Libyen-Krise
Erdogan: Ägyptens Handlungen in Libyen sind illegal

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Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das Vorgehen Ägyptens in Libyen als „illegal“ bezeichnet. 

Der türkische Präsident verurteilte Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate wegen der Unterstützung der Rebellen im Osten Libyens. 

Rebellenkommandeur Chalifa Haftar hatte bei seinem Kampf gegen die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung in Tripolis Unterstützung von Kairo angefordert. Die Türkei unterstützt Libyens Präsident Fayiz As-Sarradsch. 

Das Kriegsgeschehen in Libyen hat sich mit dem militärischen Einsatz der Türkei, der im Dezember vergangenen Jahres begann, verändert. Regierungschef as-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Tripolis konnte somit die von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland unterstützten Truppen des abtrünnigen Militärkommandanten Haftar zurückdrängen. 

Die Rebellen forderten diese Woche Ägypten auf, in den Konflikt einzugreifen. El-Sisi traf am Donnerstag libysche Stammesangehörige und sagte, Ägypten werde angesichts einer direkten Bedrohung der ägyptischen und libyschen Sicherheit nicht untätig bleiben. Auf die Möglichkeit einer ägyptischen Intervention angesprochen, sagte Erdogan am Freitag, die Türkei werde ihre Unterstützung für die libysche Regierung beibehalten.

„Die Handlungen Ägyptens hier, insbesondere ihre Seite mit dem Putschisten Haftar, zeigen, dass sie sich in einem illegalen Prozess befinden“, sagte er. Er beschrieb auch den Ansatz der VAE als „piratenhaft“.

El-Sisi sagte letzten Monat, die ägyptische Armee könnte in Libyen einmarschieren, wenn die Regierung von Tripolis und ihre türkischen Verbündeten einen Angriff auf die zentrale Frontlinie von Sirte-Jufrah wiederholen, die als Tor zu Libyens wichtigsten Ölexportterminals angesehen wird, die jetzt von Haftars Verbündeten gehalten werden.

Libyen befindet sich seit 2011 in einem Konflikt, als der langjährige Herrscher Muammar Gaddafi in einer von der NATO unterstützten Operation getötet wurde.

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Russisch-türkische Beziehungen
Russland: Statusänderung der Hagia Sophia kommt Touristen zugute

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Moskau – Laut dem Sprecher des Kremls ist Russlands offizieller Standpunkt zur Statusänderung der Hagia Sophia, dass es sich um eine innere Angelegenheit der Türkei handele. Moskau denke, dass die Entscheidung den Touristen zugute kommen werde In einem Interview mit dem Lokalsender Avtoradio sagte Dmitri Peskow, die Menschen könnten die historische Stätte nun kostenlos besuchen, im Gegensatz zum Kauf „ziemlich teurer Eintrittskarten“, als sie noch ein Museum war, berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu.  „Unsere türkischen Partner erklärten, dass alles auf bestmögliche Weise erhalten bleibt und jeder die Hagia Sophia besuchen kann. Außerdem kann ich Ihnen sagen, dass die Eintrittskarten für die Hagia Sophia ziemlich teuer waren“, sagte Peskow. „Jetzt wird der Eintritt frei sein. In dieser Hinsicht werden unsere Touristen davon profitieren“, sagte Peskow. Die russische Regierung respektiere die Position des Patriarchen von Moskau und der russischen Bevölkerung in dieser Angelegenheit, die sich von der Position des Staates unterscheide. Peskow erwarte nicht, dass die Hagia-Sophia-Frage die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei beeinträchtigen werde. Er lobte die Beziehungen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan und sagte, die beiden Führer hätten einen ähnlichen Arbeitsstil. „Sie treffen sich, und beide sind für ihre Worte verantwortlich, und beide haben die Situation unter Kontrolle, und beide sind in der Lage, verantwortungsvolle und schnelle Entscheidungen zu treffen, was sie auch tun“, so Peskov. Er sagte, ein solcher Ansatz sei der Schlüssel zur Lösung schwieriger Probleme, „wie es in der syrischen Frage und in anderen Situationen der Fall war“. Am 10. Juli annullierte das Oberste Verwaltungsgericht der Türkei einen Kabinettsbeschluss von 1934, der die Hagia Sophia in Istanbul in ein Museum umwandelte. Dieser Schritt ebnete nach 86 Jahren den Weg für ihre Wiedernutzung als Moschee. Das Gericht entschied, dass das architektonische Juwel im Besitz einer Stiftung ist, die von Sultan Mehmet II., dem Eroberer Istanbuls, gegründet und der Gemeinde als Moschee geschenkt wurde – ein Status, der rechtlich nicht geändert werden kann. Die Hagia Sophia ist eine der bedeutendsten historischen und kulturellen Stätten der Welt. Sie wurde im sechsten Jahrhundert zur Zeit des christlich-byzantinischen Reiches erbaut und diente als Sitz der griechisch-orthodoxen Kirche. Nach der osmanischen Eroberung Istanbuls im Jahr 1453 wurde sie in eine Moschee und 1935 letztendlich in ein Museum umgewandelt.

