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Sportwetten: Wie findet man den richtigen Wettanbieter?

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WERBUNG Sportwetten sind wohl die schönste Nebensache am Sport. Allein in Deutschland nehmen mehrere Millionen Menschen an Sportwetten teil und die Zahlen deuten darauf hin, dass dieser ansteigende Trend noch lange nicht vorbei ist. Denn seitdem Sportwetten in Deutschland online möglich sind, stiegen Jahr für Jahr nicht nur die Mitgliederzahlen, sondern auch die Summen, die für die Wetten eingesetzt wurden. Allerdings nicht, weil die Spieler mehr Geld für Wettoptionen einsetzten, sondern weil mehrere Wettteilnehmer aktiv waren und regelmäßiger, mit trotzdem geringen Einsätzen, spielten. Wie man es aus der freien Marktwirtschaft kennt, folgt auf eine große Nachfrage auch ein großes Angebot. So ist es auch in Sachen Sportwetten keine Überraschung, dass es mittlerweile zahlreiche Buchmacher im Internet zu finden sind. Was bei der Auswahl des richtigen Wettanbieters beachtet werden muss, wird im folgenden Artikel genauer erklärt. Die Spannung bei Sportwetten Sportwetten geben Sportinteressierten die Möglichkeit, ihr Wissen und Fähigkeiten einzusetzen und dabei ein wenig nebenher zu verdienen. Allerdings muss man ehrlicherweise zugeben, dass die Einsätze auf eine Sportwette im Durchschnitt zwischen drei bis sechs Euro liegen. Wirklich reich wird also niemand und es geht vielmehr um das Gefühl ein aktiver Teil an einem Spiel zu sein, als um den dritten Neuwagen in der Garage der Villa zu finanzieren. Außerdem gab es Sportwetten sprichwörtlich seit Anbeginn der Zeit. Es gibt klare Hinweise dafür, dass bereits auf die ersten olympischen Spiele im antiken Griechenland sowie auf die Wettkämpfe im alten Rom Wetten abgeschlossen wurden. Damals gab es allerdings keine klaren Gesetze, keine Lizenzen für Glücksspiel und Sportwetten und noch lange kein Internet, wo Sportwetten heutzutage stattfinden. Sportwetten in Deutschland Bereits zu Beginn dieses Artikels wurde erwähnt, dass die Abgabe von Sportwetten online in Deutschland nicht immer möglich war. Das ist nämlich erst seit dem Jahr 2011 möglich. Zuvor war die Abgabe von Sportwetten nur in lizenzierten Wettbüros möglich. Im Jahr 2011 gab es eine Teilöffnung des Marktes, da Sportwetten im Internet in anderen Ländern bereits erlaubt waren. Die europäischen Länder Malta und Gibraltar oder auch das karibische Curacao beispielsweise haben klare gesetzliche Vorschriften zum Thema Glücksspiel und Sportwetten, eben deshalb, weil diese Branche dort schon länger existiert. Zu diesen Ländern wird im späteren Verlauf des Artikel noch einmal kurz Bezug genommen. Aber zurück zu online Sportwetten in Deutschland. Bei vielen Sport- und Wettbegeisterten war vor 2011 die Abgabe von online Sportwetten nur über ausländische Server möglich, was allerdings nicht ganz legal war. Zum Glück der Spieler, als auch den Wettanbietern, hat der deutsche Staat aber den Trend erkannt und öffnete den Markt für Sportwetten im Internet. Die neue Branche im Sport Ab dem Jahr 2011 gab es dann für den Markt von Sportwetten kein Halt mehr. Es strömten mehrere größere Unternehmen auf den deutschen Spielermarkt und machten Werbung für sich und ihr Angebot. Selbst bekannte Gesichter aus dem Sport sowie dem öffentlichen Leben warben für die Buchmacher auf großen Plakaten sowie in Fernsehwerbungen. Nach und nach kamen immer mehr Anbieter auf den Markt, aufgrund dessen, da die Nachfrage nach Sportwetten immer größer wurde. Denn es gibt weitaus mehr Sportarten und Wetten, als nur Fußball. Die großen Buchmacher verwalten bis zu vierzig verschiedene Sportarten, mehrere Ligen und schier unendliche Wettoptionen. Macht man sich heutzutage auf die Suche nach einem Wettanbieter, stößt man auf ein gewaltiges Angebot, welches vor allem Neulinge abschrecken kann. Denn es versteht sich von selbst, dass man nicht irgendeinem Unternehmen sein Geld anvertrauen möchte, sondern auf jeden Fall einen seriösen Buchmacher. Das macht einen guten Buchmacher aus Während der Suche nach einem Wettanbieter geht man ähnlich wie bei der Suche nach einer vertrauenswürdigen Bank vor. Dank dem Internet ist die Suche einfacher als jemals zuvor. Es gibt übersichtliche Webseiten wie den Quotenvergleich von Oddspedia. auf denen alle Buchmacher aufgelistet sind. Zudem sind dort auf den ersten Blick die wichtigsten Details aufgelistet. Das sind beispielsweise der Bonus auf die erste eingezahlte Summe oder die möglichen Ein- und Auszahlungsmethoden. Aber die Suche wird auf der oben eingefügten Seite noch einfacher gemacht. Darauf ist eine Suchfunktion zu finden, bei welcher individuelle Kriterien und Anforderungen für den Wunsch Buchmacher einzugeben sind. Dadurch wird die Angebotsliste der Wettanbieter neu sortiert und man kann sich daran machen, die obersten Treffer genauer zu untersuchen. Die ausschlaggebenden Kriterien für einen seriösen Wettanbieter Das weitere Verfahren, um herauszufinden, ob ein Wettanbieter gut oder eher nicht so gut ist, sind die folgenden Punkte. Das grundlegendste und wichtigste Kriterium ist die Lizenz. Diese stammt oft aus den zuvor erwähnten Ländern Malta, Gibraltar und Curacao. In diesen Ländern gibt es klare Vorschriften für die Unternehmen, was letztendlich ein Vorteil für die Kunden ist. Die Lizenz ist der ausschlaggebende Faktor für die Sicherheit der Plattform sowie für die Qualität des Angebots. Das nächste Kriterium sind die Zertifikate, welche von öffentlicher als auch privater Seite sowie nationaler und internationaler Ebene stammen kommen. Die Lizenzen geben weiter Auskunft über die Sicherheiten als auch die Leistungen des Anbieters. Weitere Bewertungen kommen von den Kunden. Es versteht sich von selbst, dass diese natürlich positiv ausfallen sollten. Die Kundenrezessionen geben Auskunft über die Nutzung der Plattform, die Höhe der Quoten, das Angebot an Sportarten als auch Wett Optionen und vieles mehr. Weitere wichtige Kriterien ist ein leicht erreichbarer sowie kompetenter Kundenservice und die umfangreiche Bereitstellung von Informationen. Das Risiko bei Sportwetten Die Bereitstellung von Informationen auf der Internetseite der Buchmacher ist deshalb ein wichtiges Kriterium, da durch die akkurate und aktuelle Nachrichten Versorgung, das Risiko an Sportwetten minimiert werden kann. Anders als bei Glücksspielen, bei welchen man allerhöchstens versuchen könnte, die Karten zu zählen, kann man durch genaue Vorbereitung die Sportwetten mit Sicherheit und Verantwortung abschließen. Dazu werden aktuelle Nachrichten, Tabellen und Statistiken genutzt. Ein simples Beispiel dazu ist, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit, der FC Bayern München gegen die Eintracht Braunschweig aus der dritten Liga gewinnen wird. Das ist zwar ein einfaches Beispiel, aber dennoch ist nach einer kurzen Recherche der Teams und Ligen eine genaue Prognose machbar. Das ist bei allen Sportarten möglich. Deshalb ist es wichtig, dass der Buchmacher selbst auf dessen Internetseite einen umfangreichen Bereich mit den wichtigsten Informationen sowie Tipps und Tricks für erfolgreiche Sportwetten verwaltet.          

