PSG-Basaksehir
Erdogan: Vorfall ist Fortsetzung der rassistischen Entwicklung Frankreichs

Ankara – Der türkische Präsident hat den rassistischen Vorfall beim Champions-League-Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Istanbul Başakşehir scharf verurteilt. Der Vorfall sei eine Fortsetzung der rassistischen Entwicklung in Frankreich, sagte Recep Tayyip Erdogan bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Frankreich sei zu einem Land geworden, in dem Rassismus und rassistische Aktivitäten stark gestiegen seien. „Wir sind bedingungslos gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport und in allen Lebensbereichen“, twitterte Erdogan bereits am Dienstagabend. Das Spiel zwischen Paris Saint-Germain und Istanbul Başakşehir war am Dienstagabend wegen einer Äußerung des vierten Offiziellen aus Rumänien, Sebastian Coltescu, gegen den türkischen Co-Trainer, dem ehemaligen kamerunischen Nationalspieler Pierre Achille Webó, zunächst unterbrochen und schließlich abgebrochen worden. „Wir haben nach einem Foul protestiert, da waren vier oder fünf von uns an der Bank und der vierte Offizielle sagte ’schicke diesen schwarzen Typen runter'“, so Webó in einem Interview mit dem spanischen Radiosender Onda Cero.
(Screenshot/Twitter)
 

Das Leben des Salt Bae
Gastronomie: Wie viel kostet ein Nusret-Steak?

