Dürre
Wasserknappheit: Türkei plant 150 unterirdische Dämme

Ankara – Um gegen die Wasserknappheit vorzugehen, hat die türkische Regierung den Bau von 150 sogenannten unterirdischen Dämmen angekündigt. Die Regierung habe einen Aktionsplan entworfen, der voraussichtlich Anfang 2021 in Kraft treten wird. Der neue Aktionsplan zielt darauf ab, Maßnahmen zur Steigerung der effizienten Wassernutzung und zur Eindämmung des Rückgangs der Wasserressourcen in unterirdischen Dämmen einzuführen. Etwa 150 Dämme werden gemäß dem Plan gebaut, um das Verdampfen von unterirdischem Wasser zu verhindern. Die Dämme werden dort gebaut, wo Wassererhaltung notwendig ist, berichtet die englischsprachige Daily Sabah. Unterirdischer Damm Ein unterirdischer Damm ist eine Anlage, die Grundwasser in Erdschichten speichert und Grundwasser auf nachhaltige Weise nutzt. Diese Dämme haben viele Vorzüge, die Oberflächendämme nicht haben, z. B. wird das Land nicht überflutet, um Wasser zu speichern, und es besteht keine Gefahr eines Bruchs aufgrund von natürlichen oder von Menschen verursachten Katastrophen. Spannungen durch Wasserknappheit Experten gehen aufgrund aufkommender Wasserknappheit von geopolitischen Konflikten und zwischenstaatlichen Spannungen für das 21. Jahrhundert aus. Der ehemalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Boutros Boutros-Ghali, warnte bereits im Jahre 1990: „Um Wasser wird es Kriege geben“. Überregionale Konflikte seien vor allem an grenzüberschreitenden Flüssen denkbar, so der Infobrief „Wasser und Frieden“ des Deutschen Bundestages. Besonders der Nahe Osten sei betroffen. „In keinem anderen Gebiet prägen Wasserstreitigkeiten den politischen Alltag in gleichem Maße.“ Wasser ist die Grundlage allen Lebens auf der Erde. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen werden bis zum Jahr 2025 rund zwei Drittel der Menschheit unter Wasserknappheit oder gar Wassermangel leiden.  

Finanzen
Aufwertung von Immobilien: Die DEGAG Deutsche Grundbesitz AG macht es vor

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Schon vor vielen Jahren kam es zur sogenannten Landflucht. Dieser Effekt resultierte vor allem daraus, weil die Menschen eine Chance mit dem Umzug in die Stadt sahen. Hier standen sowohl die Arbeitsplätze zur Verfügung als auch alle Möglichkeiten, um die gewünschten Bildungseinrichtungen zu besuchen. Doch die Problematik in den Großstädten ist heutzutage nicht mehr zu übersehen. Bezahlbare Wohnungen werden immer seltener. Um diese unhaltbare Situation zu ändern, bleibt nur die Möglichkeit, den bestehenden Wohnraum umfassend aufzuwerten. degag-wohnen.de sorgt genau für diese dringend benötigten Änderungen. Die Aufwertung der Immobilien Natürlich sorgt die Aufwertung der Immobilien für die Zufriedenheit der Bewohner. Doch vor allem sorgt dieses Vorgehen auch für eine echte Zukunft der Immobilien. Das Stadtbild wird durch diese Quartiersentwicklung nachhaltig beeinflusst. Auf Grund der Tatsache, dass man die Wohnanlagen entsprechend lebenswerter und ansprechender macht, sorgt das für die Revitalisierung ganzer Stadtviertel. Bei nachhaltiger Quartiersentwicklung liegt das Hauptaugenmerk darauf, den bereits bestehenden Wohnraum optimal zu nutzen und zu verbessern. Hier geht es weit weniger darum, weitere Flächen zu verdichten. Vor allem aber soll vermieden werden, dass Objekte verfallen. Der Grundgedanke liegt hier viel eher darin, die Gebäude umfassend zu sanieren und die Renovierung und Modernisierung für die Wohnquartiere zu realisieren. So sieht der Wandel auf dem deutschen Immobilienmarkt aus Der Wandel, der sich in den letzten Jahren auf dem deutschen Immobilienmarkt abzeichnet, hat viele unterschiedliche Gründe. Zum einen erhöht sich das Durchschnittsalter der Deutschen deutlich, zum anderen nimmt die Zahl der Ein- und Zwei-Personenhaushalte immer mehr zu. Gleichzeitig werden nicht annähernd so viele neue Wohnungen neu gebaut, wie nötig wären. Daraus resultiert, dass die Immobilienpreise stetig steigen. Das Resultat ist immer weniger bezahlbarer Wohnraum. Ein weiteres Problem beschreibt die Tatsache, dass nicht nur Wohnungen insgesamt absolute Mangelware sind, sondern vor allem, dass die Bedürfnisse vieler Menschen überhaupt nicht mehr berücksichtigt werden können. Die Wohnungen sind häufig einfach viel zu klein, um ganzen Familien einen Platz zu bieten. Für Geringverdiener, Senioren und Alleinerziehende stellt sich die Situation am allerschlimmsten dar. Die nachhaltige Quartiersentwicklung der DEGAG Um den Missständen entgegenwirken zu können, achtet die DEGAG darauf, dass bei Quartiersentwicklung die Standorte möglichst attraktiv sind. Damit einher geht, dass es hier sowohl gute Verkehrsanbindung als auch Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten geben sollte. Vor allem aber muss der bereits bestehenden Wohnraum optimal genutzt und verbessert werden. Anlässlich dessen dreht es sich hier nicht nur um die äußere Umsetzung der Wohneinheiten, sondern vor allem um die Instandhaltung der Immobilien. Hier sind gleichzeitig aufwändige Arbeiten in den Wohnungen und an den Gebäuden notwendig. Des Weiteren müssen ebenso die umliegenden Grünanlagen eine Aufwertung erfahren. Durch diese Maßnahmen soll langfristig ein hoher Wohnstandard gehalten werden kann. Nachhaltige Quartiersentwicklung bedeutet soziale Verantwortung Bei einer nachhaltigen Quartiersentwicklung geht es vordergründig darum, auch eine soziale Verantwortung zu übernehmen. Hier geht es darum, dass durch Aufwertung des Stadtteils nicht plötzlich die ansässige Bevölkerung durch wohlhabendere Bevölkerungsschichten verdrängt wird. Hier geht es keinesfalls darum, kostspielige Luxuswohnungen zu kreieren. Das Resultat soll viel eher sein, den bereits langjährigen Bewohnern mit diesen Maßnahmen ein sicheres, bezahlbares und modernes Zuhause zu bieten. Die Zukunft soll den Bewohnern ein Gefühl der Gemeinschaft und der Zugehörigkeit zurückgegeben und sowohl die Wohnung als auch das Viertel wieder lebenswert machen. Wichtige Einblicke in die DEGAG Deutsche Grundbesitz AG Die DEGAG ist eines größten eigentümergeführten mittelständischen Wohnungsunternehmen. Zu ihrem Besitz gehören zahlreiche Wohnanlagen. Sie befinden sich überwiegend im Norden und im Westen Deutschlands. Zum einen gibt es einen großen Pool an Wohnungen, der durch die DEGAG vermietet wird, doch zum anderen legt die DEGAG vor allem Wert auf eine Aufwertung ihres Immobilienbestands. Diese Maßnahmen führen nicht nur zu einer Wertsteigerung der Objekte, sondern vor allem zur Wiederbelebung von ganzen Wohnquartieren. Auf diese Weise entsteht endlich wieder bezahlbarer Wohnraum für die ursprünglichen Bewohner. Genau um diese Tatsache geht es und dieses Problem hat sich die DEGAG zur Aufgabe gemacht. Darum wählt man hier aus dem eigenem Immobilienbestand attraktive Standorte aus. Hier soll der bestehende Wohnraum optimal genutzt und verbessert werden. Wichtig sind daher nicht nur gute Verkehrsanbindung, sondern zudem muss das ausgewählte Quartier auch noch entsprechende Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten bieten. Ein Hauptbestandteil der Quartiersentwicklung liegt schlicht und ergreifend darin, die Viertel für seine Bewohner wieder lebenswert zu gestalten. Das alles trägt vor allem dann ernsthafte Früchte, wenn nach der Revitalisierung die Immobilien dann auch entsprechend instand gehalten werden. Damit verbunden sind aufwändige Arbeiten in den Wohnungen, an den Gebäuden und ebenso an den Grünanlagen. Nur auf diese Art und Weise lässt sich ein hoher Wohnstandard auf lange Sicht garantieren. Durch die Quartiersaufwertung der DEGAG werden die Immobilien auf der einen Seite stark verbessert, auf der anderen Seite wirken sie sich auch sehr positiv auf das gesamte Stadtbild aus. Damit werden ganze Städte auf Dauer wieder hochgradig aufgewertet.