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Karabach Konflikt
„Türkische Raketen und Drohnen stehen Aserbaidschan zur Verfügung“

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Ankara – Türkische Raketen und Drohnen stehen Aserbaidschan zur Verfügung, sagte der Leiter der „Präsidentschaft der Verteidigungsindustrie“, die im türkischen Verteidigungsministerium für Rüstungsprojekte zuständig ist. Die Türkei und Aserbaidschan besprechen momentan eine industrielle Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung, so Ismail Demir. Die Türkei und Aserbaidschan müssten der Welt zeigen, dass die „Brüder-Nationen eine Einheit sind“, twitterte Demir nach einem Treffen in der türkischen Hauptstadt Ankara mit Ramiz Tahirov, dem stellvertretenden Verteidigungsminister Aserbaidschans, und Kerem Mustafayev, dem Armeekommandeur der Autonomen Republik Nachitschewan. Mit all ihrer Technologie, Kapazität und Erfahrung stehe die türkische Verteidigungsindustrie Aserbaidschan zur Verfügung, von bewaffneten unbemannten Luftfahrzeugen über Raketen bis hin zu elektronischen Kampfsystemen, betonte er. Neben der Einführung neuer Systeme in die aserbaidschanische Armee werden die beiden Länder bei der Modernisierung bestehender Systeme sowie bei der Wartung und Ausbildung zusammenarbeiten, fügte Demir hinzu und zitierte das Motto der beiden Länder: „Eine Nation, zwei Staaten“. Jüngste Zusammenstöße Am 12. Juli 2020 sind an der Staatsgrenze zwischen Armenien und Aserbaidschan wieder schwere Kämpfe ausgebrochen, die seit April 2016 geruht haben. Es handelt sich dabei um Militärstandorte und Zivilobjekte der Republik Aserbaidschan in der Region Tovuz (Towus) im Nordwesten und der Republik Armenien im Bezirk Tawusch im Nordosten. Im Zuge dieser Gefechte sind bereits zwölf aserbaidschanische und fünf armenische Angehörige des Militärs ums Leben gekommen. Trotz internationaler Aufrufe zur Zurückhaltung eröffneten armenische Truppen auch das Feuer auf Wohngebiete in den Dörfern Agdam und Dondar Kuscu. Ein 76-jähriger Aserbaidschaner kam bei den Angriffen Armeniens ums Leben. Aserbaidschan hat Armenien „provokative Aktionen“ vorgeworfen. Türkische Drohnen in Libyen im Einsatz Das Kriegsgeschehen hat sich auch in Libyen mit dem Einsatz türkischer Drohnen verändert. Libyens Präsident Al-Sarradsch kann sich nach einem Abkommen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan auf Korkut-Flugabwehrysteme und vor allem Bayraktar-TB2-Drohnen aus türkischer Produktion verlassen. Laut der israelischen Fachzeitschrift Israel Defense sei die Bayraktar TB2 eine der besten Drohnen weltweit ihrer Klasse. Noch vor einigen Monaten sah Rebellenkommandeur Chalifa Haftar im Libyen-Konflikt bereits wie der sichere Sieger aus. Doch dann schloss die Regierung von al-Sarradsch im November einen Pakt mit der Türkei, in dem sie anerkannte, dass die türkischen Hoheitsrechte im Mittelmeer bis an die libysche Seegrenze reichten. Ankara lieferte türkische Kampfdrohnen, gegen die von Russland produzierten und von den VAE finanzierten Flugabwehrsysteme Pantsir-S1 sich als nicht effektiv erwiesen.    

