Eurostat
EU-Preisniveau: Deutschland liegt auf Platz 6
Berlin
Gegen PKK: Kurdische Mutter bittet Angela Merkel um Hilfe
Im August hatte die kurdische Mutter Hatice Akar vor dem Provinzbüro der HDP in Diyarbakir einen Sitzstreik begonnen und verbrachte auch die Nächte vor dem Gebäude. Alles was sie wollte, war die Rückkehr ihres Sohnes. Trotz ihrer Erschöpfung hatte sie gesagt, sie werde mit ihrem Protest nicht aufhören. Laut Akar war ihr Sohn in die Berge verschleppt worden. „Mein Sohn betrat das HDP-Provinzbüro und kam nicht mehr heraus“, so Akar gegenüber Medien. Etwa eine Woche später konnte sie ihren 21-jährigen Sohn wieder in die Arme schließen.
In der darauffolgenden Woche setzte sich Fevziye Cetinkaya, eine weitere kurdische Mutter, die behauptet, ihr 17-jähriger Sohn sei über Mitglieder der HDP in die Reihen der Terrorgruppe aufgenommen worden, vor das Gebäude der Partei. „Alles, was ich von ihnen (HDP-Mitglieder) will, ist, dass mein Kind zu mir zurückgebracht wird“, sagte sie. „Entweder haben sie mein Kind hier versteckt oder es woanders hingebracht…. Ich werde nicht gehen, bis mein Kind zurück ist“, fügte sie hinzu. Der Vater warf HDP-Mitgliedern vor, ihre Kinder zum Beitritt zur PKK zu ermutigen. „Sie schicken Kinder von armen Menschen [zur PKK]…. Ich will meinen Sohn zurück, sonst nichts. Wir haben diese Kinder unter schwierigen Bedingungen aufgezogen und in die Schulen geschickt“, sagte er. Die HDP wird seit ihrer Gründung beschuldigt, Verbindungen zur PKK zu unterhalten. Die separatistische PKK, die neben der Türkei auch in den USA und der EU als terroristische Organisation geführt wird, ist für den Tod von etwa 40.000 Menschen, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, verantwortlich.Eine kurdische Mutter in Berlin kämpft seit Wochen um die Rückkehr ihrer jungen Tochter aus Camps der terroristischen PKK – diesmal vor dem Reichstag. Unterstützt wird sie von anderen Aktivistinnen.https://t.co/6fv5uxrnlm
— TRT Deutsch (@TRTDeutsch) March 21, 2020
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– Türkei – Kommentar: Die deutsche Öffentlichkeit erfährt nichts über die mutigen kurdischen Mütter
Was mit dem mutigen Schritt einer kurdischen Mutter im Sommer begann, entwickelt sich allmählich zu einer Bewegung. Immer mehr Kurden trauen sich, gegen die HDP-Partei und die Terrororganisation PKK auszusprechen.
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Türkei
„Aggression im Mittelmeer“: Türkei weist Frankreichs Vorwürfe zurück
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– Sicherheitspolitik – NATO-Chef Stoltenberg: Ohne die Türkei kann sich Europa nicht selbst schützen
NATO Generalsekretär Jens Stoltenberg wies darauf hin, dass die Türkei bei der Sicherheit Europas eine Schlüsselrolle innehabe.
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New York
„Apartheid“: UN-Menschenrechtler verurteilen Israels Annexionspläne
„Die internationale Gemeinschaft hat die Annexion gerade deshalb verboten, weil sie Kriege, wirtschaftliche Verwüstung, politische Instabilität, systematische Menschenrechtsverletzungen und weit verbreitetes menschliches Leid hervorruft“.„Apartheid des 21. Jahrhunderts“ Die Annexion werde die israelische Souveränität auf fast 30 Prozent des Westjordanlandes ausdehnen und den größten Teil des Jordantals und mehr als 230 illegale israelische Siedlungen umfassen. Sie werde auch die Menschenrechtsverletzungen verschärfen, die während der fünf Jahrzehnte der israelischen Besatzung begangen worden seien, darunter Landbeschlagnahme, Gewalt von Siedlern, Zerstörung von Häusern und exzessive Anwendung von Gewalt und Folter. „Was vom Westjordanland übrig bliebe, wäre ein palästinensisches Bantustan, Inseln unzusammenhängenden Landes, die vollständig von Israel umgeben sind und keine territoriale Verbindung zur Außenwelt haben“, so die Erklärung weiter.