Türkei-Sanktionen
Erdogan: Sanktionen werden die Türkei nicht aufhalten

Ankara – Der türkische Staatschef hat die von Washington angekündigten Sanktionen gegen die Türkei scharf verurteilt. Die US-Sanktionen seien ein „eklatanter Angriff“ auf die türkische Souveränität, sagte Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch. Die Türkei ist das erste NATO-Mitglied, das mit solchen Sanktionen konfrontiert ist, betonte Erdogan und wies auf die „Doppelmoral bei der Verhängung solcher Sanktionen gegen die Türkei“ hin. Die Sanktionen zielten darauf ab, die Verteidigungsindustrie des Landes abhängig zu machen, aber die Türkei sei entschlossen, ihre Industrie an die Spitze zu bringen, fügte er hinzu. Die Türkei werde sich nicht abschrecken lassen, sondern doppelt so hart arbeiten, um den Verteidigungssektor zu verbessern und ihn so völlig unabhängig zu machen, zitiert die Nachrichtenagentur Anadolu den türkischen Staatschef weiter. Die Sanktionen wegen des Kaufs des russischen S-400-Verteidigungssystems seien eine „bloße Ausrede“. Es gebe keine logische Erklärung für den Ausschluss der Türkei aus dem F-35-Kampfjet-Programm. Aserbaidschans Aliyev: NATO-Staaten nutzen bereits ähnliche Systeme Auch der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat die Sanktionen Washingtons gegen die Türkei wegen der Beschaffung des russischen Luftabwehrsystems S-400 scharf verurteilt. In einer Stellungnahme erinnerte Alijev daran, dass bereits andere NATO-Staaten ähnliche Systeme nutzten. Baku bezeichnete die „einseitigen Sanktionen“ als inakzeptabel und bewertet die Situation „als Ausdruck von Doppelmoral und Illegalität“.

„Präsident Ilham Aliyev zeigt sich zuversichtlich, dass diese Sanktionen die Schritte der Türkei zur Stärkung ihrer Verteidigungsfähigkeiten nicht behindern werden. Die Vorschläge der Türkei, dieses Thema in der zuständigen Arbeitsgruppe objektiv und politisch unparteiisch zu erörtern, haben keine angemessene Antwort erhalten“, zitiert die Nachrichtenagentur AZERTAC Hikmet Hajiyev, Berater des aserbaidschanischen Staatschefs.

Washington verhängte am Montag Sanktionen gegen die Türkei wegen des milliardenschweren Kaufs des russischen Raketensystems S-400. Auch Teheran verurteilte am Dienstag die US-Sanktionen gegen die Türkei. Die Strafmaßnahmen zeigten eine „Verachtung für das Völkerrecht“. „Die US-Sucht nach Sanktionen und die Missachtung des Völkerrechts sind wieder voll im Gange. Wir verurteilen die jüngsten US-Sanktionen gegen die Türkei aufs Schärfste und stehen an der Seite ihres Volkes und ihrer Regierung“, twitterte Mohammad Javad Zarif unter dem Hashtag „#NeighborsFirst“. Raketensystem S-300, das in 17 Ländern eingesetzt wird, darunter NATO-Verbündete. Die frühere Version des S-400-Systems verwendet ein identisches Radarsystem und befindet sich derzeit im Besitz von 17 Ländern, darunter Griechenland, die Slowakei und Bulgarien – alle US-Verbündeten. Die Ukraine, Algerien, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Ägypten, Indien, Iran, Kasachstan, Venezuela, Vietnam, Georgien, Moldawien, Turkmenistan und Usbekistan haben ebenfalls die S-300.

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– Rüstungstechnologie – Nach Lieferstopp: Türkische Drohne mit einheimischer Kamera CATS ausgestattet

Nach dem Waffenembargo der USA von 1974, hat die Türkei mit der Gründung von Stiftungen für das Heer, die Marine und die Luftwaffe den Grundstein für Rüstungsunternehmen wie Aselsan, Havelsan, Roketsan, TUSAŞ usw. gelegt.

Nach Lieferstopp: Türkische Drohne mit einheimischer Kamera CATS ausgestattet
     

Nerzfarmen
Schock-Szenen aus der Gaskiste: SOKO Tierschutz deckt Tierqual in Pelzindustrie auf

Undercover-Aufnahmen von SOKO Tierschutz und polnischen Tierschützern von VIVA! pl und Otwarte Klatki zeigen das Töten von Nerzen mittels Gas. Auf zwei Farmen in Polen, dem dritt größten Pelzproduzenten der Welt, zeigen exklusive Aufnahmen, wie Nerze das Vergasen überleben, brutal erschlagen werden und zwischen Kadavern langsam sterben. Es handelt sich um die weltweit ersten Aufnahmen aus den Vergasungsboxen. Die sogenannte Ernte in einer polnischen Pelzfarm: Nerze werden reihenweise in eine Gaskiste geworfen, die mit Kohlendioxyd gefüllt wird. Eine versteckte Kamera in der Kiste beweist das Grauen. Die Tiere, welche gute Schwimmer sind, können bis zu fünf Minuten die Luft anhalten und rennen panisch in der Box umher. Die blutverschmierten Wände der Kiste sind stille Zeugen des Todeskampfes. Nach vierzig Minuten wird die Kiste geöffnet. Mehrere Tiere leben noch. Die Arbeiter versuchen sie zu zertreten oder zu erschlagen. Selbst nach dieser Tortur landen atmende Nerze auf dem Kadaverhaufen. Sie werden mit zerschmetterten Knochen langsam sterben. Alltag für die Arbeiter, die das Leid der Tiere zynisch kommentieren: „Da leben noch zwei. Vorsicht die leben, die beißen dich“. Ein Arbeiter, der einen Nerz mit einem Fußtritt töten will, wird ermahnt nicht den Kopf und damit den Pelz zu zerstören. Das Tier wird dann gegen eine Holzkante geschlagen. Auf einer zweiten Farm mit über 10.000 Tieren wiederholt sich das Drama. Auch hier werden Tiere gegen eine Kante geschlagen, kämpfen die Tiere verzweifelt im Gas und unter den Leichen befinden sich Nerze, die nach dem Vergasen, lebendig aus der Box kommen und erneut vergast werden. In beiden Fällen stammt das Gas von dem Linde Konzern. Das Logo der Firma, welche einen Großteil des CO2 in Deutschland produziert, prangt auf den Gasflaschen. SOKO Tierschutz fordert Linde auf, die Versorgung der gesamten Pelzindustrie mit Gas sofort einzustellen. „Linde macht sich damit an diesen Quälereien mitschuldig. Es ist kein Geheimnis, wie schrecklich das Leben und Sterben für die nutzlosen Pelze ist. Linde ist Teil dieser Barbarei. Wir werden die Firma mit einer Kampagne an ihre Verantwortung erinnern“, erklärt Friedrich Mülln , Sprecher von SOKO Tierschutz. Linde hat zwischenzeitlich erklärt, in Polen kein Gas an Pelzfarmen liefern zu wollen. SOKO Tierschutz drängt auf einen weltweiten Lieferstopp für die Tötungsgase der Pelzindustrie. „Wir werden in den nächsten Monaten auch gegen Mitbewerber von Linde vorgehen“, kündigt der SOKO Sprecher an. An Polens Regierung appelliert SOKO Tierschutz, die Pelzindustrie zu beenden und den bereits beschrittenen Weg zu einem Verbot der Pelzfarmen, trotz der massiven Gegenwehr der Pelzlobby, fortzusetzen. Polen ist für Pelztierzüchter aus den Niederlanden, Dänemark und Finnland zu einem Eldorado für gigantische Tierfabriken geworden, wo man machen kann, was in den Heimatländern verboten oder aufgrund von hohen Umweltstandards nicht möglich wäre. „Das muss ein Ende haben. Die EU braucht erst ein Verbot der grausamen Pelztierzucht und dann ein Einfuhrverbot für Pelze, denn nur so ist ein weiteres Ausweichen in Drittstaaten dieser Tierquäler effektiv zu unterbinden und das Leben der Tiere weltweit zu schützen“, so Mülln.