Medizin
Medizin: Cannabis kann vielfältige pharmakologische Wirkungen entfalten

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Was ist dran am CBD-Hype? Hanf gehört zu den ältesten von der Menschheit genutzten Kulturpflanzen. Das Wort Cannabis leitet sich direkt vom griechischen Wort für Hanf her. Neben der Verwendung von Teilen der Pflanze für Textilien und Seile werden seit dem Altertum die Wirkungen der Bestandteile von Hanf auf das menschliche Empfinden genutzt. Marihuana wird aus den getrockneten Blättern und Blüten der weiblichen Pflanze gewonnen und enthält größere Mengen des Wirkstoffs THC, der die bekannte berauschende Wirkung hat. Cannabidiol oder CBD wirkt nicht berauschend, hat aber auch verschiedene Anwendungen in der Medizin, der Nahrungsmittelherstellung und der Körperpflege. CBD finden sie z.B. hier Ist CBD in Deutschland legal? Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Hanf und seine Bestandteile als unproblematisch gesehen. Die berauschende Wirkung führte in weiterer Folge zum Abdrängen der Pflanze in die Illegalität, wobei aber das Kind mit dem Bad ausgeschüttet wurde und auch eindeutig nicht berauschende Anwendungen verboten wurden. Heute sind CBD-hältige Stoffe in Deutschland legal, wenn der Anteil an THC hinreichend niedrig ist. Die Pflanze an sich kann auch vom Arzt verschrieben werden. Je nach Sorte der Pflanze enthält sie deutlich verschieden hohe Anteile der beiden Wirkstoffe. Zu beachten ist allerdings, dass in anderen Ländern wie etwa der Schweiz der zulässige Anteil an THC höher als in Deutschland ist. Mit der Bestellung solcher Produkte macht man sich in Deutschland also strafbar. Die Wirkung von CBD in der Medizin Cannabis hat eine sehr lange Tradition und ihre Wirkung ist so vielfältig, dass sie auch heute noch Gegenstand der Forschung ist. Erwiesen ist, dass CBD sehr vielfältige pharmakologische Wirkungen entfalten kann. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass daraus auch ein für Menschen geeignetes Medikament gewonnen werden kann, jedoch wurden für etliche Leiden bereits solche Erfolge erzielt. CBD wirkt entzündungshemmend und damit indirekt auch schmerzlindernd. Des Weiteren kann es Juckreiz hemmen. Als leichtes Schmerzmittel kann CBD Opiate zumindest sinnvoll ergänzen und in manchen Fällen auch ganz ersetzen. Das ist ein wesentlicher Vorteil, weil die Suchtproblematik der Opiate so verringert oder ganz vermieden werden kann. Insbesondere die Wirkung von Cannabinoiden gegen chronische neuropathische Schmerzen ist gut belegt. Eine weitere etablierte Anwendung gehört in den Bereich der Behandlung von Muskelspastik bei multipler Sklerose. Besonders in der Palliativmedizin haben sich mit Cannabiswirkstoffen Erfolge erzielen lassen. Der Wirkstoff CBD wirkt beruhigend, was sich für die Behandlung von Stress und Angstzuständen einsetzen lässt. Dazu gehören Probleme wie Schwierigkeiten beim Einschlafen. Unter Soldaten ist die Anwendung zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen verbreitet und in ihrer Wirkung anerkannt. Die Forschung beginnt, diese Wirkungen systematischer nachzuvollziehen. Noch wenig etabliert und erforscht, aber zur Diskussion gestellt wird die Anwendung von CBD für Autismus, ADHS, Depressionen und Autoimmunerkrankungen. Kosmetische Wirkungen Die regenerative Wirkung auf Zellen ist nicht nur die Grundlage für die neurologische Wirkung von Cannabis, sondern legt auch kosmetische Anwendungen nahe. Diese Effekte haben bereits Erfolge im Bereich des Anti-Agings ermöglicht. Cannabis in Nahrungsmitteln In bestimmten Regionen Indiens haben cannabishältige Getränke eine lange Tradition. Dazu gehören auch berauschende Mittel, aber CBD kann dafür genauso verwendet werden. Derzeit wird von Getränkeherstellern mit solchen Produkten experimentiert.