Mittelmeer-Krise
Kommentar: Griechische Zeitung gießt Öl ins Feuer

Ein Gastbeitrag von Kemal Bölge – kboelge@web.de Fauxpas gegen türkischen Präsidenten ist nicht akzeptabel Inmitten des Konflikts zwischen Griechenland und der Türkei hat die rechtsextreme griechische Zeitung „Dimokratia“ zusätzlich Öl ins Feuer gegossen, indem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf der Titelseite des Boulevardblatts auf das Übelste beleidigt wurde. Weder vorher noch in der jetzigen Situation ist ein derartiger Fauxpas gegen einen Präsidenten akzeptabel. Das hat auch nichts mehr mit Pressefreiheit zu tun, weil hier ein Staatsoberhaupt bewusst verunglimpft wird. Die griechische Regierung hat zwar ihr Missfallen darüber geäußert, aber bloße Rhetorik reicht in diesem Fall nicht. Statt Beleidigungen und Provokationen sollten zwischen beiden Staaten Verhandlungen geführt werden. Griechenland unterstützt seit Jahrzehnten Terrororganisationen Dem hat sich Athen bisher immer verschlossen, weil es seit Jahrzehnten geltende internationale Verträge nicht respektiert und die vor der türkischen Küste vorgelagerten Inseln rechtswidrig massiv aufgerüstet hat. In der griechischen Politik hat die rhetorische Polarisierung und die historische Türkenfeindlichkeit Tradition. Es missachtet nicht nur internationale Vereinbarungen, sondern unterstützt Terrororganisationen nach der Devise „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“ wie die PKK, das terroristische Gülen-Netzwerk oder in der Vergangenheit die ASALA. Die Beherbergung von PKK-Chef Öcalan in Griechenland und anschließend in der griechischen Botschaft in Nairobi war 1999 ein großer Skandal. Durch die Unterstützung der Terrororganisation PKK versucht Athen seit Jahrzehnten die Aufmerksamkeit der Türkei in andere geografische Regionen zu lenken, um in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer ungestört agieren zu können. In diesem Fall agiert Griechenland nicht alleine, weil auch andere Staaten, vor allem die USA, Israel etc. die PKK massiv unterstützen. Die USA haben als Beispiel zu Beginn des Syrien-Krieges mit der Operation Timber Sycamore radikale terroristische Gruppierungen unterstützt, um Präsident Assad zu stürzen, dem Russland mit seiner militärischen Intervention 2015 in Syrien einen Riegel vorgeschoben hatte. Aber auch die DAESH/ISIS wird seit Jahren hinter vorgehaltener Hand von den USA unterstützt, um einen kurdischen Staat in Syrien und im Irak zu errichten. Die britische BBC hatte vor einiger Zeit einen investigativen Fernsehbeitrag veröffentlicht, bei dem Terroristen der DAESH und der PKK/YPG in Syrien einen angeblichen Gefangenenaustausch durchführten. In Wahrheit war das eine abgekartete Sache. Taktik hinter den griechischen Provokationen Die griechische Seite hat in den letzten Wochen nichts unversucht gelassen, die Türkei zu provozieren, um einen bewaffneten Konflikt zu riskieren. Der Versuch einer griechischen Fregatte, sich dem türkischen Forschungsschiff MTA Oruç Reis zu nähern, wurde durch ein türkisches Kriegsschiff unterbunden und auch die griechischen Kampfflugzeuge, die versucht hatten, in den Luftraum des von der türkischen Marine deklarierten Seewarngebiets im östlichen Mittelmeer einzudringen, wurden von der türkischen Luftwaffe abgedrängt. Ich habe diese beiden Beispiele noch einmal erwähnt, weil sich dahinter eine Taktik verbirgt. Die griechische Regierung weiß, dass sie im östlichen Mittelmeer nach der internationalen Seerechtskonvention gegenüber der Türkei keine juristischen Argumente hat, die einen Anspruch auf eine Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) in östlichen Mittelmeer rechtfertigen würden. Daher versucht sie, Ankara in einen bewaffneten Konflikt hineinzuziehen, um dann über die EU, Sanktionen gegen die Türkei beschließen zu lassen. Die Türkei soll in einem Streitfall, bei dem sie im Recht ist, in einen Konflikt verwickelt werden, damit gegen die Türkei seitens der EU ein Embargo beschlossen werden kann und am Ende als „Aggressor“ dasteht. Der griechische Teil von Zypern hatte beim letzten EU-Treffen Sanktionen gegen die Türkei gefordert, konnte sich aber damit nicht durchsetzen und blockierte daraufhin die geforderten Sanktionen gegen Weißrussland. Es bleibt abzuwarten, wie sich bei der kommenden EU-Sitzung die Mitgliedsstaaten gegenüber der Türkei verhalten werden. In den Medien war in den letzten Tagen von „Gesprächen“ zwischen Griechenland und der Türkei die Rede, aber bei diesen Verhandlungen sollte nicht nur über die Ausschließliche Wirtschaftszone gesprochen werden, sondern auch die rechtswidrige Remilitarisierung der ägäischen Inseln durch Griechenland sowie über die Hoheitsgewässer und den Luftraum über der Ägäis. Griechenland hat keine Ansprüche im östlichen Mittelmeer Meiner Ansicht nach hat Griechenland im östlichen Mittelmeer keine Ansprüche zu erheben, weil es keinen Festlandssockel vorweisen kann, was bei der Türkei allerdings der Fall ist. Die Seerechtskonvention der Vereinten Nationen gewährt zwar auch Inseln einen eigenen Festlandsockel, allerdings entschied der internationale Gerichtshof bei vergleichbaren Streitigkeiten (Vgl. hierzu die britischen Kanalinseln) in den meisten Fällen zu Gunsten von Staaten mit einem Festland. Die Inseln, die es in der südlichen Ägäis besitzt, haben allenfalls Anspruch auf die Territorialgewässer von 6 Seemeilen. Die EU kommt als Vermittler zwischen beiden Staaten schon einmal nicht infrage, weil es durch die EU-Mitgliedschaft Griechenlands parteiisch ist. Die USA fallen auch weg, da sie eine pro-griechische Position bisher eingenommen hat. In diesem Fall wären bilaterale Gespräche von Vorteil.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
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– Mittelmeer-Krise – „Der Frieden wird siegen“: Türkische Stadt sendet Botschaft an Griechenland

Inmitten der Spannungen zwischen Ankara und Athen hat eine türkische Stadt eine schöne Botschaft des Friedens an Griechenland gesendet.

„Der Frieden wird siegen“: Türkische Stadt sendet Botschaft an Griechenland

Moria-Brand
AfD-Chef Chrupalla kritisiert Aufnahme von Flüchtlingen

Osnabrück – AfD-Chef Tino Chrupalla hat die Entscheidung der Bundesregierung scharf kritisiert, nach dem Brand im Lager Moria Flüchtlinge von den griechischen Inseln aufzunehmen. „Jetzt wird so getan, als würden wir die Welt retten, wenn wir 1500 Migranten aufnehmen. Tatsächlich geben wir dem Erpressungsversuch von Brandstiftern nach, die das Leben von Tausenden Frauen und Kindern aufs Spiel gesetzt haben, um nach Deutschland zu kommen“, sagte Chrupalla in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Das kritisiere ich. Denn so etwas kann und wird Nachahmer hervorrufen, wie wir auf Samos bereits gesehen haben.“ Statt Flüchtlinge aufzunehmen, müsse den Griechen geholfen werden, die katastrophalen Verhältnisse in den Flüchtlingslagern zu verbessern, sagte der AfD-Co-Vorsitzende. „Und das muss Aufgabe aller europäischen Staaten sein, nicht nur von uns Deutschen.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) müsse das Thema in der deutschen EU-Ratspräsidentschaft „ganz oben auf die Tagesordnung setzen“. Chrupalla fügte hinzu: „Mal ehrlich: Die EU-Länder wollen mehrheitlich eine andere Migrationspolitik als Deutschland. Das wollen Union, SPD, Grüne und Linke nicht akzeptieren. Sprich, da, wo es ihnen nicht in den Kram passt, wollen sie die politischen Mehrheiten in der EU nicht anerkennen und eigene Wege gehen.“