Nusret Gökçe – Ein Künstler mit dem Fleisch Zitat Muhammad Ali: „Die Champions kommen nicht aus den Trainingshallen, sondern von Menschen, die einen Wunsch, einen Traum und eine Vision innehaben”. Dafür ist Nusret Gökçe, der Mann der die Nusr-Et Steakhäuser ins Leben rief, ein lebender Beweis. Auch er hatte diesen Wunsch, diesen Traum und die Vision in sich – und er hat alles verwirklicht. Heute kennt man Nusret Gökçe als Salt Bae. Er ist es, der jedes Steak mit einer salzigen Unterschrift versieht. Und, von dem sich auch Fußballer wie Manuel Neuer, Mesut Özil, Lionel Messi oder Ribéry gerne bekochen lassen und Schönheiten wie Rihanna ihn als T-Shirt-Druck ständig bei sich tragen.
(Foto: Screenshot/Instagram)
Seit dieser gutaussehende Mann mit dem abgewinkelten Arm Salz wie Feenstaub über das Steak bei Nusr-Et verteilt, steht die Frage im Raum: Wer ist dieser Salt Bae? Nusret Gökçe – Ein Video ging viral Ein Teil seines Erfolges ist sicher die Marke, die er für sich selbst kreierte. Ein eng anliegendes weißes T-Shirt, eine Sonnenbrille und ab und zu auch eine Zigarre. So kennt man ihn, so zeigt er sich auf Instagram, wo er zwischenzeitlich über 31 Mio Follower hat. Und dort wurde er als türkischer Koch 2017 auch zum erfolgreichsten Meme des Jahres. Dafür genügte ein Video, das ihn zeigt, wie er kunstvoll ein Stück Fleisch tranchiert und mit erhobenem Arm und dem mittlerweile legendären abgeknicktem Handgelenk die Salzkörner wie Feenstaub über das Fleisch rieseln lässt. Innerhalb kürzester Zeit ging dieses Video von @lolalissaa viral und war der Start für Nusret Gökçes weltweite Karriere. Das Video hatte schnell 13 Mio Aufrufe und erhielt über 50.000 Kommentare. Dabei erhielt Nusret auch diesen liebevollen Slangausdruck Salt Bae. Bae steht dabei für Freund oder Freundin.
(Foto: Instagram(Nusr_et)
Nusret Gökce – Frühes Leben Nusret Gökçe wurde am 9. August 1983 in Erzurum als viertes von fünf Kindern einer armen Bergarbeiterfamilie geboren. Als er zwei Jahre alt war, zog die Familie nach Darica im Bezirk Kocaeli. Dort ging er auch zur Schule. Doch die Schule war nicht sein Lieblingsort. Er verließ sie bereits nach der Grundschule wieder. In einem Interview in einer türkischen Zeitung erwähnte er auf die Frage nach seiner Kindheit, dass er sich an keine Kindheit erinnern könne. Seine Kindheit sei immer von Arbeit und finanziellen Schwierigkeiten geprägt gewesen. Mit 14 Jahren begann er eine Metzgerlehre in Bostanci, einem Stadtteil in Istanbul. Auch die Lehrzeit war nicht einfach für ihn. Wie bei vielen türkischen Lehrlingen begann auch sein Beruf als Laufbursche und als Ladenputzer, von seinen 10 Meistern im Metzgereibetrieb hieß es, mach dies, mach das. Das Fleisch anzufassen lag auch für ihn als Lehrling noch in weiter Ferne. Seine erste Berührung mit Fleisch kam erst, als er kräftiger wurde, dann durfte er das Fleisch von den Knochen abkratzen. Fragt man ihn heute, was der Beruf des Metzgers für ihn bedeutet, sagt er von sich, dass er ein Künstler dieser Arbeit sei. Andere malen ein Bild, für ihn ist das Schneiden des Fleisches Poesi, er redet mit dem Fleisch und fügt ihm dabei seine Liebe zu.
Ein undatiertes Foto aus seiner Kindheit. (Screenshot/Twitter)
Nusret Gökce – Er ist noch nicht verheiratet Unermüdlich arbeitet er seit 23 Jahren in seinem Job. Er kennt weder Freizeit noch Feiertage, sein Arbeitstag zählt trotz seines Erfolges immer noch bis zu 18 Stunden. Konnte er deswegen noch keine Familie gründen? Ist er deshalb noch nicht verheiratet? In einem Interview einer türkischen Zeitung sagte er, er habe keine Zeit für eine Frau. Eine Frau zu haben, Händchen zu halten, ins Kino gehen oder zusammen irgendwo sitzen, das geht nicht. Das Fleisch steht allem im Weg. Nusret Gökçes Blick in die Welt 2007 eröffnete sein Lehrmeister, Günaydın Kasap, ein völlig neues Restaurant-Konzept, ein Metzger-Restaurant im Istinye Park, dem Einkaufszentrum der gehobenen Klasse auf der europäischen Seite von Istanbul. Nusret Gökçe hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon viel Erfahrung als Metzger für Günaydın Kasap in Küçükyalı, einem Stadtteil auf der asiatischen Seite von Istanbul, gesammelt und sollte nun die neue Filiale als Metzger und Koch im luxuriösen Istinye Park besetzen. Ihm gefiel dieses Konzept und er wurde schon damals erfolgreich. Nusret war in seinem Beruf schon immer ehrgeizig und er wollte noch andere Restaurant-Konzepte in der Welt kennenlernen. Seine Kreditkarte bis zur Kante ausgeschöpft und mithilfe eines Kunden, der ihn zu verschiedenen Restaurants vermittelte, machte er sich auf den Weg nach Argentinien, der Heimat des Hilton-, Angus- und Hereford-Beefs. Dort bekam er einen völlig neuen Einblick zum Thema Fleisch und seiner Zubereitung. Drei Monate war er in Buenos Aires und arbeitete in den verschiedensten Lokalen. Kostenlos. Er lernte nicht nur viel Neues zum Thema Fleischbearbeitung, er lernte auch, wie Fleisch anders gebraten und entsprechend serviert werden kann. Die ihm angebotenen Stellen hat er abgelehnt, er kehrte wieder zu Günaydın Kasap zurück und setzte dort um, was