Russisch-türkische Beziehungen
Russland: Beziehungen mit der Türkei sind gut

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Moskau – Die Beziehungen Russlands und der Türkei basieren „auf festem Fundament“ und haben eine „positive Interdependenz“, sagte Russlands stellvertretender Außenminister am Donnerstag. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtet, sagte Alexander Grushko in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax. dass die beiden Länder bei langfristigen Projekten zusammenarbeiten, darunter der Bau des Kernkraftwerks Akkuyu und der TurkStream-Gaspipeline, „Wenn man sich den Inhalt der bilateralen Beziehungen ansieht, einschließlich der Beziehungen in den Bereichen Wirtschaft, Energie und humanitäre Hilfe, ist es schwer zu übersehen, dass sie auf einer soliden Grundlage beruhen“, erklärte er. „Es gibt hier eindeutig Elemente einer positiven Interdependenz. Projekte wie das TurkStream- und das Akkuyu-Kernkraftwerk haben positive Auswirkungen auf die Beziehungen an sich“. Dank der Bemühungen des russischen und des türkischen Präsidenten, haben die beiden Länder „große Fortschritte beim Aufbau einer strategischen Partnerschaft gemacht“, fügte der Diplomat hinzu. In Bezug auf Syrien sagte Grushko, dass sich Moskau und Ankara trotz unterschiedlicher Einschätzungen der Lage einig seien in ihrer Überzeugung, dass Syrien „ein geeinter, unteilbarer Staat innerhalb seiner gegenwärtigen Grenzen sein sollte und dass die Syrer selbst über ihr Schicksal entscheiden sollten“. „Ja, wir erkennen an, dass Russland und die Türkei unterschiedliche Interessen haben können, auch im Nahen Osten. Aber vergessen Sie nicht, dass es Russland und der Türkei unter Beteiligung des Iran gelungen ist, das Astana-Format zu schaffen, das heute die Grundprinzipien der syrischen Regelung formuliert“, sagte er.  

Corona-Pandemie
Ruf nach breit angelegten Corona-Tests nach den Ferien wird lauter

Angesichts der Infektionsrisiken durch Urlaubsrückkehrer mehren sich in NRW die Stimmen, die breit angelegte Corona-Tests zum Schuljahresbeginn unter Schülern und Lehrern fordern. „Nach den Ferien in Schulen und Kitas flächendeckend zu testen, ist erstmal ein sinnvoller Gedanke“, sagte Bernd Jürgen Schneider, Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). „Der Neustart würde uns allen leichter fallen, wenn wir sicher sein können, dass niemand das Virus in die Einrichtungen einschleppt. Tests würden das möglich machen.“ Zuvor müsse allerdings sichergestellt sein, dass genügend Testkapazitäten vorhanden seien. „Das ist organisatorisch und finanziell keine Kleinigkeit. Wir sprechen hier von deutlich mehr als drei Millionen Kindern und Jugendlichen“, so Schneider. Wichtig ist nach Einschätzung des Verbandes, dass Schulen und Kitas wieder einen geregelten Betrieb anbieten könnten und nicht nach einem Infektionsfall schließen müssten. „Wir brauchen daher auch auf Dauer Testkapazitäten, mit denen wir jederzeit gezielt und schnell dort testen können, wo es Verdachtsfälle gibt“, sagte Schneider. Professor Jörg Timm, Leiter des Instituts für Virologie an der Uniklinik Düsseldorf, unterstützt diese Forderung: „Eine möglichst breite Testung in Schulen und Kitas ist vor dem Hintergrund der häufig asymptomatischen Verläufe bei Kindern sicherlich sinnvoll“, sagte Timm der WAZ. Der Aufwand für ein flächendeckendes Konzept wäre sehr groß und in der kurzfristigen Umsetzung schwierig, erklärte der Virologe. „Alternativ sollten daher gezielte Strategien für die Testung von Einrichtungen entwickelt werden. Zum Beispiel könnte bei Auftreten eines Infektionsfalls in einer Kita oder einer Schule sofort eine Testung der kompletten Einrichtung durchgeführt werden, um frühzeitig Infektionsfälle zu isolieren und damit Infektionsketten zu verhindern.“ Solche Konzepte sollten laut Timm in den Kommunen vorbereitet sein, wenn die Schulen nach den Ferien wieder öffnen.