Corona-Krise
Verband fordert Vorrang bei Impfungen für pflegende Angehörige

Beim Corona-Infektionsschutz müssen pflegende Angehörige endlich in die nationale Teststrategie eingebunden und mit Vorrang in die diskutierte Impfstrategie einbezogen werden, fordert der Bundesverband wir pflegen e. V. in einer aktuellen Stellungnahme an die Bundesregierung und Abgeordnete im deutschen Bundestag. „Die schwierige Lage pflegender Angehöriger während der Pandemie scheint in der Politik immer noch nicht angekommen zu sein und das, obwohl sie in Deutschland den größten Anteil der Pflegearbeit übernehmen“, mahnt Sebastian Fischer, Vorstandsmitglied von wir pflegen e.V.. In Deutschland pflegen rund 5 Millionen Angehörige mehr als 2,6 Millionen Menschen mit Pflegebedarf im häuslichen Umfeld. Entlastung für überlastete pflegende Angehörige Die Situation der häuslichen Pflege sei in der zweiten Welle mehr als prekär, schreibt wir pflegen e.V. an die Politik. „Bei rasant steigenden Infektionen brechen erneut wichtige Unterstützung wie Tagespflege, zugehende Beratung oder ambulante Pflege weg. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr können auch Freund*innen, Nachbar*innen und Bekannte nicht wie vor der Pandemie unterstützen. So bleiben viele Familien sich selbst überlassen und müssen alleine die Betreuung und Versorgung stemmen. Viele sind überfordert und am Ende ihrer Kräfte.“ Neben Maßnahmen zum Infektionsschutz müsse die Politik die häusliche Pflege deshalb mit weiteren Entlastungsmaßnahmen stützen. Als eine wirksame Maßnahme für berufstätige pflegende Angehörige schlägt wir pflegen e.V. konkret eine Freistellung mit Lohnersatz nach dem Infektionsschutzgesetz vor. Mehr Anerkennung für die Leistungen pflegender Angehöriger Die Corona-Pandemie zeigt: Pflegende Angehörige sind in diesem Pflegesystem systemrelevant, heißt es in dem Papier. „Es braucht schnelle und einfache Hilfe, wie die freie Verfügung über den Leistungssatz der Tagespflege, wenn diese wegen Schließung oder reduzierten Platzzahlen nicht genutzt werden kann.“ Bei aller Liebe, die Angehörige antreibe, betonen pflegende Angehörige in der Stellungnahme, sei häusliche Pflege vor allem eine wichtige gesellschaftliche Arbeit. An die Politik gerichtet heißt es: „Häusliche Pflege gibt es nicht umsonst. Vor allem nicht in einer Pandemie. Es ist spät, aber nicht zu spät. Handeln Sie!“

Geschichte
Kaukasus-Albanien und die Armenisierung der christlichen Geschichte von Karabach

Ein Gastbeitrag von Gurban Mammadov  

In der Antike war Karabach ein Teil des alten aserbaidschanischen Staates Kaukasus-Albanien, der hauptsächlich aus Türken und kaukasischen Stämmen bestand. 

Die Beispiele der materiellen Kultur, numismatische Beweise, die in Khankendi, Aghdere, Chodschawend, Schuscha vom Berg Karabach, Berde, Terter, Aghdam, Aghjabedi, Füzuli, Beylegan sowie Lachin und Kalbajar von Tiefland-Karabach während der Untersuchungen entdeckt wurden, spiegeln gründlich die alte materielle Kultur von Karabach, ethno-kulturellen Zustand, sozial-ökonomischen Standards der Menschen, ihre Lebensbedingungen und allgemein die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Geschichte dieses Teils von Aserbaidschan.  

Im frühen Mittelalter (IV. Jh.), nach der Annahme des Christentums, wurden die religiösen Denkmäler im christlichen architektonischen Stil gebaut, der die Baukultur von Karabach, dem historischen Ort Aserbaidschans, in IV-VII Jahrhunderten charakterisiert. 

Während einiger Perioden, obwohl verschiedene Religionen einander absetzten, und da das alles im historischen Schicksal der lokalen Menschen geschah, die an ihre historisch-ethnischen Ländereien gebunden waren, konnte die Nation ihre Sitte und Tradition Privatsphäre, nationalen Charakter trotz der veränderten Religion und religiösen Überzeugungen bewahren. Allerdings passierte nicht immer und überall das Gleiche.

Die Hauptbevölkerung dieser Region, die sich von den fremden Armeniern durch Herkunft, Sprache und Kultur unterschied, bestand aus ethnischen Gruppen, die der kaukasischen Sprachgruppe angehörten und türkischer Herkunft waren, die im Gebiet zwischen dem Fluss Aras und dem Großen Kaukasus seit tausend Jahren lebten.

Je nach dem Einfluss der Periode und der Zeit gab es verschiedene Lebensstile, religiöse Ideologien, so erschienen in Verbindung damit verschiedene Merkmale der geistigen Kultur. Anders als in anderen Gebieten Aserbaidschans, verursachte die Ausdehnung der religiösen Divergenz in Karabach große Veränderungen in diesem Gebiet. Als das Christentum in Albanien durch den Islam ersetzt wurde, indem man sich zunutze machte, dass die Albanier indigene Christen waren, die den Glauben an die christliche religiöse Ideologie beibehielten und in den Hochlandgebieten von Karabach lebten, wurden viele armenische Familien dort im XIX Jahrhundert eingewandert. Durch Gregorianisierung assimilierten sie die lokalen christlichen Albanier und nannten sie „Wanderer“ und bezeichneten das Gebiet als „einen Teil des Wandererlandes“.