er in Argentinien gelernt hatte. Salt Bae lernt in den Steakhäusern von New York Es dauerte aber nur ein Jahr, dann überkam Nusret Gökçe der Wunsch, in die USA zu gehen. Er war neugierig, wie in den dortigen Steakhäusern das Fleisch zubereitet wird. Wieder war es ein Kunde, der ihm die Kontakte nach New York vermittelte. Viermal musste sich Nusret bewerben, bis ihm ein Visum erteilt wurde. Bei der vierten Bewerbung legte er sämtliche Zeitungsartikel über seine Kochkünste bei – sie brachten ihm den Einstieg in die USA. Er durchwanderte die unterschiedlichsten Steakhäuser und es war ihm das größte Bedürfnis, mit viel Wissen im Rucksack nach Istanbul zurückzukehren. Zuvor allerdings bekam er noch Gelegenheit, ein Menü für die Journalisten zu zaubern, das dann in der New York Times veröffentlicht wurde. Der Durchbruch in die Welt der Großen war gekommen. Vom ersten Nusr-Et Steakhouse bis zum eigenen Hotel Zurück in Istanbul legte er mit seinem Freund Mithat Erdem, der als Investor fungierte, den Grundstein für das erste eigene Restaurant. Damit begann eine Neuinterpretation der Steakhaus-Kultur. Neben seinen Nusr-Et Steakhäusern in Istanbul, Ankara, Bodrum und Marmaris, setzt das Unternehmen mittlerweile auch auf Nusret BURGER, ein Burger-Konzept für Fleischliebhaber, die keine Kompromisse eingehen wollen. So zumindest bewirbt Nusr-Et diese Restaurants auf seiner Homepage. Mit starken Partnern an seiner Seite, konnte sich Nusr-Et Steakhouse auch weltweit niederlassen. Von Dallas über Miami nach New York und weiter nach Dubai, Abu Dhabi, Doha/Katar, Mykonos nach London. Und wo immer die Nusr-Et Steakhäuser ihre Tore öffnen, kommen die Reichen und die Schönen, Sternchen aus Film und Show, Sportler und Designer, einfach alle, die ihren Namen gerne mit Nusret Gökçe in Verbindung bringen. Und bald werden sie auch in seinen Betten schlafen. Im Oktober 2020 eröffnete er in Istanbul sein erstes Hotel, den Nusret-Maçka-Palast. Damit verwirklicht er seinen größten Traum, wie er auf Instagram preisgab. Was kostet ein Steak bei Nusr-Et oder ein Bett im Hotel? Nusr-Et Steakhouse hat eine sehr ausgewogene Speisekarte. Vorspeisen, wie Steak Tatar sind in bei Nusr-Et in Istanbul für 145 TL (Umgerechnet etwa 15 Euro/Stand 12/20) oder ein Nusret Spezial Sushi für 60 TL (6,3€) zu bekommen. Natürlich werden auch die verschiedensten Salate angeboten. Ein Hirtensalat bekommt man schon für 40 TL (4,2€) oder ein Avokado-Salat für 46 TL (4,75€). Beim Fleisch kann man zwischen Rinder-Steaks, Bonfilets oder Lammfleisch wählen. Die Preise richten sich hier nach dem Gewicht des gewünschten Fleisches. So bezahlt man zum Beispiel für ein Nusret Kobe 200 gr 240 TL (25,3€). Ein Gold-Steak, wie es Franck Ribéry gegessen hat, kostet als 500 gr-Steak 500 TL (53€). Dagegen isst sich ein Lokum Burger schon für 60 TL (6,34€). Das Park Hyatt Istanbul Macka Palas, das Hotel, das er vergangenes Jahr für 50 Mio Dollar erworben hat, bekam bisher überwiegend erstklassige Bewertungen. Die Preise für ein Zimmer bewegen sich von 400 Dollar bis 1200 Dollar für eine exklusive Suite. Alle Preisangaben sind ohne Gewähr. Ehre und Respekt für Diego Maradona im Nusr-Et Steakhous Eine respektvolle und ehrenhafte Geste zeigte er diese Tage. Zum Tod von Diego Maradona reservierte er im Nusr-Et Steakhouse in Dubai den Lieblingstisch der Fußballlegende mit den Worten: “Dies war Dein Lieblingstisch Maradona. Dieser Tisch ist für immer für Dich reserviert. RIP-Legende”.
(Instagram/Screenshot)
Salt Bae – Mit Fitness auf der Karriereleiter nach oben Neben seinem guten Aussehen und seinen Kochkünsten ist auch die muskulöse Figur von Nusret Gökçe ein weiterer Faktor, der zu seinem Ruhm beiträgt. Er macht kein Geheimnis daraus, wie er sich täglich fit hält. Sieht man seine Workouts, verbunden mit seiner Disziplin, wundert man sich nicht mehr über den Körperbau des Salt Bae. Bei Instagram gibt er seinen Körperfettanteil mit 5,8 Prozent an. Bei einer Größe von 1,68m bringt er 65kg auf die Waage. https://youtu.be/cOQN5SUJukg Auf der Karriereleiter ist noch kein Ende in Sicht. Sein Vermögen wird auf 200 Mio Dollar geschätzt. Trotz seines Reichtums ist Nusret Gökçe bodenständig geblieben. In seiner Heimatstadt hat er Schulen bauen lassen, er hilft Erdbebenopfern, hilft den Frauen am Frauentag und ist auch sonst immer bereit, seinen Erfolg mit Bedürftigen zu teilen. Salt Bae und seine Erfolge Sein erster großer Erfolg war, als die Journalisten während seiner Zeit in New York ein Menü von Salt Bae in der New York Times veröffentlichten. Er hat auch schon als Gastschauspieler in der bekannten TV Serie Narcos mitgewirkt. In der Serie geht es um das Leben des kolumbianischen Drogenhändlers und Drogenschmugglers Pablo Escobar. Nusret servierte im Film wie im Leben Fleisch in einem Restaurant.
(Foto: Twitter/Nusret)
Neben Acun Ilicali stand Salt Bae in der Game Show Survivor 2017 Turkey vor der Kamera. In seinen Restaurants arbeiten mittlerweile über 400 Mitarbeiter. Superstars und Promis gehören zu seinen Gästen. Er konnte seinen größten Traum, ein eigenes Hotel, verwirklichen.