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Die Wollnys aus der gleichnamigen RTL II Pseudo-Doku lassen es sich derzeit in der Türkei gut gehen und teilen Videos und Bilder von ihrem Urlaub auf Instagram.

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Tierschutz
Rinder-Exporte aus Brandenburg: Staatsanwaltschaft prüft Strafanzeigen wegen Tierquälerei

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Die Staatsanwaltschaften in Potsdam, Cottbus und Neuruppin prüfen nach Informationen der Redaktion rbb24-Recherche und des ARD-Mittagsmagazins eine Anzeige wegen Beihilfe zur Tierquälerei gegen Brandenburger Amtsveterinäre. Der Juristenverein „Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutz e.V.“ (DJGT) hat Anzeige gegen drei Brandenburger Veterinärämter in fünf Fällen erstattet. Wie bereits die Tierschutzorganisation „VIER PFOTEN“ zuvor, werfen die Richter und Anwälte den Veterinärämtern vor, Transporte genehmigt zu haben, obwohl in Russland absehbar keine Versorgungsstationen hätten angefahren werden können. Einer der angezeigten Transporte ging am 16. April von Teltow-Fläming über Russland nach Usbekistan. Die Landesregierung hatte am 20. April einen Exportstopp verhängt, also vier Tage später. Er war verhängt worden, weil die russischen Behörden erklärt hatten, dass es auf ihrem Gebiet keine betriebsbereiten Versorgungsstationen gäbe. Ohne solche Stationen hätte der Transport aber auch schon vor dem Exportstopp nicht stattfinden dürfen. Die DJGT wirft Brandenburger Veterinärämtern außerdem vor, dass selbst nach dem Exportstopp Transporte in Richtung Russland abgefertigt worden seien. Von dort heißt es, rechtliche Vorgaben seien bindend und danach verfahre man auch. Die Stellvertretende Vorsitzende des DJGT, Barbara Felde, erklärte: „Es wird weiterhin abgefertigt. Wir stützen unsere Aussage auf mehrere Informanten, die allesamt Einblick in die sogenannte TRACES-Datenbank haben und daraus Infos ziehen, wo welcher Transport mit wie vielen Tieren abgefertigt wurde.“ In der TRACES-Datenbank werden grenzüberschreitende Bewegungen der Rinder detailliert erfasst, darunter auch die Planung der Transporte im Genehmigungsantrag. Als Reaktion auf die Recherchen des ARD-Mittagsmagazins und des rbb veröffentlichte das Ministerium eine Pressemitteilung. Darin heißt es, man nehme die Vorwürfe sehr ernst: „Wir setzen auf eine schnellstmögliche bundeseinheitliche Lösung. Mit Schuldzuweisungen und Spaltungen innerhalb eines Rechtsstaats kommen wir nicht weiter. Wenn andere Bundesländer ihre Zuchtrinder über Brandenburg abfertigen lassen, liegt es auf der Hand, einheitlich vorzugehen.“

Karabach Konflikt
Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan nicht religiös motiviert