„Die Zeit nach der Annexion wäre die Kristallisation einer bereits ungerechten Realität: zwei Völker, die im selben Gebiet leben, vom selben Staat regiert werden, aber mit zutiefst ungleichen Rechten. Dies ist die Vision einer Apartheid des 21. Jahrhunderts“.Die Experten erinnerten daran, dass Israel bereits früher besetztes Land annektiert hat: Ost-Jerusalem im Jahr 1980 und die syrischen Golanhöhen ein Jahr später. „Bei beiden Gelegenheiten verurteilte der UN-Sicherheitsrat die Annexionen sofort als unrechtmäßig, traf aber keine sinnvollen Gegenmaßnahmen, um sich Israels Aktionen entgegenzustellen“, sagten sie und fügten hinzu, dass sich das Land auch gegen Ratsresolutionen, die Siedlungen kritisieren, gewehrt habe. Sie betonten jedoch, dass es „diesmal anders sein muss“, und forderten Rechenschaftspflicht und ein Ende der Straflosigkeit im Einklang mit dem Völkerrecht. „Die internationale Gemeinschaft hat die rechtliche und politische Verantwortung, eine auf Regeln basierende internationale Ordnung zu verteidigen, sich Verletzungen der Menschenrechte und der grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts zu widersetzen und ihre zahlreichen Resolutionen, die Israels Verhalten dieser langwierigen Besetzung kritisieren, in die Tat umzusetzen. Insbesondere haben die Staaten die Pflicht, einen anderen Staat nicht anzuerkennen, zu unterstützen oder einem anderen Staat in irgendeiner Form von illegalen Aktivitäten wie Annektierung oder der Errichtung von Zivilsiedlungen in besetztem Gebiet zu helfen“, sagten sie.
„Die Lehren aus der Vergangenheit sind klar: Kritik ohne Konsequenzen wird weder die Annexion verhindern noch die Besetzung beenden“.Unabhängige Stimmen Die 47 Experten, die die Erklärung unterzeichneten, wurden vom UNO-Menschenrechtsrat ernannt, um spezifische Ländersituationen oder thematische Fragen in allen Teilen der Welt zu beobachten. Sie sind von der UNO unabhängig, d.h. sie sind weder Mitarbeiter, noch werden sie von der Organisation bezahlt.

New York
Türkischer Außenpolitiker zum Präsidenten der UN-Generalversammlung gewählt
Menschenrechte
Weltflüchtlingstag: Grenzschließungen verstoßen gegen das Völkerrecht
Die Situation der Menschen auf der Flucht wird durch die Corona-Krise nicht nur schwieriger und gefährlicher, sondern auch zunehmend unsichtbar gemacht. Die Aufmerksamkeit für die Situation der Vertriebenen und Geflüchteten weltweit darf nicht in Vergessenheit geraten. So harren beispielsweise in der Region Cox’s Bazar in Bangladesch mehr als 900.000 Rohingya aus, in Somalia leben momentan 2,6 Millionen intern vertriebene Menschen in notdürftigen Siedlungen und auf der griechischen Insel Lesbos drängen sich mehr als 20.000 Menschen in einem Camp geplant für 3.000.In ihren zahlreichen Projekten versorgen Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partnerorganisationen geflüchtete und vertriebene Menschen unter anderem mit Lebensmitteln und Hygiene-Kits, errichten Gesundheitsstationen in den Camps und leisten psychosoziale Betreuung.
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– Systematische Gewalt – Myanmar: „Unermessliche Grausamkeiten“
Die Kinderrechtsorganisation Save the Children veröffentlicht heute einen neuen Bericht zur Flucht der Rohingya aus Myanmar. In „Horrors I will never forget“ berichten Kinder und Jugendliche erschütternde Erlebnisse von massiver Gewalt, von Vergewaltigungen oder von Menschen, die lebendig verbrannt wurden.