Umweltpolitik
Grünen-Chef Habeck plädiert für „Umwelt-Verkehr-Ministerium“

Der Grünen-Co-Vorsitzende Robert Habeck hat sich für eine stärkere ökologische Ausrichtung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) ausgesprochen. „Das Verkehrsministerium muss sich in seinem Selbstverständnis zu einem Umwelt-Verkehr-Ministerium verändern“, sagte Habeck im Interview mit der Mittelbayerischen Zeitung. Man müsse jetzt noch nicht über Ressortzuschnitte reden. Doch die Zuständigkeit des Ministeriums müsse an neue Formen der Mobilität angepasst werden, die klimafreundlich seien. Neben dem Verkehr ist das derzeit CSU-geführte BMVI auch für digitale Infrastruktur zuständig. Laut Habeck seien bei beiden Bereichen „große Fehler“ begangen worden. „Die digitalen Zuständigkeiten in der Bundesregierung sind mit zersplittert noch freundlich beschrieben“, kritisierte der Grünen-Chef. Die Strukturen müssten gebündelt werden, nur so entstehe Verantwortung. „Auch deswegen sind wir in Deutschland in Sachen Digitalkompetenzen dramatisch zurückgefallen.“ Man müsse „bei Glasfaserausbau, bei der digitalen Verwaltung und etlichen Regulierungsfragen vorankommen“. Das seien „Mammutprojekte“, aber sie seien zukunftsrelevant. „Wir werden da nur Erfolg haben, wenn die Räder innerhalb der Regierung besser ineinander greifen“, sagte Habeck weiter.

Kirche
Theologen attackieren Kardinal Woelki

In der Debatte über Reformen in der katholischen Kirche werfen namhafte Theologen einer Minderheit in der Deutschen Bischofskonferenz mangelndes Niveau und kirchenspalterische Tendenzen vor. „Einige wenige Bischöfe, allen voran Kardinal Rainer Woelki aus Köln und Bischof Rudolf Voderholzer aus Regensburg, scheinen zu denken, dass es dieser Debatte und Erneuerung nicht bedarf, weil angeblich alle Antworten auf die Fragen, die sich Menschen mit Blick auf die Kirche stellen, schon längst gefunden worden sind“, schreiben die Dogmatikerin Julia Knop (Erfurt) und ihre Professorenkollegen Bernhard Emunds (Frankfurt), Matthias Sellmann und Thomas Söding (beide Bochum) im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Den genannten Bischöfen falle theologisch nicht viel ein. „Kritischen Stimmen wird wahlweise Unbedarftheit, Inkompetenz oder schismatische Absicht unterstellt. Vor allem Frauen, die sich endlich vernehmbarer einbringen, werden abgekanzelt“. Alle vier Theologen sind am „Synodalen Weg“ beteiligt, einem Reformprozess der Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, auf dem es unter anderem um die Modernisierung der katholischen Sexualmoral und die Rolle der Frauen in der katholischen Kirche geht. Kardinal Woelki hatte zuletzt vor einem deutschen Sonderweg und vor einer Blamage gewarnt, weil die Textvorlagen für den Synodalen Weg inhaltlich zu schwach seien. Dagegen werfen die Theologen dem Kardinal nun autoritäres Gebaren vor. „Dass Autoritätsargumente die schwächsten sind, lässt sich schon bei Aristoteles nachlesen“, schreiben sie. Zwar spiele das Lehramt in der katholischen Kirche eine wichtige Rolle. „Es darf aber nicht spalten, sondern soll der Einheit der Kirche, der Wahrheit des Glaubens und der Freiheit der Menschen dienen. Erst lernen, dann lehren – das muss die Devise sein.“ Ein offenes Gespräch „kritikresistenter Bischöfe“ mit den Gläubigen, mit Diözesan- und Priesterräten täte schon gut. „Echte Beratung und Beteiligung wären noch besser. Auch mit den theologischen Fakultäten und Instituten vor Ort.“

Terrorismus
PKK-Kindersoldaten: Der lange Kampf kurdischer und jesidischer Eltern um ihre Töchter und Söhne