Ein Kommentar von  Asif Masimov – info@masimovasif.net Am 12. Juli 2020 sind an der Staatsgrenze zwischen Armenien und Aserbaidschan wieder schwere Kämpfe ausgebrochen, die seit April 2016 geruht haben. Es handelt sich dabei um Militärstandorte und Zivilobjekte der Republik Aserbaidschan in der Region Tovuz (Towus) im Nordwesten und der Republik Armenien im Bezirk Tawusch im Nordosten. Im Zuge dieser Gefechte sind bereits zwölf aserbaidschanische und fünf armenische Angehörige des Militärs ums Leben gekommen. Seit dem ersten Tag der Auseinandersetzung verfolge ich achtsam die deutschen Medien, um deren Berichterstattung zu beurteilen. Die ersten Tage war dies aus meiner Sicht zum großen Teil ausgewogen. In den letzten Tagen wurde ich hingegen sehr enttäuscht, was die Berichterstattung in diesem Zusammenhang betraf. Ich frage mich daher, ob jeder Journalist von anderen die Nachrichten einfach abschreibt, oder ob es in Deutschland gewissermaßen nur eine Berichterstattung gibt, an die sich alle unbedingt anpassen müssen. Ihr seid doch aber keine Papageien, die alles bloß kopieren! Oder irre ich mich da? Worum geht es eigentlich konkret in diesem Fall? Fast in jeder deutschen Online-Zeitung oder -Zeitschrift ist im Bezug auf den Begrkarabachkonflikt die Rede von einem „chritstlichen Armenien und muslimischen Aserbaidschan“. Ich bezweifele Eure geografischen Kenntnisse nicht. Ihr wurdet wahrscheinlich auch in der Schule darüber unterrichtet, dass es einst eine Sowjetunion gab, in der 15 Sowjetrepubliken existierten. Ihr seid wahrscheinlich ebenso informiert, dass nach der Auflösung der Sowjetunion in unterschiedlichen neugegründeten Republiken separatistische Bewegungen oder Bürgerkriege ausgebrochen sind. Als Ergebnis haben wir heute im postsowjetischen Raum die folgenden Konflikte: In Georgien gibt es die separatistische Sezessionsbewegung in Abchasien und Südossetien, die seit 2008 offiziell als Konflikt zwischen Russland und Georgien gilt. Wir haben den Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach, einen ungelösten Konflikt in der Moldauregion um Transnistrien und seit 2014, nach der Krim-Annexion, einen neuen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine. Im Vergleich zum Bergkarabachkonflikt ist die Bevölkerung in den anderen aufgeführten Fällen meist christlich geprägt, sodass es keinen Sinn machen würde, den Konflikt als religiös zu definieren. Interessanterweise sind Russland, Georgien und die Ukraine sogar zum großen Teil orthodox ausgerichtet. Trotz all dieser Aspekte kämpfen sie. Sie stehen trotz der gleichen Glaubensrichtung in Konflikt. Nun möchte ich Euch, meine lieben Journalisten, fragen: Was unterscheidet all die genannten Konflikte voneinander? Ich kann es Euch gern verraten: Nichts. Überhaupt nichts! All die aufgelisteten Konflikte, sei es Bergkarabach, Abchasien, Südossetien oder Transnistrien, sind ähnlich. Es geht um eine separatistische Sezessionsbewegung, in der ein Teil der Bevölkerung eines Landes mit Waffen gegen die zentrale Regierung kämpft und die Unterstützung von außen bekommt. Die häufige Wiederholung der Äußerung über diesen Konflikt „zwischen dem christlichen Armenien und muslimischen Aserbaidschan“ drängt mich zu dem Gedanken, dass die deutsche Berichterstattung ausgerechnet das schreibt, um eine europäische, anti-islamische Rhetorik hervorzuheben. Viele von Euch waren noch