeder Bus nach jeder Fahrt jeweils an der Endhaltestelle komplett desinfiziert. In Deutschland haben Geschäftsführer von Nahverkehrsunternehmen zu der Zeit in Interviews noch behauptet, das sei nicht möglich. Zu einem sehr frühen Zeitpunkt wurden Steuerschulden gestundet, die Mehrwertsteuer für bestimmte Warengruppen auf ein Prozent gesenkt, die Gehälter für medizinisches Personal für 3 Monate verdoppelt, 32.000 zusätzliche Ärzte und Pfleger eingestellt, bedürftigen Familien ein Einmal-Bonus gezahlt und einige weitere Maßnahmen getroffen.
Seit der Ausgangsbeschränkung für Risikogruppen, kann man über eine landesweit gültige Telefonnummer Hilfe anfordern und Polizeibeamte oder Mitarbeiter des Ordnungsamtes (Zabita) gehen für mich einkaufen oder zur Bank.
Seit zirka zwei Wochen ist der Verkauf von Schutzmasken untersagt, um der Preistreiberei den Boden zu entziehen! Masken müssen kostenlos abgegeben werden, sowohl von Apotheken als auch von Behörden oder Supermärkten, die in ihren Geschäftsräumen das Tragen einer Maske fordern. Zudem kann jetzt jeder Einwohner der Türkei online ein wöchentliches Kontingent von Masken bestellen, die dann umgehend nach Hause geliefert werden.
In Deutschland wird von der Politik gerade eine Maskenpflicht für bestimmte Bereiche diskutiert. Die Frage dabei ist, woher nehmen wir die Masken und wer soll sie verteilen? Die Türkei hat binnen kürzester Zeit eine eigene Produktion aufgebaut und produziert jetzt ausreichend Masken für die eigene Bevölkerung und für Hilfslieferungen an andere Länder wie Italien, Spanien, USA oder Deutschland. Ebenso hat die Türkei binnen kürzester Zeit ein eigenes Beatmungsgerät entwickelt, das jetzt in Serie produziert wird und ebenfalls im Rahmen der Corona-Hilfe an andere Länder geliefert wird.
Die Türkei veröffentlicht wie jedes andere Land auch täglich die Zahlen der Infizierten, allerdings detaillierter als z.B. Deutschland. Es werden auch die Anzahl der durchgeführten Tests, die Anzahl der stationär aufgenommenen Erkrankten und die Anzahl der davon Beatmeten veröffentlicht. Die tägliche Statistik sieht typischerweise so aus:
Bis zum 13. April 2020 wurden insgesamt 410.556 Personen getestet, von denen 61.049 positiv waren und 1.296 starben. Von den Infizierten liegen 1.786 im Krankenhaus und 1.063 von ihnen müssen beatmet werden. 3.957 Personen sind genesen. Auf der rechten Seite finden sich die Tageswerte, 34.456 Tests, 4.093 davon positiv, 98 Todesfälle und 511 Genesene.
Ich wünschte wirklich, dass die Medien in Deutschland zu einem seriösen Journalismus zurückkehren würden. Aber vielleicht gerät dieser Text irgendwie in die Hände von Herrn Poschardt oder Herrn Dr. Döpfner und bewirkt ein Nachdenken. Dann könnte ich zumindest wieder Die Welt lesen und stolz auf die ehemaligen Kollegen sein.
Holger Vorbeck war 14 Jahre beim Springer-Verlag tätig, davon 6 Jahre bei der WELT. Seit 2011 ist er nun im Ruhestand und lebt seit Anfang 2016 in der Türkei.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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Obwohl die Türkei zu den Ländern gehört, die am schnellsten mit Maßnahmen auf die sich anbahnende Corona-Krise reagierte, bezeichnete das Nachrichtenmagazin Focus den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als „Corona-Ignoranten“ und behauptete, er habe zu lange gezögert. In der Türkei lebende Deutsche widersprechen den Behauptungen des Focus jedoch.
Von den großen Pyramiden von Gizeh, bis hin zum Leuchtturm von Alexandrien und dem Eiffelturm in Paris – schon seit Tausenden von Jahren haben Architekten beeindruckende Bauwerke errichtet, die Menschen und das gesellschaftliche Leben berührt und für immer verändert haben. Auch unsere Moderne, die ab dem 20. Jahrhundert begann, hat so einige Ausnahmetalente hervorgebracht und mit ihnen atemberaubende Bauwerke von großem architektonischem und symbolischem Wert.