Von Yasin Baş Dass die Terrororganisation PKK nicht davor zurückschreckt, auch Kinder und Minderjährige zu entführen, um sie bei Kämpfen als Kanonenfutter zu gebrauchen, ist seit Langem bekannt. Was bis jetzt zumeist nur durch wenige Beteiligte innerhalb der kurdischen und jesidischen Community lautstark verurteilt wurde, sorgt nun auch international für teils heftige Kritik. Der allgemeine Tenor lautet: So geht es nicht mehr weiter! Entführt, zum Waffen- und Ideologieunterricht gezwungen sowie von der Schule und dem Elternhaus abgeschnitten Vor einigen Tagen stellte der israelische Journalist und pensionierter Militäroffizier Zvi Bar’el in der liberalen Zeitung Haaretz die Frage, was ein 16-jähriges Mädchen tue, wenn sie in einem der kurdischen Bezirke Syriens lebe, um sodann selbst darauf zu antworten: „Normalerweise das, was jedes Mädchen ihres Alters tut: Sie geht zur Schule, schreibt Beiträge auf Facebook, Twitter und Instagram und hilft ihrer Mutter im Haushalt.“ Es gebe jedoch auch Mädchen, die von den „Women’s People’s Defense Forces (YPJ) der YPG“, einer Splittergruppe der PKK, zwangsrekrutiert würden. Der 1935 geborene Nahost-Experte der Haaretz, selbst mit kurdischen Wurzeln, dessen Familie auf Empfehlung des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ben-Gurion den kurdischen Nachnamen Barazani in Bar umwandeln ließ, wies in seiner bemerkenswerten Analyse darauf hin, dass „Mädchen im Alter von 15 oder 16 Jahren“ zu Protokoll gegeben hätten, dass sie von Einheiten der YPG/PKK „aus ihren Häusern entführt, zum Wehrdienst und Ideologieunterricht gezwungen, von der Schule und dem Elternhaus abgeschnitten wurden, um zu Kämpferinnen auf der Straße zu werden.“ In Medieninterviews hätten sich „einige der Mädchen über die harten Bedingungen und ihre Sehnsucht nach Heim und Familie, die sie manchmal monatelang nicht gesehen hatten“, beschwert. Jüngstes Opfer erst elf Jahre alt Allein in Nordsyrien, wo die PKK unter vielfältigen Tarnnamen auftaucht, verschleppe sie jeden Monat im Schnitt etwa 100 Kinder. Die Minderjährigen werden nicht nur direkt von ihren Familien herausgerissen, sondern auch aus Studentenzirkeln, Flüchtlingslagern und Jugendgefängnissen rekrutiert. Die Jüngste unter den Entführungsopfern sei erst elf Jahre alt. Dies führt zu großem Leid unter den Familien und Verwandten der zwangsrekrutierten, kurdischstämmigen Kinder. In der Türkei protestieren kurdische Eltern seit dem 3. September 2019 vor der Bezirksvertretung der Demokratischen Partei der Völker (HDP) in Diyarbakır. Sie fordern von der HDP, der ein zwielichtiges Verhältnis zur PKK nachgesagt wird und die die Protestaktionen für ein bösartiges Komplott hält, die Freilassung ihrer Kinder. Bis jetzt haben sich der immer noch anhaltenden Kundgebung im kurdisch dominierten Diyarbakır insgesamt 151 Mütter und Väter angeschlossen.
Zum Thema: Türkei: EU-Politiker plant Besuch bei „Kurdische Mütter gegen PKK“
Allein 15 Kinder konnten dadurch aus den Fängen der PKK befreit werden. Auch in Deutschland geht eine Mutter seit Ende letzten Jahres jeden Freitag auf die Straße, um auf das Schicksal ihrer Tochter, die von der PKK indoktriniert und daraufhin verschleppt wurde, aufmerksam zu machen. Die verzweifelte Mutter Maide Töre fordert Unterstützung von der deutschen Politik und den Behörden. Selbst der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, die Organisation Human Rights Watch oder Behörden der USA rügen in ihren offiziellen Dokumenten die skrupellosen Maßnahmen der Separatistenorganisation. PKK ignoriert Bitte der Eltern So geht auch Zvi Bar’el in seiner Analyse auf diesen Sachverhalt ein:
„Vor etwa einem Jahr intervenierten die Vereinten Nationen in dieser Angelegenheit, und nach Verhandlungen mit der Führung der kurdischen Streitkräfte [YPG/PKK] wurde ein Abkommen unterzeichnet, wonach die kurdischen Streitkräfte [YPG/PKK] keine Mädchen unter 18 Jahren, dem Alter der obligatorischen Wehrpflicht in den kurdischen Einheiten [YPG/PKK], mehr einziehen würden.“