nie in Aserbaidschan, kennen weder Land, Menschen, noch Kultur, berichten aber über dieses Land, vollkommen planlos. Ihr Möchtegernjournalisten! Ihr seid wahrscheinlich kaum darüber informiert, dass Aserbaidschan vor allem ein säkuläres Land ist. Das amerikanische Meinungsforschungsinstitut Gallup führt regelmäßig Umfragen durch, u. a. über die Religiösität der Staaten. Interessanterweise zeigen hierbei die Ergebnisse in Bezug auf eben diese Religiosität, dass Armenien mit > 90 % fast immer religiöser als Aserbaidschan mit > 30 % abschneidet. Wenn deutsche Medien in deren Berichterstattung immer wieder die Formulierung „zwischen dem christlichen Armenien und muslimischen Aserbaidschan“ hervorheben möchten, raste ich bald komplett aus. Soll ich als Aserbaidschaner die Tatsache vergessen, dass in den Kämpfen für Aserbaidschan, die Personen, die gefallen sind, aus unterschiedlichen religiös-kulturellen Hintergründen stammten? Sie kämpften nicht für deren Religion, sie kämpften für das Land, in dem sie geboren und aufgewachsen sind. Es ist eine Tatsache, dass in Aserbaidschan das Wort „Märtyrer“ nicht aus der islamischen Perspektive definiert wird. Sei es der Präsident, ein geistliches Oberhaupt oder ein Wissenschaftler – definieren sie das Wort Märtyrer für derjenigen, der für sein Land, seine Heimat und seine Familie gefallen ist – nicht für seine Religion. An dieser Stelle möchte ich Euch auf zwei Beispiele aufmerksam machen: Ich wurde in einem russischen Dorf in Aserbaidschan geboren. Seit der Schulzeit war mir bekannt, dass auch mein Dorf einen russischen Märtyrer mit molokanischer religiöser Abstammung beheimatete. Sein Name war Beljakov Vasilij Nikolaevič (1969-1993). Letztes Jahr war ich dann in Aserbaidschan in der „Roten Siedlung“, im Norden Aserbaidschans, wo aserbaidschanische Bergjuden auf engstem Raum leben. Bei meiner Reise bin ich auf eine Gedenktafel für Albert Agarunov aufmerksam geworden. Im Zuge des Berg-Karabach-Krieges fiel Agarunov bei der Verteidigung der aserbaidschanischen Stadt Schuscha. Er wurde daraufhin postum als Nationalheld der Republik Aserbaidschan ausgezeichnet. Im Zuge des Krieges gab er ein Interview, in dem er stolz betonte: „Ich kämpfe für das Land, in dem ich geboren bin“. Für mich macht es keinen Unterschied, wie die Hintergrundgeschichten der Märtyrer lauten. Alle Aserbaidschaner, die für ihr Land fielen, sind Helden für mich, weil sie uns vor der armenischen Aggression gerettet haben. 20 % der aserbaidschanischen Territorien sind aber weiterhin unter armenischer Besetzung und über eine Million Aserbaidschaner dürfen immer noch nicht die Gräber ihrer verstorbenen Familien und Vorfahren besuchen. Bitte gießt mit den irreführenden Mitteilungen kein Öl ins Feuer. Im Falle des Konfliktes zwischen Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach handelt es sich einzig und allein um einen politisch-territorialen Konflikt, der faktisch nicht religiös begründet ist.
Dieser Kommentar gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Asif Masimov Humboldt Universität zu Berlin, Institut für Geschichtswissenschaften Born 1987 in Ismayilli, Azerbaijan. Graduate of Baku State University (Bachelor of Arts in “International Relations”) and Georg-August University of Göttingen (Master of Arts in “Political Science”). Currently a PhD student in History at the Humboldt University of Berlin.