Myanmar: „Unermessliche Grausamkeiten“
Schlachtbetrieb Tönnies
Gütersloh: Bundeswehr soll bei Corona-Massentestungen helfen
NRW
Corona im Schlachthof: Laschet stellt Aussage zu Rumänen und Bulgaren klar
Reisewarnung
Risiko-Gebiet Türkei: „Politische Entscheidung“
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Zum Thema
– Corona-Krise – Reisen: Türkische Gemeinde bittet Maas um Planungssicherheit
Am 15. Juni 2020 sind die Reiseverbote in viele europäische Länder entfallen. Türkischstämmige Bürger erwarten eine Planungs- und Rechtssicherheit für ihren Türkei-Urlaub.
Reisen: Türkische Gemeinde bittet Maas um Planungssicherheit
Corona-Reisewarnung
Türkische Gemeinde: Berlins Türkei-Entscheidung politischer Natur
Nach aktuellen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in der Türkei 1.592 neue Fälle pro Tag bekannt geworden. Die Türkei hat ca. 83 Millionen Einwohner, demnach sind 19 neue Fälle je 100.000 Einwohner zu verzeichnen. Auch die Zahl der an Covid 19-Erkrankten mit 179.831 Fällen, gleicht absolut den Zahlen der Bundesrepublik. Jedoch ist in Deutschland die Zahl mit 8.800 Verstorbenen fast doppelt so hoch wie in der Türkei mit 4.825 Todesfällen insgesamt.Somit fielen alle quantitativen Kriterien für eine Beurteilung der Türkei als Risikogebiet weg. Testkapazitäten seien reichlich vorhanden. Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie mit teilweise strikten Ausgangssperren sowie Maskenpflicht im öffentlichen Raum, seien und waren strenger als in Deutschland, so Bayraktar.
Somit sind alle objektiven Kriterien für eine Einstufung der Türkei als Risikogebiet nicht gegeben. Zudem werden Hotels in der Türkei vom TÜV Süd auf Hygienemaßnahmen zertifiziert. Es bleibt nur noch die Annahme, die auch der deutsche Außenminister Maas zum Ausdruck gebracht hat, dass Deutschland die Informationen, die die Türkei zur Verfügung stellt, nicht als verlässlich einstuft.Im Falle der Türkei handele es sich somit um eine politische Entscheidung der Bundesrepublik Deutschland, die maßlos sei. Die Entscheidung benachteilige Millionen von Menschen, sei es Türkeistämmige oder nicht, die ihren Sommerurlaub 2020 in der Türkei verbringen möchten. Viele Türkei-Experten vermuten, dass Außenminister Maas eine „private Abrechnung“ mit dem Präsidenten Erdogan vornimmt, der im Oktober 2019 Maas öffentlich attackiert hatte und Maas EU-Reiseländer privilegieren will, die im Kampf gegen die Pandemie weit schlechter abschneiden als die Türkei. Erdogan sagte in Richtung Maas: „Wenn du etwas von Politik verstehen würdest, würdest du nicht so sprechen.“ Bereits am 15. Juni 2020 forderte Bayraktar von Außenminister Maas und seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu eine Planungs- und Rechtssicherheit für Türkei-Urlauber. Bayraktar:
„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Sie werden mit Sicherheit eine gemeinsame Sonderregelung für das beliebte Reiseland Türkei finden, die viele Interessen schützt.“„Viele Familien, die eine enge verwandtschaftliche Beziehung in der Türkei haben oder Sommerurlaub in der Türkei machen wollen, möchten eine schnelle Planungssicherheit für ihre wohlverdienten Sommerferien 2020. Sie möchten, dass wieder viele Flugverbindungen ab deutschen Flughäfen wie z.B. Nürnberg angeboten werden und dass auf dem Landweg die Transitstrecke Deutschland-Türkei sicher geregelt ist. Aufgrund der Planungsunsicherheit sind ebenfalls viele türkischstämmige Inhaber von Reisebüros in Existenznot.“

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– Corona-Krise – Touristikanbieter drängt auf Reisewarnung-Aufhebung für Türkei
Während die Reisewarnung für Corona-Hotspots, wie Italien und Spanien, am Mittwoch aufgehoben wurden, gilt sie weiterhin für die Türkei.
Touristikanbieter drängt auf Reisewarnung-Aufhebung für Türkei