Die Gregorianisierung und Armenisierung der albanischen Bevölkerung von Karabach war ein langer historischer Prozess:

  • Die armenisch-gregorianischen Missionare, die in den Kaukasus eingewandert waren, nutzten die günstige Situation, die durch die Besetzung des arabischen Kalifats entstanden war, und realisierten die Gregorianisierung und dann die Armenisierung der christlich-albanischen Bevölkerung Karabachs.
  • Die christliche Bevölkerung Karabachs bezeichnete sich in dem Brief, gerichtet an den russischen Zaren Peter I, als Albanier, was beweist, dass sie sich noch im frühen XVIII Jahrhundert betrachtet wurden.
  • Das Eingreifen Russlands in die Region und die Umsiedlung der Armenier aus anderen Ländern in den Südkaukasus, einschließlich Aserbaidschan, führte zur Stärkung des armenischen Faktors. Diese Politik wirkte als Wendepunkt im historischen Schicksal der gregorianisierten Albanier. Die letzte Etappe ihrer Armenisierung begann.
  • Die Massenumsiedlung der Armenier aus dem Iran und dem Osmanischen Reich nach Karabach und anderen aserbaidschanischen Gebieten während der russisch-iranischen (1804-1813, 1826-1828), der russisch-türkischen Kriege (1806-1812, 1828-1829) und besonders nach den Verträgen von Turkmenchay (1828) und Edirne (1829) vollendete die Armenisierung der gregorianisierten albanischen Bevölkerung. Das albanische Patriarchat wurde im Jahre 1836 abgeschafft.

Die Wissenschaftler, die die architektonischen Denkmäler des kaukasischen Albaniens untersuchten, stellten fest, dass sich diese Denkmäler von den armenischen religiösen architektonischen Denkmälern nach ihren architektonischen Planungsstilen und den charakteristischsten Merkmalen ziemlich unterscheiden.

Der Aghoghlan-Tempel in der Region Lachin, der Khudavang-Klosterkomplex in der Region Kelbadschar, der Amaras-Tempel in Khojavend, der Heilige Elysee-Tempelkomplex, der Ganjasar-Tempel in Aghdara sind Beispiele für diese Denkmäler.

Zizernawank/Agoglan Kloster (Foto: Wikimedia)

Der Aghoghlan-Tempel befindet sich auf einem zwei Hektar großen Grundstück am 30. Kilometer der Landstraße Lachin-Minkend, am rechten Ufer des Flusses Hekeri, in der Nähe des Dorfes Kosalar. Der Aghoghlan-Tempel ist ein albanisches Kloster, das in den V-VI Jahrhunderten gebaut wurde. Da das Denkmal zu verschiedenen Zeiten Lawinen und Zerstörungen ausgesetzt war, wurde es im Stil einer Kirche umgebaut und an ein Kloster angepasst.

Bei den Reparaturen wurde das erste Fundament des Denkmals in seiner ursprünglichen Form erhalten, die neuen Mauern wurden über die alten gebaut. Nach der Restaurierung wurde der Aghoghlan-Tempel zu einem der spektakulärsten Denkmäler der Architektur der albanischen Periode in der aserbaidschanischen Geschichte. Es hat einen besonderen Platz unter den christlichen Architekturdenkmälern für seine effiziente Konstruktion mit Basaltsteinen. Das Denkmal befindet sich seit dem 18. Mai 1992 unter Besatzung. Nach der Besetzung benannten die Armenier den Aghoghlan-Tempel in „Tsitsernavank“ um.

Der Klosterkomplex von Khudavang, der sich im Dorf Vang in der Region Kelbadschar am linken Ufer des Flusses Terterchay befindet, ist eines der größten und schönsten Beispiele der christlichen Architektur in Aserbaidschan. Im Khudavang-Komplex sind viele Bauinschriften erhalten geblieben. Eine Reihe von Namen, die darin angegeben sind, wie Arzu, Tursun, Seyti, Hasan, Avag, Shams, Altun, Aghbuh, Garagoz, etc. sollten als genaue Bereitstellung der türkischen Identität der Erbauer betrachtet werden. Der Komplex wurde hauptsächlich im 13. Jahrhundert gebaut, in der Regierungszeit des albanischen Königs Vakhtang.

Kloster Dadivang/Khudavang (Foto: Wikimedia)

Der Klosterkomplex umfasst derzeit mehr als zwanzig Gebäude und Ruinen. Die Hauptkirche wurde von Arzu Khatun, der Frau von König Vakhtang, erbaut. Die Kirche dominiert den gesamten Komplex, ihre Kuppel ist hoch und der Raum majestätisch, sie ist eines der kaukasisch-albanischen christlichen Meisterwerke der Architektur. Es wird angenommen, dass Arzu Khatun und ihre Töchter die Wandmalereien im Inneren gemalt haben. Nach der Besetzung des Kalbajar-Distrikts durch die armenischen Streitkräfte im Jahr 1993 wurde der Khudavang-Klosterkomplex der Welt als armenisches Denkmal präsentiert.

Kloster Gandsassar (Foto: Wikimedia)

Der Heilige Elysee-Tempelkomplex (Kloster Gandsassar) befindet sich in der Region Aghdara in Berg-Karabach. Es wurde 2000 Meter über dem Meeresspiegel auf der Spitze eines hohen Berges gebaut. Der Tempel, der mit Festungsmauern umgeben war, wurde im V. Jahrhundert gegründet. Während des Khachin-Fürstentums wurden hier umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt, ein großes Hauptkirchengebäude, 6 kleine Kirchen, mehrere Häuser und Wirtschaftsgebäude wurden gebaut. Vier-Säulen-Raton errichtet auf dem zwei-schrägen Steindach der Hauptkirche gut gebaut aus behauenem Stein. Diese albanische Kirche besteht aus einer breiten Gebetshalle und einem quadratischen Raum mit Säulen, die mit zylindrischen Bögen abgeschlossen sind.

Eines der prominentesten Denkmäler der kaukasischen albanischen christlichen Architektur Gandzasar Tempelkomplexe wurde auf dem Berg am linken Ufer des Khachin Flusses im Dorf Vangli der Aghdere Region gebaut. Dieser Tempel, der lange Zeit die Residenz der albanischen Christen war, wurde Ganjasar in der Bedeutung des Hauptschatzes der Religion genannt.

Die Rolle der türkischen Stämme in der Verwaltung der albanischen Regierung, in der Entwicklung ihrer Kultur und Architektur war unbestreitbar. Deshalb verwenden die meisten Historiker den Ausdruck „albanisch-türkische Architektur“, wenn sie über die albanische Architektur sprechen, und er ist für diese Zeit durchaus angemessen. Einige dieser Stämme, die auf dem Gebiet Albaniens lebten, wurden Christen, indem sie das Christentum annahmen, die anderen nahmen später den Islam an. 

Die Armenier versuchten jedoch, sich die albanischen Denkmäler anzueignen und ihre nationale Identität zu verändern, mit dem Ziel, ihre historischen Spuren künstlich zu schaffen. Die Denkmäler, die der meisten Aneignung unterlagen, stammen aus der Zeit des Christentums. Sie versuchten, sie zu armenisieren, indem sie die Embleme und Symbole der christlichen Religion sowie die gleichen Zeichenmuster unter den Steinmetzarbeiten und Wandmalereien auf dieser Art von Denkmälern nachahmten, so dass es zu einer Verfälschung der Geschichte kam. 