Der dreifache Familienvater Bar’el, der vor seiner Pensionierung auch Polizeibeamter und Politiker war, stellt in seinem Beitrag fest, dass trotz des Abkommens mit den Vereinten Nationen immer noch „junge Mädchen“ durch die Truppen der YPG/PKK gewaltsam rekrutiert werden. „Herzzerreißende Briefe an den Kommandeur der kurdischen Streitkräfte [YPG/PKK], Mazloum Abdi [Kobane], und die Kommandozentrale der Fraueneinheiten, in denen sie um die Freilassung ihrer Töchter oder zumindest um Hausbesuche bettelten, blieben unbeantwortet oder erhielten kurze, harte Antworten“, so Bar’el. Preisgekrönter Journalist legt Finger in eine offene Wunde Bar’el ist seit 1982 bei der israelischen Haaretz, an der unter anderem auch das Kölner Verlags- und Medienunternehmen M. DuMont Schauberg beteiligt ist, und schreibt dort über die arabische und islamische Welt. Im Jahr 2009 wurde der Journalist mit dem Sokolov-Preis für sein Lebenswerk im Print-Journalismus ausgezeichnet. Mit seiner aktuellen Analyse trifft der preisgekrönte Journalist einen Nerv: Kurdische Eltern beklagen seit langem schon die Verschleppung und Zwangsrekrutierung ihrer Kinder durch Organisationen, die die kurdische oder jesidische Identität instrumentalisieren, um ihre teils verbrecherischen Ziele durchzusetzen. Das ist ein wichtiges Signal der kurdischen und jesidischen Gesellschaft. Die auch in der Europäischen Union (EU) und den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) als terroristische Vereinigung geführte PKK mit ihren Splittergruppen wie YPG, YPJ etc. darf nicht den Anspruch erheben, mit ihren marginalen Zielen und kriminellen Handlungen die gesamten kurdischen und jesidischen Bürger*innen zu vertreten. Schon gar nicht, indem sie auf eine heimtückische Straftat zurückgreift und Kinder für tödliche Kämpfe entführt. Zentralrat der Jesiden in Deutschland verurteilt PKK Überdies ist nicht selten davon die Rede, dass die im Irak, Syrien oder der Türkei lebende Gemeinschaft der Jesiden in einer Art Kampfbündnis aufseiten der PKK kämpfe und diese nahezu bedingungslos unterstütze. Dieser falsche Eindruck scheint sich jedoch durch einige öffentliche Verlautbarungen von jesidischen Organisationen als fragwürdig herauszustellen: So verurteilte der Zentralrat der Jesiden in Deutschland (ZED) in einer kürzlich bekannt gewordenen Pressemitteilung die Rekrutierung und Verschleppung von Jugendlichen und Kindern durch die „YBS“, ebenso eine Splittergruppe der PKK, und forderte diese auf, die Entführungsopfer „unverzüglich freizulassen“. Der stellvertretende Bundesvorsitzende des ZED, Said Saydo, bezeichnete die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren als „Kriegsverbrechen“ und sagte: „Wir werden dies nicht hinnehmen und unserem Volk in noch so schwierigen und dunklen Zeiten bedingungslos beistehen“. Im Fokus der deutschen Behörden Auch in Deutschland steht die Organisation, die Konflikte ins Land importiert, schon seit vielen Jahren unter verstärkter Beobachtung. Die Sicherheitsdienste informieren, dass Deutschland der hier seit 1993 verbotenen PKK in erster Linie als Rückzugs-, Refinanzierungs- und Rekrutierungsraum diene. Seit 1993 haben die Behörden von Bund und Ländern über 52 Organisationen, die der PKK zugerechnet wurden, bereits verboten. Die PKK ist in Deutschland nach Angaben des Bundesinnenministeriums mit etwa 14.500 Anhängern die „mit Abstand mitgliederstärkste extremistische Ausländerorganisation“. Garant für den Frieden in der Region: Eine wirtschaftliche und politische Union für den Nahen- und Mittleren Osten Das in Teilen der hiesigen Medien und der Öffentlichkeit weit verbreitete, jedoch trügerische Bild, dass es sich bei der PKK bzw. YPG um eine Vereinigung handle, die alle Kurd*innen vertritt, stimmt so nicht und bedarf daher einer Revision. Die PKK/YPG sollte erkennen, dass sie mit dem bewaffneten, separatistischen Kampf, so wie sie jetzt agiert, nicht mehr weiterkommt. Als Vorbedingung eines möglichen und erfolgversprechenden Friedensprozesses wäre die Organisation gut beraten, jegliche Waffen niederzulegen und zu ermöglichen, dass die verschleppten Kinder zu ihren Familien zurückkehren können. Ferner muss der rationale Flügel innerhalb der PKK/YPG endlich erkennen, dass er seit nunmehr Jahrzehnten von neo-imperialistischen Mächten, die die ressourcenreiche Region destabilisieren und ausbeuten möchten, als Spielball benutzt wird. Um einen dauerhaften Frieden im Nahen- und Mittleren Osten sowie in den angrenzenden Orten im südöstlichen Europa und im Kaukasus zu gewährleisten, benötigen die dortigen Staaten eine auf Stabilität und Kooperation ausgerichtete, politische und ökonomische Union, ähnlich wie die EU. Für so eine Wertegemeinschaft werden unter allen Anrainern der Region vorausblickende Politiker*innen gebraucht. Auch und gerade aufseiten der kurdischen Völker werden visionäre Vertreter*innen vermisst, die sich nicht wie so oft in der Vergangenheit, gegeneinander ausspielen- und von fremden, expansionistischen Kräften instrumentalisieren lassen.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.