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– Türkei – Istanbul: Nusret eröffnet sein 50-Millionen-Dollar-Hotel

Vom Metzger zum Multimillionär – für Nusret Gökce ein wahr gewordener Traum. Nach Dutzenden Restaurants weltweit, eröffnet er am heutigen Freitag sein im vergangenen Jahr gekauftes Hotel in Istanbul.

Istanbul: Nusret eröffnet sein 50-Millionen-Dollar-Hotel

Lieferdienst
Paketzustellungen: DHL liefert am schnellsten

Mit 420 Millionen Paketen rechnet die Branche allein im November und Dezember – 20 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die für Verbraucherbeschwerden zuständige Bundesnetzagentur erwartet eine nochmalige Steigerung bei den Reklamationszahlen. Die Aufsichtsbehörde verzeichnete bereits 2019 eine Zunahme der Beschwerden um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Pressesprecherin Ulrike Platz verweist im rbb-Fernsehen darauf, dass die „…Zahlen seit Jahren kontinuierlich steigen. Wir hatten 2010 2.000 Beschwerden. 2019 18.000. Und es ist auch zu erwarten, dass das weiter steigt“. Das rbb-Verbrauchermagazin SUPER.MARKT hat eine Stichprobe mit 30 Paketen gemacht, die aus Berlin und Frankfurt (Oder) an verschiedene Empfänger versendet wurden. Getestet wurden Zuverlässigkeit und Preise bei der Haustürzustellung durch DHL, dpd und Hermes. Hermes überzeugt mit konstant zügigen Lieferzeiten und tadellosen Zustellungen. dpd liefert am langsamsten. Außerdem kamen zwei von zehn Paketen beschädigt an, zwei wurden nicht bis zum Empfänger gebracht. Bei DHL ging es zwar am schnellsten, allerdings waren zwei der zehn Pakete beschädigt, drei Mal mussten die Sendungen erst abgeholt werden. Die Gewerkschaft sieht die Hauptgründe für Reklamationen im steigenden Leistungsdruck, so Benita Unger von ver.di. „Die Paketzusteller haben natürlich eine enorme Belastung… Die stehen auch unter Zeitdruck, teilweise stellen die bis 100 zu 200 Pakete am Tag zu… Und da kann ich mir schon vorstellen, dass da an der einen oder anderen Ecke auch mal geschlampt wird oder die Beschäftigten einfach überlastet sind unter dem hohen Zeitdruck.“ Für Streitigkeiten ist bei der Bundesnetzagentur eine Schlichtungsstelle eingerichtet. Allerdings lehnt ein Großteil der Paketdienstleister die Teilnahme an Schlichtungsverfahren bereits in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ab. Ausnahme ist Hermes.