Der georgische Historiker A. Tschawtschawadse hat die Fakten der Aneignung der aserbaidschanischen Denkmäler aus der christlichen Periode durch die Armenier in seinem Werk „Armenier und blutige Steine“ gründlich reflektiert. Die Armenier nennen das aserbaidschanische Land, das sie einst in Beschlag genommen haben, „Hy-Land – Ostarmenien“, indem sie das ursprüngliche Albanisch künstlich gregorisieren. Jedoch weisen die Forscher darauf hin, dass sogar die Denkmäler der christlichen Periode weder der armenischen Sprache (Gregorianität) noch der armenischen Kultur und Herkunft entsprechen. So hilft die historisch-archäologische und architektonische Untersuchung der albanisch-christlichen Denkmäler in aserbaidschanischen Gebieten, die meisten Eigenheiten des Christentums zu klären.

Außerdem ist ein Grund der Aneignung der albanischen Denkmäler durch die Armenier die Unterordnung der albanischen Apostolischen Kirche unter die armenische Gregorianische Kirche, indem sie mit der Hilfe Russlands 1836 abgeschafft wurde. Im Ergebnis der Politik der russischen Zaren im Kaukasus, die den Armeniern eine große Bedeutung beimaßen, wurde das Zentrum der albanischen Kirchen grundlos der armenischen Gregorianischen Kirche untergeordnet. Deshalb wurde das albanische religiöse Zentrum nach Etschmiadsin verlegt.

Albanische Geschichte

Das moderne Aserbaidschan, das aus dem heutigen Armenien und einem Teil Georgiens besteht, ist ein historischer Staat, der sich auf dem Gebiet von Süd-Dagestan befindet. Es wurde im IV-III Jahrhundert v. Chr. gegründet und im VIII Jahrhundert vom arabischen Kalifat besetzt. Die ursprüngliche Hauptstadt war Gabala, später Barda. Im IV. Jh. v. Chr. war das Christentum Staatsreligion während der Herrschaft des albanischen Staates und er stand teilweise unter dem Einfluss der christlichen Ideologie.

Der herausragende kaukasische Wissenschaftler und Historiker Jewgeni Ignatewitsch Krupnow stellte fest:

„Es sollte keine Einschränkung und Verpflichtung im Studium der albanischen Geschichte geben. Historiker aus verschiedenen Ländern studieren die Geschichte Albaniens. Aber eine Sache ist offensichtlich: die Aserbaidschaner sollten die Geschichte und das Schicksal des Kaukasus-Albaniens mehr als alle anderen erforschen.  Sie sind vor der Weltwissenschaft rechenschaftspflichtig und stehen in der Schuld der Weltwissenschaft.“

Nach den Informationen von Strabon besteht die Bevölkerung Albaniens aus Stämmen, die in 26 Sprachen sprechen. In den Quellen werden Utis, Gargars, Amazons, Sovdes, Kaspis, Mags, Sisaks, Mards, Amards, Ariaks, Anariaks, Gels, Legs und andere Namen der in Albanien lebenden Stämme und Völker erwähnt. Die ältesten kaukasischen und türkischen Stämme waren von avtoxtonischer Ethnie.

In den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung wanderten persische Stämme auf Befehl der Sasanidenführer nach Albanien ein, ab dem III-IV Jahrhundert begann die Migration neuer türkischer Stämme sowie der Hunnen, Subaren, Chasaren und Barsilen in das kaukasische Albanien. Bis zur Ankunft der Araber setzte sich die Bevölkerung Albaniens aus 3 Teilen zusammen – kaukasischen, türkischen und persischen Menschen.

Fachleute sagen, dass es viel sinnvoller ist, das Wort „Albanier“ mit türkischen Stämmen zu verbinden. Denn zurzeit lebt der Stamm namens Alban in Kasachstan in Mittelasien. Nach den jüngsten Untersuchungen wurde die türkische Herkunft der kaukasischen Albanier nachgewiesen. 

Religion im kaukasischen Albanien

Das Christentum wurde im kaukasischen Albanien nach der Propaganda des katholischen Heiligen Eliseus in den Jahren 54- 57 verbreitet. Aus diesem Grund wird die albanische Kirche katholische Kirche genannt. Sie ist eine der ältesten Kirchen im Kaukasus, auch in der christlichen Welt.

Albanien ist eines der Länder, die vor dem IV. Jahrhundert gegründet wurden, als das Christentum nicht als Staatsreligion proklamiert wurde. Jahrhunderts, als das Christentum noch nicht zur Staatsreligion erklärt wurde. Nach den Überlieferungen kamen Anfang des ersten Jahrhunderts die ersten christlichen Missionare aus Jerusalem und Suria, Katholiken und ihre Schüler nach Albanien und gründeten die ersten christlichen Gemeinden.

Nach albanischen Traditionen gibt es 2 Etappen, die einander in der Verbreitung des Christentums ablösen: der Name der apostolischen Etappe ist mit Aposteln wie Thaddeus, Bartholomäus, Thaddeus‘ Schüler Eliseus verbunden. Sie wird auch als syrophile Periode bezeichnet, die auf das IV Jahrhundert zurückgeht. Die zweite Phase wird mit Gregor dem Erleuchter und dem albanischen König Urnair in Verbindung gebracht.

Im I-II Jahrhundert ist die weite Ausbreitung des Christentums im nordöstlichen und östlichen Teil Jerusalems nach Pavel mit Phoma, Andrei, Bartholomäus, Phomas Bruder Ardai und Thaddeus‘ Schülern Eliseus und Mar verbunden.

Diese Katholiken und ihre Schüler verbreiteten die Religion in Syrien (Zentrum war Antiochia), im kleinen griechischen Staat Osroena (Zentrum war Edessa), in Nisibin, in Mesopotamien (zwischen zwei Flüssen), im kleinen Armenien, sowie im Osten und im nord-östlichen Teil im Iran (Salaphki-Ktesiphon) und in den südlichen Kaukasusländern – Georgien, Albanien.

Der Einfluss des Christentums auf Albanien und die Entstehung der christlichen Gemeinschaft hier sind sowohl mit dem katholischen Bartholomäus als auch mit Faddei verbunden. Musa Kalankatli sagt:

„Als jedoch die Gerechtigkeit erschien, kam unser Held und unmerkliches Geschöpf – Vater, um sich um uns zu kümmern und schickte seine Schüler in alle Teile der Welt, um die Religion zu verbreiten. Der Katholik Faddei, der nach Armenien kam und dann von Sanaturk in der Provinz Artaz getötet wurde, wurde für die Bewohner des Ostens geschickt“- Musa Kalankatli I, VI.

Der albanische Historiker Musa Kalankatli sagt:

„Schüler von Faddei Eliseus kehrt nach Jerusalem zurück und berichtet allen Katholiken von Faddeis Leiden. Eliseus erhält eine Ernennung von Jakob, dem ersten Patriarchen von Jerusalem und Bruder von Jesus. Er war in den Osten berufen worden.“ – Musa Kalankatli, I, VI. 

Wenn die Autoren „andere Katholiken“ sagen, meinen sie, dass die Aktivitäten von Faddei, Eliseus und den anderen Katholiken in die gleiche Zeit fallen – während des I-II Jahrhunderts. Wie Sie in diesem Text sehen, bezieht sich der Osten auf Albanien. Untersuchungen von Begriffen wie „Osten“, „östliches Land“, „Nordosten“, die von Musa Kalankatli verwendet wurden, sind ein Beweis dafür, dass sie sich auf Albanien oder das Land der Albanier beziehen, das an den östlichen Grenzen der christlichen Welt bzw. zu Jerusalem liegt.