Zum Thema

– Terrorismus – Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Während die auch in Deutschland als Terrororganisation eingestufte PKK in großen Teilen der hiesigen Medien und bei Politikern eine gewisse Sympathie genießt, bleiben die Hilferufe verschiedener Minderheiten aus den Regionen im Norden Syriens und des Irak in Deutschland weitgehend ungehört.

Düsseldorf: Jesiden fordern von PKK Freilassung verschleppter Kinder

Yasin Baş

Yasin Baş ist Politologe, Historiker, Autor und freier Journalist. Zuletzt erschienen seine Bücher: „Islam in Deutschland – Deutscher Islam?”, „nach-richten: Muslime in den Medien” und: „Medien in Deutschland: Eine Analyse der Printmedien, visuelle- und Onlinemedien sowie eine Kritik an dem Mediensystem”.


 

Classics
Moğollar: Die legendäre Band der türkischen Rockmusik

Von Kemal Bölge Selten gab es eine türkische Rockgruppe, die 1968 gegründet, den Stil des anatolischen Rock so eindrucksvoll prägte wie die Band Moğollar. Sie waren es, die die türkische Rockmusik mit der Volksmusik kombinierten. Instrumente wie die Laute (Bağlama), die kleine Langhalslaute (Cura) sowie die faszinierenden Rhythmen und Tänze gelangten auch nach Europa. Die Wege von Engin Yörükoğlu, Cahit Berkay, Murat Ses und Aziz Ahmet kreuzten sich 1967, da alle zuvor bei verschiedenen Musikgruppen Erfahrungen gesammelt hatten. Als die vier beschließen, ihre musikalischen Gemeinsamkeiten als Team zu verfeinern, gesellt sich der Bassist Haluk Kunt dazu. Die erste 45er-Single mit dem Song Artık Çok Geç (Jetzt ist es zu spät) veröffentlichen Moğollar 1968. Für die späten 60er-Jahre ist dieses melancholische Lied der erste Erfolg. Die zweite Single Mektup (Der Brief) entwickelt sich zu einem echten Hit. Der psychedelic Rock der 60er-Jahre ist deutlich hörbar. Den endgültigen Durchbruch schaffen sie im gleichen Jahr beim Musikwettbewerb des goldenen Mikrofons mit dem Titel Ilgaz. Dabei geht es um den gleichnamigen Berg Ilgaz in Kastamonu/Türkei. Der ungewohnten Popularität folgt eine Konzerttour durch die gesamte Türkei und ein Plattenvertrag mit CBS in Paris. Mit dem neuen Vertrag in der Tasche bringen Moğollar das englischsprachige Lied Behind The Dark heraus. Das Glück ist hold mit den fünf Musikern und ihnen gelingen weitere Hits und 1971 die erste LP. Während des Aufenthalts in Paris lernen sie Barış Manço kennen, der zu dieser Zeit in Belgien lebt, sich aber gerade in der französischen Hauptstadt aufhält. Manço erkennt das musikalische Potenzial und beschließt, mit der Gruppe zusammenzuarbeiten. Die Entscheidung zum Musikprojekt sollten sie nicht bereuen. Ein Song von dieser kongenialen Zusammenarbeit ist İşte Hendek İşte Deve (1971). Als Gruppe veröffentlichen Moğollar zwei LPs und eine Single. Es folgt ein weiterer Vertrag mit einer Plattenfirma, aus dem unter anderem das Lied Düm Tek entsteht. Das Jahr 1976 ist ein einschneidendes Jahr für die Band, denn es kommt in Paris zum Zerwürfnis und zur Trennung. Es ist Spekulation, ob es am musikalischen Erfolg lag, der Moğollar zu Kopf gestiegen war oder die unterschiedlichen Ziele der Musiker. Wir schreiben das Jahr 1992: Die Redaktion der Zeitschrift Leman hat eine pfiffige Idee. Moğollar sollen als Gruppe wieder Musik machen. Dazu wird eine Unterschriftenaktion gestartet und am Ende der Kampagne kommen mehrere Tausend Unterschriften zusammen. Die Musiker bitten um Bedenkzeit und feiern 1993 mit einem Konzert in Istanbul ein musikalisches Revival. Motiviert vom großen Zuspruch und Erfolg bringt die Gruppe bis 2004 fünf weitere Alben heraus. Neben Serhat Ersöz stößt der Sohn von Cem Karaca, Emrah Karaca zur Band. 2009 gelingt ein qualitativ richtig gutes Album Umut Yolunu Bulur (Die Hoffnung wird seinen Weg finden). Hier ein Absatz aus dem Song, den ich sinngemäß übersetzt habe.