Türkei
Außenminister Szijjártó: EU-Sicherheit hängt von der Türkei ab

Ankara – Bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Ankara, erklärte der ungarische Außenminister Péter Szijjártó, dass die Sicherheit der EU von der Türkei abhänge und erinnerte zudem an die versprochenen Zahlungen aufgrund des Flüchtlingsabkommens. „Ob es ihnen gefällt oder nicht, die Sicherheit Europas liegt maßgeblich in den Händen der Türkei“, so Szijjártó. Szijjártó:
„Wir wissen, dass die Türkei mehr als vier Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat, und wenn die Türkei nicht gewesen wäre, hätte die Situation ganz anders aussehen können. Hunderttausende von Migranten wären an den Grenzen Europas und Ungarns gelandet“.
Die Migrationsproblematik werde immer heftiger. Nicht nur Sicherheitsfragen, sondern auch Gesundheitsfragen rückten in den Mittelpunkt. Ein „unkontrollierter Zustrom von Migranten“ verursache auch die „Verbreitung der Viren“. Die Türkei schütze die Grenzen der EU. Ungarn hoffe, dass sich die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei wieder verbessern. Mehr denn je sei eine internationale Zusammenarbeit nötig. Diese müsste jedoch auf gegenseitigem Respekt beruhen. „Wenn es um die Türkei und die EU-Beziehungen geht, hat es bekanntlich viele Diskussionen gegeben, aber wir sollten diese hinter uns lassen und im Einklang mit gegenseitigem Respekt und auf der Grundlage der internationalen Gesetze und des Vertrauens handeln“, so Szijjártó Die Rolle der Politiker sollte auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt beruhen, und zu einer solchen Kultur sollte zurückgekehrt werden, anstatt sich gegenseitig anzugreifen, betonte der ungarische Außenminister. Es dürfe keine „Doppelstandards und Heucheleien“ mehr geben. „Wir sollten die Sicherheit der Türkei und der EU nicht riskieren, und wir müssen uns an die Bedingungen halten, die in den unterzeichneten Vereinbarungen genannt und festgelegt wurden“, sagte Szijjártó mit Bezug auf die sechs Milliarden Euro, die der Türkei im Zuge des Flüchtlingsabkommens von der EU versprochen wurden. Die Türkei sei in jeder Hinsicht „ein „strategischer Partner der EU“. Am Dienstagnachmittag traf der ungarische Außenminister auch den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. EU entscheidet über Türkei-Sanktionen Am Donnerstag und Freitag will die EU über Sanktionen gegen die Türkei wegen des Gasstreits im östlichen Mittelmeer entscheiden. Frankreich, Griechenland und Zypern verlangen Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei. In Gasstreit werfen Griechenland und Zypern der Türkei vor, im östlichen Mittelmeer illegal Erdgasvorkommen zu erkunden. Ankara wiederum sieht sich im Recht. Die Türkei wiederum hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum wiederholt angefochten und betont, dass auch die Türkische Republik Nordzypern (TRNC) Rechte an den Ressourcen in der Region hat.

Mittelmeer-Krise
Erdogan zur Mittelmeer-Krise: Diplomatie statt Drohungen

Antalya – Der türkische Staatchef hat in einer Videobotschaft am Montag erneut betont, dass eine Lösung der Krise im Mittelmeer ausschließlich durch gemeinsame Verhandlungen und Diplomatie und nicht durch Drohungen oder Erpressungen möglich sei. „Wir glauben nicht, dass wir die Probleme im Mittelmeer lösen können, indem wir uns gegenseitig ausschließen, sondern indem wir uns mit allen Akteuren der Region an einen Tisch setzen“, betonte Recep Tayyip Erdogan. Die Türkei sei in der Situation im östlichen Mittelmeer niemals für Spannungen gewesen, sondern vielmehr für Frieden, Zusammenarbeit, Fairness und die Schaffung von Gerechtigkeit“, so Erdogan. Diplomatie und Verhandlungen seien der kürzeste und „sicherste Weg“, für eine Lösung. „Wir erwarten von unseren Ansprechpartnern, dass sie diese Hand, die die Türkei ausgestreckt hat, nicht in der Luft hängen lassen. Ich glaube, dass wir, wenn wir mit Aufrichtigkeit und gesundem Menschenverstand handeln, eine win-win-basierte Formel finden können, die die Rechte aller schützt“, betonte der türkische Präsident. Jedoch akzeptiere man auch keine Drohungen und Erpressungen: „Die Türkei wird keine Pläne und Karten akzeptieren, die darauf abzielen, das Land auf seine Küsten vor Antalya zu beschränken“, so Erdogan. Die Türkei werde sich Drohungen und Erpressungen  nicht beugen und im Land oder auf dem Meer keine „imperialistischen Expansionismus“ zulassen. EU entscheidet über Türkei-Sanktionen Am Donnerstag und Freitag will die EU über Sanktionen gegen die Türkei wegen des Gasstreits im östlichen Mittelmeer entscheiden. Frankreich, Griechenland und Zypern verlangen Wirtschaftssanktionen gegen die Türkei. In Gasstreit werfen Griechenland und Zypern der Türkei vor, im östlichen Mittelmeer illegal Erdgasvorkommen zu erkunden. Ankara wiederum sieht sich im Recht. Die Türkei wiederum hat die einseitigen Bohrungen der griechisch-zyprischen Regierung im östlichen Mittelmeerraum wiederholt angefochten und betont, dass auch die Türkische Republik Nordzypern (TRNC) Rechte an den Ressourcen in der Region hat.