In der ersten syrophilen Phase der Verbreitung des Christentums in Albanien wurden Bibelsprüche nicht nur im Nahen und Mittleren Osten, sondern auch in der aramäischen Sprache verbreitet. Dies hängt mit den Aktivitäten der Katholiken und ihrer Studenten sowie mit den Aktivitäten der Missionare aus Syrien zusammen. Musa Kalankatli präsentierte Informationen, die uns erlauben, auf die syrophile Phase zu schließen; die Aktivitäten der syrischen Mönche in den IV-V Jahrhunderten in Albanien und die aramitischen Inschriften auf christlichen Denkmälern sind Beispiele dafür.

Die armenische Gregorianische Kirche hatte eine exklusive Rolle bei der Verletzung der Freiheits- und Unabhängigkeitsrechte der albanischen Kirche. Die armenischen Katholiken nutzten die Hilfe des arabischen Kalifats, wie sie es während der Herrschaft von Sasani taten, um ihr Ziel zu erreichen und die albanische Kirche ihnen gegenüber gehorsam zu machen. Amavilar, der in den Südkaukasus zurückkehren wollte, nutzte den Konflikt zwischen Armeniern und Albaniern aus und schuf eine Gelegenheit, die albanische Kirche der armenischen Kirche gefügig zu machen.

Der armenische Katholik schrieb folgenden Brief an Ilia Abdu l- Malik:

Die armenische Kirche schloss die albanischen Geistlichen von ihren Positionen aus und begann, den Glauben der Albanier zum Gregorianismus zu ändern, die in bergigen Gegenden leben, die von den Arabern nicht erreicht werden können. Die armenischen Geistlichen ließen das Ansehen der arranischen Kirche unter der Bevölkerung verschwinden und zerstörten mit Hilfe der arabischen Führer alle Denkmäler der albanischen Kultur. Und sie haben nichts hinterlassen, was an die Albanier erinnert.  Alle diese Handlungen wurden zuerst mit Hilfe des Kalifats und dann mit Hilfe anderer Invasoren durchgeführt. Religiöse Gestalten der Gregorianischen Kirche zerstörten Arraner Denkmäler, aber zuerst wurden sie zu Slums.

I.P.Petruschewski weist darauf hin, dass die armenische Kirche ein Weg war, das Land in Albanien zu armenisieren. Und ihre Rolle wurde ab dem VIII Jahrhundert bemerkbar. Seit dieser Zeit stürzte der armenisch-katholische Yegi den albanisch-katholischen Nerses (Bakruv) mit Hilfe der arabischen Führer und der Bewegung der pravoslawischen, griechisch gesinnten und georgisch gesinnten Menschen, was darauf hindeutet, dass der Versuch, die Unabhängigkeit der albanischen Kirche zu verteidigen, von den armenischen Monophisiten gemacht wurde.“

Trotz dieser Schwierigkeiten und kritischen Kampfbedingungen gelang es der albanischen katholischen Kirche, bis 1836 unabhängig zu bleiben. Im Jahr 1836 wurde ihre Arbeit von Russland gestoppt und unter die Obhut der Gregorianischen Kirche gestellt.

Albanische Architektur

Die Beispiele der albanischen Architektur wurden in den Gebieten der Republiken Aserbaidschan, Armenien und Daghestani entdeckt und untersucht.  Die interessantesten Modelle der albanischen Architektur, die bis zu unserer Zeit erhalten geblieben sind, sind Festungen und Befestigungen zur Verteidigung und Kirchen, Tempel mit religiösem Charakter. Die türkischen Verwandten hatten eine unbestreitbare Rolle in der Verwaltung der albanischen Regierung und in der Entwicklung der albanischen Kultur und Architektur.

Deshalb verwenden einige Historiker den Ausdruck „albanisch-türkische Architektur“, wenn sie über die albanische Architektur sprechen, und das bildet volle Übereinstimmung mit dieser Periode. Einige dieser Stämme, die auf dem Gebiet Albaniens leben, wurden durch die Annahme des Christentums christlich, die anderen nahmen später den Islam an. Die Festung von Derbent, die Festung von Javanshir, Chiraggala und andere gehören zu den Gebäuden, die sich heute dadurch auszeichnen, dass sie grandiose Verteidigungsbauten sind, die zum albanischen Kulturerbe gehören.

Die meisten Denkmäler aus der kaukasisch-albanischen Periode haben ihre ursprünglichen Formen bis in unsere Zeit bewahrt. Der Khudavang-Tempelkomplex in der Region Kalbajar (XIII. Jahrhundert), der Aghoghlan-Tempel im Dorf Koshalar in der Region Lachin (IX. Jahrhundert), der Amaras-Tempel im Dorf Sos in der Region Khojavand (IV. Jahrhundert), der Sankt-Elysee-Tempel in den Regionen Shaki (II. Jahrhundert) und Aghdere (IV. Jahrhundert), der Gandzasar-Tempel im Dorf Vang in der Region Aghdere (XIV. Jahrhundert), der Lakit-Tempel in der Region Gakh (V. Jahrhundert), Gum Tempel (VI. Jahrhundert), Yeddikilise (Sieben Kirchen) Tempel (IV. Jahrhundert), Kurmukh Tempel (XII. Jahrhundert), Hagapat Tempel in der Region West-Aserbaidschan (das Gebiet der heutigen Republik Aserbaidschan), Goshavang Tempel, Aghtala Tempel, Tatev Tempel, Uzunlar Tempel, Yenivang Tempel, Senain Tempel sind die brillanten Beispiele der albanischen Tempelarchitektur, die bis zu unserer Zeit unter diesen Denkmälern erreicht.

Die albanische architektonische Kunst erregte immer Interesse und zeichnete sich durch ihre spezifische komplexe Farbe, Technik, einzigartige Schönheit und Stil aus.   Die anderen kaukasischen Völker entwickelten ihre Kultur und Architektur, indem sie die alte albanische Kultur nutzten, die immer Interesse erregte und die Aufmerksamkeit auf sich zog wie alle anderen Innovationen. 

Alle Arten der Architektur, die zum östlichen Christentum gehören, entwickelten sich in Albanien. Die charakteristischen Gebäude der ersten Periode des albanischen Christentums waren Kirchen. Diese Kirchen bestanden aus profitablen Tempeln mit einer länglichen Anbetungshalle.  Die Spitze dieser Tempel waren mit doppelten einfachen Steinen bedeckt. In Albanien verbreitete sich die spezielle Architektur, die Rundtempel genannt wurde, im Stil der christlichen Architektur, und dieser Stil gehörte nur den Albaniern, und hat seinen eigenen spezifischen Grund. So geht der Bau von Rundtempeln auf die frühchristliche Zeit zurück, und diese Tempel wurden in den Perioden gebaut, als das Christentum noch nicht vollständig angenommen war, und es wurde mit der Verehrung der Himmelskörper nach den Forschern vermischt.