Rechtsextremismus
Habeck fordert Polizeibeauftragte in Bund und Ländern

Der Grünen-Co-Vorsitzende Robert Habeck hat als Reaktion auf die jüngsten Verdachtsfälle von Rechtsextremismus in der Polizei unabhängige Ermittler sowie Polizeibeauftragte in Bund und Ländern gefordert. Zu Todesdrohungen wie gegen die hessische Linke-Politikerin Janine Wissler und des vorausgegangenen Abrufs ihrer persönlicher Daten von einem Polizeicomputer sagte Habeck der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ und dem Bonner „General-Anzeiger“ :
„Aufgabe der Politik ist es jetzt, sehr entschlossen aufzuklären und die Strukturen so zu verändern, dass sich solche skandalösen Vorfälle nicht wiederholen können.“
Er schloss nicht aus, dass sich auch der Generalbundesanwalt in den Fall einschalten wird. „Ich gehe davon aus, dass er sich sehr genau anschaut, was in Hessen los ist und dann entscheidet, ob er den Vorgang an sich zieht.“ Habeck sprach sich dafür aus, unabhängige Ermittler von außen einzusetzen, die die Gründe für die Bildung „dieser NSU-2.0-Strukturen und mutmaßlich rechtsextremer Netzwerke in der Polizei“ untersuchen. Er betonte:
„Die Ermittlungen als solche sind auch deshalb wichtig, um die vielen Polizistinnen und Polizisten, die in treuer Verbundenheit zum Staat dienen, vor dem Ruch des Rechtsextremismus zu schützen.“
Zudem plädierte er für Polizeibeauftragte auf Landes- und Bundesebene. Sie sollten aus dem Berufsumfeld der Polizei kommen. „Die Vertrauensbasis für die Meldung von Missständen ist größer, wenn man weiß, dass die Beauftragten Ahnung und Erfahrung aus eigenem Erleben haben.“ Er forderte ferner eine Untersuchung von Rechtsextremismus in der Polizei. „Bundesinnenminister Horst Seehofer versteht die Lage falsch, wenn er eine Studie zu Rassismus in der Polizei ablehnt, weil die Beamten schon genug unter Druck stünden. Damit hilft er der Polizei am wenigsten.“

Gesundheit
Türkei will ungesunde Transfette in Lebensmitteln begrenzen

Ankara (who) – Die Türkei hat angekündigt, Regelungen zur Begrenzung der erlaubten Menge an industriell hergestellten Transfettsäuren in Lebensmitteln einführen zu wollen. In Einklang mit Empfehlungen der WHO sehen diese Regelungen vor, dass für den Endverbraucher und für den Einzelhandel bestimmte Lebensmittel nicht mehr als 2 g Transfettsäuren pro 100 g Fett enthalten dürfen. Diese Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Eliminierung von Transfettsäuren aus der Lebensmittelversorgung. Jährlich sterben rund 500.000 Menschen an einer Herzerkrankung, die von Transfettsäuren verursacht wurde. In der Türkei sind nichtübertragbare Krankheiten für 87,5% aller Todesfälle verantwortlich, wobei davon wiederum 36,6% auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind. „Die Türkei hat großes politisches Engagement gezeigt, vorzeitige Todesfälle zu verhindern, indem sie einen verbindlichen Ansatz zur Eliminierung industriell hergestellter Transfettsäuren aus der Lebensmittelversorgung verfolgt. Dies reduziert die Belastung durch künstliche Transfette und erhöht die Verfügbarkeit gesünderer Alternativen, um die Zahl der Todesfälle aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren“, erklärt Dr. Toker Ergüder, Experte für nichtübertragbare Krankheiten und Gesundheitsförderung im gesamten Lebensverlauf im WHO-Länderbüro in der Türkei. Industriell hergestellte Transfettsäuren sind ein unnötiger und potenziell schädlicher chemischer Stoff, der an Orten ohne entsprechende Beschränkungen oft in Backwaren und frittierten Waren zu finden und mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen verbunden ist. Die WHO und ihre Mitgliedstaaten haben sich zum Ziel gesetzt, bis 2023 industriell hergestellte Transfettsäuren aus der Lebensmittelversorgung zu eliminieren. Nichtübertragbare Krankheiten wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die führende Todesursache in der Europäischen Region der WHO. Eine an Transfetten reiche Ernährung erhöht das Risiko für Herzerkrankungen um 21% und das Risiko eines vorzeitigen Todes um 28%. Die Eliminierung industriell hergestellter Transfettsäuren aus der globalen Lebensmittelversorgung wird daher als lebensrettende Intervention für den Schutz der öffentlichen Gesundheit erachtet, berichtet die WHO.