Seit dem Frühjahr vergangenen Jahres hat Ankara zwei Bohrschiffe – Fatih und zuletzt Yavuz – in das östliche Mittelmeer geschickt, um das Recht der Türkei und der Türkischen Republik Nordzypern (TRNC) auf die Ressourcen der Region geltend zu machen. Das erste seismische Schiff der Türkei, die Barbaros Hayrettin Pasa, die 2013 in Norwegen gekauft wurde, erkundet seit April 2017 das Mittelmeer.

Sie ist der Ansicht, dass die Gewässer, in denen sie probeweise nach Erdgas bohrt, zu ihrem sogenannten Festlandsockel gehören. Die Türkei will mit den Bohrungen auch die Anteile der türkischen Zyprer am Erdgasgeschäft sichern.

Zypern wurde 1974 geteilt, nachdem Griechenland einen Militärputsch durchgeführt und die Türkei als Garantiemacht interveniert hatte. Die türkische Regierung hatte unter Premierminister Bülent Ecevit entschieden, am 20. Juli 1974 türkische Truppen auf die Insel zu entsenden, um eine ethnische Säuberung durch die nationalistische Regierung zu verhindern, die infolge eines von Griechenland unterstützten Putsches gegen den zyprischen Präsidenten, Erzbischof Makarios, an die Macht gekommen war. Die Putschisten strebten damals den Anschluss der gesamten Insel an das ebenfalls von einer Militärjunta regierte Griechenland an.

Bereits in den Jahren vor dieser Entwicklung hatte es vielfach Übergriffe und Pogrome gegen die türkische Bevölkerung auf Zypern gegeben. Die unter dem Namen „Operation Atilla“ durchgeführte Militäraktion führte in weiterer Folge zum Ende der Militärdiktatur in Griechenland, die türkischen Truppen blieben dennoch auf Nordzypern stationiert und 1983 erklärte der dort entstandene De-facto-Staat unter dem bis 2005 regierenden Langzeitpräsidenten Rauf Denktaş seine Unabhängigkeit. In den letzten Jahren gab es mehrere Versuche, die Insel zu einigen, 2004 scheiterte jedoch ein Referendum zur Wiedervereinigung an einer „Nein“-Mehrheit im griechischen Teil.

Demos in Frankreich
Macron: Wir sind nicht Ungarn oder die Türkei

Paris – Der französische Präsident Emmanuel Macron wies am Freitag in einem mehr als zweistündigen, umfassenden Interview mit dem Online-Medienkanal Brut Vorwürfe zurück, seine Regierung habe mit einem umstrittenen Gesetzentwurf zum Schutz von Polizeibeamten und einem scharfen Vorgehen gegen islamische Gruppen eine illiberale Wende vollzogen. Das Interview wurde inmitten einer Welle von Protesten gegen Redefreiheit und Polizeibrutalität und inmitten der starken Belastung der jüngeren Generationen Frankreichs durch die Covid-19-Pandemie und die damit einhergehenden Ausgangssperren vom videobasierten Nachrichtenportal in den Sozialen Medien live übertragen. Der französische Staatschef beantwortete Fragen zu Polizeigewalt, rassistischer Profilerstellung, Säkularismus und dem Platz des Islam in der französischen Gesellschaft, zur Sozialhilfe für Jugendliche, zum Umweltschutz und zu seiner vermuteten Kandidatur für die Wiederwahl im Jahr 2022. Auf die Frage nach internationalen Medien, die seine Polizeipläne als „illiberal“ brandmarkten, sagte Macron: „Heute ist die Situation nicht zufriedenstellend, aber, verzeihen Sie mir, das macht uns nicht zu einem autoritären Staat“. „Wir sind weder Ungarn, noch die Türkei oder so etwas“, sagte er, „das macht uns nicht zu einem autoritären Staat. „Ich kann nicht zulassen, dass gesagt wird, wir würden die Freiheiten in unserem Land einschränken.“ Die Proteste gegen die Pläne eskalierten nach der Veröffentlichung von Videomaterial über einen Schwarzen namens Michel Zecler, der Anfang des Monats in seinem eigenen Musikstudio von drei Polizeibeamten zusammengeschlagen wurde. Die angeblich beteiligte Polizei wurde inzwischen in dem Fall angeklagt.