Dieser Gastbeitrag gibt die Meinung des Autors wieder und stellt nicht zwingenderweise den Standpunkt von nex24 dar.
Gurban Mammadov
 

Albanien
Ex-Box-Europameister Luan Krasniqi fordert Gerechtigkeit für Klodian

Tirana – Der ehemalige albanisch-deutsche Europameister im Boxen hat in einem Facebookbeitrag für den in der vergangenen Woche durch Polizisten erschossenen Klodian Rasha Gerechtigkeit gefordert. „Gerechtigkeit für Klodian und das albanische Volk“, schrieb Luan Krasniqi unter einem Beitrag des ehemaligen kosovarischen Premierministers Albin Kurti. Krasniqi lobte Kurti für seine „Arbeit und Einsatz für Gerechtigkeit“. „Ich bin auf deiner Seite“, so Krasniqi. Albin Kurti hatte im Zusammenhang mit der Ermordung des 25-Jährigen die Regierungen und das politische Sytem in Albanien und dem Kosovo kritisiert. Er habe die Proteste aufmerksam verfolgt und die „Jugendrevolte in Pristina in Tirana und anderen Städten Albaniens gespürt“. „Die Jugendrevolta mag keine ausgeklügelten Reden haben, aber sie hat gesprochen und spricht klar. Zusammen mit dem anderen Phänomen, der Massenauswanderung, geben diese Revolten die Botschaft, dass Albaner diese Art von Korruptionspolitik und Wirtschaftssystem nicht mehr zusammenleben können, die Ungerechtigkeit, Ungleichheit und Rückständigkeit verursacht“, mahnte Kurti. „Wer an der Spitze der politischen und staatlichen, wirtschaftlichen und medialen Macht steht, habe jetzt „den letzten Moment zu erkennen, dass viele Dinge, die bisher falsch gemacht wurden, große Enttäuschung hervorgebracht haben“, so der ehemalige Premierminister. „Gerechtigkeit für Klodian“, bedeute Gerechtigkeit und echte Demokratie für Albanien, betonte Kurti.

Klodian Rasha wurde am Dienstagmorgen durch die Polizei getötet, da er sich „verdächtig verhielt“ und sich nicht an die coronabedingten Ausgangssperren gehalten haben soll. Zudem habe er die vorgeschriebene Atemschutmaske nicht getragen. Einer der Polizisten habe geschossen, weil er dachte, dass der Flüchtende bewaffnet sei. Das Innenministerium habe mitgeteilt, dass in der Nähe des Opfers zudem eine Schusswaffe gefunden worden sei.

Die Demonstranten beschuldigen die Regierung, die Beweise zu manipulieren und dem Opfer die Schuld zu geben. Trotz des Rücktritts von Innenminister Sander Lleshaj am Freitag fordern die Demonstranten die Entlassung des Generaldirektors der albanischen Polizei Ardi Veliu und eine Reform der Polizei.

Einige Demonstranten randalierten in der Stadt, worauf die Polizei mit Tränengas, Wasserwerfern und Pfefferspray reagierte. Sie haben mehr als hundert Demonstranten verhaftet, darunter Dutzende von Minderjährigen. Zudem wurden auch zwei Journalisten festgenommen. Die albanische Regierung hat der Familie von Rasha eine monatliche Rente in Höhe des Achtfachen der sozialen Mindestrente gewährt. Der Vater des Opfers wird monatlich etwa 700 € erhalten, so eine Entscheidung, die von Premierminister Edi Rama am 11. Dezember unterzeichnet wurde. Rama besuchte die Familie des Opfers am Tag vor der Entscheidung.    

Lockdown
„Ich mache mir große Sorgen um die Existenz vieler Einzelhändler“

Trotz weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen erwartet die nordrhein-westfälische Wirtschaft zum Jahresbeginn eine Lockerung der Lockdown-Regeln. „Wir brauchen schon im Januar deutliche Lockerungen. Landesweite Schließungen können auf Dauer nicht die Kernmaßnahme zur Senkung der Infektionszahlen sein“, sagte der Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände, Arndt G. Kirchhoff, der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Die Wirtschaft erwarte schnell eine „Gesamt-Strategie“. Dazu gehöre die bessere Nutzung digitaler Möglichkeiten zur Kontaktvermeidung und -verfolgung sowie die Steigerung von Schnelltest-Kapazitäten, so Kirchhoff. Der seit Mittwoch geltende harte Lockdown sei für die zusätzlich betroffenen Betriebe extrem bitter und schmerzhaft. „Ich mache mir große Sorgen um die Existenz vieler Einzelhändler“, sagte Kirchhoff. Der Unternehmerpräsident äußerte Befürchtungen, dass der angekündigte Umfang der Überbrückungshilfen nicht ausreichend sein könnte. Bei der Auszahlung dürfe keine Zeit mehr verloren werden. „Den betroffenen Betrieben muss nun schnell und unbürokratisch geholfen werden“, mahnte Kirchhoff.