Savrulurken düşünceler her an aklımda Ben kalırım zaman gider bakmaz ardına Gün değirmeni boş duvarlarda Dur dönüp durma dur dönüp durma Während ich verwehe, sind meine Gedanken jederzeit in meinem Kopf Ich bleibe, die Zeit vergeht und blickt nicht zurück Die Tage vergehen schnell, die Tage vergehen schnell Lass die Zeit stehen bleiben
  Die Künstler brachten 2014 ein weiteres Album mit alten Songs heraus. Ein großer Verlust für die Gruppe war der Tod des Schlagzeugers Engin Yörükoğlu 2010 sowie des Solisten Aziz Ahmet, der 2018 verstarb. Ein bekannter Protestsong ist Dinleyiverin Gari (Hört euch das mal an). Das Video dazu ist vom Konzert 2019 in Ankara. Von den ursprünglichen Bandgründern ist nur noch Cahit Berkay übriggeblieben, der über eine lange Zeit als der Kopf der Musiker galt. Bleibt zu hoffen, dass diese großartigen Musiker als Gruppe erhalten und vielen Menschen noch lange in Erinnerung bleiben mögen.  

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– Musik – Barış Manço – Eine Hommage an einen einflußreichen Musiker

Inspiriert durch den Rock ’n’ Roll  der damaligen Zeit, gründete 1958 ein Jugendlicher aus Istanbul mit 15 Jahren seine erste Musikband mit dem Namen „Kafadarlar“ und ein Jahr später gab er sein erstes Konzert am Galatasaray-Gymnasium.

Barış Manço – Eine Hommage an einen einflußreichen Musiker

Internationaler Friedenspreis
Emine Erdogan: First Lady der Türkei unter den 10 einflussreichsten Muslimen

Ein internationaler Think Tank platzierte am Sonntag die First Lady der Türkei unter den zehn einflussreichsten muslimischen Persönlichkeiten der Welt.

Das Institut für Frieden und Entwicklung (INSPAD), das in Belgien und Pakistan ansässig ist, hat Emine Erdoğan für ihre Verdienste in verschiedenen Bereichen für den internationalen Friedenspreis 2020 nominiert. Das Institut INSPAD zeichnet muslimische Persönlichkeiten aus aller Welt für ihre Verdienste aus.

Auf der Liste stehen auch der ehemalige malaysische Premierminister Mahathir bin Muhammad, die Vorsitzende des Frauenrats von Bahrain, Shaikha Noora Al Khalifa, der Generalsekretär der muslimischen Weltliga, Mohammad bin Abdulkarim Al-Issa aus Saudi-Arabien, und die US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar. Darüber hinaus das Mitglied des britischen Oberhauses Lord Nazir Ahmed, der Vorsitzende des Muslimischen Instituts von Pakistan Sahibzada Sultan Ahmed Ali und Ibrahim Bin Salah Al-Naumi, der Unterstaatssekretär für Hochschulbildung und Vorsitzender des Internationalen Zentrums für interreligiösen Dialog in Katar/ Doha, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  Der Präsident von INSPAD, Muhammad Tahir Tabassum, sagte gegenüber Anadolu, dass Emine Erdogan wegen ihrer enormen Verdienste im Bereich der sozialen Entwicklung mit Schwerpunkt auf der Stärkung der Rolle der Frau, der Umwelt, der Kultur, der Kunst und des sozialen Bewusstseins ausgewählt wurde. Das Gremium, dem 5.000 Friedensbotschafter und über 12.000 Mitglieder aus verschiedenen Ländern angehören, wählt jedes Jahr bedeutende muslimische Persönlichkeiten aus aller Welt aus.

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– World Humanitarian Forum – London: Türkische First-Lady Emine Erdogan mit „Changemaker“-Preis ausgezeichnet

„Ich nehme diese Auszeichnung im Namen des großzügigen türkischen Volkes entgegen, dessen Herzen schmerzen, wenn sie ein Kind unter Tränen sehen, und das einen Ausländer nicht mit Argwohn, sondern als göttlichen Gast betrachtet“, sagte Erdogan in ihrer Dankesrede.