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– Polizeigewalt – Gelbwesten-Demos in Frankreich: 11 Tote und 23 Erblindungen bisher

Die französischen Sicherheitskräfte gehen seit Monaten mit äußerster Brutalität gegen Teilnehmer der Gelbwesten-Proteste vor – bisher habe es unter anderem 11 Todesopfer und 23 Erblindungen gegeben.

Gelbwesten-Demos in Frankreich: 11 Tote und 23 Erblindungen bisher

Corona-Krise
DGB: Kurzarbeiter nicht im Regen stehen lassen

Osnabrück – Unmittelbar vor neuen Beratungen über das Jahressteuergesetz drängt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) darauf, Millionen von Kurzarbeitern vor Zusatzbelastungen bei der Steuer zu schützen. Vorstand Stefan Körzell sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ), die Koalition dürfe „diese Beschäftigten nicht im Regen stehen lassen“. Das Kurzarbeitergeld wird zwar steuerfrei ausgezahlt. Es unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt: Die Lohnersatzleistung wird zur Berechnung des Steuersatzes herangezogen. Und mit diesem erhöhten Prozentsatz wird dann das übrige Einkommen versteuert. Das Jahressteuergesetz soll bis zum 18.Dezember endgültig gebilligt werden. An diesem Mittwoch tagt der Finanzausschuss des Bundestags. Körzell mahnte:
„Wer mit dem Kurzarbeitergeld erhebliche Einkommenseinbußen hinzunehmen hat, soll nicht auch noch mit Steuernachzahlungen zu kämpfen haben.“
Gerade wenn Beschäftigte im Niedriglohnbereich tätig seien und ihr Kurzarbeitergeld nicht durch den Arbeitgeber aufgestockt werde, drohten untragbare Mehrbelastungen. „Das gilt beispielsweise für Teile der Gastronomie, für den Einzelhandel, die Hotellerie, aber auch andere eher mittelständisch geprägte Branchen.“ Der Gewerkschafter appellierte an die Koalition, sich einen Ruck zu geben und doch noch im Jahressteuergesetz Abhilfe zu schaffen. Es gehe dabei nicht um dauerhafte Änderungen an der prinzipiellen Steuersystematik, sondern allein um einen pragmatischen Umgang mit der Krisen-Situation, um ohnehin hart Getroffene nicht noch mehr zu belasten. „Für die Dauer der Pandemie, also auch für das Jahr 2021, sollten mindestens Menschen mit geringeren Einkommen von einer durch den Progressionsvorbehalt ausgelösten Steuernachzahlung verschont werden.“

Corona-Krise
NRW ringt mit Söders Corona-Vorstoß

Essen  – Im Kampf gegen die weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen ist die schwarz-gelbe Regierungskoalition von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) offenbar durch die deutliche Kursverschärfung des bayerischen Regierungschefs Markus Söder (CSU) auf dem falschen Fuß erwischt worden. „Markus Söder predigt seit Beginn der Pandemie bundesweit einheitliche Regeln, um sie dann in markigen Worten einseitig und unabgestimmt aufzukündigen“, kritisierte FDP-Landtagsfraktionschef Christof Rasche gegenüber der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Söders Katalog enthalte einige nicht kontrollierbare Maßnahmen. „Das führt zu Verdruss statt Akzeptanz“, so Rasche. Es sei irritierend, dass Bayern die gemeinsame Priorität aller Bundesländer für Präsenzunterricht an den Schulen aufgekündigt habe. Vize-Ministerpräsident und FDP-Landeschef Joachim Stamp reagierte auf Anfrage der WAZ zurückhaltender: „Wenn Anpassungen notwendig sind, müssen wir angemessen reagieren. Landesweite Kita- oder Schulschließungen wird es nicht geben.“ NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) schloss derweil eine Verschärfung ausdrücklich nicht aus: „Sollte sich die Gesamtlage nicht zeitnah verbessern, erscheint auch bundesweit ein noch restriktiveres Vorgehen notwendig, um die Zahl der Neuinfektionen überall deutlicher zu reduzieren“, sagte er der WAZ.