Finanzen
Wie Kreditnehmer ihre Bonität verbessern

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Ein Kredit ist eng verbunden mit der Bonität des Kreditnehmers. Wer eine gute Bonität hat, der erhält bessere Zinsen, wer eine schlechte Bonität besitzt, eventuell sogar die Ablehnung. Das bringt natürlich Probleme mit sich. Was ist, wenn man dringend Geld benötigt, aber der Kreditantrag abgelehnt wird? Mitunter können Kreditnehmer eigenständig etwas tun, um ihre eigene Kreditwürdigkeit zu verbessern. Wie setzt sich die Bonität zusammen? Die meisten Kreditgeber arbeiten mit der SCHUFA. Das Problem ist, dass nicht vollständig abschließend geklärt ist, welche Punkte in die eigene Bonität mit hineinspielen. Die SCHUFA darf ihre Berechnungen durchaus verbergen und muss nicht alles preisgeben. Aber was ist die Bonität eines Kredits genau?
  • Einkommen – das Einkommen beschreibt den genauen Wert des monatlichen Einkommens. Dieser Wert ist gerade bei Angestellten gleichbleibend. Wer monatlich beispielsweise 2.500 Euro netto verdient, der hat auch diesen Wert zur Verfügung.
  • Ausgaben – diese muss jeder Interessent vor der Kreditaufnahme genau berechnen. Gemeint sind natürlich die monatlichen Fixausgaben, zuzüglich einer gewissen Notreserve. Wer monatliche Kosten in Höhe von 1.500 Euro hat, der würde bei obigem Gehalt noch 1.000 Euro zur Verfügung haben.
  • SCHUFA – sie listet Kredite, Ratenzahlungen, aber auch Telefon- und Kabelverträge auf. An dieser Stelle treten jedoch auch Ungewissheiten auf. Hält die SCHUFA mitunter Ratenzahlungen oder Rechnungskäufe nach? Diese können sich auf die Bonität auswirken, sodass ein völlig finanziell solider Bürger mitunter eine schlechtere Bonität hat, nur weil er Ratenkäufe nutzt.
Aus allen Faktoren setzt sich die letztendliche Bonität zusammen. Diese ist natürlich immer nur nüchtern betrachtet, denn sie kann allenfalls den Ist-Zustand unter Berücksichtigung der Vergangenheit abbilden. Ein einfaches Beispiel: Für den Juni hat sich der Kreditnehmer innerhalb der Familie dazu bereiterklärt, die Hochzeit zu spendieren. Diese Kosten tauchen aktuell natürlich weder bei der SCHUFA noch auf dem eigenen Konto auf. Daher muss jeder Kreditnehmer für sich entscheiden, welche Kreditraten für eine gewisse Zeit möglich sind. Die SCHUFA allein bestimmt nur das Zinsniveau, nicht die weiteren Details. Sind im obigen Beispiel rechnerisch 1.000 Euro übrig, kostet die Hochzeit allerdings das Zehnfache, so bleibt mitunter kein Cent mehr in der monatlichen Rechnung über. Dies ist jedoch für die SCHUFA und den Kreditgeber nicht ersichtlich, nur der Kreditnehmer kann diese Zahlen mit einrechnen. Wie lässt sich die Bonität verbessern? Generell ist eine solide Bonität vorteilhaft. Sie schützt vor Ablehnungen in vielen Bereichen, denn nicht nur Kreditverträge werden anhand der Bonität gemessen, auch Raten- oder Handyzahlungen werden darüber berechnet. Eine gute Bonität ist somit immer nützlich. Aber wie lässt sie sich verbessern?
  • Eigenauskunft – jeder Bürger kann eine Eigenauskunft bei der SCHUFA anfordern. Die einfache Auskunft bietet jedoch nur wenige Einblicke. Sinnvoller ist es, einmal im Jahr ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und die explizite Auskunft anzufordern. Noch einfacher ist es, gleich den Online-Account zu erstellen, denn über diesen können alle Anfragen von Geschäften oder Händlern direkt nachvollzogen werden.
  • Einträge prüfen – während die positiven Einträge keine Probleme machen, können die negativen Einträge durchaus die Bonität nach unten drücken. Wichtig ist, vorab die Löschfristen zu kennen. Nur so lässt sich planen, wann ein eventuell negativer Eintrag wieder verschwindet.
  • Löschung – sollten sich falsche oder längst erledigte Einträge in der Auskunft befinden, können Verbraucher eine Löschung beantragen. Gerade bei Mahn- oder Zwangsvollstreckungen kann dies geschehen. Nicht immer gibt der Gläubiger eine Erledigung rechtzeitig bekannt. Mit der Vorlage des ausgehändigten Titels lässt sich dieses Versehen jedoch sogar vor der Frist von drei Jahren ausmerzen.
  • Übergangsfrist – mitunter ist die SCHUFA freundlich und zuvorkommend. Das gilt insbesondere für Fristen vor dem Jahreswechsel. Wer beispielsweise im Dezember ein Auto kaufen möchte, aber Einträge hat, die zum Jahreswechsel gelöscht werden, der kann auf Rückfrage Glück haben und diese Einträge frühzeitig löschen lassen. Aber: Es gibt keine Verpflichtung für die vorzeitige Löschung. Wer freundlich und nett fragt, der kann jedoch durchaus Glück haben und von Kulanz profitieren.
Mitunter kann auch ein zweiter Kreditnehmer die eigene Bonität verbessern. Allerdings ist dies ein Punkt, der gut überdacht werden sollte. Ein zweiter Kreditnehmer ist für Banken voll einstandsfähig. Zahlt der erste Kreditnehmer nicht, kann sich die Bank an den zweiten Kreditnehmer wenden. Diese Gefahr sollten auch diejenigen bedenken, die selbst als zweiter Kreditnehmer einstehen möchten. Im Normalfall nehmen jedoch Eheleute einen Kredit gemeinsam auf, so dass dieses Problem seltener auftritt. Dafür lassen sich die Kreditchancen gemeinsam deutlich erhöhen und darüber hinaus auch die Zinsen für ein Darlehen senken. Was ist bei der Kreditwahl zu beachten? Ohne einen Vergleich sollte niemand heute mehr einen Kredit abschließen. Dies hat nicht nur mit den Kosten des Kredits zu tun, sondern hat auch weitere Gründe:
  • Auszahlung – rein digital bearbeitete Kredite punkten oft mit ihrer kurzen Auszahlungsdauer. Da die Bearbeitung mitsamt der Einreichung der Unterlagen online erfolgt, entfällt der Postweg. Mitunter können diese Kredite binnen von 24 Stunden ausgezahlt werden.
  • Zusatzleistungen – Sondertilgungen und Ratenpausen machen einen Kredit ebenfalls aus. Sondertilgungen erlauben die vorzeitige Ablöse oder eine Verkürzung der Ratenzahlung. Ratenpausen indes helfen bei finanziellen Engpässen. Natürlich spielt auch der Name des Kreditgebers eine Rolle. Es hilft auch heute, kurz nach dem Namen und den Erfahrungen anderer Kreditnehmer zu googeln. Leider gibt es weiterhin Kredithaie oder Betrüger, die auf Kosten anderer ihr Leben finanzieren.
Bevor ein kreditvertrag unterschrieben wird, ist ein Vergleich der Konditionen heute unabdingbar. So lassen sich die Kosten niedrig halten und die Bedingungen an die eigenen Wünsche anpassen. (Symbolfoto: pixabay)
Fazit – eine gute Bonität ist wichtig Wer eine gute Bonität mit regelmäßigen Einnahmen vorweisen kann, der erhält natürlich einfacher Kredite mit guten Konditionen. Jeder kann den Schritt unternehmen und sich seine in der SCHUFA gespeicherten Daten einmal genauer anschauen. Nicht weniger wichtig ist hingegen der Vergleich von Kreditangeboten. Nicht nur geben sie eine gute Richtung bezüglich der Zinsen vor, sie geben auch hinsichtlich der Sonderleistungen eine gute Hilfestellung.  

Japan
„Twitter-Killer“ zum Tode verurteilt

Tokio – Ein Mann, der neun Menschen ermordet hat, nachdem er sie über Twitter kontaktiert hatte, wurde zum Tode verurteilt. Takahiro Shiraishi, genannt der „Twitter-Killer“, wurde 2017 verhaftet, nachdem Leichenteile in seiner Wohnung gefunden wurden. Der 30-Jährige hatte zugegeben, seine Opfer ermordet und zerstückelt zu haben – fast alle waren junge Frauen, die er auf der Social-Media-Plattform kennengelernt hatte. Mehr als 400 Menschen waren gekommen, um das Urteil am Dienstag zu verfolgen, obwohl das Gericht nur 16 Plätze für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt hatte, berichteten lokale Medien. Die öffentliche Unterstützung für die Todesstrafe ist in Japan, eine der wenigen Industrienationen, die die Todesstrafe noch vollstrecken, sehr hoch. Shiraishi nutzte Twitter, um selbstmordgefährdete Frauen zu sich nach Hause zu locken. Er sagte, er könne ihnen beim Sterben helfen oder gar mit ihnen gemeinsam sterben. Wie Japans Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Anklageschrift mitteilte, erwürgte und zerstückelte er zwischen August und Oktober 2017 acht Frauen und einen Mann im Alter von 15 bis 26 Jahren. Die Serienmorde kamen zum ersten Mal an Halloween 2017 ans Licht, als die Polizei zerstückelte Körperteile in Shiraishis Wohnung in der japanischen Stadt Zama in der Nähe von Tokio fand.  Die Ermittler hatten nach einer vermissten 23-jährigen Frau gesuchte, die sich als eines der Opfer herausstellte. Japanische Medien sprachen von einem „Haus des Grauens“, nachdem die Ermittler neun Köpfe sowie eine große Anzahl von Arm- und Beinknochen entdeckt hatten, die in Kühlboxen und Werkzeugkästen verstaut waren. Während die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe für Shiraishi forderte, argumentierten seine Anwälte, dass er sich des geringeren Vorwurfs des „Mordes mit Zustimmung“ schuldig gemacht habe, da seine Opfer ihre Erlaubnis gegeben hätten, getötet zu werden. Shiraishi bestritt später die Version seines eigenen Verteidigungsteams und sagte, er habe ohne ihre Zustimmung getötet. Richter Naokuni Yano, der das Urteil verkündete, nannte die Verbrechen „grausam“ und fand den Angeklagten „voll verantwortlich“ für seine Handlungen. „Keines der neun Opfer hat in die Tötung eingewilligt, auch nicht in stiller Zustimmung“, zitierte der öffentlich-rechtliche Sender NHK den Richter.
Die Todesstrafe wird in Japan, dort warten mehr als 100 Gefangene im Todestrakt, durch Erhängen vollstreckt.