London: Türkische First-Lady Emine Erdogan mit „Changemaker“-Preis ausgezeichnet
 

Wirtschaft
Moody’s stuft die Türkei auf „Ramsch“ herab

New York – Die Ratingagentur Moody’s warnte vor einer möglichen Zahlungsbilanzkrise und stufte das Kreditrating der Türkei auf „Ramsch“ (B2) herab. Dies sei die niedrigste Einstufung, die das Land je erhalten habe, berichtet Bloomberg. „Die externe Verwundbarkeit der Türkei nimmt zu“ Moody’s verwies auf die sich „verschärfende externe Verwundbarkeit, die Aushöhlung der fiskalischen Puffer und die institutionellen Herausforderungen“. Die Agentur stufte die Ratings für staatliche Emittenten und vorrangige unbesicherte Schuldtitel der Türkei von B1, fünf Stufen unter Investment Grade, auf B2 herab und behielt einen negativen Ausblick für das Land bei. Die Herabstufung bringt die Türkei auf eine Stufe mit Tansania, Ruanda und Jamaika. „Es ist immer wahrscheinlicher, dass sich die externe Verwundbarkeit der Türkei in einer Zahlungsbilanzkrise herauskristallisiert“, so Moody’s. „Da die Risiken für das Kreditprofil der Türkei zunehmen, scheinen die Institutionen des Landes nicht willens oder nicht in der Lage zu sein, diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen“, so Moody’s. Die Herabstufung von Moody’s erfolgt drei Wochen, nachdem Fitch Ratings seinen Ausblick für die langfristigen Emittentenausfallratings der Türkei von stabil auf negativ revidiert hat. Diese Revision war eine Folge der zunehmenden finanziellen Risiken des Landes aufgrund der Erschöpfung der Devisenreserven, der schwachen Glaubwürdigkeit der Geldpolitik, der negativen Realzinsen und des beträchtlichen Leistungsbilanzdefizits, das zum Teil durch einen starken Kreditimpuls angeheizt wurde. Moody’s behielt seinen negativen Ausblick für die Türkei bei und sagte, dass sich die finanzpolitischen Kennzahlen im kommenden Jahr schneller verschlechtern könnten als derzeit erwartet. Sie warnte auch vor einem „erhöhten Niveau“ geopolitischer Risiken, da die Beziehungen der Türkei zu den USA und der Europäischen Union sowie die Spannungen im östlichen Mittelmeerraum eine Krise beschleunigen könnten. Die Devisenreserven der Türkei, ausgenommen Gold, sind nach Angaben der Rating-Agentur seit Jahresbeginn um mehr als 40 Prozent auf 44,9 Milliarden Dollar am 4. September gefallen.    

Mittelmeer-Krise
‚Positiver erster Schritt‘: Griechenland begrüßt Rückkehr des türkischen Schiffes Oruc Reis

Athen – Die griechische Regierung bezeichnet die Rückkehr der Oruc Reis aus den umstrittenen Gewässern nach wochenlanger Spannung als „einen positiven Schritt“. „Die Rückkehr der Oruc Reis ist ein positiver erster Schritt, ich hoffe, dass es Kontinuität geben wird. Wir wollen mit der Türkei reden, aber in einem Klima ohne Provokationen“, sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vor Reportern in Thessaloniki. Ein türkisches Erdgas-Erkundungsschiff, dessen Forschungen in einem umstrittenen Gebiet des östlichen Mittelmeers im Mittelpunkt einer wochenlangen Konfrontation zwischen Ankara und Athen standen, ist in die Gewässer in der Nähe der südlichen Türkei zurückgekehrt – ein Schritt, den Griechenland als einen positiven ersten Schritt zur Entspannung der Spannungen im Zusammenhang mit den Offshore-Ressourcen bezeichnete. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erklärte dagegen, das Schiff sei im Rahmen des vorgegebenen Plans an Land zurückgekehrt, und betonte, dies bedeute nicht, dass die Türkei ihre Ansprüche aufgegeben habe. Vielmehr gebe es „geplante Bewegungen zurück und vorwärts“. Die Türkei habe sich immer im Sinne guter nachbarschaftlicher Beziehungen verhalten und erwarte das auch von der anderen Seite. Die Türkei unterstütze Frieden und Dialog, „wenn unsere Wünsche und Forderungen erfüllt sind“, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu Akar. Mitsotakis sagte, der Streit mit der Türkei müsse im Dialog beigelegt werden. Er sei bereit, Gespräche über mögliche Erdöl- und Erdgasvorkommen wieder aufzunehmen. „Wenn wir Anzeichen einer Deeskalation in der Praxis sehen, werde ich der Erste sein, der sich an den Verhandlungstisch setzt“, berichtet die tagesschau. Auch der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu rief zu einem Dialog auf Çavuşoğlu betonte die Notwendigkeit einer prinzipientreuen Haltung und eines ehrlichen Handelns und forderte Griechenland auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und seine Haltung zu erklären, wenn es tatsächlich Vertrauen in seine Argumente hat. „Wir sind dafür, uns an den Tisch zu setzen, weil wir Vertrauen in uns selbst haben, aber Griechenland scheint diesen Ansatz nicht zu akzeptieren“, sagte Çavuşoğlu während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem kongolesischen Amtskollegen Claude Gakosso in Istanbul und fügte hinzu, dass die Türkei bereit sei, Gespräche ohne Bedingungen zu führen.

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