Frank Lloyed Wright
Es gibt so einige beeindruckende Bauwerke in New York City. Bei einem Besuch kommen Touristen zum Beispiel nicht umhin, den hohen Central Park Tower, die Brooklyn Bridge oder das neu errichtete World Trade Center zu bestaunen. Nicht ganz so wuchtig, aber dafür von hohem künstlerischem Anspruch ist das Guggenheim Museum. US-Amerikaner Frank Lloyed Wright, der 1867 in Wisconsin geboren wurde, war bekannt für bescheidene Bauwerke, die sich nahtlos in die Landschaft einzufügen scheinen. Dabei verwendete er geometrische und organische Formen, die vom Betrachter als besonders angenehm und natürlich empfunden werden.
Antoni Gaudí
Der spanische Architekt gilt als der Hauptvertreter des katalanischen Modernismus, eine Bewegung, die von 1885 bis etwa 1920 in allen Bereichen der Kunst anzutreffen war. Geboren im Jahr 1852 in Reus verbrachte Gaudí seine gesamte Schaffenszeit in der katalanischen Hauptstadt. Auf einer Sightseeing-Tour durch Barcelona sticht vor allem seine Sagrada Familia heraus, eine römisch-katholische Basilika, die mittlerweile zum Weltkulturerbe gehört. Gaudís Stil ist einzigartig und fantasievoll. Gerne verwendete er bunte Mosaikelemente und wellige Formen, die die Natur nachahmten. Dabei integrierte er auch Merkmale aus dem Jugendstil und der Gothik.
Ludwig Mies Van der Rohe
Ebenfalls ein wichtiger Vertreter der Moderne ist der deutsche Architekt Ludwig Mies van der Rohe, der im Jahr 1886 in Aachen geboren wurde. Der Baukünstler konzipierte seine Werke frei nach dem Motto „weniger ist mehr“ und nutzte vornehmlich minimalistische, geometrische Formen. Seine bevorzugten Materialien waren Stahl und Glas, was seinen Bauwerken einen noch moderneren Charakter verlieh. Bekannt wurde er im Jahr 1929 für den Barcelona-Pavillon, den er für die damalige Weltausstellung konstruierte. Ein ebenfalls sehr bekanntes Rohe-Gebäude ist der bronzegetönte Glaspavillon, der Teil des Toronto-Dominion Centres ist.
Guggenheim Museum, New York, USA (Foto: Screenshot/Unsplash)Philip Johnson
Der US-Amerikanische Architekt Philip Johnson, der im Jahr 1906 in Cleveland das Licht der Welt erblickte, war selbst großer Fan von Rohes Arbeit. Dies merkt man an seinen Bauwerken, die von einem ähnlichen Minimalismus geprägt sind. Tatsächlich errichtete er zusammen mit seinem Vorbild das Seagram Building, das sich in New York City befindet. Der Wolkenkratzer, der im Jahr 1958 fertig gestellt wurde, ist ein wichtiges Symbol der modernen Architektur und wurde schnell zur Inspiration für den Rest der New York Skyline.
Norman Foster
Dieser britische Architekt wurde aufgrund seiner herausragenden Fähigkeiten sogar als Ritter in den Adelsstand erhoben. Das ursprünglich aus einer Arbeiterfamilie stammende Ausnahmetalent Norman Foster wurde 1935 in Manchester geboren und interessierte sich schon in jungen Jahren für außerordentliche Bauwerke. Inspiration bekam er unter anderem von den Star-Architekten Wright und Rohe. Fosters Bauwerke orientieren sich jedoch nicht am Minimalismus, sondern eher an High-Tech-Objekten. Zu seinen bekanntesten Projekten gehören das Kulturzentrum Carré d’Art in Nimes und die gläserne Reichstagkuppel in der deutschen Hauptstadt.
Renzo Piano
Der Italiener Renzo Piano ist ein Architekt, der sich durch keinen bestimmten Stil definieren lässt. Der im Jahr 1937 in Genua geborene Senator ist bekannt für seinen extrem eklektischen Baustil, der in vielen Teilen der Welt anzutreffen ist. Dabei gleicht wirklich kein Gebäude dem anderen auch auf nur annähernde Weise. Unter anderem designte er das außergewöhnlich geformte Whitney Museum in New York City, das Pariser Centre Pompidou und ein 95-stöckiges spitz geformtes Hochhaus, das Besucher auf einer Tour durch London bewundern können.
Santiago Calatrava
Der Jüngste in dieser Liste ist der spanische Architekt und Bauingenieur Santiago Calatrava, der im Jahr 1951 in Valencia geboren wurde. Seine Bauwerke gelten als neo-futuristisch und haben fast den Anschein, als seien sie einfach nicht von dieser Welt. Regelmäßig sorgen seine neuen Kreationen für weltweites Aufsehen. Dazu gehören zum Beispiel der „Turning Torso“ (auf Deutsch: „Drehender Rumpf), ein ausgefallener Wolkenkratzer in der schwedischen Stadt Malmö. Calatrava designte auch das neue World Trade Center in New York City sowie Den Bahnhof Stadelhofen in Zürich.
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