"Unautorisierte Aufnahmen"
Türkei: Russische Journalisten wieder freigelassen

Istanbul – Die Türkei hat zwei russische Journalisten freigelassen, die letzte Woche wegen des Verdachts verhaftet worden waren, ohne Genehmigung eine Drohnenfabrik des Herstellers Baykar gefilmt zu haben. Ein Gericht in Istanbul ordnete die Freilassung von Alexej Petruschko und Kameramann Iwan Malyschkin an, so ein türkischer Offizieller gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Die beiden Journalisten, die für den russischen Fernsehsender NTV arbeiten, wurden am Donnerstag in Istanbul verhaftet, wie das türkische Außenministerium mitteilte. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Quelle im türkischen Außenministerium berichtete, wurden die Journalisten verhaftet, als sie „ohne jede Akkreditierung eine Drohnenfabrik filmten“. „Sie kamen nach Istanbul zum Filmen, haben aber weder eine Erlaubnis noch eine Akkreditierung erhalten“, zitiert AFP die Quelle. Bereits am Montag hatte der Kreml die Hoffnung auf die „baldige Freilassung“ der beiden Journalisten geäußert. Der russische Präsidentschaftssprecher Dmitri Peskow sagte Reportern, dass die Moskauer Diplomaten „in Kontakt mit der türkischen Seite“ seien, um den Fall zu lösen. Baykars unbemannte Luftfahrzeuge (UAV) wurden in jüngsten Konflikten wie in Libyen, Syrien und Bergkarabach eingesetzt. In mehreren Fällen wurden Bayraktar TB 2-Drohnen mit türkischen Luft-Boden-Flugkörpern bewaffnet.

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– Istanbul – „Unautorisierte Aufnahmen“: Russische Journalisten in der Türkei verhaftet

Vadim Takmenev, der stellvertretende Chefproduzent und TV-Moderator des russischen Fernsehsenders NTV, hat den türkischen Botschafter in Moskau, Mehmet Samsar, bei der Freilassung des Kamerateams des Senders um Hilfe gebeten.

„Unautorisierte Aufnahmen“: Russische Journalisten in der Türkei verhaftet

"Falsche Darstellung
WHO: Corona-Lage in der Türkei „nicht so schlimm wie in Europa“

Genf – Nachdem Inhalte eines Interviews der Deutschen Welle  mit der Weltgesundheitsorganisation von Medien falsch dargestellt wurden, hat die UN-Koordinationsbehörde mit einer Stellungnahme reagiert. Wie TRT Deutsch berichtet, hat das Türkei-Büro der WHO ein am Freitag mit dem türkischen Dienst der Deutschen Welle (DW) geführtes Interview zur Corona-Lage in der Türkei nochmals veröffentlicht. Demnach habe sich die Organisation aufgrund einer verzerrten medialen Darstellung von Aussagen zu einer Klarstellung gezwungen gesehen, zitiert TRT Deutsch die Stellungnahme vom Sonntag. „Eine klare und konsistente Kommunikation ist äußerst wichtig für das nützliche Engagement der Community und die evidenzbasierte Politik und Entscheidungsfindung aller Beteiligten“, betonte die WHO mit Blick auf die Verantwortung von Medien bei der Verbreitung von Informationen. „Wir haben jedoch festgestellt, dass einige Medien einige der Aussagen, die wir während des Interviews mit DW Türkçe tatsächlich gemacht haben, jetzt leider falsch darstellen.“ „Die Türkei hat sich von Anfang an gut geschlagen. Wir sind jetzt auch nicht so schlecht dran wie andere Länder“, betonte die WHO demnach in Bezug auf die Transparenz der Türkei hinsichtlich der Fallzahlen. Die generelle Corona-Lage in der Türkei sei „nicht so schlimm wie in Europa“ oder woanders in der Welt. Trotzdem müssten sich alle an den Corona-Maßnahmen beteiligen, sonst könnten Gesundheitssysteme an ihre Belastungsgrenze geraten – wie es in den USA zu beobachten sei.

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– Medizin – „Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam

Als Lady Mary Wortley Montagu, die Frau des englischen Botschafters am osmanischen Hof in Konstantinopel, 1717 beobachtet, wie Haremsfrauen ihre Kinder absichtlich mit Pocken infizieren, glaubt sie erst an eine barbarische Praxis.

„Türkische Therapie“: Wie die Pockenimpfung aus dem osmanischen Harem nach Europa kam